Elternversicherung

Das neue Elterngeld macht vieles leichter

Seit dem 1. Juli 2015 gibt es das neue "Elterngeld Plus". Damit soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden und eine frühe Rückkehr in den Job besser ermöglicht werden. Bislang konnte das Elterngeld maximal 14 Monate bezogen werden, jetzt lässt sich der Bezug auf 28 Monate ausdehnen – allerdings in halber Höhe. Kurz gesagt, dass neue Elterngeld Plus läuft doppelt so lang und ist dafür halb so hoch.


Die Regelungen für das „Basis“-Elterngeld

Mit dem Elterngeld unterstützt der Staat Väter und Mütter die ihr Kind in den ersten 14 Lebensmonaten vorrangig selbst betreuen wollen und deshalb nicht voll erwerbstätig sind – d.h. nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten. Elterngeld gibt es für Arbeitnehmer, Beamte, Selbstständige, erwerbslose Elternteile, Studierende und Auszubildende. Auch Adoptiveltern und in Ausnahmefällen auch Verwandte bis zum dritten Grad können unter Umständen Elterngeld erhalten. Ausgenommen vom Elterngeld sind nur Elternpaare, die im Kalenderjahr vor der Geburt ihres Kindes gemeinsam ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 500.000 Euro (bei Alleinerziehenden mehr als 250.000 Euro) vorzuweisen hatten.

Das neue Elterngeld Plus

Für Eltern, die Elternzeit und Teilzeitarbeit miteinander kombinieren möchten, lohnt sich das neue Elterngeld Plus. Mit dieser neuen Form des Elterngeldes können Mütter und Väter länger Elterngeld beziehen, wenn sie nach der Geburt ihres Kindes Teilzeit arbeiten möchten. Sie erhalten das Elterngeld Plus in maximal halber Höhe des Elterngeldes, das dem Elternteil ohne Einkommen nach der Geburt zustünde, dafür aber doppelt so lange. Kurz gesagt: Aus einem Elterngeldmonat werden so zwei Elterngeld Plus-Monate. Eltern haben damit auch über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus mehr Spielraum, die Kinderbetreuung und den Beruf miteinander zu kombinieren. Das neue ElterngeldPlus gilt allerdings nur für Geburten ab dem 1. Juli 2015.

Elterngeld oder Elterngeld Plus: Eltern haben die Wahl

Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren sind, können also zwischen dem neuen Elterngeld Plus oder dem bisherigen „Basis“-Elterngeld wählen. Übrigens: Auch Hausfrauen bzw. Hausmänner, Studierende und Arbeitslose, die ihr Kind selbst betreuen und nicht mehr als 30 Wochenstunden arbeiten sowie Arbeitslose, bekommen den einkommensunabhängigen Mindestbetrag des Elterngeldes von 300 Euro.

Finanzielle Unterstützung für Beamte bleibt bestehen

Eine besondere Regelung gibt es noch für Beamtinnen und Beamte. Diese haben auch während der Elternzeit weiterhin einen Anspruch auf eine Beihilfe. Der Beihilfesatz erhöht sich je Kind um 5 auf maximal 70 %. Zudem erhalten Beamte während der Elternzeit einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe von 31 Euro, sofern vor der Elternzeit die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschritten wurde.

Alle Angaben sind ohne Gewähr.

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