Tremor

Tremor – Ursachen, Symptome, Behandlung

Tremor nennt man ein rhythmisches Muskelzittern, das sich nicht willentlich unterdrücken lässt. Das Zittern entsteht durch das Zusammenspiel von zwei gegenläufig wirkenden Muskeln. Meist handelt es sich um eine natürliche Körperreaktion. Es kann aber auch ein Symptom für eine Erkrankung sein.


Tipps: Das hilft bei Tremor

Das Auftreten eines Tremors kann unterschiedliche Ursachen haben. Abhängig von der individuellen Diagnose, profitieren viele Betroffene von folgenden Maßnahmen:

  • Ruhe und Entspannung in den Alltag integrieren. Das kann leichte Verbesserung bringen.
  • Meditation, Yoga, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson oder Autogenes Training üben. Je regelmäßiger die Entspannungsmethoden ausgeführt werden, desto besser.
  • Ergotherapie: Patienten lernen einen besseren Umgang mit dem Zittern. Im Alltag gewinnen sie wieder mehr Sicherheit.
  • Vom Arzt verschriebene Medikamente einnehmen: Zum Beispiel Betablocker wie Propranolol oder krampflösende Mittel.

Was ist ein Tremor?

Der medizinische Begriff "Tremor" steht für unwillkürliche, meist rhythmische Schüttelbewegung von unterschiedlichen Körperpartien (Hände, Arme, Kopf). Sie entstehen, ohne dass die Betroffenen das Auftreten bewusst steuern können. Das mehr oder weniger starke Zittern, wird in der Regel vom rasch wechselnden Einsatz von Muskeln erzeugt, die im Körper für genau entgegengesetzte Bewegungen zuständig sind. Ein Tremor kann sporadisch bei bestimmten Aktionen oder Anlässen auftreten. Die häufigste Form ist hier der essentielle Tremor. Es kann sich aber auch um eine anhaltende Störung handeln, das die Betroffenen im Ruhezustand begleitet. Die Medizin unterscheidet auf der Suche nach möglichen Ursachen der Zitterbewegungen den Ausschlag und die Geschwindigkeit des Tremors. Der Arzt unterscheidet drei unterschiedliche Grade von Bewegungsausschlägen. Je nach Größe der Amplitude gliedern sie sich in "feinschlägigen", "mittelschlägigen" oder "grobschlägigen" Tremor. Für die Zitterfrequenz erfolgt die Einteilung in "niederfrequenten" Tremor mit weniger als vier Ausschlägen pro Sekunde, also einer Frequenz von bis zu vier Herz,"mittelfrequenten" Tremor mit einem Takt von vier bis sieben Herzund "hochfrequenten" Tremor mit raschen Zitterbewegungen von bis zu 15 Herz. Das dritte wichtige Kriterium für die Einteilung der Tremor-Formen ist schließlich die jeweilige Situation, in der das Zittern auftritt.

Arten von Tremor

Grundsätzlich wird zwischen einem Ruhetremor und einem Aktionstremor unterschieden.

  • Ruhetremor: Ruhetremor zeigt sich gerade im bewegungslosen Zustand und verringert sich sogar eher, wenn die Betroffenen in Aktion sind. Er weist häufig auf einer Erkrankung an Parkinson hin.
  • Aktionstremor: Dieser Tremor stellt sich in unterschiedlichen Ausprägungen dar. Das Zittern macht sich vornehmlich in ganz typischen Momenten bemerkbar:

Beim Haltetremor tritt das Zittern auf, wenn die Muskeln das Gewicht eines Gegenstandes in Ruheposition halten. Unter der einsetzenden Ermüdung leidet die Koordination und ein Muskelzittern setzt ein. Dieses natürliche Phänomen kennt jeder aus eigenem Erleben.

Beim Intentionstremor kommt es zur Zitterbewegung, wenn man eine zielgerichtete Bewegung ausführen möchte, etwa einen Finger auf einen ganz bestimmten Punkt legen will. Typischerweise nimmt der Intentionstremor zu, je näher man dem anvisierten Punkt kommt.

Beim Bewegungstremor zeigt sich das Zittern bei alltäglichen Tätigkeiten, die weitgehend automatisch und ohne besondere Aufmerksamkeit ausgeführt werden. Ein Beispiel ist das Trinken aus einem Glas oder Zähneputzen.

Zerebellärer Tremor ist eine Tremor-Form die sowohl zum Intentionstremor als auch zum Bewegungstremor gehört. Das langsame, aber starke Zittern kann durch Blutungen, Tumore Schlaganfälle aber auch Entzündungen, etwa durch Multiple Sklerose, verursacht werden.

Ursachen für Tremor

Ein Tremor ist eine natürliche Reaktion auf bestimmte Umweltreize. Kälte und Schreck können zum Zittern führen. Auch starke Anstrengung provoziert unter Umständen die Zitterbewegungen. Dieser sogenannte physiologische Tremor, ein leichtes, fast unmerkliches Zittern, gehört zum normalen Leben. Der physiologische Tremor ist in der Regel aber kaum wahrnehmbar.

Ein deutlicher Tremor kann dagegen das Symptom einer ernsten Erkrankung sein, Hinweise auf ein traumatisches Erlebnis geben, eine Vergiftung anzeigen oder ein Zeichen von Entzugserscheinungen bei Drogen bzw. Alkoholabhängigkeit sein. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Der Tremor kann seinen Ursprung im Gehirn, in den Nervenbahnen oder im Stoffwechsel der Muskeln selbst haben.

Tremor – wann zum Arzt?

Tremor ist oft nur die natürliche Körperreaktion auf Kälte, Anspannung oder extreme Anstrengung und bedarf keiner Behandlung. Sollte sich ein Tremor aber dauerhaft einstellen und womöglich sogar das tägliche Leben beeinträchtigen, ist unbedingt ein Termin beim Arzt zu vereinbaren. Hier kann zuverlässig festgestellt werden, ob eine Erkrankung vorliegt, geeignete Untersuchungen angeordnet und die Expertise von Spezialisten hinzugezogen werden.

Tremor – Diagnose

Bei der Untersuchung wird der Arzt zunächst feststellen, welche Art von Tremor vorliegt. Hierfür ordnet er das Zittern nach Frequenz und Heftigkeit in eine bestimmte Kategorie ein, die Rückschlüsse auf die Art der Erkrankung geben kann. Er unterscheidet zwischen "feinschlägigem", "mittelschlägigem" und "grobschlägigem" Tremor. Und er teilt auch die Geschwindigkeit des Tremors nach "niederfrequent", "mittelfrequent" und "hochfrequent" ein. Weitere Rückschlüsse kann der Arzt aus der Situation ziehen, in der sich der Tremor zeigt. Ist das Zittern in körperlicher Ruhe oder bei bestimmten Bewegungen zu beobachten? Bei welchen Bewegungsabläufen tritt das Zittern auf? Für jede Art von Erkrankung sind bestimmte Formen des Tremors symptomatisch. Ein "mittelfrequenter Ruhetremor" kann ein Anzeichen einer Parkinson Erkrankung oder eines Parkinson-Syndroms sein. Ein Intentionstremor, der sich bei gezielt ausgeführten Bewegungen zeigt, kann in Verbindung mit Multipler Sklerose stehen oder auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente ausgelöst werden. Ein Haltetremor, bei dem ein Gegenstand nur zitternd gegen die Schwerkraft hochgehalten werden kann, ist oft harmlos, kann aber auch das Anzeichen für eine Leber- oder Nierenkrankheit sein. Es gibt allerdings auch Tremor-Formen, deren Ursache noch völlig unbekannt ist. Der Essentielle Tremor ist ein häufiges Beispiel. Hier kann der Arzt nur an der Linderung der Symptome arbeiten.

Anamnese

Bei einigen Tremor-Formen wird der Arzt gezielt nach traumatischen Erlebnissen, anhaltendem Stress oder starken psychischen Belastungen forschen. Der Patient wird nach eingenommenen Medikamenten gefragt, um Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten aus der laufenden Therapie auszuschließen. Auch der Missbrauch von Alkohol oder der Konsum von Drogen können Auslöser eines Tremors sein. Besonders häufig ausgelöst durch das bewusste oder zufällige Absetzten der Rauschmittel. Unter Umständen untersucht der Arzt auch die Bewegungsabläufe des Patienten genauer. Bestimmte Auffälligkeiten im Gang oder in der Körperhaltung können in Zusammenhang mit einem Tremor für Krankheiten des Nervensystems oder Gehirns sprechen. Auch fehlende oder zu schwach ausgeprägte Reflexe sowie Sensibilitätsstörungen und Auffälligkeiten bei der Koordination der Augen können zu einer genaueren Diagnose führen.

Laboruntersuchung

Hat der Arzt die Art des Tremors kategorisiert, untersucht er im Labor gegebenenfalls das Blut oder den Urin der Betroffenen auf Hinweise von Vergiftungen, Entzündungen oder Stoffwechselstörungen, die typischerweise in Zusammenhang mit einer bestimmten Tremor-Form stehen können. Die Analyse der Rückenmarksflüssigkeit im Rahmen einer Lumbalpunktion kann in Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen hilfreich sein. Mit genetischen Untersuchungen lassen sich Tremor-auslösender Erbkrankheiten nachweisen. Eine Elektromyografie kann hingegen krankheitsbedingte Auffälligkeiten in der Erregung der Muskelspannung aufzeigen.

Bildgebende Verfahren

Als Sitz der zentralen Steuerung des muskulären Zitterns wird meist das Gehirn mit bildgebenden Verfahren untersucht. Eine Magnetresonanztomografie kann krankhafte Veränderungen im Gehirn sichtbar machen. Angewendet werden aber auch Kernspintomografie und Computertomografie. Das nuklearmedizinische Hirnfunktions-SPECT gibt Aufschluss, ob eine Dystonie hinter den vorhandenen Bewegungsstörungen steht.

Tremor – Behandlung

Ausschlaggebend für die Tremor-Behandlung ist die zugrundeliegende Erkrankung. Gelingt die Bekämpfung der Krankheit, verschwindet in aller Regel auch der Tremor.

  • Typische Erkrankungen, die von einem Tremor begleitet sein können, sind Schilddrüsenüberfunktion, Morbus Parkinson, Nervenschäden, Schlaganfall, Nierenversagen, Gehirnentzündung, Alzheimer, Multiple Sklerose, Basedow-Krankheit oder Leber- und Nierenversagen. Die große Bandbreite der verursachenden Erkrankung reicht aber auch bis zu seltenen Erbkrankheiten, wie dem Morbus Wilson, der zu schädlichen Kupfereinlagerungen im Körper führt.
  • Auch Vergiftungen oder die Nebenwirkungen einiger Medikamente können zu einem Tremor führen. Hier muss geprüft werden, wie die schädigenden Substanzen abgebaut werden können beziehungsweise ob es Alternativen für unverträgliche Wirkstoffe gibt.
  • Häufig hat ein Patient vor dem Auftreten eines Tremors stark belastende Situationen durchlebt: Kriegserlebnisse, schwere Unfälle oder vergleichbare traumatische Erlebnisse können einen Tremor zur Folge haben. Hier ist eine psychologische Behandlung angezeigt.
  • Schädlich können sich auch anhaltender Stress oder Angstzustände auswirken. Ziel der Behandlung ist dann, das seelische Gleichgewicht der Betroffenen durch geeignete Maßnahmen wie beispielsweise einer kognitiven Verhaltenstherapie und Entspannungstraining zu fördern.
  • Bei einigen Patienten lässt sich die tieferliegende Ursache für die Tremor-Erscheinung nicht ermitteln. Allerdings können die Symptome meist gelindert und der Tremor abschwächt, unterdrückt oder beseitigt werden. Das kann auf pharmazeutischer Basis erfolgen. Je nach Tremor-Form werden Betablocker wie Propranolol oder verschiedene krampflösende Mittel verordnet. Die störenden Einflüsse des Tremors auf die notwendigen Bewegungsabläufe der Betroffenen können so eingedämmt werden. Die Anwendung von Ergotherapie ermöglicht einen besseren Umgang mit dem Zittern und verhilft zu mehr Sicherheit im alltäglichen Leben.

Homöopathie bei Tremor

Für die Behandlung von Bewegungsstörungen und Nervenstörungen bedient sich die Homöopathie einer breiten Wirkstoffauswahl. Um das individuell passende Mittel zu finden, sollte der Rat eines erfahrenen Homöopathen in Anspruch genommen werden. Unter anderem können diese Mittel bei Tremor helfen:

  • Agaricus muscarius
  • Gelsemium
  • Absinthium
  • Antimonium tartaricum
  • Aranin

Akupunktur bei Tremor

Die Therapie mit Akupunktur zielt darauf ab, Störungen im Energiefluss des Körpers wieder zu harmonisieren. Denn laut Traditioneller Chinesischer Medizin sind sogenannte Blockaden die Ursache vieler Erkrankungen. So kann beispielsweise bei Morbus Parkinson – die medikamentöse Therapie begleitend – Akupunktur sinnvoll sein. Allerdings wirkt sich die Akupunktur dabei eher indirekt auf den Tremor aus, mit dem die Krankheit verbunden ist. Durch die Behandlung mit den feinen Akupunkturnadeln kann sich unter Umständen der Schlaf von Patienten verbessern und die Verstärkung der Parkinson-Symptome kann abgebremst werden. Teilweise lässt sich sogar die Medikamentendosis verringern. Bestimmte Nebenwirkungen können so gemildert oder womöglich vermieden werden.

Tremor vorbeugen

Eine gezielte Vorbeugung gegen das Auftreten eines Tremors ist nicht möglich. Der physiologische Tremor ist sogar eine natürliche Körperreaktion. Grundsätzlich sollte man auf einen gesunden Lebenswandel, eine ausgewogene Ernährung und ausreichende körperliche Bewegung achten. Die Vermeidung von anhaltendem Stress verringert ein gewisses Tremor-Risiko. Der Genuss von Alkohol sollte, wenn überhaupt, lediglich in Maßen erfolgen.

Warum beeinflusst Alkohol den Tremor?

Alkohol ist ein Nervengift. Selbst der Konsum von kleineren Mengen kann Schädigungen des Nervensystems verursachen. Ein Zittern der Hände stellt sich typischerweise beim Alkoholentzug im Falle einer bereits vorhandenen Abhängigkeit ein. Der erneute Alkoholkonsum lindert zwar kurzzeitig den Tremor, verschlimmert aber auf Dauer das Krankheitsbild in seiner Gesamtheit. Ein Alkoholentzug und ein abstinentes Leben wirken sich positiv auf die Belastung durch den Tremor aus. Der Entzug sollte aber ausschließlich unter intensiver ärztlicher Begleitung angegangen werden. Auch der Essentielle Tremor reagiert auf die Verabreichung von Alkohol. Dies wird aber nicht für die Therapie genutzt, sondern dient ausschließlich der Diagnose. Auf welche Ursache der Essentielle Tremor zurückgeht, ist bisher noch unbekannt.

Tremor bei älteren Menschen

Entgegen der weit verbreiteten Ansicht ist Muskelzittern keine normale Alterserscheinung. Lediglich das häufige Auftreten von mit Tremor verbundenen Krankheiten im Alter, vermittelt diesen Eindruck. Es lohnt sich, auch im fortgeschrittenen Alter, den Ursachen eines Tremors auf den Grund zu gehen. Selbst wenn sich keine zugrundeliegende Erkrankung diagnostizieren lässt und eine ursächliche Behandlung ausscheidet (Essentieller Tremor), kann doch in vielen Fällen die Lebensqualität deutlich verbessert werden.

Tremor bei Kindern

Es gibt bisher nur wenige Studien zu diesem Thema, da Tremor bei Kindern eher selten auftritt. Allerdings fällt auf, dass Jungen sehr viel häufiger betroffen sind als Mädchen. Ein wichtiger Unterschied zur Behandlung von Erwachsenen liegt darin, dass die Ärzte mit einer medikamentösen Behandlung zurückhaltender sind, um potenzielle Entwicklungsschäden durch die eingesetzten Wirkstoffe zu vermeiden. Die gängigen Untersuchungsmethoden auf eventuelle Grunderkrankungen sind jedoch in aller Regel auch bei Kindern anwendbar.

Tremor in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft ist der Organismus besonderen Belastungen ausgesetzt. Bereits bestehende Erkrankungen können dann erstmals zutage treten. Krankheiten wie Anämie oder Harnwegsinfekte können durch eine Schwangerschaft sogar ausgelöst werden. Zu gehäuftem Auftreten eines Tremors kommt es, da sich Schilddrüsenerkrankungen oder Diabetes durch die Schwangerschaft häufig verschlimmern können. Die Behandlung sollte in enger Absprache mit dem betreuenden Arzt erfolgen, so dass das ungeborene Kind davon unbelastet bleibt.

Tremor – ICD-Code

Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet.Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So werden beispielsweise Symptome, die das Nervensystem und das Muskel-Skelett-System betreffen (u.a.Tremor) unter dem ICD-Code „R25-R29“ erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieser Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.

Tremor – Wie finde ich das richtige Krankenhaus?

Auf der Suche nach einem passenden Krankenhaus, das sich mit der Behandlung von Tremor gut auskennt erhält man über die Webseite www.aerzteblatt.deeinige hilfreiche Verlinkungen. Unter anderem zu www.weisse-liste.de, www.kliniken.deund www.krankenhaus.de. Eine besonders umfassende Übersicht bietet die Seite www.kliniken.de. Hier sind aktuell 3.846 Krankenhäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gelistet. Zusätzlich gibt es detaillierte Informationen zu Fachabteilungen der Kliniken sowie Qualitätsberichte.

Auf die Startseite von www.kliniken.degehen: Unter dem Menüpunkt „Top-10“ kann man speziell nach Krankheiten und Diagnosen suchen. Für Symptome, die das Nervensystem und das Muskel-Skelett-System betreffen (unter anderem Tremor) hier in der linken Spalte (unter „Krankheiten und Diagnosen nach ICD10“) beispielsweise auf das Feld „XVIII Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind“ klicken. Dann noch einmal auf das Feld darunter klicken „R25-R29 Symptome, die das Nervensystem und das Muskel-Skelett-System betreffen“. Dann erscheinen rechts davon die gesuchten Krankenhäuser, sortiert nach dem Ranking ihrer Fallzahlen. Auf Platz 1 findet sich die BG Klinik Ludwigshafen, auf Platz 2 das Hüttenhospital Dortmund und Platz 3 belegt das Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck, usw.– Häufig sind es neurologische Kliniken bzw. die neurologischen Abteilungen der Krankenhäuser, die am ehesten bei einem akuten Tremor helfen können.

Tremor – Was bezahlt die Krankenkasse und was muss man selbst bezahlen?

Angehörige einer gesetzlichen Krankenversicherung haben grundsätzlich ein Recht auf stationäre sowie ambulante Versorgung, auf Arzneimittel und weitere Leistungen. In aller Regel sind jedoch bestimmte Eigenleistungen (Zuzahlungen) gesetzlich festgeschrieben. Diese Zuzahlungen betragen 10 Prozent der Kosten, pro Zuzahlung aber maximal 10 Euro. Kostet die Leistung weniger als 5 Euro, hat der Versicherte den tatsächlichen Preis zu entrichten.

Bei Arzneimitteln gelten diese Grenzen ebenfalls. Wenn der Betroffene ein besonders preiswertes Präparat erhält, entfällt die Zuzahlung. Dabei dürfen die Krankenkassen feste Beträge bestimmen, die sie erstatten, sofern mehrere Präparate mit gleichem Wirkstoff erhältlich sind. Arzneimittel, deren Preis 30 Prozent unter diesem Festbetrag liegt, werden von den Krankenkassen ohne Zuzahlung erstattet.

Zudem besteht die Regelung, dass die GKV bei bestimmten Präparaten nicht mehr den Einzelpreis des jeweiligen Arzneimittels erstatten muss, sondern nur den Festbetrag, der für eine Gruppe von vergleichbaren Präparaten festgelegt wurde. Ist das verschriebene Medikament teurer, muss der Patient den Mehrpreis selbst zahlen plus der gesetzlichen Zuzahlung für den erstatteten Kostenanteil.

Zuzahlungen fallen ebenfalls bei einem Krankenhausaufenthalt an. Sie betragen 10 Euro pro Kalendertag, wobei die Zuzahlung nur für maximal 28 Tage pro Jahr geleistet werden muss. Dabei können mehrere Krankenhausaufenthalte in einem Jahr zusammengenommen werden, so dass die maximale Zuzahlung bei stationärer Behandlung 280 Euro pro Kalenderjahr beträgt.

Bei häuslicher Krankenpflege werden einmalig zehn Euro für die Verordnung fällig. Darüber hinaus sind 10 Prozent pro Tag als Eigenanteil zu tragen. Die Zuzahlung ist auf 28 Kalendertage pro Kalenderjahr begrenzt und wird nur bei Erwachsenen über 18 Jahren erhoben. Auch bei häuslicher Krankenpflege gilt die Obergrenze von 280 Euro pro Kalenderjahr. Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte werden bei der Obergrenze der Zuzahlung für häusliche Krankenpflege angerechnet.

Wenn die Kosten für eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse übernommen werden, müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent der anfallenden Kosten leisten. Die Grenzen liegen bei mindestens 5 und maximal 10 Euro pro Kalendertag. Diese Zuzahlungspflicht gilt für den gesamten Zeitraum, in dem eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen wird.

Bei Hilfsmitteln müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent des Abgabepreises leisten, wobei ebenfalls eine Ober- und Untergrenze von 10 und 5 Euro pro Verordnung gelten.

Die Höhe der Zuzahlungen für Rehabilitationsmaßnahmen hängt von der Maßnahme und vom jeweiligen Kostenträger ab.

Die Kosten für eine Schmerztherapie in einer Schmerzklinik übernimmt in der Regel jede gesetzliche Krankenkasse, da es sich um eine vertragsärztliche Leistung handelt. Allerdings können weitere Kosten (wie z. B. Zuzahlungen für Verordnungen) privat anfallen.

Die Kosten einer klassischen Körperakupunktur werden von allen gesetzlichen Krankenkassen, bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder bei Kniegelenkarthrose, übernommen. Der Leistung wird vorausgesetzt, dass die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen. In solchen Fällen haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall innerhalb von maximal sechs Wochen. Eine erneute Behandlung kann frühestens zwölf Monate nach Abschluss der letzten Akupunkturbehandlung erfolgen. Die Krankenkasse erstattet die Kosten nur, wenn die Behandlung von einem qualifizierten Arzt durchgeführt wird. Akupunktur bei einem Heilpraktiker wird nicht übernommen. Die Kosten sind dann privat zu leisten.

Tremor – Was übernimmt die DFV?

Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.

Im Falle einer Erkrankung warten Sie mit der Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Exklusiv nicht länger als 5 Tage auf einen Termin bei einem spezialisierten Facharzt.

Sie profitieren zudem von Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, freier Krankenhauswahl und Krankenhaustagegeld bei einem stationären Klinikaufenthalt. Der DFV-KlinikSchutz macht Sie zum Privatpatienten im Krankenhaus inkl. Auslandskrankenversicherung.

FAQ zum Thema Tremor

Wie entsteht ein Tremor bei Morbus Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Krankheit. Durch das allmähliche Absterben der Dopamin-produzierenden Nervenzellen leidet bei Parkinson die Nervenleitung und damit die Funktionsfähigkeit des Gehirns. Zu den ersten auftretenden Krankheitszeichen gehört ein leichter Ruhetremor. Später kommen weitere Einschränkungen der Bewegungsabläufe hinzu. Man spricht deshalb bei Parkinson auch von einer Schüttellähmung. Genetische oder äußere Auslöser der Krankheit sind bisher nicht genau bekannt. Die Symptome von Parkinson lassen sich durch Medikamente oder die Implantation eines sogenannten Hirnschrittmachers zur Tiefen Hirnstimulation behandeln.

Wie behandelt man Tremor?

Tremor ist ein Symptom und keine Krankheit. Der Arzt wird also zunächst versuchen, die dem Tremor zugrundeliegende Erkrankung zu diagnostizieren. Mit der erfolgreichen Behandlung wird sich meist auch der Tremor verlieren. Wenn keine ursächliche Therapie möglich ist, wird der Tremor selbst behandelt. Der Essentielle Tremor ist ein Beispiel hierfür. Eingesetzt werden hierfür Medikamente, die auf das Nervensystem oder den Stoffwechsel der Muskeln einwirken. Aber auch Entspannungsübungen oder die Unterstützung eines Ergotherapeuten können helfen, den Umgang mit dem Tremor zu erleichtern oder Behinderungen durch einen Intentionstremor zu umgehen.

Wie wird Tremor diagnostiziert?

Der Tremor wird zunächst in eine bestimmte Kategorie eingeordnet: Intentionstremor, Essentieller Tremor, physiologischer Tremor usw. Das ist wichtig. Denn je nach Ausschlag und Frequenz des Zitterns sowie abhängig von der Situation, in der das Zittern auftritt, kann der Tremor ganz unterschiedliche Ursachen haben. Erst dann wird mit gezielten Laboruntersuchungen oder bildgebenden Verfahren ein Verdacht erhärtet oder ausgeschlossen. Weil die möglichen Ursachen so vielfältig sind, spielt auch die ausführliche Befragung der Patienten für die Diagnostik eine zentrale Rolle.

Welche Medikamente können Tremor auslösen?

Bestimmte Neuroleptika können als mögliche Nebenwirkung einen Tremor auslösen. Auch einige Antidepressiva können diese negative Auswirkung haben. Eine Überdosierung mit Koffein kann ebenfalls ein Zittern der Gliedmaßen verursachen. Ebenso Vergiftungen durch Schwermetalle, Arsen oder Quecksilber.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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