Schneidezähne

Das menschliche Gebiss hat insgesamt acht Schneidezähne. Die Schneidezähne stehen laut Zahn- oder Gebissschema an Position 1 und 2, einmal von der Mitte aus rechts herum und einmal von der Mitte aus links herum – im Oberkiefer, wie im Unterkiefer.


Gleich neben den Schneidezähnen – rechts und links – befinden sich die Eckzähne. Erst dann folgen die Backenzähne. Während die Backenzähne für das Zerkleinern von Nahrungsmittel zuständig sind, ist die wichtigste Aufgabe der Schneidezähne das Abbeißen. Aus diesem Grund sind sie auch besonders scharf.

Schneidezähne werden am meisten belastet

An der Front stehend sind Schneidezähne im alltäglichen Leben den meisten Belastungen ausgesetzt. Hinzu kommt, dass sie auch als erstes in den Sichtbereich fallen und schon aufgrund dieser Tatsache einer gründlichen Pflege bedürfen. Auch und gerade deswegen, weil Zahnbelag, Karies und andere Zahnschäden sehr früh sichtbar werden. Das gilt besonders für den Oberkiefer, der oftmals die größte Aufmerksamkeit im Mundbereich erhält.

Schneidezähne sind richtige „Arbeitstiere“ und fast immer im Einsatz. Sollten sie einmal von Entzündungen und Schmerzen betroffen sein, ist eine schnelle Behandlung notwendig. Außerdem sind es auch oft Schneidezähne, die zum Beispiel von Fehlstellungen betroffen sind. Wenn der Mund zu wenig Platz hat und alle Zähne, samt Weisheitszähne sich ihren Platz suchen, sind es oft die Schneidezähne, die zusammengeschoben werden und so durchaus kieferorthopädische Korrekturen erforderlich werden, die Fehlstellungen beheben soll. Da diese allerdings oft eine kostspielige Angelegenheit darstellen empfiehlt es sich, hierfür eine entsprechende Zahnzusatzversicherung mit kieferorthopädischer Versorgung abzuschließen.

Schneidezähne – immer im Blickfeld

Aufgrund der präsenten Position ist es nachvollziehbar, dass bei Verlust von Schneidezähnen durch Parodontitis oder durch einen Unfall schnell ein Zahnersatz her muss. Dieser erforderliche Zahnersatz, der nicht nur ästhetisch sinnvoll ist, wird fast immer von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Allerdings sieht die gesetzliche Krankenversicherung auch hier häufig nur eine Basisversorgung vor. Übersteigen die Ansprüche des Patienten hier der Vorstellung der gesetzlichen Regelversorgung gibt es private Zahnzusatzversicherungen, die je nach Ausrichtung und Vorstellung des Patienten leisten.