Bonusheft

Ursprünglich wurde das Bonusheft 1989 für Zahnarztbesuche eingeführt. Das Bonusheft stellt einen Nachweis von Vorsorgeuntersuchungen für die Gesetzlichen Krankenkassen dar. Die Krankenkasse belohnt ein sauber geführtes Bonusheft mit höheren Zuzahlungen bei Zahnersatz und Zahnbehandlungen.


Zahnvorsorge und das Bonusheft

Wenn hochwertiger Zahnersatz notwendig wird, können schnell hohe Kosten entstehen. Hierbei stellt das Führen eines Bonusheftes eine gute Basis für die weitere Finanzierung dar, denn je nach Befund übernimmt die gesetzliche Krankenkasse einen Festzuschuss zum benötigten Zahnersatz. Sind also regelmäßige Zahnarztbesuche im Bonusheft vermerkt, fällt der Zuschuss der GKV um einiges höher aus, als ohne Bonusheft. 

Zuschuss aus dem Bonusheft

Hat der Versicherte das 18. Lebensjahr vollendet und war in den letzten fünf Jahren mindestens einmal jährlich beim Zahnarzt, steigt sein Zuschuss auf insgesamt 60 Prozent. Ein zehn Jahre lückenlos geführtes Bonushefte erhöht den Festzuschuss auf 65 Prozent. Kinder und Jugendliche, ab dem 12. Lebensjahr müssen mindestens einmal im Halbjahr eine Zahnprophylaxe-Maßnahme durchgeführt haben, um einen höheren Festzuschuss zu erhalten. Berücksichtigt werden muss, dass bei einem fehlende Eintrag die Zählung der Jahre von vorne beginnt.

Beispiel: Ein gesetzlich Versicherter Patient benötigt eine Brücke, um seinen fehlenden Zahn zu ersetzen. Die gesetzliche Krankenkasse gewährt einen Festzuschuss von 350 Euro. War der Patient innerhalb der letzten fünf Jahre regelmäßig beim Zahnarzt und hat ein lückenlos geführtes Bonusheft, erhöht sich sein Festzuschuss auf 420 Euro. Nach zehn Jahren zahlt die Krankenkasse 455 Euro.

Härtefallregelung

Gesetzlich Krankenversicherte sind weitgehend vom Eigenanteil befreit, wenn sie „unzumutbar belastet“ werden.  Eine unzumutbare Belastung liegt vor, wenn der Versicherungsnehmer Sozialleistungen oder ein unterdurchschnittliches Einkommen bezieht (hierzu gehören: Alleinstehende mit einem Bruttoeinkommen von max. 1090 Euro im Monat, mit einem Angehörigen max. 1636,25 Euro, mit zwei Angehörigen max. 1933,75 Euro  – Stand 2017).