Optimaler Zahnschutz

Zahnarztkosten - Wie man beim Zahnarzt Kosten sparen kann?

Wieviel Geld lassen Sie beim Zahnarzt? Die Internetseite kosten-beim-zahnarzt.de befragte die Nutzer zu ihren Ausgaben beim Zahnarzt. Die größte Gruppe gibt 50 bis 500 Euro pro Zahnersatz an und bei elf Prozent der Befragten sind es mehr als 8.000 Euro. Etwa die Hälfte der Befragten gibt an, die Zahnarztrechnung nicht zu verstehen. Also, was steht drin?


Wie setzen sich Zahnarztkosten zusammen?

Die Zahnarztkosten setzen sich aus zwei Teilen zusammen. Zum einen bestehen sie aus dem zahnärztlichen Honorar und zum anderen aus den Material- und Laborkosten für beispielsweise Füllungen oder Kronen.

Zahnärztliches Honorar – BEMA und GOZ

Der Berechnung des zahnärztlichen Honorars liegen zwei unterschiedliche Berechnungsgrundlagen zu Grunde, durch die es zu Preisunterschieden kommt. Für die Regelversorgung ist der Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen, kurz BEMA, zuständig, für Privatleistungen greift die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ).

BEMA – Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen: In der BEMA sind alle Leistungen aufgeführt, die die gesetzliche Krankenversicherung teilweise oder komplett übernimmt. Dabei sind Material- und Honorarkosten für die einzelnen Behandlungen aufgelistet. Die Unterschiede der Kosten für Honorar und Material sind dadurch von Zahnarzt zu Zahnarzt eher gering.

GOZ – Gebührenordnung für Zahnärzte: In der GOZ sind alle Leistungen aufgeführt, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden. Zahnärzte können damit den jeweiligen Aufwand und die Schwierigkeit der Behandlung extra berechnen. Das heißt, der Gebührensatz kann mit einem Faktor zwischen 1 und 3,5 multipliziert werden. Je schwieriger die Behandlung vom Zahnarzt im Vorfeld eingeschätzt wird, desto höher der Faktor. Dadurch kann es von Zahnarzt zu Zahnarzt zu unterschiedlichen Kosten kommen. 

Material- und Laborkosten

Die größte Kostendifferenz entsteht aber im Labor. Bei Zahnersatz zum Beispiel ist der Kostenanteil des Labors am größten, denn sie sind nur teilweise reguliert. Deshalb kann sich das Einholen eines zweiten Kostenvoranschlages bei einem zweiten Labor bereits rechnen.

Zahnarztkosten nach Befund: Das übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung bei Zahnersatz

Die Höhe des Festzuschusses richtet sich nach dem Befund des Zahnarztes bei der Krankenkasse. In diesem steht die Einschätzung des Zustandes des gesamten Gebisses, der auch im Heil- und Kostenplan des Zahnarztes auftaucht. Das heißt, für jeden Befund gibt es eine Festlegung der Regelversorgung und die damit verbundenen Kosten.

Wie bestimmt die Krankenversicherung den Festzuschuss?

Nach dem Sozialgesetzbuch sind die Krankenkassen verpflichtet, mit den Geldern ihrer Versicherten „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ umzugehen. Bei Zahnersatz beträgt der Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse 50 Prozent der durchschnittlichen Kosten der jeweiligen Regelversorgung.

Bei welchen Behandlungen entsteht eine große Versorgungslücke

Die größte Versorgungslücke entsteht, wenn man sich bei Zahnersatz statt einer Brücke als Regelversorgung für ein Implantat entscheidet. Implantate müssen immer selbst getragen werden, aber sie können die bessere Lösung bei Zahnersatz sein, da bei einer Brücke die benachbarten Zähne zur Lücke als Pfeiler dienen und dafür geschliffen werden müssen. Die Krankenkasse zahlt bei einem Implantat lediglich die Hälfte dessen, was eine Brücke kosten würde. Damit bliebe ein Eigenanteil von 1.400 bis 2.500 Euro. Bei einem gepflegten Bonusheft kann der Festzuschuss der Krankenkasse noch einmal um 20 bis 30 Prozent steigen.

So können Sie Zahnarztkosten minimieren

Medikompass und Dentolo sind zwei Ratgeberseiten im Internet, die ein umfangreiches Angebot rund um das Thema Zahnbehandlung bieten. So kann man sich online verschiedene Angebote zu Zahnbehandlungen wie ein Implantat, Krone oder Inlay kostenlos einholen, Preise vergleichen und letztlich Kosten sparen. Für ein möglichst genaues Angebot erfragen die Seiten Behandlungsdetails. Ferner kann man, sofern bereits vorhanden, seinen Heil- und Kostenplan hochladen und sich zusätzlich telefonisch beraten lassen. 

Bonusheft pflegen und Zuschüsse erhöhen

Ein gepflegtes Bonusheft zahlt sich aus. Wenn man fünf Jahre lang regelmäßig beim Zahnarzt war und dies im Bonusheft vermerkt ist, bekommt man einen Zuschuss zum Eigenanteil von Zahnarztkosten von 20 Prozent, bei nachweislich zehn Jahren regelmäßiger Zahnarztbesuche beträgt der Festzuschuss 30 Prozent.

Zahnarztkosten steuerlich absetzen

Ausgaben für die eigene Gesundheit lassen sich von der Steuer absetzen, wenn die Kosten unzumutbar hoch sind. Wo die Grenze der Unzumutbarkeit liegt, hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab. Dazu zählen der Familienstand, die Anzahl der Kinder und das jährliche Bruttoeinkommen. Die Unzumutbarkeit liegt also bei einem bis sieben Prozent der jährlichen Einkünfte.

Ist man beispielsweise ledig, ohne Kinder und verdient bis zu 15.340 Euro pro Jahr, sind Kosten, die die Grenze übersteigen unzumutbar. Kommen bei gleichen Einkünften noch ein oder zwei Kinder dazu, fällt die Grenze auf zwei Prozent. So ist es leichter, die Kosten von der Steuer abzusetzen.

Härtefallregelung

Wie bereits erwähnt, zahlt die Krankenkasse bei Zahnersatz einen Festzuschuss von 50 Prozent der durchschnittlichen Kosten für eine Regelversorgung. Kann jemand die restliche Hälfte der Regelversorgung nachweislich nicht aufbringen, ist es der Krankenkasse möglich, den Festzuschuss so weit zu erhöhen, dass sie die tatsächlichen Kosten trägt. 

Wer gilt als Härtefall?

Die Härtefallregelung zielt zum Beispiel auf Personen mit geringem Einkommen, ALG-II- oder Bafög-Empfänger ab. Die Einkommensgrenzen hängen davon ab, ob man im Osten oder Westen Deutschlands lebt und wie viele Angehörige im gemeinsamen Haushalt leben. Bei Alleinstehenden sind es beispielsweise im Westen 1.217 Euro und im Osten 1.077 Euro pro Monat. Im Härtefall stellt man bei der Krankenversicherung einen Antrag auf doppelten Festzuschuss und fügt den vom Zahnarzt erstellten Heil- und Kostenplan mit an.

Die passende Zahnzusatzversicherung finden

Wie gezeigt, können sich die Kosten vor allem bei Zahnverlust schnell im dreistelligen Bereich bewegen, selbst wenn nur die Regelversorgung in Anspruch genommen wird. Bei sogenannten privaten Leistungen ist man schnell bei vierstelligen Beträgen, wenn der Aufwand der Laborarbeiten steigt. Deshalb lohnt es sich, rechtzeitig eine passende Zahnzusatzversicherung für sich und die Familie zu finden.

Wie findet man also die richtige Zahnzusatzversicherung in diesem riesigen Tarifdschungel? Zunächst einmal unterscheiden sich die verschiedenen Angebote an Hand ihres Leistungsumfangs. Es gibt z. B. „reine“ Zahnzusatzversicherungen für den Zahnersatz oder Zahnerhalt. Letztere übernehmen z. B. die Kosten für Zahnfüllungen und oftmals auch für Prophylaxemaßnahmen wie eine professionelle Zahnreinigung. Wer eine reine Zahnersatzzusatzversicherung wählt, der hat oftmals keine Leistungen für kieferorthopädische Leistungen inbegriffen.

Welche Zahnzusatzversicherung ist also wichtiger, eine Zahnerhalt- oder Zahnersatz-Zusatzversicherung? Unsere Empfehlung: Wählen Sie eine Zahnzusatzversicherung, die alle Leistungen bündelt. So können Sie sicher sein, dass egal ob eine hochwertige Zahnfüllung erneuert werden muss oder Zahnersatz fällig ist, die Zahnzusatzversicherung auch eingesetzt werden kann und Kosten eingespart werden können.

Zahnzusatzversicherung: Testergebnisse bieten Orientierung

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der angebotenen Zahnzusatztarife ist die Leistungshöhe. Es gibt Tarife, die übernehmen z. B. für Zahnersatz und Inlays nur bis zu 70 oder 80 Prozent des Rechnungsbetrages. So bleibt trotz Zahnzusatzversicherung ein Eigenbetrag für den Patienten übrig. Einen guten Leitfaden für die Wahl der richtigen Zahnzusatzversicherung bieten unabhängige Testinstitute wie z. B. Stiftung Warentest. Für Finanztest 05/2018 hat Stiftung Warentest die Zahnzusatzversicherungen aller Versicherer auf dem deutschen Markt untersucht. Insgesamt wurden 220 Tarifangebote der Zahnzusatzversicherungen geprüft. Testsieger mit der Bestnote sehr gut (0,5) wurde der DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100 der Deutschen Familienversicherung.

Mit der Zahnzusatzversicherung DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100 erhalten Sie umfassende Leistungen – mit bis zu 100 % Erstattung – für Zahnbehandlungen, Zahnersatz, Zahnimplantate und sogar für die Kieferorthopädie. Darüber hinaus erhalten Sie Leistungen in Höhe von 200 Euro (jährlich) für die Zahnprophylaxe, z. B. für eine professionelle Zahnreinigung.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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