Diphterie © DFV-Ratgeber-shutterstock-708082852-Tobias-Arhelger-Std.Lizenz
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Diphtherie: Ursachen, Symptome, Therapie

Diphtherie ist eine Infektionskrankheit, die weltweit vorkommt. Betroffene müssen häufig stationär behandelt werden, da die von Bakterien verursachte Erkrankung zu schweren Komplikationen führen kann.


Inhaltsverzeichnis

Was ist Diphtherie?

Diphtherie ist eine Infektion, die durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae ausgelöst wird. Die Krankheit kann einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen und als Rachen-, Kehlkopf-, Nasen- oder Wunddiphtherie auftreten. In Deutschland besteht seit den 50er Jahren die Möglichkeit, sich gegen Diphtherie impfen zu lassen. Zuvor galt die Krankheit als eine der gefährlichsten Kinderkrankheiten.

Diphtherie ist auf der ganzen Welt verbreitet. Wegen der hohen Impfquote bei Kindern kommt die Infektion in Deutschland und anderen westlichen Ländern nur noch selten vor. Meist tritt sie nach einem Auslandsaufenthalt auf. Diphtherie ist jedoch in Teilen Osteuropas, in Afghanistan, Indien und in einigen afrikanischen Ländern stärker verbreitet.

In Deutschland besteht eine Meldepflicht für Diphtherie. Entsprechend dem Infektionsschutzgesetz muss der Arzt das zuständige Gesundheitsamt informieren, wenn ein Krankheitsverdacht besteht, die Erkrankung diagnostiziert wurde oder ein Patient daran gestorben ist.

Symptome von Diphtherie

Steckt sich jemand mit Diphtherie an, zeigen sich innerhalb von ein bis fünf Tagen erste Symptome. Die häufigste Form der Erkrankung ist die sogenannte Rachendiphtherie. Bei dieser lokal begrenzten Krankheitsform bilden sich auf den Mandeln und im gesamten Nasen-Rachen-Raum weißlich-gelbe Beläge (Pseudomembranen). Sie haften so fest, dass die Schleimhaut darunter blutet, wenn man versucht, die Beläge abzustreifen. Die Diphtherie-Bakterien produzieren ein Gift, das die Schleimhäute anschwellen lässt. Patienten leiden dann unter Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Husten, geschwollenen Lymphknoten, Fieber und einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Selbst von außen kann man die Halsschwellung sehen. Charakteristisch während der Erkrankungszeit ist auch der süßlich-faulige Mundgeruch.

Erkranken Säuglinge oder Kinder an der Infektion, ist häufig die Nasenschleimhaut betroffen. Dann tritt ein blutiger oder eitriger Ausfluss aus der Nase auf.

Haut- oder Wunddiphtherie:

Gelangen die Erreger in eine offene Wunde, kommt es zur Haut- oder Wunddiphtherie. Symptome sind Hautrötungen mit Schmerzen und Schwellungen. Möglich sind auch oberflächliche, schlecht heilende Geschwüre sowie Vereiterungen. In den meisten Fällen entsteht eine Hautdiphtherie auf dem Boden von bereits vorhandenen Hautwunden oder Hautveränderungen. Diese Form der Diphtherie ist hauptsächlich in den Tropen verbreitet. Hierzulande sind davon eher Risikogruppen wie Obdachlose, Drogen- oder Alkoholabhängige betroffen.

Komplikationen bei Diphtherie:

Einen gefährlichen Verlauf kann Diphtherie nehmen, wenn die Erkrankung auf den Kehlkopf übergreift. Die Schleimhaut schwillt auch hier an und durch die Schwellung kommt es zu einem bellenden Husten, auch als Krupp-Husten bezeichnet. Betroffene werden zudem heiser. Nimmt die Schwellung weiter zu, kann Atemnot auftreten. Dann besteht für Patienten Lebensgefahr.

Von einer toxischen Diphtherie sprechen Ärzte bei Verläufen mit sehr starkem Krankheitsgefühl und hohem Fieber bis hin zum Schock. Es kann dann zu einer Herzmuskelentzündung kommen, mit Herzrasen und Herzrhythmusstörungen. Dabei kann bei einigen Patienten noch Wochen nach der ausgestandenen Erkrankung ein plötzlicher Herzstillstand auftreten. Oftmals erholt sich das Herz jedoch vollständig.

Werden durch die Diphtherie Nerven des Kopfes geschädigt, können sich Seh- und Schluckstörungen (Schlucklähmung) entwickeln. Eher selten kommt es zu Leber- oder Nierenversagen, Hirnentzündung (Enzephalitis), Lungenentzündung oder Lungenembolie.

Verläuft eine Diphtherie tödlich (in fünf bis zehn Prozent der Fälle), sind häufig verengte Atemwege oder eine Herzmuskelentzündung der Grund. Wird Diphtherie nicht behandelt, kann die Sterblichkeit auf bis zu 25 Prozent steigen.

Ursache von Diphtherie

Verursacht wird Diphtherie durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae. Es bildet im Organismus das Diphtherie-Toxin. Dieses Gift schädigt die Schleimhäute und zerstört Körperzellen. Die Übertragung des Corynebacteriums diphtheriae erfolgt durch Tröpfcheninfektion, wenn Erkrankte Personen husten, niesen oder sprechen. Der Erreger kann dann bereits vor Ausbruch der ersten Diphtherie-Symptome an andere, gesunde, Menschen weitergegeben werden.

Diphtherie – Diagnose

Zu Beginn der Erkrankung kann Diphtherie mit einer Mandelentzündung, Kehlkopfentzündung oder Pseudo-Krupp verwechselt werden. Daher wird die Verdachtsdiagnose des Arztes, die anhand der Symptome erfolgt, von der tatsächlichen Diagnose unterschieden: Zur Stellung einer sicheren Diagnose, wird mit einem Wattestäbchen ein Abstrich von der Rachen- oder Nasenschleimhaut entnommen. Im Labor untersucht man die Probe auf den Diphtherie-Erreger und sein Gift. Da die Analyse des Rachenabstrichs und damit der mögliche Nachweis der Bakterien und des Diphtherie-Toxins etwa zwölf Stunden dauern, beginnt man bereits bei Verdacht auf die Erkrankung mit der Behandlung.

Meldepflicht von Diphtherie

Wird bei einem Patienten Diphtherie diagnostiziert oder besteht Verdacht auf die Infektionserkrankung, muss dies dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden. Dies gilt ebenfalls im Todesfall.

Diphtherie – Behandlung

Bei bestehendem Verdacht auf eine Diphtherie, sollte unverzüglich mit der Behandlung begonnen werden. Dem Patienten wird ein Gegengift gespritzt, das Diphtherie-Antitoxin. Es bindet und neutralisiert das bereits im Körper befindliche Diphtheriegift. Dieses wird so unschädlich. Gegen das Toxin, welches bereits an Körperzellen gebunden ist, kann eine Antitoxin-Gabe jedoch nichts mehr ausrichten. Da auf das Gegengift, das man aus dem Blut von Pferden gewinnt, allergische Reaktionen möglich sind, führt der Arzt häufig vor dessen Verabreichung einen Allergietest durch. Der Antitoxin-Allergietest wird in Form eines Hauttests vorgenommen.

Zusätzlich ist eine antibiotische Therapie notwendig. So wird das Diphtherie-Bakterium direkt bekämpft und eine weitere Produktion des Diphtheriegifts verhindert. In der Regel erfolgt die Antibiotika-Therapie über einen Zeitraum von zehn Tagen. Meist wird dabei Penicillin eingesetzt. Patienten sind noch bis zu einer Woche nach Start der Antibiotika-Behandlung für andere ansteckend.

Um die Gefahr von Komplikationen, wie einer Herzschädigung, zu verringern, müssen Betroffene strenge Bettruhe für mindestens vier Wochen einhalten. Häufig werden Diphtherie-Kranke in der Klinik behandelt, oft sogar auf der Intensivstation. Das ist angezeigt, wenn die Atmung stark eingeschränkt ist und die Schleimhäute der Luftröhre entzündlich angeschwollen sind. Dann ist eine rechtzeitige maschinelle Beatmung wichtig. Patienten werden dazu in ein künstliches Koma versetzt. – Verläuft die Diphtherie-Erkrankung ohne Komplikationen, bestehen gute Aussichten auf eine vollständige Heilung. Auch bleibende Schäden sind dann unwahrscheinlich.

Unmittelbar nach einer Diptherie-Diagnose wird der Patient isoliert, also unter Quarantäne gestellt. Eine weitere Übertragung des Erregers Corynebacterium diphtheriae soll so vermieden werden. Kontakt dürfen dann nur noch Personen haben, die über einen ausreichenden Impfschutz verfügen. Jeder, der vor Beginn der Quarantäne mit dem Erkrankten in Kontakt stand, wird ebenfalls auf Diphtherie untersucht. Häufig wird diesen engen Kontaktpersonen prophylaktisch ein Antibiotikum gegeben. Nicht geimpfte Kontaktpersonen sollten die Impfung sofort nachholen.

Homöopathie bei Diphtherie

Diphtherie ist eine akute Infektionskrankheit, die lebensbedrohlich sein kann. Daher sollte schon beim ersten Verdacht auf Diphtherie unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Je eher die Infektion mit dem entsprechenden Antitoxin und einem Antibiotikum behandelt wird, desto besser sind die Aussichten auf eine komplikationsfreie Genesung. In der Regel sollte ein Patient mindestens vier Wochen Bettruhe halten. In der Homöopathie werden die Symptome der Diphtherie zum Beispiel mit folgenden Mitteln gelindert (Auswahl):

  • Ailanthus
  • Kalium bichromicum
  • Mercurius cyanatus
  • Mercurius solubilis

Akupunktur bei Diphtherie

Nach durchgestandener Infektion mit dem Corynebacterium diphtheriae ist das Immunsystem noch für einige Zeit geschwächt. Um die Abwehrkräfte nun zu stärken, kann eine Akupunktur-Behandlung hilfreich sein. Krankheiten sind laut Vorstellung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) auf eine Störung im Fließen der Lebensenergie Qi zurückzuführen. Blockaden im sogenannten Lebensenergiestrom können Schmerzen oder andere gesundheitliche Störungen hervorrufen. Eine Nadelung spezieller Akupunkturpunkte kann dabei harmonisierend wirken, Blockaden lösen und ein ungestörtes Fließen des Qi fördern.

Diphtherie Impfung

Seit 1955 die Diphtherie-Impfung in Deutschland eingeführt wurde, tritt die Krankheit hierzulande nur noch selten auf. Die Grundimmunisierung wird in der Regel im Säuglingsalter vorgenommen. Sie besteht aus mehreren Dosen und wird in den Muskel gespritzt (meist seitlicher Oberschenkel oder Oberarm). Da die Impfung keinen lebenslangen Schutz bietet, muss sie spätestens alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Bei noch nicht geimpften Erwachsenen oder bei Personen, die keinen Impfnachweis besitzen, werden zwei Impfungen im Abstand von vier bis acht Wochen gegeben. Eine dritte Impfung erfolgt sechs Monate nach der zweiten.

Verabreichung der Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit Juni 2020 ein reduziertes 2+1-Impfschema. Es besteht aus drei Dosen Diphtherie-Impfstoff. Er ist Teil der sogenannten Sechsfachimpfung, die ebenfalls gegen Hepatitis B, Haemophilus influenzae Typ b, Tetanus, Keuchhusten (Pertussis) und Kinderlähmung (Polio) wirkt. Die bis dahin verabreichte zweite Impfstoffdosis im Alter von drei Monaten entfällt. Nur Frühgeborene werden weiterhin nach dem 3+1-Schema geimpft. Ist der Impfstoff für das 2+1-Impfschema zugelassen, verabreichen Ärzte ihn folgendermaßen:

  • Erste Impfdosis ab vollendetem zweiten Lebensmonat
  • Zweite Impfdosis ab vollendetem viertem Lebensmonat
  • Dritte Impfdosis gegen Ende des ersten Lebensjahres (etwa elfter Lebensmonat)

Frühgeborenen empfiehlt die STIKO weiterhin vier Impfdosen (3+1-Impfschema) mit einer zusätzlichen Diphtherie-Impfung im dritten Lebensmonat.

Das 3+1-Impfschema gilt auch für Impfstoffe, die nicht für das 2+1-Impfschema zugelassen wurden.

h3>Auffrischung der Diphtherie-Impfung

Im Anschluss an die oben beschriebene Grundimmunisierung sollte die Impfung regelmäßig aufgefrischt werden. Am besten im Alter von fünf bis sechs Jahren (zuzüglich Tetanus und Keuchhusten) sowie erneut zwischen neun und 16 Jahren (zuzüglich Tetanus, Keuchhusten und Polio). Erwachsene erhalten die Auffrischimpfung in Kombination mit der Impfung gegen Tetanus alle zehn Jahre. Außerdem wird einmalig auch ein Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten-Kombinationsimpfstoff gegeben.

Diphtherie – ICD-Code

Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So wird eine Infektion mit Diphtherie unter dem ICD-Code „A36.0“ erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieses Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.

Diphtherie – Was bezahlt die Krankenkasse und was muss man selbst bezahlen?

Angehörige einer gesetzlichen Krankenversicherung haben grundsätzlich ein Recht auf stationäre sowie ambulante Versorgung, auf Arzneimittel und weitere Leistungen. In aller Regel sind jedoch bestimmte Eigenleistungen (Zuzahlungen) gesetzlich festgeschrieben. Diese Zuzahlungen betragen 10 Prozent der Kosten, pro Zuzahlung aber maximal 10 Euro. Kostet die Leistung weniger als 5 Euro, hat der Versicherte den tatsächlichen Preis zu entrichten.

Bei Arzneimitteln gelten diese Grenzen ebenfalls. Wenn der Betroffene ein besonders preiswertes Präparat erhält, entfällt die Zuzahlung. Dabei dürfen die Krankenkassen feste Beträge bestimmen, die sie erstatten, sofern mehrere Präparate mit gleichem Wirkstoff erhältlich sind. Arzneimittel, deren Preis 30 Prozent unter diesem Festbetrag liegt, werden von den Krankenkassen ohne Zuzahlung erstattet.

Zudem besteht die Regelung, dass die GKV bei bestimmten Präparaten nicht mehr den Einzelpreis des jeweiligen Arzneimittels erstatten muss, sondern nur den Festbetrag, der für eine Gruppe von vergleichbaren Präparaten festgelegt wurde. Ist das verschriebene Medikament teurer, muss der Patient den Mehrpreis selbst zahlen plus der gesetzlichen Zuzahlung für den erstatteten Kostenanteil.

Zuzahlungen fallen ebenfalls bei einem Krankenhausaufenthalt an. Sie betragen 10 Euro pro Kalendertag, wobei die Zuzahlung nur für maximal 28 Tage pro Jahr geleistet werden muss. Dabei können mehrere Krankenhausaufenthalte in einem Jahr zusammengenommen werden, so dass die maximale Zuzahlung bei stationärer Behandlung 280 Euro pro Kalenderjahr beträgt.

Bei häuslicher Krankenpflege werden einmalig zehn Euro für die Verordnung fällig. Darüber hinaus sind 10 Prozent pro Tag als Eigenanteil zu tragen. Die Zuzahlung ist auf 28 Kalendertage pro Kalenderjahr begrenzt und wird nur bei Erwachsenen über 18 Jahren erhoben. Auch bei häuslicher Krankenpflege gilt die Obergrenze von 280 Euro pro Kalenderjahr. Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte werden bei der Obergrenze der Zuzahlung für häusliche Krankenpflege angerechnet.

Wenn die Kosten für eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse übernommen werden, müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent der anfallenden Kosten leisten. Die Grenzen liegen bei mindestens 5 und maximal 10 Euro pro Kalendertag. Diese Zuzahlungspflicht gilt für den gesamten Zeitraum, in dem eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen wird.

Bei Hilfsmitteln müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent des Abgabepreises leisten, wobei ebenfalls eine Ober- und Untergrenze von 10 und 5 Euro pro Verordnung gelten.

Die Höhe der Zuzahlungen für Rehabilitationsmaßnahmen hängt von der Maßnahme und vom jeweiligen Kostenträger ab.

Die Kosten für eine Schmerztherapie in einer Schmerzklinik übernimmt in der Regel jede gesetzliche Krankenkasse, da es sich um eine vertragsärztliche Leistung handelt. Allerdings können weitere Kosten (wie z. B. Zuzahlungen für Verordnungen) privat anfallen.

Die Kosten einer klassischen Körperakupunktur werden von allen gesetzlichen Krankenkassen, bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder bei Kniegelenkarthrose, übernommen. Der Leistung wird vorausgesetzt, dass die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen. In solchen Fällen haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall innerhalb von maximal sechs Wochen. Eine erneute Behandlung kann frühestens zwölf Monate nach Abschluss der letzten Akupunkturbehandlung erfolgen. Die Krankenkasse erstattet die Kosten nur, wenn die Behandlung von einem qualifizierten Arzt durchgeführt wird. Akupunktur bei einem Heilpraktiker wird nicht übernommen. Die Kosten sind dann privat zu leisten.

Diphtherie – Was übernimmt die DFV?

Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.

Im Falle einer Erkrankung warten Sie mit der Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Exklusiv nicht länger als 5 Tage auf einen Termin bei einem spezialisierten Facharzt.

Sie profitieren zudem von Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, freier Krankenhauswahl und Krankenhaustagegeld bei einem stationären Klinikaufenthalt. Der DFV-KlinikSchutz macht Sie zum Privatpatienten im Krankenhaus inkl. Auslandskrankenversicherung.

FAQ zum Thema Diphtherie

Was sind die typischen Diphtherie-Symptome?

Bei den meisten Diphtherie-Patienten beginnen die Symptome im Rachen. Sie leiden dann unter Halsschmerzen, Beschwerden beim Schlucken und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl. Die Schwellung am Hals ist auch von außen deutlich sichtbar. Zudem leiden Erkrankte unter Husten, Heiserkeit und geschwollenen Lymphknoten. Sogenannte Pseudomembranen (weißlich-gelbe Beläge) auf den Mandeln sind ein sicherer Hinweis auf Diphtherie. Sie können sich bis in den Rachen und/oder die Luftröhre und die Nase ausbreiten. Versucht man die Beläge zu entfernen, blutete die Schleimhaut darunter. Betroffene haben einen süßlich-fauligen Mundgeruch. Die Diphtherie-Bakterien können sich bei schweren Verläufen weiter im Körper ausbreiten und lebensbedrohliche Komplikationen auslösen.

Wie gefährlich ist Diphtherie?

Wird eine Diphtherie früh erkannt und behandelt, können Patienten meist vollständig geheilt werden. Die bakterielle Infektion kann allerdings auch schwere Komplikationen verursachen oder zum Tod führen. Es ist möglich, dass Patienten beispielsweise an Herzversagen oder Ersticken sterben. Das betrifft rund fünf bis zehn Prozent der Erkrankten. Die Sterblichkeit ist in Ländern mit guter medizinischer Versorgung aber geringer als etwa in vielen Entwicklungsländern.

Wie wird Diphtherie übertragen?

Diphtherie-Bakterien werden vorwiegend durch Tröpfcheninfektion mit der Atemluft übertragen, beispielsweise beim Husten, Niesen oder Sprechen. Mit der Wunddiphtherie können sich enge Kontaktpersonen zudem auch auf dem Weg einer Schmierinfektion anstecken. Es ist möglich, dass sich der Erreger bei gesunden Menschen ohne Impfschutz unerkannt im Nasen-Rachen-Raum befindet und so weiter verbreitet. Jeder, der nicht geimpft ist, kann an Diphtherie erkranken und andere Menschen anstecken (Mensch-zu-Mensch-Übertragung).

Wo kommt Diphtherie vor?

Diphtherie ist auf der ganzen Welt verbreitet. Die meisten Diphtherie-Fälle traten in der Vergangenheit in gemäßigten Klimazonen auf, vorwiegend in Herbst und Winter. Mit der Einführung einer Impfung erkrankten seit den 50er Jahren in den westlichen Industrieländern immer weniger Menschen. Verbreitet ist die Infektion dagegen in vielen Ländern Afrikas, Asiens, des Südpazifiks und zum Teil Osteuropas. Häufig kommt es dann zu Epidemien, vor allem bei niedrigen Impfraten.

Wann muss man die Diphtherie-Impfung auffrischen?

Eine Diphtherie-Impfung bietet keinen lebenslangen Schutz. Daher muss spätestens alle zehn Jahre eine Auffrischung erfolgen. – Nach der Grundimmunisierung von Säuglingen sollte die Impfung mit fünf bis sechs Jahren aufgefrischt werden und dann wieder zwischen neun und 16 Jahren.

Quellen

  • Suttorp, Norbert; Mielke, Martin et al: Infektionskrankheiten verstehen, erkennen, behandeln, Thieme Verlag, 1. Auflage 2003
  • Herold, Gerd: Innere Medizin, Gerd Herold, Ausgabe 2019
  • Hofmann, Friedrich et al: Praktische Infektiologie: Erreger-Diagnose-Therapie-Prävention, ecomed Medizin, 3. Auflage 2011
  • Hohenester, Walter und Helfferich, Michael: Ganzheitlich heilen durch Homöopathie, Südwest Verlag, 6. Auflage 1998
  • Robert Koch-Institut (RKI): Diphtherie RKI-Ratgeber, www.rki.de (Abruf 31.08.2020)
  • Robert Koch-Institut (RKI): Epidemiologisches Bulletin 26/2020, www.rki.de (Abruf 31.08.2020)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Diphtherie-Impfung bei Kindern, www.impfen-info.de (Abruf 31.08.2020)
  • Berufsverband deutscher Internisten e.V.: Vorkommen von Diphtherie, www.internisten-im-netz.de (Abruf 1.09.2020)
  • Die Techniker, www.tk.de (Abruf 1.09.2020)
  • HalloVita Verlag, www.hallo-homoeopathie.de (Abruf 2.09.2020)
  • Deutsche Akupunktur Gesellschaft: www.deutsche-akupunktur-gesellschaft.de (Abruf 2.09.2020)

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