Coronavirus

Coronavirus – Symptome, Verlauf, Behandlung

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich zu einer Pandemie entwickelt. An der Lungenkrankheit Covid-19 sind Menschen weltweit erkrankt, die Zahl der Todesfälle nimmt zu.


Inhaltsverzeichnis

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen? – SOS-Tipps:

Um sich so gut wie möglich vor einer Ansteckung mit der neuartigen Lungenerkrankung aus China mit der Bezeichnung „Covid-19“ schützen zu können, sollte man wissen, wie es zu einer Infektion kommt: Das Virus SARS-CoV-2 wird von Mensch zu Mensch übertragen. Auf dem Weg einer Tröpfcheninfektion, wenn man zum Beispiel angehustet wird. Oder über eine Schmierinfektion, wenn man kontaminierte Objekte, auf denen sich Viren befinden, anfasst, wie beispielweise Türklinken oder Lichtschalter und sich anschließend an Mund, Nase oder Augen berührt.

So schützt man sich:

  • Regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife waschen: Mindestens über einen Zeitraum von 20 Sekunden hinweg, denn nur so lässt sich die Anzahl der Keime an den Händen auf ein Tausendstel und weniger senken. Bei stark verschmutzten Händen sollte man länger als 20 Sekunden waschen. – Zur besseren Einschätzung, wie lang 20 Sekunden sind, kann man zweimal das Happy-Birthday-Lied singen.
  • Die zusätzliche Nutzung eines Desinfektionsmittels ist laut RKI (Robert Koch-Institut) im privaten Umfeld meist nicht erforderlich. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn beispielsweise ein Familienmitglied erkrankt ist oder abwehrgeschwächte Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko im Haushalt leben. Händedesinfektion sollte jedoch beim Betreten und Verlassen eines Krankenhauses erfolgen.
  • Händeschütteln vermeiden. Das gilt besonders für den Krankheitsfall.
  • Distanz zu anderen halten. Ist jemand erkrankt, sollte der Abstand mindestens ein bis zwei Meter betragen.
  • Ein Mund-Nasen-Schutz verringert nicht das Ansteckungsrisiko für gesunde Menschen (Angaben des Robert Koch-Instituts). Die WHO weist darauf hin, dass das Tragen einer Maske auch ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen kann und eine gute Händehygiene dann sogar oftmals vernachlässigt wird.

Verhaltensregeln beim Husten und Niesen einhalten:

  • Wer husten oder niesen muss, sollte mindestens einen Meter Abstand zu anderen Personen halten und sich wegdrehen.
  • Ein Einwegtaschentuch benutzen und nur einmal verwenden. Dann in einem Mülleimer mit Deckel entsorgen. Benutzte Stofftaschentücher nicht unter 60 Grad waschen.
  • Wer niesen oder husten muss und kein Taschentuch hat, niest und hustet am besten in seine Armbeuge und nicht in die Hand.
  • Die Hände gründlich und mit Seife waschen, nachdem man die Nase geputzt, geniest oder gehustet hat.
  • Wer an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankt ist und sich in der Öffentlichkeit aufhalten muss, kann durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (zum Beispiel ein chirurgischer Mundschutz) seine Mitmenschen schützen. Das Ansteckungsrisiko durch Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen, kann so für andere Personen gesenkt werden.

Verhaltensempfehlungen zum Schutz im Alltag:

  • So oft wie möglich zu Hause bleiben. Persönliche Treffen mit älteren oder chronisch kranken Menschen zu deren Schutz einschränken.
  • Auf Händeschütteln und Umarmungen verzichten.
  • Aufenthaltsräume regelmäßig lüften.
  • Abstand zu anderen halten. Insbesondere zu kranken Menschen mit Atemwegssymptomen.
  • Wer selbst erkrankt ist, sollte zu Hause bleiben. Den Arzt erst einmal nur telefonisch kontaktieren.
  • Ist jemand im gemeinsamen Haushalt erkrankt, sollte eine räumliche Trennung zu anderen Familienmitgliedern erfolgen. Genügend Abstand zueinander ist wichtig.
  • Wenn möglich, zu Hause arbeiten. Nach Abstimmung mit dem Arbeitgeber. Nötige berufliche Treffen kurzhalten und in gut belüfteten Räumen miteinander arbeiten. Der Abstand zu anderen Menschen sollte ein bis zwei Meter betragen.
  • Auf Besuche von Restaurants oder Kantinen verzichten. Auf jeden Fall die Stoßzeiten meiden. Bestenfalls alleine im Büro essen.
  • Möglichst keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Besser zu Fuß gehen, Fahrrad oder mit dem eigenen Auto fahren.
  • Privat- und Dienstreisen mit Bus, Bahn, Schiff oder Flugzeug besser verschieben.
  • Großveranstaltungen und Orte mit großen Menschenansammlungen, wie Schwimmbäder, Einkaufszentren, Theater, Clubs, meiden.
  • Öffentliche Einrichtungen wie Ämter und Behörden nur in dringenden Fällen besuchen.
  • Größere private Feiern und Gaststättenbesuche möglichst verschieben. Wenn sich ein Besuch nicht vermeiden lässt, die Hygieneregeln konsequent einhalten.
  • Nicht während der üblichen Stoßzeiten einkaufen gehen. Am besten Lieferservices nutzen.
  • Ältere oder chronisch kranke Menschen benötigen Hilfe. Daher sollte man ihnen mit Unterstützung beistehen. Unter anderem durch den Einkauf von Lebensmitteln und anderen Dingen für den täglichen Bedarf.

Coronavirus SARS-CoV-2: Verlauf der Krankheit

Covid-19 beginnt mit eher unspezifischen Symptomen. Am häufigsten zeigen sich bei Betroffenen Fieber und Husten, manchmal auch Kurzatmigkeit. Beschwerden, die ebenso bei einer Grippe auftreten können. Allerdings kommt es bei der neuartigen Lungenkrankheit nur gelegentlich zu Kopf- und Gliederschmerzen. Patienten leiden selten an Schnupfen. Der Husten bei einer Covid-19-Erkrankung ist oftmals trocken, das Fieber beginnt nicht plötzlich, wie typisch für eine Grippe, sondern es steigt langsam und bleibt über einen Zeitraum von etwa zehn Tagen konstant. Bei einer Grippe hingegen verschlechtert sich der Zustand Betroffener innerhalb weniger Stunden deutlich. Das ist bei Covid-19 nicht der Fall. Bei einigen Patienten tritt Durchfall auf und häufig leiden Infizierte über mehreren Tage hinweg am Verlust ihres Geruchs- und Geschmackssinns, was sich allerdings auch bei einer Grippe darstellen kann. Rund 80 Prozent der an Covid-19 Erkrankten entwickeln lediglich schwache Symptome. Das gilt besonders für Kinder und jüngere Frauen. Bei jedem fünften Infizierten nimmt die Krankheit jedoch einen schweren, potenziell tödlichen Verlauf. Betroffen sind insbesondere Ältere und Männer.

Entwickelt sich eine Lungenentzündung, sprechen Ärzte von einem schweren Krankheitsverlauf, denn dann kann es zu akutem und lebensbedrohlichem Lungenversagen kommen.

Eine Sars-CoV-2-Infektion verursacht im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung (Sepsis). Betroffene leiden dann anfangs unter Verwirrtheit, schneller und schwerer Atmung, Todesangst sowie einem rapide sinkenden Blutdruck und Herzrasen. Erkrankte äußern, sich nie zuvor plötzlich so krank gefühlt zu haben. Das ist ein Alarmzeichen für die Ärzte. Sie müssen nun umgehend weitere Schritte einleiten, um das Leben der Patienten retten zu können. Denn je später eine virale Sepsis behandelt wird, desto häufiger verläuft sie tödlich. Aktuelle Untersuchungen ergaben, dass insbesondere an Covid-19-Erkrankte, die älter als 69 Jahre sind, anfällig für eine Lungenentzündung und Sepsis sind.

Angaben des RKI zufolge liegt der Anteil milder Verläufe außerhalb Chinas bei mehr als 80 Prozent. Allerdings berichteten Ärzte aus Hongkong, dass einige Patienten trotz eines scheinbar milden Krankheitsverlaufs, schwere und dauerhafte Lungenschäden, sogenannte Lungenfibrosen, erlitten. Bislang ist nicht bekannt, ob dies Einzelfälle sind oder ob es häufiger zu diesen Langzeitschäden kommt.

Patienten mit nur leichten Beschwerden sind meist nach zehn bis 14 Tagen symptomfrei. Wer von einem schwereren Verlauf betroffen ist und in der Klinik behandelt werden muss, kann drei bis sechs Wochen lang krank sein.

Coronavirus (SARS-CoV-2-Virus) – Was sind die Symptome?

Die neue Lungenkrankheit Covid-19 zeigt meist unspezifische Symptome. Bei drei Viertel der Patienten sind Fieber und trockener Husten die häufigsten Beschwerden. Auch unklares Fieber allein kann bei der Erkrankung auftreten. Zu Kopf- und Halsschmerzen kommt es nur manchmal. Das gilt ebenso für Symptome wie Müdigkeit, Gliederschmerzen sowie Kurzatmigkeit. Schnupfen und eine triefende Nase sind selten. Durchfall tritt ebenfalls selten auf. Leidet jemand nur an Schnupfen oder Durchfall, ist eine Infektion mit Covid-19 eher ausgeschlossen. Häufig sind Menschen zwar mit dem Virus infiziert, zeigen jedoch noch keine Symptome. Die neuen SARS-CoV-2-Viren vermehren sich – wie Grippeviren auch – im Rachen. Dabei infiziert der Erreger insbesondere Zellen der unteren Atemwege und kann so eine Lungenentzündung verursachen. Einige mit dem Erreger Infizierte leiden lediglich an leichten Erkältungssymptomen mit Frösteln und Halsschmerzen. Fieber tritt nicht immer auf. – Laut WHO-Angaben verlaufen rund 80 Prozent der Erkrankungsfälle mild. Dies wird so auch von der chinesischen Gesundheitsbehörde beobachtet. Bei etwa 14 Prozent der Patienten kommt es jedoch zu schweren Symptomen wie Atemnot. Lebensbedrohlich wirkt sich Covid-19 bei knapp fünf Prozent aus. Die Lungenkrankheit führt dann zu Atemstillstand, septischem Schock oder Multiorganversagen. Die WHO gibt an, dass Kinder nur in seltenen Fällen betroffen sind.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Bislang weiß man, dass das SARS-CoV-2-Virus durch Tröpfcheninfektion, beispielsweise beim Husten oder Sprechen, verbreitet wird. Man vermutet zudem, dass der Erreger ebenfalls in der normalen Ausatemluft nachweisbar ist. Angaben chinesischer Mediziner zufolge, besteht auch der Verdacht, dass sich SARS-CoV-2 über das Verdauungssystem ausbreitet. Die Ärzte haben den Erreger in Stuhlproben entdeckt, nachdem einige Patienten Durchfall bekamen, statt dem sonst üblichen Fieber. Eine Schmierinfektion durch das Virus ist ebenfalls möglich. Zudem wird vermutet, dass SARS-CoV-2 auch von Menschen weitergegeben werden kann, die selbst ohne Symptome sind.

Wie ansteckend ist das Coronavirus?

Das Virus ist leicht übertragbar und wird höchstwahrscheinlich auch von Menschen weitergegeben, die selbst nicht an Symptomen leiden. Das Robert Koch-Institut gibt an, dass der Erreger deutlich infektiöser sei als ursprünglich angenommen. Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellem Wissensstand zwei bis 14 Tage. Die Tageszeitung China Daily berichtet von einer durchschnittlichen Inkubationszeit von drei Tagen. In seltenen Fällen kann zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome auch eine Zeitspanne von bis zu 24 Tagen liegen. Experten sehen aber aktuell keinen Grund für eine Ausdehnung der bislang üblichen Quarantänezeit von 14 Tagen.

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Das neue Virus SARS-CoV-2 gehört zwar derselben Virusart an wie Sars, ist aber laut Virusforscher Christian Drosten (Direktor des Instituts für Virologe an der Charité Berlin) eine andere Variante. Die Zahl der aktuellen Erkrankungen übertrifft inzwischen bei weitem die der Sars-Pandemie in 2002/2003. Damals erfasste man insgesamt 8.000 an der Infektion Erkrankte, von denen etwa jeder Zehnte starb. – An dem neuen SARS-CoV-2 -Virus erkrankten weltweit bislang 343.016 Menschen, 14.782 starben an den Virusfolgen (Stand: 23.03.2020). Die meisten Todesfälle betreffen, nach Behördenangaben, vorrangig ältere Menschen mit teils schweren Vorerkrankungen.

Besonders gefährdete Personengruppen:

Das Robert Koch-Institut gibt an, dass schwere Verläufe zwar auch bei Menschen ohne Vorerkrankungen auftreten, ansonsten folgende Personengruppen ein erhöhtes Risiko für ernste Verläufe tragen:

  • Ältere Menschen. Ab etwa 50 bis 60 Jahren steigt das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf stetig.
  • Raucher.
  • Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen:
  • Erkrankung des Herzens, beispielsweise eine koronare Herzerkrankung.
  • Erkrankung der Lunge, beispielsweise Asthma oder chronische Bronchitis.
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen.
  • Patienten mit Diabetes mellitus.
  • Patienten mit einer Krebserkrankung.
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem.

Wie kann man sich bei einer Pandemie vor dem Coronavirus schützen?

Um sich selbst vor einer Ansteckung mit dem Erreger SARS-CoV-2 zu schützen, gelten die gleichen Empfehlungen wie beim Schutz vor einer Virus-Grippe. Wichtig ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife. Mindestens 20 Sekunden sollte man dies tun. Experten halten das Tragen eines Mundschutzes nicht für sinnvoll, da kontaminierte Luft von der Seite eindringen kann. Außerdem muss ein Mundschutz häufig gewechselt werden, da er ansonsten durch den eigenen Speichel zu einem feuchten Keimreservoir werden kann. Menschenansammlungen sollte man meiden und Abstand zu anderen Personen halten, mindestens ein bis zwei Meter. Auf Händeschütteln und andere Berührungen sollte verzichtet werden.

Gibt es eine wirksame Therapie gegen das Coronavirus?

Die Behandlung der Erkrankung erfolgt symptomatisch. Nach Stellung der Diagnose werden in vielen Fällen Bettruhe und intravenöse Flüssigkeitsgabe angeordnet. Ebenfalls können Kortisonpräparate gegen Entzündungen und Schwellungen gegeben werden. In schweren Fällen ist häufig eine zusätzliche Beatmung erforderlich. Bislang gibt es weder antivirale Mittel, die gegen die Krankheit wirken, noch einen Impfschutz. Erste Analysen lassen vermuten, dass das neue Virus strukturelle Ähnlichkeiten mit dem bisherigen Sars-Virus hat und auch ähnliche Bindungsstellen im Körper zum Andocken benutzt. In der Berliner Charité haben Virologen den ersten diagnostischen Test entwickelt, um bei einer Erkrankung mit dem Virus schnell eine Diagnose stellen zu können.

Was ist das neue Coronavirus?

Dieses neue Virus trägt den offiziellen Namen SARS-CoV-2. Erstmals in Erscheinung getreten ist die schwere Lungenerkrankung mit dem nun offiziellen Namen „Covid-19“ Mitte Dezember in der Stadt Wuhan (Zentralchina). Es ist eines von mehreren hundert verschiedenen Viren, die der Familie der Coronaviren angehören. Viele dieser Viren sind oft nur für leichte Erkältungen verantwortlich. Über die Ursache der Erkrankung weiß man noch nicht viel, außer dass das neuartige Virus vermutlich von einem Tier auf einem Markt in Wuhan ausging. Es wurde dann auf einen Menschen übertragen, bevor das Virus sich an den neuen Wirt angepasst hat und Übertragungen von Mensch zu Mensch möglich wurden.

Coronavirus – Was ist über den Erreger bekannt?

Zu den Coronaviren zählen neben dem neuen Virus SARS-CoV-2 ebenfalls Sars und Mers (kommt oft in Fernost vor). Der neue Erreger ist eine Variante des Sars-Virus und befällt sowohl die oberen als auch die unteren Atemwege. Das Virus kann Lungenentzündungen auslösen. Erkrankt sind Menschen aller Altersgruppen, wobei Männer etwas häufiger betroffen sind als Frauen. Patienten, die bisher in Folge einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus starben, waren häufig bereits durch Vorerkrankungen geschwächt. – Auch viele normale Erkältungen werden durch Coronaviren verursacht. Das sind allerdings andere Virustypen als SARS-CoV-2 und sie befallen meist nur die oberen Atemwege.

Viren allgemein– Ein Überblick

Viren sind so klein, dass man sie unter einem üblichen Lichtmikroskop nicht erkennen kann. Sie sind in der Regel nur zwischen 20 und 300 Nanometer groß. Nicht alle Viren, die in unserer Umgebung vorkommen, befallen den Menschen. Auch nicht jedes Virus macht krank, denn das menschliche Immunsystem reagiert sehr schnell und bekämpft die Erreger meist erfolgreich. Allerdings werden einige relevante Krankheiten von Viren verursacht. Zu ihnen zählen harmlose Erkältungen oder auch Lippenherpes. Zudem werden die meisten Magen-Darm-Infektionen hierzulande von Viren ausgelöst. Ernsthafte Infektionen, die Viren verursachen, sind unter anderem HIV/AIDS oder Hepatitis. Auch klassische Kinderkrankheiten wie Windpocken, Masern oder Röteln werden durch Viren hervorgerufen.

Viren benötigen eine Wirtszelle, um sich zu vermehren. Sobald man sich mit einem Virus angesteckt hat, vermehrt es sich im Körper. Das Virus dockt an die sogenannte Wirtszelle an und lässt nun seine benötigten Bausteine von der Zelle produzieren. Immer mehr neue Viren entstehen. Sobald die Wirtszelle abstirbt, werden tausende Viren freigesetzt, die nun neue Wirtszellen suchen. Solange man krank ist, werden diese Erreger ausgeschieden und selbst noch einige Zeit danach. In der Umwelt können sie sich teilweise noch sehr lange halten und ansteckend bleiben. Finden Viren aber keine neuen Wirtszellen, sterben sie ab.

Gegen Viren sind Antibiotika wirkungslos. Sogenannte antivirale Medikamente gibt es zwar, sie helfen aber nur gegen einzelne Virusarten. Bekämpft die körpereigene Immunabwehr einen Erreger erfolgreich, ist man in vielen Fällen gegen dieses spezielle Virus immun und man kann sich kein zweites Mal mit dem Erreger infizieren. – Allerdings sind Viren flexibel. So verändert sich beispielsweise das Grippe-Virus (Influenzavirus) ständig. Dies ist der Grund, warum ein Grippe-Impfstoff immer nur für ein Jahr schützt, denn bei der nächsten Grippewelle hat das Virus seine äußere Erscheinung wieder verändert und der Impfstoff muss neu angepasst werden.

Covid-19 – Was ist der Unterschied zur Grippe?

Jedes Jahr sucht uns in Deutschland eine mehr oder weniger starke Grippewelle heim, an der einige Menschen sterben. Maßnahmen wie bei der aktuellen Covid-19-Pandemie mussten wegen einer Grippe bislang jedoch noch nicht eingeleitet werden. Saisonal bedingt steigt die Zahl der Neuinfektionen mit Grippe (Influenza) wieder an. Seit dem letzten Herbst erkrankten laut RKI (Stand 17.03.2020) über 145.000 Menschen in Deutschland an Grippe. 247 starben daran. In der Grippe-Saison 2017/18 starben 25.100 Menschen. Das sind laut dem RKI so viele, wie seit 30 Jahren nicht.

Aktuellen Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom 23. März 2020 zufolge sind in Deutschland 26.198 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 111 Menschen starben bislang an den Folgen. Weltweit sind 343.016 Infizierte bekannt und 14.782 Todesfälle aufgrund von Covid-19.

Die folgende Übersicht soll über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Viruserkrankungen informieren:

Gemeinsamkeiten von Grippe und Covid-19:

  • Beide Krankheiten werden durch Viren verursacht. Die Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst und Covid-19 durch das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2.
  • Covid-19 und Grippe sind beides Atemwegserkrankungen, deren Verlauf sich sehr unterschiedlich darstellen kann. Einige Erkrankte können beschwerdefrei sein oder nur milde Symptome aufweisen, andere leiden an sehr schweren Symptomen und sterben.
  • Die Erreger beider Krankheiten werden vorwiegend durch eine Tröpfcheninfektion übertragen (beim Husten oder Sprechen), oder auch durch direkten Kontakt.

Unterschied zwischen Sars-Cov-2 und Grippeviren:

  • Das Coronavirus Sars-CoV-2 ist neuartig und vermutlich erst vor einigen Monaten von einem Tier auf den Menschen übergesprungen. Inzwischen kann es auch von Mensch zu Mensch übertragen werden.
  • Das Immunsystem ist nicht auf dieses neue Virus vorbereitet. Fachleute gehen davon aus, dass sich in Deutschland 60 bis 70 Prozent der Menschen anstecken könnten. Quarantänemaßnahmen sollen die schnelle Ausbreitung des Sars-Cov-2-Virus verhindern.
  • Die Möglichkeiten für Behandlung und Vorsorge sind sehr unterschiedlich: Bislang gibt es gegen Covid-19 keinen zugelassenen Impfstoff oder eine Therapie bei Erkrankung. Bei Influenza hingegen gibt es schützende Impfungen und zugelassene antivirale Medikamente.
  • Zu schweren bis lebensbedrohlichen Verläufen kommt es bei Covid-19 bisher häufiger als bei einer Grippe. Nach Angaben der WHO zeigt sich der Verlauf bei 15 Prozent der Erkrankten so schwer, dass eine zusätzliche Sauerstoffversorgung nötig wird. Fünf Prozent der Infizierten benötigen eine künstliche Beatmung. Zudem liegt die Todesrate wohl höher als bei der normalen saisonalen Grippewelle. Wie hoch die Sterblichkeitsrate tatsächlich ist, kann derzeit nicht eingeschätzt werden, da man nicht weiß, wie viele milde Fälle noch unerkannt sind.
  • Sars-CoV-2 ist scheinbar ansteckender als das Influenzavirus. Entsprechend der WHO gibt ein Infizierter das Virus an zwei bis zweieinhalb weitere Menschen weiter. Das sind mehr Ansteckungen als bei der Influenza.
  • Die Inkubationszeit bei Grippe ist kürzer als bei Covid-19. Bei Grippe dauert die Zeitspanne zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden meist bis zu drei Tagen, bei Covid-19 liegt die Spanne häufig zwischen fünf bis sechs Tagen. Eine Grippe kann sich demnach rascher ausbreiten als Covid-19.
  • Wer an einer Grippe erkrankt ist, kann andere bereits anstecken, wenn er selbst noch keine Symptome hat. Bei Covid-19 sind laut WHO zwar Ansteckungen ein bis zwei Tage vor dem Auftreten von Symptomen bekannt. Dies sei allerdings selten und es spiele bei der Weiterverbreitung keine wesentliche Rolle. Daher könnte sich das Sars-CoV-2-Virus leichter unter Kontrolle bringen lassen.
  • Anders als bei einer Grippe, zeigen Kinder bei einer Infektion mit Covid-19 nur selten deutliche Symptome. Nach bisherigem Wissensstand stecken sich Kinder ebenso oft mit dem Virus an wie Erwachsene, bleiben aber gesund. Außerdem hat man beobachtet, dass sich Kinder wohl vor allem bei Erwachsenen anstecken, Erwachsene aber kaum bei Kindern. Die Rolle, die Kinder bei der Weiterverbreitung des Virus haben, ist jedoch derzeit nicht klar.
  • Bei Influenza zählen zu den Risikogruppen mit schweren Verläufen vor allem Kinder, Schwangere, Ältere und Menschen mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem. Im Fall von Covid-19 gehören Kinder und Schwangere nach aktueller Kenntnis nicht zu den Risikogruppen.

Was ist bei einem Verdacht auf Covid-19 zu tun?

Leidet jemand an den charakteristischen Symptomen (wie oben beschrieben), sollte er seinen Hausarzt anrufen, denn der kann einschätzen, ob eine Erkrankung an Covid-19 vorliegt. Alternativ kann der ärztliche Bereitschaftsdienst kontaktiert werden. Die Telefonnummer lautet: 116 117.

Wer vermutet, sich mit Sars-CoV-2 angesteckt zu haben (beispielsweise durch persönlichen Kontakt zu einem Menschen, bei dem das Virus im Labor nachgewiesen wurde), sollte sich unverzüglich an sein zuständiges Gesundheitsamt wenden. Dies gilt auch dann, wenn keine Symptome vorhanden sind.

Hat man sich in einem sogenannten Risikogebiet (entsprechend Angaben des Robert Koch-Instituts) aufgehalten, ist es wichtig alle nicht nötigen Kontakte zu vermeiden. Man sollte auf jeden Fall zu Hause bleiben.

Wer sich in einer Region aufgehalten hat, in der zwar viele Covid-19-Fälle vorkommen, die aber nicht als Risikogebiet gilt, sollte sich achtsam verhalten. Treten innerhalb von 14 Tagen nach der Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot auf, ist ein Arzt aufzusuchen. Allerdings erst nach telefonischer Anmeldung und mit einem Hinweis auf die zurückliegende Reise. Weitere Informationen dazu gibt es unter der Telefonnummer: 116 117.

Wie wird auf eine Infektion mit Covid-19 getestet?

Der Nachweis auf das Virus SARS-CoV-2 erfolgt über Abstriche aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum. In dem Abstrich sollte, bei einem positiven Befund, das Erbgut des neuartigen Coronavirus enthalten sein. In bestimmten Laboren wird anschließend das virale Erbgut durch empfindliche, molekulare Tests nachgewiesen. Der vollständige Name des Tests lautet „real-time Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion“, englisch abgekürzt: RT-PCR. Ein Gerät vervielfältigt das wenige, genetische Material in der Laborprobe in mehreren Zyklen. Ob die entsprechenden Gensequenzen des Virus dann vorhanden sind oder nicht, lässt sich durch die Verwendung fluoreszierender Stoffe erkennen.

Wer soll auf das neuartige Coronavirus getestet werden?

Nicht jeder wird auf das neue Coronavirus getestet. Vorgenommen wird der Test in der Regel nur, wenn:

  • sowohl Symptome bestehen
  • als auch ein Verdachtsfall durch Rückkehr aus einem Risikogebiet vorliegt oder Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall bestand

Oftmals weisen Beschwerden nur auf eine gewöhnliche Erkältung oder Grippe hin. Allerdings können sich die Symptome auch mit einer Covid-19-Infektion überschneiden. Das Robert Koch-Institut empfiehlt daher, dass letztendlich die Ärzte über einen Test entscheiden.

Covid-19 – Wie zuverlässig ist der Corona-Test?

Experten beurteilen die Genanalysen weltweit als „robust“. In der Regel werden sie auch für andere Infektionskrankheiten und Nachweise durchgeführt. Grundsätzlich ist dabei das Ziel, zuverlässige Treffer richtig anzuzeigen und falsche Treffer auszuschließen. Mögliche Fehlerquellen können dennoch dazu führen, dass Viren übersehen werden. Das Testergebnis ist nämlich stark von Art und Zeitpunkt der Probenentnahme abhängig. So sind in der ersten Woche der Erkrankung die Viren meist ausschließlich im Rachenraum nachweisbar und in der zweiten Woche dagegen oft nur im Lungensekret.

Covid-19 – Testen alle Länder gleich?

Es ist bekannt, dass Länder unterschiedlich häufig testen. Zu finden sind ungefähre Schätzungen oder Datenbankergebnisse zu bereits erfolgten Tests auf der Seite „Our World in Data“. Diesen Angaben zufolge gehen die Zahlen abhängig vom jeweiligen Land weit auseinander. So wurden dort beispielsweise am 12. März 2020 für Südkorea 250.000 Tests, für Italien 86.000 Tests und für Kroatien weniger als 400 Tests angegeben. – Um das Ausmaß der Epidemie zu verstehen, spielt die Anzahl der durchgeführten Tests jedoch eine wesentliche Rolle.

Coronavirus SARS-CoV-2: Zahlt die Krankenkasse den Test auf das Virus?

Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Test auf SARS-CoV-2, wenn er medizinisch notwendig ist. Ob der Test durchgeführt werden sollte, entscheidet der behandelnde Arzt. – Fordern Unternehmen den Test für ihre Mitarbeiter selbst an, müssen sie die Kosten dafür selbst tragen.

Wann wird es eine Impfung gegen das Virus Sars-CoV-2 geben?

Derzeit steht kein Impfstoff gegen das Sars-CoV-2-Virus zur Verfügung. Weltweit wird intensiv daran gearbeitet.

Nach Angaben des Tübinger Biotechunternehmens CureVac vom 21. März, könnte bereits ab Herbst ein Impfstoff für zehntausende Menschen gegen das neuartige Coronavirus zur Verfügung stehen. Franz Werner Haas, Chef von CureVac, geht davon aus, dass entsprechende Daten dafür im dritten Quartal vorliegen. Noch in diesem Jahr könnte eine größere Studie starten, vorausgesetzt, die Ergebnisse sind gut und die Behörden geben ihr Einverständnis. Ob der Impfstoff für die breite Masse noch in diesem Jahr oder erst 2021 verfügbar ist, hängt laut Haas vom Ausgang der klinischen Studie und der Entscheidung der Zulassungsbehörden ab.

Was bringt die Pneumokokken-Impfung in der aktuellen Covid-19-Pandemie?

Eine Pneumokokken-Impfung schützt nicht vor Covid-19. Allerdings wird denjenigen eine solche Impfung empfohlen, die ein erhöhtes Risiko für eine Pneumokokken-Erkrankung tragen. Denn eine Pneumokokken-Infektion kann zu einer schweren Lungenentzündung und Sepsis führen, so dass die Behandlung auf der Intensivstation, gegebenenfalls mit Beatmung erforderlich würde. – Und das Gesundheitssystem ist derzeit schon über die Maßen belastet. Zudem kann eine Impfung gegen Pneumokokken eine bakterielle Superinfektion mit Pneumokokken bei Covid-19-Patienten verhindern. Bakterielle Superinfektionen durch Pneumokokken sind bei Influenza-Erkrankungen eine bekannte Komplikation. Wie häufig es bei Covid-19-Patienten zu Superinfektionen mit Pneumokokken kommt, kann man derzeit jedoch nicht einschätzen.

Impfstoffe gegen Pneumokokken sind in Deutschland aktuell nur sehr begrenzt verfügbar. Aus diesem Grund sollten ausschließlich Personen geimpft werden, die ein besonders hohes Risiko für eine Pneumokokken-Erkrankung tragen. Dies sind Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von zwei Jahren sowie Menschen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD.

Wie werden die Covid-19-Zahlen erfasst und ausgewertet? Wie zuverlässig sind sie?

In Deutschland sind Ärzte und medizinische Labore gesetzlich dazu verpflichtet, eine Corona-Infektion zu melden, sobald sie erkannt wurde. Dafür sind die Gesundheitsämter in den Stadt- und Landkreisen zuständig. Sie geben die Zahlen an die jeweils zuständigen Gesundheitsbehörden der Bundesländer weiter. Mehrmals täglich übermittelt die Landesgesundheitsbehörde die gesammelten Falldaten elektronisch an das Robert Koch-Institut, also die aktuellen Fallzahlen für das jeweilige Bundesland. Zudem verschicken die meisten Landesgesundheitsbehörden einmal am Tag einen Lagebericht an ihr zuständiges Ministerium. Diese Zahlen werden dann von der Pressestelle veröffentlicht. Nachdem das RKI die eingegangenen Zahlen geprüft hat, übermittelt es die Daten an andere internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO. Bis alle Daten von lokalen Stellen aus zu RKI und WHO gelangen, können zwei bis fünf Tage vergehen.

In der aktuellen Situation arbeiten die Gesundheitsämter hart am Limit. Da die Amtsärzte Prioritäten setzen müssen, sich also erst um Patienten kümmern, bevor eine elektronische Erfassung erfolgt, kann es sein, dass den Landratsämtern bereits Labormeldungen zu Neu-Infektionen vorliegen, die noch nicht elektronisch erfasst, jedoch im Gesundheitsamt schon gezählt wurden. Diese Fallzahlen kann auch nur der Landkreis veröffentlichen. Gesundheitsministerium und RKI liegen diese Daten oft erst später vor. Es gibt zudem Hinweise, dass die Software des RKI nicht alle Fallzahlen aus den Landkreisen direkt übermittelt. Dies ist der Grund für manchmal unterschiedliche Meldestände.

Die durch die Johns Hopkins Universität veröffentlichten internationalen Zahlen und die des Robert Koch-Instituts gehen auf unterschiedliche Erfassungswege zurück: So muss die Johns Hopkins Universität in den USA nicht täglich auf Meldungen offizieller Stellen warten. Ihre Forscher recherchieren im Internet öffentlich zugängliche Quellen und gewinnen so die neuesten Zahlen. Die Daten kommen von Internetseiten und Twitteraccounts von Behörden und Organisationen. Ebenso fließen auch Zahlen ein, die eine Internetcommunity von Medizinern in China ermittelt, sowie Berichte lokaler Medien. Aus diesem Grund sind die Zahlen der Johns Hopkins University denen des Robert Koch-Instituts in der Regel ein wenig voraus.

Coronavirus SARS-CoV-2: Aktuelle Situation weltweit

Weltweit sind Angaben der Johns-Hopkins-Universität zufolge 343.016 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 14.782 Menschen starben (Stand 23.03.2020). In Europa steigt die Zahl der Infizierten rasant. In China hingegen treten bereits seit Tagen keine Neuinfektionen mehr auf. Von 81.454 gezählten Infektionen in China, wurden bislang 72.819 geheilt. Mehr als 3.274 Todesopfer sind bekannt.

Coronavirus SARS-CoV-2: Aktuelle Situation in Deutschland

In Deutschland sind aktuell 26.198 Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus bekannt. 111 Menschen starben (Angaben Johns-Hopkins-Universität, Stand 23.03.2020). Die ersten im Januar bekannt gewordenen Fälle traten in Bayern auf. Weitere Erkrankte waren unter den deutschen Staatsbürgern, die Anfang Februar aus Wuhan ausgeflogen wurden. Inzwischen sind Menschen in allen Bundesländern infiziert. Am stärksten ist der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen betroffen.

Das Robert Koch-Institut stufte die Risikoeinschätzung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland kürzlich hoch ein und sprach von einer dynamischen und ernst zu nehmenden Situation. Die Lage müsse täglich neu bewertet werden.

Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, haben Bund und Länder am 22. März einige Beschränkungen beschlossen. So sind unter anderem Ansammlungen von mehr als zwei Personen für erst einmal zwei Wochen verboten. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Bei Nichtbefolgen drohen Strafen. In der Öffentlichkeit und wo immer möglich, soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander eingehalten werden. In Bayern bleibt es bei der zuvor beschlossenen Ausgangsbeschränkung. Dies gilt nun ebenso in Sachsen.

Zudem hat Deutschland bereits am 16. März seine Außengrenzen zu Frankreich, Dänemark, Österreich und der Schweiz abgeriegelt. In Bayern wurde der Katastrophenfall ausgerufen. In allen Bundesländern sind Schulen und Kitas vorsorglich für einige Wochen geschlossen. Außerdem haben Bundesregierung und Länder die Schließung vieler Geschäfte beschlossen. Geöffnet bleiben jedoch Läden, die zur Versorgung der Bevölkerung wichtig sind, wie unter anderem Supermärkte und Apotheken. – Ziel dieser und weiterer Maßnahmen ist die weitestgehende Einschränkung des öffentlichen Lebens deutschlandweit und somit eine Verlangsamung der Virusausbreitung.

Wie weit verbreitet ist der neue Erreger?

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weiterhin weltweit aus. Insbesondere Europa ist derzeit von dem Virus betroffen. Hier sind derzeit etwa 174.487 Menschen infiziert und 8.904 Todesfälle bekannt. Auf der ganzen Welt gibt es nun 343.016 Infizierte. (Stand 23.03.2020) Nach aktuellen Angaben des RKI sind Risikogebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann, unter anderem Italien und Iran, sowie Teile Chinas, Südkorea, Frankreich, Österreich, Spanien und USA. Informationen zu internationalen und nationalen Risikogebieten findet man unter anderem auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

Was tun, wenn man in betroffene Länder reisen muss?

Die Bundesregierung hat eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Bislang wurde nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten. Für im Ausland gestrandete Deutsche wurde ein Rückholprogramm gestartet. Zur Eindämmung des Coronavirus sollen Deutsche keine Urlaubsreisen mehr ins In- und Ausland unternehmen. Die Kontrollen an den deutschen Grenzen zu Österreich, der Schweiz, zu Frankreich, Luxemburg und Dänemark wurden verstärkt. Aus- und Einreisen ausländischer Staatsbürger sind nur noch mit „triftigem Grund“ möglich. Das Auswärtige Amt rät von Reisen ins Ausland derzeit ab. Für viele Destinationen bestehe ein hohes Risiko, dass Rückreisen nicht mehr angetreten werden können. Zudem haben einige Länder Einreisesperren oder Sonderkontrollen für bestimmte Personengruppen oder Flüge aus bestimmten Regionen erlassen. Auch Reisende aus Deutschland sind zum Teil betroffen. Daher wird empfohlen, sich vor Reiseantritt bei der Botschaft oder dem Konsulat des Reiselandes in Deutschland zu informieren. Außerdem weist das Auswärtige Amt darauf hin, sich vor dem Antritt einer Reise in die Krisenvorsorgeliste einzutragen sowie Reise- und Sicherheitshinweise zu beachten. Wer eine aktuell eine Reise plant, kann sich beim Auswärtigen Amt unter www.auswaertiges-amt.de informieren. In jedem Fall sollte man sich an die empfohlenen Verhaltensregeln zum eigenen Schutz vor einer Ansteckung und zum Schutz anderer halten.

FAQ zum Thema: Covid-19

Wie lange überleben die Sars-CoV-2-Viren?

Menschen, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, verteilen die Viren durch Husten und Sprechen in der Umgebung. Sie bleiben für circa fünf Minuten in der Luft, bevor sie auf den Boden absinken. Wie lange das Virus auf dem Boden und anderen Oberflächen überleben kann, ist noch nicht systematisch erforscht. Bereits fest steht aber: Für die Übertragung ist vorrangig eine Tröpfcheninfektion durch Husten und Sprechen beim Zusammentreffen mit Infizierten verantwortlich.

Wie lange überleben die neuen Coronaviren in der Wohnung?

Nach jetzigem Erkenntnisstand werden Sars-CoV-2-Viren hauptsächlich durch den Kontakt mit der Atemluft infizierter Personen übertragen, besonders durch Aushusten oder Sprechen. Eine Infektion durch die Berührung von virusbelasteten Oberflächen ist deutlich seltener. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die neuartigen Coronaviren bis zu sechs Tagen auf Glas, Metall, Kunststoff und anderen Materialien überleben können. Um eventuelle Risiken durch virenbelastete Gegenstände zu verringern, wird gründliches Händewaschen empfohlen.

Kann das Virus auch über Gegenstände übertragen werden?

Prinzipiell ja. Dieser Übertagungsweg ist aber selten. Gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife senkt zusätzlich das Risiko erheblich ab, sich über anhaftende Viren anzustecken. Das Virus kann auch nur eine begrenzte Zeit auf unbelebten Oberflächen überleben. Von Produkten, die zum Beispiel in China produziert wurden, geht aus diesem Grund keine Gefahr aus.

Häusliche Quarantäne – Was ist zu beachten?

Die Anweisungen des Arztes, der eine häusliche Quarantäne verordnet hat, müssen genau befolgt werden. Jeder Kontakt zu anderen Personen ist während der Quarantänezeit (meist zwei Wochen) zu vermeiden. Das gilt ganz besonders für den Umgang mit älteren oder durch Vorerkrankungen geschwächten Menschen. Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs sollte man dann nicht selbst einkaufen, sondern sich nur möglichst ohne Personenkontakt liefern lassen (vor der Haustür abstellen). Das Tragen eines einfachen Mundschutzes kann die Virenbelastung der Umgebung senken.

Was ist in öffentliche Verkehrsmitteln zu beachten?

Soweit das möglich ist, sollten zurzeit keine Busse und Bahnen genutzt werden. Das eigene Auto oder Fahrrad sind in jedem Fall vorzuziehen. Wenn die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel unvermeidlich ist, sollte ein möglichst großer Abstand zu den anderen Fahrgästen eingehalten werden (mindestens ein bis zwei Meter). Husten sollte man nur in die Armbeuge. Nach der Berührung von Haltestangen und Türknöpfen gleich bei der Ankunft gründlich die Hände waschen.

Was müssen Arbeitnehmer beachten?

Arbeitnehmer sollten, sofern das möglich ist, ihrem Unternehmen anbieten, von zu Hause aus zu arbeiten. Es besteht jedoch kein gesetzlicher Anspruch auf Home Office oder umgekehrt eine gesetzliche Verpflichtung. Arbeitnehmer dürfen den beruflichen Einsatz in Gebieten mit erhöhter Ansteckungsgefahr verweigern, für die eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes besteht. Bei einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege genügt die telefonische Rücksprache mit dem Hausarzt für den Erhalt einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung über bis zu sieben Tage. Sollte wegen Covid-19-Verdachts eine Quarantäne notwendig sein, zahlt der Arbeitgeber weiterhin Lohn oder Gehalt und erhält anschließend vom jeweiligen Bundesland eine Kostenerstattung.

Was müssen Arbeitgeber beachten?

Für einige Bereiche des Wirtschaftslebens gelten in Zusammenhang mit der aktuellen Gefährdung durch das neuartige Coronavirus Einschränkungen und Verbote. Betroffen sind zurzeit unter anderem Gastronomie, Sportveranstaltungen, Kultur und Einzelhandel. Laut Arbeitsschutzgesetz hat "der Arbeitgeber grundsätzlich die Verpflichtung, die Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit für seine Beschäftigten am Arbeitsplatz zu beurteilen und Maßnahmen hieraus abzuleiten." Dazu zählen zum Beispiel konkrete Schutzmaßnahmen und umfassende Hygieneregeln.

Was müssen Haustierbesitzer beachten?

Als gesichert gelten bisher nur Übertragungen des neuartigen Coronavirus von Mensch zu Mensch und zumindest eine Übertragung von einem Wildtier auf den Menschen in China. Ansteckungen von Haustieren wurden bisher noch nicht dokumentiert, sind aber nicht komplett ausgeschlossen. Tierbesitzer sollten daher die aktuelle Berichterstattung zum Thema in den Medien im Auge behalten.

Welche Vorräte sollte man zu Hause haben?

Die Versorgung mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs ist gegenwärtig sichergestellt. Bevorratung ist daher nur im normalen Rahmen sinnvoll. Darüber hinausgehende Hamsterkäufe behindern dagegen sogar zwischenzeitlich die Verfügbarkeit bestimmter Waren.

FAQ zum Thema: Reisen und Covid-19

Welche Länder beziehungsweise Regionen sind von Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 betroffen ?

Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder sowie Informationen zu weltweiten Risikogebieten beziehungsweise betroffenen Gebieten in Deutschland sind unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen und www.rki.de/covid-19-risikogebiete zu finden. Tagesaktuelle Informationen gibt es außerdem auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC).

Welche Reisebeschränkungen gibt es innerhalb Deutschlands?

Touristen können in Deutschland keine der Inseln in Nord- und Ostsee mehr besuchen. Unter anderem zählen dazu Amrun, Sylt, Rügen und Usedom. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rief dazu auf, Corona-Risikogebiete zu meiden. Zudem sollten alle auf nicht notwendige Reisen in besonders betroffene Gebiete verzichten. Laut RKI ist dies derzeit der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Ohne triftigen Reisegrund werden Reisende, die nach Frankreich, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark wollen, an der Grenze abgewiesen. Deutschland hat an den Grenzen zu diesen Ländern wieder Grenzkontrollen eingeführt. Die Beschränkung gilt nicht für den Warenverkehr und für Berufspendler. Deutsche sollen auch weiterhin ungehindert nach Deutschland einreisen können.

Welche Länder haben Beschränkungen für Reisende aus Deutschland erlassen?

Das Auswärtige Amt warnt grundsätzlich vor Reisen ins Ausland. Denn immer mehr Länder haben Flugverbindungen unterbrochen und ihre Grenzen geschlossen. Viele Nationen reagieren auf die aktuelle Situation mit verstärkten Einreisekontrollen. Außerdem nehmen viele an den Landesgrenzen Messungen der Körpertemperatur vor, bei Verdachtsfällen greifen Quarantänemaßnahmen und vereinzelt gibt es Einreisesperren. Länder an deren Grenzen diese Maßnahmen umgesetzt werden, sind Frankreich, Estland, Slowenien, Armenien, Indonesien, Hongkong, Griechenland und Kolumbien. Bulgarien hat nach der Verhängung eines einmonatigen Ausnahmezustands den Reiseverkehr in das Land eingeschränkt.

Unter anderem haben folgende Länder Einreiseverbote verhängt: USA, Argentinien, Bhutan, Botsuana, Dänemark, El Salvador, Georgien, Ghana, Guatemala, Indien, Israel, Jamaika, Jordanien, Kasachstan, Kirgistan, Kiribati, Kosovo, Lettland, Libanon, Marshallinseln, Nepal, Oman, Peru, Polen, Samoa, Saudi-Arabien, Singapur, Slowakei, Trinidad und Tobago, Tschechien, Ukraine und Ungarn. Die indonesischen Behörden haben ein Einreise- und Transitverbot verfügt, für Reisende, die sich in den letzten 14 Tagen in Deutschland, Frankreich, Italien, dem Vatikan, der Schweiz, Großbritannien, Spanien oder dem Iran aufgehalten haben.

Was müssen Reisende beachten, die aus Risikogebieten zurückkehren?

Derzeit werden vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft: Italien, Iran, sowie bestimmte Regionen in China, Südkorea, Frankreich, Österreich, Spanien und USA. Die Regelungen für Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, unterscheiden sich, abhängig davon, mit welchem Verkehrsmittel nach Deutschland eigereist wird:

Bei Einreisen mit dem Pkw oder der Deutschen Bahn gibt es keine Einschränkungen. Besteht bei einer Bahnreise jedoch ein Verdachtsfall, werden sogenannte Aussteigekarten an die Umsitzenden verteilt.

Reisende, die mit dem Schiff oder Flugzeug ankommen, sind verpflichtet, ihre Daten anzugeben. Dazu sind bei der Ankunft in Deutschland sog. Aussteigekarten auszufüllen. Abgefragt werden Angaben zum Aufenthaltshort in den folgenden 30 Tagen sowie zum Aufenthaltsort in den Herkunftsländern, außerdem zu Kontaktpersonen und zum gesundheitlichen Befinden. Die ausgefüllten Karten werden anschließend zur Aufbewahrung an die Gesundheitsämter übergeben.

Was gilt bei Pauschalreisen?

Die Ausrufung einer weltweiten Reisewarnung durch das Auswärtige Amt bedeutet, dass gebuchte Pauschalreisen unter Berufung auf außergewöhnliche Umstände kostenlos storniert werden können.

Weitere Argumente für den kostenlosen Rücktritt sind zudem, Sperrungen von Reiserouten oder Sehenswürdigkeiten vor Ort sowie andere Beeinträchtigungen der Urlaubsreise, die vor der Buchung nicht absehbar gewesen sind.

Viele Reiseanbieter verhalten sich in der aktuellen Corona-Pandemie bereits so kulant, dass sie Reisen von sich aus absagen und Kunden so den vollen Preis erstattet bekommen. Auch spezielle Umbuchungs- und Kündigungsrechte werden manchmal angeboten. Am besten fragen Betroffene bei ihrem Reiseveranstalter direkt an.

Was geschieht, wenn man im Ausland unter Quarantäne gestellt wird?

Müssen sich Deutsche im europäischen Ausland auf Anweisung lokaler Behörden in Quarantäne begeben, sollten sie diese, laut einer Empfehlung des deutschen Krisenstabs, bis zum Ende einhalten.

Quellen

  • Frankfurter Rundschau (FR): „Maßnahmen in Deutschland/Coronakrise: Ausgangsbeschränkung nur in Bayern“, www.fr.de (Abruf 23.03.2020)
  • Süddeutsche Zeitung (SZ): „Die typischen Symptome des Coronavirus“, www.sz.de (Abruf 21.03.2020)
  • Frankfurter Rundschau (FR): „Coronavirus: Ab Herbst könnten Zehntausende Impfstoff erhalten“, www.fr.de (Abruf 21.03.2020)
  • Bundesministerium für Gesundheit: „Ihre Fragen – unsere Antworten zum neuartigen Coronavirus / Covid-19“, www.zusammengegencorona.de (Abruf 21.03.2020)
  • Quarks: Corona-Test: Wie er funktioniert und wer getestet wird“, www.quarks.de (Abruf 23.03.20202)
  • Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV): „Coronavirus: Wichtige Informationen für Patienten und Versicherte“, www.derprivatpatient.de (Abruf 21.03.20202)
  • Tagesschau: “Coronavirus: Was Reisende beachten müssen“, www.tagesschau.de (Abruf 22.03.2020)
  • Tagesschau: “Zahlen über infizierte Menschen – Unterschiedlich, aber nicht falsch“, www.tagesschau.de (Abruf 21.03.2020) „Die typischen Symptome des Coronavirus“, www.sz.de (Abruf 21.03.2020)
  • Der Spiegel: „Viruserkrankungen im Vergleich: Was unterscheidet Covid-19 von Grippe?“, www.spiegel.de (Abruf 19.03.2020)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: „Viren“, www.infektionsschutz.de, (Abruf 19.03.2020)
  • Deutsche Apotheker Zeitung: „Wie bestimmt das RKI Todesfälle bei Grippe?“, www.deutsche-apotheker-zeitung.de, (Abruf 19.03.2020)
  • Robert-Koch-Institut, www.rki.de (Abruf 23.03.20202)
  • NDR: „Coronavirus: So verläuft die Erkrankung an Covid-19“, www.ndr.de (Abruf 18.03.2020)
  • Tagesschau: „Coronavirus: Ausbreitung in Deutschland“ und „Die Verbreitung des Coronavirus“, www.tagesschau.de (Abruf 17.03.20202)
  • n-tv.de: „Alle Daten, alle Fakten zum Coronavirus“, www.n-tv.de (Abruf 17.03.20202)
  • ZDF: „Aktuelle Informationen des RKI“, www.zdf.de (Abruf 17.03.20202)
  • Johns Hopkins University, Covdid-19 Map: coronavirus.jhu.edu/map.html (Abruf 19.03.2020)
  • Der Tagesspiegel: “Coronavirus FAQ“, www.tagesspiegel.de (Abruf: 16.03.2020)
  • Süddeutsche Zeitung (SZ): „ Coronavirus in Deutschland – Bund und Länder einigen sich auf Schließung von Geschäften“, www.sueddeutsche.de (Abruf 16.03.2020)
  • Focus: „ Europa schottet sich gegenseitig ab“, www.focus.de (Abruf 16.03.2020)
  • Auswärtiges Amt, www.auswaertiges-amt.de (Abruf 16.03.2020)
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): „Wie Deutschland auf das Coronavirus vorbereitet ist“, 25.02.2020
  • NDR: „Welche Gefahr geht vom neuen Coronavirus aus?“, www.ndr.de (Abruf 26.02.2020)
  • Die Zeit: „Coronavirus/Wettlauf mit dem Virus“, www.zeit.de (Abruf 23.01.2020)
  • Lungenärzte im Netz“, www.lungenaerzte-im-netz.de (Abruf 26.02.2020)
  • Ärztezeitung: „Neues Coronavirus/ WHO-Notfallausschuss bei Beurteilung der Gefahr uneins“, www.aerztezeitung.de (Abruf 23.01.2020
  • Tagesschau. „Wie man sich gegen Coronainfektion schützt“, www.tagesschau.de (Abruf 29.01.2020)

Alle Angaben ohne Gewähr.

Neueste Artikel

Diese Seite teilen

Telefon
069 95 86 969
08.30 - 19:00
Schaden
Schaden melden
E-Mail
E-Mail
Rückruf
Rückruf-Service