Bestens versorgt mit dem DFV-AmbulantSchutz
Eine Impfung ist der wirksamste Schutz vor Tollwut. Der DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen neben Impfbehandlungen zahlreiche Kosten, für die eine gesetzliche Krankenkasse nicht aufkommt.
© Natalia KokhanovaTollwut ist eine ernsthafte, aber vermeidbare Krankheit. Wer sich gut informiert und vorbeugt, schützt sich und andere vor den schweren Folgen einer Infektion.
Sollte es zu einem Vorfall kommen, bei dem Sie den Verdacht haben, dass Sie oder jemand anderes mit einem tollwutinfizierten Tier in Kontakt gekommen ist, ist schnelles Handeln entscheidend. Hier sind die wichtigsten Schritte, die Sie sofort unternehmen sollten:
Tollwut ist eine schwere Virusinfektion, die das zentrale Nervensystem angreift. Die Krankheit wird durch das Rabiesvirus verursacht und betrifft sowohl Tiere als auch Menschen. Die Symptome entwickeln sich in mehreren Stadien und können zu schwerwiegenden neurologischen Problemen führen, die in der Regel zum Tod führen, wenn keine Behandlung erfolgt.
Die ersten Anzeichen einer Tollwutinfektion können grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein sein. Später können schwere neurologische Beschwerden wie Angstzustände, Halluzinationen, Krämpfe, Lähmungen und schließlich Koma auftreten. Die Krankheit endet in der Regel mit dem Tod, es sei denn, die betroffene Person erhält rechtzeitig die richtige Behandlung.
Eine Impfung ist der wirksamste Schutz vor Tollwut. Der DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen neben Impfbehandlungen zahlreiche Kosten, für die eine gesetzliche Krankenkasse nicht aufkommt.
Tollwut wird hauptsächlich durch den Biss oder Kratzer eines infizierten Tieres übertragen. Das Virus befindet sich in der Regel im Speichel des erkrankten Tieres und gelangt über offene Wunden in den Körper. Auch die Schleimhäute (z. B. im Auge oder Mund) können eine Eintrittspforte für das Virus sein, wenn sie mit infiziertem Speichel in Kontakt kommen. In Gebieten, in denen die Krankheit weit verbreitet ist, ist die Wahrscheinlichkeit einer Tollwut-Infektion höher, da infizierte Tiere ohne Symptome lange Zeit das Virus verbreiten können.
Die Übertragung erfolgt in den meisten Fällen durch den Biss eines infizierten Tieres. Auch ein Kratzen durch ein infiziertes Tier oder der Kontakt mit dessen Speichel auf offenen Wunden oder Schleimhäuten kann das Virus übertragen. In den meisten europäischen Ländern wird Tollwut jedoch durch regelmäßige Impfungen von Haustieren und Wildtieren, insbesondere Füchsen, effektiv kontrolliert. Weltweit ist Tollwut vor allem in Asien und Afrika ein Problem.
Tollwut kann sowohl von Tieren auf Menschen als auch von Menschen auf Tiere übertragen werden.
Die Symptome entwickeln sich schrittweise und können, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden, lebensbedrohlich werden. In diesem Kapitel erklären wir Ihnen, wie sich die Krankheit beim Menschen zeigt und worauf Sie besonders achten sollten.
Erkennen Sie die Symptome rechtzeitig!
Die Krankheit durchläuft mehrere Stadien, die sich deutlich voneinander abgrenzen lassen. Je schneller Sie die Symptome erkennen, desto schneller können Sie die richtigen Maßnahmen ergreifen. Achten Sie besonders auf frühe Anzeichen wie Grippe-Symptome oder ungewöhnliche Verhaltensänderungen – dies könnte auf eine Tollwut-Infektion hindeuten.
Phase | Symptome |
Prodromalstadium | Fieber, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Schmerzen an der Bissstelle, Reizbarkeit |
Erregte Form | Angstzustände, Halluzinationen, Hydrophobie, vermehrter Speichelfluss, Krämpfe |
Lähmende Form | Muskelschwäche, Lähmungen, Atemprobleme, langsame Symptomverschlechterung |
Endphase | Bewusstseinsverlust, Atemstillstand, Herzversagen, Koma, Tod |
Das Prodromalstadium ist die Anfangsphase der Tollwut. In dieser Zeit sind die Symptome noch unspezifisch und ähneln einer normalen Grippe oder Erkältung. Daher wird die Krankheit in diesem Stadium oft nicht sofort erkannt.
Typische Symptome:
Wichtig:
In dieser Phase ist die Tollwut noch gut behandelbar. Eine sofortige ärztliche Behandlung mit einer Impfung kann den Krankheitsverlauf stoppen und die Infektion verhindern.
Sobald sich das Virus im Nervensystem ausbreitet, beginnt die akute neurologische Phase. In dieser Phase treten die klassischen Symptome der Tollwut auf und werden zunehmend schwerwiegender. Die Krankheit wird nun durch zwei Formen unterteilt: die „erregte“ Form und die „lähmende“ Form.
Diese Form der Tollwut ist die häufigste und zeichnet sich durch extreme Erregung und Unruhe aus.
Typische Symptome:
Etwa 20 % der Menschen entwickeln die lähmende Form. Diese verläuft langsamer, doch auch hier können die Symptome tödlich sein, wenn keine Behandlung erfolgt.
Typische Symptome:
Die Endphase der Krankheit ist die letzte und schwerwiegendste. Sobald die Tollwut das zentrale Nervensystem vollständig befallen hat, führt dies in der Regel zu einem Koma und schließlich zum Tod. Dies kann innerhalb weniger Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome geschehen.
Symptome der Endphase:
Atemstillstand und Kreislaufversagen
Atemnot, Herzstillstand und Kreislaufversagen führen schließlich zum Tod der betroffenen Person.
In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie sich die Krankheit weiterentwickelt, welche neurologischen Auswirkungen sie hat und wann eine Behandlung noch effektiv sein kann.
Tollwut hat eine klare Struktur im Krankheitsverlauf. Die Krankheit entwickelt sich über mehrere Phasen, die sich vor allem durch die neurologischen Auswirkungen unterscheiden. Ohne rechtzeitige Behandlung schreitet die Erkrankung schnell voran.
| Phase | Typische Merkmale / Symptome |
|---|---|
| Inkubationsphase (frühe Phase) | Keine Symptome, Betroffene fühlen sich gesund; Virus wandert über Nerven zum zentralen Nervensystem |
| Prodromalphase | Fieber, Kopfschmerzen, Unwohlsein, erste unspezifische Beschwerden |
| Akute neurologische Phase | Angst, Unruhe, Verwirrung, Aggressivität, Hydrophobie, starker Speichelfluss, Krämpfe, beginnende Lähmungen |
| Paralytische Phase | Zunehmende Lähmungen, Muskelschwäche, Atemprobleme |
| Endphase | Koma, Atemstillstand, Kreislauf- und Herzversagen, Tod |
Nachdem das Virus über den Biss oder Kratzer in den Körper gelangt ist, beginnt es sich zu verbreiten. Die Inkubationszeit kann unterschiedlich lang sein, meist beträgt sie jedoch 2 bis 3 Monate. Zu Beginn sind keine Symptome sichtbar – der Betroffene fühlt sich zunächst ganz normal.
Was passiert im Körper?
Das Virus breitet sich vom Biss aus über die Nervenbahnen aus und erreicht das zentrale Nervensystem. In dieser Zeit gibt es keine Beschwerden.
Was bedeutet das für die Prognose?
Während der Inkubationszeit besteht noch die Chance, mit einer postexpositionellen Behandlung (Impfung) die Infektion zu stoppen. Sobald jedoch die ersten Symptome auftreten, wird die Krankheit schwieriger zu behandeln.
Nach der Inkubationszeit folgt die prodromale Phase, in der unspezifische Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein auftreten. Doch sobald das Virus das zentrale Nervensystem erreicht, treten spezifische neurologische Symptome auf:
In der letzten Phase, auch als paralytische Phase bezeichnet, versagen die Körperfunktionen. Die Lähmungen breiten sich aus und betreffen schließlich auch die Atemmuskulatur, was zu Atemnot und Atemstillstand führen kann. Der Körper verliert die Kontrolle über grundlegende Funktionen, und der Betroffene fällt ins Koma.
Neurologische Auswirkungen in der Endphase:
Prognose in dieser Phase:
Ohne medizinische Intervention ist der Tod in der Endphase unvermeidlich. Der Krankheitsverlauf ist in dieser Phase nicht mehr behandelbar, und die Patienten sterben meist innerhalb von 7 bis 10 Tagen nach dem Auftreten der ersten neurologischen Symptome.
Die Behandlung einer Tollwutinfektion ist nur in der frühen Phase der Erkrankung wirksam, vor allem wenn postexpositionelle Impfungen sofort nach einem möglichen Kontakt mit einem infizierten Tier verabreicht werden.
Frühe Behandlung entscheidend:
Was passiert, wenn keine Behandlung erfolgt?
Wenn keine frühzeitige Behandlung erfolgt und das Virus das zentrale Nervensystem erreicht, sind die neurologischen Schäden irreversibel. Die Krankheit schreitet dann schnell fort und endet meist mit dem Tod in der Endphase.
Tollwut ist eine vermeidbare Krankheit, die mit den richtigen Maßnahmen und einer frühen Reaktion erfolgreich abgewehrt werden kann. In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie sich vor Tollwut schützen können, welche Schutzmöglichkeiten es gibt und wie Sie bei einem möglichen Kontakt richtig reagieren. Wir geben Ihnen einen praktischen Leitfaden zur Tollwut-Impfung, sowohl vorbeugend als auch nach einem Kontakt mit einem potenziell infizierten Tier.
Der wichtigste Schritt, sich vor Tollwut zu schützen, ist die präventive Impfung. Diese sollte insbesondere dann in Betracht gezogen werden, wenn Sie sich in Gebieten aufhalten oder mit Tieren in Kontakt kommen, bei denen das Risiko einer Tollwutübertragung besteht.
Wer sollte sich impfen lassen?
Wie funktioniert die Tollwut-Impfung?
Die Tollwut-Impfung wirkt vorbeugend und schützt Sie, bevor eine Infektion durch ein infiziertes Tier auftreten kann. Die Impfung regt Ihr Immunsystem dazu an, Antikörper gegen das Tollwutvirus zu bilden, sodass Ihr Körper im Fall eines Kontakts mit dem Virus sofort reagieren kann.
Wenn Sie von einem Tier gebissen oder gekratzt werden, das möglicherweise Tollwut trägt, sollten Sie sofort handeln, um eine Infektion zu verhindern. Auch hier spielt die postexpositionelle Impfung eine entscheidende Rolle.
Postexpositionelle Impfung:
Die postexpositionelle Impfung wird nach einem möglichen Kontakt mit einem Tollwut-übertragenden Tier durchgeführt und ist sehr effektiv, solange sie schnell verabreicht wird. Sie besteht aus einer Reihe von Impfungen, die in einem bestimmten Zeitraum nach dem Vorfall gegeben werden.
Wichtig: Die postexpositionelle Impfung besteht aus mehreren Dosen des Impfstoffs und muss innerhalb von 24 Stunden nach dem Vorfall beginnen, um den bestmöglichen Schutz zu bieten.
Impfschema:
Bei besonderem Risiko (z. B. bei besonders tiefen Bissen oder vielen Kratzern) wird auch eine Immunoglobulintherapie in Erwägung gezogen. Hierbei handelt es sich um Antikörper, die sofort wirken und das Virus bekämpfen, bevor der Körper die eigene Immunantwort aufbaut.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt in Deutschland die Tollwutimpfung für bestimmte Risikogruppen, wie beispielsweise für Reisende in Tollwutgebiete und Menschen, die häufig mit Tieren in Kontakt kommen. Diese Empfehlungen basieren auf aktuellen Studien und Beobachtungen zu den Risiken einer Tollwut-Infektion.
Wenn Sie sich in einem Risikogebiet aufhalten oder beruflich viel mit Tieren zu tun haben, ist es ratsam, sich an die STIKO-Empfehlungen zu halten und frühzeitig eine Impfung durchzuführen.
Die Immunisierung von Tieren ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Tollwut zu verhindern. In vielen Ländern wird die orale Impfung von Wildtieren, insbesondere von Füchsen, durchgeführt. Diese Impfung erfolgt durch die Ausbringung von Futter, das den Impfstoff enthält. Tiere, die dieses Futter fressen, werden immunisiert.
Tollwut kann bei Tieren ganz unterschiedlich aussehen – von plötzlicher Aggressivität bis hin zu ungewöhnlicher Zähmung oder Lethargie. Das macht es manchmal schwer, ein tollwütiges Tier eindeutig zu erkennen. Dennoch gibt es typische Anzeichen, an denen Sie sich orientieren können. Der folgende Abschnitt hilft Ihnen, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und gefährliche Situationen zu vermeiden.
| Verhaltensauffälligkeit | Beschreibung |
|---|---|
| Unerklärliche Aggressivität | Plötzliche Angriffe, Zähne fletschen, Schnappen oder Beißen ohne Anlass |
| Überreaktion | Stark gereiztes Verhalten bei Geräuschen oder Berührungen |
| Ungewöhnliche Zutraulichkeit | Wildtiere verlieren Scheu, wirken zahm oder orientierungslos |
| Merksatz | Sowohl extreme Aggression als auch auffällige Freundlichkeit können auf Tollwut hindeuten |
| Symptom | Typische Anzeichen | Ursache / Hinweis |
|---|---|---|
| Starker Speichelfluss | Schaum vor dem Mund | Schlucklähmung in späteren Krankheitsstadien |
| Schluckbeschwerden | Würgen, häufiges Schlucken | Lähmung der Schluckmuskulatur |
| Bewegungsstörungen | Torkeln, unsicherer Gang, Schwäche | Beginnende oder fortschreitende Lähmung |
| Lähmungen | Ziehende Hinterbeine, Umfallen | Fortgeschrittene Krankheitsphase |
| Krämpfe / Zuckungen | Unkontrollierte Muskelbewegungen | Nervensystem betroffen |
| Tierart | Auffällige Symptome |
|---|---|
| Hunde & Katzen | Aggressives Verhalten, Beißen ohne Auslöser, Orientierungslosigkeit, Zerstörungsdrang, schaumiger Speichel |
| Füchse & andere Wildtiere | Aktiv am Tag, geringe Scheu, torkelnder Gang, laute oder ungewöhnliche Laute |
| Fledermäuse | Taumelnder Flug, Liegen am Boden, kein Fluchtverhalten bei Annäherung |
| Wichtiger Hinweis | Fledermausbisse sind oft klein und unbemerkt – jeder Kontakt gilt als Risiko |
Auffälliges Verhalten bei Tieren bedeutet nicht automatisch Tollwut.
Auch andere Erkrankungen (z. B. Staupe, Vergiftungen oder Parasitenbefall) können ähnliche Symptome verursachen.
Eine sichere Einschätzung ist für Laien nicht möglich.
Eigene Diagnosen sind daher unzuverlässig und können gefährlich sein.
Nur zuständige Fachstellen (z. B. Veterinäramt, Tierärzte, Behörden) können eine verlässliche Beurteilung vornehmen.
| Maßnahme | Empfehlung |
|---|---|
| Abstand halten | Tier nicht anfassen, nicht füttern und keinen Annäherungsversuch unternehmen |
| Kein Einfangversuch | Niemals versuchen, ein verdächtiges Tier zu fangen, zu verscheuchen oder einzusperren |
| Schutz für Kinder & Haustiere | Kinder und eigene Tiere konsequent fernhalten |
| Behörden informieren | Veterinäramt, Polizei oder örtlichen Jäger kontaktieren |
| Beobachtung | Verhalten, Ort und Uhrzeit aus sicherer Entfernung merken |
| Haustiere sichern | Eigene Tiere nicht hinter dem Tier herlaufen lassen |
Eine Tollwut-Impfung ist eine effektive Methode, sich vor dieser gefährlichen Virusinfektion zu schützen. Es gibt zwei wichtige Situationen, in denen eine Impfung sinnvoll ist: präventiv, bevor es zu einem möglichen Kontakt mit dem Virus kommt, und postexpositionell, nachdem ein Kontakt mit einem potenziell infizierten Tier stattgefunden hat. In diesem Abschnitt erfahren Sie, in welchen Fällen die Tollwut-Impfung empfohlen wird und für wen sie besonders wichtig ist.
Präventive Impfung: Wer sollte sich vorab impfen lassen?
Die präventive Tollwut-Impfung wird vor einer möglichen Exposition gegenüber dem Virus durchgeführt. Sie schützt vor einer Infektion, bevor der Kontakt mit einem infizierten Tier stattgefunden hat.
Wann ist eine präventive Impfung sinnvoll?
Die präventive Impfung ist insbesondere für Menschen sinnvoll, die ein höheres Risiko haben, mit dem Tollwutvirus in Kontakt zu kommen. Hierzu gehören:
Wie funktioniert die präventive Impfung?
Die Impfung erfolgt in mehreren Dosen. Der typische Impfplan umfasst in der Regel:
Die Schutzwirkung hält mehrere Jahre an. In besonders risikobehafteten Berufen oder bei längeren Auslandsaufenthalten kann die Impfung nach einigen Jahren aufgefrischt werden.
Tollwut ist eine äußerst gefährliche Virusinfektion, die, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird, fast immer tödlich endet. Daher ist es entscheidend, sofort zu handeln, wenn der Verdacht auf eine Tollwut-Infektion besteht. In diesem Kapitel erfahren Sie, welche Sofortmaßnahmen Sie nach einer potenziellen Risikoexposition ergreifen sollten und wie die medizinische Behandlung aussieht.
Tollwut zählt zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt – nicht, weil sie häufig auftritt, sondern weil sie fast immer tödlich verläuft, sobald sich erste Symptome zeigen. Umso wichtiger ist es, genau zu wissen, wann eine Behandlung möglich ist und welche Schritte im Ernstfall lebensrettend sein können. Tollwut ist nicht heilbar, sobald Symptome ausgebrochen sind.
Das Tollwutvirus befällt das zentrale Nervensystem. Wenn es einmal Gehirn und Rückenmark erreicht hat, kann es durch Medikamente oder Impfungen nicht mehr gestoppt werden. Aus diesem Grund endet eine Tollwutinfektion nach Beginn der Symptome fast immer tödlich.
Warum ist das so?
Tollwut ist daher eine der wenigen Infektionskrankheiten, bei der Prävention und frühzeitige Behandlung entscheidend sind – nicht die Heilung, denn eine Heilung gibt es im späten Stadium nicht.
Eine Behandlung ist nur dann wirksam, wenn sie sofort nach einem möglichen Kontakt mit dem Virus beginnt – also bevor neurologische Symptome auftreten.
Behandlung ist sinnvoll und wirksam:
Der entscheidende Zeitraum ist die Zeit bevor das Virus das Nervensystem erreicht – und genau hier setzt die wirksame Behandlung an.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie mit Tollwut in Kontakt gekommen sind, zählt jede Minute. Gehen Sie folgendermaßen vor:
Wunde sofort auswaschen
Sofort medizinische Hilfe aufsuchen
Postexpositionelle Impfung beginnen
Es gibt auch die Möglichkeit das Zagreb-Schema beim Impfen anzuwenden. Das Zagreb-Schema ist ein verkürztes Impfschema für die postexpositionelle Tollwutimpfung – also die Impfung nach einem möglichen Kontakt mit einem tollwütigen Tier.
Es besteht aus insgesamt vier Impfstoffdosen, verteilt auf drei Termine:
Damit ist das Zagreb-Schema schneller abgeschlossen als andere Impfschemata und wird in manchen Ländern genutzt, wenn eine rasche Immunantwort besonders wichtig ist oder wenn Impfstoff sparsam eingesetzt werden muss.
Es ist ein alternatives, international anerkanntes Schema für:
Das Zagreb-Schema wird nicht in allen Ländern standardmäßig verwendet, da die Impfempfehlungen je nach Gesundheitssystem variieren.
Tollwut-Immunglobulin erhalten (falls nötig)
Das weitere Vorgehen mit Ärztinnen und Ärzten abstimmen
Weil die Behandlung nur wirkt, bevor Symptome auftreten. Sobald die ersten Anzeichen – wie Fieber, Kribbeln an der Bissstelle, Angst oder Schluckbeschwerden – beginnen, hat das Virus das zentrale Nervensystem erreicht. Ab diesem Zeitpunkt:
Nur schnelles Handeln unterbricht diesen Prozess.
Tollwut zählt zu den lebensgefährlichsten Infektionskrankheiten – und obwohl sie in vielen Ländern gut kontrolliert ist, gibt es Situationen und Umstände, die das Risiko einer Ansteckung deutlich erhöhen. In diesem Abschnitt erfahren Sie, welche Faktoren das Infektionsrisiko steigern, welche Personengruppen besonders gefährdet sind und worauf Sie achten sollten, um sich bestmöglich zu schützen.
Der größte Risikofaktor ist der direkte Kontakt mit einem Tier, das das Tollwutvirus in sich tragen könnte.
Besonders risikoreich sind:
Warum ist das gefährlich?
Das Virus befindet sich im Speichel infizierter Tiere. Es kann über folgende Wege übertragen werden:
Auch wenn Tollwut in Deutschland und vielen europäischen Ländern selten geworden ist, gilt das weltweit keineswegs.
Besonders gefährdete Regionen sind:
In vielen dieser Länder sind Impfprogramme für Haustiere lückenhaft und es gibt zahlreiche streunende Hunde und Katzen. Auch Fledermäuse sind dort häufig Überträger.
Was bedeutet das für Reisende?
Bestimmte Berufs- und Freizeitgruppen tragen ein erhöhtes Risiko, weil sie naturgemäß häufig mit Tieren in Kontakt kommen.
Zu den Risikogruppen gehören:
Auch wer privat viele Tiere hält oder häufig mit Wildtieren in Kontakt kommt, sollte sich der Risiken bewusst sein.
Ihr persönliches Risiko steigt auch, wenn Haustiere nicht regelmäßig gegen Tollwut geimpft werden.
Warum?
Ein ungeimpfter Hund oder eine ungeimpfte Katze kann sich:
Daher sind regelmäßige Impfungen für Haustiere ein zentraler Bestandteil der Tollwutprävention.
Auch bestimmte Verhaltensweisen führen zu einem höheren Tollwutrisiko, vor allem in Risikogebieten.
Dazu gehören:
Vor allem bei Fledermäusen gilt: Schon kleine, kaum sichtbare Bisse können gefährlich sein.
Verzögerte oder fehlende Behandlung nach Kontakt
Ein oft unterschätzter Risikofaktor ist das zögerliche Handeln nach einem Biss. Viele Betroffene suchen nicht sofort medizinische Hilfe auf – oft, weil die Wunde klein ist oder harmlos erscheint.
Das erhöht das Risiko massiv, denn:
Tollwut kommt weltweit vor – allerdings in sehr unterschiedlicher Häufigkeit. Während die Krankheit in einigen Regionen nahezu ausgerottet ist, stellt sie in anderen Teilen der Welt weiterhin eine akute Gefahr dar. Wenn Sie wissen, in welchen Gegenden das Risiko besonders hoch ist, können Sie Reisen besser planen und geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen.
| Risikostufe | Regionen / Länder (Beispiele) | Typische Überträger | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Hohes Risiko | Asien (z. B. Indien, Pakistan, China, Thailand, Vietnam, Indonesien, Philippinen) | Vor allem streunende Hunde, auch Fledermäuse | Sehr hohe Fallzahlen, große Populationen streunender Hunde |
| Afrika (z. B. Kenia, Tansania, Äthiopien, Nigeria, Ghana) | Hunde, Wildtiere | Eingeschränkte medizinische Versorgung erschwert schnelle Behandlung | |
| Süd- & Mittelamerika (z. B. Bolivien, Peru, Brasilien, Haiti, Guatemala, Teile Mexikos) | Hunde, Fledermäuse | Fledermäuse spielen eine größere Rolle als Überträger | |
| Mittleres Risiko | Teile Osteuropas | Wildtiere (z. B. Füchse) | Tollwutbekämpfung vorhanden, aber Einzelfälle |
| Naher Osten (einzelne Länder) | Wildtiere | Geringeres Risiko durch Haustiere | |
| Russland (abgelegene Regionen) | Wildtiere | Große, schwer kontrollierbare Gebiete | |
| Nordamerika (bestimmte Regionen) | Waschbären, Stinktiere, Füchse | Risiko hauptsächlich durch Wildtiere | |
| Sehr geringes oder kein Risiko | Deutschland, Österreich, EU-Staaten | Selten, vereinzelt Fledermäuse | Erfolgreiche Impfprogramme |
| Schweiz, Norwegen, Island | Sehr selten | Strenge Kontrollen | |
| Australien, Neuseeland | Sehr selten | Keine klassische Hundetollwut | |
| Japan, Südkorea | Sehr selten | Hohe Impf- und Kontrollstandards | |
| Kanada (Ausnahme: Wildtiere) | Wildtiere | Kaum Risiko durch Haustiere |
Wichtig:
Auch in tollwutfreien Ländern können Fledermäuse das Virus vereinzelt übertragen. Der Kontakt zu ihnen sollte daher immer ernst genommen werden.
Wenn Sie in ein Tollwut-Risikogebiet reisen, sollten Sie besonders aufmerksam sein und sich vorbereiten.
Das sollten Sie beachten:
Besonderheit: Fledermaustollwut weltweit
Während die Hundetollwut in vielen Industrieländern erfolgreich bekämpft wurde, bleibt die Fledermaustollwut ein weltweites Risiko.
Nicht nur bei Impfungen: Der DFV-AmbulantSchutz ergänzt die Leistungen der GKV sinnvoll – gerade bei wiederkehrenden Beschwerden oder möglichen Risiken. Profitieren Sie von:
© Rowan JordanTollwut beginnt meist mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen und Unwohlsein. Danach greift das Virus das zentrale Nervensystem an. Es kommt zu neurologischen Symptomen wie Angstzuständen, Verwirrtheit, Muskelkrämpfen, vermehrtem Speichelfluss, Schluckbeschwerden und in vielen Fällen zur typischen Hydrophobie (Angst vor Wasser). Schließlich kommt es zu Lähmungen, Bewusstlosigkeit und ohne Behandlung zum Tod. Sobald die Symptome auftreten, ist die Erkrankung praktisch nicht mehr aufzuhalten.
Tollwut ist nicht heilbar, wenn die Symptome einmal begonnen haben. Das Virus befällt das zentrale Nervensystem, und weder Medikamente noch Impfungen können es dann noch stoppen. Die einzige wirksame Behandlung besteht darin, sofort nach einem möglichen Kontakt eine postexpositionelle Impfung (und ggf. Immunglobulin) zu erhalten – bevor sich erste Beschwerden entwickeln.
Ja – wenn Symptome ausgebrochen sind, verläuft Tollwut nahezu immer tödlich. Weltweit gibt es nur extrem wenige dokumentierte Überlebensfälle, und diese sind medizinische Ausnahmen. Entscheidend ist daher die Prävention: Eine rechtzeitig verabreichte Impfung nach einem Tierbiss kann die Erkrankung zuverlässig verhindern.
Nach dem Auftreten der ersten Symptome verläuft die Krankheit sehr schnell. In der Regel versterben Betroffene innerhalb von 7 bis 10 Tagen. Die genaue Dauer hängt vom Verlauf (erregte oder lähmende Form) und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab, aber der Ausgang bleibt fast immer gleich – weshalb schnelles Handeln nach einer möglichen Exposition lebensrettend ist.
Tollwut ist lebensgefährlich, aber durch Vorsorge vermeidbar. Die Übertragung erfolgt meist durch den Biss infizierter Tiere. Entscheidend: Nach Symptombeginn ist die Krankheit nicht heilbar. Nach jedem Risikokontakt zählt schnelles Handeln mit Wundreinigung und ärztlicher Behandlung. Schutz bieten rechtzeitige Impfungen, insbesondere für Risikogruppen, sowie regelmäßig geimpfte Haustiere.
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Tollwut (Rabies, klassische Tollwut, terrestrische Tollwut). (Stand: 18.11.2025).
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. Tollwut beim Tier und beim Menschen. (Stand: 18.11.2025).
Deutsches Grünes Kreuz e. V. Tollwut. (Stand: 18.11.2025).
Friedrich-Loeffler-Institut. WOAH, WHO, FAO und Nationales Referenzlabor für Tollwut. (Stand: 18.11.2025).
Klein, R. S. (MSD Manuals). Tollwut. (Stand: 18.11.2025).
Kümmerle, T.; Fätkenheuer, G.; Hallek, M. Tollwut-Impfung: wann und wie? (Stand: 18.11.2025).
Landesportal Sachsen-Anhalt. Tollwut. (Stand: 18.11.2025).
München Klinik. Tollwut (Rabies, Lyssa). (Stand: 18.11.2025).
Oberhofer, E. Impfen Sie jetzt verstärkt gegen Tollwut! (Stand: 18.11.2025).
Robert Koch-Institut (RKI). RKI-Ratgeber: Tollwut. (Stand: 18.11.2025).
Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Gesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Mediziner zu konsultieren.
Unsere Inhalte werden auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Studien verfasst, von einem Team aus Fachärzten und Redakteuren erstellt, dauerhaft geprüft und optimiert.
Alle Angaben ohne Gewähr.
Sie benutzen einen veralteten Browser.
Dieser wird von uns nicht mehr unterstützt.
Browser-Alternativen finden Sie unter anderem hier: