Qualitätsprüfungen

Qualitätsprüfungen werden vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) vorgenommen. Ziel ist es, das sich Pflegebedürftige und Angehörige besser über die Qualität einer Pflegeeinrichtung informieren kann.


Der MDK ist sogar gesetzlich dazu verpflichtet, bei ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen solche Qualitätsprüfungen vorzunehmen. Die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen werden in Form von Pflegenoten dargestellt.

Gibt es einen Pflegestandard?

Ja. Pflegedienstleistungen müssen sich an einen festgelegten Qualitätsstandard halten. Grundlage der Qualitätsprüfung sind die Qualitätsprüfungsrichtlinien in Verbindung mit dem Erhebungsbogen zur Prüfung der Qualität nach den §§ 114 ff. SGB XI.

Woraus ergibt sich die Pflegenote?

Die Pflegenote ergibt sich aus 64 Einzelbewertungen. Diese stammen wiederum aus vier verschiedenen Bereichen:

  • Pflegerische und medizinische Versorgung   
  • Umgang mit Menschen dementieller oder anderer gerontopsychiatrischer Erkrankung
  • Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft
  • Hygiene Pflegeanbieter

Aus allem resultiert dann also die Pflegenote. Nach erfolgter Qualitätsprüfung besteht die Verpflichtung, die Ergebnisse zu veröffentlichen. Die Ergebnisse der Qualitätsprüfung dürfen dem Pflegesuchenden nicht vorenthalten werden. Sinn und Zweck einer solchen Qualitätsprüfung ist zum einen die Transparenz, zum anderen aber auch die Tatsache, dass dem Pflegesuchenden so eine objektive Vergleichsmöglichkeit geschaffen wird.

Es gibt drei Arten der Qualitätsprüfung

Die gesetzliche Krankenversicherung unterscheidet drei verschiedene Arten der Qualitätsprüfungen:

  • Die Regelprüfung: diese findet einmal im Jahr nach zuvor beschriebenen Kriterien
  • Die Anlassprüfung: hier prüft der MDK, wenn z. B. eine Beschwerde vorlag
  • Die Wiederholungsprüfung: hier wird gecheckt, ob die aufgetretenen Mängel auch tatsächlich behoben wurden