Beagle

Beagle: Rassemerkmale, Erziehung, Pflege und Ernährung

Als fröhlicher, anhänglicher, gefleckter Jagdhund gehört der Beagle zu den zehn beliebtesten Hunderassen und ist vor allem als Familienhund sehr begehrt. Was es sonst noch über den Vierbeiner zu wissen gibt, erfahren Sie hier.


Beagle: Steckbrief

  • Rasse: Beagle (English Beagle), kleine Hunderassen
  • Herkunft: England
  • Gewicht: 10 bis 20 kg
  • Widerristhöhe: 33 bis 38 cm
  • Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre
  • Fell: kurz, glatt, dicht
  • Farbe: schwarz, braun und weiß
  • Charakter: aktiv, neugierig, fröhlich, mutig, eigenwillig, intelligent

Beagle: Geschichte

Der Beagle ist eine der bekanntesten Rassen der Welt. Seine Geschichte reicht Jahrhunderte zurück. In den Ardennen (Westteil des Rheinischen Schiefergebirges) züchteten Mönche bereits seit dem 7. Jahrhundert den St. Hubertushund. Um Kraft und Schnelligkeit zu erhöhen wurde dieser mit Greyhounds gekreuzt. Aus dieser Paarung entstanden die Northern Hounds, später Talbot genannt.

Als die Normannen 1066 Britannien eroberten, brachten sie die Northern Hounds mit nach England. Diese wurden wiederum mit den bereits in England etablierten Jagdhunden Southern Hounds gekreuzt. Um die positiven Eigenschaften beider Rassen miteinander zu vereinen, entstand in der Zeit um 1400 der English Beagle.

Der Beagle Hund wurde vorwiegend in der Kaninchenjagd eingesetzt, kam aber auch bei der Jagd von Schakalen und Wildschweinen zum Einsatz.

Während heutzutage nur noch wenige Beagle einzeln oder in Rudeln für die Jagd verwendet werden, sind die meisten Vertreter dieser Rasse liebenswerte Haustiere.

Er ist der FCI-Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.3 (Kleine Laufhunde. Mit Arbeitsprüfung.) zugehörig.

Beagle: Rassemerkmale

Wesen und Charakter

Der Beagle ist ein sehr geselliger Hund. Nach einer kurzen Zurückhaltungsphase reagiert er mit Neugier und Freundlichkeit auf kleine und größere Artgenossen sowie auf Menschen.

Er verfügt über einen sehr ausgeprägten Geruchssinn, der ihn auch feinste Spuren aufnehmen lässt.

Die Rasse zeichnet sich zudem durch Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit aus. Hat der Beagle sich etwas in den Kopf gesetzt, versucht er mit allen Mitteln, sein Ziel zu erreichen. Dabei kann sein Jagdtrieb schon mal Überhand nehmen und Befehle des Menschen werden ignoriert.

Das Gehör der Beagle ist von allererster Qualität und als Meutehunde verfügen die Tiere über eine große Anpassungsfähigkeit - eine Eigenschaft, die sich positiv im Zusammenleben mit dem Hund bemerkbar macht.

Für den Beagle müssen innerhalb seines Rudels klare Strukturen herrschen, in denen er seinen festen Platz hat. Ansonsten besteht die Gefahr, dass er versucht, selbst zum Rudelführer aufzusteigen.

Der Beagle ist ein Laufhund und braucht dementsprechend viel Bewegung. Lange Strecken sind ihm sehr willkommen. Er benötigt zudem ausreichend Beschäftigung und genießt es, wenn immer etwas los ist.

Sein Wesen ist sehr intelligent, was nicht zwangsläufig mit Gehorsam einhergeht. Als Jagdhund ist er so geprägt, dass er im freien Feld eigenständig agiert. Es bedarf einer konsequenten und gleichzeitig liebevollen Erziehung, um die Eigenwilligkeit halbwegs zu zähmen.

Beagle sind sehr wachsame Hunde, die bei unbekannten Geräuschen lautstark bellen und dem Rudel die Gefahr melden. Sie sind dennoch keine Wachhunde, da sie dazu viel zu freundlich sind. Ein Einbrecher könnte diese Hunde leicht mit einem Leckerli bestechen.

Aussehen

Bei Beagle wird zwischen zwei Gruppen mit unterschiedlicher Größe unterschieden. Ein kleiner Beagle ist etwa 30 cm hoch und wiegt ca. 10 kg. Die zweite Gruppe ist 30 bis 40 cm hoch und wiegt etwa 15 bis 20 kg.

Die Rasse ist muskulös, robust und verfügt über einen leicht gewölbten Schädel. Die Schnauze ist quadratisch, die Nase breit und ihre Ohren sind lang und lappig. Der Beagle verfügt über eine tiefe Brust, einen geraden Rücken sowie einen mäßig langen Schwanz, der hoch getragen wird. Das kurze, glatte, dichte Fell ist meist schwarz, braun und weiß. In Deutschland sind allerdings auch zweifarbige Beagle weit verbreitet. Ihnen fehlt die schwarze Farbe, während das Braun eher rot erscheint und bis ins Zitronenfarbene gehen kann. Beagle haben einen sanften Ausdruck in ihren tief dunkelbraunen Augen. Die Pfoten fühlen sich fest an, erscheinen rund und geschlossen.

Erziehung des Beagle Welpen

Beagle sind sehr kluge Hunde mit eigenwilligem, sturem Charakter. Sie brauchen konsequente Erziehung, damit sie den Menschen als Rudelführer respektieren, seine Befehle ausführen und dem Jagdtrieb nicht nachgeben.

Das Wichtigste am Training mit dem Beagle ist das Abruftraining, um zu gewährleisten, dass der Hund später problemlos von der Leine gelassen werden kann.

Da Beagle generell nicht gerne alleine gelassen werden, ist es wichtig, den Welpen von Beginn an perfekt zu sozialisieren und zu erziehen.

Die kleinen Hunde sind sehr sensibel und benötigen einen sanften Umgangston. Mit liebevoller und sanfter Strenge erreicht man am meisten. Ihre Gier nach Leckerlis können sich Hundehalter leicht zu Nutze machen. Für eine schmackhafte Belohnung machen Vertreter dieser Rasse nahezu alles.

Tipps für die Erziehung des Beagle Welpen:

  • Beginnen Sie mit der Erziehung direkt nach dem Kauf bzw. in der Phase des Kennenlernens beim Züchter.
  • Zeigen Sie ihm seinen Schlafplatz, sobald Sie ihn mit nach Hause nehmen.
  • Der Beagle Welpe lernt seinen Namen, indem Sie ihn rufen. Achten Sie darauf, dass er reagiert, und sprechen Sie mit ihm.
  • Der junge Hund benötigt eine konkrete Bezugsperson.
  • Geben Sie ihm auf sein Fehlverhalten direkt das richtige Signal mit einem kurzen „Nein!“, „Pfui!“ oder „Aus!“.
  • Geben Sie dem Welpen nur dann ein Leckerli, wenn er sich vorbildlich verhalten hat.
  • Gewöhnen Sie Ihren Vierbeiner ganz langsam daran, auch mal alleine zu sein.
  • Seien Sie konsequent.

Aktivitäten mit dem Beagle

Wird der Beagle nicht in seiner ursprünglichen Verwendung als Jagdhund eingesetzt, sollte ihm das entsprechende Maß an Bewegung durch alternative Aktivitäten geboten werden. Lange tägliche Spaziergänge und geistige Beschäftigung sind entscheidend für sein Wohlbefinden. Um seinem Lauftrieb nachzukommen, kann der ausgewachsene Beagle auch ideal neben dem Fahrrad laufen. Zudem spielt er gerne mit anderen Hunden.

Geeignete Sportarten für den Beagle

Wie alle Laufhunde braucht der Beagle viel Auslauf und Bewegung. Die aktiven Vierbeiner sind zudem für verschiedene Sportarten geeignet.

Diese Sportarten eignen sich für den Beagle:

Dummytraining

Das Dummytraining wurde ursprünglich in England zur Vorbereitung auf die Wildjagd eingesetzt. So konnte der Hund das erlegte oder verletzte Tier schnell finden und dem Jäger zurückbringen. Heute wird das Dummytraining genutzt, um Familienhunde wie den Beagle artgerecht zu fordern. Das Training besteht aus Markieren, Suchen und Einweisen.

Markieren: Zunächst wird der Dummy möglichst weit bewusst in unübersichtliches Gelände geworfen. Der Hund soll sich die Flugbahn des Dummys merken und diesen erst nach einem Signal des Menschen zurückholen. Diese Übung fordert den Spürsinn des Hundes, denn er muss die ungefähre Entfernung zur Fallstelle einschätzen können.

Suchen: Kann der Beagle das Ziel des Dummys nicht eindeutig identifizieren, muss er das umliegende Zielgebiet systematisch absuchen. Hier wird seine Nase gefordert.

Einweisen: Haben sich weder das Markieren noch das Suchen als erfolgreich erwiesen, kommt das Einweisen. Durch Handzeichen, Pfeife und Stimme muss der Mensch den Vierbeiner in die richtige Richtung lenken.

Das Dummytraining bietet viele Vorteile:

  • zusätzliche Bewegung für den Hund
  • steigert die Selbstständigkeit des Hundes
  • fördert Konzentration und Ausdauer
  • festigt die Beziehung zwischen Hund und Besitzer
  • bietet Abwechslung
  • steigert die Gehorsamkeit bei Ablenkungen

Agility

Dieser Hundesport verbessert die Kommunikation zwischen Mensch und Hund und lässt sich besonders gut im Freien ausüben.

Beim Agility muss der Hund einen Parcours mit Hindernissen durchlaufen, während der Halter seinen Vierbeiner, wie an einer unsichtbaren Leine mit Körpersprache und Stimme, durch den Parcours führt. Der Parcours besteht aus verschiedenen Hindernissen, wie z. B. Slalomstangen, Wippen, Tunnel, Hürden oder Reifen.

Die verschiedenen Hindernisse werden in unterschiedlicher Reihenfolge absolviert. Es kommt vor allem auf Schnelligkeit, Geschicklichkeit und gute Führigkeit beim Hund an. Herrchen und Hund müssen beim Agility harmonieren, sich ergänzen und aufeinander verlassen können.

Die intensive Zusammenarbeit mit Herrchen oder Frauchen macht dem Beagle besonders großen Spaß.

Aber Achtung: Für übergewichtige und kranke Hunde ist diese Sportart aufgrund der hohen Anstrengung nicht geeignet. Sie belastet die Gelenke und kann bei besonders schweren Hunden zu Gelenkerkrankungen (z. B. Arthrose) führen.

Dog Dancing

Diese Hundesportart sorgt für Abwechslung im Alltag und fördert das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Mensch und Tier.

Beim „Tanz mit dem Hund“ werden die natürlichen Verhaltensweisen des Hundes genutzt, um eine abwechslungsreiche Choreografie zur Musik zu entwickeln. Dabei darf man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Vom einfaches Vor- und Zurücklaufen bis hin zu Wendungen, Slalomlaufen oder Sprüngen ist alles erlaubt.

Der Hundehalter leitet den Vierbeiner dabei mit Sprachkommandos und Körpersignalen.

Regeln für das sportliche Team Beagle und Mensch:

Damit sich der ausdauernde Hund richtig austoben kann, sind einige Regeln zu beachten:

  • Die Motivation für jede neue Übung ist Futter. Greifen Sie möglichst zu kalorienarmen Belohnungen, um Übergewicht zu vermeiden.
  • Nach dem Spaziergang und nach dem Fressen sollte der Beagle erst einmal Ruhe für ein Schläfchen haben.
  • Erzwingen Sie nichts. Bei Aktivitäten mit dem Beagle geht es um Spaß.
  • Verschwenden Sie keine Zeit auf Beschäftigung, die Ihrem Beagle offensichtlich keinen Spaß machen.
  • Zerlegen Sie komplexe Übungen immer in Teilschritte. Steigern Sie den Schwierigkeitsgrad langsam und vermeiden Sie Überforderung.
  • Überlassen Sie Ihrem Vierbeiner neue Spielsachen nie ohne Aufsicht.
  • Sie entscheiden, wann ein Spiel oder der Sport anfängt und wann es zu Ende ist.

Beagle: Pflege

Trotz seines kurzen Fells, haart der Beagle relativ viel. Herrchen und Frauchen sollten sich einen guten Staubsauger oder Saugroboter zulegen. Ansonsten ist das Fell pflegeleicht und kommt mit gelegentlichem Bürsten und bei Bedarf einem Duschgang mit Hundeshampoo sehr gut aus. Die Krallen sollten ab und an geschnitten werden. Die Ohrpflege beansprucht mehr Aufmerksamkeit, da die Hängeohren zu Entzündungen neigen.

Beagle: Ernährung

Der Beagle ist für seine ausgeprägte Gefräßigkeit bekannt. Aus diesem Grund sollte man bereits im Welpen-Alter auf eine angepasste Energiemenge im Futter achten. Fütterungsgewohnheiten lassen sich antrainieren, um Übergewicht möglichst früh entgegenzuwirken. Auch bei guten Erziehungsmaßnahmen sollte man Essen nie unbeaufsichtigt in Reichweite eines Beagles stehen lassen.

Bei der Wahl des richtigen Futters sollte man auf einen bedarfsgerechten und ausgewogenen Anteil von Energie, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen achten. Ein Welpe wird normalerweise drei- bis viermal am Tag gefüttert. Ab dem Zahnwechsel sollte die Fütterung auf zweimal umgestellt werden.

Die Futtermenge richten sich nach dem Gewicht des Welpen und nach dem erwarteten Erwachsenengewicht. Hierfür kann das Gewicht des gleichgeschlechtlichen Elterntieres als Richtwert gelten. Zusätzlich richtet sich die Futtermenge nach dem Aktivitätsgrad des Hundes. Die Leckerlies sollten immer von der täglichen Futterration abgezogen werden.

Beagle: Typische Erkrankungen und rassebedingte Probleme

Adipositas: Beinahe ein Viertel aller Hunde leidet an Übergewicht. Das liegt in den meisten Fällen an übermäßiger Energieversorgung. Der Beagle ist noch häufiger von Übergewicht betroffen, da er stoffwechselbedingt einen um bis zu 15 % niedrigeren Energiebedarf aufweist als andere Hunderassen. Aus diesem Grund sollten Beagle nur Futter mit niedriger Energiedichte erhalten, um nach der Fütterung ordentlich gesättigt zu sein und gleichzeitig das Idealgewicht halten zu können. Eine genaue Rationsberechnung ist zu empfehlen, um so den exakten Nährstoffbedarf, optimale Futterzusammensetzung und Futtermenge des Hundes festzulegen.

Bandscheibenerkrankung/Bandscheibenvorfall: Der Beagle leidet unter rassebedingt geschwächtem Knorpel, so dass sein Bandscheibengewebe dazu neigt, bereits bei geringer Belastung zu reißen. Der "flüssige" Inhalt quillt hervor, drückt auf das Rückenmark und kann in der Folge zu Schmerzen und Nervenausfällen bis hin zu schwerwiegenden Lähmungen führen.

Übergewicht kann die Bandscheibenerkrankung zusätzlich begünstigen. Bestimmte Inhaltsstoffe im Futter können vorsorglich das Knorpelgewebe unterstützen und Spätfolgen vorbeugen. So dienen Glukosaminoglykane und Chondroitinsulfat aus Grünlippmuschelextrakt als natürliche Bausteine des Knorpelgewebes.

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Schilddrüsenunterfunktion macht sich durch Haarausfall an Rute, Flanken und Ohren sowie Trägheit, Übergewicht, Unfruchtbarkeit und durch eine trockene, schuppige Haut bemerkbar. Auch Ausfallerscheinungen des Nervensystems können Symptom der Erkrankung sein.

Beagle leiden recht häufig an Hypothyreose. In den meisten Fällen liegt das am Schwund des Schilddrüsengewebes, welcher zu einer verminderten Hormonproduktion führt. Betroffene Tiere werden durch Substitution der Hormone behandelt. Bedarfsangepasste Ernährung kann unterstützend wirken. Um das verbleibende Gewebe zu erhalten, benötigt der Körper des Hundes unterschiedliche Nährstoffe, insbesondere Jod zur Synthese der Schilddrüsenhormone (Triiodthyronin und Thyroxin). Diese sollten im Futter des Beagles enthalten sein.

Passt der Beagle zu mir?

Da der Beagle ein Jagdhund ist, sollten Stadtmenschen ausreichend Ersatz für die Wildbahn bieten. Der Hund benötigt ausgedehnte Spaziergänge im Grünen. Ein Garten ist optimal. Dieser sollte allerdings ausbruchssicher sein, denn Beagle können großes Geschick im Ausreißen entwickeln. Vertreter dieser Rasse sind allerdings sehr anpassungsfähig, mit genügend Auslauf und Beschäftigung fühlen sie sich auch in einer Wohnung wohl.

Mit anderen Hunden und mit Kindern kommt der Beagle sehr gut zurecht. Er braucht den engen sozialen Kontakt zum Menschen, um nicht seelisch zu verkümmern.

Wer in allen Situationen bedingungslosen Gehorsam erwartet, sollte eine andere Hunderasse wählen. Beagle wurden gezüchtet, um selbstständig, ohne Sichtkontakt und ohne Führer, eine Wildfährte oder Spur zu finden. Durch lautes, dauerhaftes Gebell, zeigen sie dem Jäger an, wo sie sich selbst befinden und aus welcher Richtung sie das Wild auf ihn zutreiben. Der Beagle kann also nicht überall von der Leine und hat einen gewissen Dickkopf.

Der Charakterhund lässt sich allerdings durchaus gut erziehen. Er ist lernwillig und motiviert. Der Besuch einer Hundeschule ist in jedem Fall empfehlenswert.

Sind Sie sieben Stunden oder gar länger außer Haus, sollten Sie sich zum Wohle des Hundes nicht für einen Beagel entscheiden. Er sollte nicht länger als drei bis maximal fünf Stunden alleine sein.

Ist der Beagle ein Familienhund?

Beagle sind Meutehunde und fühlen sich als Teil einer Familie besonders wohl. Se gelten als überaus kinderfreundlich. Der Beagle lässt sich von den Kindern "seiner Meute" fast alles gefallen und wird nicht bösartig. Wenn es ihm doch mal zu viel wird, zieht er sich einfach zurück. Allerding ist zu beachten, dass der Beagle immer noch ein Hund ist. Bei aller Liebe und Freundlichkeit sollte ein Kleinkind nie unbeaufsichtigt mit einem Hund zusammen sein. Weiterhin kann einem Kind niemals die Verantwortung für ein Tier übertragen werden.

Interessantes und Wissenswertes zum Beagle

Einer der berühmtesten Beagle ist Snoopy aus der Zeichentrickserie „Die Peanuts“. „To snoop“ bedeutet auf Deutsch „schnüffeln“ und ist genau das, was die Hunderasse am liebsten macht.

Der Beagle verfügt über eine ausgezeichnete Nase, die ihn zum idealen Spürhund macht. Das Landwirtschaftsministerium und die Grenzschutzbehörden in den USA setzen ihn im Rahmen sogenannter Beagle-Brigades ein, um an den Grenzen, am Flughafen und Hafen illegal eingeschleuste Substanzen aufzustöbern.

Woher kommt der Name Beagle?

Die genaue Herkunft des Namens ist bis dato nicht genau geklärt. Es gibt allerdings einige Theorien:

Das Wort „Beagle“ könnte vom französischen „begueule“ stammen, was übersetzt „geöffnete Kehle“, „Maul“/“Großmaul“ bedeutet.

Das Wort „Beagle“ könnte auch von „beag“, einem alten englischen/französischem/walisischen Wort für „klein“ abgeleitet sein.

Das altdeutsche Wort „begele“ kommt ebenfalls in Frage. Es bedeutet „schelten“/“schimpfen“, denn der Beagle ist dafür bekannt, dass er laut bellt, wenn er nicht richtig erzogen wurde.

Beagle: FAQs

Wie lange lebt ein Beagle?

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Beagles liegt bei 12-15 Jahren, womit der Hund leicht über dem Durchschnitt liegt. Sofern der Beagle nicht an Übergewicht leidet, sollten ihm ein gesundes Größe-Gewicht-Verhältnis, gepaart mit Fürsorge und Pflege zu einer ordentlichen Lebensspanne von bis zu 15 Jahren verhelfen.

Wie groß werden Beagle?

Der Beagle erreicht eine Höhe zwischen 33 und 41 cm und ein Gewicht zwischen 18 bis 27 kg. Er gehört zu den kleineren Laufhunden. Es gibt auch noch einen kleineren Beagleschlag. Diese sogenannten „Pocket Beagles“ werden nur ca. 25 cm groß.

Welches Futter für Beagle?

Das Futter für einen Beagle sollte so zusammengesetzt sein, dass der Hund täglich sowohl über das Trocken- als auch über das Nassfutter mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Außerdem ist zu beachten, dass ein wenig bewegter Vierbeiner nicht so viel Energie verbraucht wie ein aktiver Hund. Ideal ist in jedem Fall eine regelmäßige, ausgewogene Ernährung, die sowohl aus Fleischmahlzeiten als auch aus Trockenfutter und zwischendurch aus Gemüse wie Möhren, kalorienarmen Leckerlis und Innereien wie Pansen oder Rindersehnen besteht. Idealerweise erhält er zweimal täglich und immer um dieselbe Zeit sein Futter.

Sind Beagle für Anfänger geeignet?

Beagle sind bewegungsfreudige und freundliche Hunde, die allerdings über einen ausgeprägten Jagdtrieb verfügen. Als Anfängerhund eignen sich diese Vierbeiner daher nur bedingt. Sie sind sehr selbständige Charaktere und dementsprechend nicht einfach zu führen. Der Besuch einer Hundeschule ist definitiv zu empfehlen.

Welche Beagle Arten gibt es?

Der Beagle ist ein Jagdhund, der zu der Gruppe der sogenannten Bracken gehört. Bei dieser Rasse gibt es unterschiedliche Felltypen.

Die am häufigsten vorkommenden Felltypen sind:

  • tan and white (zweifarbig): braun-weiß
  • red and white (zweifarbig): rot-weiß
  • lemon and white (zweifarbig): zitronengelb-weiß
  • tricoloured (dreifarbig): schwarz-weiß-braun
  • tricoloured broken (dreifarbig): mit farblich durchbrochener Flanke

Wie teuer ist ein Beagle?

Ein reinrassiger, gesunder Welpe kostet ca. 800 bis 1200 €. In Tierheimen gibt es natürlich etwas preiswertere Beagle, die ein neues Zuhause suchen. Diese Hunde können jedoch traumatisiert oder problembehaftet sein, weshalb Hundeerfahrung oft von Vorteil ist.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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