Ambulante Zusatzversicherung
Die ideale Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung. Damit sichern Sie sich Leistungen, die für Ihre Gesundheit wichtig sind.
© wavebreakmediaKühlen: Wickeln Sie ein gefrorenes Gel-Kühlpack in ein dünnes Tuch und legen Sie es solange auf die schmerzende Schulter bis das Tuch Körpertemperatur angenommen hat. Das Kühlen können Sie 5-8 Mal am Tag (auch nachts) wiederholen.
Wärme: Wärmepflaster finden Sie in der Apotheke. Allerdings sollten Sie keinesfalls Wärme anwenden, wenn eine Entzündung die Ursache für den Schulterschmerz ist. Wärme hilft bei muskulären Ursachen wie z.B. Sportverletzungen und trägt dazu bei, die Muskulatur zu entkrampfen.
Einseitige Lasten vermeiden: Leichte Schulterschmerzen können ein Signal für einseitige Belastung der Schulter sein und zu höherem Verschleiß führen. Ursache kann die Schulter- oder auch Handtasche sein. Wechseln Sie daher öfter die Schulter beim Tragen, vor allem wenn bereits Schmerzen aufgetreten sind. In der Schmerzphase sollten Sie die betroffene Schulter ganz entlasten. Langfristig verteilt ein Rucksack die Lasten gleichmäßiger über zwei Tragegurte.
Heilpflanzen: Sind die Schulterschmerzen auf Arthrose zurückzuführen, können Heilpflanzen den Schmerzen entgegenwirken. Bei akuten schmerzhaften Gelenksentzündungen eignen sich Umschläge mit Arnikablüten oder Einreibungen mit Arnika-Salbe oder -Gel. Durchblutungsfördernde Bäder mit Heublumen oder Rosmarinöl in Kombination mit Eukalyptusöl können in Zeiten geringerer Beschwerden als wohltuende Wärmetherapie angewendet werden. Bei arthrosebedingten Schulterschmerzen empfiehlt sich zudem ein entzündungshemmender Tee aus Teufelskrallenwurzel.
Medikamente: Vor der Anwendung von rezeptfreien Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten wie Ibuprofen, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen. Er berät Sie hinsichtlich Auswahl, Dosierung und Anwendungsdauer eines geeigneten Präparates.
Die ideale Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung. Damit sichern Sie sich Leistungen, die für Ihre Gesundheit wichtig sind.
Das Kugelgelenk der Schulter ist das beweglichste Gelenk unseres Körpers, da es zum größten Teil von Sehen und Muskeln stabilisiert wird und somit einen großen Bewegungsspielraum ermöglicht. Dies hat aber gleichzeitig zur Folge, dass die Schulter sehr anfällig für Verschleißerkrankungen und Verletzungen ist, die sich durch Schulterschmerzen äußern.
Diese treten bei jedem Geschlecht und jeder Altersgruppe auf. Dabei kommt es nicht selten vor, dass die Schmerzen in Schulter, Nacken und den gesamten Arm bis hin zu den Fingern ausstrahlen. Sie können beim Sport oder beim Heben von schweren Gegenständen plötzlich auftreten. Durch Liegen auf dem Arm während der Nacht werden häufig akute Beschwerden ausgelöst.
Dabei rühren 85 Prozent der Schulterschmerzen nicht vom Schultergelenk selbst her. Sie können durch krankheits- oder verletzungsbedingte Schäden an Sehnen, Muskeln, Gelenkkapsel und durch Gelenkverschleiß verursacht sein. Aber auch Erkrankungen der Leber, Galle oder ein Herzinfarkt können Schulterschmerzen hervorrufen.
Man unterscheidet bei Schulterschmerzen zwischen akuten und chronischen Schmerzen.
Akute Schulterschmerzen: Treten nach einem Sturz oder Unfall plötzlich Schmerzen auf, können diese von einer ausgekugelten Schulter herrühren. Die Beschwerden werden als akuter Schulterschmerz bezeichnet.
Chronische Schulterschmerzen: Diese Art der Beschwerden entwickelt sich über einen längeren Zeitraum und ist meistens sehr hartnäckig. In vielen Fällen ist Gelenkverschleiß oder Arthrose ursächlich.
Akute oder chronische Schulterschmerzen können auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein:
Muskelverspannungen: Muskelverspannungen der Nacken- und Schulterpartie führen häufig zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule und des Schultergelenks. Sie treten meistens bei Menschen auf, die beruflich einer sitzenden Tätigkeit nachgehen und sich in ihrer Freizeit zu wenig bewegen. Zudem können auch Probleme im Kauapparat zu Muskelverspannungen führen. Diese werden als craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) zusammengefasst, wozu bspw. Presser (Bruxismus) und Knirscher gehören.
Schultergelenkarthrose/ Gelenkabnutzung: Bei Gelenkabnutzung, der sogenannten Schultergelenkarthrose, nimmt die Knorpelschicht an den Gelenkflächen stetig ab. In der Folge entstehen Schulterschmerzen und die Bewegungseinschränkung der Schulter nimmt zu.
Impingement-Syndrom/ Engpass-Syndrom: Im Falle eines abfallenden Schulterdaches besteht grundsätzlich wenig Platz zwischen Schulterdach und –kugel. Verkalkungen sowie Veränderungen des Schultereck-Gelenkes und degenerative Schäden der Rotatorenmanschette können zu dauerhaften entzündlichen Veränderungen führen. Die Bursa subacromialis kann im Rahmen der Bursitis ein Auslöser für ein Impingement sein, muss aber nicht. Die Schmerzen entstehen jedoch durch die Einklemmung der Sehne des Musculus supraspinatus. Dies verursacht Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung.
Riss: Reißt die Rotatorenmanschette als muskulärer Halteapparat der Schulterkugel akut, treten plötzliche Schulterschmerzen auf. Reißt die Bicepssehne, spricht man von einer Bicepssehnenruptur.
Schleimbeutelentzündung: Der subacromiale Schleimbeutel zwischen dem Oberamkopf, unter dem Schulterdach, ist einer der größten Schleimbeutel im menschlichen Körper. Bei einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis subacromialis) äußern sich die Schmerzen akut. In den meisten Fällen geht eine mechanische Überbelastung voraus z. B. durch Überkopfarbeiten. In der Folge kommt es zur Bildung von Mikroverletzungen und Ausfallen von Kristallen, die dann eine aseptische Entzündung auslösen können.
Unfallfolgen/ Verletzung: Ein ausgekugeltes Schultergelenk (Schulterluxation) oder ein Oberarm-Bruch nah des Schulterbereiches oder des Schlüsselbeines gehen mit Schulterschmerzen einher. Oft sind Stürze oder Instabilität der Schultergelenke dafür verantwortlich. Im höheren Lebensalter genügen banale Traumen für eine Oberarmfraktur. Treten die Beschwerden infolge eines Sturzes oder Schlages auf, kann es sich um eine Gelenkeinblutung handeln. Menschen mit Blutgerinnungsstörung sind dabei besonders gefährdet.
Kalkschulter: Man spricht von einer Kalkschulter, wenn sich Kalkkristalle an den Sehnenansätzen festsetzen. Es resultieren Schulterschmerzen.
Frozen Shoulder Syndrom: Bei der sogenannten Frozen Shoulder ist die Schultergelenkkapsel erkrankt. Betroffene haben zunächst starke Schulterschmerzen, die dann allmählich nachlassen, während die Schulter gleichzeitig immer steifer wird.
Mausarm-Syndrom: Beim sogenannten Mausarm (RSI-Syndrom) sind überweigend die Hand und der Arm, aber auch Schulter und Nacken betroffen. Die Ursache des Syndroms ist eine chronische Über- und Fehlbelastung. Typisch für einen Mausarm sind Missempfindungen, Muskelschwäche und vor allem Schmerzen.
Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule: Ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule kann zu Nackenschmerzen, ausstrahlenden Schmerzen im Arm, Schulterschmerzen und Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Arm oder Hand führen.
Weitere Erkrankungen: Die Borreliose, die von Zecken auf den Menschen übertragen wird, sowie die schmerzhafte Gürtelrose können Schmerzen in der Schulter verursachen. Ein Herzinfarkt oder auch eine Gallenkolik können von plötzlichen Schulterschmerzen angekündigt werden, ebenso wie ein Pancoast-Tumor (Lungentumor).
Die Diagnose bei Schulterschmerzen stellt in den meisten Fällen der Orthopäde.
| Untersuchung | Beschreibung |
|---|---|
| Anamnese | Der Arzt erfragt Krankengeschichte und familiäre Erkrankungen. Wichtig sind Dauer, Beginn, Verlauf und genauer Ort der Schmerzen. So lassen sich erste Hinweise auf mögliche Ursachen wie Arthrose erkennen. |
| Orthopädische Untersuchung | Der Orthopäde prüft Schmerzpunkte, Beweglichkeit und Stabilität der Schulter. Mit speziellen Tests wird die Funktion von Muskeln und Sehnen beurteilt. |
| Neurologische Untersuchung | Hier wird überprüft, ob Nerven geschädigt oder gereizt sind, etwa durch einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule. |
| Bluttests | Blutuntersuchungen können Hinweise auf Entzündungen, Infektionen, Borreliose, Gerinnungsstörungen oder einen Herzinfarkt geben. |
| Ultraschall | Mit Ultraschall lassen sich Sehnen, Schleimbeutel und Weichteile ohne Strahlenbelastung untersuchen. Auch Flüssigkeitsansammlungen können erkannt werden. |
| Röntgen | Röntgenbilder zeigen vor allem Knochenstrukturen, Gelenkverschleiß, Verkalkungen oder Veränderungen am Gelenk. |
| Computertomografie (CT) | Die CT erstellt detaillierte Schichtbilder von Knochen und Gewebe. Sie wird eingesetzt, wenn komplexe Ursachen oder Tumoren vermutet werden. |
| Magnetresonanztomografie (MRT) | Die MRT liefert besonders genaue Bilder von Weichteilen wie Sehnen, Bändern oder Schleimbeuteln und zeigt Entzündungen oder Gewebeschäden. |
| Gelenkpunktion | Dabei wird Flüssigkeit aus dem Gelenk oder Schleimbeutel entnommen und im Labor auf Entzündungen oder Infektionen untersucht. |
| Lumbalpunktion | Es wird Nervenwasser aus dem Rückenmarkskanal entnommen, z. B. um eine Neuroborreliose nachzuweisen. |
| Elektrokardiogramm (EKG) | Das EKG misst die elektrische Aktivität des Herzens und kann zeigen, ob Schulterschmerzen durch einen Herzinfarkt verursacht werden. |
| Herzkatheteruntersuchung | Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt werden die Herzkranzgefäße mithilfe eines Katheters untersucht. |
| Lungenspiegelung (Bronchoskopie) | Mit einer kleinen Kamera werden Luftröhre und Bronchien untersucht, etwa wenn ein Lungentumor als Ursache vermutet wird. |
Der Verlauf von Schmerzen in der Schulter ist von der jeweiligen Ursache abhängig. Dauerhafte Überlastung der Gelenke führt zu irreversiblem Verschleiß und chronischen Schulterschmerzen. Anhaltende Verspannungen können ebenfalls zu chronische Schmerzen führen. Bei mäßiger Gelenkführung treten im höheren Lebensalter nahezu immer degenerative, schmerzhafte Veränderungen am Schultergelenk auf.
| Behandlungsmethode | Beschreibung | Wann sie eingesetzt wird |
|---|---|---|
| Schmerzmittel (NSAR) | Entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac lindern Schmerzen und Entzündungen. Als Tablette oder Salbe möglich. | Akute Schmerzen, Entzündungen |
| Kortison-Injektionen | Kortison wird direkt in das Schultergelenk oder den Schleimbeutel gespritzt und wirkt stark entzündungshemmend. | Entzündungen, Bursitis, Impingement |
| Physiotherapie | Kräftigt die Schulter- und Rückenmuskulatur, verbessert Beweglichkeit und korrigiert Fehlhaltungen. | Häufigste Therapie bei Schulterbeschwerden |
| Physikalische Therapie | Anwendungen wie Wärme, Kälte, Elektrotherapie, Ultraschall oder Massagen lindern Schmerzen und lockern die Muskulatur. | Muskelverspannungen, Reizzustände |
| Stoßwellentherapie | Druckwellen lösen Kalkablagerungen und regen die Heilung von Sehnen an. | Kalkschulter, chronische Sehnenreizungen |
| Infiltrationen | Lokalanästhetika oder entzündungshemmende Medikamente werden direkt ins Gelenk gespritzt. | Starke Schmerzen, diagnostische Abklärung |
| Schulterarthroskopie | Minimalinvasive Operation über kleine Schnitte. Dabei können Sehnen repariert, Kalk entfernt oder Schleimbeutel behandelt werden. | Sehnenriss, Impingement, Kalkschulter |
| Offene Operation | Klassischer chirurgischer Eingriff mit größerem Schnitt, wenn eine Arthroskopie nicht ausreicht. | Komplexe Verletzungen oder starke Arthrose |
| Schulterprothese | Ersatz des Schultergelenks durch ein künstliches Gelenk. | Fortgeschrittene Arthrose oder schwere Gelenkschäden |
Schultern regelmäßig bewegen – aber nicht überlasten:
Lockern Sie die Schultern mehrmals täglich mit leichten Bewegungen wie Schulterkreisen oder Armheben. Vermeiden Sie jedoch ruckartige Bewegungen oder schwere Belastungen, wenn bereits Schmerzen bestehen.
Auf eine entspannte Haltung achten:
Halten Sie beim Sitzen den Rücken aufrecht und lassen Sie die Schultern locker nach unten sinken. Vermeiden Sie dauerhaft hochgezogene Schultern oder einen stark nach vorne geneigten Kopf.
Bildschirmarbeit regelmäßig unterbrechen:
Stehen Sie spätestens alle 30–60 Minuten auf und bewegen Sie Schultern und Nacken. Dauerhaftes Sitzen ohne Pausen fördert Verspannungen und Überlastungen der Schulter.
Einseitige Belastung vermeiden:
Tragen Sie Taschen nicht immer auf derselben Seite. Schwere Lasten sollten möglichst nah am Körper gehalten oder gleichmäßig verteilt werden, etwa mit einem Rucksack.
Belastung langsam steigern:
Beim Sport oder bei körperlicher Arbeit sollten Sie die Schultergelenke vorher mobilisieren. Vermeiden Sie es, ungewohnte Überkopfbewegungen oder intensive Belastungen plötzlich und ohne Vorbereitung auszuführen
Ergonomischer Arbeitsplatz: Sind die Schulterschmerzen auf Muskelverspannungen durch häufige Schreibtischarbeit zurückzuführen, sollten Sie sich einen ergonomischen Arbeitsplatz einrichten. So beugen Sie einer ungleichmäßigen Belastung der Muskeln in Schulter, Nacken und Rücken und damit einhergehenden Verspannungen vor. Achten Sie auf die richtige Höhe bei Tisch und Stuhl, den richtigen Abstand zur Tastatur sowie Handballenauflagen vor der Tastatur. Zudem ist ein Steh-Sitz-Schreibtisch, dessen Höhe Sie an Ihre Körpergröße anpassen können, empfehlenswert.
Gezieltes Training: Als Sportler sollten Sie einer komplexen chronischen Überlastung vorbeugen, indem Sie die Schultermuskulatur gezielt und gleichmäßig aufbauen und die Muskeln und Bänder im hinteren Schulterbereich regelmäßig dehnen. Auch wenn Sie bereits an einer Sportlerschulter leiden, sind Dehnungsübungen in Kombination mit Krankengymnastik ratsam. Mäßig ausgeprägte Schulterschmerzen lassen sich damit oft lindern.
Bei chronischen Schulterschmerzen z. B. aufgrund von Arthrose oder Kalkschulter gewöhnen sich Betroffene oft eine Schonhaltung an, wodurch sich die Schultermuskeln mit der Zeit verkürzen. Um dem entgegenzuwirken, sollten die Muskeln ebenfalls regelmäßig gedehnt werden.
Entspannungstechniken: Stress, Anspannung und Alltagssorgen sind oft (mit-)verantwortlich für Schulterschmerzen. Entspannungstechniken können dabei helfen, Muskeln, Sehnen, Bänder und Seele zu entlasten. Dafür eignen sich Übungen wie z. B. Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training und Yoga.
Ernährung: Sie sollten möglichst basenreich (Obst, Salat, Gemüse) essen und säurelastige Kost (Zucker, Alkohol, Fleisch) meiden.
Homöopathische Behandlungen können die Genesung bei Schulterschmerzen unterstützen. Wichtig ist, dass die jeweiligen Maßnahmen stets individuell ausgewählt, kombiniert und dosiert werden. So muss ein besonders sensibler oder älterer Mensch deutlich sanfter behandelt werden als ein robuster Patient, der nur auf stärkere Reize reagiert. Auf diese Weise können schulmedizinische Maßnahmen geschickt mit Naturheilkunde, Energiemedizin, Ernährungstherapie und Psychosomatik kombiniert werden.
Typische homöopathische Einzelmittel, die bei Schulterschmerzen zum Einsatz kommen, sind z. B. Bryonia (Zaunrübe), Rhus toxicodendron (Giftsumach) und Ruta (Weinraute). Die Einzelmittel werden individuell, je nach Beschwerden und charakteristischen Besonderheiten des jeweiligen Patienten, ausgewählt.
Bei chronischen Schulterschmerzen kann Akupunktur die Beschwerden deutlich reduzieren. Sie dient dazu, gestörte Regelmechanismen im Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dabei ist der Therapieerfolg vollwertiger Akupunkturbehandlung deutlich besser als im Vergleich zur Minimal-Akupunktur. Die relevantesten Punkte bei der Akupunktur von Schulterschmerzen sind die Zone für Schulter, Halswirbelsäule und obere Brustwirbelsäule, ein Punkt für die allgemeine Muskelentspannung, ein Schmerzpunkt zur allgemeinen Schmerzbehandlung und ein Punkt, über den die Schmerzverarbeitung im Gehirn beeinflusst werden soll.
Arm nach unten strecken: Das Strecken des Armes nach unten kann Druck vom Schulterdach nehmen. Für diese Übung können Sie einen Alltagsgegenstand, wie z.B. einen Eimer Wasser oder eine Tasche mit ein paar Büchern verwenden. Nehmen Sie den Gegenstand in die Hand und lassen sie ihn am Körper gerade herunterhängen. Je schwerer der Gegenstand, umso stärker der Effekt. Stehen Sie dabei gerade, neigen Sie sich nicht zur anderen Seite und ziehen Sie die betroffene Schulter nicht hoch. Diese Übung trainiert die Schulteradduktoren.
Arm pendeln: Lassen Sie den betroffenen Arm locker nach unten hängen und schwingen ihn leicht. Der Oberkörper ist dabei leicht nach vorn gebeugt. Diese Übung entlastet die Schulter und regt die Bildung von Gelenkschmiere an. Der Effekt lässt sich durch ein Gewicht in der pendelnden Hand verstärken. Am Ende der Übung sollten Sie erst den Oberkörper wieder aufrichten und dann den Arm nach oben bewegen.
Schulter nach hinten rotieren: Um die Schulterblätter zu zentrieren und Spannung abzubauen, kann es helfen, die Schulter zu entspannen und die Arme nach unten hängen zu lassen. Dann die Schultern langsam hoch und nach hinten ziehen, in einer kreisförmigen Bewegung. Der Effekt der Übung kann durch Hanteln oder z.B. kleine Wasserflaschen verstärkt werden.
In der Medizin ist jeder Krankheit ein bestimmter ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht für “International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So werden beispielsweise eine Reihe von Gelenkkrankheiten unter den Codes M20-M25 erfasst. Für Gelenkkrankheiten in der Schulterregion steht der ICD-Code: M25.01. Häufig hilft die Eingabe dieses Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.
Auf der Suche nach einem passenden Krankenhaus, das sich mit der Behandlung von Schulterschmerzen gut auskennt, erhält man über die Webseite www.aerzteblatt.de einige hilfreiche Verlinkungen. Unter anderem zu www.weisse-liste.de, www.kliniken.de und www.krankenhaus.de. Eine besonders umfassende Übersicht bietet die Seite www.kliniken.de. Hier sind aktuell 3.846 Krankenhäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gelistet. Zusätzlich gibt es detaillierte Informationen zu Fachabteilungen der Kliniken sowie Qualitätsberichte.
Auf die Startseite von www.kliniken.de gehen: Unter dem Menüpunkt „Top-10“ kann man speziell nach Krankheiten und Diagnosen suchen. Am besten gibt man hier „Gelenkkrankheiten“ ein. Anschließend auf das darunterliegende Feld „XIII Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes“ klicken. Darunter öffnet sich wiederrum ein Feld mit der Bezeichnung „M20-M25 Sonstige Gelenkkrankheiten“. Nach Klicken auf das Feld erscheinen rechts davon die gesuchten Krankenhäuser, sortiert nach dem Ranking ihrer Fallzahlen. Auf Platz 1 findet sich aktuell (Stand 08/2024) die ARCUS Klinik in Pforzheim, auf Platz 2, das St. Anna Hospital Herne, gefolgt von RKH Orthopädische Klinik Markgröningnen GmbH.
Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten einer Schoßwellentherapie nicht. Eine Sitzung kostet ca. 50 €, wobei mindestens drei Sitzungen durchgeführt werden sollten.
Zudem stehen Betroffene vor dem Problem, dass gesetzliche Krankenkassen eine langfristige physiotherapeutische Behandlung nicht finanzieren.
Die Kosten einer Akupunkturbehandlung liegen, je nach Behandlungsdauer und - aufwand, bei etwa 30 bis 70 € pro Sitzung. In einigen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten teilweise. Sinnvoll sind 6-10 Akupunktursitzungen.
Die ambulante Zusatzversicherung übernimmt Kosten für Leistungen, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht oder nur teilweise erstattet.
© fotostormDie größten Feinde der Schulter sind eine schlechte Haltung und wenig Bewegung. Folgende Maßnahmen können im Alltag Linderung verschaffen bzw. Schulterschmerzen vorbeugen:
Plötzlich einschießende, starke Schmerzen in der Schulter sowie im Nacken und Oberarm können auch bei älteren Menschen darauf hindeuten, dass ein Bandscheibenvorfall in der unteren Halswirbelsäule vorliegt. Die Bandscheiben verlieren mit zunehmendem Alter ihre Elastizität und Flexibilität. Die Schmerzen strahlen oft auch in den Kopf, die Arme und einzelne Finger aus. Die häufigsten Ursachen sind ungünstige Bewegungen, dauerhafte Fehlhaltungen, große Belastungen, Überbeanspruchung oder Verletzungen.
Wenn Kinder über schmerzende Gelenke klagen, kann es sich um Wachstumsschmerzen handeln. Treten die Schmerzen über einen längeren Zeitraum auf, sollte ein Arzt untersuchen, ob es sich um harmlosen Schmerzen handelt oder eine ernsthafte Krankheit des Skelettsystems vorliegt.
30 % aller Vorschul- und Schulkinder sind von Wachstumsschmerzen betroffen und befinden sich zum Zeitpunkt des Auftretens in Wachstumsphasen, d. h. zwischen dem 4. bis 6. und dem 10. bis 16. Lebensjahr. Die Schmerzen treten oft zwei- bis dreimal im Jahr über einige Wochen auf.
Fast jede werdende Mutter leidet im Laufe der Schwangerschaft unter schmerzhaften Verspannungen, denn das Baby wächst, mit ihm der Bauch und der Rücken der Frau verfällt reflexartig ins Hohlkreuz. Zwei Drittel aller schwangeren Frauen klagen vor allem während der zweiten Schwangerschaftshälfte über schmerzhafte Verspannungen im Schulter- und Lendenwirbelbereich.
Schlafen Sie nicht auf der Seite der schmerzenden Schulter. Die beste Schlafposition bei Schulterschmerzen ist die Rückenlage. Wenn Sie auf der Seite der nicht schmerzenden Schulter liegen wollen, platzieren Sie ein großes Kissen auf Hüfthöhe und legen Sie Ihren Arm darauf ab. Ein Seitenschläferkissen kann auch hilfreich sein.
Bei gesundheitlichen Beschwerden ist zunächst der Hausarzt aufzusuchen. Dieser kann Sie dann ggf. zu einem Spezialisten überweisen. Die Überweisung kann sich an einen Orthopäden, Chirurgen oder Sportmediziner richten.
In folgenden Fällen von Schulterschmerzen sollten Sie einen Arzt aufsuchen:
Bei akuten Schulterschmerzen empfiehlt sich die vorübergehende Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac als Tabletten. Sie wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend, sollten allerdings nur über wenige Tage angewendet werden. In höheren Dosierungen sind diese Schmerzmittel verschreibungspflichtig.
Bei Schulterschmerzen hilft die Blutwurz Sanguinaria canadensis D 6: dreimal täglich fünf Globuli.
Ist die linke Schulter-Arm-Partie von reißenden, stechenden Schmerzen, die sich bei langsamen Bewegungen bessern, betroffen, kann Eisen in Form von Ferrum metallicum D 6 helfen. Davon ist dreimal täglich eine Tablette einzunehmen.
Zur Schmerzstillung eignen sich Schmerzgels mit Ibuprofen oder Diclofenac, sie wirken zusätzlich angenehm kühlend. Die Arnica-Salbe mindert Muskelkater und Verspannungen. Ebenso können Trauma-Plant, einer Salbe auf Beinwell-Grundlage, oder die Kytta-Salbe helfen. Sie wirken sich positiv auf den gesamten Bewegungsapparat aus.
Im Schulterbereich sollte die Matratze sehr weich sein, damit die Schulter unter weniger Druck einsinken kann. Eine durchgehend weiche Matratze ist allerdings nicht zu empfehlen, denn damit wird die Körpermitte nicht ausreichend gestützt und Sie hängen mittig durch, es entsteht ein horizontaler Zug ausgehend von der Körpermitte. Eine orthopädische Matratze kann gesundheitlichen Problemen entgegenwirken.
Wählen Sie eine schulterfreundliche Sportart. Zu diesen zählen bspw. Joggen, Laufen und Fahrradfahren. Tennis ist aufgrund der Überkopfbewegung schlecht für die Schulter. Ungünstig sind auch Sportarten mit Gewalteinwirkung auf die Schulter, z. B. beim Werfen im Judo.
Falsch gewählte BHs können Druckstellen und Hautabschürfungen hinterlassen. Haben sich bereits Furchen in den Schultern gebildet, ist es sehr wahrscheinlich, dass die BH-Träger dort eingeschnitten haben. Wenn an dieser Stelle Muskeln und Nerven abgeklemmt werden, kann das zu Kopf-, Nacken-, Arm- und Schulterschmerzen führen. Greifen Sie lieber zu breiten BH-Trägern, die nicht zu weit außen auf den Schultern liegen.
Schulterschmerzen, die bis in den Arm ausstrahlen, können verschiedene Ursachen haben:
Impingement-Syndrom: Einklemmung von Sehnen im Schultergelenk
Entzündung der Rotatorenmanschette: Reizung oder Schädigung der Schultersehnen
Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule: Reizung von Nerven mit Ausstrahlung in Arm und Schulter
Muskelverspannungen: besonders im Nacken- und Schulterbereich
Schulterverletzungen: z. B. Sehnenriss oder Schleimbeutelentzündung
Halten die Beschwerden länger an, nehmen sie zu oder treten zusätzlich Taubheitsgefühle oder Kraftverlust im Arm auf, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Schulterschmerzen, die nachts stärker werden, sind häufig auf Reizungen von Sehnen oder Schleimbeuteln im Schultergelenk zurückzuführen. Typische Ursachen sind:
Entzündung der Rotatorenmanschette
Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
Impingement-Syndrom
Frozen Shoulder (Schultersteife)
Beim Liegen erhöht sich der Druck auf das Schultergelenk und entzündete Strukturen werden stärker belastet. Halten die nächtlichen Schmerzen länger an, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Schulterschmerzen können viele Ursachen haben – von Muskelverspannungen und Sehnenproblemen bis hin zu Arthrose oder Verletzungen. Typische Beschwerden sind Bewegungseinschränkungen, ausstrahlende Schmerzen oder Taubheitsgefühle. Häufig helfen Physiotherapie, gezielte Übungen, Schmerzmittel sowie Wärme- oder Kälteanwendungen. Bei anhaltenden Beschwerden oder strukturellen Schäden kann eine Operation notwendig sein. Eine frühzeitige ärztliche Abklärung verbessert meist die Behandlungsergebnisse.
Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Gesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Mediziner zu konsultieren.
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