Verhinderungspflege

Sollte die private Pflegeperson durch Krankheit oder Urlaub an der Pflege gehindert werden, kann die Pflegeversicherung, bei nachgewiesenen Kosten, eine Ersatzpflege für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr übernehmen.


Wann kann die Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden?

Die Verhinderungspflege kann in Anspruch genommen werden, nachdem die Pflegeperson den zu Pflegenden mindestens für sechs Monate in häuslicher Umgebung gepflegt hat.

Die Leistungen der Verhinderungspflege wird bei erwerbsmäßig tätigen Personen bis zu 1.612 Euro je Kalenderjahr übernommen. Bei Ersatzpflege durch entferntere Verwandte (bis zum 2. Grad), verschwägerte oder Nachbarn werden ebenfalls bis zu 1.612 Euro durch die Pflegekasse übernommen.

Was ist bei Pflege durch einen Angehörigen?

Kann die Ersatzpflege von einem nahen Angehörigen übernommen werden, dürfen die Aufwendungen den 1,5-fachen Pflegegeld-Betrag je nach Pflegestufe nicht überschreiten. Können notwendige Aufwendungen wie zum Beispiel Verdienstausfall oder Fahrtkosten nachgewiesen werden, ist es möglich, die Leistung der Pflegekasse auf bis zu insgesamt 1.612 Euro zu erhöhen.

Seit dem 1. Januar 2015 stehen dem Pflegebedürftigen bis zu 2.418 Euro pro Kalenderjahr für die Verhinderungspflege zur Verfügung. Diese kommen durch den ergänzenden Leistungsbeitrag von bis zu 50 Prozent (806 Euro - Kurzzeitpflegebeitrag) zu stande.

Durch das neue Pflege-Neuausrichtung-Gesetz wird bis zu vier Wochen je Kalenderjahr die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes weiterbezahlt.