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Hepatitis: Ursachen, Symptome, Therapie

Eine Hepatitis kann zu schweren Folgeerkrankungen führen. Meist wird die Entzündung der Leber durch Viren ausgelöst. Rechtzeitig erkannt und behandelt, lassen sich die ernsten Langzeitfolgen einer chronischen Hepatitis vermeiden.


Inhaltsverzeichnis

Was ist Hepatitis?

Eine Entzündung der Leber kann akut oder chronisch verlaufen. Dauert die Hepatitis länger als ein halbes Jahr an, ist die Erkrankung chronisch. Diese chronische Hepatitis entwickelt sich meist aus den Hepatitisformen B, C und D. Insgesamt unterscheiden Ärzte fünf Arten der Virushepatitis, neben weiteren, wie zum Beispiel der Autoimmunhepatitis.

Hepatitis-Arten

Ist die Leber entzündet, können Leberzellen geschädigt und auch zerstört werden. Die häufigste Ursache einer Hepatitis ist eine Infektion mit Viren. Neben den fünf verschiedenen Arten der Virushepatitis sind noch andere Hepatitisformen bekannt:

  • Hepatitis A: Die sogenannte Reisehepatitis wird durch das Hepatitis-A-Virus übertragen. Es kommt besonders häufig in Ländern mit niedrigen Hygienestandards vor. Eine Infektion mit dem Hepatitis-A-Virus erfolgt hauptsächlich fäkal-oral, also über kontaminierte Lebensmittel und verunreinigtes Wasser. Auch Kontakt- und Schmierinfektionen sind möglich. In der Regel heilt Hepatitis A von selbst aus. Die Krankheit nimmt selten einen chronischen Verlauf. Betroffene, die die Infektion überstanden haben, sind anschließend lebenslang immun gegen das Hepatitis-A-Virus.
  • Hepatitis B: Die Erkrankung ist die am häufigsten vorkommende Virushepatitis. Das Hepatitis-B-Virus ist besonders verbreitet in Zentralafrika, Südostasien, Süd- und Osteuropa sowie im Pazifikraum. Meist wird Hepatitis B beim Geschlechtsverkehr übertragen. Eine Ansteckung kann darüber hinaus auch über Kontakt mit kontaminiertem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten, wie Tränen, Liquor (Gehirnflüssigkeit), Urin, Magensaft und Muttermilch erfolgen. Daher besteht insbesondere für Menschen, die im medizinischen Bereich arbeiten, ein hohes Risiko, sich mit einer Hepatitis-B-Infektion anzustecken. Ebenso sind Dialysepatienten gefährdet und auch Drogenabhängige, die Spritzen gemeinsam nutzen. Die akute Hepatitis B heilt in der Regel auch ohne Medikamente von alleine aus. Vorausgesetzt, Betroffene leiden nicht zusätzlich noch an anderen Krankheiten. Menschen mit geschwächtem Immunsystem haben ein hohes Risiko für eine chronische Hepatitis B.
  • Hepatitis C: Besonders häufig erkranken Menschen im östlichen Mittelmeerraum und Europa an Hepatitis C. Die Infektionskrankheit ist jedoch weltweit verbreitet. Meist steckt man sich mit dem Hepatitis-C-Virus über den Kontakt mit dem Blut infizierter Personen an. In selteneren Fällen wird das Virus beim Geschlechtsverkehr übertragen. Ein besonders hohes Ansteckungsrisiko besteht für Drogenabhängige, die kontaminiertes Besteck nutzen, aber auch beim Tätowieren oder Piercen kann man sich infizieren. Eine Erkrankung an Hepatitis C heilt selten von allein aus.
  • Hepatitis D: An Hepatitis D oder auch Deltahepatitis erkranken nur Patienten, die bereits mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert sind. Alleine ist das Hepatitis-D-Virus nicht funktionstüchtig. Häufig nimmt die Infektion an Hepatitis D einen schweren Verlauf. Patienten werden daher auch in speziellen Fachkliniken behandelt. Im Fall eines schweren Leberschadens kann eine Transplantation notwendig werden. Deltahepatitis kommt in Deutschland sehr selten vor.
  • Hepatitis E: Bei der Hepatitis E unterscheidet man verschiedene Formen, sogenannte Genotypen. In Deutschland tritt meist Genotyp 3 auf. Diese Infektion wird in erster Linie durch nicht ausreichend gegartes Fleisch vom Haus- oder Wildschwein übertragen. Der Krankheitsverlauf zeigt sich meist leicht oder komplett symptomlos. Die Genotypen 1 und 2 findet man eher in Entwicklungsländern. Eine Infektion mit diesen Viren erfolgt über kontaminierte Lebensmittel. Von Mensch zu Mensch wird das Virus äußerst selten übertragen. Die Erkrankung kann insbesondere bei Schwangeren und Personen, die bereits an einer Lebererkrankung leiden, einen schweren Verlauf nehmen.
  • Fettleberhepatitis: Die Fettleberhepatitis wird nicht durch ein Virus verursacht, sondern durch übermäßigen Alkoholkonsum oder durch Zucker- sowie Fettstoffwechselstörungen (NASH: nicht-alkoholische Fettleberhepatitis). Eine Verfettung der Leber erleiden beinahe alle Menschen, die regelmäßig und im Übermaß Alkohol trinken. Etwa ein Viertel dieser Betroffenen entwickelt auch eine Entzündung, also eine Fettleberhepatitis. Die Erkrankung kann ebenso durch bestimmte Medikamente oder auch Umweltgifte ausgelöst werden. Die nicht-alkoholische Fettleberhepatitis wird vor allem durch Übergewicht und Bewegungsmangel hervorgerufen. Sie zählt zu den häufigsten Ursachen der Leberentzündung.
  • Autoimmunhepatitis: Auch Autoimmunkrankheiten, bei denen sich die Immunabwehr gegen den eigenen Körper wendet, sind mögliche Auslöser. In der Medizin sind verschiedene Formen der Autoimmunhepatitis bekannt.
  • Angeborene Stoffwechselkrankheiten: Eisen- und Kupferspeicherkrankheiten (zum Beispiel Hämochromatose oder Morbus Wilson) können ebenfalls Grund für eine Hepatitis sein.

Hepatitis – Symptome

Die Symptome von Hepatitis können sich bei Betroffenen unterschiedlich zeigen. So haben einige Patienten keine Beschwerden und die Erkrankung wird oft nur aufgrund der erhöhten Leberwerte entdeckt. Andere an Hepatitis Erkrankte leiden unter einem schweren Verlauf.

Symptome der akuten Hepatitis

In der Frühphase der Erkrankung zeigen sich eher unspezifische Symptome. Dazu zählen:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Oberbauchschmerzen
  • Fieber
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Veränderungen des Geruchs- und Geschmacksinns

Etwa zwei bis acht Wochen nach Krankheitsbeginn folgt die Gelbsucht-Phase. Aufgrund der vergrößerten Leber kommt es zu Druckschmerzen unterhalb des rechten unteren Rippenbogens. Haut und Augäpfel können sich dann gelb färben, da der Gallenfarbstoff Bilirubin nicht mehr über die Galle in den Darm abgegeben wird. Er staut sich stattdessen im Blut an. Ein Teil des Bilirubins wird über die Nieren transportiert und der Urin verfärbt sich dunkel. Häufig leiden Betroffene auch an Juckreiz, da sich Gallensäure in der Haut einlagert. – Nach einer akuten Leberentzündung kann es Wochen bis Monate dauern, ehe sich Patienten vollständig erholt haben.

Symptome der chronischen Hepatitis

Eine Hepatitis, die länger als sechs Monate andauert, wird als chronisch bezeichnet. Nicht immer zeigen sich starke Beschwerden. Leichte Verläufe können sich durchaus symptomfrei darstellen. Charakteristisch sind jedoch eher Schübe mit vergrößerter Leber und Gelbsucht. Bei betroffenen Frauen kann währenddessen die Regelblutung ausbleiben. Beim Mann können sich die Brustdrüsen vergrößern (Gynäkomastie), der Hoden wird manchmal kleiner (Hodenatrophie) und auch die Behaarung an Bauch und an Scham kann gegebenenfalls zurückgehen. Zu den Symptomen der chronischen Hepatitis zählen zudem:

  • Müdigkeit
  • geringe Leistungsfähigkeit
  • Appetitmangel
  • Druckschmerz unter dem rechten Rippenbogen
  • Gelenkschmerzen
  • Durchfall

Symptome bei Hepatitis A

Erste Symptome zeigen sich bei einer Hepatitis-A-Infektion etwa 15 bis 50 Tage nach der Ansteckung mit dem Virus. Zunächst kommt es zu allgemeinen Beschwerden wie Fieber, Appetitverlust und Übelkeit. Anschließend können sich Haut und Augäpfel gelb verfärben, der Urin wird dunkel und der Stuhl hell. Bis zur vollständigen Genesung vergehen oftmals mehrere Monate. Die Hepatitis-A-Infektion nimmt keinen chronischen Verlauf. Betroffene sind anschließend immun gegen eine Erkrankung mit Hepatitis-A.

Symptome bei Hepatitis B

Wer an Hepatitis B erkrankt, bemerkt erste Beschwerden etwa zwei bis vier Monate nach der Ansteckung. Im Fall eines chronischen Verlaufs der Hepatitis-B-Infektion kann es zusätzlich zu den oben genannten Symptomen auch zu einer Leberzirrhose (Schrumpfleber) und zu Leberkrebs kommen. An der chronischen Hepatitis B leiden laut WHO weltweit etwa 240 Millionen Menschen.

Symptome bei Hepatitis C

In der Regel zeigen sich die Symptome bei einer Erkrankung an Hepatitis C eher mild. Patienten leiden unter anderem an Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit und leichtem Fieber. Auch dunkler Urin, entfärbter Stuhl und eine Gelbfärbung von Haut und Augäpfeln können dazukommen. Die chronische Form der Erkrankung wird von Betroffenen meist jahrelang nicht bemerkt. Daher steigt bei einer chronischen Hepatitis B das Risiko, eine Leberzirrhose oder Leberkrebs zu entwickeln.

Symptome bei Hepatitis D

An der sogenannten Deltavariante erkranken nur Patienten, die auch mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert sind. Der Krankheitsverlauf ist meist sehr ernst. Schwere Leberschäden können auftreten.

Symptome bei Hepatitis E

Die akute Krankheit führt in der Regel zu nur leichten Symptomen. Diese treten zwei bis acht Wochen nach der Infektion auf und halten im Schnitt sechs Wochen an. Hepatitis E ist meist nicht gefährlich. Allerdings kann die Infektion bei Schwangeren manchmal einen sehr ernsten Verlauf nehmen.

Hepatitis – Ursachen

Eine Hepatitis kann durch verschieden Auslöser verursacht werden. In den meisten Fällen wird die Leberentzündung jedoch durch Viren hervorgerufen. Alle Formen der Virushepatitis sind meldepflichtig. Es kommt zudem vor, dass eine milde Virushepatitis auch durch andere Viren verursacht wird. Beispielsweise durch das Epstein-Barr-Virus, das eigentlich Pfeiffersches Drüsenfieber auslöst. Man bezeichnet dies dann als Virusbegleithepatitis. Selten sind Bakterien für die Hepatitis verantwortlich. Beispielsweise Salmonellen (Salmonellose) oder Brucellen (Brucellose). Auch Parasiten, wie die Erreger von Amöbenruhr oder Malaria, können Hepatitis auslösen.

Von einer Autoimmunhepatitis sprechen Mediziner, wenn die Erkrankung nicht durch Viren entsteht, sondern durch eine Fehlregulierung des Immunsystems.

Die Fettleberhepatitis kann durch Alkoholmissbrauch entstehen (alkoholische Fettleberhepatitis). Dabei wird die Leber geschädigt und es lagert sich zunehmend mehr Fett ein. Dies führt zu Entzündungen und in schweren Fällen zu Leberzirrhose. Die nicht-alkoholische Fettleberhepatitis entsteht aufgrund von Fettleibigkeit und Bewegungsmangel. Ebenso kann Diabetes mellitus zu einer Hepatitis führen. Eine toxische Hepatitis wird häufig durch bestimmte, leberschädigende, Medikamente verursacht. Auch verschiedene Gifte sind mögliche Auslöser.

Eine chronische Hepatitis entwickelt sich meist infolge der akuten Krankheitsform. Ebenso können angeborene Stoffwechselkrankheiten wie die Kupferspeicherkrankheit (Wilson-Krankheit) und die Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) dazu führen.

Hepatitis – Diagnose

Im Gespräch mit dem Hausarzt werden die aktuellen Beschwerden sowie die bisherige Krankengeschichte erörtert. Wichtig sind unter anderem Informationen zu Alkoholgenuss, zu möglichen Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Krebs, zu Kontakt mit Giften (beruflich oder in der Freizeit) und auch zu Medikamenten, die regelmäßig eingenommen werden müssen. Wichtige Angaben möglicher Beschwerden sind zum Beispiel: Verfärbungen von Urin und, oder Stuhl, Appetitlosigkeit oder eine erhöhte Blutungsneigung.

Körperliche Untersuchung

Während der körperlichen Untersuchung wird der Arzt auch den Bauch des Patienten abtasten. Ein Druckschmerz im rechten Oberbauch kann auf eine mögliche Lebererkrankung hinweisen. Zudem kann der Arzt feststellen, wenn Leber oder Milz vergrößert sind. Eventuelle Gelbfärbungen der Augäpfel wird der untersuchende Arzt ebenfalls erkennen.

Laboruntersuchung

Durch eine Blutuntersuchung lässt sich feststellen, ob die Leberenzyme (Transaminasen) GOT (AST) und GPT (ALT) erhöht sind. Dies verweist auf eine Leberentzündung. Das Blut wird zudem auf mögliche Antikörper hin untersucht. Die sogenannte Hepatitis-Serologie gibt Aufschluss über eventuell vorhandene Antikörper gegen die Hepatitisviren A, B, C, D oder E. Wenn im Blut hingegen typische Auto-Antikörper nachgewiesen werden, die das Lebergewebe angreifen, steckt eine Autoimmunhepatitis hinter den Beschwerden des Patienten.

Im Fall einer Lebererkrankung ist eine Leberbiopsie hilfreich, um den Verdacht auf Hepatitis zu bestätigen. Außerdem kann die feingewebliche Untersuchung Aufschluss über den Grad der Leberentzündung geben.

Ultraschall-Untersuchung

Mittels der Ultraschalluntersuchung lassen sich Größe und Struktur der Leber erkennen. Leidet ein Patient an einer chronischen Hepatitis, kann der Arzt sehen, ob sich bereits eine Schrumpfleber (Leberzirrhose) oder gar Krebs gebildet haben.

Hepatitis – Behandlung

Die Behandlung der Hepatitis-Erkrankung hängt von ihrem speziellen Auslöser ab. Auch Verlauf und Schweregrad spielen dabei eine Rolle. Wichtig zu beachten: Jeder Hepatitis-Kranke sollte grundsätzlich auf Alkohol verzichten. Leberschädigende Medikamente – wenn möglich – nicht weiter einnehmen. So wird die ohnehin schon stark angegriffene Leber nicht noch zusätzlich belastet. Patienten sollten sich schonen und wenn vom Arzt verordnet, das Bett hüten. Bezüglich der Ernährung wird eine leichte Kost empfohlen, die reich an Kohlenhydraten und dabei fettarm ist.

In vielen Fällen heilt eine akute Hepatitis von alleine aus. Wenn nötig, werden Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen oder starke Muskel- und Gelenkschmerzen verordnet.

Häufig muss die Leberentzündung jedoch gezielt behandelt werden. Wer an einer chronischen Hepatitis B oder Hepatitis C leidet, erhält in der Regel antiviral wirkende Arzneien. Handelt es sich um eine Autoimmunhepatitis, verschreibt der Arzt Mittel, die die Arbeit des Immunsystems hemmen. Das sind zum Beispiel Kortison oder Azathioprin. Eine schwere Hepatitis kann eine Lebertransplantation erforderlich machen.

Patienten, die an Hepatitis B oder Hepatitis C erkrankt sind, sollten ihre Familie beziehungsweise ihre Sexualpartner darüber informieren. Um eine Ansteckung zu vermeiden, können sich Angehörige und andere nahe stehende Personen impfen lassen.

Homöopathie bei Hepatitis

Eine Leberentzündung kann verschiedene Ursachen haben. So können unter anderem Viren die Krankheit auslösen, aber auch Alkoholmissbrauch, Übergewicht, bestimmte Medikamente oder Gifte. Jeder Therapie liegt daher eine individuelle Diagnose zugrunde. Die schulmedizinische Behandlung kann in vielen Fällen durch Homöopathie hilfreich unterstützt werden. Zur Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen werden häufig diese homöopathischen Mittel empfohlen (Auswahl):

  • Bryonia: Bei Druckgefühl und Stichen im rechten Oberbauch. Wenn die Schmerzen durch Liegen auf der rechten Seite besser werden. Und bei Verschlimmerung durch Bewegung. Auch bei Übelkeit.
  • Berberis: Bei akuten und chronischen Leberentzündungen. Wenn die Schmerzen im rechten Oberbauch bis hin zur rechten Schulter ziehen. Betroffene fühlen sich sehr geschwächt.
  • Natrium sulfuricum: Wenn die Schmerzen im rechten Oberbauch beim Gehen und schon bei geringen Erschütterungen auftreten. Hohe Berührungsempfindlichkeit im Oberbauch. Die Haut kann beim Ausziehen jucken.
  • Manganum sulfuricum: Wenn Leber und Milz geschwollen sind. Patienten bekommen beim tiefen Atmen ein Beklemmungsgefühl im Bauchraum.

Akupunktur bei Hepatitis

Zunächst ist es wichtig, die Ursache der Hepatitis durch einen Facharzt abklären zu lassen. Bei einigen Hepatitis-Erkrankungen drohen ernste Folgen, daher sollte man bereits bei ersten unspezifischen Beschwerden wie Appetitmangel, Schmerzen im Oberbauch, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen den Hausarzt aufsuchen. Zusätzlich zur Behandlung durch den Facharzt, kann auch eine Therapie mit Akupunkturnadeln sinnvoll sein. Viele Beschwerden lassen sich durch die Methode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin lindern. Außerdem kann man mit Akupunktur das Immunsystem stärken. Auch die Deutsche Akademie für Akupunktur (DAA) empfiehlt die Behandlung im Fall einer Hepatitis. Patienten sollten sich dazu an einen erfahrenen Akupunkteur wenden und besprechen, ob die Methode in ihrem speziellen Fall sinnvoll ist.

Hepatitis – Vorbeugung

Das Risiko, an Hepatitis zu erkranken, kann man deutlich reduzieren, wenn man sich an empfohlene Regeln hält. Diese sollten insbesondere dann berücksichtigt werden, wenn man beruflich oder privat mit Risikogruppen zu tun hat oder selbst bereits an einer Vorerkrankung leidet. Zudem ist es ratsam, bei Reisen bestimmte Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten:

  • Impfschutz: Ärzte raten insbesondere Kindern, Jugendlichen und Angehörigen von Risikogruppen, sich gegen Hepatitis B impfen zu lassen. Vor Antritt einer Auslandsreise wird zudem eine Impfung gegen Hepatitis A empfohlen. Wer sich gegen Hepatitis B impfen lässt, erlangt damit auch einen Schutz vor Hepatitis D.
  • Hygieneregeln beachten: Gerade Menschen, die in medizinischen Berufen arbeiten, sind einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Daher ist achtsames Verhalten, unter anderem mit regelmäßigem Händewaschen geboten. – Auch im privaten Leben sollte man im Zweifelsfall vorsichtig sein und Utensilien, wie Nagelscheren oder Rasierapparate nicht gemeinsam mit anderen Personen benutzen. Wer Drogen konsumiert, sollte sein Spritzbesteck grundsätzlich nicht mit anderen teilen.
  • Kondome benutzen: Hepatitis B, C und D können beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Daher sollte man zum Schutz vor einer Infektion Kondome verwenden. Dies ist gerade bei neuen Partnern oder auch bei häufigem Partnerwechsel angezeigt.
  • Regelmäßig testen lassen: Wer einer Risikogruppe angehört, sollte sich regelmäßig vom Arzt auf Hepatitis untersuchen lassen. So kann eine gezielte Behandlung frühzeitig beginnen. Gefährdete Personen sind unter anderem Angehörige von Risikogruppen, medizinisches Personal, HIV-Kranke, Drogenkonsumenten sowie Menschen, die oft ihren Sexualpartner wechseln.
  • Vorsorge bei Schwangeren: Eine Kontrolle auf Hepatitis erfolgt während der Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft. Wird eine Hepatitis-Erkrankung diagnostiziert, kann durch gezielte Maßnahmen verhindert werden, dass sich auch das Neugeborene ansteckt.
  • In der Küche: Fleisch sollte immer gut durchgegart werden. Das gilt ganz besonders für Wild- und Schweinefleisch.
  • Schutz auf Reisen: Wer in Länder mit niedrigem Hygienestandard reist, sollte nur abgepacktes Mineralwasser oder abgekochtes Leitungswasser trinken. Auf Eiswürfel in Getränken am besten verzichten. Denn oft ist das Leitungswasser mit Hepatitis-Viren kontaminiert. Zudem wird geraten, ausschließlich geschälte oder gekochte Lebensmittel zu verzehren. Verzichten sollte man in Risikogebieten außerdem auf rohe Meeresfrüchte wie Austern oder Muscheln, auf Eier- und Kartoffelsalat sowie auf offen angebotenes Speiseeis. – Grundsätzlich gilt die Regel: Cook it, peel it or forget it. (Kochen, schälen oder verzichten.)
  • Einnahme von Medikamenten: Bei verordneten Medikamenten, sollte man den Arzt fragen, ob diese die Leber schädigen können. Oftmals ist ein Wechsel der Arzneien möglich.
  • Übergewicht vermeiden: Eine Hepatitis kann durch starkes Übergewicht und eine fettreiche Ernährung begünstigt werden. Daher ist es in diesen Fällen wichtig, sich ausgewogen und fettarm zu ernähren sowie auf regelmäßige Bewegung zu achten.
  • Alkohol in Maßen: Um eine alkoholbedingte Hepatitis-Erkrankung zu vermeiden, sollte Alkohol (wenn überhaupt) nur sehr maßvoll konsumiert werden.

Hepatitis – Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt eine Impfung gegen das Hepatitis-A-Virus vor Reisen in Regionen mit erhöhter Ansteckungsgefahr. Dazu zählen viele tropische Länder, der Mittelmeerraum sowie Osteuropa. Die Impfung wird zudem Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko empfohlen, wie: medizinischem Personal, an Hämophilie Erkrankten und auch Kanalisationsarbeitern.

Eine Impfung gegen Hepatitis B ist ebenfalls wichtig, wenn Menschen einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, beispielsweise bei einer Tätigkeit in medizinischen Berufen. Die STIKO empfiehlt die Impfung auch für alle Säuglinge.

Hepatitis – ICD-Code

Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So wird beispielsweise eine „Nicht näher bezeichnete Virushepatitis“ unter dem ICD-Code: „B.19“ erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieses Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.

Hepatitis – Was bezahlt die Krankenkasse und was muss man selbst bezahlen?

Angehörige einer gesetzlichen Krankenversicherung haben grundsätzlich ein Recht auf stationäre sowie ambulante Versorgung, auf Arzneimittel und weitere Leistungen. In aller Regel sind jedoch bestimmte Eigenleistungen (Zuzahlungen) gesetzlich festgeschrieben. Diese Zuzahlungen betragen 10 Prozent der Kosten, pro Zuzahlung aber maximal 10 Euro. Kostet die Leistung weniger als 5 Euro, hat der Versicherte den tatsächlichen Preis zu entrichten.

Bei Arzneimitteln gelten diese Grenzen ebenfalls. Wenn der Betroffene ein besonders preiswertes Präparat erhält, entfällt die Zuzahlung. Dabei dürfen die Krankenkassen feste Beträge bestimmen, die sie erstatten, sofern mehrere Präparate mit gleichem Wirkstoff erhältlich sind. Arzneimittel, deren Preis 30 Prozent unter diesem Festbetrag liegt, werden von den Krankenkassen ohne Zuzahlung erstattet.

Zudem besteht die Regelung, dass die GKV bei bestimmten Präparaten nicht mehr den Einzelpreis des jeweiligen Arzneimittels erstatten muss, sondern nur den Festbetrag, der für eine Gruppe von vergleichbaren Präparaten festgelegt wurde. Ist das verschriebene Medikament teurer, muss der Patient den Mehrpreis selbst zahlen plus der gesetzlichen Zuzahlung für den erstatteten Kostenanteil.

Zuzahlungen fallen ebenfalls bei einem Krankenhausaufenthalt an. Sie betragen 10 Euro pro Kalendertag, wobei die Zuzahlung nur für maximal 28 Tage pro Jahr geleistet werden muss. Dabei können mehrere Krankenhausaufenthalte in einem Jahr zusammengenommen werden, so dass die maximale Zuzahlung bei stationärer Behandlung 280 Euro pro Kalenderjahr beträgt.

Bei häuslicher Krankenpflege werden einmalig zehn Euro für die Verordnung fällig. Darüber hinaus sind 10 Prozent pro Tag als Eigenanteil zu tragen. Die Zuzahlung ist auf 28 Kalendertage pro Kalenderjahr begrenzt und wird nur bei Erwachsenen über 18 Jahren erhoben. Auch bei häuslicher Krankenpflege gilt die Obergrenze von 280 Euro pro Kalenderjahr. Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte werden bei der Obergrenze der Zuzahlung für häusliche Krankenpflege angerechnet.

Wenn die Kosten für eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse übernommen werden, müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent der anfallenden Kosten leisten. Die Grenzen liegen bei mindestens 5 und maximal 10 Euro pro Kalendertag. Diese Zuzahlungspflicht gilt für den gesamten Zeitraum, in dem eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen wird.

Bei Hilfsmitteln müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent des Abgabepreises leisten, wobei ebenfalls eine Ober- und Untergrenze von 10 und 5 Euro pro Verordnung gelten.

Die Höhe der Zuzahlungen für Rehabilitationsmaßnahmen hängt von der Maßnahme und vom jeweiligen Kostenträger ab.

Die Kosten für eine Schmerztherapie in einer Schmerzklinik übernimmt in der Regel jede gesetzliche Krankenkasse, da es sich um eine vertragsärztliche Leistung handelt. Allerdings können weitere Kosten (wie z. B. Zuzahlungen für Verordnungen) privat anfallen.

Die Kosten einer klassischen Körperakupunktur werden von allen gesetzlichen Krankenkassen, bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder bei Kniegelenkarthrose, übernommen. Der Leistung wird vorausgesetzt, dass die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen. In solchen Fällen haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall innerhalb von maximal sechs Wochen. Eine erneute Behandlung kann frühestens zwölf Monate nach Abschluss der letzten Akupunkturbehandlung erfolgen. Die Krankenkasse erstattet die Kosten nur, wenn die Behandlung von einem qualifizierten Arzt durchgeführt wird. Akupunktur bei einem Heilpraktiker wird nicht übernommen. Die Kosten sind dann privat zu leisten.

Hepatitis – Was übernimmt die DFV?

Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.

Im Falle einer Erkrankung warten Sie mit der Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Exklusiv nicht länger als 5 Tage auf einen Termin bei einem spezialisierten Facharzt.

Sie profitieren zudem von Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, freier Krankenhauswahl und Krankenhaustagegeld bei einem stationären Klinikaufenthalt. Der DFV-KlinikSchutz macht Sie zum Privatpatienten im Krankenhaus inkl. Auslandskrankenversicherung.

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