Malaria

Malaria: Gebiete, Symptome, Therapie

Malaria ist eine weit verbreitete Infektionskrankheit, deren Erreger durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragen werden. Erkrankte leiden zunächst unter grippeähnlichen Symptomen und müssen im weiteren Verlauf häufig im Krankenhaus behandelt werden.


Inhaltsverzeichnis

Was ist Malaria?

Malaria ist eine Krankheit, die durch die Übertragung winziger einzelliger Parasiten auf den Menschen entsteht. Diese Erreger heißen Plasmodien. Sie geraten in aller Regel durch den Stich der Anopheles-Mücke in den menschlichen Organismus und vermehren sich in der Leber. In der Folge kann es zu Fieberschüben und Blutarmut kommen. Die Inkubationszeit liegt meist zwischen neun und 14 Tagen, kann unter Umständen aber auch erheblich länger sein. Unbehandelt gibt es schwere und auch tödliche Verläufe der Krankheit. Da diese Mückenart ausschließlich in den wärmeren Regionen der Erde lebt, spricht man von einer Tropenkrankheit. Weltweit erkranken etwa 200 Millionen Menschen pro Jahr an Malaria. Rund 600.000 sterben daran, vor allem Kinder unter fünf Jahren. In Deutschland sind jährlich 500 bis 600 Personen von der Infektion betroffen. Meistens handelt es sich bei den Patienten um Reisende, die sich in den Risikogebieten der Tropen und Subtropen angesteckt haben.

Malaria – Arten und Vorkommen

Malaria tritt weltweit in tropischen und zahlreichen subtropischen Regionen auf, außer in Australien. Dabei kommt die übergroße Mehrheit der Erkrankungen in Afrika vor. Meist handelt es sich hier um Malaria tropica. Ein gewisses Ansteckungsrisiko besteht aber auch in Mittelamerika, Südamerika und Südostasien. Nur selten erfolgt die Infektion dagegen in Ländern des Nahen Ostens. Im Rahmen der Klimaerwärmung hat sich die Anopheles-Mücke inzwischen auch im Süden Europas angesiedelt. Erste Malaria-Fälle wurden bereits in Spanien und Griechenland registriert. Es handelt sich dabei um die meist harmlose Variante Malaria tertiana. Fünf verschiedene Arten des Einzellers der Gattung Plasmodium können beim Menschen eine Malaria-Erkrankung auslösen. Schwere und Verlauf stellen sich je nach Erreger sehr unterschiedlich dar.

Die wichtigsten Malaria-Arten und ihre Erreger:

  • Malaria tropica (Plasmodium falciparum)
  • Malaria tertiana (Plasmodium vivax und Plasmodium ovale)
  • Malaria quartana (Plasmodium malariae)
  • Malaria quotidiana (Plasmodium knowlesi)

Reiseländer mit hohem Malaria-Risiko

  • Afrikanische Länder, Verbreitung hauptsächlich südlich der Sahara (Subsahara-Afrika): Botswana, Gambia, Ghana, Kenia, Komoren, Liberia, Madagaskar, Malawi, Mali, Namibia, Niger, Nigeria, Sierra Leone, Südafrika, Tansania, Tschad.
  • Asien, Vorkommen in einigen Regionen von: Indien, Indonesien, Vietnam.
  • Amerika, Verbreitung in einigen Regionen von: Brasilien, Bolivien, Ecuador, Französisch-Guyana, Guatemala, Guayana, Haiti, Kolumbien, Peru, Venezuela.

Reiseländer mit niedrigerem Malaria-Risiko

  • Geringes Risiko in Afrika, Kap Verde. Nur regional und saisonal: Ägypten.
  • Gebiet Asien, regionale Verbreitung in: China, Irak, Iran, Jemen, Thailand, Türkei.
  • Gebiet Mittelamerika, regional: Costa Rica, Dominikanische Republik, Mexiko.

Malaria – Ursachen

Alle Malaria-Formen werden von einzelligen Parasiten, den sogenannten Plasmodien, ausgelöst. Sie leben in den Speicheldrüsen und dem Darm der Anopheles-Mücke. Durch Mückenstiche gelangen die Parasiten in den Blutkreislauf des Menschen. Die Einzeller besiedeln die Leber und vermehren sich dort. Anschließend befallen sie in großer Zahl die roten Blutkörperchen der Infizierten. Auch hier vermehren sich die Erreger und zerstören dabei die betroffenen roten Blutkörperchen. Bei einem weiteren Mückenstich kann ein parasitenfreies Mückenweibchen (nur die Weibchen saugen Blut) den Erreger aufnehmen und die Krankheit nun ihrerseits weiterverbreiten. Neben diesem klassischen Ansteckungsweg kann der Parasit auch vom Blut einer Schwangeren über die Plazenta auf das ungeborene Kind übergehen. Ein weiteres, wenn auch geringes, Risiko für eine Infektion stellen Bluttransfusionen und die Verwendung benutzter Injektionsbestecke oder kontaminierter Infusionsnadeln dar.

Malaria – Symptome und Verlauf

Die klinischen Zeichen der Malaria erinnern zunächst an eine gewöhnliche Grippe. Die Patienten klagen über Gliederschmerzen, auch Fieber und Kopfschmerzen stellen sich ein. Dazu können noch Schwindel sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen. Malaria ist begleitet von einem ausgeprägten Gefühl des Krankseins. Schwere Malaria kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Bei den vier Malaria-Formen Malaria tropica, Malaria tertiana, Malaria quartana und Malaria quotidiana gibt es aber deutliche Unterschiede, was Symptome und Kankheitsverlauf betrifft:

Malaria tropica

  • Stärkere Symptome als bei den anderen Malaria-Formen.
  • Unregelmäßige Fieberschübe oder permanentes Fieber.
  • Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen.
  • Teilweise Erbrechen und fiebrige Durchfälle.
  • Seltener trockener Husten.
  • Im Krankheitsverlauf von Malaria tropica kann sich eine Blutarmut einstellen.
  • Bei Kindern und schwangeren Frauen kann es zu einer starken Unterzuckerung kommen.
  • Mögliche Komplikationen: Milzschwellungen bis hin zum Einreißen der Milzkapsel.
  • Lebervergrößerung und Gelbsucht.
  • Blutgerinnungsstörungen mit inneren Blutungen.
  • In Ausnahmen können auch Lunge, Herz, Nieren und Nervensystem (zerebrale Malaria) durch die Infektion mit Malaria tropica betroffen sein.

Malaria tertiana

  • Klinische Zeichen: Kopfschmerzen und rascher Anstieg der Körpertemperatur.
  • Fieberschübe im regelmäßigen Abstand von 48 Stunden.
  • Schüttelfrost, gefolgt von Schweißausbrüchen.
  • Teilweise Rückfälle noch Jahre nach dem ersten Auftreten der Krankheit.
  • Todesfälle und schwere Verläufe sind bei Malaria tertiana selten.
  • Erreger sind sowohl Plasmodium vivax als auch Plasmodium ovale.

Malaria quartana

  • Typische Symptome: Hohes Fieber bis zu 40 Grad.
  • Starker Schüttelfrost.
  • Fieberschübe im Rhythmus von 72 Stunden.
  • Dauer der einzelnen Fieberschübe von ungefähr drei Stunden.
  • Starke Schweißausbrüche.
  • In der Folge als mögliche Komplikation ein Milzriss.
  • Selten auch Nierenschäden.
  • Rückfälle sind auch Jahrzehnte nach der Ansteckung noch möglich.

Malaria quotidiana

  • Der Erreger Plasmodium knowlesi wurde ursprünglich nur bei bestimmten Makaken-Arten in Südostasien nachgewiesen.
  • In seltenen Fällen findet durch den Stich der Anopheles-Mücke eine Übertragung auch auf den Menschen statt.
  • Erste Symptome: Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen.
  • Fieberschübe im Tagesrhythmus.
  • Ein schwerer Verlauf ist möglich.
  • Todesfälle sind jedoch selten.

Malaria – Diagnose

Wer nach dem Urlaub oder einem beruflichen Aufenthalt in einer Region mit Malaria-Risiko grippetypische Symptome zeigt, sollte unverzüglich einen erfahrenen Arzt oder einen Facharzt (Tropenmediziner) aufsuchen. Dies gilt auch, wenn der Auslandsaufenthalt eine längere Zeit zurückliegt. Malaria kann mit einer Verzögerung von mehreren Monaten ausbrechen. Normalerweise liegt die Inkubationszeit aber bei neun bis 14 Tagen. Der Arzt wird zur Diagnostik Blut abnehmen und untersuchen. Unter dem Mikroskop lassen sich vorhandene Plasmodien innerhalb der roten Blutkörperchen erkennen. Die sicherste Nachweismethode nennt man den "dicken Tropfen". Durch Eintrocknen der Blutprobe wird beim "dicken Tropfen" die Erregerdichte erhöht und so die Diagnostik erleichtert. Die parallel erhobenen Blutwerte geben ergänzende Hinweise auf die Krankheitsentwicklung. Wegen der begrenzten Zuverlässigkeit wird ein Malaria-Schnelltest dagegen nur in Ausnahmefällen vorgenommen. Sicherer, aber langwieriger ist der Nachweis der DNA des Parasiten im Blut der Patienten.

Im Rahmen der Anamnese lässt sich der Arzt alle Krankheitssymptome genau beschreiben und erkundigt sich, ob im Vorfeld Maßnahmen zur Malariaprophylaxe ergriffen wurden. Er misst die Körpertemperatur und den Blutdruck. Mit einem gezielten Druck auf die Bauchdecke stellt er fest, ob Milz und Leber spürbar vergrößert sind. Um eventuelle Komplikationen auszuschließen, können auch weitere Organuntersuchungen notwendig sein. Anhand der ermittelten Symptome wird der Arzt eingrenzen, welche der vier Malaria-Arten beim Patienten vorliegt. Das ist wichtig für die optimale medizinische Versorgung.

Malaria – Therapie

Leichte Fälle von Malaria kann man meist ambulant behandeln (Stand-by-Therapie). Schwere Erkrankungen müssen stationär im Krankenhaus versorgt werden. Die Patienten erhalten eine Kombination von Präparaten, die die Parasiten im Körper abtöten. Allerdings kann die Einnahme dieser Medikamente starke Nebenwirkungen hervorrufen. Ein globales Problem ist inzwischen, dass einige Parasiten Resistenzen gegen bewährte und früher gut wirksame Medikamente entwickelt haben. Es hat sich jedoch gezeigt, dass man zusätzlich auch mit einigen Antibiotika bestimmte Malaria-Erreger erfolgreich bekämpfen kann.

Die ursächliche Therapie ergänzend, verordnet der Arzt bei Bedarf weitere Medikamente, die die Beschwerden der Patienten lindern. Bei schweren Krankheitsverläufen kann eventuell eine Bluttransfusion angezeigt sein. Meist bei der gefährlichen Malaria tropica. Auch eine Dialyse (Blutwäsche) kann unter Umständen notwendig werden. Grundsätzlich gilt, dass ein frühzeitiger Beginn der Therapie das Risiko von schweren oder lebensbedrohlichen Komplikationen erheblich herabsenken kann.

Auch die Homöopathie sieht die Therapie einer akuten Malaria als Domäne der Schulmedizin. Für viele Malaria-Kranke ist die stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus unumgänglich. Wissenschaftliche Studien, die eine Wirksamkeit der Homöopathie gegen den Befall mit Plasmodien nachweisen, gibt es nicht. Allenfalls in der Zeit der Rekonvaleszenz, im Anschluss an eine überstandene Malaria-Erkrankung, kann der Rat eines homöopathischen Therapeuten hilfreich sein.

Malaria – Vorbeugung

Hierzulande plant man vorbeugende Maßnahmen gegen Malaria meist im Vorfeld einer Urlaubs- beziehungsweise Dienstreise in tropische oder subtropische Klimazonen. Dabei sind alle Formen des Mückenschutzes als sinnvolle und wirksame Prophylaxe im Reiseland geeignet: Mückengitter an den Fenstern, imprägnierte Moskitonetze, Insektizide in den Aufenthaltsräumen, hochgeschlossene, feste Kleidung und Behandlung unbedeckter Hautpartien mit Anti-Mücken-Duftstoffen. Speziell für die dämmerungsaktive Anopheles-Mücke gilt der Tipp, abends und nachts geschützte Innenräume so selten wie möglich zu verlassen. Diese einfache Vermeidungstaktik senkt das Malaria-Risiko erheblich.

Derzeit gibt es noch keine Impfung gegen Malaria. Es sind aber verschiedene Medikamente zur Vorbeugung verfügbar, mit denen sich das Erkrankungsrisiko senken lässt. Für eine gute Wirksamkeit muss die vorgesehen Anwendung allerdings diszipliniert eingehalten werden. Die Auswahl des geeigneten Präparats sollte unbedingt in Rücksprache mit einem Arzt erfolgen. Der kann auch ein entsprechendes Medikament für die Reiseapotheke empfehlen, das im Fall eines Infektionsverdachtes einzunehmen ist. Detaillierte und aktuelle Informationen zum Malaria-Risiko im Reiseland bieten die Internetseiten des Robert Koch-Instituts sowie des Auswärtigen Amtes.

Malaria bei Kindern

Erkranken Kinder an Malaria, besteht ein höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe als bei Erwachsenen. Auch die Gefahr, an der Infektionskrankheit zu sterben, ist höher. Eltern sollten daher unnötige Familienreisen in ein Malariagebiet vermeiden. Dies gilt ebenso für Schwangere, denn eine Malaria-Infektion kann in seltenen Fällen auf das Ungeborene übertragen werden.

Malaria bei Schwangeren

Neben den klassischen Malaria-Symptomen kann bei Schwangeren zusätzlich eine erhöhte Neigung zur Unterzuckerung auftreten. Im Gegensatz zu anderen Krankheitserregern, die die schützende Plazenta der schwangeren Frau nicht überwinden können, ist eine Malaria-Infektion des ungeborenen Kindes nicht ausgeschlossen. Die krankheitsauslösenden Plasmodien können vom Blut der Mutter auf den Fötus übergehen. Malaria-Erkrankungen sind bei Neugeborenen daher nicht ausgeschlossen. Werdende Mütter sollten vor einer Reise in ein Land mit Malaria-Risiko den behandelnden Arzt zu Rate ziehen.

Malaria – ICD-Code

Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So wird beispielsweise eine Malaria tropica durch Plasmodium falciparum unter dem ICD-Code B50.0 erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieses Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.

Malaria – Wie finde ich den richtigen Arzt?

Im Internet gibt es viele Anbieter von Arztportalen. Eines ist beispielsweise die Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit. Sie beinhaltet teilweise einen Patientenzufriedenheitsscore und verfügt in der Regel über aktuelle postalische Daten. Einzusehen ist sie unter www.arzt-auskunft.de. Auf der Suche nach einem Arzt, der sich mit der Behandlung von Malaria auskennt und dessen Praxis in Wohnortnähe ist, kann man hier zielführend recherchieren.

Malaria – Wie finde ich das richtige Krankenhaus?

Auf der Suche nach einem passenden Krankenhaus, das sich mit der Behandlung von Malaria gut auskennt, erhält man über die Webseite www.aerzteblatt.de einige hilfreiche Verlinkungen. Unter anderem zu www.weisse-liste.de, www.kliniken.de und www.krankenhaus.de. Eine besonders umfassende Übersicht bietet die Seite www.kliniken.de. Hier sind aktuell 3.846 Krankenhäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gelistet. Zusätzlich gibt es detaillierte Informationen zu Fachabteilungen der Kliniken sowie Qualitätsberichte.

Auf die Startseite von www.kliniken.de gehen: Unter dem Menüpunkt „Top-10“ kann man speziell nach Krankheiten und Diagnosen suchen. Für Malaria hier in der linken Spalte (unter „Krankheiten und Diagnosen nach ICD10“) auf das Feld: „I Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten“ gehen. Klickt man darauf, erscheinen unten weitere Felder. Nun auf „B50-B64 Protozoenkrankheiten“ klicken. Darunter öffnet sich eine weitere Feld-Auswahl. Nun beispielsweise für Malaria tropica auf dieses Feld klicken: „B50 Malaria tropica durch Plasmodium falciparum/ Tropische Malaria, ausgelöst durch Plasmodium falciparum“. Dann erscheinen rechts davon die entsprechenden Krankenhäuser, sortiert nach dem Ranking ihrer Fallzahlen. Auf Platz 1 findet sich die Charité in Berlin, auf Platz 2 die München Klinik Schwabing und Platz 3 belegt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, usw.

Malaria – Was bezahlt die Krankenkasse und was muss man selbst bezahlen?

Angehörige einer gesetzlichen Krankenversicherung haben grundsätzlich ein Recht auf stationäre sowie ambulante Versorgung, auf Arzneimittel und weitere Leistungen. In aller Regel sind jedoch bestimmte Eigenleistungen (Zuzahlungen) gesetzlich festgeschrieben. Diese Zuzahlungen betragen 10 Prozent der Kosten, pro Zuzahlung aber maximal 10 Euro. Kostet die Leistung weniger als 5 Euro, hat der Versicherte den tatsächlichen Preis zu entrichten.

Bei Arzneimitteln gelten diese Grenzen ebenfalls. Wenn der Betroffene ein besonders preiswertes Präparat erhält, entfällt die Zuzahlung. Dabei dürfen die Krankenkassen feste Beträge bestimmen, die sie erstatten, sofern mehrere Präparate mit gleichem Wirkstoff erhältlich sind. Arzneimittel, deren Preis 30 Prozent unter diesem Festbetrag liegt, werden von den Krankenkassen ohne Zuzahlung erstattet.

Zudem besteht die Regelung, dass die GKV bei bestimmten Präparaten nicht mehr den Einzelpreis des jeweiligen Arzneimittels erstatten muss, sondern nur den Festbetrag, der für eine Gruppe von vergleichbaren Präparaten festgelegt wurde. Ist das verschriebene Medikament teurer, muss der Patient den Mehrpreis selbst zahlen plus der gesetzlichen Zuzahlung für den erstatteten Kostenanteil.

Zuzahlungen fallen ebenfalls bei einem Krankenhausaufenthalt an. Sie betragen 10 Euro pro Kalendertag, wobei die Zuzahlung nur für maximal 28 Tage pro Jahr geleistet werden muss. Dabei können mehrere Krankenhausaufenthalte in einem Jahr zusammengenommen werden, so dass die maximale Zuzahlung bei stationärer Behandlung 280 Euro pro Kalenderjahr beträgt.

Bei häuslicher Krankenpflege werden einmalig zehn Euro für die Verordnung fällig. Darüber hinaus sind 10 Prozent pro Tag als Eigenanteil zu tragen. Die Zuzahlung ist auf 28 Kalendertage pro Kalenderjahr begrenzt und wird nur bei Erwachsenen über 18 Jahren erhoben. Auch bei häuslicher Krankenpflege gilt die Obergrenze von 280 Euro pro Kalenderjahr. Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte werden bei der Obergrenze der Zuzahlung für häusliche Krankenpflege angerechnet.

Wenn die Kosten für eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse übernommen werden, müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent der anfallenden Kosten leisten. Die Grenzen liegen bei mindestens 5 und maximal 10 Euro pro Kalendertag. Diese Zuzahlungspflicht gilt für den gesamten Zeitraum, in dem eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen wird.

Bei Hilfsmitteln müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent des Abgabepreises leisten, wobei ebenfalls eine Ober- und Untergrenze von 10 und 5 Euro pro Verordnung gelten.

Die Höhe der Zuzahlungen für Rehabilitationsmaßnahmen hängt von der Maßnahme und vom jeweiligen Kostenträger ab.

Die Kosten für eine Schmerztherapie in einer Schmerzklinik übernimmt in der Regel jede gesetzliche Krankenkasse, da es sich um eine vertragsärztliche Leistung handelt. Allerdings können weitere Kosten (wie z. B. Zuzahlungen für Verordnungen) privat anfallen.

Die Kosten einer klassischen Körperakupunktur werden von allen gesetzlichen Krankenkassen, bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder bei Kniegelenkarthrose, übernommen. Der Leistung wird vorausgesetzt, dass die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen. In solchen Fällen haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall innerhalb von maximal sechs Wochen. Eine erneute Behandlung kann frühestens zwölf Monate nach Abschluss der letzten Akupunkturbehandlung erfolgen. Die Krankenkasse erstattet die Kosten nur, wenn die Behandlung von einem qualifizierten Arzt durchgeführt wird. Akupunktur bei einem Heilpraktiker wird nicht übernommen. Die Kosten sind dann privat zu leisten.

Malaria – Was übernimmt die DFV?

Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.

Im Falle einer Erkrankung warten Sie mit der Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Exklusiv nicht länger als 5 Tage auf einen Termin bei einem spezialisierten Facharzt.

Sie profitieren zudem von Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, freier Krankenhauswahl und Krankenhaustagegeld bei einem stationären Klinikaufenthalt. Der DFV-KlinikSchutz macht Sie zum Privatpatienten im Krankenhaus inkl. Auslandskrankenversicherung.

FAQ zum Thema Malaria

Wo ist Malaria am meisten verbreitet?

Die meisten Fälle von Malaria treten in Afrika auf. 90 Prozent der Erkrankungen werden in Ländern diagnostiziert, die südlich der Sahara liegen. Eine Ausnahme stellen die afrikanischen Hochlandregionen dar. Hier kann sich wegen des kühleren Klimas die übertragende Anopheles-Mücke nicht dauerhaft halten. Damit entfällt die Malaria-Gefahr. Aber auch in einigen Ländern Asiens und Amerikas besteht ein gewisses Ansteckungsrisiko. Prinzipiell können alle Regionen in den Tropen und Subtropen zum Malariagebiet werden.

Welches Insekt überträgt Malaria?

Es gibt nur ein Lebewesen, das die Malaria übertragen kann. Es handelt sich um eine Stechmücke: die Anopheles-Mücke. Und es sind auch nur die weiblichen Tiere, die Blut saugen. Durch den Kontakt mit den Speicheldrüsen der Mücke können die gefährlichen Erreger der Malaria das Blut des Menschen befallen.

Ist Malaria ansteckend?

Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch gibt es in der Schwangerschaft. Eine werdende Mutter kann ihr ungeborenes Kind über die Blutversorgung der Plazenta mit dem Erreger anstecken. Ansonsten kann nur der unmittelbare Kontakt des eigenen Blutes mit dem Blut von Erkrankten eine Malaria auslösen, zum Beispiel bei einer Bluttransfusion oder bei der Verwendung von benutzten Spritzen und Kanülen. Klassischerweise wird Malaria aber durch den Stich einer mit Erregern befallenen Anopheles-Mücke verbreitet.

Wann treten bei Malaria Symptome auf?

Manche Patienten bemerken erst mehrere Wochen oder sogar Monate nach der Reise in ein Malariagebiet die ersten Krankheitssymptome. Die Inkubationszeit ist jedoch in der Regel kürzer. Normalerweise zeigen sich bereits neun bis 14 Tage nach der Infektion die ersten Beschwerden, wie hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.

Welche Arten von Malaria gibt es?

Malaria wird beim Menschen von insgesamt fünf verschiedenen Parasiten der Gattung Plasmodium ausgelöst. Je nach Erreger gibt es unterschiedlich ausgeprägte Krankheitsbilder. Bei der Diagnose werden vier Malaria-Formen voneinander unterschieden: Malaria tropica, Malaria tertiana, Malaria quartana und Malaria quotidiana. Malaria tropica und Malaria quartana gelten als besonders schwere Erkrankungen. Die Malaria tertiana ist seltener mit lebensgefährlichen Komplikationen verbunden. Sie wird dafür gleich durch zwei Erreger verursacht: Plasmodium vivax und Plasmodium ovale.

Quellen

  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., Leitlinien: Diagnostik und Therapie der Malaria (Version 06.2016)
  • Robert Koch-Institut, Ratgeber Malaria www.rki.de (Abruf 11.06.2020)
  • WHO, World Health Organization, Malaria, www.who.int (Abruf 11.06.2020)
  • Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bnitm.de (Abruf 15.06.2020)
  • Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Globale Gesundheit e.V., Empfehlungen zur Prophylaxe und Therapie der Malaria der DTG 2019, www.dtg.org (Abruf 11.06 2020)
  • Ärzte ohne Grenzen e.V., Krankheiten: Malaria, www.aerzte-ohne-grenzen.de (Abruf 11.06.2020)
  • Die Welt, „Mit Homöopathie gegen Aids oder Malaria“ vom 19.11.2007, www.welt.de (Abruf 17.06.2020)

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