Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen - Ursachen, Symptome und Therapie

Rund jeder zehnte Bundesbürger hat Gelenkprobleme. Die Ursachen sind vielfältig und schränken die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein. Die häufigsten Beschwerden entstehen durch Abnutzung oder Gelenkentzündungen.


SOS: Erste-Hilfe-Tipps bei Gelenkschmerzen

Durchblutungsförderung:

  • tägliche kalt-warm-Duschen der betroffenen Gelenke
  • leichte Massagen etwa 5 Minuten täglich
  • drei Mal täglich betroffene Gelenke mit Chilibalsam einreiben

Entzündungssenkung:

  • frisches Gemüse und Gewürze verwenden
  • wenig Weizen (stattdessen z.B. Dinkel)
  • Verzicht auf Fleisch von Masttieren
  • mindestens zwei Mal pro Woche Fisch
  • Chilischoten verwenden

Schwellung lindern:

  • Ruhe
  • betroffenes Gelenk hochlagern
  • vorsichtige Kühlung (Kühlelemente nicht direkt auf der Haut anwenden, sonst droht Zerstörung der Blutgefäße)

Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen sind schmerzhafte Symptome, die in den Gelenken auftreten. Sie können verschiedenste Ausprägungen in Dauer und Intensität haben.

Gelenkerkrankungen sind so gut wie immer durch eingeschränkte Beweglichkeit und Schmerzen gekennzeichnet. Die Schmerzen können an einer bestimmten Stelle auftreten oder von der primär betroffenen Stelle ins Umfeld ausstrahlen. In den meisten Fällen stecken Entzündungen und Schwellungen des Gewebes hinter Gelenkschmerzen.

Etwa die Hälfte aller Menschen über 45 Jahren klagt über schmerzende Gelenke, vor allem über Knieschmerzen. Die Beschwerden können auch schon in jungen Jahren auftreten. Oft sind Abnutzungserscheinungen (Verschleiß) die Ursache – Mediziner sprechen hierbei von Arthrose. Auch akute Gelenkentzündungen (Arthritis) und Verletzungen verursachen Gelenkschmerzen. Die Zahl der möglichen Ursachen ist groß.

Gelenkschmerzen: Arten

Nach erstmaligem Einsetzen der Gelenkschmerzen lassen sich diese in drei Gruppen einteilen:

  • Akute Gelenkschmerzen setzen innerhalb von Stunden ein.
  • Subakute Gelenkschmerzen setzen innerhalb weniger Tage ein.
  • Chronische Gelenkschmerzen entwickeln sich über Wochen oder Monate.

Gelenkschmerzen können:

  • akut und zeitweise auftreten (akut-remittierender Verlauf) oder
  • dauerhaft bestehen und chronisch fortschreiten (chronisch-progredienter Verlauf)

Zudem lässt sich unterscheiden, wie viele Gelenke betroffen sind:

  • Manchmal ist nur ein Gelenk von Schmerzen betroffen (monoartikuläre Gelenkschmerzen).
  • Die Schmerzen können sich auf zwei bis vier Gelenke (oligoartikuläre Gelenkschmerzen) erstrecken.
  • Noch mehr Gelenke (polyartikuläre Gelenkschmerzen) sind betroffen.

Weiterhin unterscheiden sich Gelenkschmerzen in Bezug auf:

  • Schmerzrhythmus: Nacht- und Ruheschmerz, Morgensteifigkeit
  • Verteilungsmuster: Schmerzen in großen Gelenken (z. B. Knie- und Hüftgelenk) oder in kleinen Gelenken (bspw. Hand- oder Fingergelenke), Gelenkschmerzen in den Fingerendgelenken etc.
  • Schmerzintensität
  • Besserung der Beschwerden bei Bewegung (typisch für Arthritis) oder durch Ruhe (typisch für Arthrose)

All diese Informationen sind für den Arzt wichtig, um die Ursache der Schmerzen zu ermitteln.

Gelenkschmerzen: Risikofaktoren

Folgende Risikofaktoren für Gelenkerkrankungen sind bekannt:

  • dauerhaft schlechte Körperhaltungen
  • nährstoffarme Ernährung
  • Flüssigkeitsmangel
  • Rauchen
  • Alkohol und Drogen
  • gelenkbelastende Sportarten wie Tennis, Fußball, Basketball
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen

Gelenkschmerzen: Ursachen und Symptome

Gelenkschmerzen haben vielfältige Ursachen mit typischen Symptomen. Die wichtigsten sind:

Bakterielle Gelenkentzündung (bakterielle Arthritis)

Bakterielle Gelenkentzündungen betreffen vorwiegend das Knie- und Hüftgelenk. Bakterien gelangen über das Blut zum Gelenk oder infizieren das Gelenk auf direktem Wege über Verletzungen, Operationen am Gelenk oder bei diagnostischen Injektionen ins Gelenk.

Symptome:

  • Hüft- oder Knieschmerzen mit Gelenkschwellung
  • Entzündungserscheinungen (Rötung, lokale Überwärmung, Fieber)

Borreliose (Lyme-Arthritis)

Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine bakterielle Gelenkentzündung. Sie wird durch Bakterien (Borrelia burgdorferi) ausgelöst, die von Zecken auf den Menschen übertragen werden.

Symptome (4 Wochen nach Übertragung):

  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Hautrötungen
  • Gelenkschmerzen

Begleitende Gelenkentzündung bei/nach Infektionen

Während und nach Infektionskrankheiten wie Hepatitis (Leberentzündung), Röteln, Windpocken, Mumps, Scharlach, Tuberkulose, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) oder Grippe können begleitende Gelenkentzündungen auftreten.

Symptome:

  • Die großen Gelenke (Hüft-, Sprung-, Kniegelenk) sind von Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Schwellungen betroffen
  • Die Beschwerden klingen spontan wieder ab.

Gelenkabnutzung (Arthrose)

Arthrose kann an allen Gelenken auftreten und gilt als die häufigste Form von Gelenkerkrankungen. Durch Zerstörung der Knorpelschicht an den Gelenkflächen kommt es zu Knochenveränderungen. Der Erkrankung ist oft durch eine langjährige Überlastung der Gelenke bedingt. Sie kann auch Spätfolge eines Unfalls oder eines Bänderschadens sein. Zudem tritt die Arthrose in manchen Fällen aufgrund einer angeborenen Verformung der Gelenke auf.

Symptome:

  • Das betroffene Gelenk ist nicht mehr frei beweglich.
  • Entzündung
  • Schwellung
  • Schmerzen

Morbus Reiter

Eine seltene Gelenkentzündung aus dem rheumatischen Formenkreis.

Symptome:

  • mit Gelenkschmerzen verbundene entzündete Gelenke
  • Harnröhren- und Bindehautentzündung

Gelenkentzündung bei Schuppenflechte (Psoriasis-Arthritis)

Eine Schuppenflechte (Psoriasis) kann von entzündungsbedingten Gelenkschmerzen begleitet werden. Manchmal gehen die Gelenkschmerzen den schuppigen Hautveränderungen voraus.

Symptome:

  • Wenn die Schmerzen Finger- und Zehengelenke und/oder die Wirbelsäule betreffen, kann Psoriasis-Arthritis die Ursache sein.

Gelenkentzündung bei Morbus Bechterew

Die chronisch-rheumatische Entzündung betrifft vor allem die Wirbelsäule, kann aber auch auf die großen Gelenke übergreifen.

Symptome:

  • Knie- und/oder Hüftschmerzen, Schmerzen am Sprunggelenk und/oder Fersenschmerzen

Gicht, akuter Gichtanfall

Bei Gicht ist die Harnsäurekonzentration im Blut erhöht. Der Überschuss lagert sich als Harnsäurekristalle unter anderem in den Gelenken ab und es kommt zu einem akuten Gichtanfall.

Symptome:

  • heftige Gelenkschmerzen
  • Rötung und Schwellung im Gelenkbereich, vor allem am Großzehengrundgelenk
  • Knie- und Handgelenkschmerzen, Schmerzen am oberen Sprunggelenk und an den Fingergelenken

Gelenkentzündung mit Sarkoidose (Löfgren-Syndrom)

Die seltene entzündliche Erkrankung kann den ganzen Körper betreffen und hat keine klare Ursache. Sie tritt überwiegend bei jüngeren Frauen auf.

Symptome:

  • Gelenkschmerzen vor allem im Bereich der Sprunggelenke
  • akute Entzündung des Unterhautfettgewebes
  • Lymphknotenschwellungen im Bereich der Lunge
  • Gewichtsverlust

Gelenkblutung bei Gerinnungsstörungen

Die Bluterkrankheit (Hämophilie) ist erblich bedingt. Hierbei kommt es zu unstillbaren Blutungen nach Verletzungen oder auch ohne erkennbaren Anlass. Weiterhin können auch andere Gerinnungsstörungen zu Gelenkblutungen und -schmerzen führen, bspw. eine Gerinnungsstörung aufgrund einer Überdosis an Gerinnungshemmern.

Symptome:

  • Blutungen in Muskeln und Gelenken
  • Gelenkschmerzen
  • bleibende Schäden im Gelenk, wenn die Schmerzen nicht behandelt werden

Schleimbeutelentzündung (Bursitis)

Schleimbeutel bestehen aus einem mit Gelenksflüssigkeit gefüllten Hohlraum und fungieren als Verschiebeschicht an besonders belasteten Stellen zwischen Knochen und Weichgewebe bspw. im Bereich der Gelenke. Sie können sich durch entzündliche oder mechanische Reizung (z. B. bei Sportverletzungen) entzünden und Schmerzen in der betreffenden Region auslösen.

Symptome:

  • Ellenbogenschmerzen durch Entzündung der Schleimbeutel im Ellenbogengelenk
  • Schulterschmerzen durch eine Schleimbeutelentzündung oder -verkalkung in der Schulterregion
  • Knieschmerzen durch Entzündung der Schleimbeutel im Kniegelenk
  • Hüftschmerzen durch Entzündung der Schleimbeutel am großen Rollhügel (Knochenvorsprung an der oberen Außenseite des Oberschenkels)

Rheumatoide Arthritis

Sie ist die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung, schreitet meistens chronisch voran und zerstört allmählich die Gelenke.

Symptome:

  • Die Gelenkschmerzen betreffen vor allem Finger- und Handgelenke.
  • Morgensteifigkeit der Finger- und Handgelenke
  • Gelenkschwellung
  • die Unfähigkeit, eine Faust zu machen

Rheumatisches Fieber

Tage bis Wochen nach einer nicht mit Antibiotika behandelten Nasen-Rachen-Infektion tritt diese entzündliche Erkrankung vor allem bei Kindern auf. Sie wird durch bestimmte Bakterien (Streptokokken) verursacht.

Symptome:

  • entzündungsbedingte Gelenkschmerzen
  • Hauterscheinungen
  • Herzentzündung (Karditis)
  • plötzliche und unkontrollierte Bewegungen (Chorea minor)

Systemischer Lupus erythematodes (SLE, Schmetterlingsflechte)

Die seltene Autoimmunerkrankung tritt vor allem bei Frauen auf und löst oft Gelenkschmerzen und -entzündungen aus.

Symptome:

  • schmetterlingsförmiger Hautausschlag im Gesicht
  • Herzbeutel-, Rippenfell-, Gehirn- oder Nierenentzündung
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme

Gelenkschmerzen: Diagnose

Zunächst befragt der Arzt den Patienten zu seiner Krankengeschichte (Anamnese). Er klärt, wann und wo die Gelenkschmerzen auftreten und ob weitere Beschwerden bestehen (z. B. Begleitsymptome wie Fieber, Gelenkschwellung).

Beschreibung der Gelenkschmerzen

Eine genaue Beschreibung der Gelenkschmerzen kann die Zahl der infrage kommenden Ursachen eingrenzen. Treten die Schmerzen nur in einem Gelenk auf, ist ein akuter Gichtanfall sehr wahrscheinlich. Bei Rheumatoider Arthritis sind die Gelenkschmerzen an mehreren Gelenken spürbar.

Lokalisation

Die Lage der Gelenkschmerzen gibt wichtige Anhaltspunkte. Handgelenkschmerzen sowie Schmerzen in den Fingergrund- und -mittelgelenken weisen auf Rheumatoide Arthritis hin. Treten die Gelenkschmerzen im Daumengrundgelenk und in den Fingerendgelenken auf, kann Arthrose vorliegen.

Abtasten (Palpation)

Durch Abtasten der Schmerzregion kann der Arzt klären, ob die Schmerzen die Gelenke selbst betreffen oder ob diese vom gelenknahen Bereich oder den benachbarten Knochen ausgehen. Oftmals sind dafür allerdings zusätzliche Untersuchungen wie Röntgen oder Ultraschall notwendig.

Weitere Untersuchungen bei Gelenkschmerzen

Orthopädische Untersuchung: Bei einer orthopädischen Untersuchung lässt sich feststellen, ob Arthrose, Schleimbeutelentzündung, Rheumatisches Fieber oder ein akuter Gichtanfall vorliegen.

Dermatologische Untersuchung: Hautuntersuchungen geben Aufschluss darüber, ob Psoriasis-Arthritis oder Sarkoidose vorliegen.

Blutuntersuchungen: Mit einer Blutprobe lässt sich feststellen, ob eine bakterielle Gelenkentzündung oder Borreliose vorliegen. Besteht Verdacht auf eine Gelenksblutung (aufgrund einer Gerinnungsstörung) sind bestimmte Messwerte der Blutgerinnung hilfreich. Liegt möglicherweise eine Rheumatoide Arthritis vor, sind Rheumafaktor und andere Entzündungszeichen im Blut ausschlaggebend. Der Harnsäurespiegel im Blut wird bei Verdacht auf Gicht herangezogen.

Ultraschall-Untersuchungen: Wurden die Schmerzen möglicherweise durch eine Schleimbeutelentzündung, Gicht oder Systemischen Lupus erythematodes ausgelöst, wird ein Ultraschall (Sonografie) herangezogen.

Röntgen: Auf Röntgenbilder lassen sich Hinweise auf Gelenkverschleiß (Arthrose), Rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew erkennen.

 Gelenkpunktion: Liegt der Verdacht auf eine bakterielle Gelenkentzündung vor, wird eine Probe der Gelenksflüssigkeit entnommen (Gelenkpunktion) und daraus eine Bakterienkultur angelegt. Lassen sich aus der Gelenkprobe Bakterien züchten, spricht das für eine bakterielle Gelenkentzündung.

Ist weder eine Erkrankung noch eine krankhafte Veränderung im Gewebe die Ursache der Gelenkschmerzen, sprechen Mediziner von „Gelenkempfindlichkeit“.

Konnte die Ursache identifiziert werden, leitet der Arzt eine entsprechende Behandlung ein. Die Grunderkrankung wird mit Medikamenten oder einem chirurgischen Eingriff therapiert.

Gelenkschmerzen: Verlauf

Der Verlauf von Gelenkschmerzen gestaltet sich je nach Ursache sehr unterschiedlich.

Akute Gelenkschmerzen machen sich innerhalb von Stunden bemerkbar und treten in manchen Fällen nur zeitweise auf. Subakute Gelenkschmerzen dauern mehrere Tage an. Chronische Gelenkschmerzen entwickeln sich über Wochen oder Monate und werden mit der Zeit immer schlimmer. Bei entzündlichen Gelenkerkrankungen können neben den Gelenken auch andere Organsysteme wie Blutgefäße, Herz, Lunge, Speichel- oder Tränendrüsen und Augen in Mitleidenschaft gezogen werden, da der ganze Körper in den Entzündungsprozess eingebunden ist.

Gelenkschmerzen: Therapie/Behandlung

Was kann der Arzt machen?

Medikamente

Um Veränderungen an den Knochen zu behandeln, können Medikamente mit bestimmten Wirkstoffen hilfreich sein. Analgetika oder anti-entzündliche Medikamente wie nicht-steroidale Entzündungshemmer sollen die Schmerzen lindern und Entzündungen eindämmen. Das gilt allerdings nicht für alle Knochenveränderungen. Bei Arthrose können sie nicht behandelt werden. Gegen starke Schmerzen lässt sich je nach Krankheitsbild auch mit Schmerzmitteln vorgehen.

Bei Hämophilie-Patienten kann eine blutverdünnende Therapie (Antikoagulanzienbehandlung) vom behandelnden Arzt angeraten werden. Unter gleichzeitiger Einnahme eines entzündungshemmenden Schmerzmittels ist das Blutungsrisiko hierbei allerdings erhöht. Patienten, die eine Therapie bekommen, bei der das Zusammenklumpen der Blutplättchen gehemmt wird, dürfen keine entzündungshemmenden Schmerzmittel zu sich nehmen.

Kortison kommt bspw. als Entzündungshemmer bei Arthritis zum Einsatz.

In der Rheumatherapie werden spezielle Immunsuppressiva (krankheitsverändernde Antirheumatika wie Methotrexat (MTX), Azathioprin, Sulfasalzin, D-Penicillamin, Ciclosporin, Cyclophosphamid) sowie Immunbiologika (therapeutische Antikörper wie Rituximab, Infliximab) verwendet.

Erkrankungen wie bspw. die reaktive Arthritis oder eine Borreliose können in vielen Fällen mit Antibiotika behandelt werden.

Konservative Therapie

Die physikalischen Therapieverfahren erfolgen unter Verwendung von Strom, Ultraschall, Iontophorese, Wärme und Kälte. Der Physiotherapeut behandelt Patienten mit Massagen, Bewegungs- und Koordinationstraining (Funktionstraining). Sie verbessern die Durchblutung in Gelenken und dem umgebenden Gewebe, was zur Schmerzlinderung beiträgt.

Psychologische Therapien wie Biofeedback, andere Entspannungsverfahren und kognitive Verhaltenstherapie können körperorientierte Therapien sinnvoll ergänzen.

Gelenk-OP

Bei chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen kann ein operativer Eingriff notwendig werden. Ein akuter oder fortbestehender Gelenkerguss kann durch eine Punktion entlastet werden. Mitunter wird die erkrankte Gelenkinnenhaut entfernt (Synovektomie). Zudem besteht die Möglichkeit einer Umstellungsoperation oder eines Gelenkersatzes.

Hausmittel bei Gelenkschmerzen

Kohlwickel: Kohlwickel helfen z. B. bei Arthrose oder Rheuma. Rollen Sie mit einem Nudelholz oder einer Flasche über die Kohlblätter bis der Saft austritt und legen Sie mehrere Lagen der Blätter auf das schmerzende Gelenk. Geben Sie ein Baumwolltuch darüber und fixieren alles mit einer Mullbinde. Lassen Sie den Wickel zwei Stunden einwirken und wiederholen Sie die Anwendung jeden Tag einmal oder lassen Sie den Wickel über Nacht einwirken.

Beinwell: Die Heilpflanze Beinwell (Symphytum officinale) wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und abschwellend. Setzen Sie Beinwellwurzel-Extrakte äußerlich als Salbe oder Umschlag ein.

Astaxanthin: Astaxanthin ist ein natürlicher Farbstoff in Algen, Meeresfrüchten und Lachs. Das starke Antioxidans lindert chronische Entzündungsprozesse und reduiziert Gelenkschmerzen. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 4 bis 12 mg pro Tag.

Methylsulfonylmethan (MSM): Die organische Schwefelverbindung wirkt sich besonders positiv auf die Gelenkgesundheit aus. Bei Arthritis oder Arthrose verbessert es die Schmerzsymptomatik drastisch. MSM-Gel kann auch äußerlich einmassiert werden.

Afrikanische Teufelskralle: Die Wurzel dieser Heilpflanze wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend. Die Beweglichkeit der Gelenke wird gefördert und die Gelenkschmerzen gemindert. Bei Beschwerden des rheumatischen Formenkreises empfiehlt sich die Afrikanische Teufelskralle in Form von Tabletten oder als Tee.

Weihrauch: Weihrauch ist eine vielseitige Heilpflanze. Als Salbe lässt sich damit rheumatoide Arthritis behandeln. Sie bewirkt einen Rückgang der Schwellung, der Gelenkschmerzen und der Gelenksteifigkeit. Die Weihrauchsalbe wird aber auch bei Arthrose und Rheuma sowie bei Knochenbrüchen und Psoriasis eingesetzt.

Ernährung: Arachidonsäure ist in tierischen Produkten wie Fleisch, Eiern und Milcherzeugnissen enthalten. Dieser Inhaltsstoff kann Entzündungen auslösen und damit Gelenkschmerzen verschlimmern. Rheuma-Patienten sollten auf arachidonsäurereiche Lebensmittel verzichten. Es empfehlen sich entzündungshemmende Lebensmittel wie Zwiebeln, Knoblauch und Kirschen.

Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren besitzen anti-entzündliche Eigenschaften und haben z. B. bei Arthritis eine positive Wirkung. Sie sind in fettem Seefisch, Hanf- und Leinöl, Hanf- und Leinsaat sowie Chia-Samen enthalten.

Zink: Als besonders charakteristisch bei der Rheumatoiden Arthritis gelten die niedrigen Zinkwerte. Viele Rheumamedikamente führen zu Zinkmangel. Meeresfrüchte (z. B. Krabben), Paranüsse, Haferflocken, Linsen und weiße Bohnen enthalten besonders viel Zink. Ein natürliches Nahrungsergänzungsmittel kann eine ausreichende Zufuhr von Zink zusätzlich unterstützen.

Vitamin E: Das Vitamin E gilt als Gelenkschutz und wirkt entzündungshemmend. Des Weiteren ermöglicht die Einnahme von Vitamin E häufig, dass die Dosis der Rheuma-Medikamente reduziert werden kann. Vitamin E ist vor allem in Pflanzenölen (insbesondere im Weizenkeimöl) und Nüssen enthalten – die empfohlene Tagesmenge liegt etwa bei 12-24 mg.

Probiotika: Ein starkes Immunsystem kann Entzündungen im Körper verhindern und bekämpfen. Dafür ist eine gesunde Darmflora unerlässlich. Sie wird auch als "Sitz des Immunsystems" bezeichnet. Um sie zu stärken, empfiehlt sich eine ballaststoffreiche Ernährung. Zucker und andere isolierte Kohlenhydrate (Back- und Teigwaren aus hellen Mehlsorten, Stärke) sollten nur selten auf dem Speiseplan stehen. Probiotika wirken zudem entzündungshemmend.

Heilpilze: Die Heilpilze Cordyceps und Reishi wirken entzündungshemmend und können die Schmerzen bei Arthrose erträglicher machen.

Bewegung: Mit gezieltem Training beim Physiotherapeuten und Schuheinlagen können Betroffene Gelenkschmerzen entgegensteuern und den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen. Sportarten wie Jogging belasten die Gelenke. Besser geeignet sind bspw. Nordic Walking, Schwimmen und Wassergymnastik. Im Wasser trainieren Sie zwar die Muskulatur, belasten die Gelenke jedoch wesentlich weniger als "an Land". Bei immer wiederkehrenden Gelenkschmerzen sind Bewegungstherapien geeignet.

Homöopathie bei Gelenkschmerzen

Homöopathische Therapien zielen darauf ab, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Entsprechende Präparate sind in der Apotheke erhältlich. Sie werden meistens als Streukügelchen, Globuli, angeboten. Diese bestehen aus Zucker, auf den die Tropfen mit dem verdünnten Wirkstoff aufgebracht wurden. Für jedes Leiden gibt es mehrere Mittel. Welches das Richtige ist, hängt von den individuellen Beschwerden ab.

Bei rheumatischen, entzündlichen Beschwerden (Arthritis) helfen Bienen-Wirkstoffe in Apis mellifica D 6, vor allem wenn ein Gelenk angeschwollen und berührungsempfindlich ist.

Leiden die Gelenke unter ziehenden Schmerzen und knacken bei Bewegungen (Arthrose), empfiehlt sich Giftsumach Rhus toxicodendron D 12.

Schmerzt der Rücken in Stress-Situationen oder nach langem Sitzen, hat sich Brechnuss Nux vomica D 6 bewährt.

Welche Globuli die richtigen für Ihre individuellen Beschwerden sind, sollten Sie mit einem ausgebildeten Homöopathen klären.

Akkupunktur bei Gelenkschmerzen

Die Akupunktur ist eine sanfte, fernöstliche Heilmethode, die der Behandlung von Schmerzen oder unspezifischen Beschwerden dient. Sie kann auch gezielt zur Behandlung einer Arthrose eingesetzt werden. Zur Linderung der Schmerzen werden verschieden Punkte des Körpers unter der Haut mit Nadeln stimuliert. Die Akkupunktur ist in den meisten Fällen allerdings kein Ersatz für die reguläre medikamentöse Therapie. Richtig angewandt, kann sie langfristig für eine erhebliche Besserung der Gelenkbeschwerden sorgen und die Schmerztherapie unterstützen.

Übungen bei Gelenkschmerzen

Um Gelenkschmerzen zu lindern, sollten Betroffene darauf achten, sich viel zu bewegen und die stützende Muskulatur zu kräftigen. Mit diesen Übungen halten Sie Ihre Gelenke beweglich.

Übung für die Kniegelenke:

  • Stellen Sie Ihre Beine sitzend im rechten Winkel auf den Boden
  • Ziehen Sie die Fußspitzen an und strecken die Beine abwechselnd
  • ca. 10 Sekunden halten und langsam wieder auf dem Boden absetzen

Übung für die Hüftgelenke:

  • Legen Sie sich auf die Seite, einen Arm unter den Kopf
  • Strecken Sie die Knie und ziehen die Fußspitzen an
  • Heben Sie das obere Bein an
  • ca. 10 Sekunden halten, langsam wieder ablegen

Lockerung der Knie- und Hüftgelenke:

  • Legen Sie sich auf den Rücken und winkeln ein Bein an
  • Bewegen Sie das andere Bein in der Luft, als würden Sie Rad fahren
  • Führen Sie die Bewegung vorwärts und rückwärts bis zur vollständigen Beugung und Streckung aus

Übung für den Schultergürtel:

  • Setzen Sie sich aufrecht hin und lassen beide Arme locker hängen
  • Führen Sie beide Arme langsam gestreckt über den Kopf und senken sie wieder ab

Kräftigung der Schulter-Nackenmuskulatur:

  • Stellen Sie sich aufrecht hin und umfassen Sie mit der linken Hand das rechte Handgelenk hinter dem Rücken
  • Neigen Sie den Kopf zur Gegenseite
  • Ziehen Sie den Arm nach unten und atmen aus
  • Im Wechsel wiederholen

Dehnung der Brust- und Lendenwirbelsäule:

  • Gehen Sie in den Vierfüßlerstand
  • Strecken Sie die Arme nach vorne aus und drücken Sie den Oberkörper nach unten

Dehnung der Brust- und Lendenwirbelsäule:

  • Gehen Sie in den Vierfüßlerstand
  • Neigen Sie den Rücken zu einem Katzenbuckel und strecken ihn wieder

Dehnung der Schulter- und Nackenmuskulatur:

  • Setzen Sie sich aufrecht hin und neigen den Kopf zur Seite
  • Fixieren Sie den Kopf mit der Hand
  • Neigen Sie den Rumpf langsam zur Seite atmen Sie aus

Gelenkschmerzen Therapie: Welche Kosten übernimmt die GKV und was muss man selbst bezahlen?

Die Kosten einer klassischen Körperakupunktur werden von allen gesetzlichen Krankenkassen, bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder bei Kniegelenkarthrose, übernommen. Der Leistung wird vorausgesetzt, dass die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen. In solchen Fällen haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall innerhalb von maximal sechs Wochen. Eine erneute Behandlung kann frühestens 12 Monate nach Abschluss der letzten Akupunkturbehandlung erfolgen. Die Krankenkasse erstattet die Kosten nur, wenn die Behandlung von einem qualifizierten Arzt durchgeführt wird. Akupunktur bei einem Heilpraktiker wird nicht übernommen. Die Kosten sind dann privat zu leisten.

Bei Arthrose können Spritzen von Kortison oder Hyaluronsäure die Schmerzen lindern und den Gelenkverschleiß eindämmen. Diese Behandlungen werden allerdings nicht von der Krankenkasse übernommen. Gesetzlich Versicherte müssen diese Spritzen selbst zahlen. Fünf Spritzen kosten ca. 250 bis 300 Euro.

Für verschreibungspflichtige Arznei-, Verbands- und Hilfsmittel müssen gesetzlich Krankenversicherte Zuzahlungen leisten. Für verschreibungspflichtige Medikamente sind das zehn Prozent des Preises, mindestens aber fünf und höchstens zehn Euro. Kostet das Medikament weniger als fünf Euro, trägt der Patient die Kosten selbst.

Gelenkschmerzen Therapie: Was übernimmt die DFV?

Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.

Gelenkschmerzen vorbeugen

Sport: Gelenkverschleiß oder -entzündungen können Sie durch gezielten Muskelaufbau und regelmäßige Bewegung sowie Sport vorbeugen. Durch Bewegung wird der Gelenkknorpel mit Nährstoffen versorgt. Ideal sind schonende Sportarten wie Walken oder Schwimmen. Im Wasser bewegen wir die Gelenke in andere Richtungen als beim Gehen. So werden sie rundum gut durchblutet.

Übergewicht vermeiden oder abbauen: Jedes Kilo weniger ist eine Entlastung für die Gelenke. Um abzunehmen und so Gelenkschmerzen vorzubeugen ist die richtige Ernährung unerlässlich. Obst, Gemüse, Fisch und Hülsenfrüchte versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen, Fetten und Energie, die wiederrum durch Bewegung verbrannt wird.

Schnelle Behandlung bei Verletzung: Verletzungen in unmittelbarer Nähe von Gelenken sollten frühzeitig behandelt werden. So beugen Sie Entzündungen vor, die sich möglicherweise auf das nahegelegene Gelenk ausbreiten können. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie mehrere Tage lang Gelenkbeschwerden haben.

Gelenkschmerzen bei älteren Menschen

Mit fortschreitendem Alter leiden die Gelenke zunehmend unter Abnutzung. Gelenkverschließ zählt zu den häufigsten Ursachen von Gelenkschmerzen. Ab 65 Jahren leidet jeder dritte Mensch unter diesen Beschwerden. Sie treten vor allem im Bereich der Hüfte, Knie und Hände auf. Ursachen sind in den meisten Fällen eine Arthrose oder auch eine Rheumatoide Arthritis. Beide Gelenkerkrankungen werden oft als Rheuma bezeichnet.

Gelenkschmerzen bei kleinen Kinder

Etwa ein Viertel bis die Hälfte aller Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren leidet an Wachstumsschmerzen. Die Attacken dauern in aller Regel ca. 15 Minuten und beginnen meistens abends oder nachts. Die Schmerzen machen sich vor allem am Knie, an Fußgelenken und Armen bemerkbar. Bis auf die Schmerzen sind keine anderen Symptome wie Rötung oder Schwellung zu erkennen. Tagsüber sind die Schmerzen wieder weg.

Gelenkschmerzen in der Schwangerschaft

Schwangere leiden oft unter Gelenkschmerzen. Mit fortschreitender Schwangerschaft nimmt auch die Gewichtsbelastung durch das Baby zu. Die durchschnittliche Gewichtszunahme während einer Schwangerschaft beträgt 10-15 Kilogramm. Wassereinlagerungen lassen das Gewebe zusätzlich schmerzhaft anschwellen und können zu einer Versteifung des Hüft-, Knie-, Knöchel- oder Fußgelenks führen. Weiterhin können Hormone während der Schwangerschaft Gelenkschmerzen verursachen. Diese lockern die Bänder rund um die Gelenke, was zu Verspannungen und Schmerzen führen kann.

FAQs zum Thema Gelenkschmerzen

Wie Gelenkschmerzen behandeln?

Bei Gelenkschmerzen ist die richtige Behandlung davon abhängig, welche Ursache/Erkrankung den Schmerzen zugrunde liegt. Es gilt die betroffenen Gelenke in jedem Fall zu schonen. Als Naturheilmittel empfehlen sich Rosamarin, Eukalyptus und Pfefferminze. Bei chronischen Gelenkschmerzen (z. B. Arthrose) gliedert sich die Behandlung in die drei Säulen physikalische Behandlung, Medikamente und orthopädische Therapie.

Welcher Arzt bei Gelenkschmerzen?

Bei Gelenksschmerzen sind Ärzte aus dem Bereich der Orthopädie aufzusuchen. Diese sind oft ansässig in den entsprechenden orthopädischen Fachkliniken und Fachpraxen. Sie beschäftigen sich mit der Prävention, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen wie Arthrose, Rheuma oder Osteoporose.

Was essen bei Gelenkschmerzen?

Fleisch, Wurst und gesättigte Fettsäuren sollten nur in geringen Mengen konsumiert werden, da Übergewicht schnell zu Gelenkverschleiß führt. Die enthaltene Substanz Arachidonsäure fördert zudem Entzündungsprozesse im Körper. Omega-3-Fettsäure beugt Entzündungsprozessen vor und versorgt die Gelenke mit wichtigen Nährstoffen. Gute Omega-3-Fettsäure-Lieferanten sind fettreicher Kaltwasserfisch wie Lachs und Makrele, Walnüsse und Pflanzenöle.

Wann zum Arzt bei Gelenkschmerzen?

Wenn die Schmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten, nicht von alleine verschwinden und auch Hausmittel keine Linderung bringen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. In jedem Fall sollten Sie sofort ärztlichen Rat einholen, wenn die Gelenkschmerzen mit Fieber, Hautrötung, Schwellung und Bewegungseinschränkungen einhergehen.

Warum hat man Gelenkschmerzen nach Alkoholgenuss?

Bei Gelenkschmerzen nach Alkoholgenuss kann es sich um einen akuten Gichtanfall handeln. Bei der Gicht ist die Harnsäurekonzentration im Blut erhöht. Als Folge lagern sich Harnsäurekristalle in den Gelenken ab und führen zu Schmerzen.  Alkohol führt ebenso wie Fleischkonsum zu erhöhten Harnsäurekonzentrationen im Blut.

Warum hat man Gelenkschmerzen bei Erkältung?

Wenn Gelenke vor allem in Armen und Beinen schmerzen, bedeutet das, dass das Immunsystem die Erreger gerade bekämpft. Der Organismus produziert dabei Botenstoffe wie Prostaglandine, die die Schmerzempfindlichkeit des Körpers erhöhen und dem Nervensystem das Signal „Schmerz“ melden. Treten Gelenkschmerzen im Rahmen einer Erkältung oder Grippe auf, sind sie in aller Regel harmlos.

Welche Salbe hilft bei Gelenkschmerzen?

Schmerzsalben mit Wirkstoffen wie Diclofenac, Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen werden bei Muskelschmerzen eingesetzt. Die schmerzenden Bereiche können mehrmals am Tag eingerieben werden. Durchblutungsfördernde Schmerzsalben sind für Schmerzen geeignet, die durch schlechte Durchblutung oder durch Verspannungen verursacht werden. Meistens sind Wirkstoffe wie Capsaicin, Nicoboxil oder Benzylnicotinat enthalten. Sie erweitern die Hautgefäße, so dass die Durchblutung gesteigert werden kann. Verspannungen werden durch die Wärme gelockert und daraufhin lassen die Schmerzen nach. Salben können Symptome wie Schwellungen und deren Rückgang positiv beeinflussen, aber eine Gelenkerkrankung nicht heilen.

Vitaminmangel bei Gelenkschmerzen?          

Entzündliche Gelenkbeschwerden wie Arthrose oder rheumatoide Arthritis können durch Vitamin E-Mangel ausgelöst werden. Vitamin E findet sich in Fett-Fischen wie Lachs, Hering oder Makrele, in Nüssen, Ölen (Raps- oder Sonnenblumenöl), Früchten (Mango, schwarze Johannisbeere), Süßkartoffeln und roter Paprika. Es gibt Vitamin E-haltige Cremes, die zur lokalen Anwendung an den betroffenen Gelenken eingesetzt werden können.

Welche Gelenke sind am häufigsten von Gelenkschmerzen betroffen?

Das Kniegelenk ist am häufigsten von Beschwerden betroffen. Das größte Gelenk im Körper trägt schließlich auch das Körpergewicht bei Stehen, Gehen oder Laufen. Bei Arthrose sind meistens Hüft-, Knie und Sprunggelenke betroffen. Bei einer Schleimbeutelentzündung schmerzen oft Ellenbogen und Schultergelenk. Typisch für rheumatologische Erkrankungen sind Schmerzen an den Hand- und Fingergelenken.

Was schadet den Gelenken?

Die Gelenke werden vor allem durch Überlastung in Form von Übergewicht, eine schwache Muskulatur, einseitige Belastung und dauerhafte starke Belastung in Mitleidenschaft gezogen. Langes Sporttraining oder auch zu langes Stehen, Sitzen oder Liegen können zu überstrapazierten Gelenken führen. Menschen mit akutem Übergewicht (Adipositas) sowie starke Raucher haben häufiger mit schmerzenden Gelenken zu kämpfen als Menschen, die auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten.

Wie kann man Gelenkschmerzen vorbeugen?

Um das Risiko von Gelenkschmerzen zu senken, ist Folgendes zu beachten:

  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • Regelmäßige Bewegung
  • Kraft- und Ausdauertraining, um Muskeln und Gelenkknorpel zu stärken
  • Einseitige Belastung vermeiden
  • Beim Sport Regenerationsphasen einhalten
  • Pflanzliche Öle statt tierische Fette
  • Nikotin und Alkohol vermeiden

 Alle Angaben ohne Gewähr.

 

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