Zahnzusatzversicherungen im Test

Zahnzusatzversicherungen im Test 2018

Im April 2018 hat die Zeitschrift Finanztest ihre aktuelle Bewertung für Zahnzusatzversicherungen veröffentlicht. Getestet wurden ausschließlich Tarife, die grundsätzlich allen gesetzlich Krankenversicherten zugänglich sind. Von insgesamt 220 Zusatzversicherungen erhielten 70 ein „sehr gut“ und 66 ein „gut“. Mit den Noten „befriedigend“ wurden 38 Tarife bewertet und mit „ausreichend“ 16. Ein Tarif erhielt die Note „mangelhaft“. Stichtag für die Bewertungen war der 17. April 2018. Am besten schnitten die Tarife der DFV (Deutsche Familienversicherung), der Bayrischen und der Hanse Merkur ab. Der DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100 wurde zum dritten Mal in Folge Testsieger mit der Bestnote „sehr gut“ (0,5).

Im Test wurden, wie bereits im Jahr 2016, sowohl Tarife mit Alterungsrückstellungen (Beiträge steigen nicht altersbedingt) als auch Tarife ohne Alterungsrückstellungen (Beiträge steigen altersbedingt) gemeinsam untersucht.

 


Vorteilhaft für gesetzlich Versicherte

Benötigt ein Patient teuren Zahnersatz, wie zum Beispiel eine Krone, eine Brücke oder implantatgetragenen Zahnersatz, kommt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) lediglich für 10 bis 20 Prozent der tatsächlichen Kosten auf. Sie übernimmt also nur die vorgesehene Regelversorgung. Die übrigen Kosten haben gesetzlich Versicherte als privaten Eigenanteil zu tragen. Das kann schon mal teuer werden, vor allem, wenn nicht nur ein Zahn saniert werden muss, sondern gleich mehrere. Ein Implantat schlägt schnell mit 4000 € zu Buche, eine Krone kann gerne mal 600 € kosten. Es ist ratsam für solche Fälle möglichst frühzeitig vorzusorgen, besonders wenn man Wert auf hochwertiges Material, neueste Technik und perfekte Ästhetik legt. Mit einer privaten  Zahnzusatzversicherung können Patienten ihren Eigenanteil erheblich reduzieren. Um wie viel – das hängt davon ab, welcher Tarif bei welchem Versicherungsanbieter gewählt wurde. Leistungen und Beiträge variieren von Anbieter zu Anbieter. Laut Finanztest kommen Versicherte mit den leistungsstärksten Tarifen bei teurem Zahnersatz, zusammen mit dem Anteil ihrer Krankenkasse, auf bis zu 100 Prozent Kostenerstattung. Der 43-jährige Modellkunde im Test zahlte dafür monatlich zwischen 9 und 63 Euro.

Große Auswahl im vielfältigen Tarifangebot

Finanztest kommt zu dem Ergebnis, dass ein Patient zur Reduzierung seines Eigenanteils, insbesondere bei sehr hochwertiger Versorgung mit Zahnersatz, einen leistungsstarken Tarif abschließen sollte. Wer bereits im Besitz einer Zahnzusatzversicherung ist, sollte prüfen, ob er sich nicht verbessern kann. Denn laut Finanztest gibt es gegenüber dem ersten Test 2008 inzwischen weit mehr sehr gute und gute Angebote. Der Vergleich von 2016 zu 2018 zeigt, dass sich die Angebote nochmal verbessert haben. Als „optimal“ wird ein möglicher Wechsel innerhalb der eigenen Versicherung bezeichnet. Vorausgesetzt, man verbessert sich dabei. Es wird darauf verwiesen, dass die Angebote der einzelnen Krankenversicherer nicht zwangsläufig für jeden die beste Lösung darstellen. Jeder sollte genau für sich prüfen, welche Leistungen tatsächlich benötigt werden und welche nicht. Potentielle Kunden, die lediglich ihren Eigenanteil an den Kosten bei der Regelversorgung reduzieren möchten, wählen dabei einen anderen Tarif als diejenigen, die Wert auf möglichst umfangreiche Kostenerstattung legen. Auch hier hat Finanztest verglichen.

Welche Zahnzusatzversicherungen wurden 2018 am besten bewertet?

Alle von Finanztest verglichenen Tarife bieten Kostenerstattung für Zahnersatz und enthalten neben  Zahnleistungen keine weiteren Leistungen wie Brille, Heilpraktiker oder dergleichen. Jeder Tarif kann einzeln und unabhängig von weiteren Bausteinen abgeschlossen werden. Im Vergleich der besten Zahnzusatztarife mit sehr guten oder guten Zahnersatzleistungen belegten diese zehn die ersten Plätze:

Platz Anbieter Tarifangebot
1. DFV Deutsche Familienversicherung AG DFV-Zahnschutz Exklusiv 100
1. Bayerische Zahn Prestige
1. Hanse Merkur EZL
2. DKV KDTP100
3. DKV KDTP100+KDBE
4. Arag Dent100
5. Hallesche DentZE.100
6. Hallesche DentZE.100+DentZB.100
7. Hallesche DentZE.100+DentZB.80
8. Hallesche DentZE.100+DentZB.100
9. Hallesche Giga.Dent
10. Bayer.Beamten-KK/UKV ZahnPrivat Premium

Mit der Bestnote sehr gut (0,5) wurde der DFV-Zahnschutz Exklusiv 100 zum dritten Mal in Folge Testsieger unter 220 Angeboten: Ein 43-jähriger Kunde zahlt dafür monatlich 40 Euro. Bis zum Erreichen des 73. Lebensjahres steigt der Beitrag schrittweise auf 65 Euro. Das günstigste Angebot mit sehr guten Zahnersatzleistungen beim Einstieg mit ebenfalls 43 Jahren ist der Tarif Z90 der Inter. Der Monatsbeitrag beläuft sich anfangs auf 9 Euro und steigt bis zum 73. Lebensjahr auf 30 Euro.

Die Zahnzusatzangebote der Versicherer sind leistungsseitig deutlich besser geworden. Beim ersten Test dieser Art im Jahr 2008 gab es nur drei „sehr gute“ Tarife unter den insgesamt 83 untersuchten Angeboten.

Im Vergleich zum Test von 2016 sind die Anteile der „sehr gut“ bewerteten Zahnzusatzangebote leicht auf jeweils ein knappes Drittel angestiegen. Ein „befriedigend“ wurde aktuell nur noch an jeden sechsten Tarif vergeben, ein „ausreichend“ nur noch an jeden 14. Tarif. Vor zwei Jahren waren die Anteile noch jeweils fast doppelt so groß.

So schnitten die drei Erstplatzierten ab

Sowohl der DFV-Zahnschutz Exklusiv 100, als auch die beiden Tarife Zahn Prestige (Bayerische) und EZL (Hanse Merkur) sind Angebote mit altersbedingter Beitragsanpassung. Im Test wurde der gerundete altersabhängige Beitrag angegeben, den Versicherte mit 43 und den sie bis 73 Jahre höchstens zahlen müssen. (Um eine Vergleichbarkeit mit Tarifen ohne altersabhängige Beitragsanpassung zu ermöglichen, wurden die Beitragsspanne und der Durchschnitt für den Zeitraum zw. 43 und 73 Jahre gebildet.)

Welche Zahnzusatzversicherungen wurden 2016 am besten bewertet?

Im November 2016 erhielten von insgesamt 209 Zusatzversicherungen 66 ein „sehr gut“ und 59 ein „gut“. Mit den Noten „befriedigend“ wurden 58 Tarife bewertet und mit „ausreichend“ 26. Am besten schnitten die Tarife der DFV (Deutsche Familienversicherung) und der DKV (Deutsche Krankenversicherung) ab. Alleiniger Testsieger mit der Bestnote „sehr gut“ (0,5) wurde der DFV-ZahnSchutz Exklusiv. Ein 43-jähriger Kunde zahlt dafür monatlich 43 Euro. Bis zum Erreichen des 73. Lebensjahres steigt der Beitrag schrittweise auf 66 Euro.

Alle von Finanztest verglichenen Tarife bieten Kostenerstattung für Zahnersatz und enthalten neben  Zahnleistungen keine weiteren Leistungen wie Brille, Heilpraktiker oder dergleichen. Jeder Tarif kann  einzeln und unabhängig von weiteren Bausteinen abgeschlossen werden. Im Vergleich der besten Zahnzusatztarife mit sehr guten oder guten Zahnersatzleistungen belegten diese zehn die ersten Plätze:

Platz Anbieter            Tarifangebot
1. DFV Deutsche Familienversicherung AG DFV-Zahnschutz Exklusiv
2. DKV KDTP100
3. DKV KDTP100+KDBE
4. Hallesche DentZE.100
5. Hallesche DentZE.100+DentPro.80
6. Hallesche DentZE.100+DentZB.100
7. Hallesche Giga.Dent
8. Bayer.Beamten-KK/UKV ZahnPrivat Premium
9. Ergo Direkt ZAB+ZAE+ZBB
10. Ergo Direkt ZAB+ZAE+ZBB+ZBE

Stiftung Warentest Finanztest (05/2018)

Bewertung der Zahnersatzleistungen im Einzelnen

Finanztest führt aus, dass die Tarifleistungen jeweils separat für alle drei möglichen Bonusstufen der Versicherten ermittelt wurden (ohne Bonus, mit 20 Prozent und mit 30 Prozent Bonus). Anschließend ermittelte man einen gewichteten Durchschnitt. Bewertet wurde dann der Anteil der Zahnarztrechnung für vier Versorgungsvarianten. Er wurde jeweils im Durchschnitt zusammen mit der Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ersetzt. Dafür galten beispielhafte Modellannahmen. „Bei der Bewertung wurden die für die Höhe der jeweiligen Leistung maßgeblichen Versicherungsbedingungen in ihrem Zusammenwirken berücksichtigt.“

Nachfolgend wird die Bewertung der einzelnen Kategorien detailliert beschrieben.

Die aufgeführten Leistungsbeispiele für vier Beispielversorgungen dienen lediglich der Erläuterung und waren nicht maßgeblich für die vorgenommene Bewertung.

An den Testkriterien hat sich im April 2018, im Vergleich zum Test von 2016, im Wesentlichen nichts geändert. Ein Unterschied lag lediglich in der Gewichtung der einzelnen Zahnersatzleistungen. Während die Privatversorgung mit Inlays 2016 noch mit 25 % gewichtet wurde lag sie 2018 bei 20 %. Die Bewertung der Implantatversorgung erfolgte im vergangenen Test mit 15 % und 2018 mit 20 %.  Die restlichen Bewertungen blieben in ihrer Gewichtung unangetastet.

Bewertung der Regelversorgung (10 %)

Im Test dieser Kategorie wurden bestimmte Regelungen in den Versicherungsbedingungen berücksichtigt:

-       der Erstattungsprozentsatz und der Basisbetrag (je nach Bonusstufe)

-       bei Anrechnung der Kassenleistung: die Höhe der Anrechnung

Dabei rechnen Versicherer je nach Tarif die tatsächliche Leistung, die Leistung ohne Kassenbonus oder die Leistung mit maximalem Bonus an.

-       wenn die Kassenleistung nicht auf die Tarifleistung angerechnet wird: die Obergrenze für die Gesamtleistung von Tarif- und Kassenleistung (z.B. 100, 90, 80 Prozent des erstattungsfähigen Rechnungsbetrages)

Bewertung der Privatversorgung ohne Inlays und Implantate (40 %)

Der Bewertung liegt zugrunde, dass sich der Rechnungsbetrag der privatzahnärztlichen Gebühren auf das Doppelte der Kosten bei reiner Regelversorgung beläuft. Der Betrag verteilt sich hier zu jeweils 50 Prozent auf das Zahnarzthonorar und die Material- und Laborkosten. 30 Prozent des Honorars sind mit dem 3,5-fachen Satz der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) berechnet, der restliche Anteil mit dem 2,3-fachen GOZ-Satz.

Folgende Regelungen in den Versicherungsbedingungen sind in die Bewertung eingeflossen:

-       alle für die Regelleistung genannten Kriterien

-       plus der Erstattung von Zahnarzthonoraren mindestens bis zum 3,5-fachen GOZ-Gebührensatz

Bewertung der Privatversorgung mit Inlays (20 %)

Für die Versorgung mit einem Inlay fallen Kosten in Höhe von 660 Euro an. Sie verteilen sich je zur Hälfte auf das Zahnarzthonorar sowie auf die Material- und Laborkosten. 90 Prozent des Honorars werden mit dem 3,5-fachen GOZ-Gebührensatz berechnet. Der Rest mit dessen 2,3-fachem Satz.

Das von Finanztest zugrunde gelegte Modell impliziert auch die Forderung, dass alle fünf Jahre mindestens drei Inlays im Kalenderjahr erstattet werden sollten. Ansonsten jeweils ein Inlay pro Jahr.

Für die Bewertung wurden hier folgende Regelungen in den Versicherungsbedingungen berücksichtigt:

-       alle für die Regelversorgung genannten Kriterien

-       die Erstattung von Zahnarzthonoraren mindestens bis zum 3,5-fachen GOZ-Gebührensatz

-       Höchsterstattungsbeträge pro Inlay und Höchsterstattungsbeträge für alle Inlays im Kalenderjahr

Bewertung der Implantatversorgung (20 %)

Für die Versorgung mit einem Implantat beläuft sich die Rechnung auf 3.762 Euro. Davon entfallen 1.206 Euro auf einen Knochenaufbau (ausschließlich Honorar). 788 Euro davon sind implantologische Leistungen, 820 Euro Materialkosten und 948 Euro Zahnersatz auf dem Implantat (sog. Suprakonstruktion). Davon sind auch 50 Prozent Material- und Laborkosten. Das Zahnarzthonorar wurde jeweils zur Hälfte mit dem 3,5-fachen Gebührensatz bzw. dem 2,3-fachen Gebührensatz berechnet.

Finanztest fordert hierbei im Modell, dass alle fünf Jahre mindestens zwei Implantate im Kalenderjahr erstattet werden. In den übrigen Jahren jeweils ein Implantat. Auf die gesamte Vertragslaufzeit gerechnet sollten mindestens zehn Implantate erstattet werden.

Folgende Regelungen der Versicherungsbedingungen wurden in der Bewertung berücksichtigt:

-       alle für die Regelversorgung genannten Kriterien

-       die Erstattung von Zahnarzthonoraren mindestens bis zum 3,5-fachen GOZ-Satz

-       Kostenerstattung für einen Knochenaufbau

-       Höchsterstattungs- und Höchstrechnungsbeträge für das einzelne Implantat (mit und ohne Suprakonstruktion)

-       Höchsterstattungs- und Höchstrechnungsbeträge für alle Implantate im Kalenderjahr

-       Höchsterstattungsbeträge für alle Implantate über die gesamte Vertragslaufzeit

-       Begrenzung der Implantatanzahl für die gesamte Vertragslaufzeit auf weniger als zehn.

Bewertung der jährlichen Obergrenzen für alle Tarifleistungen (10 %)

Finanztest hat in den Versicherungsbedingungen folgende Regelungen berücksichtigt:

-       die Höhe der dauerhaften Erstattungssummenbegrenzungen für ein Kalenderjahr bis zur Höhe von 20.000 Euro

-       die Höhe der Erstattungssummenbegrenzungen innerhalb der ersten sechs Vertragsjahre bis zur Höhe von 1.000 Euro pro Jahr

-       ob die Begrenzungen bei unfallbedingten Kosten entfallen oder nicht.

Bewertung weiterer Tarifleistungen und Besonderheiten des Vertrags

Finanztest hat eine Reihe weiterer Tarifleistungen aufgeführt, die über die Kostenerstattung für Zahnersatz hinausgehen. Sind gleich mehrere Versicherungen in der engeren Wahl, kann ein Mehr an Leistungen ausschlaggebend sein. Verbraucher sollten allerdings auch prüfen, ob ein Teil der Leistungen nicht bereits von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung übernommen wird.

So bietet der dreimalige Testsieger, DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100, folgende zusätzliche Benefits:

  • Prophylaktische Leistungen (inklusive professionelle Zahnreinigung) 200 € pro Kalenderjahr
  • Zahnbehandlung (inklusive Kunststofffüllungen, Wurzelbehandlungen, Parodontosebehandlungen)
  • Knirscherschienen
  • Kieferorthopädische Leistungen (bei Vorleistung GKV 100 %, ohne Vorleistung GKV 100 % max. 2000 €)
  • anästhetische Leistungen ohne Höchstgrenze

Der Tarif ZAHN Prestige, bietet folgende zusätzliche Leistungen::

  • Prophylaktische Leistungen (inklusive professionelle Zahnreinigung) 200 € pro Kalenderjahr
  • Zahnbehandlung (inklusive Kunststofffüllungen, Wurzelbehandlungen, Parodontosebehandlungen)
  • Knirscherschienen
  • Kieferorthopädische Leistungen (für Erwachsene bei Vorleistung GKV 100 % max. 1500 € je VP, ohne Vorleistung GKV 80 % max. 2000 € je VP)
  • anästhetische Leistungen bis max. 200 € je Kalenderjahr

Entscheiden sich Patienten für den Tarif EZL, erhalten Sie diese zusätzlichen Tarifleistungen:

  • Prophylaktische Leistungen (inklusive professionelle Zahnreinigung) max. 130 € pro Kalenderjahr, max. 65 € pro Maßnahme
  • Zahnbehandlung (inklusive Kunststofffüllungen, Wurzelbehandlungen nur bei Vorleistung der GKV, Parodontosebehandlungen)
  • Knirscherschienen

Als einziger dieser drei Tarife punktet der DFV-Zahnschutz Exklusiv 100 auch noch mit einer Vertragsbesonderheit: Die Gesundheitsprüfung entfällt. Außerdem ist die mikroinvasive Kariesbehandlung (Kariesbehandlung ohne Bohren) ausdrücklich als versicherte Leistung in den Bedingungen genannt. Der DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100 beinhaltet weiterhin umfangreiche Assistance-Leistungen sowie die bekannten DFV-Garantien: tägliches Kündigungsrecht, Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit, Schnellregulierung des Schadens und digitalen Service.

Zahnzusatzversicherungen mit günstigem Basisschutz und geringen Leistungen

Wer nur einen günstigen Basisschutz möchte und keinen Wert auf besonders teuren Zahnersatz oder Implantate legt – der ist mit der Regelversorgung beim Zahnarzt gut aufgehoben. Dann bleibt in diesem Fall nur der private Eigenanteil der Kosten (50 Prozent) abzusichern. Für durchschnittlich 13 Euro im Monat bieten diese Leistungen für die Regelversorgung mehrere Tarife. Der Eigenanteil wird hier vollständig gedeckt. Finanztest nennt als die günstigste den Tarif KombiMed KDT50 der DKV, der maximal 8 Euro im Monat kostet.

Worauf sollten Patienten bei der Wahl ihrer Zahnzusatzversicherung achten?

Detailbeschreibung genau lesen

Vor allem gilt: Die Vertragsbedingungen sollten genau geprüft und miteinander verglichen werden. Häufig sind einzelne Vertragsmodule in der Kurzbeschreibung eines Tarifs nicht in aller Ausführlichkeit dargestellt. Erst beim aufmerksamen Lesen der dazugehörigen Detailbeschreibung zu den Leistungen erfährt man deren tatsächlichen Umfang und erhält genaue Informationen über eventuelle Begrenzungen. Häufig sind nämlich zu Beginn der Versicherungsbeziehung, Wartezeiten und Limitierungen in der Höhe der Leistungen festgeschrieben. Wer also die Unterlagen seiner Versicherung gründlich liest und nicht nur die ersten Vertragsseiten, ist damit auf der sicheren Seite.

Wartezeit bei Vertragsbeginn

Wer einen neuen Vertrag für eine Zahnzusatzversicherung abschließt, muss in der Regel acht Monate Wartezeit einkalkulieren, bevor die Versicherung überhaupt Kosten übernimmt. Fast alle Versicherer limitieren ihre Leistungen in den ersten drei bis fünf Jahren auf bestimmte Summen. Daher empfiehlt es sich, eine Zahnzusatzversicherung bereits frühzeitig abzuschließen.

Anbieterwechsel genau prüfen

Stellt ein Versicherungsnehmer nachträglich fest, dass es für ihn einen besseren Tarif gibt, kann er selbstverständlich wechseln. Allerdings gilt es zu beachten, dass dann ggf. auch wieder eine neue Wartezeit greift und Leistungen in den ersten drei bis fünf Jahren begrenzt sein können. Bei manchen Versicherern ist die Antragsannahme auch abhängig vom Ergebnis einer Gesundheitsprüfung. Daher empfiehlt Finanztest, zunächst einen Wechsel innerhalb der eigenen Versicherung in Betracht zu ziehen. Gibt es hier ein besseres Angebot, können Kunden ihre im alten Vertrag erworbenen Rechte mitnehmen. Die o.g. Wartezeiten und die Limitierung auf bestimme Höchstsummen für einen gewissen Zeitraum gelten dann nur für die neuen, höheren Leistungen.

Welche Angaben müssen Patienten vor Vertragsabschluss machen?

Der Antrag, den die Versicherung Kunden vor Vertragsabschluss vorlegt, sollte in jedem Fall wahrheitsgemäß ausgefüllt werden. Kunden, die bereits bei Vertragsabschluss wegen bestimmter Zahnprobleme in Behandlung waren, erhalten dafür keine Leistungen. Auch wenn der Zahnarzt erst nur dazu geraten hat, dass ein Zahn überkront oder ersetzt werden sollte, zahlt die Versicherung dafür nicht. Denn dieser Vorgang wird bereits als laufende Behandlung angesehen.

Fragt der Versicherer im Antrag nach fehlenden Zähnen, dann sind damit bestehende Lücken gemeint. Bereits vorhandene Implantate oder auch festsitzender Zahnersatz, wie z.B. Brücken, müssen in diesem Zusammenhang üblicherweise  nicht aufgeführt werden.

Sofern Gesundheitsfragen im Antrag gestellt werden, kann bei Unklarheiten auch der Zahnarzt weiterhelfen. Die Versicherungen prüfen die Richtigkeit der Angaben in der Regel dann sehr genau, wenn die erste Rechnung eingeht. Es ist also ganz im Sinne jedes Versicherungsnehmers, korrekte Angaben bezüglich seines Gebisses zu machen. Falsche Angaben können sonst dazu führen, dass die Versicherungsgesellschaft, die beantragte Kostenerstattung  ablehnt oder gar den Vertrag beendet.

 

Alle Angaben ohne Gewähr.

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