Fibromyalgie© Shutterstock Photoroyalty

Fibromyalgie Ursachen, Symptome & Behandlung

Fibromyalgie ist eine Schmerzerkrankung mit tiefen Muskelschmerzen in verschiedenen Regionen des Körpers. Frauen sind davon weitaus häufiger betroffen als Männer. Die Ursachen des Fibromyalgiesyndroms (FMS) sind bislang nicht bekannt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung ohne bekannte Ursache.
  • Betroffene leiden unter Muskelschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen.
  • Es handelt sich nicht um Entzündung, Rheuma oder Verschleiß.
  • Die Erkrankung ist nicht heilbar, Therapie zielt auf Linderung und Umgang mit Schmerzen.

SOS Tipps: Das hilft bei Fibromyalgie

Da sich Fibromyalgie bei Betroffenen auf unterschiedliche Weise äußert, gibt es auch kein allgemeinverbindliches Rezept zur Symptomlinderung. Die üblichen Schmerzmittel sind hier oft nicht wirksam. Eine schmerztherapeutische Behandlung sollte daher mit dem Arzt abgestimmt werden.

Vielen Patienten bringen folgende Maßnahmen Erleichterung:

  • Ausdauertraining: Zwei bis drei Mal in der Woche. Nicht zu intensiv, eher leichte bis mittlere Anstrengung. Zum Beispiel: Radfahren,  Aquajogging (bevorzugt in warmem Wasser), Aquagymnastik (bevorzugt in warmem Wasser),Schwimmen, Wandern, Walken, Tanzen
  • Kraft- und Koordinationsübungen: gezieltes Training von Gelenken und Muskeln, um muskuläre Dysbalancen wieder auszugleichen. Zum Beispiel: Gymnastik, Funktionstraining
  • Entspannungstechniken: denn Stress verstärkt den Fibromyalgieschmerz häufig. Infrage kommen unter anderem: Autogenes Training, Achtsamkeitsmeditation, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR), Yoga, Qigong, Tai Chi
  • Physikalische Therapie: Vielen Patienten hilft Wärme, anderen wiederum Kälte. Am besten probiert man auch hier aus, was gut tut:   Wärmebehandlung, Ganzkörperkältetherapie (wenige Minuten bei Minustemperaturen in der Kältekammer), Balneotherapie (medizinische Bäder)
Illustration zweier Hände die ein Herz halten.

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Was ist Fibromyalgie?

Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz) ist eine chronische, vielschichtige Schmerzerkrankung, die auch als Fibromyalgie-Syndrom (FMS) bezeichnet wird. Typisch sind beidseitige Muskel- und Gelenkschmerzen im gesamten Körper sowie Symptome wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Erschöpfung. Häufig treten auch Depressionen oder Ängste auf.

Die Erkrankung betrifft vor allem Frauen und zählt zu den Störungen der Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung. Sie gilt als funktionelle Erkrankung, da weder Entzündungen noch strukturelle Schäden an Muskeln, Gelenken oder Organen vorliegen. Die frühere Einordnung als Weichteil-Rheumatismus gilt als überholt.

Fibromyalgie tritt meist ab dem 35. Lebensjahr auf, ihre Ursachen sind bislang unklar. Der Verlauf ist wechselhaft mit schmerzfreien und beschwerdeintensiven Phasen. Eine Heilung ist derzeit nicht möglich.

In Deutschland sind etwa 2 % der Bevölkerung betroffen. Damit zählt Fibromyalgie zu den häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates – nach Arthrose und degenerativen Wirbelsäulenleiden.

Ursachen für Fibromyalgie

Die genauen Ursachen der Fibromyalgie sind bislang unklar. Vermutet werden genetische Faktoren sowie psychische Belastungen wie Stress oder Traumata. Es handelt sich weder um eine entzündliche, rheumatische noch verschleißbedingte Erkrankung.

  • Genetische Veranlagung (erbliches Risiko erhöht)
  • Veränderte Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem
  • Erhöhte Schmerzempfindlichkeit (Überbewertung von Schmerzreizen)
  • Psychische Belastungen (z. B. Stress)
  • Traumatische Erfahrungen (Kindheit oder Erwachsenenalter)
  • Mögliche Veränderungen kleiner Nervenfasern im Muskelgewebe (noch nicht abschließend geklärt)
  • Sekundär im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen:
    • Rheumatische Erkrankungen
    • Virusinfektionen (z. B. Epstein-Barr-, Hepatitis-, HI-Viren)
    • Tumorerkrankungen
    • Hormonstörungen

Symptome von Fibromyalgie

Wer an Fibromyalgie erkrankt ist, leidet unter chronischen Schmerzen und Muskelverspannungen am ganzen Körper. Oft kommen auch seelische Beschwerden dazu. Die Schmerzen fokussieren sich in der Regel auf bestimmte Körperregionen und bestehen seit mindestens drei Monaten. Häufig betroffen sind Nacken, Rücken, Arme, Beine und Brustkorb. Betroffene reagieren öfter sehr sensibel auf Reize wie Gerüche, Kälte, Lärm und grelles Licht. Bei Fibromyalgie-Patienten liegt eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit vor. Man unterscheidet Kernsymptome, wie chronische Muskel- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Ein- und Durchschlafschwierigkeiten sowie Schwellungsgefühle von weiteren, begleitenden Symptomen. Patienten, die unter diesen zusätzlichen Symptomen leiden, haben eine schwere Form des Fybromyalgie-Syndroms. Die Intensität der Beschwerden ist nicht jeden Tag gleich stark ausgeprägt. Auch schmerzfreie Zeiten sind möglich. 

    • Gelenk- und Muskelschmerzen
    • Schmerzhafte Druckpunkte (sogenannte Tender-Points)
    • Schmerzen an den Sehnen
    • Steifigkeit
    • Brennen
    • Kopfschmerzen, Migräne
    • Reizdarm-Syndrom, häufig verbunden mit Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall
    • Reizblase (ständiger Harndrang)
    • Schlafstörungen (Ein- oder Durchschlafprobleme)
    • Müdigkeit und Erschöpfung
    • Konzentrationsschwierigkeiten
    • Schwellungsgefühle an Händen und Füßen, manchmal auch im Gesicht
    • Empfindliche Schleimhäute
    • Restless-Legs-Syndrom
    • verstärkte Reaktion auf Schmerzreize (Hyperalgesie)
    • niedrige Schmerzschwelle: von anderen als nicht schmerzhaft empfundene Reize werden als schmerzvoll empfunden (Allodynie)
    • Depressionen
    • Innere Unruhe
    • Antriebslosigkeit
    • Angststörungen

Fibromyalgie: Therapie

Fibromyalgie ist nicht heilbar, verursacht jedoch keine strukturellen Schäden an Organen oder Gewebe. Ziel der Behandlung ist es, den Alltag bestmöglich zu bewältigen. Je nach Schweregrad erfolgt eine individuelle, multimodale Therapie. Da die Beschwerden stark variieren, sollten Betroffene ihre Behandlung auf persönliche Bedürfnisse abstimmen.

TherapiebausteinMaßnahmenWirkung / ZielBesonderheiten / Hinweise
GrundprinzipIndividuelle, multimodale TherapieVerbesserung der Lebensqualität, SymptomkontrolleKeine Heilung möglich. Therapie richtet sich nach Schweregrad und individuellen Beschwerden. Aktive Mitarbeit der Patienten ist entscheidend
Bewegung & TrainingAusdauertraining (z. B. Radfahren, Schwimmen, Walken, Tanzen), moderates Krafttraining, FunktionstrainingReduktion von Schmerzen, Verbesserung der körperlichen LeistungsfähigkeitRegelmäßigkeit wichtiger als Intensität; Belastungsgrenzen akzeptieren, Überforderung vermeiden; Aktivität wirkt langfristig besser als Schonung
EntspannungMeditation, Yoga, Qigong, Tai Chi, Progressive Muskelrelaxation, Autogenes TrainingStressabbau, Stabilisierung des Nervensystems, bessere SchmerzverarbeitungBesonders wichtig, da Stress Schmerzen verstärken kann; Techniken sollten regelmäßig geübt werden, um nachhaltig zu wirken
Psychotherapie (KVT)Kognitive VerhaltenstherapieVeränderung der Schmerzwahrnehmung, Umgang mit Belastung, Reduktion negativer DenkmusterSchmerzen bleiben bestehen, werden aber weniger belastend empfunden; hilft, Vermeidungsverhalten und Grübeln zu reduzieren
Antidepressiva (Schmerz)z. B. Amitriptylin, SSRIVerringerung der Schmerzwahrnehmung, Unterstützung bei AktivierungZiel ist nicht primär Stimmungsaufhellung, sondern Distanz zum Schmerz; kann Einstieg in Bewegungstherapie erleichtern
Antidepressiva (Psyche)SSRI, trizyklische AntidepressivaBehandlung von Depressionen und Ängsten, Verbesserung des SchlafsHäufig sinnvoll bei Begleiterkrankungen; wirken über Botenstoffe im Gehirn; Einnahmedauer wird individuell festgelegt
SchmerzmittelTramadol (Ausnahme)Linderung starker SchmerzenKlassische Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen, Paracetamol, Kortison) meist wirkungslos, da keine Entzündung vorliegt; Opioide selten sinnvoll
Antikonvulsivaz. B. PregabalinSchmerzreduktion, Verbesserung der SchlafqualitätWirken auf die Schmerzsignalübertragung im Nervensystem; mögliche Nebenwirkungen: Schwindel, Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen
Multimodale TherapieKombination aus Bewegung, Psychotherapie und MedikamentenGanzheitliche Verbesserung von körperlichen und psychischen BeschwerdenBesonders wirksam bei schweren Verläufen; abgestimmte Therapiebausteine verstärken sich gegenseitig
PatientenschulungSchulungen, InformationsprogrammeVerständnis der Erkrankung, Förderung der SelbstwirksamkeitVermittelt Wissen zu Verlauf, Therapie und Alltag; hilft Patienten, eigene Strategien zu entwickeln und aktiv mitzuwirken

Diagnose von Fibromyalgie

Die Diagnose Fibromyalgie ist oft schwierig und erfolgt meist erst nach einem längeren Weg, da die Symptome vielfältig sind und weder Röntgen- noch Laborwerte eindeutige Hinweise liefern. Dennoch sind diese Untersuchungen wichtig, um andere Erkrankungen auszuschließen, etwa rheumatische Erkrankungen, Infektionen, Schilddrüsenstörungen oder lokal begrenzte Schmerzsyndrome.

Erster Ansprechpartner ist in der Regel der Hausarzt, der die Krankengeschichte erhebt und bei Bedarf an Fachärzte überweist. Da es keine standardisierte Diagnostik gibt, dienen sogenannte Tender-Points als Orientierung. Diese schmerzempfindlichen Druckpunkte an Muskel-Sehnen-Übergängen reagieren bereits bei leichtem Druck stark.

Zusätzliche Hinweise sind anhaltende, generalisierte Schmerzen an beiden Körperhälften und am Rumpf über mindestens drei Monate.

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Welcher Arzt hilft bei Fibromyalgie?

Aufgrund der vielfältigen Symptome durchlaufen Fibromyalgie-Patienten oft viele Fachrichtungen, bevor die Diagnose gestellt wird. Spezialisierte Ärzte sind selten, doch Rheumatologen, Internisten, Orthopäden, Psychologen und Hausärzte mit Erfahrung in Schmerztherapie können geeignete Ansprechpartner sein. Hinweise geben Praxen selbst oder Selbsthilfegruppen.

Eine kontinuierliche Betreuung ist wichtig, ergänzt durch Bewegung und psychologische Unterstützung, insbesondere kognitive Verhaltenstherapie.

Da die Erkrankung nicht eindeutig nachweisbar ist, stoßen Betroffene häufig auf Unverständnis. Umso wichtiger ist ein erfahrener Arzt, der die Beschwerden ernst nimmt, ausreichend Zeit einplant und eine individuelle Therapie ermöglicht.

Hilft Homöopathie bei Fibromyalgie?

Da Patienten die Behandlung ihrer Erkrankung mit herkömmlichen Medikamenten oft als unzureichend erleben, wird auch bei den homöopathischen Mitteln nach Alternativen gesucht. Abhängig von den spezifischen Symptomen kommen verschiedene homöopathische Substanzen infrage. Viele habe unter anderem mit dem Mittel Rhus toxicodendron gute Erfahrungen bei der Linderung ihrer Schmerzen gemacht. Es findet insbesondere bei Erkrankungen der Sehnen und Bänder Einsatz, aber auch bei psychischen Beschwerden und Nervenleiden.

Am besten lässt man sich entsprechend der individuellen Symptomatik von einem erfahrenen Homöopathen beraten.

Hilft Akupunktur bei Fibromyalgie?

Akupunktur kann bei Fibromyalgie-Kranken zur Schmerzlinderung beitragen. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass der Einstich mit der Nadel zu einer Ausschüttung schmerzlindernder und auch stimmungsaufhellender Hormone wie Serotonin und Endorphinen im Gehirn führen kann. Zusätzlich profitieren Patienten mit Begleitsymptomen wie Müdigkeit oder depressiven Verstimmungen von der Anwendung. Die Behandlung wird meist im Liegen und mit sterilen Einmal-Nadeln durchgeführt.

Welche Folgen hat Fibromyalgie?

Fibromyalgie ist eine neurologische Erkrankung der Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung. Die chronisch generalisierten Schmerzen an Muskeln und Gelenken verursachen keine bleibenden Schäden. Allerdings ist die Krankheit nicht heilbar. Aufgrund der komplexen Symptomatik ist der Verlauf bei jedem unterschiedlich. Oft wechseln sich Phasen mit wenigen oder gar keinen Symptomen mit solchen starker Beschwerden ab. Die oftmals lange Leidensgeschichte führt häufig auch zu seelischen Problemen. 

FAQ zum Thema Fibromyalgie Häufige Fragen

    • Andauernde oder wiederkehrende Schmerzen an Muskeln und Sehnen, die seit mindestens drei Monaten bestehen
    • Schmerzhafte Druckpunkte an den sogenannten Tender-Points
    • Begleitsymptome wie Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, depressive Verstimmungen, Kopfschmerzen, Reizdarm, Schwellungsgefühle an Händen, Füßen oder im Gesicht, erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Kälte, Lärm und Licht.
  • Gegen den Fibromyalgie-Schmerz sind übliche entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Paracetamol oft wirkungslos. Für eine verringerte Schmerzwahrnehmung können Antidepressiva sorgen, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Amitriptylin. Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) können auch gegen Depressionen und Ängste helfen, die das Krankheitsbild häufig begleiten. Antikonvulsiva werden öfter zur Schmerzreduzierung beim Fibromyalgie-Syndrom eingesetzt. Allerdings muss man mit ausgeprägten Nebenwirkungen wie Schwindel, Gewichtszunahme und Ödemen rechnen.

  • Beim Fibromyalgie-Syndrom handelt es sich weder um eine Entzündung, noch um eine Stoffwechselkrankheit oder um Rheuma. Bis vor einigen Jahren galt die Krankheit als Weichteil-Rheumatismus. Diese Annahme ist heute überholt. Fibromyalgie ist eine neurologische Erkrankung der Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung.

  • Betroffenen werden regelmäßiges Ausdauertraining, Funktionstraining und Entspannungsverfahren empfohlen. Viele Patienten machen auch mit der multimodalen Schmerztherapie gute Erfahrungen. Das ist eine Kombination abgestimmter Therapieverfahren. Zum Beispiel kann eine kognitive Verhaltenstherapie durch Entspannungsübungen ergänzt werden. Aber auch eine zusätzliche medikamentöse Behandlung ist möglich. Multimodale Therapien werden oft von Schmerzkliniken, psychosomatischen Kliniken und auch von Reha-Kliniken angeboten.

  • Fibromyalgie ist zur Zeit noch nicht heilbar. Allerdings ist die Erkrankung auch nicht lebensbedrohlich. Die Behandlung der am FMS (Fibromyalgie-Syndrom) Erkrankten zielt darauf ab, Schmerzen und Begleitsymptome zu reduzieren und auch den individuellen Umgang mit den Beschwerden zu verändern. Die Intensität der Wahrnehmung der Beschwerden hat nämlich einen wesentlichen Einfluss auf den Leidensdruck der Patienten. Hier kann therapeutisch und durch eigene sportliche Aktivität viel erreicht werden.

  • Eine spezielle Ernährungsempfehlung gibt es bislang nicht. Lediglich Erfahrungsberichte von Fibromyalgie-Kranken. Die verweisen auf eine Verbesserung ihrer Beschwerden bei folgender Ernährungsumstellung:

    • viel Gemüse und Obst (enthält besonders viele Antioxidantien)
    • Reduzierung des Fleischkonsums 
    • Verzicht bzw. geringer Konsum von Alkohol, Schokolade, Kaffee und Nikotin.
  • Die Erkrankung tritt in einige Familien gehäuft auf. Allerdings liegen noch keine endgültigen Ergebnisse darüber vor, ob dies genetische Ursachen hat oder ob Kinder Verhaltensweisen ihrer Eltern übernehmen, die dann die Fibromyalgie auslösen.

  • Es gibt inzwischen zahlreiche Selbsthilfegruppen und Verbände für Betroffene. Unter anderem:

    • Deutsche Fibromyalgie Vereinigung (DFV)
    • Fibromyalgie-Liga-Deutschland (FLD)
    • Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
  • Menschen mit Fibromyalgie sollten Überlastung vermeiden, da zu intensive Aktivitäten und Stress Beschwerden verstärken können. Auch dauerhafte Schonung schadet, weil Bewegungsmangel Erschöpfung fördert. Extreme Sportarten, abrupte Trainingssteigerungen, radikale Diäten und eigenständige Medikamenteneinnahme ohne ärztliche Absprache sind zu vermeiden. Wichtig ist es, auf persönliche Bedürfnisse zu achten, regelmäßige Pausen einzulegen und individuelle Strategien zu finden, da jeder Verlauf unterschiedlich ist.

  • Fibromyalgie tritt meist zwischen 35 und 55 Jahren auf, kann aber in jedem Alter beginnen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Symptome entwickeln sich oft schleichend und sind anfänglich schwer zuzuordnen. Auch Jugendliche oder ältere Menschen können selten erkranken; dann ist eine genauere Diagnostik erforderlich. Bei lang anhaltenden, unerklärlichen Muskel- und Gliederschmerzen, Erschöpfung und Schlafstörungen sollte frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.

  • Bei Fibromyalgie sind Blutwerte meist unauffällig. Klassen Labortests wie Blutbild, BSG oder CRP zeigen keine Entzündungen oder Autoimmunreaktionen. Auch spezifische Antikörper bleiben im Normbereich. Laboruntersuchungen helfen vor allem, andere Krankheiten auszuschließen. Die Diagnose basiert auf Symptomen, körperlicher Untersuchung und dem Ausschluss anderer Erkrankungen, nicht auf auffälligen Blutwerten.

  • Fibromyalgie betrifft meist Frauen zwischen 35 und 55 Jahren, kann aber auch andere Altersgruppen treffen. Ein erhöhtes Risiko besteht bei familiärer Vorbelastung und nach belastenden Lebensereignissen, chronischem Stress oder Trauma. Die Erkrankung tritt häufig zusammen mit anderen chronischen oder seelischen Erkrankungen wie Depressionen auf. Wer länger anhaltende, unerklärliche Muskel- und Gliederschmerzen hat, sollte ärztlichen Rat suchen.

  • Fibromyalgie ähnelt in ihren Symptomen anderen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Lupus erythematodes, Schilddrüsenunterfunktion, chronischen Infektionen, CFS/ME, Diabetes, Nebenniereninsuffizienz und Depressionen. Zur sicheren Diagnose sind eine ausführliche Anamnese, gezielte körperliche Untersuchungen sowie Labor- und bildgebende Verfahren nötig, um andere Krankheiten auszuschließen und Fibromyalgie zuverlässig zu erkennen.

Tipps

Fazit

Fibromyalgie ist eine komplexe, chronische Erkrankung, die das Leben stark beeinträchtigen kann. Auch wenn keine Heilung möglich ist, lassen sich die Beschwerden durch Bewegung, Entspannung und psychologische Unterstützung deutlich lindern. Eine frühzeitige Diagnose und ein individueller Behandlungsplan helfen, den Alltag besser zu bewältigen.

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