Wurzelbehandlung

Wurzelbehandlung: Dauer, Ablauf & Kosten

Viele Menschen gehen erst dann zum Zahnarzt, wenn sie starke Zahnschmerzen haben. Dank moderner Technik und hoch qualifizierten Medizinern ist die Angst vor einer Behandlung jedoch unbegründet. Chirurgische Eingriffe an der Zahnwurzel ermöglichen es heute sogar, Zähne zu erhalten, die in vergangenen Zeiten sofort gezogen wurden.


Was ist eine Wurzelbehandlung?

Eine Wurzelbehandlung (auch Wurzelkanalbehandlung) ist eine zahnmedizinische Methode, mit der abgestorbene oder entzündete Zähne erhalten werden. Die Bakterien werden mit speziellen Instrumenten entfernt und die Funktion des Zahnes widerhergestellt. Er muss somit nicht gezogen werden. Eine erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung kann den Zahn für viele Jahre oder auch Jahrzehnte erhalten.

Wurzelkanalbehandlung: wann sie erforderlich ist

Eine Wurzelbehandlung, auch Wurzelkanalbehandlung genannt, ist häufig die letzte Möglichkeit, einen kranken oder verletzten Zahn zu retten. Das Ergebnis kann sich meist über viele Jahre hinweg sehen lassen. Angst vor dem Eingriff muss heute niemand mehr haben.

Wurzelbehandlung – wann sie wirklich erforderlich ist:

  1. Bei Zahnwurzelentzündung
    Greifen Bakterien die Zahnsubstanz an und werden nicht rechtzeitig gestoppt, gelangen sie ins Innere des Zahns und an die Zahnwurzel. Die nicht erkannte bzw. nicht behandelte Karies führt dann oft zu einer Entzündung der Zahnwurzel. Eine Wurzelbehandlung kann den erkrankten Zahn retten.
  2. Wurzelbehandlung bei Zahnersatz
    Auch dem Einsetzen einer Krone oder Zahnbrücke kann eine Wurzelbehandlung vorausgehen. Muss der Zahnarzt sehr viel der Zahnsubstanz abtragen, wird das Zahnmark teilweise oder sogar komplett freigelegt. Bakterien könnten nun leicht eindringen und eine Entzündung der Zahnwurzel verursachen. Um dieser möglichen Zahnwurzelentzündung vorzubeugen, entfernt der Zahnarzt oftmals das Zahnmark komplett. Krone bzw. Zahnbrücke sind dann länger gesichert.

Wie lange dauert eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt?

Eine Sitzung dauert im Durchschnitt 60 Minuten, kann aber auch mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen. Die tatsächliche Behandlungsdauer hängt vom individuellen Fall ab. Zunächst kommt es darauf an, ob eine Erst- oder Revisionsbehandlung durchgeführt wird. Bei einer Revisionsbehandlung liegen bereits wurzelkanalbehandelte Zähne mit mangelhafter Wurzelfüllung vor. Weiterhin ist die Dauer davon abhängig, welche Behandlungstechnik und welche Instrumente zum Einsatz kommen. Zusätzliche Faktoren sind der Entzündungs- und Zerstörungsgrad des Zahnes sowie die Sorgfalt des behandelnden Arztes.

In den meisten Fällen, ist eine Sitzung nicht ausreichend, um die Karies zu entfernen, die Wurzelkanäle zu reinigen und den hohlen Zahn mit Kunststoff oder Zement zu füllen. Durchschnittlich sind zwei Behandlungstermine (ohne Diagnostik) notwendig.

Wurzelbehandlung: Ablauf

Die Zahnwurzelbehandlung verfolgt das Ziel, einen kranken oder beschädigten Zahn zu erhalten
(Abb. 1).

Bevor der Zahnarzt den Eingriff vornimmt, klärt er in der Regel über mögliche Risiken und Folgen auf. Ist der Zahnnerv (Pulpa) noch aktiv, also noch nicht abgestorben, wird eine lokale Betäubung eingeleitet. Während der Wurzelbehandlung verspürt der Patient also keine Schmerzen. Der Zahn wird nun bis zum Zahnnerv aufgebohrt, der Nerv wird entfernt und die einzelnen Kanäle werden mit einer desinfizierenden Lösung gespült. Auf diese Weise werden Bakterien, die sich in den Wänden eingenistet haben, beseitigt. Der Arzt räumt mit kleinen Feilen das Innere des Zahnes aus (Abb. 2 und 3).

Wurzelbehandlung Ablauf

Während der Wurzelkanalbehandlung werden Röntgenbilder erstellt, um Zahnlänge und Behandlungsstatus zu beurteilen. Ist die Entzündung noch nicht zu weit fortgeschritten, kann der Zahn schon in der ersten Behandlungssitzung mit dichtem Füllmaterial verschlossen werden (Abb. 4). Bei resistenten Infektionen kann sich die Behandlung über mehrere Termine erstrecken. In solchen Fällen wird der Zahn zwischen den Terminen mit einer medikamentösen Einlage versorgt.

Nach Abschluss dieser Prozedur, wird der wurzelbehandelte Zahn meistens überkront, damit trotz Substanzverlust ein langfristiger Erhalt gewährleistet ist (Abb. 5).

Wie lange die Heilungsphase dauert, ist abhängig vom Zustand des Zahnes vor der Behandlung. Die Dauer der Wurzelkanalbehandlung selbst kann bis zu drei Stunden beanspruchen.

Vorteile der Wurzelbehandlung

  • Der natürliche Zahn bleibt erhalten und sitzt fest im Kiefer.
  • Optisch unterscheidet sich ein wurzelbehandelter Zahn nicht von den anderen natürlichen Zähnen.
  • Aufwendiger Zahnersatz ist nicht notwendig.
  • Der behandelte Zahn eignet sich hervorragend als Stütze, falls zu einem späteren Zeitpunkt eine Brücke über benachbarte Zahnlücken notwendig wird.

Nach der Wurzelbehandlung

Nach der Wurzelkanalbehandlung ist der Zahn in der Regel schmerzfrei. Da er nun nicht mehr durchblutet wird, ist er auch instabiler geworden. In den meisten Fällen wird der behandelte Zahn dann überkront. Wie genau weiter vorgegangen wird, das besprechen Arzt und Patient in der Wurzelbehandlungsnachsorge.

Schmerzen müssen nicht sein

Eine Zahnwurzelbehandlung muss nicht zwangsläufig Schmerzen mit sich bringen. Der Fortschritt in der modernen Zahnmedizin ermöglicht heute eine weitgehend schmerzfreie Wurzelbehandlung. Die auf den Patienten abgestimmte Lokalanästhesie sorgt von Anfang an dafür, dass der sensible Zahnbereich keine schmerzhaften Empfindungen auslöst. Für Angstpatienten kann zusätzlich auch Lachgas zur Entspannung eingesetzt werden. Sollte ein Patient während der Behandlung dennoch Schmerz empfinden, wird der Zahnarzt sofort unterbrechen und die Narkose entsprechend anpassen.

Auch Schmerzen nach einer Zahnwurzelbehandlung müssen nicht mehr sein. Wurden alle Bereiche des Zahns bis hin zur Wurzelspitze gründlich von Bakterien gereinigt und wurde der Zahn anschließend gut verschlossen, sollten keine Beschwerden folgen.

Was sollte ich nach einer Wurzelbehandlung vermeiden?

Verzichten Sie auf heiße Speisen und Getränke, solange die Betäubung noch wirkt. Unter Einfluss der Betäubung schätzt man Temperaturen leicht falsch ein und läuft Gefahr, sich zu verbrühen. Sobald die Betäubung nachlässt, dürfen Sie wieder wie gewohnt alles essen und trinken.

Wenn Sie ansonsten gesund sind und normalerweise Sport treiben, spricht auch nichts dagegen, nach einer Zahnwurzelbehandlung sportlich aktiv zu sein. Sauna, Solarium sowie direkte Sonneneinstrahlung sollten zunächst vermieden werden.

Nach abgeschlossener Behandlung ist der betroffene Zahn bakteriendicht durch eine Füllung verschlossen und kann wieder vorsichtig belastet werden. Er ist allerdings nicht so stabil wie gesunde Zähne, weshalb Sie auf harte Nahrungsmittel wie z.B. Nüsse verzichten sollten.

Was passiert, wenn die Behandlung scheitert?

Bei der Wurzelkanalbehandlung handelt es sich um einen komplizierten Eingriff, der aufgrund der fein verästelten Wurzelkanäle nicht immer glückt. Wurden Kanäle in der ersten Sitzung nicht ausreichend oder gar nicht gereinigt oder sind Bakterien durch die Füllung in das Wurzelkanalsystem eingedrungen, wird eine Revisionsbehandlung (erneute Behandlung) nötig. Diese läuft ähnlich wie die Erstbehandlung ab, ist allerdings zeitaufwändiger. Das alte Füllungsmaterial wird herausgeholt und Bakterien in den Kanälen ggf. mit einem Medikament bekämpft. Die Erfolgsquote bei der Revision ist geringer als bei einer Erstbehandlung.

Wurzelbehandlung: alternative Behandlungsmöglichkeiten

Wurzelbehandlung oder Zahn ziehen? Diese Entscheidung muss niemand alleine treffen. Im Gespräch mit dem Zahnarzt wird sich klären, was medizinisch sinnvoller ist.

Zahn ziehen und Implantat einsetzen

Einige Zahnärzte plädieren dafür, den abgestorbenen Zahn durch ein Keramikimplantat zu ersetzen. Dieses alternative Verfahren wird dann gewählt, wenn jemand keinen toten Zahn im Mund möchte. So lässt sich eine Zahnwurzelbehandlung vermeiden und der Zahn wird entfernt. Das anschließend eingesetzte Implantat wird in der eigenen Zahnfarbe verblendet und ist dann völlig unauffällig.

Es lohnt sich auch nachzufragen, ob bei einer Wurzelbehandlung Laser eingesetzt werden. Hier liegen im Zusammenspiel mit einem Spezialdesinfektionsprogramm und Nickel-Titanwurzelinstrumenten positive Berichte über die Steigerung des Heilerfolgs vor.

Wurzelspitzenresektion

Die Wurzelspitzenresektion (WSR) ist ein chirurgischer Eingriff zur Zahnerhaltung. Dabei wird die Wurzelspitze abgetragen und das entzündete Gewebe entfernt. Durch den bakteriendichten Abschluss des Wurzelkanals werden Infektionen beseitigt. Voraussetzung für den Eingriff ist, dass der Zahn erhaltungswürdig ist und somit nach der Operation mit einer Füllung oder Überkronung bleibend versorgt werden kann.

Heilanästhesie

Trotz Behandlungserfolge, zählt die Heilanästhesie zu den wissenschaftlich umstrittensten Methoden in der Zahnmedizin, denn die Therapie schlägt nicht bei jedem Menschen gleichermaßen an. Dies liegt zum einen daran,dass sich jeder Patient anatomisch und biochemisch von anderen unterscheidet. Zum anderen hat jeder Zahn eine individuelle Vorgeschichte und weist eine bestimmte Ausgangssituation auf – individuelle Beschwerdeursachen spielen eine wesentliche Rolle für die Prognose und den Erfolg einer Heilanästhesie.Zudem ist der Zeitpunkt des Behandlungsbeginns entscheidend für den Erfolg der Heilanästhesie. Befindet sich der kranke Zahn noch in der reversiblen, wässrigen Entzündungsphase, ist die alternative Methode erfolgversprechend, um einer Wurzelkanalbehandlung vorzubeugen. Dabei wird ein flüssiges Betäubungsmittel (Heilanästhesie) mit einer Spritze am betroffenen Zahn eingespritzt. Die Schmerzreize werden dadurch unterdrückt, der Zahn wird gleichzeitig mit Nährstoffen versorgt. Die Behandlung ist bis zu 3 Mal wiederholbar, wobei zwischen den einzelnen Behandlungen 2 bis 3 Tage liegen sollten. Befindet sich der betroffene Zahn jedoch schon in der zweiten Entzündungsphase, ist die Heilanästhesie ausgeschlossen, da der Zahnnerv (Pulpa) nicht mehr ausheilen kann.

Wurzelbehandlung: Risiken und Komplikationen

Auch bei größtmöglicher Sorgfalt können unter Umständen folgende Risiken und Komplikationen auftreten:

·         Infektionen

·         Blutungen

·         Schmerzen und Schwellungen

·          Instrumentenbruch im Wurzelkanal

·         Verletzungen an Kieferhöhle oder Nerven

·         Schädigung umliegender Zähne

·         Verlust des operierten Zahnes

·         Verfärbung des Zahns (durch verschiedene Stoffwechselprodukte oder Eisenablagerungen aus dem Blut kann sich der Zahn dunkel färben. Dies ist gesundheitlich unbedenklich, kann aber kosmetisch störend sein. Der Zahnarzt kann den Zahn dann allerdings aufhellen.)

Wurzelbehandlung: Kosten

Eine Wurzelbehandlung ist aufwendig und entsprechend hoch sind ihre Kosten. Sie bewegen sich in einem Rahmen von ca. 200 bis 1.000 Euro. Der jeweilige Betrag hängt davon ab, wie komplex die Behandlung ausfällt und mit welchen Spezialverfahren gearbeitet wird. Aber auch von Zahnarzt zu Zahnarzt variiert der Preis für den chirurgischen Eingriff. Patienten erhalten in der Regel vor der Behandlung eine Übersicht der entstehenden Kosten. Ihr können Sie auch entnehmen, wie hoch ein eventueller Eigenanteil ausfällt.

Wurzelbehandlung: Zahlt die Krankenkasse?

Die Krankenkasse zahlt eine anstehende Behandlung nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dabei geht es nicht darum, was eine Wurzelbehandlung kosten darf, sondern um klar definierte Einschränkungen: Die Aufwendungen werden dann übernommen, wenn ein Zahn als erhaltungswürdig eingestuft wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Zahn durch den Eingriff tatsächlich erhalten werden kann, sollte also absehbar sein. Dies bedeutet, dass die Wurzelkanäle bis bzw. bis nahe an die Wurzelspitzen gereinigt und anschließend gefüllt werden können. Für die Wurzelbehandlung der Backenzähne gelten dabei folgende zusätzliche Bedingungen: eine geschlossene Zahnreihe sollte erhalten werden. Und zwar von der Kiefermitte bis hin zum behandelten Zahn. Außerdem sollte mit dem Eingriff eine einseitige Verkürzung der Zahnreihe nach hinten vermieden werden. Trägt der zu behandelnde Zahn einen funktionstüchtigen Zahnersatz, ist er ebenfalls erhaltenswürdig.

Treffen diese Voraussetzungen nicht zu, übernimmt die Krankenkasse auch nicht die Kosten für die Behandlung. Als Kassenleistung ist dann lediglich eine Extraktion, also die Entfernung des Zahns, vorgesehen.

Fallbeispiel einer Wurzelbehandlung, bei der die GKV sich an den Kosten beteiligt, da der Zahn als behandlungswürdig gilt.


Zur Erhöhung des Behandlungserfolgs setzt der Zahnarzt folgende - weit verbreitete - Spezialverfahren ein: elektrometrische Längenmessung oder Anwendung eletrophysikalisch-chemischer Methode


Kosten Wurzelbehandlung 609,29 €
Über GKV abrechenbare Leistung 279,50 €
Eigenanteil ohne Zusatzversicherung 329,79 €
Kostenerstattung durch DFV ZahnSchutz Exklusiv 329,79 €
Verbleibender Eigenanteil 0,00 €

Wie hoch ist mein Eigenanteil für eine Wurzelbehandlung?

Auch wenn die Krankenkasse die Kosten der Behandlung übernimmt, müssen Patienten eine Zuzahlung bei Wurzelbehandlung einkalkulieren. Der durchschnittliche Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse beläuft sich in der Regel auf rund 300 Euro. Der Eigenanteil bzw. die Zuzahlung bei Wurzelbehandlung für den Patienten kann bis zu 500 Euro betragen. Obwohl die Wurzelbehandlung Kassenleistung ist, können Zahnärzte noch zusätzlich private Leistungen anbieten. Das sind beispielsweise elektrophysikalisch-chemische Methoden für die Reinigung und Desinfektion der Kanäle oder deren elektrometrische Längenbestimmung. Kommt ein Operationsmikroskop zum Einsatz, wird auch dies nach der privaten Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abgerechnet. Die Kosten müssen Sie dann selbst übernehmen.

 

Fallbeispiel einer Wurzelbehandlung, bei der die GKV die Kostenübernahme aus nachfolgend genannten Gründen ablehnt:

  • Wurzelrevision (erneute Behandlung nach fehlgeschlagener Behandlung),
  • unklare Erfolgsaussichten der Behandlung (z. B. wenn Wurzelspitze schlecht erreichbar und deshalb nur eingeschränkt behandelbar),
  • Seitenzahn weder in vollständiger Zahnreihe noch einseitige Freiendsituation noch Erhalt von vorhandenem, einsatzfähigem Zahnersatz

Kosten Wurzelbehandlung 834,94 €
Über GKV abrechenbare Leistung 0,00 €
Eigenanteil ohne Zusatzversicherung 834,94 €
Kostenerstattung durch DFV ZahnSchutz Exklusiv 834,94 €
Verbleibender Eigenanteil 0,00 €

Zahnzusatzversicherung für Wurzelbehandlung: Was leistet die DFV?

Patienten müssen bei Kostenübernahme der Wurzelbehandlung durch ihre Krankenversicherung auch einen Eigenanteil leisten. Lehnt die gesetzliche Krankenkasse die Behandlung ab, weil der zu behandelnde Zahn als „nicht erhaltenswert“ eingestuft wird, bleiben Patienten auf den gesamten Kosten sitzen.

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FAQs zum Thema Wurzelbehandlung 

Woran merke ich, dass eine Wurzelbehandlung nötig ist?

Mögliche Entzündungszeichen sind:

·         Heiß- und Kaltempfindlichkeiten

·         Spontanschmerz (vor allem nachts)

·         Beschwerden beim Aufbiss

·         Klopfempfindlichkeit bis hin zu pochenden Schmerzen

·         Schwellung des umgebenden Weichgewebes

Manchmal können auch Kopf- oder Kieferschmerzen ein Hinweis für die Notwendigkeit einer Wurzelbehandlung sein. In vielen Fällen treten jedoch überhaupt keine Beschwerden auf und die vom Zahn ausgehende Entzündung im Knochen (apikale Ostitis) kommt erst auf dem Röntgenbild zum Vorschein.

Wann ist eine Wiederholungsbehandlung (Revision) notwendig?

Eine Revisionsbehandlung wird nötig, wenn bei einer Wurzelbehandlung Bakterien im Kanalsystem verblieben sind oder sich im Anschluss neu angesiedelt haben. In solchen Fällen wird die Wurzelfüllung vollständig entfernt und das komplette Kanalsystem, inklusive bisher ggf. übersehener Kanäle, werden gründlich gereinigt. Danach erfolgt, wie bei der Erstbehandlung, Füllung und Verschluss.

Ich habe keine Beschwerden, warum brauche ich eine Wurzelbehandlung?

Eine chronische Infektion verläuft häufig ohne Beschwerden und Folgen werden erst auf dem Röntgenbild ersichtlich. Der Knochen um die Zahnwurzel löst sich auf und entwickelt sich zu einer akuten Entzündung mit Schmerzen, Schwellung und Eiterbildung.

Kann jeder Zahn durch eine Wurzelbehandlung gerettet werden?

Nein, nicht jeder Zahn kann durch eine Wurzelbehandlung gerettet werden. Ist der Zahn hochgradig zerstört oder liegt eine Fraktur der Wurzel vor, kann er nicht mehr restauriert werden.

Wie gut ist die Prognose für meinen wurzelbehandelten Zahn?

Die Erfolgschancen einer Wurzelbehandlung sind sehr hoch, wenn der Zahn lediglich entzündet, Zahnhalteapparat und Knochen aber gesund sind. Hat sich die Entzündung bereits ausgebreitet und zu einer Knochenauflösung (Otitis apicalis) geführt oder wird der Zahn nach erfolgreicher Behandlung nicht suffizient restauriert (Teilkrone, Krone), sinken die Erfolgschancen deutlich.

Wie kann ich die Gesundheit und den Erhalt meines Zahnes nach der Behandlung sicherstellen?

Um langfristigen Erfolg sicherzustellen, muss der Zahn mit einer geeigneten, festsitzenden Restauration versorgt werden (Overlay, Teilkrone, Krone). So erhält der geschwächte Zahn wieder die volle Kaukraft und wird vor einer Fraktur geschützt. Um die Lebensdauer des Zahns sicherzustellen, sollten Patienten auf eine gute Mundhygiene, Anwendung von Zahnseide, reguläre Besuche beim Zahnarzt und professionelle Zahnreinigungen achten.

Brauche ich eine Kontrolluntersuchung?

Um den Heilungsprozess zu dokumentieren, werden in Abständen von 3, 6 und 12 Monaten sowie danach jährlich bis zu vier Jahren nach der Behandlung, Röntgenbilder vom wurzelbehandelten Zahn angefertigt.

Ich bin Angstpatient?

Für Angstpatienten besteht die Möglichkeit, eine Wurzelbehandlung unter Sedierung oder Vollnarkose zu erhalten.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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