Epilepsie© Madrolly

Epilepsie Ursachen, Symptome, Therapie

Epilepsie zählt zu den häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen. Dabei kommt es aufgrund einer Fehlfunktion des Gehirns zu epileptischen Anfällen. Meist ist kein Auslöser dafür erkennbar.

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Fachlich geprüft von Dr. med. Julia Rauheja Hadhoud
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein epileptischer Anfall dauert meist nur wenige Minuten – bei längeren oder wiederholten Anfällen sofort den Notarzt rufen.

  • Betroffene sollten nicht festgehalten, sondern vor Verletzungen geschützt und ruhig begleitet werden.

  • Es gibt generalisierte und fokale Anfälle mit Symptomen von kurzer Bewusstseinsstörung bis zu Krämpfen.

  • Medikamente und ein stabiler Lebensstil mit ausreichend Schlaf und wenig Alkohol helfen, Anfälle zu kontrollieren.

SOS – Erste-Hilfe bei Epilepsie

Erleidet jemand einen epileptischen Anfall, sollte man folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen umsetzen:

  • Ruhe bewahren.
  • Auch den Betroffenen beruhigen und möglichst vor Verletzungen schützen.
  • Den Patienten während des Anfalls nicht festhalten.

Meistens ist ein Krampfanfall nicht gefährlich und dauert nur wenige Minuten an. Tritt jedoch ein sogenannter Status epilepticus ein, muss unverzüglich ein Notarzt gerufen werden. Ein Status epilepticus dauert in der Regel länger als fünf Minuten oder tritt als Serie mehrerer Anfälle kurz hintereinander auf. Der Patient kommt während des Krampfanfalls nicht wieder vollständig zu Bewusstsein.

Was ist Epilepsie?

Unter dem Begriff Epilepsie werden verschiedene chronische Erkrankungen des Gehirns zusammengefasst. Ein epileptischer Anfall tritt plötzlich auf und führt zu unwillkürlichen, gleichartigen Bewegungs- oder Befindungsstörungen. Nervenzellen feuern im Gehirn für kurze Zeit Impulse synchron und unkontrolliert ab. Dabei werden einzelne Regionen des Gehirns oder beide Gehirnhälften gereizt. Dauer und Symptome dieses Ereignisses können sich sehr unterschiedlich zeigen.

Epilepsie, die sogenannte „Fallsucht“, zählt zu den am häufigsten auftretenden vorübergehenden Funktionsstörungen des Gehirns. Ein epileptischer Anfall kann unterschiedlich stark ausfallen und zu entsprechend unterschiedlichen Auswirkungen führen. So spüren einige Betroffene nur ein Kribbeln oder Zucken einzelner Muskeln. Andere hingegen sind für kurze Zeit „wie weggetreten“ beziehungsweise abwesend. Äußert sich ein Anfall sehr stark, kann es zu einem unkontrollierten Krampfanfall des ganzen Körpers und auch zu kurzer Bewusstlosigkeit kommen.

Epilepsie-Arten

Epilepsie tritt in unterschiedlichen Formen und Ausprägungen auf. In der Medizin gibt es dazu verschiedene Einteilungsmodelle. Häufig unterscheidet man generalisierte Epilepsien von fokalen Epilepsien:

  • Generalisierte Epilepsie: Die generalisierten Anfälle erfassen das gesamte Gehirn. Bei einem tonischen Anfall verkrampfen und versteifen die Gliedmaßen. Einen klonischen Anfall erkennt man an langsamen Zuckungen großer Muskelgruppen. Zudem gibt es noch den tonisch-klonischen Anfall, auch „Grand mal“ genannt.
  • Fokale Epilepsie: Fokale Anfälle beschränken sich auf ein begrenztes Hirnareal. Die Symptome des fokalen Anfalls hängen dabei von der Funktion des betroffenen Hirnareals ab. Es kann zu Sehveränderungen (visueller Anfall) oder zu Zuckungen des Arms (motorischer Anfall) kommen. Zudem ist es möglich, dass eine fokal beginnende Epilepsie weiter auf das gesamte Gehirn übergreift. Dies kann einen generalisierten Anfall auslösen.

Epilepsie – Symptome

Wie sich jeweils die Symptome von Epilepsie zeigen, hängt von der spezifischen Form der Erkrankung und von der jeweiligen Ausprägung des epileptischen Anfalls ab. Ein milder Verlauf eines generalisierten Anfalls kann in einer nur kurzen geistigen Abwesenheit (Absence) bestehen. Ein Grand mal hingegen, also ein „großer Anfall“, kann sich folgendermaßen äußern: Zu Beginn verkrampft der Patient, sein Körper versteift sich (tonische Phase), anschließend beginnt der Körper unkontrolliert zu zucken (klonische Phase). Tritt dieser tonisch-klonische Anfall auf, ist der Patient in der Regel bewusstlos.

Ein besonders schweres Ereignis ist der sogenannte Status epilepticus. Dieser Anfall hält länger als fünf Minuten an, kann aber auch als Serie mehrerer Anfälle kurz hintereinander auftreten. Der Patient erlangt zwischendurch nicht das volle Bewusstsein zurück. Tritt ein derart schwerer Anfall auf, muss umgehend ein Notarzt verständigt werden.

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Epilepsie – Ursachen

Die Ursachen von Epilepsie sind vielfältig und oft nicht eindeutig feststellbar. Grundsätzlich unterscheidet man verschiedene Formen und Auslöser:

  • Unklare Ursachen (kryptogene Epilepsie): Hinweise auf eine Ursache im Gehirn, aber kein konkreter Auslöser nachweisbar
  • Ohne erkennbare Ursache (idiopathische Epilepsie): keine strukturellen Veränderungen oder Stoffwechselstörungen, teilweise genetische Veranlagung
  • Genetische Faktoren: Erhöhte Anfallsbereitschaft kann vererbt werden, oft ausgelöst durch zusätzliche Faktoren wie Schlafmangel oder hormonelle Veränderungen
  • Strukturelle Veränderungen im Gehirn: z. B. angeborene Fehlbildungen oder frühkindliche Hirnschäden
  • Erworbene Hirnschäden: z. B. durch Schädel-Hirn-Trauma oder Geburt
  • Erkrankungen des Gehirns: z. B. Schlaganfall, Hirntumoren
  • Entzündungen: z. B. Hirn- oder Hirnhautentzündungen (Enzephalitis, Meningitis)
  • Stoffwechselstörungen: z. B. Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen
  • Kombination mehrerer Ursachen: genetische Veranlagung plus auslösende Faktoren wie Infektionen, Vergiftungen oder neurologische Erkrankungen

In vielen Fällen wirken mehrere Faktoren zusammen, die letztlich einen epileptischen Anfall auslösen.

Epilepsie – Diagnose

Wer einen epileptischen Anfall erleidet, sollte sich zeitnah von seinem Hausarzt untersuchen lassen. Nicht immer steckt hinter einem Anfall jedoch eine Epilepsie. Auch andere Ursachen können dafür verantwortlich sein. Gegebenenfalls wird der Patient an einen Neurologen zur weiterführenden Diagnostik überwiesen. Der Arzt wird sich nach der bisherigen Krankengeschichte erkundigen und sich den epileptischen Anfall genau beschreiben lassen. Meist können Personen, die bei dem Krampfanfall mit dabei waren, die Umstände besser schildern, als der Betroffene selbst. Die Beschreibung der Symptome kann oft schon einen Hinweis auf die Form des Krampfanfalls geben. So lassen sich beispielsweise fokale Anfälle (zum Beispiel Sehveränderungen oder Zuckungen des Arms) deutlich von tonisch-klonischen Anfällen (Patient verkrampft sich anfangs, der Körper versteift sich und beginnt, unkontrolliert zu zucken, Bewusstlosigkeit) unterscheiden. Wichtig sind zudem Informationen über mögliche Grunderkrankungen, bekannte Fälle von Epilepsie in der Familie und mögliche äußere Auslöser für den Krampfanfall, wie flackerndes Licht. Die nachfolgenden Untersuchungen geben dann Aufschluss darüber, ob ein Patient beispielsweise unter fokalen Anfällen leidet oder unter generalisierten Anfällen. Jedoch kommt es oft vor, dass keine klare Ursache für die Erkrankung gefunden wird und sich auch keine krankhaften Veränderungen im Gehirn nachweisen lassen (idiopathische Epilepsie).

Während der anschließenden neurologischen Untersuchungen wird unter anderem ein EEG (Elektroenzephalografie) erstellt. Auf diese Weise misst der Arzt die Hirnströme des Patienten. Nicht immer zeigt die Untersuchung die bei einer Epilepsie typische Kurvenveränderungen an. Daher wird meist auch ein MRT (Magnetresonanztomografie) gemacht. Eventuelle Schäden oder Fehlbildungen des Gehirns lassen sich dabei erkennen. Eine Computertomografie des Schädels kann insbesondere während der Akutphase – also kurz nach einem Anfall – helfen, um zum Beispiel Hirnblutungen als Auslöser zu entdecken.

Laboruntersuchungen sind angezeigt, wenn eine Enzephalitis (Gehirnentzündung) oder eine andere Erkrankung als Auslöser für den Anfall vermutet werden. Die Blutanalyse kann mögliche Entzündungen oder Stoffwechselveränderungen aufzeigen. Manchmal wird zudem eine Lumbalpunktion vorgenommen.

Epilepsie – Behandlung

Wurde die Diagnose Epilepsie gestellt, erfolgt eine Behandlung in der Regel spätestens dann, wenn Betroffene mehr als zwei Krampfanfälle im Jahr erleiden. Aber nicht jede Epilepsie wird als sehr belastend empfunden. Es gibt Patienten, die sich im Alltag kaum beeinträchtigt fühlen. Das ist dann der Fall, wenn die epileptischen Anfälle nur selten oder nicht besonders intensiv auftreten. Andere Betroffene bekommen häufige und schwere Krampfanfälle oder erleiden Absencen (kurze geistige Abwesenheit). Die Therapie der Epilepsie richtet sich unter anderem nach der individuellen Art der Anfälle. Eine medikamentöse Behandlung mit sogenannten Antikonvulsiva kann das Risiko für weitere Anfälle senken. Auch eine Operation (Epilepsiechirurgie) oder ein Stimulationsverfahren können angezeigt sein.

Operation (Epilepsiechirurgie)

Ist eine Epilepsie mit Medikamenten nicht ausreichend behandelbar und gehen die Krampfanfälle immer von einer begrenzten Hirnregion aus (fokale Anfälle), kann eine operative Entfernung von Hirngewebe unter Umständen hilfreich sein. Sie betrifft dann nur diesen bestimmten Teil des Gehirns (resektive Operation).

Stimulationsverfahren

Bringen Medikamente nicht den gewünschten Erfolg, können auch sogenannte Stimulationsverfahren gegen epileptische Anfälle helfen. Dabei gibt der Arzt mit niedriger Stromstärke Impulse in bestimmte Strukturen des Gehirns oder solche, die dorthin führen (Vagusnerv). Verschiedene Verfahren der Stimulation sind möglich. Am häufigsten wird die Vagusnervstimulation (VNS) angewandt.

Das kann man selbst tun:

Epilepsie-Patienten sollten darauf achten, immer ausreichend viel zu schlafen. Dies kann das Risiko, einen Krampfanfall zu erleiden, verringern. Alkohol besser nur selten und in sehr geringen Mengen genießen. Wer unter seiner Krankheit auch psychisch stark leidet, dem empfiehlt sich eine Psychotherapie. Bei der Berufswahl muss die neurologische Erkrankung mit in die Überlegungen einfließen. Denn nicht jede Arbeit kann mit Epilepsie verrichtet werden.

Alternative Zusatztherapien

TherapieformAnwendung / AnsatzBeispiele / MaßnahmenWichtige Hinweise
HomöopathieKann begleitend den Verlauf von Epilepsie positiv beeinflussenNux vomica, Tuberculinum, Silicea, Pulsatilla, Calcium phosphoricumNur nach gesicherter Diagnose und Klassifikation einsetzen, nicht immer sinnvoll, besonders bei Kindern teils positive Erfahrungen
AkupunkturRegulation von Energieflüssen (TCM), Lösung von BlockadenBehandlung durch gezielte NadelreizeKann unterstützend wirken, sollte durch erfahrene Therapeuten erfolgen und mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden

Epilepsie bei Kindern

Sehr oft tritt Epilepsie schon bei Kindern und Jugendlichen auf. In dieser Altersgruppe zählt das Leiden zu den häufigsten Krankheiten des zentralen Nervensystems. Jährlich sind deutschlandweit etwa 50 von 100.000 Kindern betroffen. Durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten lassen sich nach Auftreten der Erkrankung in der Regel weitere epileptische Anfälle vermeiden. Zudem ist es wichtig, auf eine gesunde Lebensführung zu achten. Oftmals wird ein Anfall durch bestimmte Reize ausgelöst. Das können Schlafmangel, bestimmte Geräusche oder flackerndes Licht sein. Diese negativen Einflüsse sollten künftig gemieden werden. – Grundsätzlich ist eine Epilepsie bei Kindern meistens gut behandelbar. Sorgen, die Erkrankung könne die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen, sind meist unbegründet.

Epilepsie – ICD-Code

Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So wird eine Epilepsie unter dem ICD-Code: „G40“ erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieses Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.

Epilepsie – Was bezahlt die Krankenkasse und was muss man selbst bezahlen?

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf ambulante und stationäre Versorgung sowie Arznei- und Hilfsmittel, müssen aber in der Regel Zuzahlungen leisten. Diese betragen meist 10 % der Kosten, maximal 10 Euro, mindestens 5 Euro pro Zuzahlung; günstigere Präparate können zuzahlungsfrei sein. Bei Arzneimitteln erstatten Kassen oft nur einen Festbetrag – ist das Medikament teurer, zahlt der Patient die Differenz plus Zuzahlung.

Für Krankenhausaufenthalte fallen 10 Euro pro Tag für maximal 28 Tage im Jahr an. Ähnliche Grenzen gelten für häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfen und Hilfsmittel. Für Akupunktur werden bei bestimmten chronischen Schmerzen bis zu zehn Sitzungen übernommen, sofern ein qualifizierter Arzt behandelt. Akupunktur durch Heilpraktiker zahlen Versicherte selbst.

Epilepsie – Was übernimmt die DFV?

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Eine Ärztin mit Stethoskop und verschränkten Armen. © Artmim

FAQ – Häufige Fragen zur Epilepsie

  • In Deutschland erkranken jährlich zwischen 40 und 70 von 100.000 Menschen an Epilepsie. Das höchste Risiko tragen Kinder und Erwachsene zwischen 50 und 60 Jahren. Grundsätzlich kann die Krankheit aber in jedem Lebensalter auftreten.

  • Bei dem Anfall ist entweder das ganze Gehirn (generalisierter Anfall) oder lediglich ein begrenzter Bereich des Gehirns (fokaler Anfall) plötzlich über die Maßen aktiv. Oft dauert der Anfall nur wenige Sekunden. Er kann jedoch auch bis zu zwei Minuten anhalten. Häufig folgt auf einen Anfall eine Nachphase. Auch wenn sich Gehirnzellen nicht mehr krankhaft elektrisch entladen, kann es noch über mehrere Stunden zu Auffälligkeiten kommen. Symptome sind unter anderem Störungen der Aufmerksamkeit, der Sprache, des Gedächtnisses oder aggressives Verhalten. Viele Betroffene sind aber schon Minuten nach dem Anfall wieder beschwerdefrei.

  • Für die Entstehung von Epilepsie gibt es viele Ursachen. Oftmals ist allerdings kein konkreter Auslöser für einen Anfall auszumachen, obwohl klare Hinweise für eine Ursache im Gehirn vorliegen. Dies bezeichnet man als kryptogene Epilepsie. Eine andere Form, die idiopathische Epilepsie, liegt dann vor, wenn die Ärzte keine krankhaften Veränderungen im Gehirn und auch keine Stoffwechselstörungen finden. Die Ursache für die Anfälle ist dann ebenfalls unklar (idiopathisch). Von genetischer Epilepsie sprechen Mediziner, wenn die Anfälligkeit für die Erkrankung über das Erbgut von den Eltern an die Kinder weitergegeben wird. Damit ein Anfall dann aber auftritt, bedarf es zusätzlicher, äußerer Faktoren. Bei einer Epilepsie, die symptomatisch ist, zeigen sich hingegen strukturelle Veränderungen des Gehirns oder es liegt eine spezielle Grunderkrankung vor. Zu den weiteren Ursachen zählen unter anderem ein Schlaganfall, Enzephalitis, Erkrankungen der Schilddrüse oder Diabetes.

  • Einige Menschen bringen eine grundsätzliche Bereitschaft für Epilepsie mit. Bei ihnen können Schlafmangel, Fieber oder flackerndes Licht zum Ausbruch eines Krampfanfalls führen. Finden Ärzte keine Veränderungen im Gehirn, die auf eine Krankheit schließen lassen und leidet ein Patient auch nicht an einer Stoffwechselstörung, ist die Art der Epilepsie meist idiopathisch. Dagegen werden Epilepsien, die auf bestimmte Ursachen zurückführbar sind, als symptomatisch bezeichnet.

  • In Deutschland können Menschen mit aktiver Epilepsie grundsätzlich keine Berufe ausüben, bei denen sie Kraftfahrzeuge zur Personen- und Güterbeförderung bedienen müssen oder bei denen der Gebrauch einer Schusswaffe notwendig werden kann. Zudem sind auch Tätigkeiten, bei denen eine Absturzgefahr besteht sowie Schicht- und Nachtarbeit zu vermeiden. Konkret also Berufe wie: Dachdecker, Feuerwehrmann, Schornsteinfeger, Förster, Polizist, Pilot, Soldat, Elektriker, Taucher. Anfallsfreie Menschen mit Epilepsie unterliegen dagegen nur wenigen beruflichen Einschränkungen.

  • Epilepsie ist meist nicht im klassischen Sinn heilbar, aber häufig sehr gut behandelbar. Vor allem bei Kindern können Anfälle vollständig verschwinden. Häufig lassen sich Anfälle durch konsequente Medikamenteneinnahme und angepassten Lebensstil über Jahre kontrollieren. Wenn Medikamente nicht ausreichen, können Operationen oder Verfahren wie die Vagusnervstimulation helfen. Dank moderner Diagnostik und Therapien ist die Prognose heute wesentlich besser und ein selbstbestimmtes Leben mit hoher Lebensqualität meist möglich.

  • Magnesium ist wichtig für Nerven und Muskeln und kann helfen, Nervenzellen zu stabilisieren. Ein Magnesiummangel erhöht womöglich das Risiko für Krampfanfälle, doch Studien zeigen bisher nicht, dass Magnesiumpräparate epileptische Anfälle deutlich verringern. Bei nachgewiesenem Mangel kann eine Ergänzung sinnvoll sein, jedoch nur nach ärztlicher Rücksprache. Eine ausgewogene Ernährung ist für Epilepsie-Betroffene empfehlenswert. Medikamente sollten nie ohne Rücksprache mit dem Arzt gegen Nahrungsergänzungsmittel ausgetauscht werden.

Tipps

Fazit

Epilepsie ist eine häufige, aber gut behandelbare Erkrankung. Entscheidend sind richtiges Verhalten im Anfall, eine klare Diagnose und eine individuell angepasste Therapie. Mit Medikamenten, ggf. ergänzenden Verfahren und einer gesunden Lebensweise lassen sich Anfälle oft deutlich reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessern.

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