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Corona-Impfung und Reisen - digitaler Impfpass

Mehrere Länder vereinfachen die Einreise für Personen, die gegen Corona geimpft sind oder die Infektion bereits überstanden haben. Um das Reisen in Zukunft flächendeckend zu erleichtern, arbeiten die EU-Staaten gemeinsam an einem Nachweis für Corona-Impfungen - dem sogenannten „Grünen Zertifikat“. Was genau geplant ist und wie Reisen mit und ohne Corona-Impfung ablaufen, erfahren Sie hier.


Inhaltsverzeichnis

Corona-Impfung und Reisen

Wird die Corona-Impfung Pflicht bei Reisen? 

Aktuell ist die Corona-Impfung keine Pflicht, um reisen zu können. Momentan wird in keinem Land ein Impfnachweis für Touristen gefordert. Wie sich die Lage entwickeln wird, ist momentan noch nicht abzusehen. Reiseveranstalter dürfen allerdings selbst entscheiden und können Nicht-Geimpfte sogar grundsätzlich ausschließen.
So hat der Reiseveranstalter Alltours bereits angekündigt, voraussichtlich ab Ende Oktober (sobald alle die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen) den Zutritt zu den Hotels der Eigenmarke Allsun nur mit Impfnachweis zu erlauben. TUI möchte sich nach den Vorgaben der Regierungen richten, FTI will weder als Veranstalter noch als Hotelbetreiber derartige Auflagen machen, DER Touristik möchte sich momentan noch nicht festlegen. Die Fluggesellschaften Lufthansa, Turkish Airlines und Ryanair gaben bereits bekannt, dass sie keine Impfpflicht für ihre Gäste planen. Die australische Airline Quantas plant hingegen, Passagiere nur noch mit Impfnachweis zuzulassen. Reedereien wie Aida, TUI Cruises oder MSC planen momentan keine Impfflicht. Die britische Reederei Saga lässt Passagiere allerdings nur noch mit Impfnachweis an Bord.

Reisen mit Corona-Impfung: Vorteile 

Gelockerte Einreiseregeln im Ausland mit Corona-Impfung

Aktuell ist die Reisefreiheit für Geimpfte bereits ein wenig größer als für Reisende, die nicht geimpft sind. Einige Länder haben die Einreiseregeln für Corona-Geimpfte gelockert. Diese Personen profitieren beispielsweise vom Entfall der Quarantäne-Pflicht oder eines erneuten Tests bei Ankunft. Das heißt allerdings nicht, dass eine generelle Impfpflicht für Urlauber besteht. Reisen ohne Corona-Impfung ist also weiterhin möglich. Ohne Impfnachweis muss man sich als Reisender allerdings auf strengere Maßnahmen als mit Corona-Impfung einstellen. Der Entfall der Quarantäne- und/oder Testpflicht erleichtert die Einreise, die Bedingungen und den Aufenthalt am Reiseziel.
In folgenden Ländern ist die Quarantäne- und/oder Test-Pflicht für geimpfte Einreisende bereits entfallen oder geplant:

Land Welche Vorteile gelten/sollen gelten?
Ägypten aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Bahamas  aktuell keine Testpflicht für Geimpfte
Barbados erleicherte Einreise für Geimpfte
Bulgarien aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Dänemark aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Ecuador aktuell keine Testpflicht für Geimpfte
Estland aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Frankreich aktuell keine Quarantäne- und Testflicht für Geimpfte
Georgien aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Griechenland aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Großbritannien geplanter Entfall der Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Ibiza geplanter Entfall der Quarantäne-Pflicht für Geimpfte
Island aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Israel Geplanter Entfall der Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte 
Italien aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Kosovo aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Kroatien aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Kuba geplanter Entfall der Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Libanon aktuell keine Quarantäne-Pflicht für Geimpfte
Litauen aktuell keine Test-Pflicht für Geimpfte
Mallorca aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Malta aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte (gilt nicht für Kreuzimpfung)
Marokko aktuell keine Test-Pflicht für Geimpfte
Mauritius geplanter Entfall der Quarantäne- und Test-Pflicht für Geimpfte
Menorca aktuell keine Testpflicht für Geimpfte
Moldau aktuell keine Quarantäne-Pflicht für Geimpfte
Montenegro aktuell keine Test-Pflicht, aber Quarantäne-Pflicht
Nepal aktuell keine Quarantäne-Pflicht für Geimpfte
Norwegen aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte 
Österreich aktuell keine Quarantäne- und Test-Pflicht für Geimpfte
Polen aktuell keine Quarantäne- und Test-Pflicht für Geimpfte
Portugal aktuell nur bei Einreise auf Madeira keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte 
Phuket aktuell keine Quarantäne- und Test-Pflicht für Geimpfte
Rumänien aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
San Marino aktuell keine Quarantäne-Pflicht für Geimpfte
Schweden geplanter Entfall der Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Schweiz geplanter Entfall der Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Slowakei aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte 
Spanien aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Tschechien aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Thailand verkürzte Quarantäne für Geimpfte
Tunesien aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte
Ungarn aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte 
Vereinigte Arabische Emirate geplanter Entfall der Quarantäne und Test-Pflicht für Geimpfte
Zypern aktuell keine Quarantäne- und Testpflicht für Geimpfte

Bitte beachten Sie: Ein Entfall der Quarantäne-Pflicht bedeutet nicht zwangsläufig, dass kein negativer PCR-Test bei Einreise verlangt wird. Ebenso heben einige Länder nach Impfung oder Genesung zwar die Test- aber nicht die Quarantänepflicht auf. Ob Genese den gleichen Status wie vollständig Geimpfte haben, unterscheidet sich ebenfalls von Land zu Land.
Wer bereits gegen Covid-19 geimpft oder bereits genesen ist, genießt allerdings nicht nur bei der Einreise in Urlaubsländer Vorteile, sondern auch bei der Rückkehr nach Deutschland. 

Einreise nach Deutschland aus Risiko- und Hochinzidenz-Gebieten 

Sowohl die Test- als auch die Quarantänepflicht bei der Rückkehr aus Risikogebieten und Hochinzidenz-Gebieten entfällt für genesene Personen und vollständig Corona-Geimpfte. Der Nachweis über die Impfung oder die überstandene Infektion muss auf dem Einreiseportal der Bundesrepublik gemeldet werden. Die Testpflicht vor der Rückreise mit dem Flugzeug aus dem Ausland entfällt ebenfalls für vollständig geimpfte und genesene Personen. Sie müssen beim Check-in lediglich einen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorzeigen. 

Einreise nach Deutschland aus Virusvariantengebieten

Bei Einreise aus Virusvariantengebieten besteht auch für vollständig Corona-Geimpfte eine 14-tägige Quarantänepflicht. Ein vorzeitiges Beenden der Quarantäne ist auch mit Impfung nicht möglich.

Wann gilt man als vollständig geimpft oder genesen? 

Als vollständig geimpft gelten alle Personen, deren zweite Impfung vor mindestens 14 Tagen erfolgte. Der Impfstoff von Johnson&Johnson bildet hierbei eine Ausnahme, da bereits eine Impfung des Vakzins genügt. In diesem Fall gilt man also 14 Tage nach der ersten Impfung mit Johnson&Johnson als vollständig geimpft. Als genesen gelten Personen, deren Corona-Infektion mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegt. 
Als Nachweis für eine vollständige Corona-Impfung oder Genesung benötigen Urlauber einen ärztlichen Nachweis auf Papier oder in digitaler Form auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch.

Reisen ohne Corona-Impfung

Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn mache die aktuelle, positive Entwicklung der Corona-Pandemie Mut auf einen problemlosen Sommer-Urlaub in Europa. Innerhalb der EU ist das Reisen nicht von der Corona-Impfung abhängig und wird es voraussichtlich in naher Zukunft auch nicht sein. Die Testungen ermöglichen es, sich auch ohne Corona-Impfung europaweit gut bewegen zu können. Dabei hat jedes Land eigene Einreise-Vorschriften für Personen mit und ohne Corona-Impfung. Verbindliche Informationen können die zuständigen Behörden der jeweiligen Länder erteilen. Die deutschen Einreisebestimmungen für Reiserückkehrer ohne vollständige Corona-Impfung haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Rückkehr nach Deutschland aus Risikogebiet

Nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet müssen Personen, bevor sie einreisen, eine digitale Einreiseanmeldung auf dem Einreiseportal der Bundesrepublik ausfüllen - frühestens drei Tage vor der Einreise. Nachdem Reisende dort ihre Angaben gemacht haben, erhalten sie eine Bestätigung, die sie bei einer Kontrolle, z. B. am Flughafen oder an einem Grenzübergang, vorzeigen müssen. Rückkehrer ohne Corona-Impfung aus Risikogebieten müssen sich nach der Einreise umgehend über einen Zeitraum von 10 Tagen in Quarantäne begeben. Allerdings gilt: Die Quarantäne kann sofort beendet werden, wenn ein negatives Testergebnis über das Einreiseportal der Bundesrepublik gemeldet wird. Zudem müssen sich Rückkehrer aus einem Risikogebiet frühestens 48 Stunden (bei PCR-Test frühestens 72 Stunden) vor der Einreise bis spätestens 48 Stunden nach der Einreise auf das Coronavirus testen lassen.

Einreise nach Deutschland aus Hochinzidenz-Gebiet

Reiserückkehrer aus einem Hochinzidenz-Gebiet benötigen bereits bei der Einreise nach Deutschland ein negatives Testergebnis. Der Test darf bei einem Antigen-Schnelltest frühestens 48 Stunden und bei PCR-Test frühestens 72 Stunden vor der Einreise erfolgen. Das Ergebnis muss auf Anforderung des Beförderers (z.B. der Airline) bei Abreise vorgelegt werden. Ebenso muss der Test der zuständigen Behörde bei Einreise oder bei polizeilicher Kontrolle nachgewiesen werden. Zudem müssen sich Reisende aus Hochinzidenz-Gebieten - ohne Impfung - nach ihrer Rückkehr umgehend in Quarantäne begeben und sich für 10 Tage isolieren. Die Quarantäne kann durch einen negativen Test frühestens am fünften Tag nach der Einreise vorzeitig beendet werden.

Einreise aus Virusvarianten-Gebieten

Reiserückkehrer aus einem Virusvarianten-Gebiet müssen bereits bei Einreise ein negatives Testergebnis vorlegen. Der Test darf bei einem Antigen-Schnelltest frühestens 48 Stunden und bei PCR-Test frühestens 72 Stunden vor der Einreise erfolgen. Für nicht-getestete Personen gilt ein striktes Beförderungsverbot. Dieses Verbot besagt, dass Fluggesellschaften sowie Bahn-, Bus- oder Schiffsunternehmen Personen aus Virusvarianten-Gebieten nicht nach Deutschland befördern dürfen. Ausnahmen gelten für Transitpassagiere und den Warenverkehr. Wer mit negativen Testergebnis aus einem Virusvarianten-Gebiet einreist, muss sich nach der Rückkehr für 14 Tage in Quarantäne begeben. Ein vorzeitiges Beenden der Quarantäne ist nicht möglich – sowohl für Personen mit Impfung als auch für Reisende ohne Corona-Impfung.

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Testpflicht für Flugreisende aus dem Ausland

Alle nicht-geimpften Flugreisenden müssen bereits beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorlegen. Das gilt auch, wenn sie aus Nicht-Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren. Flugreisen aus dem Ausland sind ohne negativen Corona-Test generell nicht möglich. Dafür werden folgende Tests anerkannt: PCR-, LAMP- und TMA-Tests aus allen Staaten der EU sowie einigen weiteren Staaten. Zudem werden auch Antigen-Schnelltests aus allen Ländern anerkannt, sofern sie die WHO-Mindestkriterien erfüllen.

Der Nachweis über das negative Testergebnis darf auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch in Papierform oder digital vorliegen. Der Test darf bei einem Antigen-Schnelltest frühestens 48 Stunden und bei PCR-Test frühestens 72 Stunden vor der Einreise erfolgen. 

Welche Länder sind Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet?

Risikogebiete Hochinzidenzgebiete Virusvariantengebiete
Afghanistan  Ägypten Botswana
Algerien Argentinien Brasilien
Andorra  Bolivien Eswatini
Angola Chile Lesotho
Äquatorialguinea Costa Rica Malawi
Äthiopien Ecuador Mosambik
Bahamas Fidschi Namibia
Bahrain Georgien Sambia
Bangladesch Indien Simbabwe
Belarus Indonesien  Südafrika
Belize Iran Uruguay
Benin Kolumbien  
Bhutan Kuba  
Burkina Faso Kuwait  
Burundi Malaysia  
Cabo Verde Mongolei  
Côte d'Ivoire Nepal  
Dänemark (außer Grönland) Niederlande (inkl. der autonomen Länder und der karibischen Teile des Königreichs der Niederlande)  
Dominikanische Republik Oman  
Dschibuti Paraguay   
El Salvator Peru  
Eritrea Portugal inkl. der autonomen Regionen Madeira und Azoren  
Fidschi Russische Föderation  
Frankreich (Überseegebiet nur Réunion, Französisch-Guayana, St. Martin) Seychellen  
Gabun Spanien (inkl. der Balearen und Kanaren)  
Gambia Sudan  
Ghana Suriname  
Griechenland Syrische Arabische Republik  
Guatemala  Tansania  
Guinea Tunesien  
Guinea-Bissau Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete   
Guyana Zypern  
Haiti    
Honduras    
Irak    
Irland    
Jemen    
Kamerun    
Kasachstan    
Kenia    
Kiirgisistan    
Kongo DR    
Kongo Rep    
Korea    
Kroatien    
Liberia    
Madagaskar    
Malediven    
Mali    
Malta    
Marokko    
Mauretanien    
Mexiko    
Monaco    
Myanmar    
Nicaragua    
Niger    
Nigeria    
Pakistan    
Panama    
Papua-Neuguinea    
Philippinen     
Ruanda     
St. Kitts und Nevis    
Senegal     
Sierra Leone    
Somalia    
Sri Lanka    
Südsudan    
Tadschikistan    
Timor Leste (Osttimor)    
Trinidad und Tobago     
Togo    
Tschad     
Türkei    
Turkmenistan    
Uganda    
Usbekistan    
Venezuela     
Vereinigte Arabische Emirate    
Zentralafrikanische Republik    

Digitaler Impfpass für Deutschland

Der digitale Impfpass für Deutschland wurde am 9. Juni 2021 eingeführt. Das digitale Impfzertifikat kann entweder in der vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgegebenen CovPass-App oder in der offiziellen Corona-Warn-App genutzt werden. Der Unterschied: Die CovPass-App hat anders als die Corona-Warn-App allerdings keine Kontaktverfolgungsfunktion. Die CWA wurde bislang mehr als 28 Millionen Mal runtergeladen, die CovPass-App ist erst seit wenigen Tagen erhältlich. Zusätzlich soll das digitale Impfzertifikat auch in der Luca-App angezeigt werden.

Momentan gibt es drei Möglichkeiten, den QR-Code zu bekommen, mit dem Sie den Nachweis über den vollständigen Impfschutz auf Ihr Smartphone laden können – auch nachträglich, wenn Ihre letzte Impfung bereits erfolgte:

  1. Sie können den Code in dem Impfzentrum oder der Arztpraxis bekommen, in dem Sie die Zweitimpfung erhalten haben. 
  2. Sie können sich den Code per Post vom Impfzentrum zuschicken lassen. 
  3. Sie können den Code in einer Apotheke erhalten. Zu diesem Zweck benötigen Sie Ihren Impfnachweis als Papierbeleg (z. B. gelber Impfpass) und Ihren Personalausweis. Welche Apotheken diesen Service anbieten, sehen Sie auf mein-apothekenmanager.de.

Wer den Impfnachweis in einer App hinterlegen will, muss dafür den QR-Code scannen. Mit dem Nachweis kann bei Besuchen von Restaurants oder Veranstaltungen schnell nachgewiesen werden, dass der Impfschutz vollständig ist.
 

Digitaler Impfpass für die EU 

Ab Juli soll der digitale Impfpass in der CovPass-App flächendeckend in der EU eingesetzt werden und das Reisen in Europa erheblich erleichtern. So können Corona-Impfungen in der gesamten EU ganz einfach über das digitale, grüne Zertifikat nachgewiesen werden. Allerdings wird es nicht sofort einen flächendeckenden Start geben. Vielerorts fehlt es noch an den technischen Voraussetzungen und auch die genauen technischen Abläufe sind noch unklar.

Nach Angaben der EU-Kommission stellen derzeit acht Mitgliedsstaaten das digitale Impfzertifikat aus: Bulgarien, Dänemark, Griechenland, Kroatien, Litauen, Polen, Spanien und Tschechien. Welche Vorteile es damit im Einzelnen gibt, legen die EU-Mitgliedsstaaten jeweils selbst fest.

Corona-Infektion auf Reisen im Ausland 

Wer kommt bei einer Corona-Infektion für die Kosten auf?

Wer im Urlaub positiv auf Corona getestet wird, muss dort in Quarantäne und kann zunächst nicht nach Deutschland zurückkehren. Im schlimmsten Fall müssen Betroffene auf Reisen medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Wer dafür dann die Kosten trägt, ist von der Reiseart abhängig. 
Pauschalreisende können sich in aller Regel darauf verlassen, dass sie nach der Isolierung auf Kosten des Reiseveranstalters wieder nach Hause kommen. Der Reiseveranstalter muss sich um einen alternativen Rückflug kümmern, wenn Urlauber die Heimreise aufgrund außergewöhnlicher Umstände nicht antreten können. Eine Corona-Erkrankung gilt als außergewöhnlicher Umstand. Fällt die Quarantäne in die eigentliche Urlaubszeit, können Reisende sogar direkt vor Ort über eine Minderung des Reisepreises verhandeln. Reicht die Quarantäne über den eigentlichen Reisezeitraum hinaus, muss der Veranstalter nicht automatisch haften. Laut Rechtslage zahlt derjenige, der die Quarantäne anordnet. Da der Urlauber sich aufgrund der staatlichen Anordnung in Quarantäne befindet, muss also der Staat dafür zahlen.
Kostspieliger gestaltet sich die Quarantäne in aller Regel für Individualreisende. Kann der Flug nicht wahrgenommen werden, ist der alternative Rückflug in aller Regel selbst zu zahlen -  es sei denn, die Fluggesellschaft zeigt sich besonders kulant. Die Unterkunft kann im Quarantäne-Fall eine Entschädigung vom Staat einfordern.

In welchen Fällen zahlt die Auslandskrankenversicherung?

Neben Quarantäne und Rückreise spielt bei einer Coronavirus-Infektion auf Reisen natürlich auch die medizinische Versorgung eine wichtige Rolle. Wer eine Auslandskrankenversicherung hat, kann sich während einer Pandemie jedoch nur bedingt auf deren Leistungen verlassen. Zum einen erbringen viele Policen keine Leistung, wenn eine Reisewarnung für das auserwählte Ziel ausgesprochen wurde. Zum anderen schließen viele Versicherer Krankheitsfälle aufgrund einer Pandemie grundsätzlich aus. In diesem Fall müssen Kosten für Medikamente und medizinische Versorgung (evtl. stationäre Versorgung im Krankenhaus), trotz Auslandskrankenversicherung, vom Urlauber selbst getragen werden.

Mit der Auslandsreisekrankenversicherung der DFV sind Sie auf Reisen jedoch immer auf der sicheren Seite – auch während einer Pandemie! Wir leisten auch bei einer Corona-Infektion im Urlaub und auf Reisen. Vertrauen Sie bei Ihrem nächsten Urlaub auf die Auslandskrankenversicherung DFV-AuslandsreiseSchutz: Ausgezeichnet von Stiftung Warentest Finanztest (06/2021) mit „SEHR GUT“ im Single- und Familien-Tarif. So profitieren Sie im Falle einer Corona-Infektion oder anderer Krankheiten weltweit und ohne länderbezogene Einschränkungen u.a. von:

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Corona-Impfung und Reisen: FAQ

Genügt ein Corona-Selbsttest als Nachweis bei Reisen?

Corona-Selbsttests für zu Hause, die im Einzelhandel erhältlich sind, werden auf Reisen bei Ein- oder Ausreisekontrollen nicht als Testnachweis akzeptiert. Hier ist ein offiziell dokumentiertes negatives Testergebnis erforderlich. Dieses muss bei Einreise in Deutschland auf Papier oder digital in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorliegen. Bei der Einreise in andere Länder sollte man sich vorab informieren, in welchen Sprachen die Testnachweise akzeptiert werden.

Mit welchem Dokument weise ich meine Corona-Impfung auf Reisen nach?

Wer in Deutschland eine Corona-Impfung erhalten hat, bekommt den Nachweis darüber im persönlichen Impfpass und auch als digitales Impfzertifikat. Der gelbe Impfpass bleibt weiterhin gültig. In anderen Ländern kann der Impfnachweis allerdings anders aussehen. Aus diesem Grund arbeiten die EU-Staaten gemeinsamen an einem einheitlichen Impfpass, in dem die Corona-Impfungen dokumentiert werden. Dieser grüne EU-Impfpass enthält einen personalisierten QR-Code und kann Testergebnisse sowie überstandene Infektionen nachweisen. 

Muss ich trotz Corona-Impfung nach Reisen in Quarantäne?

Personen, die bereits vollständig geimpft sind oder eine Corona-Infektion bereits überstanden haben, müssen sich bei der Rückkehr aus Risikogebieten und Hochinzidenz-Gebieten nicht in Quarantäne begeben. Der Nachweis über die Impfung oder die Genesung muss zu diesem Zweck auf dem Einreiseportal der Bundesrepublik hochgeladen werden. Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten unterliegen auch mit Corona-Impfung und/oder nach überstandener Corona-Infektion weiterhin der Quarantänepflicht.

Können auch negativ Getestete und Genesene das digital nachweisen?

In der Corona-Warn-App lassen sich bereits Test-Ergebnisse hinterlegen. In der EU-weiten App CovPass können demnächst auch negative Testergebnisse und überstandene Infektionen dokumentiert werden.

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  • Krankenrücktransport
  • 24-Stunden-Reise-Notrufservice
  • Arznei-, Heil- und Verbandmittel

Quellen

ADAC: www.adac.de (Abruf: 29.06.2021)

Bundesgesundheitsministerium: www.bundesgesundheitsministerium.de (Abruf: 02.06.2021)

Dertour: www.dertour.de (Abruf: 22.06.2021)

Einreiseportal der Bundesrepublik: www.einreiseanmeldung.de (Abruf: 01.06.2021)

NDR: www.ndr.de (Abruf: 02.06.2021)

Redaktionsnetzwerk Deutschland: www.rnd.de (Abruf: 01.06.2021)

Robert-Koch-Institut: www.rki.de (Abruf: 29.06.2021)

RP Online: www.rp-online.de (Abruf: 10.06.2021)

Tagesschau: www.tagesschau.de (Abruf: 14.06.2021)

Urlaubstracker: www.urlaubstracker.de (Abruf: 22.06.2021)

ZDF: www.zdf.de (Abruf: 01.06.2021)
 

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