Hilfsmittel für die Pflege

Pflegehilfsmittel: Das müssen Sie wissen!

Bei der Pflege zu Hause fallen oftmals hohe Kosten für Pflegehilfsmittel an. Mit Pflegehilfsmitteln sind Geräte und Sachmittel gemeint, die zur Erleichterung der häuslichen Pflege notwendig sind. Sie sollen die Beschwerden des Pflegebedürftigen lindern und dazu beitragen, dem Pflegebedürftigen eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen.


Kostenübernahme durch die Pflegekasse

Die Pflegekasse unterscheidet zwischen technischen Pflegehilfsmitteln, wie beispielsweise einem Pflegebett, Gehhilfen oder einem Notrufsystem und „zum Verbrauch“ bestimmten Pflegehilfsmitteln, wie zum Beispiel Einmalhandschuhe oder Betteinlagen. Pflegehilfsmittel können nicht nur Pflegebedürftige mit einer Pflegestufe, sondern auch Pflegeversicherte mit der sogenannten „Pflegestufe 0“, also mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, erhalten. Die Kosten für Pflegehilfsmittel müssen von der staatlichen Pflegeversicherung übernommen werden, wenn die Produkte im Pflegehilfsmittel-Verzeichnis der Pflegekassen gelistet sind. Das Verzeichnis listet auf, welche Pflegehilfsmittel zur Verfügung gestellt beziehungsweise dem Pflegebedürftigen leihweise überlassen werden. Zu den Kosten für technische Pflegehilfen müssen Pflegebedürftige (ab dem 18. Lebensjahr) einen Eigenanteil von 10 Prozent, maximal jedoch 25 Euro je Pflegehilfsmittel zuzahlen. Größere technische Pflegehilfsmittel werden auch oft leihweise überlassen, sodass eine Zuzahlung entfällt. Die Kosten für Verbrauchsprodukte werden – per Antrag – bis zu 40 Euro pro Monat von der Pflegekasse erstattet.

Was tun bei einer Ablehnung der Kostenübernahme?

Laut Sozialgesetzbuch besteht ein gesetzlicher Anspruch für bestimmte Pflegehilfsmittel. Trotzdem kommt es manchmal leider vor, dass die Pflegekasse die Erstattung von Pflegehilfsmitteln ablehnt. Bei der Ablehnung von Pflegehilfsmitteln sollte schnellstmöglich Widerspruch eingelegt werden und eine detaillierte Begründung eingefordert werden. Notfalls sollte der Medizinische Dienst der Krankenkasse (MDK) hinzugezogen werden.

Pflegezusatzversicherung schützt vor hohen Pflegekosten

Auch wenn die Pflegekasse sich an den Kosten von Pflegehilfsmitteln beteiligt, so bleibt doch für die Pflegebedürftigen eine sehr große finanzielle Belastung bestehen. Ein Pflegeheimplatz kostet ohne weiteres über 3.000 Euro im Monat. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt nur ungefähr die Hälfte. Für den Rest müssen der Pflegebedürftige bzw. seine Familie aufkommen. Um sich vor hohen Kosten im Pflegefall zu schützen, ist die Absicherung mit einer privaten Pflegezusatzversicherung unbedingt anzuraten.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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