Hund und Katze beim Tierarzt© Валентина Свиридо / AdobeStock

Der Besuch beim Tierarzt wird teurer - Das bringt die neue Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) mit sich

Die ärztliche Behandlung eines kranken Tieres wird ab Ende des Jahres für viele Besitzer erheblich teurer. Am 22. November 2022 tritt die neue Gebührenordnung für Tierärzte in Kraft. Das Gebührenverzeichnis sieht dann deutlich höhere Honorare für viele ärztliche Leistungen vor.


Die neue GOT – Alles, was Sie wissen müssen

Die neue Gebührenordnung wurde festgeschrieben, um Tierärzten weiterhin den wirtschaftlichen Betrieb ihrer Praxis zu ermöglichen. Denn über die vergangenen 20 Jahre hinweg gab es keine nennenswerte Anpassung der Gebührensätze. Umso schmerzhafter ist für viele Tierhalter nun der gewaltige Schritt in der Kostensteigerung. Viele Leistungen sind ab dem Stichtag mehr als doppelt so teuer geworden. Einige wenige haben sich vergünstigt – Röntgen oder Ultraschalldiagnostik zum Beispiel. Unter dem Strich steht aber ganz klar eine Mehrbelastung für die Tierhalter. Bereits seit 2020 lassen sich Tierärzte Einsätze in der Nacht, an Wochenenden oder Feiertagen mindestens mit dem zweifachen (höchstens mit dem vierfachen) Gebührensatz vergüten. Dazu kommt seither eine pauschale „Notdienstgebühr“ von 50 Euro netto. Eventuelle Komplikationen während der Behandlung werden als neue tierärztliche Leistung auf der Rechnung vermerkt und nicht über eine Satzerhöhung abgerechnet.

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Was ist die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) und was regelt sie? 

Die Tierarztpraxen sind an einen staatlich festgelegten, bundesweit gültigen Gebührenkatalog gebunden. Ziel dieser Gebührenordnung ist es, ein bundesweit einheitliches Preisniveau für tierärztliche Leistungen zu sichern. Der Wettbewerb unter den Praxen soll ausschließlich über die Qualität der gebotenen Leistung erfolgen und nicht über den günstigsten Preis. Zudem sollen Tierhalter vor überhöhten Rechnungen für Untersuchung und Behandlung geschützt werden. Die Tierärzte dürfen die festgelegten Beträge weder unter- noch überschreiten. Aufgeführt sind in der Tierärztegebührenordnung Nettopreise (ohne 19 Prozent gesetzliche Mehrwertsteuer). Nicht enthalten sind die Kosten für Material, Medikamente und andere Fremdkosten. 

Staffelung der Gebührensätze

Die neue Gebührenordnung für Tierärzte listet insgesamt 1.006 Positionen auf. Diese werden in den Unterlagen der Bundestierärztekammer zur einfacheren Handhabung nach ein- bis dreifachem Satz gestaffelt. Denn wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind, können einige oder alle Posten auf der Tierarztrechnung um ein Mehrfaches erhöht sein. Der bis zu vierfache Satz kann bei Einsätzen zwischen 18 und 8 Uhr oder an Wochenenden und Feiertagen berechnet werden. Hinzu kommt dann noch eine Notdienstpauschale von 50 Euro netto (seit 2020). Ebenso dürfen Praxen in Citylage mit sehr hohen Mietkosten oder ausgewiesene Spezialkliniken mit einem erhöhten Gebührensatz kalkulieren.

Aus welchem Grund ist die Neufassung der Gebührenordnung für Tierärzte notwendig?

Inzwischen ist es mehr als zwei Jahrzehnte her, dass die Gebührenordnung für Tierärzte das letzte Mal in größerem Rahmen aktualisiert wurde. Seither sind die Kosten für Personal und den Unterhalt der Praxen kontinuierlich angestiegen. Neue Untersuchungsmethoden und Behandlungstechniken werden heute ganz selbstverständlich von den Tierarztpraxen erwartet. Leistungen, die in der alten GOT vom 28. Juli 1999 teilweise nicht einmal berücksichtigt waren. Auch die Ansprüche der Tierhalter sind weiter gestiegen. Das Haustier ist vom emotionalen Status her für viele zu einem vollwertigen Familienmitglied geworden. Anspruchsvolle Therapien, die man vorher nur in der Humanmedizin kannte, wurden nach und nach in der Tiermedizin eingeführt. Eine Novellierung der Vergütung für Veterinäre war also überfällig. Ansonsten hätten viele Ärzte den regulären Praxisbetrieb nur mit größten Schwierigkeiten aufrechterhalten können oder im ungünstigsten Fall sogar einstellen müssen.

Welche Auswirkung hat die neue Gebührenordnung für Tierärzte auf Tierhalter?

Seit 1999 gab es keine so umfangreiche Überarbeitung der Gebührenordnung für Tierärzte wie die, die ab 22. November 2022 in Kraft tritt. Ab diesem Zeitpunkt kommen auf Tierhalter erhöhte Sätze für die Behandlung beim Tierarzt zu. So wird zum Beispiel eine allgemeine Untersuchung mit Beratung für Hunde um 75 Prozent teurer und für Katzen sogar um 163 Prozent. Sowohl für Hunde als auch für Katzen belaufen sich die Kosten dann auf 23,62 Euro. Zuvor mussten Halter von Hunden für diese Leistung 13,47 Euro entrichten und für Katzen belief sich der Betrag auf 8,98 Euro. 

Zudem darf der Tierarzt, wie bereits bisher, den allgemeinen Satz mehrfach berechnen. Wenn sich ein Fall als etwas schwieriger erweist, können die Gebühren mit dem zwei- bis dreifachen Satz verrechnet werden. Die Höhe der jeweiligen Kosten liegt dabei im Ermessen des behandelnden Tierarztes. Ausschlaggebend sind: die Schwierigkeit der Leistung, der Zeitaufwand, der Zeitpunkt zu dem die Leistung erbracht wird sowie die örtlichen Verhältnisse. Die Kosten für die Tierbehandlung können sich auch von Ort zu Ort unterscheiden. Und muss die Behandlung des Vierbeiners während der Notdienstzeit erfolgen, darf Tierhaltern sogar der vierfache Satz berechnet werden.

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Tierarztrechnung: So werden Tierarztkosten berechnet

Ob bei Hund oder Katze – die Tierarztkosten setzen sich in der Regel aus folgenden Bausteinen zusammen:

  • Behandlung und Untersuchung
  • Laborkosten
  • Medikamente
  • Verbandsmaterial
  • Wegegeld / Reisekosten

Wie hoch die Kosten sind, die der Tierarzt berechnen darf, regelt die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Sie gibt allerdings nur die Gebührenhöhe für die einzelnen Behandlungsschritte vor. Der einfache Satz ist die untere Grenze der GOT, der vierfache Satz bildet die oberste Grenze. Wenn der dreifache Satz überstiegen wird, ist der Tierarzt verpflichtet, dies schriftlich zu begründen. Zudem muss vor Beginn der Behandlung die Zustimmung des Tierhalters eingeholt werden. Eine Ausnahme stellt lediglich ein Notfall dar. In einem solchen Fall ist es gesetzlich geregelt, dass der Veterinär den vierfachen Gebührensatz fordern kann.

Am besten informieren sich Tierbesitzer vor dem Besuch beim Veterinär, welchen GOT-Satz der Arzt berechnet. Mit einer Krankenversicherung für ihre Vierbeiner, können sich Halter von Hunden oder Katzen gegenüber unerwartet hohen Rechnungen absichern.

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Wie viel darf und muss eine Tierpraxis in Rechnung stellen?

In einem bundesweit gültigen Gebührenkatalog für Tierärzte ist festgelegt, welche Beträge für welche Leistungen aufgerufen werden dürfen. Die Tierarztpraxen können die festgelegten Beträge weder unter- noch überschreiten. In der neuen Gebührenordnung sind 1.006 Positionen aufgelistet. Kosten für Material, Medikamente und anderes sind darin nicht festgelegt. Die Leistungen der GOT werden wie gehabt nach ein- bis vierfachem Satz gestaffelt. Welchen Satz ein Tierarzt abrechnen darf, das hängt von unterschiedlichen Kriterien ab.

Zum Beispiel:

  • Wenn sich ein Eingriff als komplizierter erweist, als angenommen. Gegebenenfalls kann es nötig sein, einen weiteren Spezialisten hinzuzuziehen.
  • Der Zeitpunkt der Behandlung kann ebenfalls einen Ausschlag geben. Zum Beispiel bei Leistungserbringung in der Nacht oder am Wochenende.
  • Der Praxisstandort spielt eine Rolle. So können sich höhere Miet-, Material- und Personalkosten in einer höheren Rechnung widerspiegeln.
  • Auch die Qualifikation der Tierarztpraxis wirkt sich auf den GOT-Satz aus. So kann ein Spezialist seines Fachgebietes einen höheren Satz berechnen. Die Kosten sind allerdings durch die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) gedeckelt.

Um wie viel teurer sollen die Leistungen werden?

Das Inkrafttreten der neuen Gebührenordnung für Tierärzte am 22. November 2022 bedeutet für Tierhalter, dass sie zukünftig von deutlich höheren Tierarztrechnungen ausgehen müssen. Zwar sind einige wenige Leistungen nach neuer GOT auch günstiger geworden, die Mehrzahl der tierärztlichen Leistungen hat sich aber stark verteuert.

Die Auflistung oft nachgefragter Behandlungen und Untersuchungen zeigt ein deutliches Bild:

Beispielrechnung:

Tierarztkosten für Hund und Katze (einfacher Gebührensatz)

LeistungKosten bisherKosten ab 22.11.2021
Impfung Hund/Katze4,49 €11,50 €
Katze, einffache Untersuchung8,89 €23,62 €
Hund, einfache Untersuchung13,47 €23,62 €
Kastration Katze (weiblich)57,72 €89,00 €
Kastration Hund (männlich)51,31 €70,60 €
Röntgen inkl. Aufnahme63,10 €57,72 €

Zu den aufgeführten Preisen wird zudem noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent gerechnet. Bei einer Impfung kommen noch die Kosten für das Impfserum hinzu. Im Fall einer Kastration unter anderem die Kosten für die Betäubung und das Narkosemittel.

Zwei typische Tierarztrechnung zeigen, zu welchen Beträgen sich die weiteren Nebenkosten addieren können:

Zahnextraktion beim Hund

Tierärztlilche Leistungeinfacher Gebührensatz
Allgemeine Untersuchung mit Beratung23,62 €
Eingehende Untersuchung Organ (Herz)15,39 €
Eingehende Untersuchung stomatognathes System16,34 €
Venenkatheter einlegen14,62 €
Inkubation, endotracheal24,00 €
Injektionsnarkose intravenös24,19 €
Zahnextratkion P4 (schwierig)41,04 €
Entgelt für angewandte und abgegebene Arzneimittel nach Bedarf
Entgelt für Verbrauchsmaterialien (Handschuhe, Mske, Polierpaste, Spritzen etc.)nach Bedarf
Zwischensumme159,20 €
Umsatzsteuer30,25 €
Summe ohne Arzneimittel und Materialien189,45 €

Nach alter GOT hätte sich bei einem vergleichbaren Eingriff bei der Tierarztrechnung noch eine Bruttosumme von 167,85 Euro ergeben.

Kastration eines Katers

Tierärztliche Leistungeinfacher Gebührensatz
allgemeine Untersuchung mit Beratung23,62 €
Injektionsnarkose i. m. 23,44 €
Kastration (männlich)30,32 €
Injektion s. c.11,50 €
Entgelt für angewandte und abgegebene Arzneimittelnach Bedarf
Entgelt für Verbrauchsmaterialien (Handschuhe, Abdecktücher, Nahtmaterial, Tupfer, Venenkatheter, Kanülen, Spritzen, Infusionsbesteck etc.)nach Bedarf
Zwischensumme88,88 €
Umsatzsteuer16,89 €
Summe ohne Arzneimittel und Materialien105,77 €

Nach alter Gebührenordnung fielen für diesen beispielhaften Fall 63,34 Euro brutto ohne die Kosten für Material und Medikamente an.

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Welche zusätzlichen Kosten stehen auf der Tierarztrechnung?

Die neue Tierärztegebührenordnung listet die Preise für diverse Einzelleistungen der Tierarztpraxis auf. Zu bestimmten Behandlungen, zum Beispiel einer Operation, gehören meist gleich mehrere Leistungen: die Voruntersuchung des Tieres, Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) sowie die Verabreichung von Arzneimitteln oder einer Narkose und der Eingriff selbst. Zudem die Versorgung der OP-Wunde, die Entfernung der Fäden und die Nachkontrolle. Allein dies führt meist schon zu einer Liste von mehreren Posten auf der Tierarztrechnung. Es kommen aber noch weitere Punkte hinzu:

  • Umsatzsteuer

Zu den in der GOT angegebenen Honoraren kommt jeweils noch der Satz der gesetzlichen Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent.

  • Medikamente

Bei einem Besuch der Tierarztpraxis werden meist Arzneimittel verabreicht. Oft ist eine Betäubung des Tieres notwendig. Auch die Kosten für diese Medikamente finden ihren Weg auf die Rechnung der Tierarztpraxis. Die Mittel werden abhängig vom Gewicht des Tieres dosiert.

  • Materialgebühren

Desinfektionsmittel, Handschuhe, Mundschutz, Abdecktücher, Nahtmaterial, Tupfer, Venenkatheter, Kanülen, Spritzen, Infusionsbesteck... Je nach Behandlung besteht ein beachtlicher Bedarf an Materialien, die für die Versorgung des kranken Tieres benötigt werden. Diese Kosten finden ihren Niederschlag in der Abrechnung des Tierarztes.

  • Fremdleistungen

Ein Tierarzt behandelt alle Arten von Erkrankungen. Trotzdem kann es in seltenen Fällen notwendig sein, einen Spezialisten hinzuzuziehen. Besonders bei der Nutzung von hochentwickelten bildgebenden Verfahren oder Laborleistungen wird häufig auch auf externe Anbieter zurückgegriffen. Sofern diese Fachleute oder Einrichtungen nicht direkt mit dem Tierhalter abrechnen, fließen die anfallenden Kosten in die Tierarztrechnung ein. 

  • Grundgebühr zu Notdienstzeiten

Für Einsätze zwischen 18 und 8 Uhr steht dem Tierarzt eine Gebühr von pauschal 50 Euro netto für den Notdienst zu. Gleiches gilt für die Arbeit an Wochenenden und Feiertagen. In diesen Fällen wird mindestens der zweifache Gebührensatz für die tierärztlichen Leistungen berechnet. Ein bis zu vierfach erhöhter Gebührensatz ist möglich. Die Notdienstgebühr ist, wenn sie tatsächlich anfallen sollte, ein weiterer Posten auf der Abrechnung.

Wie können Sie die Preiserhöhung abfangen? Tipps von der Verbraucherzentrale:

Das Halten eines Haustieres kann teuer sein. Ganz besonders dann, wenn es krank wird oder gar einen Unfall hat. Die Behandlungskosten beim Tierarzt sind nicht immer kalkulierbar, denn sie richten sich unter anderem nach Leistung und Schwierigkeitsgrad der Behandlung sowie nach dem Zeitpunkt der tierärztlichen Versorgung. Auf eine höhere Rechnung vom Tierarzt kann man sich aber auch vorbereiten. So ist es manchmal sinnvoll, einfach etwas Geld zu sparen oder man entscheidet sich für den Abschluss einer Tierkrankenversicherung

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Geld zurücklegen

Wer sein Tier krankenversichert, kann im Ernstfall finanziell entlastet werden. Allerdings fallen die monatlichen Versicherungsbeiträge nur dann gering aus, wenn das Tier in jungen Jahren und noch gesund abgesichert wird. Zudem decken viele Versicherer Standardleistungen wie Impfungen, Katration oder Sterilisation häufig nicht mit ab. Für eventuelle Arztbesuche oder nötige Operationen kann man aber auch einfach Geld sparen. Das empfiehlt die Verbraucherzentrale Hessen, sollte man keine Tierkrankenversicherung abschließen. Als Tierhalter möchte man seinen Vierbeiner in jedem Fall gut versorgt wissen, ohne plötzlich von zu hohen Kosten überrollt zu werden. Regelmäßig etwas für die tierärztliche Versorgung zurückzulegen, macht daher für jeden Sinn.

Tierkrankenversicherung abschließen

Ein zu versicherndes Tier sollte gesund und in der Regel nicht jünger als zwei Monate sein. Ist das Tier dagegen schon älter oder bestehen bereits Erkrankungen, dann wird meist ein Gutachten über den Gesundheitszustand eingefordert. Selten wird beispielsweise ein Hund, der älter als sieben Jahre ist, noch versichert. Halter von Tieren sollten zudem wissen: Je älter ihr Vierbeiner ist, desto höher wird der Versicherungsbeitrag. Daher empfiehlt es sich, für Hund oder Katze in jungen Jahren, wenn sie noch gesund sind, eine Krankenversicherung abzuschließen. Wer sich eine solch umfassende Tierkrankenversicherung nicht leisten kann, hat oftmals auch die Möglichkeit, eine reine OP-Kostenversicherung zu wählen. Diese günstigere Variante schützt dann zumindest vor den hohen Kosten im Fall einer notwendigen Operation. 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Neufassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) und der damit deutlich erhöhten Kosten der Tierarztbehandlung, kann es für manchen Tierhalter sinnvoll sein, sich für den Abschluss einer Tierkrankenversicherung zu entschließen. Die Verbraucherzentralen bieten diesbezüglich Beratungen an. Insbesondere im Hinblick auf die Beitrags- und Leistungsunterschiede der Anbieter.

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Beim DFV-TierkrankenSchutz können Halter von Hunden und Katzen wählen: zwischen der OP-Versicherung oder einer Vollversicherung.Der DFV-TierkrankenSchutz bietet bis zu 100 Prozent Kostenschutz bei Krankheit und Operationen. Je nach Tarifwahl werden die Kosten bei einer Notfallversorgung bis zum Höchstsatz der GOT übernommen. Behandlungen, sowohl ambulante (nur Vollschutz) als auch stationäre, sind im Versicherungsschutz enthalten. Außerdem schmerzstillende Zahnbehandlungen inklusive Extraktion. Durch die Neufassung der Gebührenordnung für Tierärzte, wurden die Kosten für zahlreiche Leistungen des Tierarztes deutlich angehoben. Aufgrund dieser Kostensteigerung ist es möglich, dass auch die Beiträge für den DFV-TierkrankenSchutz angepasst werden müssen.

Der DFV-TierkrankenSchutz für Hunde und Katzen wurde 2021 von Stiftung Warentest mit dem Leistungsniveau „Hoch“ bewertet.

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FAQs 

Wann ändert sich die gesetzliche Gebührenordnung für Tierärzte?

Nachdem über zwanzig Jahre hinweg nur geringe Änderungen an der Vergütung der Tierärzte vorgenommen wurden, kommt es 2022 zu einer grundlegenden Reform der Gebührenordnung für Tierärzte. Ab dem 22. November gelten neue Tarife für tierärztliche Leistungen, an die alle Veterinäre in Deutschland gebunden sind.

Wann tritt die Neufassung der Tierärztegebührenordnung in Kraft?

Die neue Gebührenordnung für Tierärzte tritt am 22. November 2022 in Kraft. Ab diesem Termin müssen Tierhalter in der Regel mit spürbar höheren Kosten für die ärztliche Versorgung ihrer Tiere rechnen.

Was ist die Tierärztliche Gebühr?

Tierärzte sind an ein gesetzlich geregeltes Gebührensystem gebunden. Sie können über die Höhe ihrer Honorare nicht völlig frei bestimmen. Die festgeschriebenen Preise dürfen weder überschritten noch unterschritten werden. Bestimmte Bedingungen, wie zum Beispiel ein nächtlicher Notdienst oder eine sehr schwierige Behandlung, erlauben es dem Arzt einen erhöhten Gebührensatz zu berechnen. Mit der strengen Regelung möchte der Gesetzgeber erreichen, dass der Wettbewerb der verschiedenen Tierarztpraxen ausschließlich durch die erbrachte Leistung bestimmt wird und nicht vom günstigsten Angebot. Dies soll nicht zuletzt auch dem Schutz der Tiere dienen, die so bestmöglich versorgt werden können.

Welche Vergütungen stehen dem Tierarzt zu?

In der aktuellen Neufassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ist definiert, welche Leistung in welcher Höhe vergütet werden muss. Alle niedergelassenen Tierärztinnen und Tierärzte sind gesetzlich verpflichtet, die (Mindest-)sätze der Gebührenordnung für Tierärzte einzuhalten. Die Leistungen werden zudem nach ein- bis vierfachem Satz gestaffelt. Unterschiedliche Kriterien sind dabei ausschlaggebend, für den jeweils zugrunde gelegten Satz.

Wie teuer sind tierärztliche Leistungen?

Die neue Tierärztegebührenordnung passt die Gebührensätze an die aktuellen wirtschaftlichen Erfordernisse einer Tierarztpraxis an. Die Kosten für Tierhalter erhöhen sich dadurch in den meisten Fällen deutlich. Veterinäre können den einfachen, aber auch den zweifachen oder dreifachen Satz für die Behandlung eines Tieres in Rechnung stellen. Das ist dann möglich, wenn beispielsweise während der ärztlichen Versorgung Komplikationen auftreten, auch wenn das Tier gestresst ist oder aggressiv und dadurch von Mitarbeitern beruhigt werden muss. Ein höherer Satz kann unter anderem auch dann berechnet werden, wenn der tierärztliche Einsatz am Wochenende, an Feiertagen oder nachts erfolgen muss. In diesen Fällen ist sogar der vierfache Gebührensatz erlaubt.

Was gehört in die Tierarztrechnung?

Eine Tierarztrechnung enthält mehrere Positionen. Das sind unter anderem Kosten für: Untersuchung und Behandlung (mit GOT-Nummer), eventuelle Laborkosten, gegebenenfalls Medikamente und Verbandsmaterial. Wichtig sind zudem Angaben wie das Behandlungsdatum, die behandelte Tierart, die Diagnose sowie der Rechnungsbetrag mit ausgewiesener Umsatzsteuer. 

Welchen Satz rechnet ein Tierarzt ab?

Tierärzte haben unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit, den einfachen, den zweifachen, dreifachen oder vierfachen Satz für die Behandlung eines Tieres in Rechnung zu stellen. Beispielsweise, wenn während der ärztlichen Versorgung Komplikationen auftreten, auch wenn das Tier gestresst ist oder aggressiv und dadurch von Mitarbeitern gehalten und beruhigt werden muss. Der bis zu vierfache Satz kann unter anderem dann berechnet werden, wenn der tierärztliche Einsatz am Wochenende, an Feiertagen oder nachts erfolgen muss. Ebenso können sich Faktoren wie der Wert des Tieres oder der Praxisstandort auf den Satz auswirken. Auch bei höheren Personal- und Mietkosten oder wenn der Tierarzt ein Spezialist auf einem Gebiet ist, sind höhere Gebührensätze zulässig.

Sind alle Tierärzte gleich teuer?

Alle Tierärzte sind verpflichtet, ihre Leistungen auf Grundlage der Gebührenordnung in Rechnung zu stellen. Dabei haben sie jedoch einen gewissen Spielraum, der zur Abrechnung höherer Gebührensätze ermächtigt. Ob ein Tierarzt den einfachen Satz oder etwa den dreifachen Satz für eine Leistung veranschlagt, hängt von den Behandlungsumständen ab. Den vierfachen Satz können Tierärzte veranschlagen, wenn sie Leistungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten erbringen (Notfälle).

Wie viel kostet ein Tierarztbesuch für Hunde?

Die allgemeine Untersuchung eines Hundes inklusive Beratung kostet zu den normalen Praxisöffnungszeiten nach neuer GOT 28,11 Euro. Die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 Prozent ist in diesem Betrag bereits enthalten. Das Honorar für eventuell notwendige Behandlungen kommt dann allerdings noch dazu. 

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Quellen

Bundestierärztekammer e.V., Infoblätter zur GOT, Download GOT alt und GOT neu,  www.bundestieraerztekammer.de (Abruf 4.11.2022)
Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V., www.tieraerzteverband.de (Abruf 7.11.2022)
RBB24: „Tierhalter müssen mit deutlich höheren Tierarztkosten rechnen“, www.rbb24.de (Abruf 4.11.2022)
Finanzen: „Tierarzt Kosten: Das kostet die Behandlung von Hund, Katze & Co.“
www.finanzen.de (Abruf 7.11.2022)
MDR: „Neue Gebührenordnung für Tierärzte "Tierarzt-Besuch wird deutlich teurer." www.mdr.de (Abruf 03.11.2022)
Verbraucherzentrale Hessen: „Krankenversicherungen für Haustiere – sinnvoll oder überflüssig?“, www.verbraucherzentrale-hessen.de (Abruf 7.11.2022)

Alle Angaben ohne Gewähr.

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