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Eine Krankenhauszusatzversicherung ist der perfekte Schutz für alle, die im Ernstfall mehr als nur das Standardprogramm erwarten.
© sfam photoMultiple Sklerose, auch kurz als MS bezeichnet oder medizinisch Encephalomyelitis disseminata, ist eine Autoimmunerkrankung. Die chronisch-entzündliche Krankheit betrifft das Zentrale Nervensystem (ZNS), also Rückenmark und Gehirn sowie den Sehnerv. Körpereigene Abwehrzellen greifen die Schutzschicht der Nervenfasern an (Myelinscheiden), wodurch es zu einer Entzündungsreaktion kommt. Dies führt zum Abbau der Myelinscheiden und somit zu einer gestörten Funktion der betroffenen Nerven. Seh- oder Hörstörungen sind häufig die Folge. Multiple Sklerose ist nicht heilbar. Der Verlauf und die Lebenserwartung können jedoch mit Medikamenten günstig beeinflusst werden. Die Krankheit kann in jedem Alter auftreten, meist zeigen sich die ersten Symptome zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Deutschlandweit sind rund 200.000 Menschen an Multipler Sklerose erkrankt. 70 Prozent davon sind Frauen.
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Die genauen Ursachen, die zu der fehlgesteuerten Reaktion des Abwehrsystems führen, sind bislang nicht bekannt. Man vermutet, dass unterschiedliche erbliche Faktoren, aber auch Umweltbedingungen zusammentreffen müssen, damit es zum Ausbruch der Krankheit kommt. Bei dieser Autoimmunerkrankung richten sich die Abwehrzellen (Immunzellen) gegen die körpereigenen Strukturen. Man spricht daher von Autoantikörpern. Sie bewirken, dass die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) das Nervengewebe angreifen und dort Entzündungen auslösen. Dadurch werden die Myelinscheiden (Hüllen der Nervenfasern) zerstört. Der Vorgang wird als Entmarkung oder Demyelinisierung bezeichnet. Gleichzeitig kommt es auch zur Schädigung von Nervenfasern und -zellen. Nervenreize werden dann schlechter oder nicht mehr weitergeleitet. Die zerstörten Schutzhüllen umgeben normalerweise die Nervenfortsätze, ähnlich einer Isolierschicht bei elektrischen Kabeln. Nur wenn sie einwandfrei funktionieren, wie bei gesunden Menschen, können Nervenimpulse in angemessener Geschwindigkeit an den jeweils bestimmten Ort gelangen.
Die Entwicklung von Multipler Sklerose kann sich bei jedem Betroffenen anders darstellen. Häufig verläuft die Krankheit schubförmig, das heißt, es kommt immer wieder zu akuten Verschlechterungen. Einen MS-Schub kennzeichnet, dass Beschwerden neu oder wieder auftreten, mindestens 24 Stunden lang anhalten und nicht durch Fieber oder Infektionen zu erklären sind. Außerdem muss der letzte Schub mindestens 30 Tage zurückliegen.
Nach dem ersten Schub können Beschwerden ganz oder zum Teil wieder verschwinden und nach kurzer Zeit wieder auftreten. Hin und wieder kommen weitere Symptome dazu, die sich aber auch wieder zurückbilden können. Bei einigen Betroffenen nehmen die Beschwerden von Beginn an kontinuierlich zu, ohne dass Schübe eintreten.
Multiple Sklerose wird in drei Verlaufsformen unterteilt – abhängig davon, ob ein Patient Schübe hat oder nicht.
Bei den meisten an Multiple Sklerose Erkrankten (80 Prozent) äußert sich der Beginn der MS mit Schüben. Während dieser Schübe verschlechtert sich die bestehende Symptomatik oder neue Beschwerden tauchen auf. Bei einigen trifft beides zu: vorhandene Symptome verschlechtern sich und neue kommen zusätzlich dazu. Diese Schubsymptomatik kann sich in nur wenigen Stunden ausprägen, aber auch innerhalb einiger Tage. Die Dauer eines Schubes variiert, er hält jedoch mindestens 24 Stunden an. Meistens bilden sich Schübe in einem Zeitraum von sechs bis acht Wochen komplett oder teilweise zurück. Es ist möglich, dass Behinderungen zurückbleiben. Während der schubfreien Zeiten kommt es zu keinen weiteren Beschwerden und die Erkrankung schreitet nicht voran. Wie lange krankheitsfreie Intervalle bestehen, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Manchmal liegen einige Monate zwischen den Schüben, in einigen Fällen vergehen Jahre, bis es zu einem erneuten Schub kommt.
Wird MS nicht behandelt, führt der anfangs schubförmige Verlauf, bei mindestens 50 Prozent der Erkrankten, nach rund zehn Jahren zu einem Zustand, indem sich die Beschwerden vermehren. Es kommt zu Beeinträchtigungen – sowohl mit gelegentlichen Schüben als auch ohne Schübe. Ausmaß und Schwere der Symptome nehmen innerhalb der kommenden Monate (sechs Monate oder auch mehr) stetig zu. Möglich sind jedoch auch Phasen, in denen die Erkrankung vorübergehend pausiert.
Von dieser Verlaufsform sind rund zehn bis 15 Prozent betroffen. Hier kommt es gleich zu Beginn der Erkrankung zu einer schleichenden Zunahme der Symptome. Schübe gibt es nicht. Möglich sind allerdings gelegentliche Unterbrechungen des Fortschreitens und auch geringfügige Verbesserungen.
Von einem gutartigen (benignen) Krankheitsverlauf spricht man, wenn die Beschwerden im Anschluss an einen MS-Schub weitestgehend zurückgehen und wenn es auch nach zehn Jahren zu keiner Behinderung gekommen ist. Allerdings ist dennoch zu einem späteren Zeitpunkt ein schwerer Schub möglich, der dann zu einer Behinderung führen kann.
Ein bösartiger (maligner) Verlauf der Multiplen Sklerose äußert sich in einer schnellen Krankheitsentwicklung mit stetig zunehmenden Beschwerden, die starke Beeinträchtigungen mit sich bringen. Dies kann die Lebenserwartung deutlich begrenzen.
Wie genau eine Prognose der MS-Erkrankung im individuellen Fall aussieht, kann man nicht vorhersagen. Es gibt allerdings Anhaltspunkte für einen günstigen bzw. ungünstigen Verlauf:
SEP (somatosensibel evozierte Potenziale): Hierbei wird die Zeit gemessen, die ein elektrischer Impuls benötigt, um von der Hand oder vom Fuß bis ins Gehirn zu gelangen. Außerdem registriert man Seitenunterschiede nach Stimulation der rechten oder linken Seite (beispielsweise Augen, Ohren, Arme oder Beine). Daraus lassen sich krankhafte Veränderungen schließen.
MEP (motorisch evozierte Potenziale): mittels einer Magnetspule wird die Gehirnoberfläche stimuliert, um eine Muskelantwort an Hand oder Fuß zu erhalten.
MS zu diagnostizieren bedarf einer umfangreichen Untersuchung. Da es kein typisches Beschwerdebild gibt und auch keine nur für MS typischen Symptome, müssen immer erst andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Zum Beispiel Durchblutungsstörungen des Gehirns oder Bandscheibenvorfälle. Erster Ansprechpartner bei Beschwerden ist der Hausarzt. Bei einem Verdacht auf Multiple Sklerose wird er den Patienten an einen Neurologen überweisen.
Im Gespräch mit Arzt, werden sowohl die aktuellen Beschwerden als auch die bisherige Krankengeschichte ausführlich beleuchtet. Von Interesse sind unter anderem diese Fragen:
Auch Vorfälle, denen der Patient früher keine weitere Bedeutung beigemessen hat, können wichtig sein. Häufig kann dies ein erster Hinweis auf ein MS-Anzeichen sein.
Im Fokus dieser klinisch-neurologischen Untersuchung steht das Nervensystem, speziell
Zusätzlich kann bei Verdacht auf Multiple Sklerose eine neuropsychologische Untersuchung folgen. Mittels unterschiedlicher Tests werden dann Lernfähigkeit, Sprachverarbeitung und Gedächtnis näher geprüft.
Durch Funktionsmessungen der Seh- und Hörbahn sowie der sensiblen und motorischen Bahnen (evozierte Potenziale) kann der Neurologe feststellen, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Dabei reizt der Arzt einen Nerv oder ein Sinnesorgan. Im Gehirn löst das ein Signal aus, das von Elektroden gemessen wird. Trifft die Antwort auf den Reiz mit einer Verzögerung ein, ist die Reaktionsstärke vermindert. Bei rund 75 Prozent der Erkrankten tritt dies ein.
Bei 85 Prozent der Patienten sind bereits im Frühstadium der Multiplen Sklerose Veränderungen im Gehirn erkennbar. Dies kann der Neurologe auf den Bildern der Magnetresonanztomografie ablesen. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung sind alle Patienten von den Veränderungen im Gehirn betroffen.
Liquordiagnostik (Untersuchung des Nervenwassers): Die Liquordiagnostik kann Aufschluss über die Entzündung in Gehirn und Rückenmark geben. Mit einer feinen Nadel wird dabei in Höhe der mittleren Lendenwirbelsäule zwischen die Wirbel gestochen, um das benötigte Nervenwasser zu gewinnen. Liegt eine MS vor, ist die Anzahl einiger Abwehrzellen (Lymphozyten, Plasmazellen) erhöht und Antikörper wie Immunglobulin G (IgG) sind nachweisbar. Bei der Untersuchung lässt sich auch feststellen, ob eventuell Keime (z.B. Borreliose) für die Entzündung verantwortlich sind. In diesem Fall wären die Beschwerden nicht durch MS verursacht.
Blutanalyse: Bislang gibt es noch keinen Bluttest, der Multiple Sklerose nachweisen kann. Die Bestimmung einiger Werte ist jedoch hilfreich, da auf diesem Weg andere Erkrankungen ausgeschlossen werden können. Auch Leber- und Nierenwerte sowie Entzündungsmarker verändern sich durch eine MS nicht.
Folgende Werte werden bestimmt: Leberwerte, Nierenwerte, Großes Blutbild, Blutzucker, Schilddrüsenwerte, Vitamin B12, Rheumafaktor, Antinukleare Antikörper (ANA), Antiphospholipid-Antikörper, Anti-ds-DNS-Antikörper, Lupus-Antikoagulans, Entzündungsmarker (C-reaktives Protein, CPR), Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE) sowie Borrelien und Borrelien-Antikörper (Borrelien-Serologie).
Eine Krankenhauszusatzversicherung ist der perfekte Schutz für alle, die im Ernstfall mehr als nur das Standardprogramm erwarten. Sie ergänzt die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und sorgt dafür, dass Sie im Falle eines Unfalls schneller und besser behandelt werden.
© ArtmimDie Behandlung von MS zielt darauf ab, die Krankheitsaktivität aufzuhalten oder wenigstens ihr Fortschreiten zu verlangsamen. Heilbar ist Multiple Sklerose nicht. Die Therapie wird dabei immer individuell auf den Patienten und seinen Krankheitsverlauf abgestimmt.
In der Therapie von Multiple Sklerose unterscheidet man die Schubtherapie von der verlaufsmodifizierten Therapie und der symptomatischen Behandlung. Zusätzliche Rehabilitationsmaßnahmen können helfen, Fähigkeiten wieder neu zu erlernen.
| Therapiebereich | Maßnahmen / Wirkstoffe | Ziel / Wirkung | Besonderheiten / Hinweise |
|---|---|---|---|
| Schubtherapie (akut) | Hochdosiertes Kortison (3–5 Tage, Infusion) | Entzündungshemmung, Rückbildung der Symptome | Kurzzeitig gut verträglich; mögliche Nebenwirkungen: Schlafstörungen, Blutzucker-/Blutdruckanstieg; Magenschutz oft nötig; ggf. Wiederholung |
| Plasmapherese / Immunadsorption | Entfernung schädlicher Antikörper aus dem Blut | Einsatz bei schweren Schüben ohne Kortison-Wirkung; nur in spezialisierten Zentren; selten schwere Nebenwirkungen | |
| Verlaufsmodifizierende Therapie (Basistherapie) | Immunmodulation / Immunsuppression | Reduktion von Schubhäufigkeit und -schwere, Verlangsamung des Krankheitsverlaufs | Früher Therapiebeginn entscheidend; Wirkung auf Blut-Hirn-Schranke und Immunzellen |
| Interferon-beta | Hemmung entzündlicher Immunzellen | Injektion; häufig grippeähnliche Nebenwirkungen zu Beginn | |
| Glatirameracetat | Reduktion der Schubrate (~30 %) | Lokale Hautreaktionen möglich | |
| Teriflunomid | Entzündungshemmung, Verlangsamung der Progression | Risiken: Leber-/Nierenschäden, Infektionen, Übelkeit, Schmerzen & Missempfindungen | |
| Dimethylfumarat | Entzündungshemmend, neuroprotektiv | Anfangs Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit & Durchfall, meist rückläufig | |
| Alemtuzumab | Reduktion schädlicher Lymphozyten | Langzeitwirkung; Risiko für Infektionen und Autoimmunerkrankungen; Nutzen-Risiko-Abwägung nötig | |
| Azathioprin | Hemmung der Immunzellbildung | Nur bei Unverträglichkeit anderer Therapien; erhöhtes Infektions-/Krebsrisiko | |
| Mitoxantron | Eskalationstherapie bei schwerem Verlauf | Selten wegen starker Nebenwirkungen (z. B. Herzschäden) | |
| Natalizumab | Blockade des Eintritts von Immunzellen ins ZNS | Bei hochaktiver MS; Risiko für PML (schwere Hirninfektion) | |
| Fingolimod | Reduktion von Lymphozyten im Blut | Herzrhythmusstörungen möglich; erste Einnahme unter Überwachung | |
| Reserve-/Sondertherapien | Immunglobuline (i.v.) | Alternative bei Unverträglichkeit anderer Therapien | Einsatz in Einzelfällen |
| Cyclophosphamid, Methotrexat | Immunsuppression | Off-Label, meist als Reservemedikamente | |
| Kortison (Langzeit) | Entzündungshemmung | Nur in Ausnahmefällen sinnvoll | |
| Symptomatische Therapie | Physio-, Ergo-, Logopädie, Psychotherapie | Linderung individueller Beschwerden | Wichtig für Lebensqualität und Alltag |
| Schmerztherapie (z. B. Amitriptylin, Gabapentin) | Behandlung chronischer Schmerzen | Klassische Schmerzmittel oft ungeeignet | |
| Spastikbehandlung (z. B. Baclofen, Botulinumtoxin) | Muskelentspannung | Kombination aus Medikamenten und Physiotherapie | |
| Tremorbehandlung | Medikamente, Physio-/Ergotherapie, ggf. Hirnstimulation | Tiefe Hirnstimulation bei schweren Fällen | |
| Blasenstörungen | Beckenbodentraining, Katheter, Medikamente | Infektionen konsequent behandeln | |
| Depression / Fatigue | Psychotherapie, Antidepressiva, Bewegung | Ausdauertraining oft hilfreich | |
| Gangstörungen | Fampridin, Training | Verbesserung der Gehfähigkeit | |
| Sexualstörungen | Psychotherapie oder symptomatische Therapie | Ursachen oft psychisch oder medikamentös | |
| Rehabilitation | Stationär oder ambulant (4–6 Wochen) | Wiedererlernen von Fähigkeiten, Verbesserung von Mobilität und Selbstständigkeit | Physiotherapie zentral; frühzeitiger Beginn verbessert Erfolg |
| Verfahren | Anwendung / Methode | Wirkung / Nutzen | Besonderheiten / Hinweise |
|---|---|---|---|
| Allgemein | Komplementäre Therapien ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung | Linderung von Beschwerden, Verbesserung des Wohlbefindens | Abstimmung zwischen Neurologe und Therapeut empfohlen |
| Homöopathie | Individuell ausgewählte Wirkstoffe durch erfahrene Therapeuten | Kann Symptome wie Schwindel, Blasen- und Darmprobleme sowie Konzentrationsstörungen lindern | Wirkung individuell unterschiedlich; ergänzend einsetzbar |
| Akupunktur | Nadeln werden an spezifischen Körperpunkten gesetzt (20–30 Minuten) | Linderung von Schmerzen und Muskelkrämpfen | Meist gut verträglich; nur geringe Einstichwahrnehmung |
| Akupressur | Druck auf bestimmte Körperpunkte (z. B. mit Daumen oder Hilfsmitteln) | Schmerzlinderung und Entspannung der Muskulatur | Nicht-invasiv; auch zur Selbstanwendung geeignet |
| Osteopathie | Manuelle Therapie, z. B. craniosacrale Techniken | Verbesserung der Beweglichkeit, Reduktion von Schmerzen und Muskelkrämpfen | Ganzheitlicher Ansatz; individuell angepasst |
| Entspannungstechniken | z. B. Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Tai Chi, Meditation | Stressreduktion, Verbesserung des Allgemeinbefindens, Linderung verschiedener Symptome | Regelmäßige Anwendung entscheidend für nachhaltige Wirkung |
Eine Schwangerschaft wirkt sich nicht ungünstig auf die MS-Erkrankung aus. Es ist sogar so, dass viele Frauen in dieser Zeit weniger Schübe erleiden. Jedoch kommt es meist nach der Entbindung zu einer Erhöhung der Schubrate (während der ersten drei Monate). Grundsätzlich empfehlen Ärzte vor Beginn einer Schwangerschaft mit der Basistherapie auszusetzen. Es wird aber als unproblematisch gesehen, sollte es während der Therapie mit Interferon oder Glatirameracetat zu einer Schwangerschaft kommen. Nach aktuellem Wissensstand wirken sich die Mittel nicht fruchtschädigend aus. Die Basistherapie sollte aber unmittelbar unterbrochen werden, sobald eine Schwangerschaft bestätigt wurde.
Von Fingolimod und anderen unspezifischen Immunsuppressiva ist bekannt, dass sie zu Missbildungen oder Erbgutschädigungen beim Kind führen können. Das Medikament sollte im Vorfeld der Schwangerschaft, also bei einem Kinderwunsch, ebenso vom Mann abgesetzt werden.
Die Behandlung eines möglichen Schubs kann ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft mit einem Kortisonpräparat erfolgen. Um eine Schädigung des Kindes zu verhindern, sollte das Präparat nur eingenommen werden, wenn es unbedingt notwendig ist.
Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So wird beispielsweise Multiple Sklerose unter dem ICD-Code „G35“ erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieser Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.
Auf der Suche nach einem passenden Krankenhaus, das sich mit der Behandlung von Multiple Sklerose gut auskennt erhält man über die Webseite www.aerzteblatt.de einige hilfreiche Verlinkungen. Unter anderem zu www.weisse-liste.de, www.kliniken.de und www.krankenhaus.de. Eine besonders umfassende Übersicht bietet die Seite www.kliniken.de. Hier sind aktuell 3.846 Krankenhäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gelistet. Zusätzlich gibt es detaillierte Informationen zu Fachabteilungen der Kliniken sowie Qualitätsberichte.
Auf die Startseite von www.kliniken.de gehen: Unter dem Menüpunkt „Top-10“ kann man speziell nach Krankheiten und Diagnosen suchen. Für Krankheiten des Nervensystems hier in der linken Spalte (unter „Krankheiten und Diagnosen nach ICD10“) auf das Feld „VI Krankheiten des Nervensystems“ klicken. Dann darunter auf das Feld „G35-G37 Demyelinisierende Krankheiten des Zentralnervensystems“ klicken. Nun erscheinen rechts davon die gesuchten Krankenhäuser, sortiert nach dem Ranking ihrer Fallzahlen. Auf Platz 1 findet sich das Behandlungszentrum in Berg-Kempfenhausen, auf Platz 2 die Fachklinik für Neurologie in Schwendi und Platz 3 belegt die DRK Kamillus Klinik in Asbach, usw.
Gesetzlich Versicherte haben grundsätzlich Anspruch auf medizinische Leistungen wie Arztbesuche, Medikamente oder Krankenhausbehandlungen. Dabei fallen jedoch meist Zuzahlungen an: In der Regel 10 % der Kosten, mindestens 5 und höchstens 10 Euro. Bei besonders günstigen Arzneimitteln kann die Zuzahlung entfallen, während Mehrkosten für teurere Präparate selbst zu tragen sind.
Im Krankenhaus beträgt die Zuzahlung 10 Euro pro Tag (maximal 28 Tage jährlich). Ähnliche Regelungen gelten für häusliche Pflege, Hilfsmittel und Haushaltshilfen. Bestimmte Leistungen wie Schmerztherapie oder Akupunktur werden unter Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen.
Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.
Im Falle einer Erkrankung warten Sie mit der Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Exklusiv nicht länger als 5 Tage auf einen Termin bei einem spezialisierten Facharzt.
Sie profitieren zudem von Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, freier Krankenhauswahl und Krankenhaustagegeld bei einem stationären Klinikaufenthalt. Der DFV-KlinikSchutz macht Sie zum Privatpatienten im Krankenhaus inkl. Auslandskrankenversicherung.
Die Diagnose MS zu stellen ist nicht einfach, da die Erkrankung sehr vielschichtig ist. Es gibt kein typisches Beschwerdebild und keine allein für MS typischen Symptome. Daher müssen andere Erkrankungen immer erst ausgeschlossen werden. Die aufwendige Diagnose erfolgt in mehreren Schritten: nach Anamnese und klinisch-neurologischer Untersuchung folgt die apparative Diagnostik mit MRT und evozierten Potenzialen (u.a. Funktionsmessungen von Seh- und Hörbahn, sensiblen und motorischen Bahnen). Dem schließt sich die Laboruntersuchung mit Analyse von Blut und Nervenwasser an.
Die langfristige Behandlung von Patienten, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, übernimmt der Neurologe. Da das Krankheitsbild mit vielen unterschiedlichen Beschwerden einhergeht, sind ebenso Physiotherapeuten, Logopäden, Psychotherapeuten, Ergotherapeuten und weitere in die Behandlung involviert. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) rät, möglichst einmal jährlich eine mehrwöchige Rehabilitation durchzuführen.
Die Häufigkeit und auch die Schwere von Schüben lassen sich durch immunmodulatorische Medikamente günstig beeinflussen. Diese auf das Abwehrsystem wirkenden Mittel, wie Interferon-Präparate und Glatirameracetat, hemmen Entzündungen. Die Medikamente werden dabei selbst in den Muskel oder unter die Haut gespritzt. Reichen die Mittel nicht aus, stehen auch andere Wirkstoffe zur Verfügung, so zum Beispiel biotechnologisch hergestellte Antikörper oder Immunsuppressiva.
Auch ein Pseudoschub führt zu einer Verschlechterung des Krankheitszustandes. Auslöser ist allerdings keine neue Krankheitsaktivität, also ein akuter Entzündungsherd, sondern beispielsweise ein Infekt mit Fieber oder eine andere Erkrankung, die Schmerzen verursacht.
Es wird empfohlen, insgesamt auf eine ausgewogene Lebensweise mit ballaststoff- und vitaminreicher Ernährung zu achten. Bestimmte Ernährungsformen oder Diäten, die die MS-Symptome beeinflussen, gibt es bislang nicht. Frauen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind und sich in den Wechseljahren befinden oder wiederholte Kortisonbehandlungen hinter sich haben, wird die zusätzliche Einnahme von Vitamin D empfohlen. Ziel ist es, einer Osteoporose vorzubeugen. Ein Einfluss auf die MS-Symptome konnte auch hier nicht festgestellt werden.
Es gibt zahlreiche Selbsthilfegruppen und Verbände für Betroffene. Unter anderem:
Dank moderner Diagnostik und Therapien hat sich die Lebenserwartung bei MS fast an die der Allgemeinbevölkerung angenähert. Wie lange und selbstständig Betroffene leben, hängt vom individuellen Verlauf, möglichen Begleiterkrankungen und rechtzeitiger Behandlung ab. Eine frühe Diagnosestellung, geeignete Therapien, gesunder Lebensstil sowie die regelmäßige Kontrolle in MS-Zentren verbessern Prognose und Lebensqualität deutlich. Psychische und soziale Unterstützung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. MS ist zwar nicht heilbar, doch viele Patient:innen können heute ein erfülltes Leben führen.
MS ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die vielfältige Symptome und Funktionsstörungen verursachen kann. Dank moderner Diagnose- und Therapiemöglichkeiten lässt sich das Fortschreiten verlangsamen – der Verlauf ist immer individuell. Die Lebenserwartung entspricht zunehmend der der Allgemeinbevölkerung. Für eine gute Prognose sind frühe Diagnose, rechtzeitige Behandlung und regelmäßige neurologische Kontrollen entscheidend. Auch unterstützende Maßnahmen wie Physiotherapie und psychologische Begleitung helfen, die Selbstständigkeit zu erhalten.
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der das Immunsystem die Nerven schädigt. Die Symptome sind vielfältig und reichen von Seh- und Empfindungsstörungen bis zu Erschöpfung und Koordinationsproblemen. Zwar ist MS nicht heilbar, doch können frühzeitige Diagnose, gezielte Therapie und ein gesunder Lebensstil den Verlauf positiv beeinflussen.
Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Gesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Mediziner zu konsultieren.
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