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Durchblutungsstörung: Ursachen, Symptome, Therapie

Durchblutungsstörungen bleiben oft lange Zeit unerkannt. Schon bei den ersten Beschwerden sollte jedoch ärztliche Hilfe gesucht werden. Die frühzeitige Behandlung kann eine vollständige Heilung ermöglichen.


Inhaltsverzeichnis

SOS – Akute Durchblutungsstörung

Eine akute Durchblutungsstörung tritt unter Umständen ohne jedes vorherige Anzeichen auf. Die Ursache liegt häufig in einem Gefäßverschluss. In diesem Fall muss sehr schnell gehandelt werden. Die Folgen können sonst lebensgefährlich sein. Der Notarzt oder ein Krankenwagen sollten sofort gerufen werden. Das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, ist in dieser Situation stark erhöht. Auch gegen die mangelnde Durchblutung selbst muss unverzüglich vorgegangen werden.

Diese Symptome können Anzeichen für einen Gefäßverschluss sein:

  • Taubheitsgefühl
  • blasse Haut an der betroffen Körperpartie
  • fehlender Puls am betroffenen Arm oder Bein
  • Schmerzen
  • Absinken der Körpertemperatur an der betroffenen Stelle

Was bedeutet Durchblutungsstörung?

Eine Durchblutungsstörung liegt vor, wenn die Blutgefäße nicht mehr ausreichend durchlässig sind, um die notwendigen Blutmengen passieren zu lassen. Dadurch wird bei einer Arterie das umliegende Gewebe nicht mehr im genügenden Maß mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Bei einer verschlossenen Vene können schädliche Stoffwechselprodukte nicht mehr vollständig aus den Zellen abtransportiert werden. Eine beginnende Durchblutungsstörung bleibt zunächst oft unbemerkt. Erst wenn die Mangelversorgung oder der Blutstau einen gewissen Punkt erreicht haben, stellen sich deutlichere Beschwerden ein.

Durchblutungsstörungen können zu Funktionseinschränkungen und zur Schädigung von Organen und Muskeln führen. Im schlimmsten Fall stirbt das vom Blutfluss abgeschnittene Körpergewebe ab. Durchblutungsstörungen können in allen Bereichen des Organismus auftreten. Gefürchtet werden Schlaganfall und Herzinfarkt, weil Hirnzellen und Herzmuskel besonders empfindlich auf eine Unterversorgung reagieren. Viele ältere Menschen leiden zudem unter Durchblutungsstörungen in den Extremitäten. Besonders häufig in den Beinen. Die Ursache ist meistens eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung), die die Adern verengt.

Ein wichtiger Unterschied liegt darin, welche Gefäße eine Durchblutungsstörung verursachen. Wenn ein vom Herzen wegführendes Gefäß, also eine Arterie, von einem Verschluss betroffen ist, hat das andere Folgen für den Patienten, als bei einer Vene, die zum Herzen führt.

Durchblutungsstörung – Symptome

Die anfänglichen Symptome einer Durchblutungsstörung werden häufig übersehen. Schließlich können auch völlig gesunde Menschen zum Beispiel phasenweise kalte Füße oder Hände haben. Wenn die Krankheitszeichen aber immer öfter auftreten, kann auch eine Durchblutungsstörung dahinterstecken. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Symptomen sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Hinweise auf eine Durchblutungsstörung oder eine Verschlusskrankheit können sein:

  • blasse Hautpartien
  • verzögerte Wundheilung
  • Taubheitsgefühle
  • kalte Gliedmaßen
  • Schmerzen
  • kein fühlbarer Puls
  • eingeschränkte Ausdauer beim Laufen

Arterielle Durchblutungsstörungen

Wenn die Schlagadern Engstellen oder sogar Verschlüsse aufweisen, spricht man von arteriellen Verschlusskrankheiten. Die Patienten leiden unter einer mangelhaften Versorgung des Gewebes hinter den betroffenen Blutgefäßen.

Ein chronischer Arterienverschluss entwickelt sich meistens aus einer fortschreitenden Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Durch Ablagerungen in den Schlagadern wird der Blutfluss zunehmend behindert. Als Musterbeispiel für die Folgen einer Arteriosklerose gilt die sogenannte Schaufensterkrankheit. Zunächst ohne Symptome (Stadium I), später dann mit typischen Krankheitszeichen. Durch die mangelhafte Durchblutung ermüdet die Muskulatur der Beine sehr schnell und beginnt zu schmerzen (Stadium II). Die Betroffenen müssen beim Spaziergang immer wieder kurze Pausen (zum Beispiel vor auf dem Weg liegenden Schaufenstern) einlegen, bevor sie wieder weitergehen können. PAVK diagnostiziert der Arzt in diesen Fällen: periphere arterielle Verschlusskrankheit. Wenn die PAVK fortschreitet, treten die Beschwerden auch im Ruhezustand auf. Im PAVK Stadium IV kommt es zu einem vollständigen Arterienverschluss. Unbehandelt sterben dann vor allem oberflächliche Gewebebereiche am Bein ab. Es kann zu Geschwüren und offenen Beinen (nicht heilenden Wunden) kommen. Bei einer weiteren Verschlechterung droht die Amputation des Beins.

Nicht nur die Beine können von PAVK betroffen sein. Eine periphere arterielle Verschlusskrankheit kann ebenso an den Armen oder Händen auftreten. Häufig leiden die inneren Organe gleichfalls unter einer mangelhaften oder fehlenden Blutzufuhr durch die arterielle Verschlusskrankheit. Häufig wird dann eine koronare Herzkrankheit diagnostiziert, bei der der Herzmuskel nicht richtig durchblutet wird. Gefäßverschlüsse treten ebenfalls im Gehirn oder anderen Organen auf. In leichten Fällen ist der Körper in der Lage, die Versorgung durch die Bildung neuer Blutgefäße wieder zu übernehmen. Diese natürlichen Selbstheilungskräfte geraten bei schweren Erkrankungen aber an ihre Grenzen.

Venöse Durchblutungsstörungen

Auch die Blutgefäße, die zurück zum Herzen führen, können eine unzureichende Durchlässigkeit aufweisen oder vollständig verschlossen sein. Dann ist nicht nur der zuverlässige Abtransport von Stoffwechselprodukten aus den Zellen gefährdet. In den verengten Gefäßen kann sich darüber hinaus eine Thrombose bilden. Ein Blutpfropfen setzt sich fest und behindert oder unterbindet den Blutfluss (Embolie). Die Thrombose zeigt sich häufig an Beinen oder Armen. Die Gliedmaßen schwellen in der Folge an und reagieren sehr empfindlich auf Druck. In manchen Fällen wird die betroffene Stelle rot und heiß, mit ähnlichen Symptomen wie bei einer Entzündung. Auftretende Schmerzen werden durch Hochlagern der Extremitäten gelindert.

Bei einer Thrombose muss unbedingt der Arzt informiert oder am besten gleich ins Krankenhaus gefahren werden. Der Blutpfropf in der Vene kann sich lösen, im Körper wandern und in lebenswichtigen Organen, wie zum Beispiel in der Lunge festsetzen.

Durchblutungsstörung – Ursachen

Neben der Arteriosklerose und der Embolie kann auch eine Gefäßentzündung Durchblutungsstörungen verursachen. Eine sogenannte Vaskulitis kann durch Gefäßverletzungen oder die schädliche Einwirkung von Medikamenten entstehen. Manche Patienten leiden an Gefäßentzündung als Folge einer Autoimmunkrankheit. Bestimmte Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Durchblutungsstörung.

Risikofaktoren für die Entstehung von Durchblutungsstörungen:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • unausgewogene Ernährung
  • zu hohe Cholesterinwerte
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Durchblutungsstörung – Diagnose

Bei Verdacht auf eine Durchblutungsstörung wird der Arzt die Art der Beschwerden abfragen und sich nach Vorerkrankungen erkundigen. Besonders relevant sind hier Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems und Stoffwechselkrankheiten. Bei einer Durchblutungsstörung an den Extremitäten wird der Blutdruck auf beiden Körperhälften gemessen, um eventuelle Unterschiede zwischen der betroffenen und der gesunden Seite zu ermitteln. Bei Bedarf wird auch an Oberarm und Unterschenkel gemessen, um den Knöchel-Arm-Index (Dopplerindex) zu errechnen. Liegt der Knöchel-Arm-Index unterhalb von 0,9, liegt wahrscheinlich eine Durblutungsstörung im Bein vor.

Im nächsten Schritt nimmt der Arzt meist Blut ab, um die Werte für Gerinnungsfaktoren, Enzyme, Cholesterin und Blutzucker zu kontrollieren. Mittels Dopplersonografie (Ultraschall) beobachtet er Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses. Durch Oszillografie zeigt sich, ob die Druckunterschiede durch das Pumpen des Herzmuskels in den Adern noch ausreichend ausgeprägt sind. Mittels Angiografie lassen sich die erkrankten Blutgefäße im Röntgenbild darstellen. Eine Engstelle (Stenose) kann dadurch klar verortet werden. Wenn möglich, ist auch eine Belastungsmessung hilfreich. Hier zeigt sich die Schwere der Erkrankung an der Strecke, die der Patient in einem bestimmten Tempo noch ohne Schmerzen laufen kann.

Durchblutungsstörung – Behandlung

Akute Durchblutungsstörungen zählen zu den medizinischen Notfällen. Eine umgehende Behandlung ist daher dringend notwendig. Verschiedene operative Verfahren sind möglich.

Ein vorhandener Blutpfropf kann unter örtlicher Betäubung entfernt werden (Embolektomie). Neben der chirurgischen Beseitigung des Gefäßverschlusses gibt es noch weiter Behandlungsmethoden. Eine medikamentöse Auflösung des Gerinnsels durch blutverdünnende Mittel kann die Gefäße befreien. Bei der Gefäßdilatation wird ein verengtes Blutgefäß mit einem Ballonkatheter mechanisch gedehnt und häufig mit einer Stütze (Stent) offengehalten.

Medikamentöse Behandlung

Neben durchblutungsfördernden Mitteln stehen auch Medikamente zur Verfügung, die die Beschwerden der Durchblutungsstörung lindern:

  • Schmerzmittel wie zum Beispiel Ibuprofen oder, bei stärkeren Schmerzen, Opiate lindern die Beschwerden der Durchblutungsstörung.
  • Prostaglandine und Plasmaexpander wirken durchblutungsfördernd.
  • Thrombozythen-Aggregationshemmer verhindern die Verklumpung von Blutplättchen und verdünnen das Blut.

Bewegungstherapie

Leichte sportliche Bewegung verbessert die Sauerstoffversorgung des ganzen Körpers. Dazu zählen Spazierengehen, Schwimmen und Fahrradfahren. Körperliche Betätigung und gezielte Krankengymnastik regen den Organismus darüber hinaus zur Bildung von neuen Gefäßen an, die die Versorgung von schlecht durchbluteten Geweben teilweise übernehmen können.

Physiotherapie

Neben der oben erwähnten Krankengymnastik können auch Bäderkuren gegen mögliche Symptome einer Durchblutungsstörung helfen. Dazu zählen zum Beispiel Kohlesäurebäder und Warmwasserbehandlungen der Arme.

Was kann man selbst gegen Durchblutungsstörungen tun?

Sanfter Ausdauersport kann zur besseren Durchblutung der betroffenen Körperpartien beitragen. Empfohlen werden Radfahren, Schwimmen und Walking. Übergewicht sollte soweit wie möglich abgebaut werden. Auf das Rauchen sollte man völlig verzichten, denn Nikotin und Zigarettenkondensat fördern Durchblutungsstörungen. Auf gesunde und ausgewogene Ernährung ist stärker zu achten als im bisherigen Leben. Erhöhte Blutfette können einen negativen Einfluss auf die Krankheit haben. Bei Erkrankungen des Fett- und Kohlehydratstoffwechsels oder Bluthochdruck sollten die Therapieanweisungen des Arztes streng befolgt werden.

Homöopathie bei Durchblutungsstörung

Homöopathische Mittel werden bei Durchblutungsstörungen unterstützend angewendet, um den Körper als Ganzes zu stärken. Die Verordnungen des Homöopathen müssen immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, um eventuell mögliche Kontraindikationen zu vermeiden. Die Wahl des homöopathischen Therapeutikums orientiert sich an den konkreten Beschwerden, die mit der Durchblutungsstörung verbunden sind (Auswahl):

  • Kreosotum: in Verbindung mit nässenden, schlecht heilenden Geschwüren, dazu brennende Schmerzen und Juckreiz
  • Espeletia: bei Durchblutungsstörungen in den Beinen, wie bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK)
  • Secale cornutum: bei mangelhafter Durchblutung und Taubheitsgefühl sowie bei schmerzhaften Verengungen der kleinen Gefäße an Fingerspitzen und Zehen
  • Tabacum: bei Taubheitsgefühl und Kribbeln in Armen und Beinen in Verbindung mit eiskalten Fingern, Händen, Füßen und Zehen
  • Cuprum arsenicosum: bei Kribbeln, Taubheitsgefühl und Gefühlsstörungen in den Beinen, besonders in den Unterschenkeln und Krämpfen in der Wade sowie an den Fußsohlen

Akupunktur bei Durchblutungsstörung

Der Akupunktur wir eine durchblutungsfördernde Wirkung nachgesagt. Insofern könnte die Behandlung mit den feinen Nadeln einen positiven Einfluss auf die Entwicklung einer Durchblutungsstörung haben. Die fernöstliche Therapiemethode könnte eine Ergänzung zu den schulmedizinischen Behandlungsansetzen darstellen. Ein ausgebildeter Akupunkteur wird im Beratungsgespräch eine geeignete Therapieform anbieten. Ziel der Behandlung ist, im Sinne der ganzheitlichen Betrachtungsweise der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die Wiederherstellung eines Gleichgewichtes der Energieflüsse im Körper.

Durchblutungsstörung bei älteren Menschen

Ältere Menschen haben ein stark erhöhtes Risiko an Durchblutungsstörungen zu erkranken. Viele Krankheitsbilder in Zusammenhang mit einer Mangeldurchblutung der Extremitäten, wie offene Beine und Schaufensterkrankheit (PAVK) oder koronare Herzkrankheit, gelten als typische Altersleiden. Andere Erkrankungen, die im höheren Lebensalter verstärkt auftreten, fördern Durchblutungsstörungen. Dazu zählen insbesondere Bluthochdruck, Diabetes und Arteriosklerose. Eine Erkrankung ist im fortgeschrittenen Alter aber noch lange kein unausweichliches Schicksal. Durch eine gesunde Ernährung mit regelmäßiger sportlicher Bewegung lässt sich der Krankheitsverlauf meist positiv beeinflussen.

Durchblutungsstörung in der Schwangerschaft

Bei Schwangeren kann es zu einer mangelhaften Durchblutung der Plazenta kommen. In schweren Fällen führt die Erkrankung zu einer unzureichenden Versorgung des ungeborenen Kindes. Deswegen achtet der behandelnde Arzt routinemäßig auf eine normale Funktion der Plazenta. Wie bei anderen Durchblutungsstörungen auch, gelten Diabetes und Bluthochdruck als Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen. Bei Schwangeren besteht zudem eine erhöhte Thrombosewahrscheinlichkeit. Das hängt mit dem veränderten Hormonhaushalt während der Schwangerschaft zusammen, der Blutgerinnung und Elastizität der Venen erheblich beeinflusst. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen kann die Thrombosegefahr verringern.

Bluthochdruck – ICD-Code

Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So werden „Sonstige periphere Gefäßkrankheiten“ unter dem ICD-Code „I73“ erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieses Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.

Durchblutungsstörung – Was bezahlt die Krankenkasse und was muss man selbst bezahlen?

Angehörige einer gesetzlichen Krankenversicherung haben grundsätzlich ein Recht auf stationäre sowie ambulante Versorgung, auf Arzneimittel und weitere Leistungen. In aller Regel sind jedoch bestimmte Eigenleistungen (Zuzahlungen) gesetzlich festgeschrieben. Diese Zuzahlungen betragen 10 Prozent der Kosten, pro Zuzahlung aber maximal 10 Euro. Kostet die Leistung weniger als 5 Euro, hat der Versicherte den tatsächlichen Preis zu entrichten.

Bei Arzneimitteln gelten diese Grenzen ebenfalls. Wenn der Betroffene ein besonders preiswertes Präparat erhält, entfällt die Zuzahlung. Dabei dürfen die Krankenkassen feste Beträge bestimmen, die sie erstatten, sofern mehrere Präparate mit gleichem Wirkstoff erhältlich sind. Arzneimittel, deren Preis 30 Prozent unter diesem Festbetrag liegt, werden von den Krankenkassen ohne Zuzahlung erstattet.

Zudem besteht die Regelung, dass die GKV bei bestimmten Präparaten nicht mehr den Einzelpreis des jeweiligen Arzneimittels erstatten muss, sondern nur den Festbetrag, der für eine Gruppe von vergleichbaren Präparaten festgelegt wurde. Ist das verschriebene Medikament teurer, muss der Patient den Mehrpreis selbst zahlen plus der gesetzlichen Zuzahlung für den erstatteten Kostenanteil.

Zuzahlungen fallen ebenfalls bei einem Krankenhausaufenthalt an. Sie betragen 10 Euro pro Kalendertag, wobei die Zuzahlung nur für maximal 28 Tage pro Jahr geleistet werden muss. Dabei können mehrere Krankenhausaufenthalte in einem Jahr zusammengenommen werden, so dass die maximale Zuzahlung bei stationärer Behandlung 280 Euro pro Kalenderjahr beträgt.

Bei häuslicher Krankenpflege werden einmalig zehn Euro für die Verordnung fällig. Darüber hinaus sind 10 Prozent pro Tag als Eigenanteil zu tragen. Die Zuzahlung ist auf 28 Kalendertage pro Kalenderjahr begrenzt und wird nur bei Erwachsenen über 18 Jahren erhoben. Auch bei häuslicher Krankenpflege gilt die Obergrenze von 280 Euro pro Kalenderjahr. Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte werden bei der Obergrenze der Zuzahlung für häusliche Krankenpflege angerechnet.

Wenn die Kosten für eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse übernommen werden, müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent der anfallenden Kosten leisten. Die Grenzen liegen bei mindestens 5 und maximal 10 Euro pro Kalendertag. Diese Zuzahlungspflicht gilt für den gesamten Zeitraum, in dem eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen wird.

Bei Hilfsmitteln müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent des Abgabepreises leisten, wobei ebenfalls eine Ober- und Untergrenze von 10 und 5 Euro pro Verordnung gelten.

Die Höhe der Zuzahlungen für Rehabilitationsmaßnahmen hängt von der Maßnahme und vom jeweiligen Kostenträger ab.

Die Kosten für eine Schmerztherapie in einer Schmerzklinik übernimmt in der Regel jede gesetzliche Krankenkasse, da es sich um eine vertragsärztliche Leistung handelt. Allerdings können weitere Kosten (wie z. B. Zuzahlungen für Verordnungen) privat anfallen.

Die Kosten einer klassischen Körperakupunktur werden von allen gesetzlichen Krankenkassen, bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder bei Kniegelenkarthrose, übernommen. Der Leistung wird vorausgesetzt, dass die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen. In solchen Fällen haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall innerhalb von maximal sechs Wochen. Eine erneute Behandlung kann frühestens zwölf Monate nach Abschluss der letzten Akupunkturbehandlung erfolgen. Die Krankenkasse erstattet die Kosten nur, wenn die Behandlung von einem qualifizierten Arzt durchgeführt wird. Akupunktur bei einem Heilpraktiker wird nicht übernommen. Die Kosten sind dann privat zu leisten.

Durchblutungsstörung – Was übernimmt die DFV?

Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.

Im Falle einer Erkrankung warten Sie mit der Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Exklusiv nicht länger als 5 Tage auf einen Termin bei einem spezialisierten Facharzt.

Sie profitieren zudem von Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, freier Krankenhauswahl und Krankenhaustagegeld bei einem stationären Klinikaufenthalt. Der DFV-KlinikSchutz macht Sie zum Privatpatienten im Krankenhaus inkl. Auslandskrankenversicherung.

FAQ zum Thema Durchblutungsstörung

Wie entsteht eine Durchblutungsstörung?

Häufig ist es ein Blutpfropf oder eine Engstelle in einer Vene oder Arterie, die den Blutfluss behindern. Das Areal hinter diesem Hindernis in der Arterie wird nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Bei einer Vene kann dagegen gestautes Blut nicht mehr richtig abfließen. Seltener können Durchblutungsstörungen auch durch einen Gefäßkrampf oder eine Gefäßentzündung entstehen. Durchblutungsstörungen müssen zeitnah behandelt werden, um Folgeschäden zu vermeiden.

Woran erkennt man eine Durchblutungsstörung?

Die Anzeichen einer arteriellen Durchblutungsstörung sind blasse Haut, Taubheitsgefühl, kalte Extremitäten, kaum noch fühlbarer Puls und Schmerzen. Fingerspitzen oder Zehen können sich bläulich verfärben. Bei einem teilweisen oder vollständigen Verschluss der Vene fühlt sich die betroffene Region dagegen eher heiß und entzündet an. Die Haut ist oft rötlich gefärbt. Die auftretenden Schmerzen lassen nach, wenn der Arm oder das Bein hochgelagert wird.

Hilft Physiotherapie gegen Durchblutungsstörungen?

Regelmäßige körperliche Bewegung verringert das Risiko für eine Durchblutungsstörung. Aktive Physiotherapie und moderater Ausdauersport sind also hilfreich. Ein gezieltes Sportprogramm kann bei bestehenden Durchblutungsstörungen zu einer nachweisbaren Verbesserung der Mangeldurchblutung führen. Durch bestimmte Bewegungsabläufe wird im Organismus die Bildung neuer Blutgefäße angeregt, die die betroffenen Körperpartien wieder an den Blutkreislauf anschließen.

Zu welchem Arzt bei einer Durchblutungsstörung?

Bei einer leichten Durchblutungsstörung sollte zeitnah die Sprechstunde des Hausarztes genutzt werden. Bei einem akuten Gefäßverschluss ist dagegen sofort der Notarzt zu verständigen oder gleich der Transport ins Krankenhaus zu veranlassen. Das Risiko von lebensbedrohlichen Folgen ist hoch. Der behandelnde Facharzt ist dann häufig Gefäßchirurg, Internist oder Angiologe.

Warum kann Diabetes zu Durchblutungsstörungen führen?

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) schädigt die Gefäßwände. Das gilt sowohl für die feinen Haargefäße (Kapillare) als auch für die großen Adern am Herz. Ablagerungen setzen sich an den geschädigten Gefäßwänden fest. In den verengten Venen und Arterien können sich daraufhin leichter Blutgerinnsel bilden, die den Blutfluss zusätzlich behindern. Durchblutungsstörungen stellen sich ein.

Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Angiologie Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. (DGA), www.dga-gefaessmedizin.de, (Abruf 12.01.2021)
  • Kassenärztliche Bundesvereinigung, Gesundheitsinfos: Durchblutungsstörung der Beine, www.kbv.de, (Abruf 12.01.2021
  • Berufsverband Deutscher Internisten e.V., www.internisten-im-netz.de (Abruf 13.01.2021)
  • S3-Leitlinie Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), abrufbar unter leitlinien.dgk.org (Abruf 13.01.2021)
  • Mitteldeutscher Rundfunk: Gefährliche Durchblutungsstörungen, die "Schaufensterkrankheit", www.mdr.de, (Abruf 13.01.2021)
  • HalloVita Verlag, www.hallo-homoeopathie.de (Abruf 12.01.2021)
  • Deutsche Akupunktur Gesellschaft: www.deutsche-akupunktur-gesellschaft.de (Abruf 13.01.2021)

Alle Angaben ohne Gewähr.

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