Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen

Um eine ideale Betreuung eines Pflegebedürftigen in seiner Wohnung gewährleisten zu können, sind oftmals Umbaumaßnahmen notwendig. Klassische Beispiel sind die Verbreiterungen von Türstöcken (Rollstuhl) oder ein pflegegerechter Umbau des Badezimmers.


Pro Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen werden bis zu einer Summe von max. 4.000 Euro von der Pflegekasse erstattet. Der Eigenanteil richtet sich nach der Höhe des Einkommens.

Welche Umbaumaßnahmen sind möglich?

Folgende Umbaumaßnahmen kommen nach Prüfung der Voraussetzungen nach § 40 Abs. 4 SGB XI im Einzelfall grundsätzlich in Betracht:

Aufzug

  • Einbau eines Personenaufzuges bzw. dessen Anpassung an die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen

Treppe

  • Installation von gut zu umfassenden Handläufen (auch beidseitig)- Einbau von Treppenliftern und Rampen.
  • Anbringen von Stufenmarkierungen

Briefkasten

  • Absenken des Briefkastens für Rollstuhlfahrer

Orientierungshilfe

  • Schaffung von Orientierungshilfe (tastbare Hinweise für Sehbehindert)

Bettzugang

  • Schaffung eines freien Bettzugangs durch entsprechende Umbaumaßnahmen

Bodenbelag

  • anbringen rutschfester Bodenbeläge

Steckdosen, Lichtschalter und Heizungsventile

  • Installation von Lichtschaltern, Steckdosen und Heizungsventilen auf Greifhöhe, bzw. Anbringung von ertastbaren Heizungsventilen für Sehbehinderte

Heizung

  • Modernisierung/Austausch einer Heizung, die selbst befeuert werden muss (z. B. Öl-, Kohle- oder Holzheizungen)

Schwellen, Türen und Türanschläge

  • Türvergrößerungen, Einbau von pneumatischen Türantrieben, entfernen von Türschwellen, Installation einer Gegensprechanlage

Fenster

  • Installation von Rollläden (elektrisch) - zur Raumklimaverbesserung- Fenstergriffe absenken

Kücheneinrichtung

  • Anpassung der Armaturen
  • mit Rollstuhl unterfahrbare Kücheneinrichtung
  • absenkbare Küchenhängeschränke

Badezimmer

  • Bei wesentlichen Eingriffen in die Bausubstanz kann eine Einstiegshilfen für die Badewanne eingebaut werden
  • Einbau eines Duschplatzes, wenn eine Badewanne nicht mehr genutzt werden kann
  • Anpassung der Waschtischhöhe, damit dieser auch aus sitzender Position aus dem Rollstuhl heraus erreicht und bedient werden kann.
  • Anpassung der Toilette (höhenverstellbar)