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Gesund abnehmen: Mit diesen Tipps klappt es dauerhaft

Übergewicht belastet Gesundheit und Wohlbefinden. Abnehmen steht daher bei vielen Menschen ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch oft schwierig. Wir zeigen gesunde Wege zur dauerhaften Gewichtsreduktion.


Inhaltsverzeichnis

10 Tipps, um schneller und leichter abzunehmen

Keine Illustrierte, keine Bestsellerliste und keine Gesundheitswebsite ohne neue, revolutionäre, nie dagewesene Diät-Vorschläge: Schnell abnehmen leicht gemacht, wird gerne versprochen. Manchmal stellt sich durch einige dieser Diäten durchaus ein gewisser Erfolg ein. Und nach kurzer Zeit kehren die mühsam abgesparten Pfunde doch unweigerlich wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück. Jojo-Effekt nennt sich dieser Teufelskreis auf dem steinigen Weg zur Idealfigur.

Wahrscheinlich lässt sich die eine, perfekt passende, Diät niemals finden. Eine Ernährungsumstellung für wenige Wochen kann einfach keinen dauerhaften Erfolg bringen. Eine sinnvollere Alternative ist es dagegen auf zwei bewährte Tugenden zu setzen: Geduld und Hartnäckigkeit. Es reichen manchmal schon kleinere Veränderungen in den Ernährungsgewohnheiten, die dann allerdings mit einem festen Diätplan langfristig eingehalten werden müssen. Die Route zu einem neuen, leichteren Leben ist alles andere als kompliziert. Zehn einfache Gebote geben die Richtung vor:

Die besten Tipps:

1. Auf Süßes verzichten

2. Vollkornprodukte bevorzugen

3. Weniger tierische Produkte essen

4. Stattdessen mehr Gemüse und Obst

5. Weniger gezuckerte Getränke

6. Weniger alkoholische Getränke

7. Langsamer essen, länger kauen

8. Aufhören, wenn man satt ist

9. Mehr körperliche Bewegung

10. Keine Crash-Diät, Abnehmen braucht Zeit

Lernen Sie ihren Körper richtig kennen

Viele Menschen, die niemals Probleme mit ihrem Körpergewicht hatten, bemerken in den mittleren Jahren plötzlich, dass die Kleider vom letzten Sommer einfach nicht mehr passen. Ab einem bestimmten Alter nimmt der Bedarf an Nährstoffen allmählich ab. Der Körper kommt mit einer geringeren Nahrungszufuhr aus. Wenn wir dann weiter unsere gewohnten Portionen essen, resultiert daraus unweigerlich eine Gewichtszunahme. Auch eine Veränderung der Lebensumstände kann zu Gewichtsschwankungen führen. Genauso, wie einige Erkrankungen, die sich auf den Stoffwechsel auswirken.

Hormonhaushalt

Ein anhaltender Mangel an Schilddrüsenhormonen (etwa durch eine unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion) kann zu einer deutlichen Zunahme des Körpergewichtes führen. Auch der fallende Spiegel der weiblichen Hormone in den Wechseljahren zeigt sich häufig in spürbaren Gewichtsveränderungen. Bei Männern wirken im Alter ähnliche Effekte, nur verlaufen die Prozesse bei ihnen weniger abrupt.

Blutwerte

Übergewicht kann auf Dauer Auswirkungen auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung haben. Oft sind die Werte für Blutzucker, Cholesterin oder Harnsäure erhöht. Möglicherweise sind dies bereits erste Vorboten von Erkrankungen, die durch Übergewicht oder ungesunde Ernährung ausgelöst werden können. Diabetes 2 und koronare Herzkrankheiten sind typische Beispiele.

Stoffwechsel

Beim Energiebedarf für die Erbringung einer bestimmten Leistung gibt es individuelle Unterschiede. Auch der Grundumsatz (der Grundbedarf zum Erhalt der Lebensfunktionen) differiert von Mensch zu Mensch erheblich. Stoffwechsel ist nicht zuletzt auch Typsache. Wer ständig auf Achse ist und Momente der Ruhe kaum ertragen kann, wird wahrscheinlich kaum Probleme mit starkem Übergewicht bekommen. Ausgeprägte Phlegmatiker haben dagegen ein höheres Risiko, dick zu werden.

Eine dauerhafte Umstellung

Die Kalorienzufuhr muss zu den Lebensumständen und zur persönlichen Konstitution passen. An das stabile Gleichgewicht zwischen Nahrungsmittelaufnahme und -bedarf muss man sich behutsam herantasten. Ziel ist ein dauerhaft realisierbarer Diätplan. Brachiale Fastenkuren sind da eher kontraproduktiv sein, weil sich der Organismus durch das Hungern an eine vermeintliche Mangelsituation anpasst und sparsamer mit den zur Verfügung stehenden Nährstoffen haushaltet. Um so schneller erfolgt die erneute Gewichtszunahme, wenn wieder mehr gegessen wird. Aber die reine Kalorienmenge ist nicht der einzige Faktor. Auch falsche oder unausgewogene Ernährung kann zu Übergewicht führen.

Essgewohnheiten

Häufig essen wir zu viel und zu schnell. Und wir essen dazu noch oft das Falsche. Das ursprüngliche Gespür für das, was wir brauchen und was uns gut tut, ist vielen Menschen längst abhanden gekommen. Im durchgetakteten Tagesablauf wird dann gegessen, wenn es an der Zeit ist. Und nicht dann, wenn sich der Hunger meldet. Und am besten muss es möglichst schnell gehen. Noch bevor das natürliche Sättigungsgefühl einsetzen kann, haben wir schon eine viel zu große Portion verzehrt. Darüber hinaus enthalten viele Fast-Food-Gerichte und Snacks zu viel Zucker und Fett. Wir empfinden die Kombination der beiden Nährstoffe zwar als besonders lecker, aber sie bekommt uns nur in sehr kleinen Portionen.

Stress

Stress steigert die Hektik beim Essen noch. Gefühlt haben wir dafür ja eigentlich auch gar keine Zeit. Und so werden in aller Schnelle oder kurz mal zwischendrin wahllos irgendwelche gerade verfügbaren Snacks konsumiert, die mit gesunder Ernährung wenig zu tun haben. Dazu kommt: Stress ist eine emotionale Belastung. Leckere Speisen sollen uns über eine, als frustrierend empfundene, Situation hinwegtrösten. Essen wird zur Ersatzbefriedigung. Auf Dauer können sich sogar Essstörungen entwickeln, die einer umfassenden Behandlung bedürfen.

Bewegungsmangel

"Sitzen ist das neue Rauchen", sagt man. Wir bewegen uns zu wenig. Die Arbeitswelt ist bei vielen von Bürotätigkeiten dominiert. Und nach einem langen Arbeitstag machen wir es uns meist auf dem Sofa gemütlich. Ein gesunder Ausgleich fehlt. Bewegung verändert die Selbstwahrnehmung und verbessert das Körpergefühl. Das hat auch einen positiven Einfluss auf unsere Ernährungsgewohnheiten.

Bewegung verbrennt natürlich auch Kalorien. Aber es ist kaum möglich, einen übersteigerten Lebensmittelkonsum nur durch sportliche Betätigung allein auszugleichen. Das kann allenfalls Leistungssportlern bei extremem Ausdauersport gelingen.

Lebensweise

Eine aktive und ausgefüllte Lebensführung hilft im Kampf gegen das Übergewicht. Antriebslosigkeit kann dagegen zum Problem werden. Schlank zu werden, ist eine Herausforderung. Da kann auch die Gesundheit eine große Hürde darstellen. Bestimmte Medikamente können Übergewicht begünstigen. Dazu zählen Kortison und einige Psychopharmaka. Es gibt auch eine familiäre Veranlagung zur Fettleibigkeit. Aber die Gene allein sind selten der Auslöser von Übergewicht. Überhöhte Kalorienzufuhr oder falsches Essen müssen als Faktoren hinzukommen. Bei dieser Gelegenheit soll auch das Trinken erwähnt werden. Alkohol und Süßgetränke sind ausgewiesene Dickmacher.

Diäten, ja oder nein?

Diäten versprechen erfolgreiche Gewichtsabnahme durch eine vorübergehende Umstellung der Ernährung. Meist zeigt sich aber, dass die erreichten Erfolge nicht von Dauer sind. Wahrscheinlich gibt es auf dem Weg zum anhaltenden Normalgewicht keine echte Alternative zur permanenten Ernährungsumstellung. Ein konsequenter Diätplan oder ein dauerhafter Ernährungsplan dienen hierfür als verlässliche Richtschnur.

Welche Diäten gibt es?

  • Atkins-Diät: kaum Kohlehydrate, Fett und Eiweiß dagegen ohne Einschränkungen. Mögliche Nebenwirkungen sind Mundgeruch, Kopfschmerzen, Verstopfung und Abgeschlagenheit. Durch die einseitige Ernährung werden bei diesem Diätplan unter Umständen auch zu viel Salz und zu wenig Vitamine sowie Ballaststoffe aufgenommen.
  • HCG-Diät: Kombination von Hormoninjektionen und starker Kalorienreduktion auf 500 Kilokalorien am Tag. Gesundheitsschäden durch Mangelversorgung und die regelmäßigen Gaben des Schwangerschaftshormon HCG sind bei diesem Diätplan bedenklich. HCG ist nicht zugelassen für die Reduzierung des Körpergewichtes.
  • Intervallfasten (Intermittierendes Fasten): Am Tag 8 Stunden essen und dann 16 Stunden pausieren. Intervallfasten gilt als sanfte Methode mit gesundheitsfördernder Wirkung. Allerdings konstatiert eine neue Studie einen geringen Einfluss auf die Gewichtsabnahme.
  • Shake-Diäten: vorgefertigte Diät-Getränke ersetzen die Mahlzeiten. Unbedenklicher Diätplan, wenn alle notwendigen Inhaltsstoffe für den Körper enthalten sind. Teilweise gibt es im Anschluss an die Diät Problem bei der Umstellung auf feste Nahrung.
  • Low-Carb-Diät: Dieser Diätplan setzt auf die Reduktion von Kohlenhydraten. Gemüse, Fleisch, Obst und Milchprodukte dürfen weiterhin gegessen werden. Unter Umstände sind Low-Carb-Rezepte zu fleischlastig. Dies könnte langfristig zu Gesundheitsproblemen führen.
  • Low-Fat-Diät: Der Klassiker. Von Ernährungswissenschaftlern wird dieser Diätplan aber immer mehr infrage gestellt. Fett hat seinen Ruf als Dickmacher Nummer 1 wahrscheinlich zu Unrecht.

Abnehmen und gesunde Ernährung

Mit gesunder Ernährung gelingt es, Übergewicht abzubauen und das erlangte Wunschgewicht dauerhaft zu halten. Dazu sind in der Regel keine einschneidenden Umstellungen in der Lebensweise notwendig. Die eingeschlagene Richtung muss aber mit einem klaren Ernährungsplan eingehalten werden.

Abnehmen Tipps

Diese Lebensmittel helfen Ihnen beim Abnehmen

Viele Nahrungsmittel, die ohnehin schon regelmäßig verwendet werden, spielen eine Hauptrolle bei der gesunden Ernährung. Im gewählten Ernährungsplan dürfen jedoch Genuss und Freude am Essen nicht zu kurz kommen. Schnell abnehmen kann man mit dieser Strategie allerdings nicht. Dafür gelingt es, die überschüssigen Pfunde dauerhaft zu verlieren. Tipp: Manche Gewürze, wie Zimt zum Beispiel, können anfangs noch auftretende Hungergefühle mildern. Zu den empfohlenen Lebensmitteln zählen unter anderem:

  • Vollkornprodukte
  • Gemüse
  • Fisch
  • Nüsse
  • naturbelassener Joghurt (fettarm)
  • Magerquark
  • Haferflocken
  • Chia-Samen
  • Blattsalat und Tomate
  • Zimt

Diese Lebensmittel sollten Sie unbedingt von Ihrem Ernährungsplan streichen

Sehr zuckerreiche Rezepte sind grundsätzlich ein Problem für alle, die Gewicht verlieren wollen. Das Problem: Manche Speisen enthalten viel Zucker, ohne dass es auf den ersten Blick zu erkennen ist. Auf der Zutatenliste der Verpackung hat der Zucker außerdem verwirrend viele Namen: Glucose, Fructose, Malzextrakt, Laktose, Saccharose, Maltodextrin... Auch die Kombination von Fett und Zucker ist kritisch. Selbst Normalgewichtige sollten sie nur in Maßen zu sich nehmen. Bereits eine stark Kohlenhydrat-lastige Ernährung (viele Backwaren, Nudeln, weißer Reis) kann auf Dauer zur Gewichtszunahme führen. Diese Nahrungsmittel sollte man meiden:

  • Eiscreme
  • Chips und Flips
  • stark gezuckerte Fruchtjoghurts
  • Sahnetorten
  • Ketchup, Mayonnaise, Senf, Grillsaucen
  • Trockenfrüchte
  • Wurst
  • raffinierte Pflanzenöle

Abnehmen und Entgiftung

Unter Schlagworten wie "Detox" oder "Entschlackung" wird häufig eine regelmäßige und aktive Entgiftung des Körpers propagiert. Wissenschaftlich ist eine solche Reinigungsaktion jedoch nicht zu begründen. Ausnahmen sind lediglich medizinische Notfälle, wenn zum Beispiel toxische Substanzen aufgenommen wurden. Die im Organismus entstehenden Stoffwechselprodukte werden dagegen ohne Unterstützung von außen ausgeschieden. Das häufig mit der Entgiftung verbundene Heilfasten dient vom Konzept her auch keineswegs als Diätplan für den langfristigen Abbau von Körpergewicht. Die Befürworter sehen darin vielmehr eine allgemeine, gesundheitsfördernde Kur.

Abnehmen und Intervallfasten

Auf dem Intervallfasten lagen große Hoffnungen, als kaum belastende und doch effektive Methode zur Gewichtsabnahme. Aktuell sieht es so aus, als ob diese Hoffnung enttäuscht wird. Eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2020 mit 116 teilnehmenden Personen hat gezeigt, dass durch Intervallfasten keine nennenswerte Gewichtsreduktion zu erreichen ist. In 12 Wochen gelang es den Teilnehmern im Mittel nicht einmal, ein ganzes Kilo Körpergewicht zu verlieren. Bei der Studie wurde nicht untersucht, ob das jeweils 16stündige tägliche Fasten andere gesundheitsfördernde Auswirkungen hat. Möglichweise lässt sich anderweitig vom Intervallfasten profitieren.

Abnehmen und Übersäuerung

Idealerweise greift der Körper beim Abnehmen seine eigenen Fettreserven an. Bei diesem erwünschten Fettabbau bilden sich Ketosäuren. Wenn durch das Übermaß an Ketosäuren eine Übersäuerung des Körpers entsteht, kommt der weitere Fettabbau unter Umständen zum Erliegen. Trotz weiterer Zurückhaltung bei der Nahrungsaufnahme, stellen sich dann keine weiteren Fortschritte bei der Abnahme des Körpergewichtes ein. In dieser Situation ist es hilfreich verstärkt auf Gemüse zu setzen. Es wirkt im Körper basisch und kann so der Übersäuerung entgegenwirken. Gemieden werden sollten dagegen Fleisch, Wurst, Käse und Backwaren. Sie werden den säurebildenden Lebensmitteln zugeordnet.

Rezepte, die beim Abnehmen helfen

Guter Rat ist ganz einfach: Selberkochen ist das beste Rezept. So hat man die beste Kontrolle über alle im Essen enthaltenen Zutaten. Viele Fertiggerichte und stark verarbeitete Lebensmittel enthalten zu große Mengen an Zucker, Fett oder unerwünschten Zusatzstoffe. Ein weiterer Tipp: Das Essen auf kleineren Tellern servieren. Tests haben gezeigt, dass dann tatsächlich kleinere Portionen gegessen werden.

Aber auch außerhalb der Küche können kleine Änderungen im täglichen Leben eine positive Wirkung auf das Körpergewicht haben. Viele kurze Wege, die bisher schnell mit dem Auto erledigt wurden, sollten besser zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Die kleinen Strecken zum Bäcker, zur Bank und zum Supermarkt ergeben in der Summe einen beachtlichen Trainingseffekt. Auch am Arbeitsplatz bringt es einiges, statt des Liftes so oft wie möglich die Treppe zu nutzen.

Wie hängt Abnehmen mit den Getränken zusammen, die man täglich zu sich nimmt?

Beim Abnehmen lenken die meisten Menschen ihre Aufmerksamkeit auf das Essen. Viele Kalorien werden aber auch über Limonaden, Eistee oder andere Softdrinks aufgenommen. Hier sind es die großen Mengen an enthaltenem Zucker, die als Dickmacher fungieren.

Abnehmen Tipps

Diese Getränke helfen beim Abnehmen

Wer schnell abnehmen möchte, sollte zwar viel trinken, zuckerhaltige Getränke aber am besten ganz vermeiden. Gemüse-Smoothies sind gesunde Snacks, die viele Ballaststoffe enthalten und eine ganze Mahlzeit ersetzen können. Tipp: Mate-Tee, Ingwertee und Grüntee werden eine appetitzügelnde beziehungsweise gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Diese Getränke sollte man bevorzugen:

  • Wasser
  • ungezuckerter Kräutertee
  • ungezuckerter Früchtetee
  • Grüner Tee
  • Ingwertee
  • Mate-Tee
  • fettarme Milch
  • Buttermilch
  • Gemüse-Smoothies
  • Gemüsesaft (Tomate, Karotte)

Diese Getränke sollten Sie vermeiden

Limonaden und Cola enthalten zum Teil sehr große Mengen Zucker. Deshalb sollte zur Gewichtsreduktion auf diese Softdrinks zugunsten von zuckerfreien Getränken verzichtet werden. Auch Light- und Diät-Getränke zu trinken, ist nicht unbedenklich. Die enthaltenen Zuckerersatzstoffe können den Appetit anregen und so die Bemühungen abzunehmen unnötig erschweren. Tipp: Zu allen Mahlzeiten Wasser trinken und auf folgende Getränke verzichten.

  • zuckerhaltige Softdrinks
  • Fruchtsäfte
  • stark gezuckerte Eistees
  • Fertig-Frucht-Smoothies
  • alkoholische Getränke
  • Light-Getränke
  • Energy-Drinks

Abnehmen mit grünen Smoothies

Grüne Smoothies sollten idealerweise viel Blattgemüse aber kaum Früchte enthalten. Durch die Zubereitung mit wenig Obst bleibt der Fruchtzuckeranteil relativ gering und die Kalorienzahl entsprechend niedrig. Die frischen Zutaten sind gesund und können eine ganze Mahlzeit ersetzen. Genau darin liegt auch die gewichtsreduzierende Wirkung der grünen Smoothies. Außerdem sind sie ein guter Ausgleich, wenn Vitamine und Mineralstoffe auf dem Speisplan ohnehin rar sind.

Abnehmen mit Sport und Bewegung

Diese Sportarten sind Kalorienkiller

Ausdauersportarten sind eine gute Möglichkeit, im Zusammenhang mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung, Gewicht abzubauen. Wer bisher keinen Sport betrieben hat, sollte vorsichtig einsteigen. Muskulatur und Gelenke könnten zu hohen Belastungen anfangs noch nicht gewachsen sein. Die Beanspruchung der körperlichen Leistungsfähigkeit sollte daher nicht schnell, sondern nur ganz allmählich gesteigert werden. Nach Erreichen eines gewissen Trainingseffektes erhöht die sportliche Betätigung das Wohlbefinden und die Motivation beim weiteren Abnehmen. Am besten trainiert man mehrmals in der Woche. Bei diesen Sportarten werden viele Kalorien verbrannt und man kann schneller abnehmen:

  • Fahrradfahren
  • Walking
  • Schwimmen
  • Laufen
  • Boxtraining
  • Step Aerobic
  • Intervalltraining

Abnehmen durch Joggen

Bei kaum einer Sportart werden mehr Kalorien verbraucht: etwa 500 Kalorien pro Stunde. Aber nicht besonders viele Menschen halten eine ganze Stunde im schnellen Dauerlauf durch. Deswegen können zum Beispiel Fahrradfahren und Walking ergiebiger sein, einfach weil man meist eine viel längere Trainingszeit durchsteht. Diese beiden Sportarten nehmen zudem das Herz-Kreislauf-System weniger in Anspruch.

Unter Umständen ist für Überwichtige die höhere Belastung der vorgeschädigten Hüft- und Kniegelenke beim Joggen ein Hinderungsgrund. Hier bieten sich besonders Schwimmen oder Wassergymnastik als effektive, gesunde und gelenkschonende Alternativen an.

Krafttraining

Krafttraining hilft beim Abnehmen. Der Muskelzuwachs führt theoretisch zwar zu einer Gewichtszunahme. Dafür verbrauchen die neu gewonnen Muskeln aber auch viel Energie, selbst im Ruhezustand. Praktisch steigt damit der tägliche Grundumsatz (Energieverbrauch ohne Belastung). Bei gleicher Ernährung wird somit effektiv Körpergewicht abgebaut und das erreichte Gewicht lässt sich leichter halten.

Was für Alternativen zum Abnehmen gibt es sonst?

Vom Kampf gegen das Übergewicht lebt eine ganze Industrie. Die Zahl der Diätprodukte ist unübersehbar. Nicht alle sind hilfreich. Manche Light-Produkte regen den Appetit sogar noch zusätzlich an. Neben den speziell zugeschnittenen Lebensmitteln sind auch Angebote aus der Apotheke oder der Drogerie verfügbar.

Abführmittel

Abführmittel sind nicht geeignet für die Gewichtsreduktion. Sie dienen nur der Behebung von vorübergehenden Verdauungsstörungen. Gerade der Dauergebrauch führt zu Darmträgheit und anderen Gesundheitsproblemen.

Appetitzügler

Seit den 60er Jahren kommen mit großer Regelmäßigkeit Präparate auf den Markt, die Appetit und Hunger zügeln sollen. Anfangs waren es Amphetamin-Abkömmlinge. Derzeit ist unter anderem noch das Präparat Cathin verfügbar. Das Mittel wirkt auf den Sympathikus-Nerv und kann so, als unerwünschte Nebenwirkung, die Herzfrequenz erhöhen. Das Interesse an Appetitzüglern hat inzwischen etwas nachgelassen. Stattdessen kamen Medikamente, die in den Fettstoffwechsel eingreifen, in Mode. Aktuell wird sogar ein Medikament aus der Diabetes-Behandlung als "Diätspritze" propagiert. Die gewichtsreduzierende Wirkung all dieser Mittel ist eher überschaubar. Erkauft wird die vorübergehende Gewichtsabnahme aber durch teilweise erhebliche Nebenwirkungen. Nach Absetzen der Präparate, stellt sich meist der bekannte Jojo-Effekt ein und das Ursprungsgewicht ist schnell wieder erreicht oder übertroffen. Was dagegen womöglich bleibt, sind anhaltende Gesundheitsschäden.

Abnehmdrinks

Meist handelt es sich um pulverförmige Mittel, die in Wasser oder fettarmer Milch aufgelöst werden müssen. Sie ersetzen die täglichen Mahlzeiten. Der Abnehmeffekt entsteht hier durch verringerte Kalorienzufuhr (zwischen 800 und 1200 Kalorien am Tag). Die Anwendung der Abnehmdrinks erstreckt sich in der Regel über mehrere Wochen. Eine ärztliche Begleitung während der Dauer des jeweiligen Diätplans ist empfehlenswert. Schnell abnehmen kann man mit dieser Diät. Ob das erreichte Körpergewicht gehalten werden kann, hängt aber davon ab, dass man anschließend nicht wieder in alte Essgewohnheiten zurückfällt. Manche Nutzer leiden an Verdauungsproblemen oder an der Eintönigkeit dieser flüssigen Ernährungsweise. Alternativ kann auch nur mit einer eiweißreichen aber kohlenhydratarmen Ernährung eine vergleichbare Gewichtsabnahme erreicht werden.

Nahrungsergänzungsmittel

Verbreitet sind faserreiche Produkte, die den Magen füllen, aber selbst kaum Kalorien enthalten. Diese Nahrungsergänzungsmittel lindern das Hungergefühl und können die ersten Schritte zur Gewichtabnahme erleichtern. Bei einer radikalen Gewichtsreduktion kann es sinnvoll sein, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente einzunehmen. Das sollte aber nicht in Eigenregie, sondern nur auf ärztlichen Rat hin erfolgen.

Wenn doch eine Magen-OP notwendig wird

Wenn sich eine extreme Fettleibigkeit (Adipositas Grad III) auf keinem anderen Weg beherrschen lässt, kann der Arzt eine chirurgische Verkleinerung des Magens vorschlagen. Liegen weitere gesundheitliche Probleme vor, ist auch schon bei Adipotas Grad II eine Teilentfernung des Magens sinnvoll. Durch das verringerte Magenvolumen können nur noch kleine Lebensmittelportionen gegessen werden und das Sättigungsgefühl stellt sich früher ein. Im Anschluss an die Operation ist innerhalb von zwei Jahren eine Gewichtsabnahme von 30 bis 50 Kilogramm möglich. Wie jede OP ist auch dieser Eingriff mit einem Risiko für das Auftreten von Komplikationen verbunden. Auch benötigen die Patienten eine unterstützende Nachbetreuung, damit sich durch das schnelle Abnehmen keine Mangelerscheinungen (Vitamine) oder andere Probleme einstellen.

Alternative Methoden zur Magenverkleinerung sind Magenband und Magenballon. Auch hier wird prinzipiell die Aufnahmefähigkeit des Magens herabgesetzt. Vor der Entscheidung für einen der Eingriffe sollte ausführlicher ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wie definiert der Arzt den Grad der Adipositas?

Neben dem Taillenumfang und dem Lebensalter wird der bekannte Body-Mass-Index (BMI) als Messlatte für die Einordnung herangezogen. Der BMI errechnet sich aus dem Verhältnis von Körpergewicht in Kilogramm und Körpergröße in Metern zum Quadrat:

  • Adipositas Grad III: BMI 40 und mehr
  • Adipositas Grad II: BMI 35 bis 39
  • Adipositas Grad I: BMI 30 bis 34
  • Übergewicht: BMI 25 bis 29
  • Normalgewicht: 18,5 bis 24

FAQ zum Thema: Gesund Abnehmen

Wie kommt es zu Übergewicht?

Oft liegt die Ursache nicht allein in zu hoher Kalorienaufnahme. Andere Faktoren kommen häufig hinzu: Ein Problem ist falsche Ernährung. Zuviel Zucker, zuviel Fleisch, zuwenig Gemüse, Salat und Obst. Dazu kommt ein Mangel an regelmäßiger Bewegung. Manche Menschen bringen eine genetische Veranlagung für die Entwicklung von Übergewicht mit. Vorsicht ist auch geboten bei Stress im Alltag. Manche Medikamente und auch Krankheiten, wie Morbus Cushing und Schilddrüsenunterfunktion fördern eine starke Gewichtszunahme.

Ist Abnehmen gesund?

Schnell abnehmen kann gesundheitsbelastend sein. Der langsame Abbau von Übergewicht fördert dagegen die Gesundheit. Das Risiko für Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Zuckerkrankheit, Schlaganfall, Krebs, Depressionen, Arthrose und vielen anderen Krankheiten sinkt mit jedem verlorenen Kilo. Abnehmen lohnt sich, Unterstützung hilft. Deshalb sind Treffen mit anderen Abnehmwilligen gut für die eigene Motivation. Geteiltes Leid ist halbes Leid, das gilt auch für gemeinsame sportliche Betätigung. Wenn Körpergewicht im großen Maßstab reduziert wird, sollte auch die regelmäßige Betreuung durch den Arzt sichergestellt sein.

Wer hilft beim Abnehmen?

Die persönliche Unterstützung durch eine Ernährungsberaterin oder einen Ernährungsberater ist oft eine große Hilfe. Die Beratung umfasst eine Analyse der Essgewohnheiten sowie Anregungen und Rezepte für die eigene Küche. Ein Diätplan, der die individuelle Situation genau berücksichtigt, kann gemeinsam erarbeitet werden. Eine wichtige Stütze ist auch die Betreuung durch den Hausarzt. Ärztlicher Beistand ist besonders wichtig, wenn ein hoher Gewichtsverlust angestrebt wird. Viele Menschen schließen sich zum gemeinsamen Abnehmen einer Gruppe an. Der Austausch mit Gleichgesinnten erleichtert das Erreichen der selbstgesteckten Ziele.

Ab welchem Körpergewicht sollte man abnehmen?

Die Einschätzung des Gewichts ist von der Körpergröße abhängig. Deswegen wird zur Definition von Übergewicht der Body-Mass-Index (BMI) herangezogen. Ab einem BMI von 25 ist es sinnvoll abzunehmen. Ab einem BMI von 30 wird es dringend empfohlen. Bei einem Mann mit 180 Zentimetern Größe entspräche das einem Gewicht von 97,2 Kilo. Bei einer Frau mit einer Größe von 165 Zentimetern wären es 81,7 Kilo. Ein wichtiger Anhaltspunkt für eine Gewichtsreduktion ist auch die Fettverteilung. Hier gilt jedes Kilo Körperfett am Bauch als besonders ungünstig. Ab einem Taillenumfang von 102 cm bei Männern und 88 cm bei Frauen sind negative Einflüsse auf die Gesundheit zu erwarten. Auch hier ist also eine baldige Ernährungsumstellung ratsam.

Ist schnell abnehmen sinnvoll?

Schnell abnehmen belastet den Organismus und ist meist auch nicht nachhaltig. Nur mit einem langfristig angelegten Diätplan kann man die störenden Kilos endgültig verlieren. Radikale Diäten über wenige Wochen hinweg, die schnelles Abnehmen versprechen, sind meist nur kurzzeitig erfolgreich. Statt für "schnell abnehmen", sollte man sich einfach für "gesund abnehmen" entscheiden. Denn jedes verlorene Kilo, das nach ein paar Wochen schon wieder an seinen alten Platz zurückkehrt, tut doppelt weh.

Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), www.dge.de, (Abruf 27.01.2021)
  • Bas Kast, Der Ernährungskompass, C. Bertelsmann Verlag, 2018
  • Intervallfasten: Studie stellt Gewichtsverlust infrage, Stern, 2020, www.stern.de (Abruf 31.01.2021)
  • Mythos Entgiften, Süddeutsche Zeitung, 2018, www.sueddeutsche.de (Abruf 31.01.2021)
  • Institut für Prävention und Ernährung, Nahrungsmitteltabelle für Säure-Basen-Haushalt, www.marina-groepper.de/images/groepper15/saeurebasentabelle.pdf (Abruf 31.01.2021)
  • Deutsche Herzstiftung, Risiko Übergewicht, www.herzstiftung.de (Abruf 30.01.2021)
  • Adipositas Selbsthilfe: adipositas-selbsthilfe.de (Abruf 31.01.2021)
  • Rezepte Brigitte: Gesunde Rezepte zum Abnehmen, www.brigitte.de (Abruf 31.01.2021)

Alle Angaben ohne Gewähr.

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