Coronavirus

Coronavirus – Symptome, Verlauf, Behandlung

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich zu einer Pandemie entwickelt. An der Lungenkrankheit Covid-19 sind Menschen weltweit erkrankt, die Zahl der Todesfälle nimmt zu.


Inhaltsverzeichnis

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen? – SOS-Tipps:

“Neuartiges Coronavirus“ – so lautete zu Beginn der Pandemie der vorläufige Name des Virus. Häufig wurde es anfänglich auch mit „2019nCoV“ bezeichnet. Inzwischen trägt das Virus den offiziellen Namen: SARS-CoV-2. Es löst die Krankheit „Covid-19“ aus.

Um sich so gut wie möglich vor einer Ansteckung mit Covid-19 schützen zu können, sollte man wissen, wie es zu einer Infektion kommt: Das Virus SARS-CoV-2 wird von Mensch zu Mensch übertragen. Auf dem Weg einer Tröpfcheninfektion, wenn man zum Beispiel angehustet wird. Oder über eine Schmierinfektion, wenn man kontaminierte Objekte, auf denen sich Viren befinden, anfasst, wie beispielweise Türklinken oder Lichtschalter und sich anschließend an Mund, Nase oder Augen berührt.

So schützt man sich:

  • Regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife waschen: Mindestens über einen Zeitraum von 20 Sekunden hinweg, denn nur so lässt sich die Anzahl der Keime an den Händen auf ein Tausendstel und weniger senken. Bei stark verschmutzten Händen sollte man länger als 20 Sekunden waschen. – Zur besseren Einschätzung, wie lang 20 Sekunden sind, kann man zweimal das Happy-Birthday-Lied singen.
  • Die zusätzliche Nutzung eines Desinfektionsmittels ist laut RKI (Robert Koch-Institut) im privaten Umfeld meist nicht erforderlich. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn beispielsweise ein Familienmitglied erkrankt ist oder abwehrgeschwächte Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko im Haushalt leben. Händedesinfektion sollte jedoch beim Betreten und Verlassen eines Krankenhauses erfolgen.
  • Händeschütteln vermeiden. Das gilt besonders für den Krankheitsfall.
  • Distanz zu anderen halten. Ist jemand erkrankt, sollte der Abstand mindestens anderthalb bis zwei Meter betragen.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum wird vom RKI empfohlen. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Covid-19 könne so reduziert werden, allerdings nur dann, wenn weiterhin der Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Personen, die Husten- und Niesregeln sowie die Händehygiene eingehalten werden. Das Risiko, andere anzustecken, könne so verringert werden. Allerdings gibt es für den Eigenschutz keine Hinweise (Angaben des Robert Koch-Instituts). Da sich die Virenlast, die auf den Schleimhäuten landet, bei einer Mund-Nasen-Bedeckung verringern kann, vermutet man im Fall einer Ansteckung jedoch einen milderen Verlauf von Covid-19.
  • Da auch die Augen ein Einfallstor für Viren sein können, bietet eine gut sitzende Schutzbrille mit Seitenschutz zusätzliche Sicherheit vor Ansteckung. Dies kann insbesondere für Menschen mit geschwächtem Immunsystem sinnvoll sein.
  • Beim Benutzen öffentlicher Toiletten vor dem Spülen den Toilettendeckel schließen: Während des Spülvorgangs können sich nämlich Virus-belastete Aerosol-Wolken in der Luft verteilen und eingeatmet werden.

Verhaltensregeln beim Husten und Niesen einhalten:

  • Wer husten oder niesen muss, sollte mindestens einen Meter Abstand zu anderen Personen halten und sich wegdrehen.
  • Ein Einwegtaschentuch benutzen und nur einmal verwenden. Dann in einem Mülleimer mit Deckel entsorgen. Benutzte Stofftaschentücher nicht unter 60 Grad waschen.
  • Wer niesen oder husten muss und kein Taschentuch hat, niest und hustet am besten in seine Armbeuge und nicht in die Hand.
  • Die Hände gründlich und mit Seife waschen, nachdem man die Nase geputzt, geniest oder gehustet hat.
  • Wer an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankt ist und sich in der Öffentlichkeit aufhalten muss, kann durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (zum Beispiel ein chirurgischer Mundschutz) seine Mitmenschen schützen. Das Ansteckungsrisiko durch Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen, kann so für andere Personen gesenkt werden.

Verhaltensempfehlungen zum Schutz im Alltag:

  • So oft wie möglich zu Hause bleiben. Persönliche Treffen mit älteren oder chronisch kranken Menschen zu deren Schutz einschränken.
  • Auf Händeschütteln und Umarmungen verzichten.
  • Aufenthaltsräume regelmäßig lüften.
  • Abstand zu anderen halten. Insbesondere zu kranken Menschen mit Atemwegssymptomen.
  • Wer selbst erkrankt ist, sollte zu Hause bleiben. Den Arzt erst einmal nur telefonisch kontaktieren.
  • Ist jemand im gemeinsamen Haushalt erkrankt, sollte eine räumliche Trennung zu anderen Familienmitgliedern erfolgen. Genügend Abstand zueinander ist wichtig. Wird die Toilette von allen Familienmitgliedern gemeinsam genutzt: Immer vor dem Spülen den Toilettendeckel herunterklappen.
  • Wenn möglich, zu Hause arbeiten. Nach Abstimmung mit dem Arbeitgeber. Nötige berufliche Treffen kurzhalten und in gut belüfteten Räumen miteinander arbeiten. Der Abstand zu anderen Menschen sollte mindestens anderthalb Meter betragen.
  • Auf Besuche von Restaurants oder Kantinen verzichten. Auf jeden Fall die Stoßzeiten meiden. Bestenfalls alleine im Büro essen.
  • Möglichst keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Besser zu Fuß gehen, Fahrrad oder mit dem eigenen Auto fahren.
  • Privat- und Dienstreisen mit Bus, Bahn, Schiff oder Flugzeug besser verschieben.
  • Großveranstaltungen und Orte mit großen Menschenansammlungen, wie Schwimmbäder, Einkaufszentren, Theater, Clubs, meiden.
  • Öffentliche Einrichtungen wie Ämter und Behörden nur in dringenden Fällen besuchen.
  • Größere private Feiern und Gaststättenbesuche möglichst verschieben. Wenn sich ein Besuch nicht vermeiden lässt, die Hygieneregeln konsequent einhalten.
  • Nicht während der üblichen Stoßzeiten einkaufen gehen. Am besten Lieferservices nutzen.
  • Ältere oder chronisch kranke Menschen benötigen Hilfe. Daher sollte man ihnen mit Unterstützung beistehen. Unter anderem durch den Einkauf von Lebensmitteln und anderen Dingen für den täglichen Bedarf.

Wie wird Covid-19 übertragen?

Bislang weiß man, dass Covid-19 durch Tröpfcheninfektion, beispielsweise beim Husten oder Sprechen, verbreitet wird. Der Erreger SARS-CoV-2 vermehrt sich im Rachen und ist ebenfalls in der normalen Ausatemluft nachweisbar. Eine Ansteckung kann zudem über kleinere Tröpfchen in der Luft (Aerosole) erfolgen, also auch beim Singen oder wenn man laut lacht. Man vermutet, dass Klimaanlagen die Viruspartikel weiträumig verteilen können. In geschlossenen Räumen ist die Gefahr, sich mit dem Virus zu infizieren, größer als im Freien. An Covid-19 Erkrankte sind schon ein bis drei Tage vor Ausbruch der ersten Symptome ansteckend. Angaben von Virologen zufolge, kann sich SARS-CoV-2 vermutlich auch im Magen-Darm-Trakt vermehren. Ausschließen könne man ein Infektionsrisiko über fäkale Ausscheidungen nicht. Daher sei es möglich, dass man sich auch über das Einatmen Virus-belasteter Aerosol-Wolken, die sich beim Spülen einer Toilette in der Luft verteilen, mit Covid-19 infizieren kann.

Covid-19: Verlauf der Krankheit

Covid-19 beginnt mit eher unspezifischen Symptomen. Am häufigsten zeigen sich bei Betroffenen Fieber und Husten, manchmal auch Kurzatmigkeit. Beschwerden, die ebenso bei einer Grippe auftreten können. Allerdings kommt es bei der neuartigen Lungenkrankheit nur gelegentlich zu Kopf- und Gliederschmerzen. Patienten leiden selten an Schnupfen. Der Husten bei einer Covid-19-Erkrankung ist oftmals trocken, das Fieber beginnt nicht plötzlich, wie typisch für eine Grippe, sondern es steigt langsam und bleibt über einen Zeitraum von etwa zehn Tagen konstant. Bei einer Grippe hingegen verschlechtert sich der Zustand Betroffener innerhalb weniger Stunden deutlich. Das ist bei Covid-19 nicht der Fall. Bei einigen Patienten tritt Durchfall auf und häufig leiden Infizierte über mehreren Tage hinweg am Verlust ihres Geruchs- und Geschmackssinns, was sich allerdings auch bei einer Grippe darstellen kann. Rund 81 Prozent der an Covid-19 Erkrankten entwickeln lediglich schwache Symptome. Das gilt besonders für Kinder und jüngere Frauen. Bei jedem fünften Infizierten nimmt die Krankheit jedoch einen schweren, potenziell tödlichen Verlauf. Betroffen sind insbesondere Ältere und Männer.

Entwickelt sich eine Lungenentzündung, sprechen Ärzte von einem schweren Krankheitsverlauf, denn dann kann es zu akutem und lebensbedrohlichem Lungenversagen kommen.

Eine Covid-19-Infektion verursacht im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung (Sepsis). Betroffene leiden dann anfangs unter Verwirrtheit, schneller und schwerer Atmung, Todesangst sowie einem rapide sinkenden Blutdruck und Herzrasen. Erkrankte äußern, sich nie zuvor plötzlich so krank gefühlt zu haben. Das ist ein Alarmzeichen für die Ärzte. Sie müssen nun umgehend weitere Schritte einleiten, um das Leben der Patienten retten zu können. Denn je später eine virale Sepsis behandelt wird, desto häufiger verläuft sie tödlich. Aktuelle Untersuchungen ergaben, dass insbesondere an Covid-19-Erkrankte, die älter als 69 Jahre sind, anfällig für eine Lungenentzündung und Sepsis sind.

Angaben des RKI zufolge liegt der Anteil milder Verläufe außerhalb Chinas bei 81 Prozent. Allerdings berichteten Ärzte aus Hongkong, dass einige Patienten trotz eines scheinbar milden Krankheitsverlaufs, schwere und dauerhafte Lungenschäden, sogenannte Lungenfibrosen, erlitten. Bislang ist nicht bekannt, ob dies Einzelfälle sind oder ob es häufiger zu diesen Langzeitschäden kommt.

Patienten mit nur leichten Beschwerden sind meist nach zehn bis 14 Tagen symptomfrei. Wer von einem schwereren Verlauf betroffen ist und in der Klinik behandelt werden muss, kann drei bis sechs Wochen lang krank sein.

Welche Symptome löst das Coronavirus aus?

Die neue Lungenkrankheit Covid-19 zeigt meist unspezifische Symptome. Bei drei Viertel der Patienten sind Fieber und trockener Husten die häufigsten Beschwerden. Auch unklares Fieber allein kann bei der Erkrankung auftreten. Zu Kopf- und Halsschmerzen kommt es nur manchmal. Das gilt ebenso für Symptome wie Müdigkeit, Gliederschmerzen sowie Kurzatmigkeit. Schnupfen und eine triefende Nase sind selten. Durchfall tritt ebenfalls selten auf. Leidet jemand nur an Schnupfen oder Durchfall, ist eine Infektion mit Covid-19 eher ausgeschlossen. Häufig sind Menschen zwar mit dem Virus infiziert, zeigen jedoch noch keine Symptome. Die SARS-CoV-2-Viren vermehren sich – wie Grippeviren auch – im Rachen. Dabei infiziert der Erreger insbesondere Zellen der unteren Atemwege und kann so eine Lungenentzündung verursachen. Einige mit dem Erreger Infizierte leiden lediglich an leichten Erkältungssymptomen mit Frösteln und Halsschmerzen. Fieber tritt nicht immer auf. – Laut WHO-Angaben verlaufen rund 81 Prozent der Erkrankungsfälle mild. Dies wird so auch von der chinesischen Gesundheitsbehörde beobachtet. Bei etwa 14 Prozent der Patienten kommt es jedoch zu schweren Symptomen wie Atemnot. Lebensbedrohlich wirkt sich Covid-19 bei knapp fünf Prozent aus. Die Lungenkrankheit führt dann zu Atemstillstand, septischem Schock oder Multiorganversagen. Die WHO gibt an, dass Kinder nur in seltenen Fällen betroffen sind.

Häufige Symptome:

  • Fieber
  • Trockener Husten
  • Müdigkeit

Seltenere Symptome:

  • Gliederschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Schnupfen
  • Durchfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Bindehautentzündung
  • Verlust von Geschmacks- oder Geruchssinn
  • Verfärbung an Fingern oder Zehen; manchmal Hautausschlag

Schwere Symptome:

  • Atembeschwerden oder Kurzatmigkeit
  • Druckgefühl oder Schmerzen im Brustbereich
  • Verlust von Sprach- oder Bewegungsfähigkeit

Leichte Symptome:

  • Milde Erkältungssymptome mit Frösteln und Halsschmerzen
  • Leichte Kopfschmerzen
  • Durchfall

Wie ansteckend ist Covid-19?

Das Virus ist leicht übertragbar und wird auch von Menschen weitergegeben, die selbst nicht an Symptomen leiden. Das Robert Koch-Institut gibt an, dass der Erreger deutlich infektiöser sei als ursprünglich angenommen. Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellem Wissensstand zwei bis 14 Tage. Die Tageszeitung China Daily berichtet von einer durchschnittlichen Inkubationszeit von drei Tagen. In seltenen Fällen kann zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome auch eine Zeitspanne von bis zu 24 Tagen liegen. Experten sehen aber aktuell keinen Grund für eine Ausdehnung der bislang üblichen Quarantänezeit von 14 Tagen.

Wie gefährlich ist Covid-19?

Das neue Virus SARS-CoV-2 gehört zwar derselben Virusart an wie Sars, ist aber nach Angaben des Instituts für Virologe der Charité Berlin eine andere Variante. Die Zahl der aktuellen Erkrankungen übertrifft inzwischen bei weitem die der Sars-Pandemie in 2002/2003. Damals erfasste man insgesamt 8.000 an der Infektion Erkrankte, von denen etwa jeder Zehnte starb. – An Covid-19 erkrankten weltweit bislang 13.832.591 Menschen, 591.260 starben an den Virusfolgen (Stand: 17.07.2020). Die meisten Todesfälle betreffen, nach Behördenangaben, vorrangig ältere Menschen mit teils schweren Vorerkrankungen. An Covid-19 sterben derzeit anteilig mehr Menschen als durch sonstige Grippeviren. Schätzungen gehen von einer Letalität der Covid-19-Erkrankungen aus, die etwa zwischen 0,3 bis 0,7 Prozent liegt.

Besonders gefährdete Personengruppen:

Das Robert Koch-Institut gibt an, dass schwere Verläufe zwar auch bei Menschen ohne Vorerkrankungen auftreten, ansonsten folgende Personengruppen ein erhöhtes Risiko für ernste Verläufe tragen:

  • Ältere Menschen. Ab etwa 50 bis 60 Jahren steigt das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf stetig.
  • Raucher.
  • Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen:
  • Erkrankung des Herzens, beispielsweise eine koronare Herzerkrankung.
  • Erkrankung der Lunge, beispielsweise Asthma oder chronische Bronchitis.
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen.
  • Patienten mit Diabetes mellitus.
  • Patienten mit einer Krebserkrankung.
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem.

Wie kann man sich bei einer Pandemie vor Covid-19 schützen?

Um sich selbst vor einer Ansteckung mit dem Erreger von Covid-19 zu schützen, gelten die gleichen Empfehlungen wie beim Schutz vor einer Virus-Grippe. Wichtig ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife. Mindestens 20 Sekunden sollte man dies tun. Entgegen anfänglichen Experten-Empfehlungen ist das Tragen eines Mundschutzes sinnvoll, da so die Virusmenge gegebenenfalls verringert werden kann und laut Theorie, damit ein milderer Krankheitsverlauf im Fall einer Ansteckung zu erwarten ist. Der Mund-Nasen-Schutz sollte regelmäßig gewechselt werden, da er ansonsten durch den eigenen Speichel zu einem feuchten Keimreservoir werden kann. Menschenansammlungen sollte man meiden und Abstand zu anderen Personen halten, mindestens 1,5 Meter. Auf Händeschütteln und andere Berührungen sollte verzichtet werden.

Corona-Warn-App

Bevor ein mit Covid-19 Infizierter erste Symptome zeigt, kann er schon andere Menschen anstecken. Entsprechend einer aktuellen chinesischen Studie trifft dies auf 44 Prozent der Übertragungen zu. Das traditionelle Tracking, wie es derzeit über die Gesundheitsämter läuft, kann die Infektionskette nicht aufklären. Denn die Infektionen verbreiten sich schneller, als Infizierte aufgespürt werden können. Infektionswege bleiben so unerkannt. – Die Corona-Warn-App hilft dabei, festzustellen, ob man Kontakt mit einer infizierten Person hatte und ob daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können Infektionsketten schneller unterbrochen werden.

Eine Studie schätzt den Effekt einer Tracing-App bei breiter Nutzung der Bevölkerung so hoch ein, dass sich das alltägliche Leben wieder langsam normalisieren könnte. In Kombination mit weiteren Maßnahmen wie Masken und Abstandhalten, wäre ein Lockdown nicht nötig. – Die App ist ein Angebot der Bundesregierung. Ihr Download und ihre Nutzung sind freiwillig. Man erhält die Corona-Warn-App kostenlos im App Store sowie bei Google Play.

Nur die IDs von Smartphones werden dabei registriert. Und auch nur dann, wenn man sich länger als 15 Minuten im Umfeld des Nutzers aufgehalten hat und weniger als zwei Meter Abstand zueinander hatte. Sollte ein Nutzer auf das Virus positiv getestet werden, erhalten alle App-Nutzer aus der ID-Liste des Infizierten eine Nachricht. Sie sollten daraufhin das Gesundheitsamt kontaktieren und sich gegebenenfalls testen lassen.

Gibt es eine wirksame Behandlung bei Covid-19?

Die Behandlung der Erkrankung erfolgt symptomatisch. Nach Stellung der Diagnose werden in vielen Fällen Bettruhe und intravenöse Flüssigkeitsgabe angeordnet. Ebenfalls können Kortisonpräparate gegen Entzündungen und Schwellungen gegeben werden. In schweren Fällen ist häufig eine zusätzliche Beatmung erforderlich. Bislang gibt es weder antivirale Mittel, die gegen die Krankheit wirken, noch einen Impfschutz. Erste Analysen lassen vermuten, dass das neue Virus strukturelle Ähnlichkeiten mit dem bisherigen Sars-Virus hat und auch ähnliche Bindungsstellen im Körper zum Andocken benutzt. In der Berliner Charité haben Virologen den ersten diagnostischen Test entwickelt, um bei einer Erkrankung mit dem Virus schnell eine Diagnose stellen zu können.

Behandlung leichter Erkrankungen:

Zeigen sich lediglich leichte Beschwerden, verordnet der Arzt in der Regel Bettruhe und gegebenenfalls Arzneien gegen die auftretenden Symptome. Zudem ist es wichtig, ausreichend viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Die Krankheit kann sich grippeähnlich darstellen und durch Schonung in Ruhe zu Hause auskuriert werden. Laut Bericht der „WHO-China Joint Mission on Corona Disease 2019“ erstrecken sich milde Krankheitsverläufe im Mittel über einen Zeitraum von zwei Wochen.

Behandlung schwerer Erkrankungen:

Schwere Erkrankungen werden stationär behandelt. Abhängig von den Symptomen können zum Beispiel die Gabe von Sauerstoff, der Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes oder im Einzelfall – bei bakteriellen Begleiterkrankungen –eine Antibiotika-Therapie angezeigt sein. Personen, die an Vorerkrankungen leiden, schwächt die Infektion besonders. Daher ist die gründliche Behandlung bereits bestehender Krankheiten sehr wichtig. Laut Bericht der „WHO-China Joint Mission on Corona Disease 2019“ erstrecken sich schwere Krankheitsverläufe im Mittel auf eine Dauer von drei bis sechs Wochen.

Der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger am Robert Koch-Institut empfiehlt in „Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Covid-19 Patienten“ (4.07.2020) auf Seite sieben diese allgemeinen Maßnahmen bei stationärer Versorgung: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Therapie/Therapie_Tab.html

Medikamente bei einer Covid-19-Erkrankung:

Da es derzeit noch keine zugelassenen oder geprüften Medikamente gibt, müssen Ärzte bei schweren Krankheitsverläufen experimentell auf schon bekannte Wirkstoffe setzen. Das sind beispielsweise Medikamente, die sonst auch gegen Grippe oder andere virale Erkrankungen gegeben werden. Verläuft eine Covid-19-Erkrankung besonders kritisch, setzen Ärzte auch Immunhemmer ein, da in der zweiten Phase der Krankheit nicht mehr das Virus selbst, sondern das körpereigene Immunsystem eine Gefahr darstellt.

Laut Angaben des Robert Koch-Instituts hat die Europäische Kommission am 3. Juli 2020 die bedingte Zulassung für Remdesivir (Veklury®) erteilt. Indiziert ist das Mittel ist für die Behandlung von an Covid-19 Pneumonie erkrankten, sauerstoffpflichtigen Erwachsenen und Jugendlichen (ab zwölf Jahren). – Aktuell testen Labore mehr als 70 weitere mögliche Wirkstoffe in hunderten von Studien, ob diese die Krankheit effektiv bekämpfen können.

Gibt es eine Impfung gegen Covid-19?

Derzeit steht kein Impfstoff gegen das Sars-CoV-2-Virus zur Verfügung. Weltweit wird aber intensiv daran gearbeitet. Um die nötige Sicherheit beim Einsatz eines neu entwickelten Impfstoffes gewährleisten zu können, sind noch viele Monate für klinische Studien nötig. Fachleute gehen davon aus, dass ein Impfstoff frühestens 2021 zur Verfügung steht.

Die jeweils erprobten Wirkstoffe haben unterschiedliche Funktionsweisen. So spricht die US-Biotech-Firma Moderna von einer „robusten Immunreaktion“ nach ersten Tests mit ihrem RNA-Impfstoff (ein genbasierter Impfstoff). Aufgrund des kurzen Studienzeitraums sei aber noch nicht klar, ob und wie lange die Antikörper die Probanden tatsächlich vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen können. Das Blut der Studienteilnehmer soll nun noch ein Jahr lang regelmäßig auf den Anteil von Antikörpern geprüft werden.

Auch zwei deutsche Unternehmen haben bereits eine Impfstudien-Zulassung erhalten. Das Mainzer Unternehmen BionTech und das Tübinger Unternehmen CureVac. CureVac-Chef Franz-Werner Haas plant, Mitte nächsten Jahres den Impfstoff auf den Markt bringen zu können. Der Impfstoff basiert auf dem Botenmolekül mRNA und regt im Körper die Bildung eines Virus-Eiweißes an, das eine Immunreaktion auslöst und damit den Menschen vor den Viren schützen soll. Wann genau der Impfstoff für die breite Masse verfügbar ist, hänge vom Ausgang der klinischen Studie und der Entscheidung der Zulassungsbehörden ab.

Was ist bei einem Verdacht auf eine Infektion zu tun?

Leidet jemand an den charakteristischen Covid-19-Symptomen (Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen und allgemeiner Schwäche), sollte er zu Hause bleiben, die Abstands- und Hygieneregeln einhalten und sich telefonisch beraten lassen. Empfohlen werden dazu die Telefonnummer 116 117, eine lokale Corona-Hotline, die Hausarztpraxis oder ein anderer behandelnder Arzt. Diese Kontaktstellen informieren dann über das weitere Vorgehen. In Notfällen, beispielsweise bei Atemnot, sollte die Notfallnummer 112 angerufen werden. Zum eigenen Schutz und auch zum Schutz anderer sollte eine Arztpraxis keinesfalls ohne vorherige telefonische Anmeldung aufgesucht werden.

Was bringt die Pneumokokken-Impfung in der aktuellen Covid-19-Pandemie?

Eine Pneumokokken-Impfung schützt nicht vor Covid-19. Allerdings wird bestimmten Personen eine solche Impfung empfohlen, wenn sie ein erhöhtes Risiko für eine Pneumokokken-Erkrankung tragen. Denn eine Pneumokokken-Infektion kann zu einer schweren Lungenentzündung und Sepsis führen, so dass die Behandlung auf der Intensivstation, gegebenenfalls mit Beatmung erforderlich würde. – Und das Gesundheitssystem ist derzeit schon über die Maßen belastet. Zudem kann eine Impfung gegen Pneumokokken eine bakterielle Superinfektion mit Pneumokokken bei Covid-19-Patienten verhindern. Bakterielle Superinfektionen durch Pneumokokken sind bei Influenza-Erkrankungen eine bekannte Komplikation. Wie häufig es bei Covid-19-Patienten zu Superinfektionen mit Pneumokokken kommt, kann man derzeit jedoch nicht einschätzen.

Impfstoffe gegen Pneumokokken sind in Deutschland aktuell nur sehr begrenzt verfügbar. Aus diesem Grund sollten ausschließlich Personen geimpft werden, die ein besonders hohes Risiko für eine Pneumokokken-Erkrankung tragen. Dies sind Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von zwei Jahren sowie Menschen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD.

Covid-19-Erkrankungen: Statistik

Die Zahl der Erkrankungen in Deutschland und weltweit nimmt seit Beginn der Corona-Pandemie im Dezember 2019 stetig zu. In 185 Ländern sind Menschen an Covid-19 erkrankt. Mehr als 13 Millionen Menschen haben sich mit SARS-CoV-2 infiziert. Während in einigen Regionen der Welt die Zahl der Infektionen rasant wächst, ist die rasche Ausbreitung der Krankheit in anderen Ländern zurückgegangen. Nach wie vor ist es entscheidend, die empfohlenen Verhaltens- und Hygieneregeln zu beachten.

Wie werden die Zahlen erfasst und ausgewertet? Wie zuverlässig sind sie?

In Deutschland sind Ärzte und medizinische Labore gesetzlich dazu verpflichtet, eine Corona-Infektion zu melden, sobald sie erkannt wurde. Dafür sind die Gesundheitsämter in den Stadt- und Landkreisen zuständig. Sie geben die Zahlen an die jeweils zuständigen Gesundheitsbehörden der Bundesländer weiter. Mehrmals täglich übermittelt die Landesgesundheitsbehörde die gesammelten Falldaten elektronisch an das Robert Koch-Institut, also die aktuellen Fallzahlen für das jeweilige Bundesland. Zudem verschicken die meisten Landesgesundheitsbehörden einmal am Tag einen Lagebericht an ihr zuständiges Ministerium. Diese Zahlen werden dann von der Pressestelle veröffentlicht. Nachdem das RKI die eingegangenen Zahlen geprüft hat, übermittelt es die Daten an andere internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO. Bis alle Daten von lokalen Stellen aus zu RKI und WHO gelangen, können zwei bis fünf Tage vergehen.

In der aktuellen Situation arbeiten die Gesundheitsämter hart am Limit. Da die Amtsärzte Prioritäten setzen müssen, sich also erst um Patienten kümmern, bevor eine elektronische Erfassung erfolgt, kann es sein, dass den Landratsämtern bereits Labormeldungen zu Neu-Infektionen vorliegen, die noch nicht elektronisch erfasst, jedoch im Gesundheitsamt schon gezählt wurden. Diese Fallzahlen kann auch nur der Landkreis veröffentlichen. Gesundheitsministerium und RKI liegen diese Daten oft erst später vor. Es gibt zudem Hinweise, dass die Software des RKI nicht alle Fallzahlen aus den Landkreisen direkt übermittelt. Dies ist der Grund für manchmal unterschiedliche Meldestände.

Die durch die Johns Hopkins Universität veröffentlichten internationalen Zahlen und die des Robert Koch-Instituts gehen auf unterschiedliche Erfassungswege zurück: So muss die Johns Hopkins Universität in den USA nicht täglich auf Meldungen offizieller Stellen warten. Ihre Forscher recherchieren im Internet öffentlich zugängliche Quellen und gewinnen so die neuesten Zahlen. Die Daten kommen von Internetseiten und Twitteraccounts von Behörden und Organisationen. Ebenso fließen auch Zahlen ein, die eine Internetcommunity von Medizinern in China ermittelt, sowie Berichte lokaler Medien. Aus diesem Grund sind die Zahlen der Johns Hopkins University denen des Robert Koch-Instituts in der Regel ein wenig voraus.

Aktuelle Situation weltweit

Weltweit sind Angaben der Johns-Hopkins-Universität zufolge 13.832.591 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. 591.260 Menschen starben (Stand 17.07.2020). Mehr als 7,6 Millionen Menschen sind wieder genesen. Der Link zum Dashboard der Johns Hopkins University: www.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html.

Covid-19-Infektionen: Aktuelle Situation in Deutschland

In Deutschland sind aktuell 201.945 Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus bekannt. 186.900 Menschen sind wieder genesen. 9.089 Menschen starben (Angaben Johns-Hopkins-Universität, Stand 17.07.2020). Die ersten im Januar bekannt gewordenen Fälle traten in Bayern auf. Weitere Erkrankte waren unter den deutschen Staatsbürgern, die Anfang Februar aus Wuhan ausgeflogen wurden. Inzwischen sind Menschen in allen Bundesländern infiziert.

Das Robert Koch-Institut stufte die Risikoeinschätzung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland hoch ein und sprach von einer dynamischen und ernst zu nehmenden Situation. Die Lage müsse täglich neu bewertet werden.

Was tun, wenn man in betroffene Länder reisen muss?

Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland. Die Reisewarnung gilt vorerst bis einschließlich 31. August 2020.

Nicht von der Reisewarnung betroffen sind folgende Staaten:

  • die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg*, Niederlande, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Republik Zypern)
  • Schengen-assoziierte Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz)
  • das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikanstaat

Bei vorzeitiger Aufhebung der Reisewarnung wird dies im länderspezifischen Einzelfall gesondert kommuniziert.

*Die Aufhebung der Reisewarnung kann durch nationale Einreisesperren, die über den 15. Juni 2020 hinaus bestehen bleiben, oder durch Nichterfüllung der Pandemiekriterien verzögert werden. Überschreitet ein Land die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von weniger als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten 7 Tagen, bleibt die Reisewarnung bestehen oder wird wieder ausgesprochen. Dies gilt aktuell für Luxemburg. Zu beachten sind außerdem die Hinweise für einige Gebiete in Spanien. Wer eine aktuell eine Reise plant, kann sich beim Auswärtigen Amt unter www.auswaertiges-amt.de informieren. In jedem Fall sollte man sich an die empfohlenen Verhaltensregeln zum eigenen Schutz vor einer Ansteckung und zum Schutz anderer halten.

FAQ zum Thema: Covid-19

Wie wird auf eine Infektion mit Covid-19 getestet?

Der Nachweis auf das Virus SARS-CoV-2 erfolgt über Abstriche aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum. In dem Abstrich sollte, bei einem positiven Befund, das Erbgut des neuartigen Coronavirus enthalten sein. In bestimmten Laboren wird anschließend das virale Erbgut durch empfindliche, molekulare Tests nachgewiesen. Der vollständige Name des Tests lautet „real-time Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion“, englisch abgekürzt: RT-PCR. Ein Gerät vervielfältigt das wenige, genetische Material in der Laborprobe in mehreren Zyklen. Ob die entsprechenden Gensequenzen des Virus dann vorhanden sind oder nicht, lässt sich durch die Verwendung fluoreszierender Stoffe erkennen.

Wer soll auf Covid-19 getestet werden?

Entsprechend der nationalen Teststrategie, sollten sich Menschen mit Symptomen und Kontaktpersonen von Menschen mit bestätigten Corona-Infektionen testen lassen. Zusätzlich können lokale Behörden bei Ausbrüchen weitere Tests verfügen, zum Beispiel in Unternehmen, Schulen oder Flüchtlingsunterkünften. Für Pflegeheime und Krankenhäuser gelten besondere Regeln. Wird jemand beispielsweise operiert, sollte bei der Ankunft im Krankenhaus getestet werden.

Wie zuverlässig ist der Corona-Test?

Experten beurteilen die Genanalysen weltweit als „robust“. In der Regel werden sie auch für andere Infektionskrankheiten und Nachweise durchgeführt. Grundsätzlich ist dabei das Ziel, zuverlässige Treffer richtig anzuzeigen und falsche Treffer auszuschließen. Mögliche Fehlerquellen können dennoch dazu führen, dass Viren übersehen werden. Das Testergebnis ist nämlich stark von Art und Zeitpunkt der Probenentnahme abhängig. So sind in der ersten Woche der Erkrankung die Viren meist ausschließlich im Rachenraum nachweisbar und in der zweiten Woche dagegen oft nur im Lungensekret.

Testen alle Länder gleich?

Es ist bekannt, dass Länder unterschiedlich häufig testen. Zu finden sind ungefähre Schätzungen oder Datenbankergebnisse zu bereits erfolgten Tests auf der Seite „Worldometer“ (https://www.worldometers.info/coronavirus/#countries). Diesen Angaben zufolge gehen die Zahlen abhängig vom jeweiligen Land weit auseinander. So wurden in Deutschland bisher durchschnittlich 70.100 Tests je eine Million Einwohner durchgeführt (Stand 7. Juli 2020). Die Bundesrepublik liegt damit hinter Ländern wie Spanien, den USA und Italien, aber vor China und der Türkei. Die meisten Tests haben bislang Großbritannien und Russland realisiert. In Brasilien und Indien wurde bis heute vergleichsweise wenig auf Covid-19 getestet. Die Daten basieren auf den Angaben der Gesundheitsbehörden der Länder.

Coronavirus SARS-CoV-2: Zahlt die Krankenkasse den Test auf das Virus?

Seit 10. Juni 2020 können laut Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums auch Personen getestet werden, wenn sie keine Symptome aufweisen. Dies ermöglicht nun umfassende Tests in Pflegeheimen, Schulen oder Kindertagesstätten, wenn dort ein Covid-19-Fall aufgetreten ist. In Pflegeheimen und Pflegediensten ist das auch ohne eine bestätigte Infektion möglich. Grundsätzlich sollen alle Patienten getestet werden, die in Krankenhäuser aufgenommen werden. Die Entscheidung für einen Test trifft entweder der behandelnde Arzt oder das Gesundheitsamt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Test auf das Virus SARS-CoV-2.

Wie lange überleben die Sars-CoV-2-Viren?

Menschen, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, verteilen die Viren durch Husten und Sprechen in der Umgebung. Sie bleiben für circa fünf Minuten in der Luft, bevor sie auf den Boden absinken. Laut einer US-Laborstudie können die Viren auf Kunststoff und Edelstahl bis zu 72 Stunden überleben. Auf Papier überleben die Covid-19-Viren bis zu 24 Stunden.

Wie lange überleben die neuen Coronaviren in der Wohnung?

Die Stabilität der Coronaviren hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beschaffenheit der Oberflächen sowie von der Virusmenge ab. Humane Coronaviren sind nicht sehr stabil auf trockenen Oberflächen. Ihre Inaktivierung erfolgt in getrocknetem Zustand innerhalb von Stunden bis Tagen. Aktuelle Studien zeigen, dass das SARS-CoV-2-Virus nach starker Kontamination bis zu drei Stunden als Aerosol, bis zu vier Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu drei Tagen auf Edelstahl und Plastik infektiös bleiben kann. SARS-CoV-2-Viren sind auch bei erhöhter Temperatur (30°C) mehrere Tage auf einer Metalloberfläche noch infektiös. Das Abtrocknen der Oberfläche kann jedoch innerhalb einer Stunde zu einem deutlichen Rückgang der Infektiosität führen.

Kann das Virus auch über Gegenstände übertragen werden?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt an, dass keine belastenden Belege vorliegen für eine Übertragung des Virus durch den Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen. Eine nachfolgende Infektion beim Menschen sei auf diesem Weg bislang nicht aufgetreten. Allerdings können Schmierinfektionen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, nicht ausgeschlossen werden.

Häusliche Quarantäne – Was ist zu beachten?

Die Anweisungen des Arztes, der eine häusliche Quarantäne verordnet hat, müssen genau befolgt werden. Jeder Kontakt zu anderen Personen ist während der Quarantänezeit (meist zwei Wochen) zu vermeiden. Das gilt ganz besonders für den Umgang mit älteren oder durch Vorerkrankungen geschwächten Menschen. Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs sollte man dann nicht selbst einkaufen, sondern sich nur möglichst ohne Personenkontakt liefern lassen (vor der Haustür abstellen). Das Tragen eines einfachen Mundschutzes kann die Virenbelastung der Umgebung senken.

Was ist in öffentliche Verkehrsmitteln zu beachten?

Zu anderen Fahrgästen sollte ein möglichst großer Abstand eingehalten werden (mindestens 1,5 Meter). Nach Möglichkeit die verkehrsärmeren Randzeiten nutzen. Reisende sind verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Vermieden werden sollten Essen und Trinken, Reden und Telefonieren sowie enges Beieinanderstehen, von Angesicht zu Angesicht. Husten sollte man nur in die Armbeuge. Nach der Berührung von Haltestangen und Türknöpfen gleich bei der Ankunft gründlich die Hände waschen.

Was müssen Arbeitnehmer beachten?

Arbeitnehmer sollten, sofern das möglich ist, ihrem Unternehmen anbieten, von zu Hause aus zu arbeiten. Es besteht jedoch kein gesetzlicher Anspruch auf Home Office oder umgekehrt eine gesetzliche Verpflichtung. Arbeitnehmer dürfen den beruflichen Einsatz in Gebieten mit erhöhter Ansteckungsgefahr verweigern, für die eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes besteht. Bei einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege genügt die telefonische Rücksprache mit dem Hausarzt für den Erhalt einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung über bis zu sieben Tage. Sollte wegen Covid-19-Verdachts eine Quarantäne notwendig sein, zahlt der Arbeitgeber weiterhin Lohn oder Gehalt und erhält anschließend vom jeweiligen Bundesland eine Kostenerstattung.

Was müssen Arbeitgeber beachten?

Für die meisten Bereiche des Wirtschaftslebens gelten in Zusammenhang mit der aktuellen Gefährdung durch Covid-19 Einschränkungen und Verbote. Das Bundesministerium für Arbeit hat einheitliche Arbeitsschutzstandards für das Arbeitsleben in der aktuellen Corona-Pandemie festgelegt. Denn laut Arbeitsschutzgesetz hat "der Arbeitgeber grundsätzlich die Verpflichtung, die Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit für seine Beschäftigten am Arbeitsplatz zu beurteilen und Maßnahmen hieraus abzuleiten." Dazu zählen zum Beispiel konkrete Schutzmaßnahmen und umfassende Hygieneregeln.

Was müssen Haustierbesitzer beachten?

Mit dem SARS-CoV-2-Virus können sich auch Katzen, Hunde, Frettchen und Goldhamster anstecken. Wer ein Haustier besitzt, das sich mit dem Virus infiziert hat, muss dies melden. Bislang gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass die Tiere die Krankheit an ihre Halter weitergeben. Eine Pflicht, bei einem Verdacht zum Tierarzt zu gehen, gibt es nicht. Wird ein Test vom Veterinäramt angeordnet, werden die Kosten übernommen. Wird das Haustier freiwillig getestet, müssen die Kosten selbst getragen werden. Im Fall einer Infektion mit Covid-19 übernimmt der Tierarzt die Meldung beim zuständigen Veterinäramt.

Welche Vorräte sollte man zu Hause haben?

Die Versorgung mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs ist gegenwärtig sichergestellt. Bevorratung ist daher nur im normalen Rahmen sinnvoll. Darüber hinausgehende Hamsterkäufe behindern dagegen sogar zwischenzeitlich die Verfügbarkeit bestimmter Waren.

FAQ zum Thema: Reisen und Covid-19

Welche Länder beziehungsweise Regionen sind von Erkrankungen mit Covid-19 betroffen ?

Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder sowie Informationen zu weltweiten Risikogebieten beziehungsweise betroffenen Gebieten in Deutschland sind unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen und www.rki.de/covid-19-risikogebiete zu finden. Tagesaktuelle Informationen gibt es außerdem auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC).

Welche Reisebeschränkungen gibt es innerhalb Deutschlands?

Reisen innerhalb Deutschlands sind möglich. Es gibt allerdings Einschränkungen und unterschiedliche Detail-Regelungen in den einzelnen Bundesländern. Grundsätzlich gelten die üblichen Abstands- und Hygiene-Regeln. Urlauber, die beispielsweise nach Mecklenburg-Vorpommern möchten, müssen vor der Einreise ins Land eine Unterkunft gebucht haben, Tagestouristen sind nicht erlaubt. Eine Ausnahme gilt für registrierte Reisegruppen im Rahmen einer Bustour. Zudem kann es in Schleswig-Holstein, an Nord- und Ostsee – je nach Lage – zu Beschränkungen kommen. Vor dem Antritt einer Reise in ein anderes Bundesland, sollte man sich über bestehende Regeln informieren.

Welche Länder haben Beschränkungen für Reisende aus Deutschland erlassen?

Laut Auswärtigem Amt führt die Ausbreitung von Covid-19 weiterhin in vielen Ländern zu teilweise drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens, wie beispielsweise Ausgangssperren. Die Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften erfolgen manchmal ohne Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung. Einige Ländern verlangen ein negatives PCR-Testresultat für die Einreise. Tritt im Ausland ein Infektionsfall ein, müssen die Quarantänevorschriften des Reiselandes befolgt werden. Eine Rückholung kann nicht erfolgen. – Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland. Ausgenommen davon sind bis vorerst 31. August: die Mitgliedsstaaten der EU, Schengen-assoziierte Staaten sowie Großbritannien und Nordirland, Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikanstaat. Weitere Informationen sind beim Auswärtigem Amt abrufbar: www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/10.2.8Reisewarnungen.

Was müssen Reisende beachten, die aus Risikogebieten zurückkehren?

Personen, die sich in einem Risikogebiet im Ausland aufgehalten haben und nach Deutschland zurückkehren, müssen in Deutschland für 14 Tage in Quarantäne. Das Robert Koch-Institut nennt die aktuellen Risikogebiete auf dieser Seite: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html. Wie die Quarantänepflicht im Detail aussieht, regeln die einzelnen Bundesländer separat. Eine Ausnahme zur Quarantänepflicht besteht, wenn man beispielsweise nur auf der Durchreise war oder wenn man durch ein ärztliches Zeugnis belegen kann, dass man innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise oder nach der Einreise negativ auf Covid-19 getestet wurde.

Was gilt bei Pauschalreisen?

Gesetzliche Regelungen erlauben Kunden eine Pauschalreise kostenfrei zu stornieren, wenn am Urlaubsort oder in dessen unmittelbarer Nähe „unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände“ auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Zielort erheblich beeinträchtigen. Ein mögliches Indiz dafür, aber nicht zwingend notwendig, ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Auch ohne Reisewarnung können Voraussetzungen für eine kostenlose Stornierung bestehen. Am besten setzt man sich zur Klärung mit seinem Reisebüro oder dem Reiseveranstalter in Verbindung.

Was geschieht, wenn man im Ausland unter Quarantäne gestellt wird?

Müssen sich Deutsche im europäischen Ausland auf Anweisung lokaler Behörden in Quarantäne begeben, sollten sie diese, laut einer Empfehlung des deutschen Krisenstabs, bis zum Ende einhalten.

Weitere Informationen

Was ist das neue Coronavirus?

Dieses neue Virus trägt den offiziellen Namen SARS-CoV-2. Erstmals in Erscheinung getreten ist die schwere Lungenerkrankung mit dem nun offiziellen Namen „Covid-19“ Mitte Dezember in der Stadt Wuhan (Zentralchina). Es ist eines von mehreren hundert verschiedenen Viren, die der Familie der Coronaviren angehören. Viele dieser Viren sind oft nur für leichte Erkältungen verantwortlich. Über die Ursache der Erkrankung weiß man noch nicht viel, außer dass das neuartige Virus vermutlich von einem Tier auf einem Markt in Wuhan ausging. Es wurde dann auf einen Menschen übertragen, bevor das Virus sich an den neuen Wirt angepasst hat und Übertragungen von Mensch zu Mensch möglich wurden.

Coronavirus – Was ist über den Erreger bekannt?

Coronaviren sind den Virologen gut bekannt. Die Coronafamilie ist sehr groß, man findet sie auch im Tierreich bei Säugetieren und Vögeln. Es gibt vier humane Coronaviren, die den Menschen nicht stark beeinträchtigen, da sie lediglich Erkältungssymptome hervorrufen. Allerdings kennt man auch Coronaviren, die schwere Krankheiten beim Menschen verursachen können. Beispielsweise Atemwegserkrankungen, wie eine Lungenentzündung. Zu ihnen gehören das 2003 entdeckte Sars-Coronavirus, das 2012 entdeckte Mers-Coronavirus sowie das 2019 aufgetretene „neuartige Coronavirus“, so der vorläufige Name des neuen Virus. Ebenfalls vorübergehend wurde das Virus auch mit „2019nCoV“ bezeichnet. Inzwischen trägt es den Namen: SARS-CoV-2. Das Virus SARS-CoV-2 unterscheidet sich von allen bisher bekannten Coronaviren. Es hat jedoch Ähnlichkeiten mit dem Sars-Coronavirus von 2003 und sehr große Ähnlichkeit zu Coronaviren, die man in Fledermäusen findet. „SARS“ steht für „Schweres Akutes Atemwegssyndrom“. Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung nennt man Covid-19 (Corona Virus Disease 2019). Der neue Erreger ist eine Variante des Sars-Virus und befällt sowohl die oberen als auch die unteren Atemwege. Das Virus kann unter anderem Lungenentzündungen auslösen. Erkrankt sind Menschen aller Altersgruppen, wobei Männer etwas häufiger betroffen sind als Frauen. Patienten, die bisher in Folge einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus starben, waren häufig bereits durch Vorerkrankungen geschwächt.

Viren allgemein– Ein Überblick

Viren sind so klein, dass man sie unter einem üblichen Lichtmikroskop nicht erkennen kann. Sie sind in der Regel nur zwischen 20 und 300 Nanometer groß. Nicht alle Viren, die in unserer Umgebung vorkommen, befallen den Menschen. Auch nicht jedes Virus macht krank, denn das menschliche Immunsystem reagiert sehr schnell und bekämpft die Erreger meist erfolgreich. Allerdings werden einige relevante Krankheiten von Viren verursacht. Zu ihnen zählen harmlose Erkältungen oder auch Lippenherpes. Zudem werden die meisten Magen-Darm-Infektionen hierzulande von Viren ausgelöst. Ernsthafte Infektionen, die Viren verursachen, sind unter anderem HIV/AIDS oder Hepatitis. Auch klassische Kinderkrankheiten wie Windpocken, Masern oder Röteln werden durch Viren hervorgerufen.

Viren benötigen eine Wirtszelle, um sich zu vermehren. Sobald man sich mit einem Virus angesteckt hat, vermehrt es sich im Körper. Das Virus dockt an die sogenannte Wirtszelle an und lässt nun seine benötigten Bausteine von der Zelle produzieren. Immer mehr neue Viren entstehen. Sobald die Wirtszelle abstirbt, werden tausende Viren freigesetzt, die nun neue Wirtszellen suchen. Solange man krank ist, werden diese Erreger ausgeschieden und selbst noch einige Zeit danach. In der Umwelt können sie sich teilweise noch sehr lange halten und ansteckend bleiben. Finden Viren aber keine neuen Wirtszellen, sterben sie ab.

Gegen Viren sind Antibiotika wirkungslos. Sogenannte antivirale Medikamente gibt es zwar, sie helfen aber nur gegen einzelne Virusarten. Bekämpft die körpereigene Immunabwehr einen Erreger erfolgreich, ist man in vielen Fällen gegen dieses spezielle Virus immun und man kann sich kein zweites Mal mit dem Erreger infizieren. – Allerdings sind Viren flexibel. So verändert sich beispielsweise das Grippe-Virus (Influenzavirus) ständig. Dies ist der Grund, warum ein Grippe-Impfstoff immer nur für ein Jahr schützt, denn bei der nächsten Grippewelle hat das Virus seine äußere Erscheinung wieder verändert und der Impfstoff muss neu angepasst werden.

Covid-19 – Was ist der Unterschied zur Grippe?

Jedes Jahr sucht uns in Deutschland eine mehr oder weniger starke Grippewelle heim, an der einige Menschen sterben. Maßnahmen wie bei der aktuellen Covid-19-Pandemie mussten wegen einer Grippe bislang jedoch noch nicht eingeleitet werden. Saisonal bedingt steigt die Zahl der Neuinfektionen mit Grippe (Influenza) wieder an. Seit dem letzten Herbst erkrankten laut RKI (Stand 17.03.2020) über 145.000 Menschen in Deutschland an Grippe. 247 starben daran. In der Grippe-Saison 2017/18 starben 25.100 Menschen. Das sind laut dem RKI so viele, wie seit 30 Jahren nicht.

Aktuellen Angaben der Johns-Hopkins-University vom 17. Juli 2020 zufolge sind in Deutschland 201.945 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. 9.089 Menschen starben bislang an den Folgen. Weltweit sind 13.832.591 Infizierte bekannt und 591.260 Todesfälle aufgrund von Covid-19.

Die folgende Übersicht soll über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Viruserkrankungen informieren:

Gemeinsamkeiten von Grippe und Covid-19:

  • Beide Krankheiten werden durch Viren verursacht. Die Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst und Covid-19 durch das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2.
  • Covid-19 und Grippe sind beides Atemwegserkrankungen, deren Verlauf sich sehr unterschiedlich darstellen kann. Einige Erkrankte können beschwerdefrei sein oder nur milde Symptome aufweisen, andere leiden an sehr schweren Symptomen und sterben.
  • Die Erreger beider Krankheiten werden vorwiegend durch eine Tröpfcheninfektion übertragen (beim Husten oder Sprechen), oder auch durch direkten Kontakt.

Unterschied zwischen SARS-Cov-2 und Grippeviren:

  • Das Coronavirus Sars-CoV-2 ist neuartig und vermutlich erst vor einigen Monaten von einem Tier auf den Menschen übergesprungen. Inzwischen kann es auch von Mensch zu Mensch übertragen werden.
  • Das Immunsystem ist nicht auf dieses neue Virus vorbereitet. Fachleute gehen davon aus, dass sich in Deutschland 60 bis 70 Prozent der Menschen anstecken könnten. Quarantänemaßnahmen sollen die schnelle Ausbreitung des Sars-Cov-2-Virus verhindern.
  • Die Möglichkeiten für Behandlung und Vorsorge sind sehr unterschiedlich: Bislang gibt es gegen Covid-19 keinen zugelassenen Impfstoff oder eine Therapie bei Erkrankung. Bei Influenza hingegen gibt es schützende Impfungen und zugelassene antivirale Medikamente.
  • Zu schweren bis lebensbedrohlichen Verläufen kommt es bei Covid-19 bisher häufiger als bei einer Grippe. Nach Angaben der WHO zeigt sich der Verlauf bei 15 Prozent der Erkrankten so schwer, dass eine zusätzliche Sauerstoffversorgung nötig wird. Fünf Prozent der Infizierten benötigen eine künstliche Beatmung. Zudem liegt die Todesrate wohl höher als bei der normalen saisonalen Grippewelle. Wie hoch die Sterblichkeitsrate tatsächlich ist, kann derzeit nicht eingeschätzt werden, da man nicht weiß, wie viele milde Fälle noch unerkannt sind.
  • Sars-CoV-2 ist scheinbar ansteckender als das Influenzavirus. Entsprechend der WHO gibt ein Infizierter das Virus an zwei bis zweieinhalb weitere Menschen weiter. Das sind mehr Ansteckungen als bei der Influenza.
  • Die Inkubationszeit bei Grippe ist kürzer als bei Covid-19. Bei Grippe dauert die Zeitspanne zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden meist bis zu drei Tagen, bei Covid-19 liegt die Spanne häufig zwischen fünf bis sechs Tagen. Eine Grippe kann sich demnach rascher ausbreiten als Covid-19.
  • Wer an einer Grippe erkrankt ist, kann andere bereits anstecken, wenn er selbst noch keine Symptome hat. Bei Covid-19 sind laut WHO zwar Ansteckungen ein bis zwei Tage vor dem Auftreten von Symptomen bekannt. Dies sei allerdings selten und es spiele bei der Weiterverbreitung keine wesentliche Rolle. Daher könnte sich das Sars-CoV-2-Virus leichter unter Kontrolle bringen lassen.
  • Anders als bei einer Grippe, zeigen Kinder bei einer Infektion mit Covid-19 nur selten deutliche Symptome. Nach bisherigem Wissensstand stecken sich Kinder ebenso oft mit dem Virus an wie Erwachsene, bleiben aber gesund. Außerdem hat man beobachtet, dass sich Kinder wohl vor allem bei Erwachsenen anstecken, Erwachsene aber kaum bei Kindern. Die Rolle, die Kinder bei der Weiterverbreitung des Virus haben, ist jedoch derzeit nicht klar.
  • Bei Influenza zählen zu den Risikogruppen mit schweren Verläufen vor allem Kinder, Schwangere, Ältere und Menschen mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem. Im Fall von Covid-19 gehören Kinder und Schwangere nach aktueller Kenntnis nicht zu den Risikogruppen.

Quellen

  • Bundesministerium für Gesundheit: „Coronavirus SARS-CoV-2: Chronik der bisherigen Maßnahmen“, www.bundesgesundheitsministerium.de, (Abruf 15.07.2020)
  • Robert Koch-Institut: „Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zum Schutz vor SARS-CoV-2 sinnvoll?“, www.rki.de (Abruf 15.07.2020)
  • Deutsche Lungenstiftung e.V.: „Covid-19: Krankheitsanzeichen“, www.lungenaerzte-im-netz.de (Abruf 15.07.2020)
  • Quarks: „Coronavirus: Das wissen wir – und das nicht.“, www.quarks.de (Abruf 15.07.20202)
  • Ärzteblatt: „Coronaübertragung: Wie gefährlich sind öffentliche Toiletten?“, www.aerzteblatt.de (Abruf 16.07.20202)
  • Wetterauer Zeitung: „Impfstoff-Kandidat macht Hoffnung“, Ausgabe v. 16.07.2020
  • Stuttgarter Zeitung: „Corona-Impfstoff scheint bislang gut verträglich“, www.stuttgarter-zeitung.de (Abruf 16.07.2020)
  • n-tv „CureVac plant Corona-Impfstoff bis Mitte 2021“, www.n-tv.de (Abruf 16.07.2020)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, www.infektionsschutz.de (Abruf 16.07.2020)
  • Bundesinstitut für Risikobewertung, www.bfr.bund.de (Abruf 17.07.2020)
  • Deutschlandfunk: „Coronavirus: Wer sich wann testen lassen sollte“, www.deutschlandfunk.de (Abruf 17.07.2020) „CureVac plant Corona-Impfstoff bis Mitte 2021“, www.n-tv.de (Abruf 16.07.2020)
  • Statistika: „So oft wird auf Covid-19 getestet“, www.statistika.de (Abruf 16.07.2020)
  • Auswärtiges Amt, www.auswaertiges-amt.de (Abruf 17.07.2020)
  • NDR: „Was Sie zum Coronavirus wissen müssen“, www.ndr.de (Abruf 17.07.2020)
  • Tagesschau: „Corona-Meldepflicht bei Haustieren kommt“, www.tagesschau.de (Abruf 17.07.2020)
  • Die Zeit: „Coronavirus: Infizierte Haustiere müssen künftig gemeldet werden“, www.zeit.de (Abruf 17.07.2020)
  • Frankfurter Rundschau (FR): „Maßnahmen in Deutschland/Coronakrise: Ausgangsbeschränkung nur in Bayern“, www.fr.de (Abruf 23.03.2020)
  • Süddeutsche Zeitung (SZ): „Die typischen Symptome des Coronavirus“, www.sz.de (Abruf 21.03.2020)
  • Frankfurter Rundschau (FR): „Coronavirus: Ab Herbst könnten Zehntausende Impfstoff erhalten“, www.fr.de (Abruf 21.03.2020)
  • Bundesministerium für Gesundheit: „Ihre Fragen – unsere Antworten zum neuartigen Coronavirus / Covid-19“, www.zusammengegencorona.de (Abruf 21.03.2020)
  • Quarks: Corona-Test: Wie er funktioniert und wer getestet wird“, www.quarks.de (Abruf 23.03.20202)
  • Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV): „Coronavirus: Wichtige Informationen für Patienten und Versicherte“, www.derprivatpatient.de (Abruf 21.03.20202)
  • Tagesschau: “Coronavirus: Was Reisende beachten müssen“, www.tagesschau.de (Abruf 22.03.2020)
  • Tagesschau: “Zahlen über infizierte Menschen – Unterschiedlich, aber nicht falsch“, www.tagesschau.de (Abruf 21.03.2020)
  • Der Spiegel: „Viruserkrankungen im Vergleich: Was unterscheidet Covid-19 von Grippe?“, www.spiegel.de (Abruf 19.03.2020)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: „Viren“, www.infektionsschutz.de, (Abruf 19.03.2020)
  • Deutsche Apotheker Zeitung: „Wie bestimmt das RKI Todesfälle bei Grippe?“, www.deutsche-apotheker-zeitung.de, (Abruf 19.03.2020)
  • Robert-Koch-Institut, www.rki.de (Abruf 23.03.20202)
  • NDR: „Coronavirus: So verläuft die Erkrankung an Covid-19“, www.ndr.de (Abruf 18.03.2020)
  • Tagesschau: „Coronavirus: Ausbreitung in Deutschland“ und „Die Verbreitung des Coronavirus“, www.tagesschau.de (Abruf 17.03.20202)
  • n-tv.de: „Alle Daten, alle Fakten zum Coronavirus“, www.n-tv.de (Abruf 17.03.20202)
  • ZDF: „Aktuelle Informationen des RKI“, www.zdf.de (Abruf 17.03.20202)
  • Johns Hopkins University, Covdid-19 Map: coronavirus.jhu.edu/map.html (Abruf 19.03.2020)
  • Der Tagesspiegel: “Coronavirus FAQ“, www.tagesspiegel.de (Abruf: 16.03.2020)
  • Süddeutsche Zeitung (SZ): „ Coronavirus in Deutschland – Bund und Länder einigen sich auf Schließung von Geschäften“, www.sueddeutsche.de (Abruf 16.03.2020)
  • Focus: „ Europa schottet sich gegenseitig ab“, www.focus.de (Abruf 16.03.2020)
  • Auswärtiges Amt, www.auswaertiges-amt.de (Abruf 16.03.2020)
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): „Wie Deutschland auf das Coronavirus vorbereitet ist“, 25.02.2020
  • NDR: „Welche Gefahr geht vom neuen Coronavirus aus?“, www.ndr.de (Abruf 26.02.2020)
  • Die Zeit: „Coronavirus/Wettlauf mit dem Virus“, www.zeit.de (Abruf 23.01.2020)
  • Lungenärzte im Netz“, www.lungenaerzte-im-netz.de (Abruf 26.02.2020)
  • Ärztezeitung: „Neues Coronavirus/ WHO-Notfallausschuss bei Beurteilung der Gefahr uneins“, www.aerztezeitung.de (Abruf 23.01.2020
  • Tagesschau. „Wie man sich gegen Coronainfektion schützt“, www.tagesschau.de (Abruf 29.01.2020)

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