Beitragsregulierung

Eine Beitragsregulierung erfolgt meistens dann, wenn sich innerhalb eines Versicherungsjahres die Rahmenbedingungen ändern. Das kann dann für die Versicherten im Einzelfall deutliche Änderungen mit sich bringen.


Warum erfolgt eine Beitragsregulierung?

Betrachtet man das Schadensrisiko, so ist die Ermittlung einer Risikoveränderung vor allem im Interesse der Anbieter von Haftpflichtversicherungen. Sie senden Versicherungsnehmern zum Stichtag Unterlagen zu, die zu einer möglichen Beitragsregulierung genutzt werden.

Um aktiv an einer potentiellen Beitragsregulierung mitwirken zu können sollten Versicherungsnehmer wahrheitsgemäß und rechtzeitig auf zugesendete Fragebögen des Versicherers reagieren.

Sinn und Zweck einer solchen Informationsbeschaffung besteht darin, Umfang der Haftung und die neue Jahresprämie für die Haftpflichtversicherung zu ermitteln. Dieses setzt jedoch voraus, dass der Versicherer über die Informationen zu eventuell geänderten Risiken verfügt. Bewusste Falschangaben im Verlauf der Beitragsregulierung können zu einer Vertragsstrafe führen.

Auswirkungen der Beitragsregulierung

Durch die Unterlassung einer Risikoanzeige oder ein verspätetes Mitteilen können dem Versicherten zusätzliche Kosten entstehen. Andererseits kann eine Beitragsregulierung aber auch zu sinkenden Prämienzahlungen führen. Dies wäre der Fall, wenn zuvor versicherte Risiken zukünftig wegfallen. Die Beitragsregulierung gilt ab dem Zeitpunkt, wo sich das Risiko erhöht, bzw. erweitert oder auch wegfällt. Demnach sind auch rückwirkende Beitragsregulierungen möglich.