Zahnfleischentzündung

Zahnfleischentzündung (Gingivitis): Ursachen, Symptome und Therapie

Unter einer Zahnfleischentzündung versteht man im Volksmund eine entzündliche Veränderung des Zahnfleisches. Der medizinische Begriff für die Erkrankung im Mundraum lautet Gingivitis. Die Zahnfleischentzündung ist eine weitverbreitete Volkskrankheit. In Deutschland zeigen über 80 % der Erwachsenen Anzeichen einer Gingivitis.


Notfall-Tipps bei Zahnfleischentzündung - Diese Hausmittel helfen:  

Gründliche Mundhygiene: Bei empfindlichem Zahnfleisch sollten Sie eine weiche Zahnbürste sowie Zahnseide nutzen.

Kamille und Salbei: Spülen Sie Ihren Mund mehrmals täglich mit Kamillen- oder Salbeitee. Das wirkt desinfizierend und beruhigend auf das entzündete Zahnfleisch.

Salzwasser: Lösen Sie einen Teelöffel Salz in einem Glas Wasser auf. Die Lösung können Sie als Mundspülung nutzen oder direkt mit der Zahnbürste auf die betroffenen Stellen auftragen.

Apfelessig: Apfelessig regt den Speichelfluss an, wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Mischen Sie zwei Teelöffel Apfelessig mit einem Glas Wasser und gurgeln Sie damit eine halbe Stunde vor dem Zähneputzen.

Massage: Auch wenn Ihr Zahnfleisch blutet, empfehlen Zahnärzte dieses mit einer Zahnbürste zu massieren. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und die Heilung beschleunigt.

Teebeutel: Legen Sie einen Teebeutel auf die entzündete Stelle und lassen ihn fünf Minuten einwirken. Am besten eignet sich dafür schwarzer Tee. Das darin enthaltene Tannin verschafft Linderung.

Ingwer: Ingwer wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Trinken Sie Ingwertee und gurgeln mehrmals täglich damit.

Kokosnussöl: Massieren Sie das Öl auf die betroffene Stelle.

Knoblauch: Knoblauch bekämpft die Infektion. Würzen Sie Ihre Speisen möglichst oft damit.

Lavendel: Gurgeln Sie damit oder trinken Sie Lavendel als Tee. Eine Mundspülung aus Wasser und drei Tropfen Lavendelöl ist ebenfalls empfehlenswert.

Ätherische Öle: Nelken-, Pfefferminz- und Teebaumöl können Sie als Mundspülung nutzen, indem Sie zwei bis drei Tropfen davon in ein Glas Wasser geben. Damit einfach mehrmals täglich gurgeln und danach den Mund ausspülen.

Was ist eine Zahnfleischentzündung?

Unter einer Zahnfleischentzündung versteht man im Volksmund eine entzündliche Veränderung des Zahnfleisches. Der medizinische Begriff für Zahnfleisch lautet Gingiva. Das Zahnfleisch bildet gemeinsam mit dem Kieferknochen und feinen Fasern den Zahnhalteapparat. Eine Zahnfleischentzündung (medizinisch: Gingivitis) entsteht in den meisten Fällen durch Bakterien in der Mundhöhle. Nach dem Essen bildet sich durch Bakterien Zahnbelag, die sogenannte Plaque. Bei mangelhafter Mundhygiene verfestigt sich diese Plaque in Form von Zahnstein. Von dort aus können Bakterien besonders gut auf das Zahnfleisch und den Zahnhalteapparat übergehen und Entzündungen auslösen. Dabei ist am häufigsten der unmittelbar an den Zahn angrenzende Bereich des Zahnfleisches betroffen, genauer der Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch. Ohne Therapie kann aus der Zahnfleischentzündung eine Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparats) entstehen. Schlimmstenfalls lockern sich die Zähne und fallen schließlich aus. Die Gingivitis tritt in verschiedenen Formen auf.

Formen der Gingivitis

Akute Zahnfleischentzündung

Die akute Zahnfleischentzündung ist weit verbreitet und tritt häufig schon im Jugendalter auf. Sie beginnt in den Zahnzwischenräumen -  das Zahnfleisch ist oberflächlich entzündet (Zahnfleischrand oder Saum), der Knochen jedoch nicht betroffen und sie lässt sich in aller Regel leicht behandeln. Erkennbar ist sie an einer Rötung und Schwellung des Zahnfleisches. Die Ursachen liegen meistens in mechanischen und thermischen Reizen sowie bakteriellen Verunreinigung aus der Plaque. Gute Mundhygiene und unterstützende Mundspülungen schaffen recht schnell Abhilfe. Wird die Entzündung allerdings nicht behandelt, geht sie in eine chronische Gingivitis über.

Chronische Zahnfleischentzündung

Eine chronische Gingivitis gilt als die häufigste Entzündung im menschlichen Körper. Dabei sind die Bakterien bereits vom Zahnfleischsaum zum Kiefer vorgedrungen und schädigen dort den gesamten Zahnhalteapparat. Das Zahnfleisch bildet sich zurück und Zahnhälse sowie Zahnwurzeln liegen frei. Die Bakterien vermehren sich weiter und führen im schlimmsten Fall zu einer Parodontitis und damit der Lockerung und dem Ausfall der Zähne.

Akute nekrotisierende und ulzeröse Zahnfleischentzündung (ANUG)

Bei der nekrotisierenden Gingivitis ist sogar das Zahnfleisch zwischen den Zähnen infiziert. Die Ursache liegt oftmals in einer ungesunden Lebensweise (Stress, Alkohol, Medikamente, Nikotin). Die Entzündung kann aber auch bei einem erschwertem (Weisheits-) Zahndurchbruch bei Kindern und Jugendlichen auftreten. Sie geht mit Vereiterungen (Ulzerationen) der Zahnzwischenräume und des Zahnfleisches einher. In schlimmen Fällen kommt es zur Entzündung der gesamten Mundschleimhaut (Stomatitis). Typische Symptome sind starke Schmerzen, fauliger Atem sowie Fieber. In jedem Fall ist eine zahnärztliche Behandlung notwendig, da es ansonsten zu schweren gesundheitlichen Komplikationen kommen kann.

Hormonelle Zahnfleischentzündung

Die hormonell bedingte Gingivitis tritt vor allem in der Schwangerschaft, der Pubertät oder bei der Antibabypille auf und kann sich im schlimmen Fällen zu einer hormonellen Parodontitis weiterentwickeln. Die Entzündung tritt im Normalfall nur vorübergehend auf. Das Zahnfleisch schwillt an, so dass die schädigenden Bakterienstoffwechselprodukte diesen Schutzwall des Körpers leichter passieren können. Weiterhin können die Hormone das Wachstum und die Vermehrung bestimmter Keime fördern und es kommt zu Zahnfleischbluten. Zur Behandlung und Prophylaxe ist gute Mundhygiene unabdingbar.

Desquamative Gingivitis

Diese Form der Zahnfleischentzündung tritt nur sehr selten auf und ist äußerst schmerzhaft. Betroffene leiden unter starkem Mundbrennen. Die obersten Zahnfleischschichten werden unter Blasenbildung abgestoßen. Die desquamative Gingivitis stellt allerdings kein eigenes Krankheitsbild dar, sondern ist in den meisten Fällen auf eine andere Erkrankung zurückzuführen. Autoimmunerkrankungen und hormonelle Störungen können bspw. die Ursache sein.

Zahnfleischentzündung: Ursachen

Mangelhafte Mundhygiene

Wer seine Zähne nicht ordentlich putzt, der bietet Keimen im Mund besten Nährboden um sich zu vermehren. Sie ernähren sich von den Speiseresten und verarbeiten sie zu Zahnbelag (Biofilm, Plaque), der auf den Zähnen haftet. In diesem Biofilm geben die Keime aggressive Stoffwechselprodukte, Säure und Giftstoffe ab, die ins Zahnfleisch gelangen. Es entsteht eine Entzündung – die Zahnfleischentzündung. Die Plaque haftet fest auf den Zähnen und lässt sich nur schwer runterputzen. Haftet sie zu lange, dann lagern sich Mineralstoffe aus dem Speichel in den Zahnbelag ein und der Zahnbelag verfestigt sich zu Zahnstein. Dieser kann nur noch vom Zahnarzt entfernt werden.

Bakteriell verursachte Gingivitis

Erfolgt die Entfernung des Zahnsteins nicht umgehend, können sich auf der rauen Oberfläche des Zahnsteins umso leichter Bakterien ansiedeln. Die Plaque breitet sich dann noch weiter aus und gelangt tiefer in den Spalt zwischen Zahnfleisch und Zahn. Der Spalt vergrößert sich und es kommt zur Bildung von Zahnfleischtaschen. Sobald das passiert, handelt es sich bereits um eine Parodontitis, die letztlich sogar zum Verlust der Zähne führen kann.

Mechanische Reizungen

Zu weiteren Ursachen einer Gingivitis zählen auch mechanische Reizungen des Zahnfleischs z. B. durch überhängende Füllungen und unebene Kronenränder. Dabei ist keine bakterielle Infektion beteiligt.

Rauchen fördert die Entzündung

Ein begünstigender Faktor für jede Form der Entzündung des Zahnfleisches ist das Rauchen, denn dadurch verengen sich die Blutgefäße und behindern somit die Durchblutung und Selbstheilungskräfte des Zahnfleischgewebes. Darüber hinaus hat das Rauchen einen negativen Einfluss auf die Immunabwehr des menschlichen Körpers, was den Bakterien das Wachstum und die Ausbreitung in der Mundhöhle erleichtert.

Risikofaktoren für Zahnfleischentzündung

Ob sich eine Zahnfleischentzündung bildet, ist von individuellen Kriterien abhängig und keinesfalls nur eine Frage der Mundhygiene. Bei manchen Menschen kann eine leichte Plaquebildung bereits zu Entzündungen führen, während bei anderen starke Plaque keine Beschwerden hervorruft.

Folgende Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine bakteriell bedingte Zahnfleischentzündung:

 

  • Mundatmung
  • geringer Speichelfluss
  • geschwächtes Immunsystem (z. B. durch HIV)
  • Leukämie (Blutkrebs)
  • chronische Krankheiten wie Diabetes mellitus
  • Rauchen
  • Stress
  • Schwangerschaft
  • Unterernährung
  • Anabolika
  • eng stehende Zähne
  • Karies
  • Alter, Pflegebedürftigkeit
  • bestimmte Medikamente gegen Bluthochdruck (Kalziumantagonisten mit dem Wirkstoff Nifedipin)
  • Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems bei Transplantationen, Blutdrucksenker, Arzneien gegen Epilepsie
  • Vitamin-C-Mangel

Zahnfleischentzündung: Symptome

Die Symptome einer Zahnfleischentzündung sind schwer erkennbar und werden deshalb oft übersehen.

Die häufigsten Symptome einer Gingivitis sind:

  • stark gerötetes Zahnfleisch
  • geschwollenes Zahnfleisch
  • Zahnfleischbluten
  • Mundgeruch

Gesundes Zahnfleisch hat normalerweise eine blass-rosafarbene Optik, füllt den Zwischenraum der Zähne vollständig aus und blutet nicht. Blutet das Zahnfleisch allerdings regelmäßig, muss es dringend zahnärztlich untersucht werden. In den meisten Fällen beginnt das Bluten während des Essens harter Lebensmittel oder während des Zähneputzens. In einigen Fällen genügt bereits leichter Druck, um das Zahnfleisch bluten zu lassen.

Zahnfleischentzündung: Untersuchungen und Diagnose

Eine Zahnfleischentzündung erkennt der Zahnarzt in den meisten Fällen mit bloßem Auge. Mi einer Sonde testet er die Beschaffenheit des Zahnfleischs und prüft, ob sich Zahnfleischtaschen gebildet haben, in denen sich Bakterien ansiedeln. Je nachdem wie schwerwiegend die Entzündung bereits ist, blutet das Zahnfleisch nach Kontakt mit der Sonde unterschiedlich stark. Mit dieser Methode überprüft der Zahnarzt den Parodontalen Screening Index (PSI). Dieser dient der Früherkennung von Krankheiten des Zahnhalteapparats.

Besteht die Zahnfleischentzündung bereits seit längerer Zeit, kann eine Röntgenuntersuchung des Kiefers sinnvoll sein. Somit können Ursache und mögliche Folgen bestimmt werden. Eine Untersuchung des Speichels gibt zudem Aufschluss über die Bakterienarten im Mundraum.

Zahnfleischentzündung: Behandlung

Was tun bei Zahnfleischentzündung? Tipps für zuhause

Das wichtigste Mittel gegen Zahnfleischentzündung ist die tägliche Mundhygiene:

  • zweimal täglich gründlich Zähne putzen
  • Zahnbürste mit weichen bis mittelharten Borsten verwenden
  • Zahnzwischenräume reinigen
  • antibakterielle Mundspül-Lösungen gurgeln oder eine spezielle Salbe auftragen

Zahnfleischentzündung: Homöopathie

Auch die Homöopathie hält Mittel bereit, um einer Zahnfleischentzündung entgegenzuwirken. Deren Wirksamkeit ist allerdings wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.

Zu diesen Mitteln gehören:

  • Kalium phosphoricum
  • Erigeon canadensis
  • Carbo vegetabilis
  • Carbo animalis

Zahnfleischentzündung: Behandlung durch den Zahnarzt

Wenn Sie mit einer Zahnfleischentzündung den Zahnarzt aufsuchen, wird er zunächst alle Zahnflächen reinigen und hartnäckige Beläge entfernen. Die Plaque wird mittels Handinstrumenten und Ultraschallgeräten beseitigt und die Zahnflächen erhalten eine sanfte Polierung.

Je nach Schwere der Entzündung ist die Einnahme eines Antibiotikums erforderlich. Dies kann auch bereits im Vorfeld der zahnärztlichen Behandlung geschehen. Bei den schweren und chronischen Formen der Parodontitis ist unter Umständen ein chirurgischer Eingriff erforderlich, um das entzündliche Gewebe gründlich zu entfernen und eine Ausbreitung des Entzündungsherdes zu verhindern. Sind die Zähne oder der Kieferknochen in Mitleidenschaft gezogen, schließt sich an die Behandlung der akuten Entzündungssymptome die Versorgung des Zahnbestandes sowie eventueller Zahnersatz durch Implantate an.

Folgen einer Zahnfleischentzündung

Wird eine Zahnfleischentzündung nicht behandelt, kann sie sich zu einer Parodontitis entwickeln.

Chronische Parodontitis

Bei der chronischen Parodontitis hat, ausgehend vom Zahnfleisch, die Entzündung auf den Zahnhalteapparat übergegriffen. Die Entzündung ist dabei bereits fortgeschritten und betrifft neben dem Zahnfleisch auch den Kieferknochen. Der Zahnhalteapparat ist nachhaltig geschädigt und es kann zur Lockerung und Zahnverlust in der betroffenen Region führen. Durch Rauchen und Diabetes erhöht sich das Risiko, aus einer einfachen Zahnfleischentzündung (Gingivitis) eine chronische Parodontitis zu entwickeln. Die Behandlung durch einen Zahnarzt ist unbedingt erforderlich um Zahnverlust und fortschreitende Entzündungen im Zahn- und Kieferbereich zu verhindern.

Aggressive Parodontitis

Die aggressive Parodontitis verläuft sehr schnell und heftig. Sie tritt bis zum 35. Lebensjahr auf und kann ohne Therapie zum Verlust der Zähne innerhalb von zwei Jahren führen. Wie es zur übermäßig starken Vermehrung der besonders bösartigen Bakterien in der Mundhöhle kommt, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend erforscht. Häufig liegt eine entsprechende genetische Disposition in der Familie vor, die im Zusammenhang mit Immunschwäche steht. Eine dauerhafte zahnmedizinische Behandlung in Kombination mit Zahnersatz und Implantaten ist hier meist der einzige Weg die Zähne und den Zahnhalteapparat dauerhaft zu erhalten.

Prophylaxe: So beugen Sie einer Zahnfleischentzündung vor

Um einer Zahnfleischentzündung ausreichend vorzubeugen, gilt es, Bakterien gezielt bekämpfen. Das funktioniert am besten durch:

  • Gründliches Zähneputzen zweimal täglich
  • Zahnzwischenräume reinigen (Zahnseide, Zahnzwischenraumbüste und Interdentalhölzchen)
  • Zungenbürste verwenden
  • Antibakterielle Mundspülung nutzen
  • zucker- und säurehaltige Speisen vermeiden
  • mindestens einmal pro Jahr professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchführen lassen
  • erhöhte Aufnahme von Vitamin C

Durch intensive Mundhygiene klingt eine Zahnfleischentzündung normalerweise innerhalb einiger Tage ab. Stellt sich keine Besserung ein oder verschlimmern sich die Symptome, ist ein Zahnarztbesuch erforderlich.

Zahnfleischentzündung in der Schwangerschaft

Eine Zahnfleischentzündung tritt bei ca. 50 % aller Schwangeren auf. Je nach Gründlichkeit bei der Mundhygiene prägt sich die Entzündung mehr oder weniger aus. Grund für Zahnfleischprobleme während der Schwangerschaft sind die Hormone. Vor allem in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft verändert sich der Östrogenhaushalt, so dass die Hormone die Zahnfleischdurchblutung stark beeinflussen. Durch entsprechende Zahnpflege und geeignete Hausmittel, lässt sich die Zahnfleischentzündung bekämpfen, so dass Antibiotika nicht unbedingt notwendig sind.

FAQs zum Thema Zahnfleischentzündung

Was hilft möglichst schnell gegen Gingivitis?

Gründliche Zahnpflege (zweimal täglich putzen, Zahnseide und Mundwasser benutzen) ist die beste Methode, um Gingivitis zu bekämpfen.

Kann man eine Zahnfleischentzündung mit Mundspülung behandeln?

Eine Mundspülung kann dabei helfen, Plaque und Bakterien von Zähnen, Zunge und den Zahnzwischenräumen zu entfernen.

Kann ich durch eine gute Mundhygiene eine Zahnfleischentzündung vorbeugen?

Um einer Zahnfleischentzündung ausreichend vorzubeugen, gilt es, Bakterien durch gute Mundhygiene zu bekämpfen. Dazu gehört gründliches Zähneputzen zweimal täglich, Reinigen der Zahnzwischenräume (Zahnseide, Zahnzwischenraumbüste und Interdentalhölzchen), Verwendung einer Zungenbürste und antibakterieller Mundspülung.

Ist eine Zahnfleischentzündung ansteckend?

Eine Zahnfleischentzündung ist ansteckend, denn dabei handelt es sich um eine durch Bakterien verursachte Infektion.

Was ist der Unterschied zwischen Parodontitis und Gingivitis?

Bei einer Gingivitis ist nur das Zahnfleisch entzündet. Bei einer Parodontitis ist der gesamte Zahnhalteapparat (Parodontium) betroffen. Bei Parodontitis droht langfristig Zahnverlust.

Verliere ich mein Implantat bei entzündetem Zahnfleisch?

Ist die Schleimhaut um das Implantat herum entzündet, kann eine Periimplantitis entstehen. Dann droht Implantatverlust.

Ich habe sehr empfindliches Zahnfleisch. Worauf sollte ich bei der Wahl meiner Zahnpasta achten?

Achten Sie darauf, dass Ihre Zahnpasta nicht zu viele Abrasivstoffe enthält. Diese erkennen Sie an Aufschriften wie „für weiße Zähne“ oder „gegen Verfärbungen“. Typische in Zahnpasta verwendete Abrasivstoffe sind Schlemmkreide und Bimspulver.

Welche Zahnbürste ist bei Gingivitis zu empfehlen?

Bei ausreichender Putzzeit und richtiger Technik ist sowohl eine Hand- als auch eine elektrische Zahnbürste geeignet. Am besten eignet sich eine Zahnbürste mit mittlerem Härtegrad. Weiche Zahnbürsten reinigen oft nicht gründlich genug und harte Bürsten können zu Zahnfleisch-Verletzungen führen. Wichtig ist auch, die Zahnbürste nicht zu lange zu benutzen.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Eine Zahnfleischentzündung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Tretten Symptome wie Zahnfleischbluten, Wundschmerz, Rötungen und Schwellungen regelmäßig auf, sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden. Bei zusätzlich auftretendem Fieber, Mundgeruch sowie gelbem Belag ist unmittelbares Handeln erforderlich.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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