Vermögensschaden

Ein Vermögensschaden ist das Herbeiführen einen geldwerten Nachteils bei einer oder mehreren Personen. Es wird zwischen echten und unechten Vermögensschäden unterschieden.


Was ist ein Vermögensschaden?

Ein Vermögensschaden ist weder mit einem Personenschaden noch mit einem Sachschaden gleichzusetzen: Ein Personenschaden läge z. B. bei der körperlichen Verletzung einer Person vor. Ein Sachschaden wäre z. B. die Beschädigung einer Sache.

Der Vermögensschaden richtet sich nach dem geldwerten Nachteil, den jemand erleidet. Er stellt  einen entgangenen, finanziellen Vorteil oder einen finanziellen Nachteil dar, der durch ein schuldhaftes Verhalten hervorgerufen wird.

Ein typisches Beispiel wäre, wenn die Versicherten bei Freunden zu Besuch sind, Ihre Kinder in der Wohnung unbeaufsichtigt spielen und dabei eine Service-Telefonnummer wählen, durch die hohe Kosten entstehen.

Belastung der Brieftasche

Es wird zwischen einem echten und unechten Vermögensschaden unterschieden:

Bei einem echten Vermögensschaden erlangt eine Person durch den Schadensverursacher einen finanziellen Nachteil. Diese Art von Schäden resultieren nicht aus einem Personen- oder Sachschaden. Sie werden nicht über die Privathaftpflichtversicherung gedeckt.

Hierfür müsste eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Ein Beispiel: Ein Händler liefert seinem Kunden Druckfarbe. Der Kunde bemerkt, dass die Farbe beim Zeitungsdruck nicht schnell genug trocknet, sodass Zeitungen zusammen kleben und die Produktion vorübergehend still gelegt werden muss. Ein Vermögensschaden stellt hierbei die Herstellung einer Sache dar, die im Voraus fehlerhaft war.

Ein unechter Vermögensschaden resultiert aus den Folgen eines Personen- oder Sachschadens.

Ein Beispiel wäre, dass ein Wasserschaden die Festplatte eines Computers beschädigt hat. Hierbei stellt der Sachschaden, das heißt die Wiederherstellung der Festplatte, einen Folgeschaden dar.