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Hautpilz: Ursachen, Symptome, Behandlung

Hautpilz kann durch unterschiedliche Pilzarten verursacht werden. Rötungen, Schuppungen, Schwellungen oder Juckreiz sind typische Symptome. Betroffen sind nicht allein Haut oder Schleimhaut, sondern oft auch Nägel und Haare.


Inhaltsverzeichnis

Was ist Hautpilz?

Hautpilz kann von zahlreichen Pilzarten hervorgerufen werden. Die Pilze besiedeln die menschliche Haut, Haare, Nägel oder Schleimhäute und verursachen dort Symptome wie Rötungen, Schwellungen, Juckreiz oder Schuppungen. Anstecken kann man sich mit einem Pilz über kontaminierte Erde, über den Kontakt zu Tieren oder zu anderen Menschen. Dabei unterscheiden Mediziner verschiedene Gruppen von Pilzen: Dermatophyten, Sprosspilze und Schimmelpilze. Pilze breiten sich überall dort aus, wo es feucht und warm ist. Ein erhöhtes Risiko, an Hautpilz zu erkranken, tragen vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Durchblutungsstörungen.

Zu den häufigsten Formen von Hautpilz zählen:

  • Fußpilz (Tinea pedis)
  • Ringelflechte (Tinea corporis)
  • Nagelpilz (Onychomykose oder Tinea unguium)
  • Handpilz (Tinea manuum)
  • Kopfpilz (Tinea capitis)
  • Kutane Candidiasis
  • Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)

Hautpilz – Symptome

Die Art der auftretenden Beschwerden bei einer Erkrankung an Hautpilz hängt vom dem auslösenden Erreger der Infektion ab. Häufigste Verursacher sind Fadenpilze (Dermatophyten). Sie ernähren sich von Kohlenhydraten und Keratin. Dermatophyten befallen Haut, Haare und Nägel. Ebenfalls oft kommt es zu Infektionen durch Hefepilze und Schimmelpilze. Sie können außer Haut und Schleimhaut auch innere Organe befallen.

Hautpilz-Arten und Symptome:

Abhängig vom Erreger einer Hautpilz-Infektion, stellen sich die Symptome jeweils unterschiedlich dar. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen folgende Formen:

  • Fußpilz (Tinea pedis): Die meisten Fußpilzerkrankungen werden von Fadenpilzen verursacht. Die Pilze befallen vor allem die Zwischenräume der Zehen. Meist zeigen sich erste Symptome zwischen der vierten und fünften Zehe. Die Haut der betroffenen Stellen ist dann gerötet und schuppig. Sie kann auch grauweiß sein, verquollen und kleine Fissuren zeigen. Über die kleinen Hautverletzungen können Bakterien leicht eindringen und eine zusätzliche Infektion verursachen. Sind hingegen die Fußsohlen von Fußpilz betroffen, zeigt sich die Haut trocken und mit weißer Schuppung. In manchen Fällen kommt es zu entzündlichen Infektionen mit Bläschen und Juckreiz.
  • Handpilz (Tinea manuum): Die Pilzerkrankung wird ebenfalls durch Fadenpilze ausgelöst. Am häufigsten tritt die sogenannte hyperkeratotisch-squamöse Form auf. Anfangs ist meist nur eine Hand erkrankt. Die Infektion kann jedoch auch auf die andere Hand übertragen werden. Patienten, die an Handpilz leiden, haben oft zeitgleich Fußpilz. Typische Symptome bei Handpilz sind rasch trocknende Hautbläschen. Aus ihnen entwickeln sich runde, schuppige Infektionsherde. Bei einigen Patienten zeigen sich entlang des Handtellers feine Schuppen, die wie Mehl scheinen. Später können sich auch dicke Schuppen bilden. Zudem leiden Betroffene häufig unter schmerzhaften Hautrissen. Sind zusätzlich die Haarfollikel auf dem Handrücken befallen, bilden sich runde, entzündliche Infektionsherde. Sie können von Pusteln bedeckt sein. – Beim sogenannten dyshidrosiformen Handpilz, zeigt sich an der Handinnenfläche, an der Handkante oder an den Seitenflächen der Finger ein feinkörniger Belag stark juckender Bläschen.
  • Nagelpilz (Tinea unguium oder Onychomykose): Die Erkrankung wird vorrangig von Fadenpilzen verursacht. Auch Schimmelpilze oder Hefepilze können manchmal Auslöser der Infektion sein. In den meisten Fällen sind die Fußnägel befallen, aber auch die Fingernägel können mit Nagelpilz infiziert sein. Der Erreger dringt häufig unterhalb des Nagels, am Nagelende, ein. Ebenso befällt er nicht selten die Nageloberfläche. Betroffene haben dann glanzlose Nägel und eine verdickte Nagelplatte. Der Nagelrand verfärbt sich weiß oder gelblich. Im Nagel bilden sich weißliche, gelbe oder grau-braune Flecken. Schmerzen zeigen sich meist erst, wenn die Krankheit fortgeschritten ist.
  • Kopfpilz (Tinea capitis): Befallen Fadenpilze die behaarte Kopfhaut, zeigen sich die Symptome oft sehr unterschiedlich. Einige Betroffene merken nichts von der Infektion, bei anderen bilden sich haarlose Bereiche. Sie sind kreisrund und scharf begrenzt. An der Kopfhaut erkannt man an diesen Stellen gräuliche Schuppungen. Bei anderen Patienten wiederum kommt es zu abgebrochenen Haaren an den befallenen Arealen.
  • Gesichtspilz (Tinea faciei): Die Fadenpilzinfektion im Gesicht führt zu schuppender und juckender Haut. Setzten Patienten sich viel Licht aus, verschlechtern sich die Symptome oft. Manchmal tritt ein Gesichtspilz auch gemeinsam mit einer Ringelflechte (Tinea corporis) auf.
  • Ringelflechte (Tinea corporis): Die Infektion an Rumpf und den Extremitäten wird durch Fadenpilze verursacht. Dabei kommt es zu runden, schuppigen Rötungen. Sie können zusammenfließen und lösen meist starken Juckreiz aus. Die Pilzinfektion dehnt sich manchmal entlang von Haaren auch in tiefe Hautschichten aus. Dies ruft eine heftigere Entzündungsreaktion hervor und es bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Knoten, die sehr schmerzhaft sein können. Patienten leiden zudem oft unter Fieber und Abgeschlagenheit. Lymphknoten in der Nähe der betroffenen Hautpartien können anschwellen.
  • Leistenpilz (Tinea inguinalis): An Leistenpilz erkranken häufig Männer, die dazu neigen, stark zu schwitzen. An den betroffenen Hautstellen bilden sich scharf begrenzte Rötungen mit deutlichem Rand und teilweiser Schuppenbildung. Die Hautstellen brennen. Meist zeigt sich die Infektion zuerst an der Haut zwischen Hodensack und Oberschenkeln. Anschließend breitet sich die Pilzerkrankung oft in Richtung Anus und Gesäß aus. Auch Hodensack und Penis können befallen sein. Sind Frauen betroffen, können sich die Symptome mit auf die Vulva erstrecken.
  • Kutane Candidiasis: Diese Hautpilz-Infektion wird durch Hefepilze der Gattung Candida (meist Candida albicans) hervorgerufen. Der Hefepilz Candida albicans entwickelt sich in feucht-warmen Körperregionen besonders gut. Dazu zählen die Achselhöhlen, Zehen- und Fingerzwischenräume, die Leistenregion, die Gesäßfalte, der Genitalbereich sowie die Haut unterhalb der weiblichen Brust. Typische Symptome sind knotige Bläschen (Papulopusteln), aus denen dann großflächig rote, zum Teil nässende, Plaque mit schuppigem Rand entsteht. Häufig wird dies von kleineren Pusteln begleitet. Der Hefepilz kann auch die Schleimhaut besiedeln. Ist die Genitalregion betroffen, zeigt sich dies bei Frauen als Scheidenpilz. Charakteristische Beschwerden sind Juckreiz, fleckige Rötung, weiße Ablagerung auf der Schleimhaut sowie ein bröckelig-weißer Ausfluss, der geruchslos ist. In seltenen Fällen sind ebenfalls Männer von genitalem Hefepilzbefall betroffen. Sie leiden dann an einer Eichelentzündung (Penispilz).
  • Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor): Diese Hautpilzinfektion wird durch Hefepilze der Gattung Malassezia verursacht. Meist bilden sich die scharf begrenzten, rundlichen Flecken auf der Brust, dem Rücken, Schultern und Hals. Die anfangs kleinen Flecken vereinigen sich später zu größeren, landkartenförmigen Herden mit glatter Oberflächenstruktur. Steicht man über die betroffene Hautstelle, schuppt sie. Die Hautschuppen ähneln Kleie, daher stammt die Namensgebung: Kleienpilzflechte. Die erkrankten Hautpartien unterscheiden sich auch in ihrer Farbe von der gesunder Haut.
  • Mikrosporie: An diesem Hautpilz erkranken meist Kinder. Der Fadenpilz der Gattung Microsporum (M. canis) wird häufig durch den Kontakt zu erkrankten Haustieren übertragen. Der Pilz kann Hunde und Katzen befallen. Beim Menschen kommt es nach einer Infektion zu entzündlichen, scheibenförmigen Hautveränderungen an Rumpf und Kopfhaut. An den betroffenen Kopfhautpassagen können die Haare abbrechen.

Hautpilz – Ursachen

Die Mehrheit der Hautpilz-Infektionen entsteht durch Fadenpilze (Dermatophyten). Der Hautarzt bezeichnet eine solche Infektion dann auch als Dermatophytose. Zu den durch Fadenpilz verursachten Erkrankungen zählen unter anderem Nagelpilz, Fuß- und Handpilz, Ringelflechte sowie Kopf- und Gesichtspilz. Auch Hefepilze können zu Erkrankungen von Haut- und Schleimhaut führen. So zum Beispiel der Hefepilz Candida albicans. Er ist zwar Teil der natürlichen Flora der Schleimhäute, kann sich allerdings bei Abwehrschwäche stark vermehren und so eine Infektion wie Scheidenpilz auslösen. Hefepilze der Gattung Malassezia verursachen die Kleienpilzflechte. Auch andere Pilze, wie beispielsweise Schimmelpilze, können Erkrankungen der Haut hervorrufen.

Ein erhöhtes Risiko, an Hautpilz zu erkranken, tragen Menschen mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder mit Durchblutungsstörungen. Auch Übergewicht ist ein Risikofaktor. Dann bildet sich in den Hautfalten des Körpers vermehrt Schweiß, so dass Pilze ein ideales Klima vorfinden. Ebenso kann ein geschwächtes Immunsystem die Entstehung einer Hautkrankheit begünstigen.

Hautpilz – Diagnose

Bei Verdacht auf Hautpilz sollte man einen Hautarzt (Dermatologen) aufsuchen. Hat sich Hautpilz im Intimbereich gebildet, sind entweder ein Gynäkologe oder der Urologe Ansprechpartner. Vor der Untersuchung des Körpers wird der Arzt sich danach erkundigen, seit wann die Beschwerden bestehen und wie sie sich zeigen. Auch nach anderen möglichen Erkrankungen sowie der eventuellen Einnahme von Medikamenten wird der Arzt fragen. Zudem ist es wichtig zu wissen, ob kürzlich Kontakt zu Personen mit Hauterkrankungen bestand. – Bei der körperlichen Untersuchung wird der Dermatologe (Hautarzt) bereits sehen, ob ein Patient tatsächlich an einem Hautpilz erkrankt ist, oder ob es sich womöglich um einen anderen Befund handelt.

Im Zweifelsfall wird von dem betroffenen Hautareal ein Abstrich genommen und im Labor untersucht. Dort legt man eine Pilzkultur an, die nach einer gewissen Zeit Aufschluss über die genaue Pilzart gibt. Wenn der Erreger identifiziert wurde, kann die dafür passende Behandlung beginnen. Einige Pilzarten lassen sich direkt auf der Haut mikroskopisch oder unter speziellem UV-Licht erkennen. Dies ist beispielsweise bei der Kleienpilzflechte der Fall. Manchmal ist es zudem notwendig, eine Gewebeprobe (Biopsie) zu entnehmen.

Hautpilz – Behandlung

Die Behandlung von Hautpilz erfolgt vorrangig durch Medikamente, die Wachstum und Vermehrung der Pilze verhindern. Diese sogenannten Antimykotika werden in Form von Tinkturen, Salben, Cremes, Puder, als Spray oder Shampoo angewendet. Die Arzneien bringt man dabei in aller Regel äußerlich auf. Nur in sehr seltenen Fällen werden Tabletten verordnet.

Medikamente zur äußeren und inneren Behandlung

Für die äußere, lokale Behandlung am Körper werden häufig Antimykotika wie Clotrimazol, Miconazol, Nystatin oder Amorolfin empfohlen. Müssen Medikamente in schweren Fällen eingenommen werden, verordnen Ärzte häufig Flucytosin, Amphotericin B oder Ketoconazol. Antimykotika sind meist frei verkäuflich, sollten jedoch erst nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt angewendet werden. Welches Medikament im individuellen Fall das passende ist, hängt von der Art des Hautpilzes ab. Gerade im Fall einer Schwangerschaft, sollte man sich vor dem Kauf einer Arznei von Arzt oder Apotheker beraten lassen.

Wer unter Schmerzen, brennender Haut oder starkem Juckreiz leidet, kann zusätzlich eine schmerzstillende Salbe oder Creme auf die betroffene Stelle auftragen. Häufig verordnet der Hautarzt entzündungshemmende Glukokortikoide (Kortison).

Was kann man selbst gegen Hautpilz tun?

Körperstellen, die besonders anfällig für Hautpilz oder bereits erkrankt sind, sollte man immer trocken halten. Empfindliche Regionen sind zum Beispiel die Achselhöhlen, die Füße und der Genitalbereich. Zum Abtrocknen einer infizierten Hautpartie grundsätzlich ein separates Handtuch benutzen. Nur so lässt sich verhindern, dass die Infektion auf andere Bereiche am Körper übergreift. Ein intaktes Immunsystem kann vor einer Erkrankung an Hautpilz schützen. Daher sollte man auf einen gesunden Lebensstil mit ausreichend viel Schlaf, gesunder Ernährung, viel Bewegung und wenig Stress achten.

Homöopathie bei Hautpilz

Eine Hautpilzerkrankung kann in einigen Fällen erfolgreich durch homöopathische Arzneien therapiert werden. Die Medikation sollte man jedoch mit dem behandelnden Arzt absprechen, um eventuelle Kontraindikationen zu vermeiden. Eine homöopathische Behandlung orientiert sich immer an den individuellen Symptomen des Patienten. So fragt der Homöopath beispielsweise bei der Behandlung eines Scheidenpilzes nach möglichen Ursachen der Erkrankung und Umständen, die Symptome verbessern oder verschlechtern. Ebenfalls sollte die Patientin den Verlauf der Krankheit schildern sowie mögliche Befindlichkeitsveränderungen während der Scheidenentzündung. Gegen Scheidenpilz werdem beispielsweise folgende Mittel häufig empfohlen (Auswahl):

  • Calcium carbonicum
  • Sepia
  • Pulsatilla
  • Arsenicum album

Akupunktur bei Hautpilz

Akupunktur stellt ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin dar. Durch die Nadelung bestimmter Punkte entlang der sogenannten Meridiane, sollen körpereigene Heilungskräfte aktiviert werden. So kann Akupunktur die schulmedizinische Behandlung eines Hautpilzes oftmals sinnvoll ergänzen und Symptome wie Schmerzen oder Juckreiz lindern. Zudem trägt die Methode dazu bei, mögliche Energiedefizite auszugleichen und Blockaden zu lösen. Dies wirkt sich auch positiv auf das Immunsystem aus, dass bei einer Erkrankung an Hautpilz häufig geschwächt ist.

Hautpilz – ICD-Code

Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So wird beispielsweise eine „Dermatophytose (Tinea)“ unter dem ICD-Code „B35“ erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieses Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.

Hautpilz – Was bezahlt die Krankenkasse und was muss man selbst bezahlen?

Angehörige einer gesetzlichen Krankenversicherung haben grundsätzlich ein Recht auf stationäre sowie ambulante Versorgung, auf Arzneimittel und weitere Leistungen. In aller Regel sind jedoch bestimmte Eigenleistungen (Zuzahlungen) gesetzlich festgeschrieben. Diese Zuzahlungen betragen 10 Prozent der Kosten, pro Zuzahlung aber maximal 10 Euro. Kostet die Leistung weniger als 5 Euro, hat der Versicherte den tatsächlichen Preis zu entrichten.

Bei Arzneimitteln gelten diese Grenzen ebenfalls. Wenn der Betroffene ein besonders preiswertes Präparat erhält, entfällt die Zuzahlung. Dabei dürfen die Krankenkassen feste Beträge bestimmen, die sie erstatten, sofern mehrere Präparate mit gleichem Wirkstoff erhältlich sind. Arzneimittel, deren Preis 30 Prozent unter diesem Festbetrag liegt, werden von den Krankenkassen ohne Zuzahlung erstattet.

Zudem besteht die Regelung, dass die GKV bei bestimmten Präparaten nicht mehr den Einzelpreis des jeweiligen Arzneimittels erstatten muss, sondern nur den Festbetrag, der für eine Gruppe von vergleichbaren Präparaten festgelegt wurde. Ist das verschriebene Medikament teurer, muss der Patient den Mehrpreis selbst zahlen plus der gesetzlichen Zuzahlung für den erstatteten Kostenanteil.

Zuzahlungen fallen ebenfalls bei einem Krankenhausaufenthalt an. Sie betragen 10 Euro pro Kalendertag, wobei die Zuzahlung nur für maximal 28 Tage pro Jahr geleistet werden muss. Dabei können mehrere Krankenhausaufenthalte in einem Jahr zusammengenommen werden, so dass die maximale Zuzahlung bei stationärer Behandlung 280 Euro pro Kalenderjahr beträgt.

Bei häuslicher Krankenpflege werden einmalig zehn Euro für die Verordnung fällig. Darüber hinaus sind 10 Prozent pro Tag als Eigenanteil zu tragen. Die Zuzahlung ist auf 28 Kalendertage pro Kalenderjahr begrenzt und wird nur bei Erwachsenen über 18 Jahren erhoben. Auch bei häuslicher Krankenpflege gilt die Obergrenze von 280 Euro pro Kalenderjahr. Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte werden bei der Obergrenze der Zuzahlung für häusliche Krankenpflege angerechnet.

Wenn die Kosten für eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse übernommen werden, müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent der anfallenden Kosten leisten. Die Grenzen liegen bei mindestens 5 und maximal 10 Euro pro Kalendertag. Diese Zuzahlungspflicht gilt für den gesamten Zeitraum, in dem eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen wird.

Bei Hilfsmitteln müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent des Abgabepreises leisten, wobei ebenfalls eine Ober- und Untergrenze von 10 und 5 Euro pro Verordnung gelten.

Die Höhe der Zuzahlungen für Rehabilitationsmaßnahmen hängt von der Maßnahme und vom jeweiligen Kostenträger ab.

Die Kosten für eine Schmerztherapie in einer Schmerzklinik übernimmt in der Regel jede gesetzliche Krankenkasse, da es sich um eine vertragsärztliche Leistung handelt. Allerdings können weitere Kosten (wie z. B. Zuzahlungen für Verordnungen) privat anfallen.

Die Kosten einer klassischen Körperakupunktur werden von allen gesetzlichen Krankenkassen, bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder bei Kniegelenkarthrose, übernommen. Der Leistung wird vorausgesetzt, dass die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen. In solchen Fällen haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall innerhalb von maximal sechs Wochen. Eine erneute Behandlung kann frühestens zwölf Monate nach Abschluss der letzten Akupunkturbehandlung erfolgen. Die Krankenkasse erstattet die Kosten nur, wenn die Behandlung von einem qualifizierten Arzt durchgeführt wird. Akupunktur bei einem Heilpraktiker wird nicht übernommen. Die Kosten sind dann privat zu leisten.

Hautpilz – Was übernimmt die DFV?

Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.

Im Falle einer Erkrankung warten Sie mit der Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Exklusiv nicht länger als 5 Tage auf einen Termin bei einem spezialisierten Facharzt.

Sie profitieren zudem von Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, freier Krankenhauswahl und Krankenhaustagegeld bei einem stationären Klinikaufenthalt. Der DFV-KlinikSchutz macht Sie zum Privatpatienten im Krankenhaus inkl. Auslandskrankenversicherung.

FAQ zum Thema Hautpilz

Ist Hautpilz ansteckend?

Die Pilzerkrankung kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Möglich ist auch eine Ansteckung über ein Tier. Ebenso kann man sich an mit Pilzen kontaminierten Gegenständen infizieren, zum Beispiel an Kleidung, Schuhen oder Badematten. In Schwimmbädern, Sonnenstudios, Saunen und öffentlichen Toiletten ist das Risiko, sich an einer Pilzinfektion anzustecken, besonders hoch.

Ist Hautpilz gefährlich?

Eine Pilzinfektion sollte immer ärztlich behandelt werden. Von selbst heilt die Krankheit in der Regel nicht aus. Wird eine empfohlene Therapie vorzeitig beendet, kann der Hautpilz wiederkommen. Pilzerkrankungen sind meist hartnäckig, lassen sich jedoch mit entsprechenden Medikamenten gut behandeln. Es kann aber auch zu Komplikationen kommen. Betroffen sind meist Patienten mit einem geschwächten Immunsystem sowie Kinder. Bei ihnen besteht das Risiko, dass die Pilzinfektion auf innere Organe übergreift. Dies kann in schweren Fällen lebensbedrohlich sein.

Wie kann man Hautpilz vorbeugen?

Beachtet man einige Tipps, lässt sich eine Infektion mit Hautpilz oftmals vermeiden: Socken und Unterwäsche täglich wechseln und bei mindestens 60 Grad Celsius waschen, die Haut an anfälligen Körperstellen wie Hautfalten oder Zehenzwischenräumen immer trocken halten, atmungsaktive Schuhe tragen, bei Besuchen von Sauna, Schwimmbad oder Sonnenstudio Hygieneregeln befolgen, Tiere (Hunde, Katzen, Pferde) vom Tierarzt auf Hautpilz untersuchen und ggf. behandeln lassen.

Welche Hausmittel helfen bei Hautpilz?

Bevor man bei der Behandlung seiner Pilzerkrankung auf Hausmittel setzt, sollte man dies unbedingt mit dem Arzt oder Apotheker besprechen. Denn ein starker Pilzbefall erfordert meist eine medikamentöse Therapie. Wird der Pilz nicht ausreichend behandelt, kann er chronisch werden und unter Umständen auch innere Organe befallen. Dann drohen lebensgefährliche Komplikationen. – In leichten Fällen können jedoch ätherische Öle den Pilz abtöten. Gut geeignet ist oftmals Teebaumöl. Auch Apfelessig wird häufig angewandt. So sollen bei Fußpilz sogenannte Essigsocken hilfreich sein: sechs Esslöffel Apfelessig in 200 Milliliter Wasser geben. Anschließend Baumwollsocken darin tränken und vor dem Zubettgehen anziehen. Ein paar trockene Wollsocken darüber tragen. Diese Prozedur einige Tage lang durchführen.

Woran erkennt man Fußpilz?

Die ersten Symptome zeigen sich meist zwischen der vierten und fünften Zehe. Die Haut ist gerötet, schuppig oder grauweiß. Zudem ist die Hautstelle häufig wie aufgeweicht und es kommt zu kleinen Fissuren. Typisch ist auch ein hartnäckiger Juckreiz. In schweren Fällen ist der ganze Fuß betroffen. – Eine spezielle Pilzerkrankung betrifft die Fußsohlen und breitet sich langsam auf Fußkanten und Fußrücken aus („Mokassin-Mykose). Dies erkennt man an trockener, weißer Schuppung der entzündeten Haut. Später bilden sich nicht selten dicke Hornhautschichten und schmerzhafte Risse, vor allem an den Fersen.

Quellen

  • Fritsch, Peter und Schwarz, Thomas: Dermatologie und Venerologie, Springer Verlag, 3. Auflage 2018
  • Gesenhues, Stefan et al: Praxisleitfaden Allgemeinmedizin, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 8. Auflage 2017
  • Mayer, Johannes G. et al: Handbuch der Klosterheilkunde, Verlag Zabert Sandmann, 9. Auflage 2004
  • Plettenberg, Andreas; Meigel, Wilhelm et al: Infektionskrankheiten der Haut: Grundlagen, Diagnostik, Therapiekonzepte für Dermatologen, Internisten und Pädiater, Thieme Verlag, 3. Auflage 2010
  • Seebacher, Claus: Dermatomykosen: Grundlagen und Therapie, Springer Verlag 2000
  • Deutsche Dermatologische Gesellschaft: “Fußpilz: Jeder Dritte wird irgendwann infiziert“, www.derma.de (Abruf 28.05.2021)
  • Deutscher Zentralverein Homöopathischer Ärzte e.V.: „Homöopathie kann eine immer wiederkehrende Pilzinfektion verhindern“, www.homoeopathie-online.info (Abruf 31.05.2021)
  • Deutsche Akupunktur Gesellschaft: www.deutsche-akupunktur-gesellschaft.de (Abruf 1.06.2021)

Alle Angaben ohne Gewähr.

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