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Corona-Impfung und Reisen - digitaler Impfpass

Mehrere Länder vereinfachen die Einreise für Personen, die gegen Corona geimpft sind oder die Infektion bereits überstanden haben. Um das Reisen flächendeckend zu erleichtern, haben die EU-Staaten einen einheitlichen Nachweis für Corona-Impfungen - das sogenannte „Grüne Zertifikat“. Wie Reisen mit und ohne Corona-Impfung ablaufen, erfahren Sie hier.


Inhaltsverzeichnis

Corona-Impfung und Reisen

Wird die Corona-Impfung Pflicht bei Reisen? 

Aktuell ist die Corona-Impfung keine Pflicht, um reisen zu können. Momentan wird in keinem Land ein Impfnachweis für Touristen gefordert. Wie sich die Lage entwickeln wird, ist momentan noch nicht abzusehen. Reiseveranstalter dürfen allerdings selbst entscheiden und können Nicht-Geimpfte sogar grundsätzlich ausschließen.
So hat der Reiseveranstalter Alltours bereits angekündigt, voraussichtlich ab Ende Oktober (sobald alle die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen) den Zutritt zu den Hotels der Eigenmarke Allsun nur mit Impfnachweis zu erlauben. TUI möchte sich nach den Vorgaben der Regierungen richten, FTI will weder als Veranstalter noch als Hotelbetreiber derartige Auflagen machen, DER Touristik möchte sich momentan noch nicht festlegen.Die Fluggesellschaften Lufthansa, Turkish Airlines und Ryanair gaben bereits bekannt, dass sie keine Impfpflicht bei Flügen für ihre Gäste planen. Die australische Airline Quantas plant hingegen, Passagiere nur noch mit Impfnachweis für Flüge zuzulassen. Reedereien wie Aida, TUI Cruises oder MSC planen momentan keine Impfflicht. Die britische Reederei Saga lässt Passagiere allerdings nur noch mit Impfnachweis an Bord.

Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn mache die aktuelle, positive Entwicklung der Corona-Pandemie Mut auf einen problemlosen Sommer-Urlaub in Europa. Innerhalb der EU ist das Reisen nicht von der Corona-Impfung abhängig und wird es voraussichtlich in naher Zukunft auch nicht sein. Die Testungen ermöglichen es, sich auch ohne Corona-Impfung europaweit gut bewegen zu können. Dabei hat jedes Land eigene Einreise-Vorschriften für Personen mit und ohne Corona-Impfung.

Reisen mit Corona-Impfung: Vorteile 

Gelockerte Einreiseregeln im Ausland mit Corona-Impfung

Einige Länder haben die Einreiseregeln für Corona-Geimpfte gelockert. Diese Personen profitieren bei Reisen aktuell beispielsweise vom Entfall der Quarantäne-Pflicht oder eines erneuten Tests bei Ankunft. Das heißt allerdings nicht, dass eine generelle Impfpflicht für Urlauber besteht. Reisen ohne Corona-Impfung ist also weiterhin möglich. Ohne Impfnachweis muss man sich als Reisender allerdings auf strengere Maßnahmen als mit Corona-Impfung einstellen. Der Entfall der Quarantäne- und/oder Testpflicht erleichtert die Einreise, die Bedingungen und den Aufenthalt am Reiseziel.

Überblick: Einreise-Regeln mit und ohne Corona-Impfung 

Land Geimpfte/Genesene Ungeimpfte 
Albanien Keine Beschränkungen  Keine Beschränkungen 
Belgien Keine Beschränkungen  Keine Beschränkungen 
Bosnien und Herzegowina  Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test oder Antigen-Schnelltest, der max. 48 Stunden alt ist 
Bulgarien Nachweis über Impfung oder Genesung 

PCR-Test (max. 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden alt)

Dänemark Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test (max. 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden alt)
Estland Keine Beschränkung  Keine Beschränkungen 
Finnland  Nachweis über Impfung oder Genesung  Momentan keine Einreise für ungeimpfte bzw. nicht-genesene Urlauber 
Frankreich Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test oder Antigen-Schnelltest, der max. 72 Stunden alt ist 
Griechenland Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test (max. 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden alt)
Großbritannien und Nordirland PCR- oder Antigen-Schnelltest, max. 72 Stunden alt sowie zwei weitere Tests nach Einreise PCR-Test oder Antigen-Schnelltest, max. 72 Stunden alt sowie zwei weitere Tests nach Einreise, außerdem 10 Tage Quarantäne
Irland Nachweis über Impfung oder Genesung  Negativer PCR-Test (max. 72 Stunden alt) 
Island Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test (max. 72 Stunden alt) und zusätzlicher PCR-Test bei Einreise plus 5 Tage Quarantäne 
Italien Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test oder Antigen-Schnelltest, der max. 48 Stunden alt ist 
Kroatien Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test (max. 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden alt)
Lettland Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test, der max. 72 Stunden alt ist und 10 Tage Quarantäne
Luxemburg  Keine Einschränkungen bei Einreise auf dem Landweg. Bei Einreise mit dem Flugzeug PCR- oder Antigen-Schnelltest, der max. 72 Stunden alt ist.  Keine Einschränkungen bei Einreise auf dem Landweg. Bei Einreise mit dem Flugzeug PCR- oder Antigen-Schnelltest, der max. 72 Stunden alt ist. 
Malta

Nachweis über Impfung 

Als Genesener mit Nachweis: 14 Tage Quarantäne 

14 Tage Qurantäne 
Montenegro  Keine Beschränkungen  Keine Beschränkungen
Niederlande Keine Beschränkungen  Keine Beschränkungen 
Norwegen Nachweis über Impfung oder Genesung  Keie Einreise für Touristen, die nicht geimpft oder genesen sind 
Österreich Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test (max. 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden alt)
Polen Nachweis über Impfung oder Genesung PCR-Test (max. 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden alt)
Portugal Nachweis über Impfung oder Genesung 

PCR-Test (max. 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden alt)

Ausnahme Madeira: Hier wird der Antigen-Schnelltest nicht anerkannt 

Rumänien Keine Beschränkungen  Keine Beschränkungen 
Schweden Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-, Lamp- oder Antigen-Schnelltest, max. 48 Stunden alt
Schweiz Keine Beschränkungen  Keine Beschränkungen 
Serbien Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test, der max. 48 Stunden alt ist 
Slowakei Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test, der max. 72 Stunden alt ist plus 14 Tage Quarantäne 
Slowenien Keine Beschränkungen  Keine Beschränkungen 
Spanien Keine Beschränkungen  Keine Beschränkungen 
Tschechien Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test (max. 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden alt)
Türkei Nachweis über Impfung oder Genesung  PCR-Test (max. 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden alt)
Ungarn  Keine Beschränkungen  Keine Beschränkungen 
Zypern Keine Beschränkungen Keine Beschränkugen 

Wann gilt man als vollständig geimpft oder genesen? 

Als vollständig geimpft gelten alle Personen, deren zweite Impfung vor mindestens 14 Tagen erfolgte. Der Impfstoff von Johnson&Johnson bildet hierbei eine Ausnahme, da bereits eine Impfung des Vakzins genügt. In diesem Fall gilt man also 14 Tage nach der ersten Impfung mit Johnson&Johnson als vollständig geimpft. Als genesen gelten Personen, deren Corona-Infektion mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegt. 
Als Nachweis für eine vollständige Corona-Impfung oder Genesung benötigen Urlauber einen ärztlichen Nachweis auf Papier oder in digitaler Form auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch.

Innerhalb der EU gelten auch Personen, die eine Kreuzimpfung erhalten haben (z. B. erst Astrazeneca und dann Biontech/Pfizer oder Moderna) als vollständig geimpft.

Einreise nach Deutschland: Testpflicht und Quarantäne 

Seit dem 1. August 2021 müssen alle Reiserückkehrer für die Einreise nach Deutschland einen aktuellen Corona-Test, einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder einen Genesenen-Nachweis vorlegen. Kinder unter 12 Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen. Diese Einreiseregeln gelten für alle Länder - unabhängig davon, ob man aus einem Nicht-Risikogebiet, einem Hochrisiko-Gebiet oder einem Virusvarianten-Gebiet einreist und unabhängig von der Art des Verkehrsmittels. Bei Einreise aus einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebiet wird zudem die digitale Einreiseanmeldung benötigt.

Definition: Virusvarianten- und Hochrisiko-Gebiet 

Das Robert Koch-Institut (RKI) definiert seit 1. August 2021 nur noch zwei Arten von Risikogebieten: Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete. Die Kategorie der „einfachen“ Risikogebiete ist entfallen. Mit der neuen Einreiseverordnung in Kraft getreten wurden auch die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes ab dem 1. August angepasst. Das Auswärtige Amt spricht Reisewarnungen für nicht notwendige, touristische Reisen grundsätzlich für Länder aus, die von der Bundesregierung als Hochrisikogebiet oder als Virusvariantengebiet eingestuft sind.


Hochrisiko-Gebiet: Hier besteht eine besonders hohe Inzidenz oder es liegen andere Anhaltspunkte dafür vor, dass in dem Land oder der Region ein erhöhtes Risiko für eine Covid-Infektion vorliegt. Diese Anhaltspunkte können z. B. die Ausbreitungsgeschwindigkeit oder nicht ausreichend verlässliche epidemiologische Daten sein.


Virusvarianten-Gebiet: Als Virusvarianten-Gebiet gelten solche Länder, in denen eine in Deutschland noch nicht verbreitete Variante des Coronavirus auftritt. Außerdem ist hierbei ungewiss, ob Impfstoffe oder eine Genesung keinen oder nur eingeschränkten Schutz gegenüber dieser Variante bieten. Schwere Krankheitsverläufe sind nicht auszuschließen.

Digitale Einreiseanmeldung für Rückkehrer 

Nach Aufenthalt in einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebiet müssen alle Reiserückkehrer, bevor sie wieder in Deutschland einreisen, eine digitale Einreiseanmeldung auf dem Einreiseportal der Bundesrepublik ausfüllen - frühestens drei Tage vor der Einreise. Nachdem Reisende dort ihre Angaben gemacht haben, erhalten sie eine Bestätigung, die sie bei einer Kontrolle, z. B. am Flughafen oder an einem Grenzübergang, vorzeigen müssen. Außerdem wird das zuständige Gesundheitsamt automatisch informiert, falls eine Quarantänepflicht vorliegt.

Einreise nach Deutschland aus Hoch-Risikogebieten

Reiserückkehrer aus Hochrisiko-Gebieten müssen bereits bei der Einreise nach Deutschland einen aktuellen Corona-Test oder einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung oder einen Genesenen-Nachweis vorlegen. Der Test darf frühestens 48 Stunden (bei PCR-Test frühestens 72 Stunden) vor der Einreise erfolgen. Wer nach dem Aufenthalt in einem Hochrisiko-Gebiet nur einen Corona-Test aber keine vollständige Impfung und auch keinen Genesenen-Nachweis vorlegen kann, muss sich nach der Einreise für 10 Tage in Quarantäne begeben. Geimpfte oder Genesene sind von der Quarantäne-Pflicht also befreit. Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene können die Quarantäne durch einen negativen Test vorzeitig beenden - frühestens am fünften Tag nach der Einreise. Kinder unter 12 Jahren unterliegen nicht der Test-Pflicht. Sie müssen sich jedoch auch in Quarantäne begeben. Für sie endet die Quarantäne automatisch am fünften Tag nach der Einreise.

Einreise nach Deutschland aus Virusvarianten-Gebieten

Deutsche bzw. in Deutschland lebende Ausländer dürfen auch weiterhin aus Virusvarianten-Gebieten einreisen, müssen aber bereits bei Einreise ein negatives Testergebnis vorlegen. Ein PCR-Test darf maximal 72 Stunden und ein Antigentest maximal 24 Stunden vor der Einreise erfolgen. Die Testpflicht gilt für jeden – also auch für Genesene und Geimpfte. Personen, die nicht als Deutsche bzw. in Deutschland lebende Ausländer gelten, dürfen nicht nach Deutschland einreisen. Für sie gilt ein Beförderungsverbot. Beförderungsunternehmen wie Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- oder Schiffsunternehmen dürfen diese Personen nicht aus Virusvarianten-Gebieten nach Deutschland befördern. Ausnahmen bilden lediglich Transitpassagiere und der Warenverkehr. 


Deutsche bzw. in Deutschland lebende Ausländer müssen sich nach ihrem Aufenthalt in einem Virusvarianten-Gebiet für 14 Tage in Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann nicht vorzeitig beendet werden. Kinder unter 12 Jahren sind von der Test-Pflicht befreit. Für sie gilt allerdings auch die Quarantäne-Pflicht.


Geimpfte können die Quarantäne vorzeitig beenden, wenn sie über einen vollständigen Impfschutz mit einem auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts bekanntgemachten, bestimmten Impfstoff verfügen und ihren Impfnachweis übermitteln. Bedingung ist allerdings, dass das Robert Koch-Institut festgestellt und bekanntgegeben hat, dass dieser Impfstoff gegen die Virusvariante im jeweiligen Gebiet hinreichend wirksam ist.


Wenn das jeweilige Virusvariantengebiet noch während der Quarantäne eines Reiserückkehrers in Deutschland zum Hochrisiko-Gebiet herabgestuft wird, gelten für die Beendigung der Quarantäne die Regelungen für Hochrisiko-Gebiete.

Testpflicht für Flugreisende aus dem Ausland

Flüge aus dem Ausland sind ohne negativen Corona-Test, Impf- oder Genesenennachweis generell nicht möglich. Wer mit dem Flugzeug nach Deutschland zurückkehrt, muss bereits beim Check-in am Abflugort einen aktuellen Corona-Test oder einen Nachweis über vollständigen Impfschutz oder einen Genesenen-Nachweis vorlegen. Das gilt auch, wenn sie aus Nicht-Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren. Kinder unter 12 Jahren sind davon ausgenommen. Für den Testnachweis werden folgende Tests anerkannt: PCR-, LAMP- und TMA-Tests aus allen Staaten der EU sowie einigen weiteren Staaten. Zudem werden auch Antigen-Schnelltests aus allen Ländern anerkannt, sofern sie die WHO-Mindestkriterien erfüllen.


Der Nachweis über das negative Testergebnis für Flüge darf auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch in Papierform oder digital vorliegen. Der Test darf bei einem Antigen-Schnelltest frühestens 48 Stunden (bei Virusvarianten-Gebieten 24 Stunden) und bei PCR-Test frühestens 72 Stunden vor der Einreise erfolgen. Maßgeblich ist der Zeitraum zwischen Abstrich und Einreise.

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Welche Länder sind Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet?

Hochinzidenzgebiete Virusvariantengebiete
Ägypten Brasilien
Algerien Uruguay
Andorra  
Argentinien  
Bangladesch  
Bolivien  
Botsuana  
Chile  
Costa Rica  
Ecuador  
Eswatini  
Fidschi  
Frankreich - folgende Regionen und französische Überseegebiete gelten als Hochrisikogebiete: Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur, Korsika, Guadeloupe, Martinique, Réunion, St. Barthélemy, St. Martin, Französisch-Guayana, Französisch-Polynesien  
Georgien  
Haiti  
Honduras  
Indien  
Indonesien  
Irak  
Iran  
Israel  
Kasachstan  
Kenia  
Kolumbien  
Korea  
Kuba  
Kuwait  
Lesotho  
Lybien  
Malawi  
Malaysia  
Marokko  
Mexiko  
Mongolei  
Montenegro  
Mosambik  
Myanmar  
Namibia  
Nepal  
Niederlande - die folgenden überseeischen Teile der Niederlande gelten als Hochrisikogebiete: Aruba, Curaçao, Bonaire, Sint Eustatius, Sint Maarten, Saba  
Oman  
Papua-Neuguinea  
Paraguay  
Peru  
Philippinen  
Portugal - die folgenden Regionen gelten als Hochrisikogebiete: Algarve, Lissabon  
Russische Föderation  
Sambia  
Senegal  
Seychellen  
Simbabwe  
Spanien inkl. der Balearen und Kanaren  
Südafrika  
Sudan  
Suriname  
Syrische Arabische Republik  
Tadschikistan  
Tansania  
Thailand  
Trinidad und Tobago  
Türkei  
Tunesien  
Turkmenistan  
Usbekistan  
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete   
Vereinigte Staaten von Amerika  
Vietnam  
Zypern  

Digitaler Impfpass 

Der digitale Impfpass für Deutschland wurde am 9. Juni 2021 eingeführt. Seit Anfang Juli gilt der Digitale-Pass auch EU-weit sowie in Island, Liechtenstein, der Schweiz und Norwegen. Das digitale Impfzertifikat kann entweder in der vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgegebenen CovPass-App oder in der offiziellen Corona-Warn-App genutzt werden. Der Unterschied: Die CovPass-App hat anders als die Corona-Warn-App allerdings keine Kontaktverfolgungsfunktion. Zusätzlich soll das digitale Impfzertifikat auch in der Luca-App angezeigt werden.

Momentan gibt es drei Möglichkeiten, den QR-Code zu bekommen, mit dem Sie den Nachweis über den vollständigen Impfschutz auf Ihr Smartphone laden können – auch nachträglich, wenn Ihre letzte Impfung bereits erfolgte:

  1. Sie können den Code in dem Impfzentrum oder der Arztpraxis bekommen, in dem Sie die Zweitimpfung erhalten haben. 
  2. Sie können sich den Code per Post vom Impfzentrum zuschicken lassen. 
  3. Sie können den Code in einer Apotheke erhalten. Zu diesem Zweck benötigen Sie Ihren Impfnachweis als Papierbeleg (z. B. gelber Impfpass) und Ihren Personalausweis. Die Ausstellung in Apotheken war wegen einer Sicherheitslücke vorübergehend ausgesetzt, ist nun aber wieder schrittweise möglich. Welche Apotheken diesen Service anbieten, sehen Sie auf mein-apothekenmanager.de.

Wer den Impfnachweis in einer App hinterlegen will, muss dafür den QR-Code scannen. Mit dem Nachweis kann bei Besuchen von Restaurants oder Veranstaltungen oder auch auf Reisen aktuell schnell nachgewiesen werden, dass der Impfschutz vollständig ist.

Corona-Infektion auf Reisen im Ausland 

Wer kommt bei einer Corona-Infektion für die Kosten auf?

Wer im Urlaub positiv auf Corona getestet wird, muss dort in Quarantäne und kann zunächst nicht nach Deutschland zurückkehren. Im schlimmsten Fall müssen Betroffene auf Reisen medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Wer dafür dann die Kosten trägt, ist von der Reiseart abhängig. 


Pauschalreisende können sich in aller Regel darauf verlassen, dass sie nach der Isolierung auf Kosten des Reiseveranstalters wieder nach Hause kommen. Der Reiseveranstalter muss sich um einen alternativen Rückflug kümmern, wenn Urlauber die Heimreise aufgrund außergewöhnlicher Umstände nicht antreten können. Eine Corona-Erkrankung gilt als außergewöhnlicher Umstand. Fällt die Quarantäne in die eigentliche Urlaubszeit, können Reisende sogar direkt vor Ort über eine Minderung des Reisepreises verhandeln. Reicht die Quarantäne über den eigentlichen Reisezeitraum hinaus, muss der Veranstalter nicht automatisch haften. Laut Rechtslage zahlt derjenige, der die Quarantäne anordnet. Da der Urlauber sich aufgrund der staatlichen Anordnung in Quarantäne befindet, muss also der Staat dafür zahlen.


Kostspieliger gestaltet sich die Quarantäne in aller Regel für Individualreisende. Kann der Flug nicht wahrgenommen werden, ist der alternative Rückflug in aller Regel selbst zu zahlen -  es sei denn, die Fluggesellschaft zeigt sich besonders kulant. Die Unterkunft kann im Quarantäne-Fall eine Entschädigung vom Staat einfordern.

In welchen Fällen zahlt die Auslandskrankenversicherung?

Neben Quarantäne und Rückreise spielt bei einer Coronavirus-Infektion auf Reisen natürlich auch die medizinische Versorgung eine wichtige Rolle. Wer eine Auslandskrankenversicherung hat, kann sich während einer Pandemie jedoch nur bedingt auf deren Leistungen verlassen. Zum einen erbringen viele Policen keine Leistung, wenn eine Reisewarnung für das auserwählte Ziel ausgesprochen wurde. Zum anderen schließen viele Versicherer Krankheitsfälle aufgrund einer Pandemie grundsätzlich aus. In diesem Fall müssen Kosten für Medikamente und medizinische Versorgung (evtl. stationäre Versorgung im Krankenhaus), trotz Auslandskrankenversicherung, vom Urlauber selbst getragen werden.

Mit der Auslandsreisekrankenversicherung der DFV sind Sie auf Reisen jedoch immer auf der sicheren Seite – auch während einer Pandemie! Wir leisten auch bei einer Corona-Infektion im Urlaub und auf Reisen. Vertrauen Sie bei Ihrem nächsten Urlaub auf die Auslandskrankenversicherung DFV-AuslandsreiseSchutz: Ausgezeichnet von Stiftung Warentest Finanztest (06/2021) mit „SEHR GUT“ im Single- und Familien-Tarif. So profitieren Sie im Falle einer Corona-Infektion oder anderer Krankheiten weltweit und ohne länderbezogene Einschränkungen u.a. von:

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Corona-Impfung und Reisen: FAQ

Genügt ein Corona-Selbsttest als Nachweis bei Reisen?

Corona-Selbsttests für zu Hause, die im Einzelhandel erhältlich sind, werden auf Reisen bei Ein- oder Ausreisekontrollen nicht als Testnachweis akzeptiert. Hier ist ein offiziell dokumentiertes negatives Testergebnis erforderlich. Dieses muss bei Einreise in Deutschland auf Papier oder digital in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorliegen. Bei der Einreise in andere Länder sollte man sich vorab informieren, in welchen Sprachen die Testnachweise akzeptiert werden.

Mit welchem Dokument weise ich meine Corona-Impfung auf Reisen nach?

Wer in Deutschland eine Corona-Impfung erhalten hat, bekommt den Nachweis darüber im persönlichen Impfpass und auch als digitales Impfzertifikat. Der gelbe Impfpass bleibt weiterhin gültig. In anderen Ländern kann der Impfnachweis allerdings anders aussehen. Aus diesem Grund gilt der digitale Impfnachweis in allen EU-Staaten als einheitlicher Impfpass, in dem die Corona-Impfungen dokumentiert werden. Dieser EU-Impfpass enthält einen personalisierten QR-Code und kann Testergebnisse sowie überstandene Infektionen nachweisen. 

Muss ich trotz Corona-Impfung nach Reisen in Quarantäne?

Personen, die bereits vollständig geimpft sind oder eine Corona-Infektion bereits überstanden haben, müssen sich bei der Rückkehr aus Hochrisikogebieten nicht in Quarantäne begeben. Der Nachweis über die Corona-Impfung oder die Genesung muss zu diesem Zweck auf dem Einreiseportal der Bundesrepublik hochgeladen werden. Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten unterliegen auch mit Corona-Impfung und/oder nach überstandener Corona-Infektion weiterhin der Quarantänepflicht. Die Quarantäne kann dann durch den Nachweis einer Corona-Impfung oder Genesung beim RKI frühzeitig beendet werden.

Können auch negativ Getestete und Genesene das digital nachweisen?

Auch negative Tests oder eine durchgemachte Corona-Infektion können in der CovPass-App und auch in der Corona-Warn-App als Testzertifikat bzw. Genesenenzertifikat hinterlegt werden.

Wo können Genesene ein Genesenen-Zertifikat erhalten?

Genesenen-Zertifikate können in Arztpraxen ausgestellt werden. Sie sind zudem auch in der Apotheke erhältlich.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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Quellen

ADAC: www.adac.de (Abruf: 05.08.2021)

Bundesgesundheitsministerium: www.bundesgesundheitsministerium.de (Abruf: 05.08.2021)

Dertour: www.dertour.de (Abruf: 22.06.2021)

Einreiseportal der Bundesrepublik: www.einreiseanmeldung.de (Abruf: 01.06.2021)

NDR: www.ndr.de (Abruf: 02.06.2021)

Redaktionsnetzwerk Deutschland: www.rnd.de (Abruf: 01.06.2021)

Robert-Koch-Institut: www.rki.de (Abruf: 18.08.2021)

RP Online: www.rp-online.de (Abruf: 10.06.2021)

Tagesschau: www.tagesschau.de (Abruf: 14.06.2021)

Urlaubstracker: www.urlaubstracker.de (Abruf: 22.06.2021)

ZDF: www.zdf.de (Abruf: 01.06.2021)
 

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