Mückenplage

Mücken(plage) – wie Sie sich jetzt optimal schützen können

Süßes Blut und Licht sollen Stechmücken anziehen. Um die Plagegeister ranken sich viele (falsche) Annahmen. Wir informieren über Fakten und Hilfsmittel bei Mückenstichen.


SOS: Die besten Hausmittel gegen Mückenstiche

Kratzen ist keine gute Idee! Damit fördern Sie bakterielle Entzündungen und machen es noch viel schlimmer. Beim Kratzen verteilen Sie den Speichel des Insekts und der Juckreiz wird schlimmer.

Kühlakkus: Kühlen Sie die btroffene Stelle schnellstmöglich. Die Kälte sorgt dafür, dass sich der Biss nicht entzündet. Auch eine kalte Gelkompresse oder Eiswürfel verschaffen Linderung bei Juckreiz. Kühlende Mittel am besten in ein Geschirrtuch wickeln, bevor Sie sie auflegen.

Essigwasser: Essig bekämpft den Juckreiz. Mischen Sie 5 EL Essig mit 200 ml kaltem Leitungswasser. Träufeln Sie das Essigwasser auf ein Geschirrtuch oder Wattepad und legen es auf.

Quark: Kühler Quark hilft gegen die Schwellung und wirkt entzündungshemmend. Tragen Sie einen Esslöffel auf und verteilen ihn rund um den Biss.

Alkohol: Ein Wickel mit hochprozentigem Alkohol kühlt die Wunde. Durch die Verdunstungskälte entsteht Kälte und Alkohol mindert die Reizung.

Honig: Dieser wirkt entzündungshemmend. Bereits ein paar Tropfen lindern nicht nur den Juckreiz, sondern auch die Schwellung.

Salzwasser: Auch ein Teelöffel Salz hilft gegen das Jucken. Lösen Sie es in kaltem Wasser auf und streichen Sie die Mischung auf die betroffene Stelle.

Aloe Vera: Die Pflanze reduziert den Juckreiz. Pressen Sie den Saft eines Blatts aus und träufeln ihn auf den Stich.

Lavendelöl: Dieses wirkt desinfizierend. Geben Sie es direkt auf den Stich.

Heißer Löffel: Die Hitze zerstört das Mückenprotein, das den Juckreiz auslöst. Eine erhitzte Münze, heißes Kerzenwachs oder warmes Wasser wirken ebenso. Die Temperatur sollte 45 bis maximal 50 Grad betragen.

Gänseblümchen: Drücken Sie den Saft aus Stiel, Blättern und Blüte aus. Danach können Sie die betroffene Stelle damit behandeln.

Weißkohl: Der Kohl verhindert eine Entzündung. Tupfen Sie den Saft des Kohls auf den Stich.

Zwiebel: Der Schwefel wirkt antibakteriell, desinfizierend, lindert den Juckreiz und kann Schwellungen mindern. Halbieren Sie eine Zwiebel und legen sie mit der aufgeschnittenen Seite direkt auf die betroffene Stelle.

Teebaumöl: Diese wirkt desinfizierend und schmerzlindernd. Tröpfeln Sie es direkt auf den Biss. Eine Schale Teebaumöl vor dein Fenster kann außerdem Insekten fernhalten. Sie meiden den Geruch.

Meerrettich: Das Gemüse kurbelt die Durchblutung an. Dadurch wird das Mückenprotein schneller abgebaut. Reiben Sie den Meerrettich sehr fein und legen einen Umschlag auf die betroffene Stelle.

Spitzwegerich: Reiben Sie 1-2 Blätter in den Händen und legen sie dann auf. Fixieren Sie die Blätter mit einem Stofftuch und lassen das Kraut 2 Stunden auf dem Stich.

Zahnpasta: Diese soll den Juckreiz eindämmen. Einfach direkt auftragen.

Wichtig: Wenn die Stichstelle sehr angeschwollen ist und nicht aufhört zu jucken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Stiche können sich infizieren. Die Folge ist eine eiternde und stark schmerzende Wunde. Insbesondere Allergiker sollten gut aufpassen, denn Insektenstiche können bei ihnen heftige Reaktionen, bis hin zum anaphylaktischen Schock, auslösen.

Mücken 2018 


Was haben wir 2018 von den Mücken zu erwarten? Das sagt der offizielle Mückenkalender:

  • Erstes Auftreten: nach Abklingen des Frostes
  • Hauptsaison 2018: vom 1. Juni bis zum 30. September 2018
  • Nach-Saison: bis zum ersten Frost
  • Beliebte Zeit: in den Abendstunden
  • Beliebtes Klima: feuchtwarm
  • Beliebte Gegenden: in der Nähe stehender Gewässer, Tümpel, Pfützen, im Garten durch das Aufstellen
  • von Planschbecken oder einem Wasserbehälter

Die Erfahrung der letzten Jahre hat allerdings gezeigt, dass sich die stechenden Plagegeister nicht wirklich an den Mückenkalender halten. Sie lieben warmes Wetter und der plötzliche Frühlingseinbruch begünstigt ihr verfrühtes Erscheinen. Es gilt: Ein heißer April bringt immer eine Mückenplage. Daher ist davon auszugehen, dass die Insekten auch schon vorher und lange nach Ende September durch die Gegend schwirren.

Warum stechen Mücken?

Die Annahme, dass Mücken grundsätzlich stechen ist falsch. Nur die weiblichen Mücken stechen gerne zu. Männliche Mücken ernähren sich von Blütennektar und benötigen kein Blut. Weibliche Mücken sind auf die Proteine und weitere Nährstoffe des menschlichen Blutes angewiesen, um die Erzeugung und das Wachstum ihrer Eier zu gewährleisten. Das Weibchen hinterlässt Speichel in der Wunde des Opfers. Der Speichel enthält einen Blutgerinnungshemmer. Durch diesen kann die Mücke das Blut unbemerkt aufsaufen.

Mückenstiche: Warum immer ich?

Manche Personen locken Mücken mehr an als andere. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.

Duftstoffe: Die spezielle Zusammensetzung des körpereigenen Geruchs (der von den Genen abhängig ist) kann darüber entscheiden, ob die Mücke zusticht oder nicht. Allerdings ist der zugrundeliegende Mechanismus bisher unklar.

Blutgruppe: Japanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen mit der Blutgruppe 0 am häufigsten gestochen werden. Stechmücken erkennen die Blutgruppe über ein bestimmtes chemisches Signal auf der Haut.

Kohlendioxid: Die Tiere riechen das Gas, das jeder von uns ausatmet bereits aus weiter Entfernung. Aus diesem Grund werden schwangere Frauen besonders oft attackiert, denn sie atmen für ihr Baby mit.

andere Gerüche: Stechmücken reagieren auf  Milchsäure, Ammoniak und Fettsäuren. Menschen senden diese Gerüche vor allem nach dem Sport aus, wenn sie verschwitzt und aufgeheizt sind.

Farbe: Die stechenden Insekten haben eine Schwäche für dunkle Flächen. Woran das liegt, weiß man bisher allerdings nicht.

Wie oft können Mücken stechen?

Die Tierchen können unbegrenzt stechen. Weibchen wiederholen den Vorgang des Blutsaugens bis sie satt sind. Daraufhin ruhen sie 3 Wochen und legen dann ihre Eier ab. Ist der Vorgang abgeschlossen, wiederholen sie den gesamten Prozess.

Wie sieht ein Mückenstich aus?

Wurden Sie von einer Mücke attackiert, entsteht eine rote Schwellung auf der Haut. Diese kann an jeder Stelle des Körpers zu finden sein. Arme und Beine sind vor allem im Sommer nicht bekleidet und damit beliebtes Ziel.

Warum jucken Mückenstiche?

Die Rötung der Haut ist eine allergische Reaktion auf den hinterlassenen Speichel der Mücke. Der menschliche Körper setzt Histamin als Abwehrmaßnahme frei. Dieses ruft wiederrum die Rötung, Entzündung und Juckreiz an der Stichstelle hervor. Je mehr Mückenspeichel im Körper landet, desto stärker ist der Juckreiz.

Welche Krankheiten werden von Mücken übertragen?

Die kleinen Tiere sind nicht so harmlos wie sie aussehen. Beim Blutsaugen übertragen bestimmte Arten der lästigen Blutsauger gefährliche Krankheiten. Die fünf häufigsten sehen sie hier.

Malaria: Verantwortlich ist die Anopheles-Mücke in tropischen Regionen. Für die Übertragung ist eine gewisse Mindesttemperatur über einen längeren Zeitraum erforderlich. In Deutschland werden jährlich ca. 700 Fälle bei rückkehrenden Reisenden gemeldet. Bei 1 bis 3 % der Patienten endet die Krankheit tödlich.

Gelbfieber: Gelbfieber ist eine Viruserkrankung die durch Aedes-Mücken weitergegeben wird. Asien, Australien, Europa und Ozeanien gelten derzeit als gelbfieberfrei. Vor einer Reise ins tropische Afrika oder Südamerika sollten sich Reisende vorab informieren, ob eine Impfung erforderlich ist. 

Dengue-Fieber: Das Virus wird ebenfalls von der Mückenart Aedes übertragen. Besonders verbreitet ist das gefährliche Virus in den tropischen und subtropischen Regionen Zentral- und Südamerikas, Süd- und Südostasiens sowie Afrikas. Durch vermehrte Reiseaktivitäten in betroffene Länder ist die Anzahl der Fälle von Dengue-Fieber in Deutschland in den letzten Jahren stark gestiegen. 2012 wurden mehr als 600 Fälle gemeldet. Häufigstes Infektionsland war dabei Thailand. 

Zika-Virus: Auch das Zika-Virus wird von Stechmücken der Gattung Aedes, genauer die "Asiatische Tigermücke" übertragen. Die meisten Fälle der Infektionskrankheit treten derzeit in lateinamerikanischen Ländern auf. Die Erkrankung selbst verläuft meist harmlos und ähnelt in der Symptomatik einer gewöhnlichen Grippe. Schwangeren und Frauen, die planen, schwanger zu werden, sollten jedoch Reisen in Risikogebiete vermeiden, da keine Impfmöglichkeit besteht und das Virus Fehlbildungen bei Babys verursachen kann. Ansonsten besteht für Deutschland und Europa bisher keine unmittelbare Gefahr. 

West-Nil-Fieber: Das West-Nil-Fieber wird durch Viren ausgelöst und meistens von Culex-Stechmücken übertragen. Vor allem frei lebende Vögel tragen das Virus in sich und haben es mittlerweile weit verbreitet – auch in Europa. Eine Infektion führt nur bei jedem Fünften zu leicht grippeähnlichen Symptomen, in den restlichen Fällen verläuft sie ohne Symptome. Allerdings kann es bei alten und immungeschwächten Menschen zu schweren, mitunter auch lebensbedrohlichen Verläufen kommen. Dabei können Hirnhaut- oder Herzmuskelentzündungen auftreten. Eine Impfung gegen das West-Nil-Fieber gibt es nicht. 

Mückenschmutzmittel

Einen 100%igen Schutz gegen die Blutsauger gibt es nicht. Ein paar handelsübliche Mittel können die Plage allerdings etwas eindämmen.

Mückenstecker: Mückenstecker verbreiten Insektizide im Raum, welche die stechenden Tiere außer Gefecht setzen. Das klappt recht effektiv, Sie sollten allerdings nicht vergessen, zu lüften! Solche Stecker sind auf Dauer gesundheitlich nicht ganz unbedenklich.

Mückengitter und Moskitonetz: Sie ermöglichen das Lüften von Räumen, ohne dabei ungebetene Gäste hineinzulassen.

Mückenspray: Anti- Mückensprays arbeiten hauptsächlich mit Gerüchen. Das Spray überdeckt den Eigengeruch des Menschen und verbreitet einen Duft,  der Mücken unangenehm ist. In den meisten Fällen werden dabei Wirkstoffe wie Icardin und DEET verwendet. Die genaue Zusammensetzung kann variieren. Nicht jedes Spray hilft bei jedem gleich gut. Dies ist dadurch begründet, dass jede Person einen ganz eigenen Körpergeruch hat, der wiederum mit gewissen Substanzen besser harmoniert als mit anderen.

Imprägnierte Kleidung: Gegen Mücken schützen helle, lange Klamotten und dicht gewebter Stoff, so dass die Tierchen nicht durchkommen. Im Idealfall imprägnieren Sie Ihre Kleidung noch mit einem dafür vorgesehenen Kleidungsspray.

Wie wirksam sind Mückenschutzmittel (Sprays)?

Unter der Vielzahl der angebotenen Mückenschutzmittel bieten laut Stiftung Warentest nur wenige einen wirklich guten Schutz gegen die stechenden Plagegeister. Bei der Untersuchung von 21 Produkten erzielten gerade mal zwei einen "sehr guten" Mückenschutz.

Als nicht unbedingt empfehlenswert hingegen sehen die Tester ätherische Öle wie Lavendel, Citronella oder Geraniol. Sie verdampften sehr schnell, so dass sie sehr regelmäßig frisch aufgetragen werden müssen. Zudem können sie bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen der Augen, Haut und Schleimhäute auslösen. 

Schutzimpfungen als Prophylaxe für Auslandsreisen

Neben helfenden Schutz- und Hausmitteln, gibt es eine Reihe von Reiseschutzimpfungen gegen Krankheiten, die von Mücken ausgehen könnnen. Diese sollten Sie vor Reiseantritt unbedingt wahrnehmen, um das Risiko lebensbedrohlicher Infektionskrankheiten zu eliminieren! Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Impfungen vor Gelbfieber und Co. nur teilweise oder gar nicht. Mit dem DFV-Ambulantschutz sind Sie jedoch für jede Reise geschützt. Wir übernehmen die Kosten für Schutzimpfungen als Prophylaxe für Auslandsreisen sowie für erweiterte Vorsorgeleistungen und beiten finanzielle Unterstützung bei schweren Krankheiten! Umfassender Schutz für langanhaltende Gesundheit!

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