Veneers

Veneers - Kosten, Arten, Pro & Kontra

Ein schönes weißes Lächeln, trotz Verfärbungen und schiefer Zähne – geht das? Ja, das ist heute mit sogenannten Veneers möglich, doch diese haben ihren Preis. Ob private Zahnzusatzversicherungen helfen, die Kosten zu reduzieren, hängt vom konkreten Tarif ab.


Veneers ZahnverblendungWas sind Veneers? 

Veneer ist Englisch und bedeutet so viel wie „Furnier“, „Fassade“ oder "Verblendschale“.  Veneers sind hauchdünn und werden aus Keramik oder einem Kunststoff-Keramikgemisch hergestellt. Der Zahnarzt verklebt sie mit einem Spezialklebstoff dauerhaft auf die sichtbare Seite der Frontzähne.

Damit verschwinden Zahnverfärbungen und Fehlstellungen hinter der Verblendschale.

Welche Arten von Veneers gibt es?

Zahnärzte unterscheiden zwischen drei möglichen Verfahren: konventionelle Veneers, Non-Prep-Veneers oder Lumineers und Sofort-Veneers, auch Veneers-to-Go genannt. Die Wahl des Verfahrens hängt vom Zustand der Zähne ab. Und je nach Verfahren sowie Material variiert der Preis von 300 bis 1.500 Euro pro Zahn.

Für Veneers sprechen die Ergebnisse bei der Verbesserung von Zahnverfärbungen, dem Schließen von Zahnlücken und der Korrektur schief stehender Zähne im Frontbereich, vor allem des Oberkiefers. Die Verblendungsschalen aus Keramik sind sehr gut verträglich und eine Langzeitstudie der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ergab, dass sich nur zwei Prozent der Schalen innerhalb von sechs Jahren lösten. Genaue Angaben zur Haltbarkeit können noch nicht gemacht werden, aber sie sollte weit jenseits der sechs Jahre liegen.

Gegen Veneers spricht die Gefahr einer Zahnmark-Entzündung, die aufgrund des Schliffs der Zähne beim konventionellen Verfahren auftreten kann.

Veneers: Konventionelle Verfahren

Der Zahnarzt entfernt etwa einen Millimeter vom Frontzahn des Oberkiefers und ein Zahntechniker fertigt einen Abdruck der bearbeiteten Zähne im Labor an. Mit dem Abdruck erstellt der Zahnarzt das Veneer und klebt es mit einem Spezialklebstoff auf die geschliffenen Zähne. Mit allen Vorbereitungen dauert allein das Aufkleben bei jedem Verfahren etwa eine halbe Stunde. Die Bearbeitung der Zähne des Unterkiefers entfällt in der Regel, da sie weniger ins Auge fallen.

Veneers: Non-Prep-Veneers oder Lumineers

Bei diesem Verfahren schleift der Zahnarzt die Zähne nicht ab, sondern der Abdruck wird ohne Vorbearbeitung der Zähne genommen und die Schalen damit hergestellt. Mitunter wird der Zahn jedoch angeraut, damit später das Kleben besser funktioniert. Die Schalen sind mit etwa 0,3 Millimetern noch feiner als die konventionellen. Auch hier werden die Verblendungen mittels Spezialklebstoff dauerhaft auf dem Zahn fixiert.

Veneers: Sofort-Veneers oder Veneers-to-Go

Am günstigsten ist das Sofort-Verfahren, denn in einer Behandlungssitzung ist alles erledigt. Dies ist durch genormte Veneer-Vorlagen möglich und somit entfallen die Kosten für die Spezialanfertigung im Labor.

Wieviel kosten Veneers?

Die Verblendung eines einzigen Zahnes kostet bis zu 1.500 Euro bei konventionellen Veneers. Lumineers oder Non-Prep Veneers schlagen mit 700 bis 1.000 Euro pro Blende zu Buche. Ein Sofort-Veneer ist mit 300 bis 400 Euro pro Blende die günstigste Variante.

Was übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung bei Veneers?

Bei Veneers handelt es sich um eine rein kosmetisch-ästhetische Behandlung und keine zahnmedizinische, deshalb müssen gesetzlich und privatversicherte Patienten die Kosten dafür selbst tragen. Nur in begründeten Ausnahmen ist eine Teil- oder Vollübernahme der Kosten möglich. Das gilt ebenfalls für die meisten Zahnzusatzversicherungen.

Alternative professionelle Zahnreinigung

Kommt es einem nur auf den kosmetischen Aspekt an und verfügt man nicht über die finanziellen Mittel oder scheut den Aufwand, kann gute Pflege und hin und wieder eine professionelle Zahnreinigung bereits Abhilfe schaffen. Eine Zahnzusatzversicherung der DFV deckt beispielsweise die Zusatzkosten dafür.

Häufig gestellte Fragen zu Veneers und Lumineers

Was können Veneers verbessern?

Bei starken Verfärbungen der Frontzähne lohnen sich Veneers, denn die dünnen Keramikschalen bringen eine optische Verbesserung. Wenn eine Zahnlücke beispielsweise nicht mehr mit einer Spange geschlossen werden kann, können ebenfalls Veneers eingesetzt werden.

Aus welchen Materialien bestehen Veneers?

Veneers bestehen aus einer lichtdurchlässigem Keramik. Es gibt aber auch Keramik-Kunststoffverbindungen, die günstiger sind. Allerdings ist bei Kunststoff die Verträglichkeit nicht immer komplett gewährleistet.

Wie lange sind Veneers haltbar?

Wie bereits erwähnt, bestätigt eine Langzeitstudie die hohe Haltbarkeit von Veneers. Eine Verweildauer im Mund von bis zu 20 Jahren halten Zahnmediziner für möglich. Deshalb können Veneers eine gute Alternative zu Kronen an den Schneidezähnen sein. Damit rechnet sich auch auf die Dauer der höhere Preis.

Veneer oder Lumineer – was ist der Unterschied?

Lumineers sind eine Weiterentwicklung der klassischenVeneers und mit 0,3 bis 0,5 Millimetern dünner als Veneers mit etwa einem Millimeter. Bei Lumineers wird der Zahn zuvor nicht abgeschliffen, sondern nur mit geringem Aufwand vorbereitet. Das heißt, der Zahn wird gereinigt und chemisch aufgeraut. Damit entfällt auch die örtliche Betäubung.

Krone oder Veneer?

Im direkten Vergleich scheint das Veneer die Krone in den Zahnarztpraxen abzulösen, denn der Aufwand fällt bei Veneers geringer aus. Die Bearbeitung des Zahnes ist bei Kronen umfangreicher und damit unangenehmer als bei Veneers. Ferner spricht die lange Haltbarkeit für die Veneers.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Veneers eigentlich als kosmetisches Verfahren gedacht sind, um wieder ein strahlend weißes Lächeln zu ermöglichen, aber die Anwendung geht inzwischen darüber hinaus. Veneers eignen sich als exzellente Alternative zu Keramik-Kronen, da der Bearbeitungsaufwand der Zähne geringer ist. Zudem versprechen Veneers eine extrem lange Haltbarkeit und der Austausch wird obsolet.

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