Beitragsangleichung

Die Beitragsangleichung ist bei den meisten Haftpflichtversicherungen obligatorisch. Basis für die Beitragsangleichung sind die durchschnittlichen Schadenszahlungen im vorangegangenen Jahr. Die genaue Berechnung für die Beitragsangleichung wir von unabhängigen Treuhändern vorgenommen. Policen, bei denen Versicherungsbeiträge auf Basis von Umsätzen oder Lohn berechnet werden, kommen ohne eine Beitragsangleichung nach dem Ablauf des ersten Jahres aus.


Beitragsangleichung: Welche Kalkulation liegt zugrunde?

Die Beitragsangleichung erfolgt jeweils durch eine Abrundung auf den nächstniedrigen Prozentsatz, der durch fünf teilbar ist. Zugrunde liegen der Kalkulation dabei die Zahlen aller Versicherer, die zum Betrieb der Allgemeinen Haftpflichtversicherung zugelassen sind. Außerdem muss es sich immer um eine ganze Zahl handeln. Im Falle einer Verminderung sind die Versicherer im Rahmen der Beitragsangleichung immer zu einer Umsetzung zugunsten der Versicherten verpflichtet.

Wann entfällt die Beitragsangleichung?

Die Beitragsangleichung ist lediglich als Berechtigung existent, wenn die Berechnungen eine mögliche Erhöhung anzeigen. Sie muss bei Fälligkeit der nächsten Jahresprämie aber nicht umgesetzt werden. Bei Werten unter fünf Prozent entfallen die Beitragsangleichungen. Sollte eine Beitragsangleichung erfolgen, so haben Versicherte die Möglichkeit, einen Monat nach Mitteilungseingang, außerordentlich zu kündigen.

Recht des Kunden bei Beitragsangleichung

Nimmt die Privathaftpflichtversicherung eine Beitragsangleichung zulasten der Versicherten vor, haben die Kunden das Recht, unter Berücksichtigung der einmonatigen Kündigungsfrist, eine außerordentliche Kündigung einzureichen und zu somit z. B. zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln!