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Diabetes mellitus oder die Zuckerkrankheit

Früher nutzte die Medizin diese Eigenheit, um Diabetes mellitus zu diagnostizieren. Heute unterscheidet man zwischen Diabetes Typ 1, Typ 2 und Schwangerschaftsdiabetes.


Was ist Diabetes?

Unter Diabetes mellitus fasst man alle chronischen Stoffwechselerkrankungen zusammen, bei denen der Körper zu wenig Insulin bildet. Diabetes mellitus ist aufgrund erhöhter Blutzuckerwerte (Hyperglykämie) erkennbar. Der Begriff Zuckerkrankheit oder kurz Zucker geht darauf zurück, dass der Urin von Diabetikern ohne Behandlung süß wie nach Zucker schmeckt.

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Welche Diabetes-Typen gibt es?

Man unterscheidet eine Typ-1-Diabetes von der Typ-2-Diabetes und einer Schwangerschaftsdiabetes. Typ-1-Diabetes tritt seltener auf und dabei werden die Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse häufig bereits in der Kindheit oder Jugend zerstört. Typ-2-Diabetes wird auch Altersdiabetes genannt und ist die häufigste Form. Der Schwangerschaftsdiabetes tritt erstmals während einer Schwangerschaft auf. Neben diesen Diabetes-Typten gibt es noch weitere, seltenere Diabetes-Formen. So zum Beispiel LADA-Diabetes oder Diabetes Typ 3. In der Medizin werden unter der gemeinsamen Bezeichnung mehrere Untergruppen zusammengefasst.

Typ-1-Diabetes:

Die Erkrankung Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung. Meist sind Kinder und Jugendliche betroffen. Die Krankheit kann aber auch im frühen Erwachsenenalter auftreten. Körpereigene Antikörper zerstören dabei die Insulin-produzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Bei einer Zerstörung von etwa 80 Prozent dieser Betazellen, treten erhöhte Blutzuckerwerte auf. Es entsteht ein Mangel an Insulin. Dieses Hormon ist dafür zuständig, dass die im Blut zirkulierende Glukose (Zucker) in die Körperzellen gelangt. Der Zucker fungiert in den Zellen als Energielieferant. Aufgrund des entstandenen Insulinmangels reichert sich der Zucker nun im Blut an. Die genauen Ursachen von Diabetes Typ 1 sind nicht bekannt. Experten vermuten, dass unter anderem die Gene eine relevante Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen.

Typ-2-Diabetes:

Ursache dieser Diabetes-Form ist eine gestörte Blutzuckerregulation in den Körperzellen. Zu Beginn der Erkrankung produziert die Bauchspeicheldrüse in der Regel noch ausreichend Insulin. Mit der Zeit werden die Körperzellen dagegen jedoch unempfindlich und es kommt zu einer Insulinresistenz. In der Folge entsteht ein relativer Insulinmangel. Das heißt, das eigentlich genug Insulin im Körper zur Verfügung steht, dies jedoch nicht ausreichend wirken kann. Aufgrund dessen produzieren die Betazellen immer mehr Insulin. Folge ist eine Überproduktion an Insulin, die die Bauchspeicheldrüse auf Dauer nicht durchhält. Im Laufe der Zeit sind die Betazellen erschöpft und die Insulinproduktion bildet sich zurück. Dies führt zu einem absoluten Insulinmangel. Wie bei Diabetes Typ 1 sind auch bei Diabetes Typ 2 nicht alle Ursachen bekannt. Sicher ist jedoch, dass ein ungesunder Lebensstil die Krankheit fördert. Denn die meisten Betroffenen von Diabetes mellitus Typ 2 leiden an Übergewicht oder Fettsucht (Adipositas). Die Insulinresistenz wird dann vor allem von Fettzellen im Bauchbereich verursacht, die Entzündungsstoffe bilden. Ein erhöhter Bauchumfang erhöht daher die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken. Zudem wirken sich Bewegungsmangel und Rauchen ungünstig aus. Aber auch genetische Faktoren können bei der Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 eine Rolle spielen.

LADA-Diabetes:

LADA-Patienten werden oft als Typ-1- oder Typ-2-Diabetiker diagnostiziert. Das liegt an vielen Überschneidungen der beiden Diabetes-Formen.  LADA steht für: latent autoimmune diabetes in adults. Die seltene Form der Zuckerkrankheit wird häufig auch als spät auftretender Typ-1-Diabetes gesehen. Allerdings gibt es auch Überschneidungen zum Typ 2 Diabetes. Wie auch bei der Typ-1-Diabetes lassen sich bei LADA spezifische Antikörper im Blut nachweisen. Meist sind es Glutamat-Decarboxylase-Antikörper (GADA). Bei Typ-1-Diabetikern hingegen liegen üblicherweise mindestens zwei unterschiedliche Arten von Diabetes-Antikörpern vor. LADA-Patienten und Typ-1-Diabetiker sind überwiegend schlanke Menschen. Zum Zeitpunkt der Diagnose sind LADA-Patienten in der Regel älter als 35 Jahre. Dies ähnelt eher dem Erkrankungsalter von Typ-2-Diabetes, denn die Krankheit beginnt meist nicht vor dem 40. Lebensjahr. Sowohl LADA-Patienten als auch von Diabetes Typ-2-Betroffene weisen Anzeichen auf ein metabolisches Syndrom auf. Dies zeigt sich unter anderem durch Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Zudem entwickeln sich beide Formen eher langsam. Oftmals kann man die erhöhten Blutzuckerwerte der LADA-Patienten durch Ernährungsumstellungen und die Gabe von blutzuckersenkenden Medikamenten herabsetzen. Ähnlich der Behandlung von Typ-2-Diabetikern. Insulinspritzen benötigen an LADA-Erkrankte meist erst im fortgeschrittenen Verlauf der Diabetes. Typ-1-Diabetiker benötigen diese von Anfang an. 


Es kommt oftmals vor, dass LADA-Patienten als Typ-1- oder Typ-2-Diabetiker diagnostiziert werden. Grund sind die zahlreichen Überscheidungen der Krankheitsbilder. In der Medizin geht man heute davon aus, dass bei der LADA-Form beide Krankheitsbilder vorliegen und sich parallel entwickeln.

Typ-3-Diabetes (zum Beispiel MODY):

Unter der Bezeichnung Typ-3-Diabetes werden seltene Formen des Diabetes zusammengefasst. Auslöser von Typ-3-Diabetes sind unter anderem: Virusinfektionen, genetische Defekte, Alkoholmissbrauch, Stoffwechselstörungen, Krebserkrankung oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Zudem können bestimmte Medikamente als Nebenwirkung eine Typ-3-Diabetes hervorrufen. 
Obwohl Diabetes Typ 3 häufiger als ein Typ-1-Diabetes auftritt, ist diese Form weniger bekannt. Es kommt zudem nicht selten vor, dass ein Typ-3-Diabetes als Typ-2-Diabetes fehldiagnostiziert wird. Allerdings hängen die Ursachen des Typ-3-Diabetes nicht mit dem Alter oder dem Lebensstil zusammen.

Diabetes Typ 3 lässt sich in mehrere Untergruppen unterteilen. Die Einteilungen erfolgen gemäß den jeweiligen Ursachen. So entsteht die sogenannte Typ-3a-Diabetes (MODY) durch Gendefekte in den Betazellen. 

Schwangerschaftsdiabetes:

Während der Schwangerschaft ist der Stoffwechsel einer hohen Belastung ausgesetzt. Insbesondere der rapide Anstieg an Schwangerschaftshormonen bedeutete eine Herausforderung für den Körper der werdenden Mutter. Denn die vermehrt ausgeschütteten Hormone, wie Cortisol, Östrogene, Progesteron oder Prolactin, sind Gegenspieler des Insulins. Zudem zeigt sich bei den Betroffenen eine chronisch verringerte Insulinsensivität. Das heißt, dass die Körperzellen nur noch vermindert auf Insulin ansprechen. Durch die plötzlich freigesetzten Hormone steigt der Insulinbedarf deutlich. Kann der Körper der Schwangeren diesen Bedarf nicht ausgleichen, steigt ihr Blutzuckerspiegel und auch der des ungeborenen Kindes. In den meisten Fällen verschwindet diese Störung unmittelbar nach der Geburt wieder. Besonders gefährdet, vorübergehend an einer Schwangerschaftsdiabetes zu erkrankten, sind ältere und übergewichtige Schwangere. Auch Diabetes Erkrankungen in der Familie erhöhen die Wahrscheinlichkeit zur Ausbildung einer Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes oder Diabetes Typ 4).

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Symptome: Welche Anzeichen für Diabetes mellitus?

Eine Erkrankung an Diabetes mellitus kann unterschiedliche Symptome auslösen. Das trifft auf die beiden Hauptformen Typ 1 und Typ 2 Diabetes zu, aber auch auf die seltener vorkommenden Formen. Zu akuten Symptomen kommt es allerdings erst, wenn der Stoffwechsel entgleist und in Folge der Blutzuckerspiegel extrem ansteigt. Dies führt zu deutlichen Veränderungen im Wasser- und Mineralhaushalt, bei gleichzeitiger Entstehung eines schweren Energiemangels in Körperzellen und Zentralnervensystem.
Typische Symptome bei Diabetes mellitus:

  • Starker Durst und immense Harnmengen
  • Unerklärliche Gewichtsabnahme
  • Heißhunger
  • erhöhte Neigung zu Infekten
  • Langsamer Heilungsprozess von Wunden
  • Trockene, juckende Haut
  • Müdigkeit und Leistungsabfall
  • bei Typ-2: Diabetische Nephropathie (Nierensklerose/Nierenversagen)

Diabetes-Typ-1: Symptome einer beginnenden Diabetes:

  • gesteigerter Durst
  • häufiger Harndrang
  • ausgeprägte Müdigkeit
  • vermehrte Infektionen

Typische Symptome des Diabetes Typ 2 sind:

  • Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit, Schwäche, Schwindel
  • Wachstumsstörung, Bettnässen, Gewichtsabnahme (bei Kindern)
  • Sehverschlechterung, wechselnde Sehstärke
  • Trockene Haut und Juckreiz
  • Appetitlosigkeit und Hungerattacken im Wechsel
  • Potenzstörungen, Libidoverlust (mögliche Diabetes-Symptome Mann: Erektionsstörung und bei der Frau: Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr)
  • Nervenerkrankungen
  • Muskelkrämpfe
  • schlecht heilende Wunden, insbesondere an den Füßen
  • Harnwegsinfekte
  • Übelkeit und Bauchschmerzen
  • Menstruationsstörungen (Symptome Frauen)
  • verminderte Fruchtbarkeit (Diabetes-Symptome Frau)
  • Psychische Veränderungen, zum Beispiel aggressives Verhalten.

Ursachen und Risikofaktoren: Was sind die Gründe für Diabetes mellitus?

Typ-1-Diabetes

Bei dem Typ-1-Diabetes zerstören Zellen des Immunsystems (körpereigene Antikörper) in einer fehlgeleiteten Reaktion die insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Dadurch kann der Körper das Hormon Insulin nicht mehr selbst bilden. Durch den Insulinmangel sammelt sich Zucker im Blut. Diese Form der Diabetes beginnt meist im jungen Alter, kann aber auch bei Erwachsenen auftreten. Es entsteht sehr schnell innerhalb von wenigen Wochen.

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Bislang hat die Medizin noch nicht geklärt, warum das Immunsystem bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ1 die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse attackiert. Fachleute gehen davon aus, dass sowohl die Gene als auch weitere Einflussfaktoren eine Rolle spielen können. Zu den vermuteten Ursachen zählen unter anderem: Infektionskrankheiten, eine zu kurze Stillzeit nach der Geburt, zu frühe Gabe von Kuhmilch an Kinder, zu frühe Verwendung glutenhaltiger Kost, Giftstoffe wie Nitrosamine oder das gleichzeitige Auftreten anderer Autoimmunerkrankungen.

Typ-2-Diabetes

Der Typ-2-Diabetes wird auch Altersdiabetes genannt – mittlerweile jedoch zu Unrecht. Denn während es früher tatsächlich meist ältere Menschen betraf, sind heute unter den Patienten vermehrt jüngere in den Dreißigern und sogar Kinder. Im Vergleich zum Typ-1-Diabetes arbeitet die Bauchspeicheldrüse bei Typ-2-Diabetikern noch sehr gut. Allerdings entwickeln die Körperzellen eine Insulinresistenz. Die Körperzellen, zum Beispiel in Muskeln, Leber und Fettgewebe, erkennen das Insulin nicht mehr richtig und der Zucker bleibt unverarbeitet in erhöhter Konzentration im Blut, obwohl die Zellen die Glucose dringend brauchen. Es wird immer mehr Insulin produziert, aber kaum etwas an Glucose in die Zellen aufgenommen und der Blutzuckerspiegel bleibt hoch.

Im Vergleich zu Typ 1 handelt es sich nicht um einen Insulinmangel, sondern die Bauchspeicheldrüse arbeitet auf Hochtouren. Sie kann auch im Endstadium der Krankheit erschöpfen und den Dienst versagen. Meist jedoch nur, wenn die Patienten ihre Lebensweise und Ernährungsgewohnheiten nicht anpassen. Patienten können in vielen Fällen den Verlauf ihrer Erkrankung beeinflussen und mögliche Risikofaktoren minimieren. So sollte Übergewicht abgebaut werden und regelmäßige Bewegung den Alltag bestimmen.

Ein relevanter Risikofaktor für Diabetes Typ 2 ist das metabolische Syndrom. Dies ist eine Kombination aus bauchbetonter Fettsucht, erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck und einer Störung des Zuckerstoffwechsels. Auch Herzinfarkt und Schlaganfall werden dadurch begünstigt. Weitere Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 sind: Rauchen, ungesunde Ernährung (zu wenig Ballaststoffe sowie zu viel Fett und Zucker), bestimmte Medikamente: zum Beispiel Anti-Baby-Pille, Antidepressiva, harntreibende Mittel und Blutdrucksenker.

LADA-Diabetes

Wie auch Typ-1-Diabetes, wird LADA durch einen autoimmunen Prozess ausgelöst. Die Ursache dafür ist in der Medizin bislang nicht bekannt. Im Körper werden Antikörper gebildet, die wichtige B-Zellen der sogenannten Langerhansschen Inselzellen zerstören und so zur Verringerung der insulinproduzierenden Zellen führen. Dem Körper fehlt dadurch Insulin und der Blutzucker kann nicht mehr ausreichend reguliert werden.

Es kann aber auch vorkommen, dass bei LADA Parallelen zur Typ-2-Diabetes bestehen. Dann liegt bei LADA-Patienten ebenfalls eine Insulinresistenz vor. Im Unterschied zu anderen Diabetes-Typen entwickelt sich LADA sehr langsam. Der Autoimmunprozess kann sich über einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren hinziehen. Zudem verläuft die Zerstörung der Inselzellen deutlich milder. Diese Sonderform der Diabetes kann mit einer anderen Autoimmunkrankheit einhergehen.

Da sich die Grenze von LADA zu anderen Diabetestypen fließend darstellt und der Entstehungsprozess der Krankheit häufig schleichend ist, erschwert dies die Diagnosestellung oftmals. Daher kann LADA lange Zeit unentdeckt bleiben. Wegen der Ähnlichkeit zu anderen Diabetesformen kommt es nicht selten zu Fehldiagnosen.

Typ-3a-Diabetes (MODY)

Bei MODY handelt es sich um 13 verschiedene Formen von Erwachsenendiabetes, also MODY 1 bis 13. Aber auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. Ursache ist ein Gendefekt der Insulin-produzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse. Die Mutation kann zu einer abnormen Entwicklung der Bauchspeicheldrüse oder der Inselzellen führen, die zu den Betazellen zählen. Auch eine Störung der Insulinausschüttung kann verursacht werden. Ergebnis dieser Prozesse sind krankhaft erhöhte Blutzuckerwerte (Hyperglykämie). MODY ist vererbbar und in der Regel sind mehrere Familienmitglieder betroffen. Meist bricht die Krankheit vor dem 25. Lebensjahr aus. MODY-Patienten sind in der Regel normalgewichtig, ebenso wie Typ-1-Diabetiker. Anders als diese haben MODY-Patienten keine diabetesspezifischen Autoantikörper.

Die verschiedenen MODY-Varianten (MODY 1 bis 13) zeigen sich in unterschiedlichen Krankheitsbildern. MODY 2 verläuft meist mild und über Jahre stabil. MODY 1 hingegen zeigt sich meist schwerer und mit Folgeerkrankungen. MODY 3 stellt sich zu Beginn eher leicht dar. Die Krankheit schreitet dann jedoch weiter fort und führt oft zu den diabetestypischen Folgeerkrankungen. Die weiteren MODY-Varianten treten sehr selten auf.

Schwangerschaftsdiabetes

Von einem Schwangerschaftsdiabetes spricht die Medizin, wenn während der Schwangerschaft ein erhöhter Blutzuckerspiegel auftritt. Etwa vier Prozent der Schwangeren sind davon betroffen. In der Regel geht diese Form der Diabetes nach der Geburt zurück. Allerdings ist das Diabetes-Risiko für Typ 1 und Typ-2-Diabetes in der Folge erhöht.

Eine Schwangerschaft mit Schwangerschaftsdiabetes gilt als Risikoschwangerschaft. Denn der erhöhte Blutzuckerspiegel kann zu Komplikationen führen, die Folgen für Mutter und Kind haben. So begünstigt ein schlecht eingestellter Schwangerschaftsdiabetes das Entstehen von Bluthochdruck während der Schwangerschaft. Es kann zusätzlich zu einer Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und zu Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) kommen. Das Auftreten dieser Symptome während der Schwangerschaft bezeichnet man als Präeklampsie. Sie gilt als eine Vorstufe von potentiell lebensbedrohlichen Krankheitsbildern: der Eklampsie und des HELLP-Syndroms.

Bei Eklampsie kommt es zu neurologischen Störungen, wie Krampfanfällen, Kopfschmerzen und Flimmersehen. Das HELLP-Syndrom kann sich durch heftige Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie Durchfälle zeigen. HELLP steht für: H=Hämolyse (Zerfall der Blutzellen), EL=Erhöhte Leberwerte und LP=niedrige Blutplättchenzahl (low platelets). – Beide Krankheiten treten häufiger auf bei Schwangeren mit Schwangerschaftsdiabetes als bei gesunden Schwangeren. 

Andere mögliche Folgeerkrankungen einer Schwangerschaftsdiabetes können Infektionen im Harntrakt bis hin zur Nierenbeckenentzündung sein. Unbehandelt kann die Schwangerschaftsdiabetes zu Flüssigkeitsmangel und Blutsalzstörungen führen, die unter Umständen ein hyperosmolares Koma auslösen. Wird wiederum zu viel Insulin gespritzt, droht eine schwere Unterzuckerung (Hypoglykämie).
Frauen, die an einer Schwangerschaftsdiabetes leiden, haben ein erhöhtes Risiko für Früh- und Fehlgeburten. Infektionen oder zu viel Fruchtwasser können eine vorzeitige Geburt begünstigen.

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Diagnose: Wie erkennt man Diabetes mellitus?

Bei einer Harnzuckeruntersuchung ist es zwar möglich, Diabetes festzustellen, aber zur genauen Bestimmung gibt es zwei andere Möglichkeiten. Zum einen die Messung des Nüchtern-Blutzuckers, bei der die Glukosekonzentration im Blut „auf leeren Magen“ bestimmt wird. Das heißt, dass man acht bis zwölf Stunden vor dem Test nichts essen und nur Wasser trinken darf.

Ein normaler Blutzuckerwert bei nüchternen Magen liegt zwischen 70 und 100 Milligramm pro Deziliter. Die Diabetes Werte Tabelle unten zeigt es: Ab einem Wert von 100 mg/dl besteht bereits ein erster Verdacht auf Diabetes mellitus. Übersteigt der Messwert an zwei auseinanderliegenden Blutabnahmeterminen die Marke von 126mg/dl, gilt die Krankheit als nachgewiesen. Nicht nur der Nüchternblutzucker, sondern auch eine Messung nach einer eingenommenen Mahlzeit gibt Hinweise auf eine Diabetes Erkrankung.

Wie die Blutzuckerwerte Tabelle zeigt, spricht ein Wert von über 200 mg/dl, zwei Stunden nach dem Essen gemessen, für eine Störung des Zuckerstoffwechsels. Bei Kindern ist der Grenzwert mit 126 mg/dl deutlich niedriger. Die Blutzucker Tabelle führt auch die Höhe der HbA1c-Grenzwerte auf. Dieser Indikator dient dazu, den Langzeit-Blutzucker zu ermitteln. Es wird der Anteil der Hämoglobinmoleküle (in Prozent) gemessen, an die sich Zucker angelagert hat. Bei Werten über 6,4% (Kinder 6,05%) haben über die letzten zwei bis drei Monate hinweg erhöhte Blutzuckerwerte vorgelegen. Die Ermittlung der HbA1c-Anteile wird wegen seiner rückwirkenden Aussagekraft auch "Blutzuckergedächtnis" genannt.
 

Zum anderen gibt es den Glukose-Belastungstest, der bei unklaren Fällen angewendet wird. Dabei muss man eine festgelegte Zuckermenge von 75 Gramm zu sich nehmen. Danach wird in regelmäßigen Zeitabständen der Blutzucker gemessen. Wenn nach zwei Stunden ein erhöhter Blutzuckerspiegel von über 140 mg/dl vorliegt, handelt es sich um eine gestörte Glukosetoleranz. Liegt der Wert des Blutzuckers sogar über 200 mg/dl, ist es eine Diabetes mellitus.

Ist Diabetes diagnostiziert worden, müssen weitere Untersuchungen erfolgen, denn der Diabetes kann bereits Organe wie Herz und Nieren geschädigt haben. Wichtig ist auch eine Prüfung der Bein-Durchblutung und der Nervenfunktionen.

Blutzuckerwerte für Erwachsene in mg/dl

Messung in mg/dlnormalVerdacht vonVerdacht bisDiabetes
nüchtern<100100126>126
2 h nach Essen<140140200>200
HbA1c<5,75,76,4>6,4 

Blutzuckerwerte für Kinder in mg/dl

Messung in mg/dlGesund vonGesund bis
nüchtern/ nachts65100
2 h nach Essen80126
HbA1c <6,05

Beeinträchtigungen und Folgeerkrankungen von Diabetes mellitus 

Ist ein Diabetes mellitus schlecht eingestellt, drohen akute Stoffwechselentgleisungen. Grund dafür kann ein zu niedriger oder ein zu hoher Blutzucker sein. Die Übergänge zwischen normalem Blutzuckerspiegel, Unter- und Überzuckerung sind fließend. Bei dauerhaft schlecht eingestellten Blutzuckerwerten, drohen ernste Folgeerkrankungen und mögliche Komplikationen.

Akute Komplikationen sind unter anderem:

Sowohl die Unterzuckerung (Hypoglykämie) als auch erhöhte Blutzuckerwerte (Hyperglykämie) sind akute Komplikationen. Sie treten insbesondere bei insulinbehandelten Diabetikern auf.  Man spricht von einer Unterzuckerung, wenn der Blutzucker unter 50 mg/dl absinkt. Dabei unterscheidet man eine leichte Unterzuckerung, die Betroffene durch Glukoseaufnahme selbst behandeln können, von einer schweren Unterzuckerung. Betroffene benötigen dann Fremdhilfe. Eine schwere Unterzuckerung ist riskant, da der Verlust des Bewusstseins bis hin zum Koma droht. Es kann zu einer Selbstgefährdung kommen (u.a. beim Autofahren) sowie zu Fremdgefährdung. – Eine starke Unterzuckerung kann lebensgefährlich sein.

Bei einer Hyperglykämie steigt der Blutzucker oberhalb des Normbereichs (> 200 mg/dl). Werden erhöhte Blutzuckerwerte nicht behandelt, kann sich eine Ketose beziehungsweise eine Ketoazidose (gefährliche Entgleisung) entwickeln. – Tritt eine diabetische Ketoazidose ein, besteht ein medizinischer Notfall. Betroffene müssen sofort in ein Krankenhaus gebracht werden.

Mögliche Folgeerkrankungen:

Ein hoher Blutzucker verursacht keine Schmerzen. Daher werden Gefahren der Erkrankung und mögliche Folgen häufig unterschätzt. So ist Diabetes Typ 2 eine fortschreitende Erkrankung, die zu Spätfolgen in beinahe jedem Bereich des Körpers führen kann. Schon leicht erhöhte Blutzuckerwerte können deutliche Veränderungen an den kleinen und großen Blutgefäßen sowie Nervenschäden hervorrufen. Daher versterben viele Patienten vorzeitig an einem Schlaganfall oder Herzinfarkt. Diabetes-Erkrankte tragen ein zwei- bis dreimal höheres Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden als Nicht-Diabetiker. Häufige Spätfolgen einer Diabetes sind außerdem: Amputationen, Sehstörungen, Nierenschädigungen und Sexualstörungen. 

Mögliche Diabetes-Folgen:

  • Herz-Kreislauf-System: Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Schlaganfall, periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
  • Folgeerkrankung der Augen: Diabetische Retinopathie
  • Nerven: Diabetische Neuropathie
  • Füße: Diabetischer Fuß
  • Nieren: Diabetische Nephropathie
  • Geschlechtsorgane: Sexualstörungen, Harnwegs- und Genitalinfektionen

Psychische Belastung

Diabetes stellt für Betroffene auch eine psychische Belastung dar. Man muss sich mit der chronischen Krankheit auseinandersetzen und seinen Lebensstil entsprechend anpassen. Zudem ist es unvermeidlich, sich mit möglichen Komplikationen und Folgeerkrankungen zu beschäftigen. Dies ruft oftmals Ängste und Unsicherheiten hervor. Auch wenn Patienten Diabetes-Schulungen besuchen, können sie sich überfordert und alleine mit der Krankheit fühlen. Diabetiker tragen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung psychischer Erkrankungen wie Depression und Angst.

Diabetes und Depression: Diabetiker erkranken etwa doppelt so häufig an einer Depression wie Nicht-Diabetiker. Eine Depression erschwert es vielen Diabetikern, ihren Lebensstil umzustellen, sich mehr zu bewegen, gesund zu ernähren oder das Rauchen aufzugeben. Zudem fällt es ihnen schwerer, Antidiabetika, wie vereinbart, einzunehmen oder Patientenschulungen bis zu deren Ende zu besuchen. Gerade bei älteren Diabetes-Patienten ist die psychische Belastung oftmals mit einem erhöhten Risiko für Blutzuckerentgleisungen und diabetischen Folgeerkrankungen verknüpft.

Diabetes und Angststörungen: Diabetiker erkranken nicht selten an einer Angststörung. So können die Ängste eine gute Blutzuckereinstellung und Diabetesbehandlung deutlich erschweren. Dabei können sich die Ängste sowohl unabhängig von körperlichen Symptomen zeigen als auch im Zusammenhang mit der Diabeteserkrankung. Betroffene haben zum Beispiel Angst vor einer Unterzuckerung oder vor möglichen Folgeerkrankungen. Aber auch Angst vor der Insulinspritze können einige Patienten entwickeln. Eine andere Angst, die Diabetes-Patienten entwickeln, kann die Furcht vor einer Gewichtszunahme sein. In Folge bilden einige Betroffene eine Essstörung aus. Essgestörte Diabetiker können das sogenannte „Insulin-Purging“ ausbilden. Sie spritzen sich dann bewusst zu wenig Insulin, um über den Urin vermehrt Glukose auszuscheiden und somit Kalorien einzusparen. Auf Dauer ist der erhöhte Blutzuckerspiegel schädlich für die Gesundheit. Schäden an Gefäßen und Nerven bilden sich früher aus als bei Patienten ohne Essstörung.

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Behandlung: Wie kann Diabetes mellitus behandelt werden?

Da bei Typ-1-Diabetes die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder gar kein Insulin produziert, müssen Patienten lebenslang Insulin spritzen. Die einzige Alternative zur Therapie mit Insulin ist die Inselzelltransplantation. Aufgrund fehlender Langzeitstudien gilt sie als experimentelle Therapie. Dabei werden dem Patienten Zellverbände aus der Bauchspeicheldrüse eines Organspenders implantiert.

Bei Typ-2-Diabetikern gibt es mehr Therapie-Möglichkeiten. Mit Antidiabetika hemmt man entweder die Glucose-Freisetzung aus der Leber oder stoppt die Glucose-Aufnahme im Darm. Zudem gibt es für Typ-2-Diabetes orale Antidiabetika, die das körpereigene Insulin verstärken. Bei rechtzeitiger Diagnose können Betroffene noch ohne Medikamente auskommen. Dafür sind jedoch eine gesunde Ernährung, körperliche Aktivität und der Abbau von Übergewicht notwendig.

Neue Medikamente Diabetes-Typ-2                                                                                        

Unter den neuen Diabetes Medikamenten 2021 hat Trizepatide für Aufmerksamkeit gesorgt. Trizepatide sorgt, ähnlich wie Semaglutide, für eine erhebliche Senkung des Langzeitblutzuckers. Eine aktuelle Studie spricht von einem wichtigen Schritt in der Entwicklung von Diabetes Typ 2 Medikamenten. So zeigte sich die blutzuckersenkende Wirkung von Trizepatide einer standardmäßigen Insulinbehandlung überlegen. Während Insulin langfristig zu einer Zunahme des Körpergewichtes führt, konnte bei der Injektion von Trizepatide sogar eine deutliche Gewichtabnahme registriert werden. Auch die Gefahr der Unterzuckerung ist geringer als bei Insulin.

Aus beiden Diabetes-Formen können sich Folgeerkrankungen entwickeln. Bei Typ-1-Diabetikern drohen bei schlechter Blutzuckereinstellung Schäden an Augen, Nieren sowie Nerven. Sind die Nieren einmal geschädigt, steigt das Risiko, dass sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen einstellen.

Beim Typ-2-Diabetes ist es ein wenig anders. Da die Krankheit unter Umständen erst nach Jahren diagnostiziert wird, können Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits fortgeschritten sein. Ähnliches gilt für Augen, Nieren und Nerven. Bis zur Diabetes-Diagnose können bereits Schäden vorliegen und der Zustand verschlechtert sich mit der Zeit.

Prävention: Wie kann Diabetes vorgebeugt werden?

Um Diabetes mellitus wirksam vorzubeugen, ist laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft die Vermeidung von Übergewicht und eine gesunde Lebensweise von zentraler Bedeutung. Damit sind nicht ein oder zwei Kilogramm mehr gemeint, sondern deutliches Übergewicht oder Adipositas (Fettleibigkeit). Um ein Normalgewicht zu erreichen oder zu halten, sind eine ausgewogene Ernährung und Bewegung am wichtigsten.

Leben mit Diabetes mellitus

Eine Diabetes-Erkrankung bedeutet eine Änderung des bisherigen Lebensstils. Viele Dinge, die vorher spontan angegangen werden konnten, müssen nun genau geplant werden. Angefangen bei der Ernährung, über die Urlaubsreise bis hin zur Freizeitgestaltung mit Familie und Freunden. Wer dabei einige Ratschläge beherzigt und umsetzt, kann seinen Alltag dennoch genießen. 

  • Zur Selbstkontrolle und Behandlung des Diabetes benötigen Patienten – je nach Typ und Schwere ihrer Erkrankung – Utensilien wie Teststreifen, Stechhilfen, ein Blutzuckermessgerät, Pens oder Spritzen sowie Medikamente beziehungsweise Insulin.Es ist wichtig, darauf zu achten, dass man stets alle nötigen Hilfsmittel und Medikamente bei sich hat. 
  • Mindestens jeden dritten Monat sollte der behandelnde Arzt aufgesucht werden: Durch Untersuchungen des Langzeitzuckers sowie der Nerven- und Nierenfunktion kann er feststellen, wie gut der Stoffwechsel eingestellt ist. Bei Bedarf passt der Arzt die Therapie an.
  • Das Allerwichtigste im Umgang mit einer Diabetes mellitus ist die richtige Einstellung des Blutzuckers. Es geht nicht allein darum, Extremsituationen wie Unterzuckerung (Hypoglykämie) und Überzuckerung (Hyperglykämie) zu vermeiden. Vielmehr sollte der Blutzuckerspiegel möglichst dauerhaft im Bereich der Idealwerte gehalten werden.
  • Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2 sind zwar nicht heilbar, allerdings kann man selbst einiges dafür tun, um mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden: So sind Spätfolgen wie Augen-, Nerven- oder Gefäßschäden nicht schicksalhaft, nur weil man Diabetes hat. Nicht die Krankheit selbst ist dafür verantwortlich, sondern ein schlecht eingestellter Blutzucker.
  • Daher sollten Lebensmittel, die den Blutzucker schnell und stark ansteigen lassen, unbedingt gemieden werden. Dazu zählen unter anderem: fettarme Süßigkeiten wie gezuckerte Limonaden oder Fruchtsaftgetränke, ebenso Gummibärchen. Sie sind lediglich im Fall einer Unterzuckerung erlaubt.
  • Heutzutage ist der Umgang mit Zucker für Diabetiker einfacher geworden. Zucker ist längst nicht mehr strikt verboten. Allerdings wird von vielen speziellen („zuckerfreien“) Diabetiker-Lebensmitteln abgeraten, da sie so gut wie keinen Vorteil haben.
  • Patienten profitieren von Schulungen, die sowohl von niedergelassenen Ärzten angeboten werden, als auch von Diabetesschwerpunktpraxen oder ausgewiesenen Diabeteszentren. Auch wenn bei Diabetes Typ 1 keine Heilung möglich ist, ebenso wie bei anderen Diabetes-Formen, lässt sich die Lebensqualität mit Hilfe von Fachärzten deutlich steigern. Auch Krankenkassen bieten speziell strukturierte Behandlungsprogramme an, sogenannte Disease-Management-Programme (DMP). Es geht darum, die Lebensqualität mit der Erkrankung zu verbessern und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

FAQs

Wie oft tritt Diabetes mellitus auf?

In Deutschland gibt es sieben Millionen Patienten, bei denen Diabetes mellitus diagnostiziert ist. Allerdings wird die Zahl der Betroffenen mit unentdeckter Erkrankung weit höher geschätzt. Laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft handelt es sich bei 95 Prozent der Erkrankten um den Typ-2-Diabetes.

Wie zeigt sich Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus löst zahlreiche Symptome aus. Das gilt für beide Hauptformen Typ-1- und Typ-2-Diabetes, aber auch für seltenere Formen. Zu den wichtigsten Diabetes-Symptomen zählen: vermehrter Harndrang, starker Durst, Schwäche, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen, Sehstörungen, Juckreiz und trockene Haut sowie ein geschwächtes Immunsystem.

Ist Diabetes mellitus das gleiche wie Diabetes?

Ja, beide Bezeichnungen stehen für die Zuckerkrankheit. Diabetes mellitus ist der Überbegriff für verschiedene Erkrankungen des Stoffwechsels. Betroffene leiden unter erhöhten Blutzuckerwerten. Entweder aufgrund eines Mangels an Insulin oder wegen einer verminderten Insulinwirkung.

Was bedeutet mellitus?

Der Name Diabetes mellitus bedeutet „honigsüßer Durchfluss“,“ mellitus“ steht dabei für „honigsüß“. Die Bezeichnung stammt aus der Antike. Die damaligen Ärzte erkannten die Zuckerkrankheit daran, dass Betroffene unter häufigem Harndrang litten und, dass deren Urin auffallend süß war.

Was passiert bei Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselkrankheit. Im Fall einer Typ-1-Diabetes produziert der Körper kein Insulin mehr. Bei einer Typ-2-Diabetes können Zellen kein Insulin mehr aufnehmen. In beiden Fällen kommt es zu einer dauerhaften Erhöhung des Blutzuckers. Dies führt mit der Zeit zu Schädigungen verschiedener Gefäße und Organe.

Welche natürlichen Zuckersenker gibt es?

Wer an Diabetes erkrankt ist, sollte grundsätzlich auf eine gesunde Ernährung und viel Bewegung setzen. Auf diese Weise können Patienten mit Diabetes häufig beeinflussen, wie stark ihr Blutzuckerspiegel ansteigt. Grundsätzlich empfohlen werden Gemüse, bestimmte Obstsorten (u.a. Äpfel, Birnen, Beeren), Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, Vollkornprodukte, fettarme Milch- und Fleischprodukte sowie Fisch. Einige Lebensmittel sind besonders gut geeignet, um auf natürliche Weise den Blutzuckerspiegel zu senken. Das sind unter anderem: Zimt, grünes Blattgemüse, Fisch, Knoblauch, Olivenöl und Hülsenfrüchte.
 

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Quellen:

Deutsche Diabetes Stiftung, www.diabetesstiftung.de (Abruf 27.06.2022)

Deutsche Diabetes Gesellschaft, www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de (Abruf 28.06.2022)

Berufsverband Deutscher Internisten e.V., www.internisten-im-netz.de (Abruf 28.06.2022)

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Typ-2-Diabetes, www.awmf.org (Abruf 24.06.2022)

Deutsches Zentrum für Diabetesforschung, www.dzd-ev.de (Abruf 30.06.2022)

Deutsche Diabetes-Hilfe e.V., www.diabetesde.org (Abruf 29.06.2022)

NDR: „Diabetes Typ 2: Symptome, Ursachen und Behandlung“, www.ndr.de (Abruf 29.06.2022)

Helmholtz Zentrum München, www.diabinfo.de (Abruf 30.06.2022)

Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) e.V., www.menschen-mit-diabetes.de (Abruf 27.06.2022)

Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, www.patienten-information.de (Abruf 28.06.2022)

Wiener Zeitung: „Neues Medikament senkt stark Blutzucker und Gewicht“, www.wienerzeitung.de (Abruf 28.06.2022)

Focus: „ Wie Diabetes das Sexualleben von Männern und Frauen beeinflussen kann“, www.focus-arztsuche.de (Abruf 30.06.2022)

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