In guten Händen nach einem Unfall

Unfälle laufen in vielen Fällen glimpflich ab, aber ein Unfall kann auch zu dauerhaften körperlichen Beeinträchtigungen mit hohen finanziellen Folgerisiken führen. Insbesondere ein barrierefreier Umbau der Wohnung und Einkommensverluste, können im Invaliditätsfall schnell zu einem finanziellen Ruin führen. Mit der gesetzlichen und der privaten Unfallversicherung gibt es jedoch passgenaue Absicherungen, die die finanzielle Härten auffangen können.


Unterschiede der gesetzlichen und privaten Unfallversicherung

Eine private Unfallversicherung zahlt eine vereinbarte versicherte Leistung bei einer unfallbedingten Invalidität. Sie zahlt also nicht, wenn die Invalidität durch eine Krankheit ausgelöst wird. Dafür zahlt eine private Unfallversicherung auch dann, wenn der Unfall in der Freizeit passiert ist. Damit unterscheidet sich die private Unfallversicherung grundlegend von der gesetzlichen Unfallversicherung. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nur, wenn der Unfall auf der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit passiert ist. Auch Kinder in der Kita im Hort, Schüler in der Schule und Studenten in der Uni sind, vor Ort und auf dem Weg, über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. 

Doch viele Unfälle passieren in der Freizeit und im Haushalt. Zu den Risikogruppen zählen z. B. Motorradfahrer, Radfahrer, Mountainbiker und Ski- oder Snowboardfahrer. Leider verlaufen nicht alle Unfälle glimpflich. Man denke nur an eine Querschnittslähmung in Folge eines schweren Freizeitunfalls. Von heute auf morgen verändert sich das ganze Leben. Vielfach kann der Beruf nicht mehr ausgeübt werden und es kommt zu massiven Einkommenseinbußen. Gleichzeitig müssen Haus und Auto behindertengerecht umgebaut werden. Es entstehen Kosten für Rehamaßnahmen, Hilfsmittel, Hilfe im Haushalt und für die Kinderbetreuung u.v.m. Um sich vor den gravierenden Folgen einer Invalidität zu schützen, ist die private Unfallversicherung die erste Wahl. 

Vielfältiges Leistungsspektrum der Unfallversicherung

Die Leistungen der privaten Unfallversicherung greifen bei einer dauerhaften körperlichen Beeinträchtigung aufgrund eines Unfalls. Von einer dauerhaften Beeinträchtigung wird ausgegangen, wenn die Unfallfolgen voraussichtlich für länger als drei Jahre bestehen bleiben. Die wichtigste Leistung der privaten Unfallversicherung ist die Invaliditätssumme. Die Invaliditätssumme, oder manchmal auch Versicherungssumme genannt, sollte mindestens 100.000 Euro betragen. Dieser Betrag hört sich zunächst einmal viel an, aber gerade die Folgekosten einer Invalidität – wie ein behindertengerechter Hausumbau – kann eine Menge Geld verschlingen. Viele Unfallversicherungstarife besitzen eine Progression. Die Progression sorgt dafür, dass Sie bei schweren Behinderungen eine ansteigende Leistung ausgezahlt bekommen. 

Immer wieder hört man im Zusammenhang mit der privaten Unfallversicherung auch den Begriff der „Gliedertaxe“. Die Gliedertaxe bestimmt, wieviel Geld das Unfallopfer bei Funktionsverlust eines bestimmten Körperteils erhält. So wird natürlich z. B. der Verlust eines Armes höher bewertet als der Verlust eines Fingers. Die meisten privaten Unfallversicherungen bieten neben der Invaliditätssumme noch weitere unfallbedingte Leistungen. Dazu gehört z. B. eine Todesfallleistung, Krankenhausgeld bei einer vollstationären Behandlung, Bergungskosten und Rettungsmaßnahmen für die Rückführung von Kindern. Unter dem Strich bietet die private Unfallversicherung eine optimale Ergänzung zu den Leistungen des gesetzlichen Unfallschutzes.

Alle Angaben ohne Gewähr.

 

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