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Nierenschmerzen: Ursachen, Symptome, Therapie

Nierenschmerzen sind keine eigenständige Krankheit. Aber sie sind häufig ein deutliches Anzeichen für eine bereits eingetretene Nierenschädigung. Um ein weiteres Fortschreiten zu verhindern und die Heilung einzuleiten, sollte rasch ärztliche Hilfe gesucht werden.


Inhaltsverzeichnis

SOS – Erste-Hilfe-Tipps bei Nierenschmerzen

Wenn Nierenschmerzen auftreten, ist das nicht selten ein Anzeichen für eine bereits vorhandene Schädigung der Niere. Deshalb sollte sobald wie möglich der Arzt aufgesucht werden, um weitergehende Probleme zu vermeiden. Nierenschmerzen machen sich typischerweise an den Flanken in Höhe des mittleren Rückens bemerkbar. Von Rückenschmerzen lassen sie sich dadurch gut unterscheiden, dass der Schmerz durch Bewegung des Oberkörpers nicht verstärkt wird. Nierenschmerzen bleiben dagegen konstant oder treten in heftigen Schüben auf. Sie können ausstrahlen und zusätzlich Bauchschmerzen verursachen.

Legen Nierenschmerzen sich über Tage nicht wieder, ist der Punkt erreicht, an dem der Arztbesuch nicht mehr herausgezögert werden darf. Weitere Symptome sind ebenfalls deutliche Warnzeichen für umgehenden Handlungsbedarf:

  • krampfartige Nierenschmerzen mit Fieber und Schüttelfrost
  • Flankenschmerzen mit Erbrechen und Durchfall
  • rotgefärbter Urin
  • keine Ausscheidung von Urin ¬– ohne spürbaren Harndrang
  • Harnverhalt – Harndrang vorhanden, aber kein Wasserlassen möglich
  • verlangsamter Herzschlag
  • Schwindel und Ohnmacht
  • Ansammlung von Flüssigkeit in Füßen und Händen

Nierenschmerzen sind ein Symptom verschiedener Krankheiten. Oft stehen als Ursache Nierensteine, eine Nierenentzündung beziehungsweise eine Nierenbeckenentzündung hinter den Beschwerden. Ohne Behandlung verschwinden die Schmerzen an den Flanken nur in den seltensten Fällen. Eine der wenigen Ausnahmen sind Nierensteine, wenn ein schmerzender Stein sich gelöst hat und mit dem Harn ausgeschieden wurde. Die Schmerzen lassen fast augenblicklich nach. Auch hier sollte man aber mit dem Arzt über eine geeignete Therapie gegen das erneute Auftreten von Schmerzen sprechen.

Nierenschmerzen – Symptome

Die Betroffenen spüren ausgeprägte Flankenschmerzen in mittlerer Höhe des Rückens. Anders als bei den häufigeren Rückenschmerzen ist der Flankenschmerz weitgehend unabhängig von Körperbewegungen des Rumpfes. Nierenschmerzen sind konstant spürbar, manchmal können sie auch krampfartig auftreten. Die Schmerzen zeigen sich entweder nur auf einer Körperhälfte (wenn zum Beispiel nur die rechte Niere betroffen ist) oder auf beiden Seiten, links und rechts der Wirbelsäule. Manchmal erstreckt sich das Schmerzempfinden bis in den Unterbauch hinab. Manche Frauen leiden während der Periode unter Regelschmerzen, die sich bis hinauf in die Körperflanken ziehen können, und deshalb sehr leicht mit Nierenschmerzen zu verwechseln sind. Hier sollte sicherheitshalber ein Arztbesuch Gewissheit bringen, ob nicht doch die Nieren betroffen sind. Nierenschmerzen sind grundsätzlich ein deutliches Zeichen dafür, dass eine ärztliche Behandlung erfolgen muss.

Nierenschmerzen – Ursachen

Nierenschmerzen sind ein Symptom für unterschiedliche Erkrankungen der Niere. Oft steht eine Entzündung im Organ hinter den Beschwerden. Manchmal können die Schmerzen ein Hinweis auf eine chronische Funktionsstörung der Nieren sein.

Diese Krankheiten können Nierenschmerzen auslösen:

  • Nierensteine: Sie entstehen durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen, die nach und nach die Harnwege verstopfen können. Wenn sich die Nierensteine lösen und bewegen, treten häufig starke, krampfartige Schmerzen bis hinab in Harnleiter und Harnröhre auf. Auch der Stau von Urin durch Nierensteine ist möglich und muss schnell behandelt werden.
  • Nierenbeckenentzündung: Bei einer Blasenentzündung können Keime durch die Harnleiter bis in die Nieren aufsteigen und eine Nierenbeckenentzündung verursachen. Die Nierenschmerzen werden dann oft von Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen, Unterleibskrämpfen, häufigem Harndrang und Blut im Urin begleitet.
  • Entzündung der Nierenkörperchen: neben den Flankenschmerzen auch ständiger Harndrang sowie Blut und Eiweiß im Urin. Auslöser sind meistens Autoimmunerkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten.
  • Zystenniere: neben den Schmerzen auch Bluthochdruck und Harnwegsinfekte. Zur Zystenbildung führt in der Regel eine erbliche Belastung der Patienten.
  • Entzündung der Nierenkanälchen: bei der sogenannten interstitiellen Nephritis treten teilweise auch Fieber, Gelenkschmerzen und Hautausschläge auf.
  • Akutes Nierenversagen: plötzlich auftretendes Organversagen. Zum Teil ausgelöst durch eine Verbrennung oder starke Blutung. Manchmal auch durch den Verschluss von Blutgefäßen, Unverträglichkeit von Medikamenten oder Nierensteine.
  • Chronisches Nierenversagen: zunächst als schleichender Prozess. Mit den Schmerzen stellen sich teilweise ebenfalls Bluthochdruck, Blut im Urin, Wassereinlagerungen in den Beinen, Blutarmut, schäumender Urin oder gehäufte Infektionen und körperliche Schwäche ein.
  • Fortgeschrittener Nierentumor: mit dem Auftreten von Schmerzen kann auch Blut im Urin vorkommen. Teilweise lassen sich von außen Schwellungen der Niere ertasten.

Nierenschmerzen – Verlauf

Nierenschmerzen sind in der Regel das Symptom einer ernsten Erkrankung. Die Schmerzen verschwinden daher nicht einfach und legen sich erst wieder im Laufe der Genesung. Je nach spezifischer Grunderkrankung verläuft der Heilungsprozess unterschiedlich lang. Eine Entzündung klingt meist rasch ab. Die Therapie von Nierensteinen und Nierenfunktionsstörungen kann dagegen länger andauern.

Nierenschmerzen – Diagnose

Der Arzt fragt nach der Art der Beschwerden und lässt sich die auftretenden Nierenschmerzen genau beschreiben. Er fragt nach weiteren Symptomen und bestehenden Erkrankungen, die in Zusammenhang mit den Schmerzen stehen könnten. Oft leiden die Patienten zusätzlich an Blasenentzündung, Diabetes, Ödemen oder Bluthochdruck. Der Mediziner hört die Herztöne ab, schaut nach Wassereinlagerungen in Armen und Beinen, misst Fieber und den Blutdruck. Er untersucht Blut und Urin. Erhöhte Werte von Harnstoff, Kreatinin, Cystatin C und Harnsäure lassen Rückschlüsse auf Nierenerkrankungen zu.

Mit einer Ultraschalluntersuchung lassen sich Veränderungen, wie Zysten oder Tumoren, der Nieren erkennen. Auch andere bildgebende Verfahren kommen teilweise für die Diagnose zum Einsatz: Magnetresonanztomografie (MRT), Computertomografie (CT) oder Urografie (Kontrastmittel-unterstütztes Röntgen der Harnwege). Ist die Ursache der Nierenschmerzen erkannt, wird sofort mit der Therapie der zugrundeliegenden Krankheit begonnen.

Nierenschmerzen – Behandlung

Der Arzt behandelt nicht das Symptom Nierenschmerzen, sondern gezielt die Krankheit, welche die Schmerzen verursacht.

Medikamentöse Therapie

Bei der Diagnose Nierenbeckenentzündung oder bakterieller Harnwegseffekt verordnet der Arzt Antibiotika. Meistens verspüren die Patienten schon nach kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung ihrer Beschwerden. Das verschriebene Antibiotikum muss dennoch eine festgelegte Zeitspanne über eingenommen werden, um wirklich alle krankheitsverursachenden Bakterien abtöten zu können.

Operation

Wenn Nierensteine nicht ohne Zutun abgehen, kann eine Operation an der Niere notwendig werden. Der Eingriff wird im Krankenhaus mit stationärer Unterbringung vorgenommen.

Technische Therapie

Bei einem Nierenversagen ist die, zumindest vorübergehende, Behandlung mit der künstlichen Niere unumgänglich. Giftstoffe und Stoffwechselprodukte müssen weiterhin aus dem Blut gefiltert werden. Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Säure-Basen-Haushalt im Körper geregelt wird. Hierfür werden meistens regelmäßige Blutwäsche-Termine in einer spezialisierten Dialyse-Klinik angeboten. Mittels der Dialyse-Technik werden dem Blut überschüssige Salze und andere Substanzen entzogen. Das Säure-Basen-Gleichgewicht wird wiederhergestellt.

Diät-Empfehlungen

Je nach Nierenerkrankung kann eine Ernährungsumstellung hilfreich sein. Stoffe, die die Filterleistung der Niere besonders beanspruchen oder die Bildung von Nierensteinen fördern, sollten so weit wie möglich vermieden werden. Unter anderem bei Nierensteinen sollte mehr mehr Flüssigkeit aufnehmen als gewöhnlich, zumeist zwei bis drei Liter pro Tag. Dies kann den Abgang der Nierensteine fördern. Patienten, die regelmäßig zur Dialyse gehen, müssen sich ebenfalls an bestimmte Ernährungsvorschriften halten und dürfen, bedingt durch die Therapie, nur wenig trinken.

Was kann man selbst tun bei Nierenschmerzen?

Wenn Nierenschmerzen auftreten, sollte man so schnell wie möglich zum Arzt gehen. Für die Zeit bis zum Termin können eine Wärmflasche oder eine Wolldecke im Rücken die Beschwerden lindern. Kräutertees, am besten Löwenzahn oder Brennnessel (keinen schwarzen Tee trinken), spülen schädliche Keime aus den Harnwegen. Viel Flüssigkeit aufzunehmen, kann auch bei Nierensteinen hilfreich sein. Manchmal lösen sich die Steine und werden ausgeschieden. Die Schmerzen lassen dann unmittelbar nach. Wer unter Nierensteinen leidet, sollte auf den Verzehr von Fleisch und Wurst verzichten. Auch Alkohol (besonders Bier) und Obstsäfte sind ungünstig. Der Harnsäurespiegel im Blut kann sich erhöhen und zur Bildung von weiteren Nierensteinen führen.

Homöopathie bei Nierenschmerzen

Schmerzen in den Nieren sind häufig ein schwerwiegendes Krankheitszeichen. Die Organe filtern Giftstoffe und Abfallprodukte der Stoffwechselprozesse und haben dadurch eine unverzichtbare Funktion im Körper. Täglich durchlaufen etwa 180 Liter Flüssigkeit die gesunden Nieren. In der homöopathischen Behandlung wird bei Nierenschmerzen unter anderem das Ziel verfolgt, die Abheilung möglicher Entzündungen zu begünstigen und Schmerzen zu lindern. Diese homöopathischen Mittel werden meist bei schmerzhaften Nierenbeschwerden empfohlen:

  • Solidago: druckempfindliche Nierengegend, dumpfe, pochende oder stechende Schmerzen mit Ausstrahlung in den Rücken, bei Neigung zu chronischen Nierenentzündungen.
  • Sarsaparilla: Koliken, krampfartiger Schmerz, bei Nierensteinbildung und -abgang.
  • Coccus cacti: bei chronischen Nierenbeckenentzündungen, Gichtnieren und Nierenkoliken durch Steine und Gries.
  • Acidum picrinicum: bei Nierenentzündungen mit nicht unterdrückbarem Harndrang, Schwächegefühl, Schmerzen beim Wasserlassen.
  • Helleborus: bei Entzündungen der Nieren mit verstärktem Harndrang, eventuell mit Blut im Urin.

Akupunktur bei Nierenschmerzen

In der Traditionellen Chinesischen Medizin kommt der Niere eine besondere Bedeutung zu. Die Nieren sind der Sitz der Grundenergie Qi. Auch die Lebensessenz Jing wird der Niere zugeordnet. Das Organ gilt als die Basis der ererbten Lebenskraft. Nierenschmerzen werden auch mit Hilfe der Akupunktur behandelt. Das gilt sowohl im Zusammenhang mit einer reinen Schmerztherapie als auch für eine Behandlung zur Stärkung des Organs. Je nach diagnostizierter Erkrankung, auf die die Nierenschmerzen zurückgehen, wird Akupunktur in der ärztlichen Behandlung auch als begleitende und ergänzende Therapie genutzt.

Nierenschmerzen – ICD-Code

Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So werden Nierenschmerzen, beispielsweise aufgrund von Nierensteinen, unter dem ICD-Code: „N20“ erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieses Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.

Nierenschmerzen – Was bezahlt die Krankenkasse und was muss man selbst bezahlen?

Angehörige einer gesetzlichen Krankenversicherung haben grundsätzlich ein Recht auf stationäre sowie ambulante Versorgung, auf Arzneimittel und weitere Leistungen. In aller Regel sind jedoch bestimmte Eigenleistungen (Zuzahlungen) gesetzlich festgeschrieben. Diese Zuzahlungen betragen 10 Prozent der Kosten, pro Zuzahlung aber maximal 10 Euro. Kostet die Leistung weniger als 5 Euro, hat der Versicherte den tatsächlichen Preis zu entrichten.

Bei Arzneimitteln gelten diese Grenzen ebenfalls. Wenn der Betroffene ein besonders preiswertes Präparat erhält, entfällt die Zuzahlung. Dabei dürfen die Krankenkassen feste Beträge bestimmen, die sie erstatten, sofern mehrere Präparate mit gleichem Wirkstoff erhältlich sind. Arzneimittel, deren Preis 30 Prozent unter diesem Festbetrag liegt, werden von den Krankenkassen ohne Zuzahlung erstattet.

Zudem besteht die Regelung, dass die GKV bei bestimmten Präparaten nicht mehr den Einzelpreis des jeweiligen Arzneimittels erstatten muss, sondern nur den Festbetrag, der für eine Gruppe von vergleichbaren Präparaten festgelegt wurde. Ist das verschriebene Medikament teurer, muss der Patient den Mehrpreis selbst zahlen plus der gesetzlichen Zuzahlung für den erstatteten Kostenanteil.

Zuzahlungen fallen ebenfalls bei einem Krankenhausaufenthalt an. Sie betragen 10 Euro pro Kalendertag, wobei die Zuzahlung nur für maximal 28 Tage pro Jahr geleistet werden muss. Dabei können mehrere Krankenhausaufenthalte in einem Jahr zusammengenommen werden, so dass die maximale Zuzahlung bei stationärer Behandlung 280 Euro pro Kalenderjahr beträgt.

Bei häuslicher Krankenpflege werden einmalig zehn Euro für die Verordnung fällig. Darüber hinaus sind 10 Prozent pro Tag als Eigenanteil zu tragen. Die Zuzahlung ist auf 28 Kalendertage pro Kalenderjahr begrenzt und wird nur bei Erwachsenen über 18 Jahren erhoben. Auch bei häuslicher Krankenpflege gilt die Obergrenze von 280 Euro pro Kalenderjahr. Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte werden bei der Obergrenze der Zuzahlung für häusliche Krankenpflege angerechnet.

Wenn die Kosten für eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse übernommen werden, müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent der anfallenden Kosten leisten. Die Grenzen liegen bei mindestens 5 und maximal 10 Euro pro Kalendertag. Diese Zuzahlungspflicht gilt für den gesamten Zeitraum, in dem eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen wird.

Bei Hilfsmitteln müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent des Abgabepreises leisten, wobei ebenfalls eine Ober- und Untergrenze von 10 und 5 Euro pro Verordnung gelten.

Die Höhe der Zuzahlungen für Rehabilitationsmaßnahmen hängt von der Maßnahme und vom jeweiligen Kostenträger ab.

Die Kosten für eine Schmerztherapie in einer Schmerzklinik übernimmt in der Regel jede gesetzliche Krankenkasse, da es sich um eine vertragsärztliche Leistung handelt. Allerdings können weitere Kosten (wie z. B. Zuzahlungen für Verordnungen) privat anfallen.

Die Kosten einer klassischen Körperakupunktur werden von allen gesetzlichen Krankenkassen, bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder bei Kniegelenkarthrose, übernommen. Der Leistung wird vorausgesetzt, dass die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen. In solchen Fällen haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall innerhalb von maximal sechs Wochen. Eine erneute Behandlung kann frühestens zwölf Monate nach Abschluss der letzten Akupunkturbehandlung erfolgen. Die Krankenkasse erstattet die Kosten nur, wenn die Behandlung von einem qualifizierten Arzt durchgeführt wird. Akupunktur bei einem Heilpraktiker wird nicht übernommen. Die Kosten sind dann privat zu leisten.

Nierenschmerzen – Was übernimmt die DFV?

Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.

Im Falle einer Erkrankung warten Sie mit der Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Exklusiv nicht länger als 5 Tage auf einen Termin bei einem spezialisierten Facharzt.

Sie profitieren zudem von Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, freier Krankenhauswahl und Krankenhaustagegeld bei einem stationären Klinikaufenthalt. Der DFV-KlinikSchutz macht Sie zum Privatpatienten im Krankenhaus inkl. Auslandskrankenversicherung.

FAQ zum Thema Nierenschmerzen

Woran kann man Nierenschmerzen erkennen?

Nierenschmerzen können leicht mit Rückenschmerzen und unter Umständen auch mit Menstruationsschmerzen verwechselt werden. Die Nieren liegen links und rechts der Wirbelsäule, etwa in der Mitte des Rückens. Anders als bei Rückenschmerzen ist das Nierenschmerzen-Leiden unabhängig von Bewegungen des Rumpfes. Der Schmerzen sind permanent zu spüren. In vielen Fällen treten sie krampfartig auf. Die Schmerzen können auch in den Unterleib ausstrahlen, zum Beispiel, wenn die Ursache eine Nierenbeckenentzündung ist. Häufiger Harndrang ist ein weiteres Anzeichen.

Welche Ursache haben Nierenschmerzen?

Nierenschmerzen sind ein Symptom unterschiedlicher Krankheiten der Niere. Eine Ursache liegt in chronischen Nierenerkrankungen, die typischerweise erst in einem fortgeschrittenen Stadium Beschwerden verursachen. Die Schmerzen sind meist erste Anzeichen einer Funktionsstörung, die schon lange Zeit besteht. Eine Nierenbeckenentzündung und eine Nierenentzündung führen dagegen schneller zu Nierenschmerzen, manchmal zusätzlich auch zu Bauchschmerzen. Eine häufige Ursache von Nierenschmerzen sind außerdem Nierensteine, die in den Harnwegen stecken. Weitere Ursachen können Zysten oder Tumore in der Niere sein.

Kann man Nierenschmerzen vorbeugen?

Die Anzeichen einer Nierenkrankheit machen sich erst relativ spät bemerkbar. Das Fehlen jeglicher Vorzeichen erschwert die Vorbeugung. Wer aber schon Nierensteine oder eine Nierenbeckenentzündung hatte, kann das nicht unbeträchtliche Risiko minimieren, dass die Krankheit wieder zurückkehrt. Die konsequente Einnahme verschriebener Medikamente kann zusammen mit der richtigen Ernährung und dem Trinken von reichlich Wasser oder Kräutertee einem erneuten Krankheitsausbruch vorbeugen oder die Beschwerden zumindest abschwächen. Andere Ursachen für Nierenschmerzen, wie Nierenversagen, zeigen vorab keine spürbaren Anzeichen und werden allenfalls durch eine Routine-Laboruntersuchung beim Arzt erkannt.

Sind Nierenschmerzen gefährlich?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entzündungen der Niere lassen sich in der Regel gut therapieren. Selbst eine bereits eingetretene Funktionsstörung kann erfolgreich behandelt werden. Das Problem ist eher der späte Zeitpunkt der Erkrankung, an dem sich die Nierenschmerzen erstmals zeigen. Meist hat die Niere, oder je nach Erkrankung auch beide Nieren, dann schon Schäden davongetragen. Deshalb sollte man bei Nierenschmerzen schnellstmöglich zum Arzt, um eine notwendige Therapie rasch beginnen zu können.

Warum habe ich Nierenschmerzen während der Periode?

Wenn sich die Schmerzen an den Flanken regelmäßig im Zusammenhang mit der Menstruation zeigen, hängt die Ursache mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mit den Nieren zusammen. Bei manchen Frauen können sich die Menstruationsschmerzen vom Unterleib bis in den Rücken auf Nierenhöhe ziehen. Die Beschwerden sind dadurch leicht zu verwechseln. Zur sicheren Abklärung der Ursache ist ein Termin beim Gynäkologen sinnvoll. Wenn nötig, kann dann auch ein krampflösendes Mittel verschrieben werden.

Quellen

  • Herold, Gerd: Innere Medizin, Gerd Herold, Ausgabe 2019
  • Deutsche Gesellschaft für Urologie, www.urologenportal.de (Abruf 31.03.2021)
  • Arastéh: "Innere Medizin", Duale Reihe, Thieme Verlag (2013)
  • Bundesverband Niere e.V., www.bundesverband-niere.de (Abruf 31.03.2021)
  • Bulbak, Robert "Nierensteine. Nach Nierenkolik schmerzfrei?", vom 22.11.2017, www.aerztezeitung.de (Abruf 31.03.2021)
  • Berufsverband Deutscher Internisten e.V.: "Nieren & Harnwege", www.internisten-im-netz.de (Abruf 31.03.2021)
  • Tschuschke C.; Müller S. C.; Hertle, L.: "Schmerztherapie der Nierenkolik", aus "Der Schmerz" (1993)
  • Ärzte Krone Fachmagazin für Ärzte 06/2020, Christophe Eidler: "Nierenschmerz – ein Mythos?", www.medmedia.at(Abruf 31.03.2021)
  • HalloVita Verlag: www.hallo-homoeopathie.de (Abruf 31.03.2021)
  • Deutsche Akupunktur Gesellschaft: www.deutsche-akupunktur-gesellschaft.de (Abruf 31.03.2021)

Alle Angaben ohne Gewähr.

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