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Heuschnupfen: Erste Hilfe & SOS-Tipps

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Wenn die Blumen anfangen zu blühen und die Nase Probleme bereitet, dann ist wieder Heuschnupfenzeit. Aber keine Sorge, in diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über die lästige Allergie und sind bestens auf jede Polle vorbereitet.


Was ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion, die durch das Einatmen bestimmter Allergene ausgelöst wird. Wenn die Pflanzen im Frühling anfangen zu blühen und ihre Pollen in die Luft abgeben, beginnt für die Allergiker eine herausfordernde Zeit. Das Immunsystem kommt in Kontakt mit den Pollen und es werden Chemikalien sowie Histamin freigesetzt, die zu den typischen Symptomen bei Heuschnupfen führen. 

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Symptome: Welche Symptome bei Heuschnupfen?

In der Regel bemerken Sie die ersten Anzeichen von Heuschnupfen an den Augen und in der Nase. Gelangen die Allergieauslöser in die Nasenschleimhaut oder in die Augen, kann es zu Entzündungen und Schnupfen kommen. 

Die häufigsten Anzeichen und Symptome sind: 

  • Niesen
  • Juckende, brennende, wässrige und gerötete Augen
  • Juckende, verstopfte oder laufende Nase (Fließschnupfen)
  • Husten und Halsschmerzen 
  • Atembeschwerden
  • Müdigkeit und Kopfschmerzen
  • Kratzen im Hals

Kreuzallergien - Wie kommt es dazu?

Kreuzallergien bei Heuschnupfen treten auf, wenn Ihr Immunsystem eine ähnliche Reaktion auf bestimmte Proteine in bestimmten Nahrungsmitteln zeigt, die strukturell ähnlich den Allergenen (z. B. Pollen) sind, auf die Sie allergisch reagieren. Einige heuschnupfenauslösende Proteine in Pollen können auch in Nahrungsmitteln enthalten sein. Dadurch wird eine Kreuzreaktion ausgelöst, die zu einer Kreuzallergie führt. Vor allem wenn Sie Ihre Pollenallergie nicht behandeln, kann es leicht zu einer kreuzallergischen Reaktion kommen. 

Ursachen und Risikofaktoren: Was sind die Ursachen von Heuschnupfen?

  • Allergische Reaktion: Die Hauptursache von Heuschnupfen ist eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Allergene, wie beispielsweise Pollen in bestimmten Pflanzen. 
  • Gene: Wissenschaftler bestätigen die Annahme, dass eine Pollenallergie auch vererbt werden kann. So steigt bei Kindern, deren Eltern beide unter Heuschnupfen leiden, das Allergierisiko um bis zu 80 %. 
  • Umweltschadstoffe: Die Luftverschmutzung durch Ozon wird zunehmend zu einem weltweiten Problem. Durch die Verschmutzung durch Feinstaub und Ozon werden nachweislich auch Pollen aggressiver. 
  • Hygiene: Übermäßige Hygienemaßnahmen können eine Allergie fördern. Wenn Sie kaum mit Krankheitserregern in Kontakt kommen, ist das Immunsystem unterfordert und kann schon harmlose Blütenpollen als Bedrohung sehen. Infolge dessen kann sich eine Allergie leicht entwickeln.
  • Klimawandel: Der Klimawandel kann ebenfalls ein begünstigter Faktor für Heuschnupfen sein. Die Herbst- und Wintermonate werden tendenziell wärmer und die Pollensaison kann sich bis in den November strecken. Auch verbreiten sich durch die Klimaerwärmung neue Pflanzenarten in Deutschland, die für Allergiker eine zusätzliche Pollenbelastung darstellen können.

Häufigkeit und Verlauf

Heuschnupfen ist in Deutschland zu einer Volkskrankheit geworden. Immer mehr Menschen leiden unter einer Pollenallergie und die Zahl nimmt weiterhin zu. So zeigen Statistiken, dass nahezu jeder Vierte in Deutschland an Heuschnupfen leidet.  Häufig leiden Pollenallergiker nach einigen Jahren an Asthma oder entwickeln eine Kreuzallergie auf bestimmte Lebensmittel. In schlimmeren Verläufen kann es zu einer Nasennebenhöhlenentzündung oder zu überempfindlichen Atemwegsschleimhäuten kommen. In diesem Fall können dem Allergiker trockene Heizungsluft und Zigarettenrauch zu schaffen machen. Wir empfehlen, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen, damit sich kein allergisches Asthma entwickeln kann.

Diagnose: Wie erkennt man Heuschnupfen?

Viele Menschen stellen sich während der Pollensaison selbst die Diagnose einer Pollenallergie, sobald Sie an einem der Symptome für Heuschnupfen leiden. Allergologen empfehlen, dass Sie in jedem Fall eine professionelle Diagnostik bei einem Arzt durchführen lassen sollen, damit sie die beste und effektivste Therapie erhalten. Wir haben hier die üblichen Maßnahmen zur Diagnose für Sie zusammengefasst: 

Pricktest: Der Pricktest ist ein häufig durchgeführter Allergietest, um eine Pollenallergie festzustellen. Hierbei werden Extrakte verschiedener Allergene auf die Haut gegeben. Nach ca. einer Viertelstunde kann der Arzt anhand von geschwollenen Hautstellen feststellen, auf welches Allergen Sie allergisch reagieren. 

Achtung! 

Eine geschwollene Hautstelle bedeutet nicht automatisch, dass es sich um eine allergische Reaktion handelt. Bei einem Pricktest kann lediglich festgestellt werden, ob Antikörper vorhanden sind, die auf das Allergen reagieren. In diesem Fall sind Sie nicht direkt allergisch, sondern lediglich sensibilisiert.

Provokationstest: Um eine klare Diagnose stellen zu können, dass es sich nicht nur um eine Sensibilisierung, sondern um eine Allergie handelt, werden Provokationstests durchgeführt. Der Patient bekommt das jeweilige Allergen in die Nase gesprüht, damit der Mediziner feststellen kann, ob die Schleimhaut angeschwollen ist und eine klinische Relevanz vorliegt. 
 

Die Blutuntersuchung: Auch ein Bluttest kann bei Heuschnupfen äußerst hilfreich sein. So kann das Blutbild Aufschlüsse über mögliche Ursachen liefern und Kreuzallergien feststellen. 

Behandlung: Wie wird Heuschnupfen behandelt?

Vor allem Erstbetroffene wissen oftmals nicht, wie sie ihre Pollenallergie am effektivsten bekämpfen können. Im ersten Schritt sollte ein Arzt aufgesucht werden, der einen Allergietest durchführt. Wenn sich die Annahme einer Allergie bestätigt, können Medikamente helfen, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität des Allergikers zu verbessern. Meistens werden Antihistaminika und Kortisonpräparate eingesetzt, um die Symptome zu mildern. Die Wirkstoffe gibt es sowohl in Form von Nasensprays und Augentropfen als auch als Tabletten zum Einnehmen, die zu einer Verbesserung des Heuschnupfens beitragen.

Wenn die Medikamente nicht die gewünschte Wirkung gegen die Pollenallergie zeigen, kann eine spezifische Immuntherapie (SIT), auch Hyposensibilisierung genannt, helfen. Innerhalb der Behandlung wird dem Patienten der Allergieauslöser als Tablette oder Spritze über einen längeren Zeitraum verabreicht. So kann der Körper sich an das Allergen gewöhnen und eine allergische Reaktion während der Pollensaison bleibt aus. Klären Sie am besten mit Ihrem Arzt ab, ob eine Hyposensibilisierung für Sie infrage kommt. 

Wie kann ich Heuschnupfen vorbeugen?

Es lässt sich zwar nicht vermeiden, dass ein Kind oder Erwachsener an Heuschnupfen erkrankt aber es gibt einige hilfreiche Tipps, wie Sie die Heuschnupfenbeschwerden lindern können. Diese Maßnahmen helfen gegen Heuschnupfen: 

  • Ziehen Sie Ihre Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer aus. 
  • Waschen Sie abends Ihre Haare oder bürsten Sie sie gründlich, damit sich keine Pollen auf dem Kissen verteilen können.
  • Wechseln Sie mindestens einmal wöchentlich die Bettwäsche.
  • Halten Sie das Fenster beim Schlafen geschlossen. 
  • Saugen Sie regelmäßig Teppiche, Polstermöbel und Böden (Staubsauger mit HEPA-Filter entfernen 99,9 & aller Partikel im Wohnraum)
  • Wischen Sie Möbeloberflächen feucht ab. 
  • Trocknen Sie ihre Wäsche nicht im Freien. 
  • Luftreiniger können helfen, Pollen und Staub zu filtern.

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Neben den Heuschnupfen-Symptomen, ist auch der ständige Gang zum Arzt oder Apotheker in den warmen Sommermonaten für Betroffene äußerst lästig. Nasen- und Augentropfen sowie weitere Medikamente sind Kosten, die sich über die gesamte Pollensaison ziehen. Unser DFV-AmbulantSchutz bezahlt alle nötigen verschreibungspflichtigen Arzneimittel, bei denen Sie als Kassenpatient Zuzahlungen leisten müssen. So können Sie Ihr Geld in der sonnigen Jahreszeit lieber für einen erfrischenden Cocktail statt für Medikamente ausgeben. Weitere Information zum DFV-AmbulantSchutz finden Sie hier:

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FAQs

Was hilft am besten gegen Heuschnupfen?

Medikamente und die richtige Säuberung Ihrer Wohnung lindern die Heuschnupfenbeschwerden. 

Nasensprays und Nasenduschen helfen, die Pollen aus der Nase zu spülen. Auch Augentropfen oder Tabletten zum Einnehmen lindern die Symptome einer Pollenallergie. Zudem können Sie zu Hause einiges tun, um den Heuschnupfen zu bekämpfen. Folgende Tipps erweisen sich als hilfreich: 

  • Keine Straßenkleidung im Schlafzimmer
  • Fenster beim Schlafen geschlossen halten
  • Staubsauger mit HEPA-Filter
  • Luftreiniger

Was ist der Unterschied zwischen Pollenallergie und Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist eine saisonale Form der Pollenallergie. Heuschnupfen wird häufig als Synonym für Pollenallergie verwendet. Jedoch ist die Pollenallergie eine Überreaktion des Immunsystems auf Pollen und kann ganzjährig auftreten wie beispielsweise eine Allergie gegen Hausstaubmilben. Heuschnupfen dagegen bezieht sich auf eine saisonale Form der Pollenallergie, die in der Regel während einer bestimmten Jahreszeit auftritt.

Wann ist Heuschnupfenzeit?

In der Regel beginnt die Heuschnupfen-Saison im Februar und endet im Oktober. Mittlerweile gibt es einige Pollen, die das ganze Jahr über auftreten. Auch der Klimawandel trägt dazu bei, dass einige Pollen länger auftreten. Im Internet finden Sie Pollenflugkalender, die Ihnen einen Überblick geben, wann welche Pollen fliegen. Bei einigen können Sie auch Ihre Postleitzahl und Wohnort eingeben, um genauer herauszufinden, welche Pollen in Ihrer Region aktuell vermehrt auftreten. 

Wann ist der Heuschnupfen am schlimmsten?

In den Abend- und frühen Morgenstunden ist die Pollendichte am höchsten. Der Pollenflug ist je nach Region unterschiedlich. Leben Sie auf dem Land ist die Pollenkonzentration morgens zwischen 04:00 Uhr und 06:00 Uhr am höchsten. In der Stadt fliegen zwischen 18:00 Uhr und 24:00 Uhr die meisten Pollen. In ländlichen Gebieten sollten sie daher in den frühen Morgenstunden das Fenster geschlossen halten und in der Stadt während des Abends vom Lüften absehen.

Quellen

  • Ratgeber Allergie: www.ratgeber-allergie.com (Abruf: 17.05.2023)
  • Uniklinik Freiburg: www.uniklinik-freiburg.de (Abruf: 17.05.2023)
  • Allergieinformationsdienst: www.allergieinformationsdienst.de (Abruf: 17.05.2023)

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