Grippe: Symptome, Behandlung, Verlauf

Grippe (Influenza): Symptome, Behandlung, Verlauf

Die Grippe, auch Influenza genannt, ist eine plötzlich auftretende, fieberhafte Viruserkrankung. Sie entsteht durch verschiedene Grippeviren und wird oft mit einer gewöhnlichen Erkältung verwechselt. Da sie im Winter weitaus häufiger vorkommt, wird sie auch "saisonale Grippe" genannt. Ihr Verlauf ist sehr unterschiedlich und kann in bei schwerer Erkrankung sogar tödlich enden.


SOS Tipps: Die besten Hausmittel gegen Grippe

Heißer Tee: Trinken Sie Tee! Dieser hat eine natürliche, heilende Wirkung auf den Körper. Je nachdem, welcher Tee getrunken wird, lassen sich verschiedene Effekte beobachten. Kamillentee wirkt entzündungshemmend, Ingwertee lindert Schmerzen, Lindenblüten und Holunderblütentee sind schweißtreibend. Menschen, die keinen Tee mögen, können auf eine heiße Zitrone zurückgreifen und sich damit von innen heraus wärmen.

Raumklima: Sorgen Sie für eine Raumtemperatur von etwa 20 Grad und vergessen Sie nicht regelmäßig zu lüften! Erholen Sie sich nicht bei zu trockener Luft. Um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen, können Schalen mit Wasser über der Heizung oder ein Luftbefeuchter sinnvoll sein.

Ruhe: Gönnen Sie sich ausreichend Ruhe und Erholung! Sie benötigen all Ihre Kräfte, um Krankheitserreger zu bekämpfen. Machen Sie es sich bequem und schonen Sie sich. Auch nach Abklingen der Symptome, sollten Sie es ruhig angehen lassen, um einen Rückfall zu vermeiden.

Warme Suppe: Essen Sie warme Hühnersuppe! Das in Hühnersuppe enthaltene Eiweiß (Cystein) als auch das enthaltene Zink wirken entzündungshemmend und dämmen die Infektion ebenso wie ein Medikament ein. Würzen Sie die Brühe zusätzlich mit Knoblauch, Chili, Salz und Zitronengras.

Wasser trinken: Trinken Sie zwei Liter Wasser am Tag, um einer Dehydrierung vorzubeugen! Ihr Körper verliert durch das Schwitzen und Fieber sehr viel Flüssigkeit. Holen Sie diese durch Wasser und Tee wieder rein.

Wadenwickel: Nutzen Sie Wadenwickel! Um das Fieber zu senken, haben sich kalte Wadenwickel über Jahre bewährt. Tränken Sie ein Tuch in zimmerwarmes Wasser und wickeln Sie es um Ihre Waden. Um das nasse Tuch legen Sie daraufhin ein trockenes und entfernen beide nach etwa 15 Minuten.

Gurgeln: Gurgeln Sie mit einer Salzlösung, Kamillentee oder Salbeitee, um Halsschmerzen zu lindern! Des Weiteren kann ein Kartoffel- oder Quarkwickel hilfreich sein.

Husten lindern: Trinken Sie heißen Tee und lutschen Bonbons um Ihren Husten zu lindern! Auch ein bis zwei Teelöffel Zwiebelsirup oder  –saft können Linderung bei Husten verschaffen.

Dampfinhalation: Inhalieren Sie Kamille, ätherische Öle oder Kochsalzlösung um Ihren Schnupfen zu lindern! Ist Ihre Nasenatmung behindert, sollten Sie nachts eine leicht erhöhte Liegeposition einnehmen. Auch warme Milch mit Honig kann sich ebenso positiv wie ein Medikament auswirken.

Abwehrkräfte stärken: Essen Sie rohes Sauerkraut, trinken Sie rote Bete Saft und essen sie Kiwis und Orangen! Der hohe Vitamin C Gehalt in bestimmtem Obst und Gemüse unterstützt den Abwehrkampf Ihres Immunsystems.

Nasenduschen: Lindern Sie Ihren Schnupfen durch Nasenduschen! Diese sind in der Apotheke erhältlich, werden mit einer Salzlösung befüllt und mehrmals täglich angewendet. Sie schwemmen Keime aus und die Schleimhäute können abschwellen.

Kalte Lappen: Kalte Lappen auf Nacken und Stirn können Kopfschmerzen lindern! Auch Pfefferminzöl auf den Schläfen oder ein Tee aus Weidenrinden kann hilfreich sein.

Was ist Grippe?

Bei einer „echten“ Grippe handelt es sich um eine Infektion mit Influenza-Viren. Bereits einen Tag nach der Infektion können erste Krankheitssymptome auftreten und die Erreger sind etwa eine Woche lang ansteckend. Die Grippe ist eine plötzlich auftretende, fieberhafte Erkrankung. Da sie im Winter häufiger ausbricht, wird sie auch "saisonale Grippe" genannt. Die „echte“ Grippe, kann auch als akute Erkrankung der Atemwege bezeichnet werden. Sie ist äußerst ernstzunehmend, da sie im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden kann.

Gibt es einen Unterschied zwischen Grippe und Influenza?

Als "Influenza" bezeichnet man eine Erkrankung durch das Influenza-Virus. Die Influenza gilt als „echte Grippe“. Es gibt verschiedene Arten von Influenza-Viren (Typ A, B, C). Am häufigsten und gleichzeitig am gefährlichsten ist das Influenza-A-Virus. Dieses ist auf der ganzen Welt verbreitet und unterliegt einer ständigen Veränderung. Auch das Influenza-B-Virus kann beim Menschen zu schweren Atemwegserkrankungen führen. Das Typ C-Virus verursacht bei Erwachsenen eher selten und bei Kindern gelegentlich schwache Erkrankungen. Influenza-Viren bilden ständig neue Varianten,  was es schwierig macht, einer Infektion vorzubeugen. Aus diesem Grund wird der Influenza-Impfstoff jedes Jahr neu angepasst.

Die Influenza unterscheidet sich vom grippalen Infekt. Bei einem grippalen Infekt handelt es sich normalerweise nicht um eine Infektion mit dem Grippevirus, sondern um eine Erkältung. Ebenso wird die Magen-Darm-Grippe fälschlicherweise mit der Influenza gleichgesetzt. Gerade zu Beginn der Erkrankung ist eine Abgrenzung zur Erkältung schwierig. Differenzen zwischen Influenza und einer gewöhnlichen Erkältung zeigen sich erst in Verlauf und Schwere der Krankheit. Erkältungen und grippale Infekte werden von anderen Erregern verursacht. Oftmals tritt das Virus zeitlich und örtlich gehäuft auf. In diesem Fall spricht man von einer Grippe-Welle oder auch Epidemie. In größeren Zeitabständen von mehreren Jahren breitet sich die Influenza länder- als auch kontinentübergreifend aus. Diese Art der massenhaften Ausbreitung bezeichnet man als Pandemie. Im Unterschied zur Epidemie (Grippewelle) ist eine Pandemie nicht örtlich beschränkt.

Wie wird das Grippevirus übertragen?

Von Mensch zu Mensch
Eine „echte“ Grippe ist sehr ansteckend. Die Verbreitung erfolgt oftmals durch eine Tröpfcheninfektion und erzeugt nicht selten eine Grippewelle. Beim Niesen, Husten oder Sprechen gelangen kleinste, virushaltige Tröpfchen des Nasen-Rachen-Sekrets von Erkrankten in die Luft und werden von anderen Menschen in der Nähe eingeatmet.
Das hochansteckende Virus kann auch über die Hände weitergereicht werden, wenn diese mit virushaltigen Sekreten in Kontakt gekommen sind. Werden daraufhin Mund, Nase oder Augen berührt, können die Grippeviren leicht über die Schleimhäute in den Körper eindringen.

Über verunreinigte Gegenstände
Die Influenza-Erreger können auch an Türklinken, Haltegriffen, Treppengeländern oder ähnlichen Gegenständen haften und von dort ebenfalls über die Hände weiter gereicht werden. Es kommt zu einer Schmierinfektion.

Wie kann ich mich schützen?

Den besten Schutz gegen eine Grippewelle bietet eine entsprechende Impfung, die jährlich aufgefrischt werden sollte. Die Impfung erfolgt optimalerweise in den Monaten Oktober und November, da es in diesen, neben Erkältungen, besonders häufig zu Grippewellen kommt. Der  Impfstoff wird jedes Jahr überprüft und gegebenenfalls an die aktuellen Virus-Varianten angepasst. Eine Grippe-Impfung ist nicht für jeden Menschen zwingend notwendig, es gibt allerdings bestimmte Gruppen, die besonders gefährdet sind.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Grippeimpfung für:

  • ältere Menschen über 60 Jahre und älter
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel; bei chronischen Grunderkrankungen schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Grundleiden (chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, Multiple Sklerose, Störungen des Immunsystems, HIV-Infektion)
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
  • medizinisches Personal oder Personal in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr

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Neben der Impfung ist gründliche Hygiene das A und O zur Vorbeugung einer Grippe. Waschen Sie sich mehrmals täglich, sehr gründlich die Hände mit Wasser und Seife. Trocknen Sie die Hände nach dem Waschen sorgfältig mit einem sauberen Tuch ab. Vermeiden Sie das Berühren Ihrer Schleimhäute an Augen, Mund und Nase. Verzichten Sie bei Grippewellen auf das Händeschütteln und halten Sie Abstand zu niesenden oder hustenden Personen. Weiterhin sollten Sie engen Kontakt zu Erkrankten, besonders im häuslichen Umfeld, vermeiden.

Was sind typische Grippe-Symptome?

Verlauf und Schwere von Grippe-Erkrankungen können von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein. Sollten keine Komplikationen auftreten, halten die Beschwerden in der Regel etwa 5 bis höchstens 7 Tage an. Der Krankheitsverlauf kann von beschwerdefrei bis hin zum Todesfall reichen.
Bei einem schweren Verlauf kann eine Lungenentzündung, eine Entzündung des Gehirns als auch Herzmuskels entstehen. Bei Kindern können sich zudem Komplikationen in Form von Mittelohrentzündungen entwickeln.

Typische erste Grippe-Symptome:

  • starkes Krankheitsgefühl
  • plötzlich auftretendes, hohes Fieber
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Schnupfen, laufende Nase

Darüber hinaus verursacht der Virus-Infekt oft folgende Symptome:

  • Schüttelfrost
  • starke Kopf-, Muskel-, Rücken- und Gliederschmerzen
  • Schmerzen hinter dem Brustbein
  • Heiserkeit
  • Luftnot
  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit
  • massive Erschöpfung

Wie sieht der typische Verlauf aus?

Zunächst ähneln die Symptome einer Grippe denen einer Erkältung. Große Unterschiede zeigen sich erst im Krankheitsverlauf und in Schwere der Erkrankung. Ein erster Indikator für eine echte Grippe ist der plötzliche und heftige Beginn, der sich keineswegs schleichend ankündigt. Mehrere Symptome treten gleichzeitig und intensiv auf, während  Anzeichen einer Erkältung sich erst nach und nach entwickeln. Bei einer Influenza kommt es schnell zu einem typischen Symptom: das hohe Fieber, welches eine Temperatur von 39 bis 41 Grad Celsius erreichen kann und tagelang anhält. Der Puls geht schneller, es kommt zu Schweißausbrüchen, gesteigerter Atmung, glänzenden Augen, Schwindel, Wahrnehmungsstörungen und Verwirrtheit. Weiterhin kann das Fieber Krämpfe auslösen. Eine mögliche Therapie besteht, nach Rücksprache mit dem Arzt, in der Behandlung durch Medikamente, die das Fieber senken können. Weiterhin fördert das geschwächte Immunsystem von Grippepatienten, die Entwicklung von bakteriellen Infektionen. Es kann somit insbesondere bei älteren Menschen zu Komplikationen kommen. Entzündungen des Nervensystems und Lungenentzündungen sind mögliche Folgen.

Wie lange ist eine Ansteckung möglich?

Der Virus-Infekt ist schon während der Inkubationszeit, also dem Zeitraum zwischen Infektion und Ausbruch einer Erkrankung, ansteckend. Die Inkubationszeit beträgt bei einer Grippe ein paar Stunden bis drei Tage. Nach Ausbruch der Influenza besteht die Gefahr einer Ansteckung dann noch etwa drei bis fünf Tage. Kinder können das Virus sogar bis zu sieben Tage, nach Auftreten der ersten Symptome, weitergeben.

Wie sieht die Behandlung einer Grippe (Influenza) aus?

Die Therapie der Grippe hängt davon ab, ob die Erkrankung als mild oder schwer eingestuft wird und, ob eine zusätzliche Infektion mit Bakterien vorliegt. In vielen Fällen können Patienten lediglich durch eine symptomatische Behandlung versuchen, die Beschwerden der Krankheit zu lindern. Je nach Fall ist es bei einer Virusgrippe ratsam, nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, spezielle Grippemittel oder Antibiotika einzusetzen.

Wie ist die aktuelle Situation?

Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen durch das Virus ist in der 2. Kalenderwoche im Jahr 2018 deutschlandweit gesunken. In der laufenden Grippe-Saison sind nach Angaben des Robert Koch Instituts bislang 14 Betroffene gestorben, von denen sechs mit Influenza-B-Viren infiziert waren. Ein Großteil der Patienten (79 Prozent) war 60 Jahre oder älter. Seit der 40. Meldewoche im Jahr 2017 wurden insgesamt 6.433 Influenzainfektionen bestätigt. 

Wie kann ich mich umfassend gegen das Virus schützen?

Die Grippeimpfung wird nicht von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Falls Sie zur Risikogruppe gehören, kann das negative Konsequenzen für Ihre Gesundheit bedeuten. Sollten Sie sich schützen wollen, obwohl Ihre Kasse nicht zahlt, müssen Sie ein Privatrezept in Anspruch nehmen und die Impfung beim Arzt selbst finanzieren.

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