Arznei- und Verbandsmittel

Arznei- und Verbandsmittel sind Stoffe, die zur Heilung von Krankheiten bei Menschen und Tieren eingesetzt werden. In Deutschland hat jeder Versicherungsnehmer einen Anspruch auf die Versorgung mit Arznei- und Verbandsmittel.

 


Kosten für Arznei- und Verbandsmittel

Krankenkassen übernehmen die Kosten für einige verschreibungspflichtige Arzneimittel lediglich bis zu einem Festpreis. Sollte der Preis für das Medikament über dem Festbetrag liegen, muss der Versicherungsnehmer eigenständig die Mehrkosten zahlen.

Für Arzneimittel ohne Festbetrag übernimmt die Krankenkasse alle Kosten, wobei Zuzahlungen vom Versicherungsnehmer selbst übernommen werden müssen. Versicherungsnehmer unter 18 Jahre sind von Zuzahlungen befreit. Zuzahlungen betragen 10 Prozent des Arznei- oder Verbandsmittel, wobei die Zuzahlung mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro. Die Eigenbeteiligung darf nicht höher als der Verkaufspreis des Arznei- oder Verbandsmittels betragen. Der Versicherungsnehmer unterliegt einer Belastungsgrenze, um ihn nicht mit Zuzahlungen zu belasten. Sie müssen im Jahr maximal 2 Prozent der Bruttoeinnahmen entrichten. Chronisch kranke Menschen hingegen müssen maximal Zuzahlungen bis 1 Prozent der Bruttoeinnahmen entrichten.

Zuzahlungsfreie Arznei- und Verbandmittel

Mit Einschränkungen sind einige Arznei- und Verbandmittel Zuzahlungsfrei. Hierzu gehören unter anderem Medikamente für Schwangere, die Beschwerden reduzieren sollen und bei Harn- und Blutteststreifen.