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Nierenschmerzen: Symptome, Therapie & Hausmittel

Erstellt am Uhr Aktualisiert am
Autor Text fachlich geprüft von Dr. med. Noelle-Dominique Albrecht

Nierenschmerzen sind keine eigenständige Krankheit. Aber sie sind häufig ein deutliches Anzeichen für eine bereits eingetretene Nierenschädigung. Um ein weiteres Fortschreiten zu verhindern und die Heilung einzuleiten, sollte rasch ärztliche Hilfe gesucht werden.


SOS – Erste-Hilfe-Tipps bei Nierenschmerzen

Wenn Nierenschmerzen auftreten, ist das nicht selten ein Anzeichen für eine bereits vorhandene Schädigung der Niere. Deshalb sollte sobald wie möglich der Arzt aufgesucht werden, um weitergehende Probleme zu vermeiden. Nierenschmerzen machen sich typischerweise an den Flanken in Höhe des mittleren Rückens bemerkbar. Durch die räumliche Nähe der Nieren zur Wirbelsäule, werden Nierenschmerzen oftmals als Rückenschmerzen fehlgedeutet. Nierenschmerzen sind jedoch im Vergleich zu Rückenschmerzen bewegungsunabhängig. Sie können ausstrahlen und zusätzlich Bauchschmerzen verursachen.

Legen Nierenschmerzen sich über Tage nicht wieder, ist der Punkt erreicht, an dem der Praxisbesuch nicht mehr herausgezögert werden darf. Weitere Symptome sind ebenfalls deutliche Warnzeichen für umgehenden Handlungsbedarf:

  • krampfartige Nierenschmerzen mit Fieber und Schüttelfrost
  • Flankenschmerzen mit Erbrechen und Durchfall
  • rotgefärbter Urin
  • keine Ausscheidung von Urin - ohne spürbaren Harndrang
  • Harnverhalt – Harndrang vorhanden, aber kein Wasserlassen möglich
  • verlangsamter Herzschlag
  • Schwindel und Ohnmacht
  • Ansammlung von Flüssigkeit in Füßen und Händen

Nierenschmerzen können ein Symptom verschiedener Krankheiten sein. Häufige Ursachen sind Nierensteine oder eine Nierenbeckenentzündung. Ohne Behandlung verschwinden die Flankenschmerzen nur selten. Beim Vorliegen von Nierensteinen kann es auch ohne Therapie zum Abgang und Ausscheidung des Steines mit dem Urin und einer sofortigen Schmerzlinderung kommen. Eine Abklärung mit dem Arzt ist hier dennoch sinnvoll, um das erneute Auftreten von Nierensteinen und Nierenschmerzen zu verhindern.

Nierenschmerzen – Symptome

Die Betroffenen spüren ausgeprägte Flankenschmerzen in mittlerer Höhe des Rückens. Anders als bei den häufigeren Rückenschmerzen ist der Flankenschmerz weitgehend unabhängig von Körperbewegungen des Rumpfes. Nierenschmerzen sind konstant spürbar, manchmal können sie auch krampfartig auftreten. Die Schmerzen zeigen sich entweder nur auf einer Körperhälfte (wenn zum Beispiel nur die rechte Niere betroffen ist) oder auf beiden Seiten, links und rechts der Wirbelsäule. Manchmal strahlt der Schmerz bis in den Unterbauch aus. Bei Frauen können Regelschmerzen während der Periode, die in die Körperflanke ausstrahlen, mit Nierenschmerzen verwechselt werden. Hier sollte sicherheitshalber ein Praxisbesuch Gewissheit bringen, ob nicht doch die Nieren betroffen sind. Nierenschmerzen sind grundsätzlich ein deutliches Zeichen dafür, dass eine ärztliche Behandlung erfolgen muss.

Nierenschmerzen – Ursachen

Nierenschmerzen sind ein Symptom für unterschiedliche Erkrankungen der Niere. Oft steht eine Entzündung im Organ hinter den Beschwerden. Manchmal können die Schmerzen ein Hinweis auf eine chronische Funktionsstörung der Nieren sein.

Diese Krankheiten können Nierenschmerzen auslösen:

  • Nierensteine: Sie entstehen durch Ablagerungen von Harnbestandteilen, die sich nicht mehr im Urin lösen und nach die Harnwege verstopfen können. Wenn sich die Nierensteine lösen und bewegen, treten häufig starke, krampfartige Schmerzen bis hinab in Harnleiter und Harnröhre auf. Auch der Stau von Urin durch Nierensteine ist möglich und muss schnell behandelt werden.
  • Nierenbeckenentzündung: Bei einer Blasenentzündung können Keime durch die Harnleiter bis in die Nieren aufsteigen und eine Nierenbeckenentzündung verursachen. Die Nierenschmerzen werden dann oft von Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen, Unterleibskrämpfen, häufigem Harndrang und Blut im Urin begleitet.
  • Entzündung der Nierenkörperchen (Glomeruli): Die Nierenkörperchen sind für die Harnfiltration in der Niere verantwortlich. Durch Autoimmunerkrankungen, Infektionen oder Medikamentennebenwirkungen können sich diese entzünden. Symptome treten erst auf, wenn der Großteil der Glomeruli betroffen sind. Neben den Flankenschmerzen kommt es unter anderem zu Wassereinlagerungen im Gewebe und Blut und Eiweißen im Urin.
  • Zystenniere: Die Ausbildung von sogenannten Zystennieren ist meist erblich bedingt und führt bei den Betroffenen zur Verdrängung von gesundem Nierengewebe durch funktionslose Zysten in beiden Nieren. Flankenschmerzen, Bluthochdruck, wiederholte Harnwegsinfekte und Nierensteine treten als Symptome jedoch erst spät im Verlauf auf.
  • Entzündung der Nierenkanälchen (interstitielle Nephritis): Mögliche Ursachen sind Medikamente, Autoimmunerkrankungen oder Infektionen. Begleitend zum Flankenschmerz sind Fieber, Gelenkschmerzen oder Hautausschläge möglich.
  • Akutes Nierenversagen (plötzlich auftretendes Organversagen): Ursachen sind zum Einen vor der Niere, in der Niere selbst und in den ableitenden Harnwegen zu suchen. Wird die Niere nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt, bedingt durch eine Dehydratation, Verbrennungen, Blutungen oder einen Schock, beginnt diese zu versagen. Sucht man die Ursache innerhalb der Niere, so können Medikamente oder Infektionen die ursächlich sein. Auch Nierensteine, eine vergrößerte Prostata oder Tumoren der ableitenden Harnwege können zu einem akuten Nierenversagen führen.
  • Chronisches Nierenversagen: zunächst als schleichender Prozess. Mit den Schmerzen stellen sich teilweise ebenfalls Bluthochdruck, Blut im Urin, Wassereinlagerungen in den Beinen, Blutarmut, schäumender Urin oder gehäufte Infektionen und körperliche Schwäche ein.
  • Fortgeschrittener Nierentumor: mit dem Auftreten von Schmerzen kann auch Blut im Urin vorkommen. Teilweise lassen sich von außen Schwellungen der Niere ertasten.

Nierenschmerzen – Verlauf

Nierenschmerzen sind in der Regel das Symptom einer ernsten Erkrankung. Die Schmerzen verschwinden daher nicht einfach und legen sich erst wieder im Laufe der Genesung. Je nach spezifischer Grunderkrankung verläuft der Heilungsprozess unterschiedlich lang. Eine Entzündung klingt meist rasch ab. Die Therapie von Nierensteinen und Nierenfunktionsstörungen kann dagegen länger andauern.

Nierenschmerzen – Diagnose

Der Arzt fragt nach der Art der Beschwerden und lässt sich die auftretenden Nierenschmerzen genau beschreiben. Er fraget nach weiteren Symptomen und bestehenden Erkrankungen, die in Zusammenhang mit den Schmerzen stehen könnten. Oft leiden Patienten zusätzlich an Blasenentzündung, Diabetes, Ödemen oder Bluthochdruck.An die Anamnese schließt sich eine körperliche Untersuchung an. Zunächst wird der Bauch und der Rücken abgetastet und nach einem klopfschmerzhaften Nierenlager geschaut. Der Mediziner hört die Herztöne ab, schaut nach Wassereinlagerungen in Armen und Beinen (Ödemen), misst Fieber und den Blutdruck. Eine Untersuchung des Blutes gibt Hinweise auf Entzündungen und Veränderungen des Urins zeigen frühzeitig eine Nierenerkrankung an. Erhöhte Werte von Harnstoff, Kreatinin, Cystatin C und Harnsäure lassen Rückschlüsse auf Nierenerkrankungen zu.

Mit einer Ultraschalluntersuchung lassen sich Veränderungen, wie Zysten oder Tumoren, der Nieren erkennen. Auch andere bildgebende Verfahren kommen teilweise für die Diagnose zum Einsatz: Magnetresonanztomografie (MRT), Computertomografie (CT) oder Urografie (Kontrastmittel-unterstütztes Röntgen der Harnwege). Ist die Ursache der Nierenschmerzen erkannt, wird sofort mit der Therapie der zugrundeliegenden Krankheit begonnen.

Nierenschmerzen – Behandlung

Der Arzt behandelt nicht das Symptom Nierenschmerzen, sondern gezielt die Krankheit, welche die Schmerzen verursacht.

Medikamentöse Therapie

Nierenbeckenentzündungen oder bakterielle Harnwegsinfekte werden gezielt mit Antibiotika behandelt. Meistens verspüren die Patienten schon nach kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung ihrer Beschwerden. Dennoch ist das verschriebene Antibiotikum für festgelegten Zeitraum einzunehmen, um alle krankheitsverursachenden Bakterien abtöten zu können und einen Rückfall zu vermeiden.

Operation

Nierensteine gehen meist von selbst ab. Wenn dies nicht der Fall ist, kann eine Stoßwellentherapie angewendet werden, bei welcher der Stein durch Stoßwellen über die Haut zertrümmert wird. Nur selten, wenn die Steine sehr groß sind und andere Therapieoptionen versagt haben, kann eine Operation nötig werden.

Nierenersatztherapie (Dialyse)

Ist die Funktion einer oder beider Nieren durch ein akutes oder chronisches Nierenversagen geschädigt, kann eine Nierenersatztherapie (Dialyse) die Organfunktion der Niere teilweise übernehmen. Giftstoffe und harnpflichtige Substanzen werden aus dem Blut gefiltert, der Säure-Base-Haushalt im Gleichgewicht gehalten und eine Überwässerung verhindert. Hierfür werden meistens regelmäßige Blutwäsche-Termine in einer spezialisierten Dialyse-Klinik angeboten.

Diät-Empfehlungen

Je nach Nierenerkrankung kann eine Ernährungsumstellung hilfreich sein. Stoffe, die die Filterleistung der Niere besonders beanspruchen oder die Bildung von Nierensteinen fördern, sollten so weit wie möglich vermieden werden. Neigt man zu Nierensteinen, so ist es sinnvoll mehr Flüssigkeit aufzunehmen um die erneute Bildung von Steinen zu verhindern. Patienten, die regelmäßig zur Dialyse gehen, müssen sich ebenfalls an bestimmte Ernährungsvorschriften halten und dürfen, bedingt durch die Therapie, nur wenig trinken.

Was kann man selbst tun bei Nierenschmerzen?

Wenn Nierenschmerzen auftreten, sollte man so schnell wie möglich eine Praxis aufsuchen. Für die Zeit bis zum Termin können eine Wärmflasche oder eine Wolldecke im Rücken die Beschwerden lindern. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und das Trinken von Kräutertees, wie Löwenzahn oder Brennnessel spülen schädliche Keime aus den Harnwegen und können kleine Nierensteine ausspülen. Das Trinken von schwarzem Tee sollte hierbei unterlassen werden, da dieser Oxalate hält, welches die Bildung von Nierensteinen begünstigt. Bei bekanntem Nierensteinleiden sollte der Verzehr von Wurst, Fleisch und Alkohol ebenfalls eingeschränkt werden.

Homöopathie bei Nierenschmerzen

Schmerzen in den Nieren sind häufig ein schwerwiegendes Krankheitszeichen. Die Organe filtern Giftstoffe und Abfallprodukte der Stoffwechselprozesse und haben dadurch eine unverzichtbare Funktion im Körper. Täglich durchlaufen etwa 180 Liter Flüssigkeit die gesunden Nieren. In der homöopathischen Behandlung wird bei Nierenschmerzen unter anderem das Ziel verfolgt, die Abheilung möglicher Entzündungen zu begünstigen und Schmerzen zu lindern. Diese homöopathischen Mittel werden meist bei schmerzhaften Nierenbeschwerden empfohlen:

  • Solidago (Goldrute): wirkt entwässernd, fördert die Entgiftung und wirkt bei Blasen- und Nierenentzündungen
  • Sarsaparilla (Stechwinde): wirkt harntreibend bei Blasen- und Nierenleiden
  • Coccus cacti: bei chronischen Nierenbeckenentzündungen, Gichtnieren und Nierenkoliken durch Steine und Gries.
  • Acidum picrinicum: bei Nierenentzündungen mit nicht unterdrückbarem Harndrang, Schwächegefühl, Schmerzen beim Wasserlassen.
  • Helleborus: bei Entzündungen der Nieren mit verstärktem Harndrang, eventuell mit Blut im Urin.

Akupunktur bei Nierenschmerzen

In der Traditionellen Chinesischen Medizin kommt der Niere eine besondere Bedeutung zu. Die Nieren sind der Sitz der Grundenergie Qi. Auch die Lebensessenz Jing wird der Niere zugeordnet. Das Organ gilt als die Basis der ererbten Lebenskraft. Nierenschmerzen werden auch mit Hilfe der Akupunktur behandelt. Das gilt sowohl im Zusammenhang mit einer reinen Schmerztherapie als auch für eine Behandlung zur Stärkung des Organs. Je nach diagnostizierter Erkrankung, auf die die Nierenschmerzen zurückgehen, wird Akupunktur in der ärztlichen Behandlung auch als begleitende und ergänzende Therapie genutzt.

Nierenschmerzen – ICD-Code

Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So werden Nierenschmerzen, beispielsweise aufgrund von Nierensteinen, unter dem ICD-Code: „N20“ erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieses Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.

Nierenschmerzen – Was bezahlt die Krankenkasse und was muss man selbst bezahlen?

Angehörige einer gesetzlichen Krankenversicherung haben grundsätzlich ein Recht auf stationäre sowie ambulante Versorgung, auf Arzneimittel und weitere Leistungen. In aller Regel sind jedoch bestimmte Eigenleistungen (Zuzahlungen) gesetzlich festgeschrieben. Diese Zuzahlungen betragen 10 Prozent der Kosten, pro Zuzahlung aber maximal 10 Euro. Kostet die Leistung weniger als 5 Euro, hat der Versicherte den tatsächlichen Preis zu entrichten.

Bei Arzneimitteln gelten diese Grenzen ebenfalls. Wenn der Betroffene ein besonders preiswertes Präparat erhält, entfällt die Zuzahlung. Dabei dürfen die Krankenkassen feste Beträge bestimmen, die sie erstatten, sofern mehrere Präparate mit gleichem Wirkstoff erhältlich sind. Arzneimittel, deren Preis 30 Prozent unter diesem Festbetrag liegt, werden von den Krankenkassen ohne Zuzahlung erstattet.

Zudem besteht die Regelung, dass die GKV bei bestimmten Präparaten nicht mehr den Einzelpreis des jeweiligen Arzneimittels erstatten muss, sondern nur den Festbetrag, der für eine Gruppe von vergleichbaren Präparaten festgelegt wurde. Ist das verschriebene Medikament teurer, muss der Patient den Mehrpreis selbst zahlen plus der gesetzlichen Zuzahlung für den erstatteten Kostenanteil.

Zuzahlungen fallen ebenfalls bei einem Krankenhausaufenthalt an. Sie betragen 10 Euro pro Kalendertag, wobei die Zuzahlung nur für maximal 28 Tage pro Jahr geleistet werden muss. Dabei können mehrere Krankenhausaufenthalte in einem Jahr zusammengenommen werden, so dass die maximale Zuzahlung bei stationärer Behandlung 280 Euro pro Kalenderjahr beträgt.

Bei häuslicher Krankenpflege werden einmalig zehn Euro für die Verordnung fällig. Darüber hinaus sind 10 Prozent pro Tag als Eigenanteil zu tragen. Die Zuzahlung ist auf 28 Kalendertage pro Kalenderjahr begrenzt und wird nur bei Erwachsenen über 18 Jahren erhoben. Auch bei häuslicher Krankenpflege gilt die Obergrenze von 280 Euro pro Kalenderjahr. Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte werden bei der Obergrenze der Zuzahlung für häusliche Krankenpflege angerechnet.

Wenn die Kosten für eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse übernommen werden, müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent der anfallenden Kosten leisten. Die Grenzen liegen bei mindestens 5 und maximal 10 Euro pro Kalendertag. Diese Zuzahlungspflicht gilt für den gesamten Zeitraum, in dem eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen wird.

Bei Hilfsmitteln müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent des Abgabepreises leisten, wobei ebenfalls eine Ober- und Untergrenze von 10 und 5 Euro pro Verordnung gelten.

Die Höhe der Zuzahlungen für Rehabilitationsmaßnahmen hängt von der Maßnahme und vom jeweiligen Kostenträger ab.

Die Kosten für eine Schmerztherapie in einer Schmerzklinik übernimmt in der Regel jede gesetzliche Krankenkasse, da es sich um eine vertragsärztliche Leistung handelt. Allerdings können weitere Kosten (wie z. B. Zuzahlungen für Verordnungen) privat anfallen.

Die Kosten einer klassischen Körperakupunktur werden von allen gesetzlichen Krankenkassen, bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder bei Kniegelenkarthrose, übernommen. Der Leistung wird vorausgesetzt, dass die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen. In solchen Fällen haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall innerhalb von maximal sechs Wochen. Eine erneute Behandlung kann frühestens zwölf Monate nach Abschluss der letzten Akupunkturbehandlung erfolgen. Die Krankenkasse erstattet die Kosten nur, wenn die Behandlung von einem qualifizierten Arzt durchgeführt wird. Akupunktur bei einem Heilpraktiker wird nicht übernommen. Die Kosten sind dann privat zu leisten.

Nierenschmerzen – Was übernimmt die DFV?

Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.

Im Falle einer Erkrankung warten Sie mit der Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Exklusiv nicht länger als 5 Tage auf einen Termin bei einem spezialisierten Facharzt.

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FAQ

Woran kann man Nierenschmerzen erkennen?

Nierenschmerzen können leicht mit Rückenschmerzen und unter Umständen auch mit Menstruationsschmerzen verwechselt werden. Die Nieren liegen links und rechts der Wirbelsäule, etwa in der Mitte des Rückens. Anders als bei Rückenschmerzen ist das Nierenschmerzen-Leiden unabhängig von Bewegungen des Rumpfes. Die Schmerzen sind permanent zu spüren. In vielen Fällen treten sie krampfartig auf. Die Schmerzen können auch in den Unterleib ausstrahlen, zum Beispiel, wenn die Ursache eine Nierenbeckenentzündung ist. Häufiger Harndrang ist ein weiteres Anzeichen.

Welche Ursache haben Nierenschmerzen?

Nierenschmerzen sind ein Symptom unterschiedlicher Krankheiten der Niere. Eine Ursache liegt in chronischen Nierenerkrankungen, die typischerweise erst in einem fortgeschrittenen Stadium Beschwerden verursachen. Die Schmerzen sind meist erste Anzeichen einer Funktionsstörung, die schon lange Zeit besteht. Eine Nierenbeckenentzündung und eine Nierenentzündung führen dagegen schneller zu Nierenschmerzen, manchmal zusätzlich auch zu Bauchschmerzen. Eine häufige Ursache von Nierenschmerzen sind außerdem Nierensteine, die in den Harnwegen stecken. Weitere Ursachen können Zysten oder Tumore in der Niere sein.

Kann man Nierenschmerzen vorbeugen?

Die Anzeichen einer Nierenkrankheit machen sich erst relativ spät bemerkbar. Das Fehlen jeglicher Vorzeichen erschwert die Vorbeugung. Wer aber schon Nierensteine oder eine Nierenbeckenentzündung hatte, kann das nicht unbeträchtliche Risiko minimieren, dass die Krankheit wieder zurückkehrt. Die konsequente Einnahme verschriebener Medikamente kann zusammen mit der richtigen Ernährung und dem Trinken von reichlich Wasser oder Kräutertee einem erneuten Krankheitsausbruch vorbeugen oder die Beschwerden zumindest abschwächen. Andere Ursachen für Nierenschmerzen, wie Nierenversagen, zeigen vorab keine spürbaren Anzeichen und werden allenfalls durch eine Routine-Laboruntersuchung beim Arzt erkannt.

Sind Nierenschmerzen gefährlich?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entzündungen der Niere lassen sich in der Regel gut therapieren. Selbst eine bereits eingetretene Funktionsstörung kann erfolgreich behandelt werden. Das Problem ist eher der späte Zeitpunkt der Erkrankung, an dem sich die Nierenschmerzen erstmals zeigen. Meist hat die Niere, oder je nach Erkrankung auch beide Nieren, dann schon Schäden davongetragen. Deshalb sollte man bei Nierenschmerzen schnellstmöglich zum Arzt, um eine notwendige Therapie rasch beginnen zu können.

Warum habe ich Nierenschmerzen während der Periode?

Wenn sich die Schmerzen an den Flanken regelmäßig im Zusammenhang mit der Menstruation zeigen, hängt die Ursache mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mit den Nieren zusammen. Bei manchen Frauen können sich die Menstruationsschmerzen vom Unterleib bis in den Rücken auf Nierenhöhe ziehen. Die Beschwerden sind dadurch leicht zu verwechseln. Zur sicheren Abklärung der Ursache ist ein Termin beim Gynäkologen sinnvoll. Wenn nötig, kann dann auch ein krampflösendes Mittel verschrieben werden.


Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen  rund um das Thema Gesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Mediziner zu konsultieren.

Unsere Inhalte werden auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Studien verfasst, von einem Team aus Fachärzten und Redakteuren erstellt, dauerhaft geprüft und optimiert.

Quellen

  • Herold, Gerd: Innere Medizin, Gerd Herold, Ausgabe 2019
  • Deutsche Gesellschaft für Urologie, www.urologenportal.de (Abruf 31.03.2021)
  • Arastéh: "Innere Medizin", Duale Reihe, Thieme Verlag (2013)
  • Bundesverband Niere e.V., www.bundesverband-niere.de (Abruf 31.03.2021)
  • Bulbak, Robert "Nierensteine. Nach Nierenkolik schmerzfrei?", vom 22.11.2017, www.aerztezeitung.de (Abruf 31.03.2021)
  • Berufsverband Deutscher Internisten e.V.: "Nieren & Harnwege", www.internisten-im-netz.de (Abruf 31.03.2021)
  • Tschuschke C.; Müller S. C.; Hertle, L.: "Schmerztherapie der Nierenkolik", aus "Der Schmerz" (1993)
  • Ärzte Krone Fachmagazin für Ärzte 06/2020, Christophe Eidler: "Nierenschmerz – ein Mythos?", www.medmedia.at (Abruf 31.03.2021)
  • HalloVita Verlag: www.hallo-homoeopathie.de (Abruf 31.03.2021)
  • Deutsche Akupunktur Gesellschaft: www.deutsche-akupunktur-gesellschaft.de (Abruf 31.03.2021)

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