Regress

Regress bezeichnet im Zivilrecht den Rückgriff eines Schadensersatzpflichtigen auf einen Dritten. Wird ein Versicherungsnehmer von seiner Versicherung in Regress genommen bedeutet das, dass er die gezahlten Summen später erstatten muss.


Wann sind Regress-Ansprüche zu erwarten?

Das Verschweigen wichtiger Tatsachen oder gar Falschaussagen durch den Versicherungsnehmer werden nicht gebilligt. Wird das Vorliegen von Falschaussagen oder verschobener Tatsachen entdeckt, riskiert der Versicherte, von seiner Privathaftpflichtversicherung in Regress genommen zu werden. Dies gilt auch, wenn Pflichten und Obliegenheiten von dem Versicherten verletzt werden. Das kann am Ende gravierende Folgen haben.

Ein Beispielfall für den Regress

Ein typisches Beispiel für einen Regress-Fall ist die Autofahrt unter Alkoholeinfluss und die Kfz-Haftpflichtversicherung. Stellt sich während der Prüfung des Schadens heraus, dass der Versicherte alkoholisiert war, als der Schaden eingetreten ist, zahlt die Haftpflichtversicherung zwar den Schaden und deckt die Ansprüche des Geschädigten. Allerdings muss der Versicherungsnehmer dann mit einer Regress-Forderung rechnen.

Gibt es einen uneingeschränkten Regress-Anspruch?

Ein uneingeschränkter Regress ist in Haftpflichtversicherungen nicht vorgesehen. Üblich ist eine maximale Zahlung in Höhe von rund 5.000 Euro. Je nach Fall kann die Summe laut auch doppelt erhoben werden.

Allerdings sind Versicherer bei Regressforderungen dazu verpflichtet, eine Frist von einem Monat nach Feststellung der Obliegenheitsverletzung einzuhalten. Dazu gehört ebenfalls die schriftliche Kündigung des Vertrags.