Sozialversicherungsabkommen

Ein Sozialversicherungsabkommen ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen zwei Ländern. Es regelt die Sozialversicherungsleistungen, die ein Versicherungsnehmer außerhalb seines Wohnsitzes in einem anderen Land in Anspruch nehmen kann.


Zeitlich begrenzte Abkommen

Einige Abkommen decken ausschließlich einen bestimmten Bereich der Sozialversicherung ab und andere Abkommen decken alle Zweige der Sozialversicherung ab.

Es sollte beachtet werden, dass die Gültigkeit der Sozialversicherungsabkommen zeitlich begrenzt ist. Eine Ausweitung des Zeitraumes ist unter bestimmten Bedingungen möglich.

Das Sozialversicherungsabkommen ermöglicht ausländischen Arbeitnehmern eine Tätigkeit in einem Abkommensland nachzugehen und weiterhin einen Anspruch auf Sozialversicherungsleistungen im Ursprungsland zu haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Arbeitnehmer keinen doppelten Beitrag zur Sozialversicherung leisten muss.

Sollte zwischen dem Herkunftsland und dem Land, in dem eine Tätigkeit ausgeübt wird, kein Sozialversicherungsabkommen bestehen, ist eine Doppelversicherung nicht ausgeschlossen.

Falls ein Bürger in ein Land auswandern sollte, das ein Sozialversicherungsabkommen mit dem Ursprungsland abgeschlossen haben sollte, besteht unter anderem die Möglichkeit des Transfers der Rentenleistungen. 

Sozialabkommen regeln oftmals auch die Gesundheitsleistungen von Urlaubsreisenden im Ausland. Wo Sozialabkommen fehlen, treten oftmals Auslandskrankenversicherungen mit ihren Leistungen ein.

Wie werden die Sozialversicherungsleistungen abgerechnet

In Deutschland werden ausländische Arbeitskräfte oft für Saisonarbeit eingesetzt. Beispielsweise gehört hierzu der Einsatz auf Spargel- oder Erdbeerfelder. Sollte ein Sozialversicherungsabkommen zwischen beiden Ländern vorhanden sein, muss der deutsche Arbeitgeber Beiträge an die ausländische Sozialversicherungsanstalt entrichten.