Ambulante Zusatzversicherung
Die ambulante Zusatzversicherung übernimmt Kosten für Leistungen, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht oder nur teilweise erstattet.
© Dejan DundjerskiUngünstige Schlafbedingungen oder Stress führen häufig zu Ein- oder Durchschlafstörungen. Oft helfen schon einfache Tipps für einen erholsamen Schlaf:
Die ambulante Zusatzversicherung übernimmt Kosten für Leistungen, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht oder nur teilweise erstattet.
Schlafstörungen können sich unterschiedlich äußern. Sie treten entweder kurzfristig auf, zum Beispiel in angespannten Lebenssituationen, vor Prüfungen oder anderen besonderen Herausforderungen. Dann verschwinden sie in der Regel, sobald der Alltag wieder einkehrt. Oder sie stellen sich chronisch dar, so dass der Schlafmangel für einen hohen Leidensdruck sorgt.
Schlafprobleme, die über einen längeren Zeitraum anhalten, sind für Betroffene körperlich und psychisch sehr belastend. Sie können in unterschiedlichen Arten auftreten:
| Störungsart | Beschreibung | Typische Symptome / Merkmale | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Insomnien | Ein- und Durchschlafstörungen, frühes Erwachen, nicht erholsamer Schlaf | Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Stimmungsschwankungen, Anspannung | Häufigste Form der Schlafstörung |
| Schlafapnoe | Atemaussetzer durch verengte Atemwege im Schlaf | Lautes Schnarchen (bis ~90 dB), unbemerkte Atempausen | Erhöhtes Gesundheitsrisiko, oft unbemerkt |
| Schlafbezogene Bewegungsstörungen | Unwillkürliche Bewegungen im Schlaf | Restless-Legs-Syndrom, periodische Beinbewegungen, Zähneknirschen | Stören Schlafqualität erheblich |
| Hypersomnien (z. B. Narkolepsie) | Übermäßige Tagesschläfrigkeit trotz ausreichendem Nachtschlaf | Starke Müdigkeit am Tag | Zentralnervöse Ursache |
| Zirkadiane Rhythmusstörungen | Verschobener Schlaf-Wach-Rhythmus | Insomnie, ausgeprägte Tagesschläfrigkeit | Ursachen: Jetlag, Schichtarbeit, Medikamente, Erkrankungen |
| Parasomnien | Auffällige Verhaltensweisen im Schlaf | Schlafwandeln, Albträume, Stöhnen, unbewusste Blasenentleerung | Treten während des Schlafs auf |
| Isolierte Symptome / Normvarianten | Schlafauffälligkeiten ohne klare Krankheitszuordnung | Kurzschlaf (<5 h), Muskelzucken beim Einschlafen, Schnarchen, Sprechen im Schlaf | Oft nicht behandlungsbedürftig |
Schlafstörungen unterteilt man entsprechend ihrer Ursache in primäre Schlafstörungen und sekundäre Schlafstörungen.
Primäre Schlafstörungen: Kennzeichnend ist das Fehlen von körperlichen oder psychischen Erkrankungen. Hier liegen meist ungünstige Schlafbedingungen oder den Schlaf behindernde Gedanken bzw. Grübeln vor.
Sekundäre Schlafstörungen: Im Gegensatz zu primären Schlafstörungen liegen den sekundären Schlafstörungen organische oder psychische Ursachen zugrunde. Aber auch Schlafstörungen durch Medikamente oder Drogen zählen dazu.
Viele Menschen reagieren auf Stress im Büro oder private Krisen mit einem gestörten Schlaf. Häufig geben sich solche – an bestimmte Ereignisse gebundene Schlafsprobleme – nach kurzer Zeit von alleine wieder. Bleibt der erholsame Schlaf jedoch länger aus, sollte ein Arzt konsultiert werden. Ratsam ist dies, wenn die Nachtruhe über vier Wochen hinweg mindestens drei Mal pro Woche gestört ist und wenn Betroffene dies als belastend empfinden.
Im Gespräch mit dem Hausarzt, kann der sich ein umfassendes Bild von der aktuellen Situation des Patienten machen und gegebenenfalls bereits auf die mögliche Ursache für den gestörten Schlaf schließen. Eventuell wird der Patient darum gebeten, einen Schlaf-Fragebogen auszufüllen. Abhängig von der vermuteten Diagnose kann der Arzt auch eine Überweisung an einen Facharzt ausstellen.
Vorab sind einige Angaben zur aktuellen Schlafproblematik zu machen, die der behandelnde Arzt mit folgenden Fragen in Erfahrung bringt:
Der Hausarzt wird den unter Schlafstörungen leidenden Patienten auch körperlich gründlich untersuchen, um möglichen organischen Ursachen für die Problematik auf den Grund zu gehen.
Abhängig von der vermuteten Ursache werden Laboruntersuchungen vorgenommen. Besteht beispielsweise der Verdacht auf eine Schilddrüsenüberfunktion, analysiert man die entsprechenden Hormonwerte im Blut.
Eventuell wird ein EKG (Elektrokardiographie) erstellt, um die Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern aufzuzeichnen. Gegebenenfalls folgt noch eine Messung der elektrischen Hirnströme mittels einer Elektroenzephalografie (EEG).
Haben die bisherigen Diagnoseschritte keinen eindeutigen Aufschluss über die Ursache der Schlafstörung erbracht, kann eine Untersuchung im Schlaflabor zielführend sein. Insbesondere dann, wenn Schlafproblematiken wie eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus, Schlafapnoe (Atemaussetzer) oder ein Restless-Legs-Syndrom vermutet werden.
Dazu übernachtet der Patient in einem eigens dafür ausgestatteten Raum einer schlafmedizinischen Abteilung innerhalb einer Klinik, so dass er mittels apparativer Diagnostik über die Nacht hinweg überwacht werden kann. Häufig wird auch eine Videoaufzeichnung erstellt. Die physiologischen Signale des Patienten werden aufgezeichnet, also Leicht- und Tiefschlafphasen erfasst. Die sogenannte Polysomnographie (PSG) misst folgende physiologische Funktionen:
Eine einfachere, kürzere Untersuchung wird bei vermuteten Atmungsstörungen vorgenommen: die Polygrafie für schlafbezogene Atmungsstörungen. Gemessen werden dabei Sauerstoffsättigung, Atemfluss, Atmungsanstrengung, Herz- und Pulsfrequenz sowie Körperlage. Die Untersuchung hilft nicht nur beim Nachweis von Störungen der nächtlichen Atmung sondern auch bei der Beurteilung des Schweregrads.
Im Anschluss an die gründliche Diagnostik durch Haus- oder Facharzt, kann eine ursachenspezifische Therapie eingeleitet werden. Diese richtet sich nach dem jeweiligen Auslöser der Schlafprobleme.
Wurden beispielsweise nächtliche Atemaussetzer festgestellt, also ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, wird dem Patienten wahrscheinlich eine spezielle Atemmaske empfohlen. Hat der Betroffene starkes Übergewicht, kann evtl. auch schon eine Gewichtsreduzierung hilfreich sein.
Bestehen die Schlafprobleme aufgrund chronischer Schmerzen, wird der Arzt bei der Verordnung von Medikamenten darauf achten, dass sie den Schlaf nicht zusätzlich beeinträchtigen.
Liegen dem gestörten Schlaf seelische Ursachen zugrunde, kann eine kognitive Verhaltenstherapie angezeigt sein. Wichtig ist zudem das Einhalten einer Schlafhygiene mit regelmäßigen Bettzeiten und ggf. beruhigenden Ritualen vor dem Zubettgehen. Auch Entspannungsübungen wie Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Yoga und Meditation helfen vielen Betroffenen.
Seelische Ausgeglichenheit ist die beste Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf. Werden Stress und Erschöpfung im Alltag zu groß, können homöopathische Mittel die Beschwerden bei vielen Betroffenen lindern und den Schlaf verbessern. Bei der Wahl des passenden Wirkstoffs müssen die individuellen Symptome genau betrachtet werden. Am besten lässt man sich von einem erfahrenen Homöopathen beraten.
Diese beispielhafte Auswahl an homöopathischen Mitteln kann bei Schlafproblemen helfen:
Aconitum: Wenn die Schlafprobleme nach einem traumatischen Erlebnis aufgetreten sind. Bei Albträumen, nächtlicher Unruhe und Angst sowie Herzklopfen. Auch bei Schlaflosigkeit nach Operationen.
Arnica: Wenn Schlaflosigkeit nach ungewohnter körperlicher Anstrengung auftritt. Wenn der Betroffene zu müde und erschöpft ist, um einschlafen zu können. Bei muskelkaterartigen Gliederschmerzen und ständigem hin- und her Wälzen im Bett.
Ignatia: Bei Schlaflosigkeit durch Kummer und Enttäuschung. Wenn der Betroffenen häufig seufzen muss, stöhnt und leidet. Eventuell wird ein Kloßgefühl im Hals wahrgenommen oder auch ein Drücken auf den Brustkorb.
Laut Traditioneller Chinesischer Medizin können unterschiedliche Störungsmuster im Körper für Probleme beim Schlafen verantwortlich sein. Fehlt beispielsweise Yin oder überwiegt das Yang, kommt es häufig zu Schlafstörungen, Neurasthenie (Nervenschwäche) und Unruhe. Ziel einer Akupunktur-Therapie ist der Ausgleich von Yin und Yang im Körper. Dabei zählt die Behandlung von Schlafstörungen zu den besonders erfolgversprechenden Indikationen. Oftmals sind nur einige wenige Behandlungstermine bei einem erfahrenen Akupunkteur nötig.
| Gruppe | Typische Probleme | Ursachen | Folgen | Hilfreiche Maßnahmen |
|---|---|---|---|---|
| Kinder | Durchschlafstörungen | Seelische Belastungen, Konflikte, ggf. Erkrankungen | Müdigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme | Feste Schlafzeiten, Rituale (z. B. Vorlesen), ruhiges Umfeld, ggf. Kinderarzt |
| Wechseljahre | Durchschlafstörungen, nächtliche Wachphasen | Hormonumstellung (Östrogenabfall), Hitzewallungen, psychische Faktoren, Schilddrüse | Müdigkeit, Unkonzentriertheit | Pflanzliche Mittel (z. B. Traubensilberkerze), Schlafhygiene, Schlafmittel nur kurzfristig |
| Ältere Menschen | Ein- und Durchschlafstörungen, frühes Erwachen, weniger erholsamer Schlaf | Verkürzter Tiefschlaf, höhere Störanfälligkeit (Lärm, Temperatur), Tagschlaf, psychische Belastungen, Erkrankungen | Längeres Wachliegen, geringere Schlafqualität | Schlafhygiene verbessern, Tagschlaf reduzieren, ruhige Schlafumgebung |
Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So werden beispielsweise Ein- und Durchschlafstörungen unter dem ICD-Code „G47.0“ erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieser Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.
Auf der Suche nach einem passenden Krankenhaus, das sich mit der Behandlung von Schlafstörungen gut auskennt erhält man über die Webseite www.aerzteblatt.deeinige hilfreiche Verlinkungen. Unter anderem zu www.weisse-liste.de, www.kliniken.deund www.krankenhaus.de. Eine besonders umfassende Übersicht bietet die Seite www.kliniken.de. Hier sind aktuell 3.846 Krankenhäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gelistet. Zusätzlich gibt es detaillierte Informationen zu Fachabteilungen der Kliniken sowie Qualitätsberichte.
Auf die Startseite von www.kliniken.degehen: Unter dem Menüpunkt „Top-10“ kann man speziell nach Krankheiten und Diagnosen suchen. Für Schlafapnoe beispielsweise, klickt man hier in der linken Spalte (unter „Krankheiten und Diagnosen nach ICD10“) auf das Feld
„VI Krankheiten des Nervensystems“. Dann noch einmal auf das Feld darunter klicken „G40-G47 Episodische und paroxysmale Krankheiten des Nervensystems“. Anschließend auf das Feld „G47 Schlafstörungen“ gehen. Dann erscheinen rechts davon die gesuchten Krankenhäuser, sortiert nach dem Ranking ihrer Fallzahlen. Auf Platz 1 findet sich die Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe, auf Platz 2 die Klinik Angermühle in Deggendorf und Platz 3 belegt das Marien Hospital Herne, usw.
Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf medizinische Leistungen, müssen jedoch meist Zuzahlungen leisten: 10 % der Kosten, mindestens 5 und maximal 10 Euro. Bei günstigen Arzneimitteln kann die Zuzahlung entfallen, Mehrkosten für teurere Präparate tragen Patienten selbst.
Im Krankenhaus fallen 10 Euro pro Tag (max. 28 Tage/Jahr) an. Ähnliche Regelungen gelten für häusliche Pflege, Haushaltshilfen und Hilfsmittel.
Die Höhe der Zuzahlungen bei Reha hängt vom Einzelfall ab. Akupunktur wird bei bestimmten chronischen Beschwerden unter Voraussetzungen übernommen – jedoch nur durch qualifizierte Ärzte.
Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.
Im Falle einer Erkrankung warten Sie mit der Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Exklusiv nicht länger als 5 Tage auf einen Termin bei einem spezialisierten Facharzt.
Sie profitieren zudem von Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, freier Krankenhauswahl und Krankenhaustagegeld bei einem stationären Klinikaufenthalt. Der DFV-KlinikSchutz macht Sie zum Privatpatienten im Krankenhaus inkl. Auslandskrankenversicherung.
Die ambulante Zusatzversicherung übernimmt Kosten für Leistungen, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht oder nur teilweise erstattet.
© fotostormOft führen Sorgen oder körperliche Ursachen, wie ein Infekt, zu akuten Schlafbeschwerden. Diese kurzfristig auftretenden Probleme legen sich in der Regel von alleine wieder. Es gibt jedoch auch andere Gründe für Schlaflosigkeit. Dann können organische oder neurologische Erkrankungen, aber ebenso psychische Störungen dahinter stecken. Manchmal sind Medikamente Auslöser von Schlafproblemen. Dann sollte das Präparat gegen eines ohne diese Nebenwirkung ausgetauscht werden. Auch der Konsum von Alkohol und koffeinhaltigen Getränken beeinträchtigt bei vielen das gesunde Schlafen. Besonders häufig von Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen betroffen sind Schichtarbeiter und Flugpersonal.
Bei Schlafstörungen, denen keine andere Erkrankung zugrunde liegt, helfen zum Beispiel Tees aus Baldrian, Melisse, Hopfen oder Passionsblume. Entweder werden sie über den Tag verteilt oder vor dem Schlafengehen getrunken. Auch ein warmes Bad am Abend wirkt entspannend. Von aufregenden Filmen oder Büchern sollte man bei Ein- oder Durchschlafstörungen absehen. Grundsätzlich ist eine gute Schlafhygiene mit regelmäßigem Tag-Nacht-Rhythmus sinnvoll. Auch das Erlernen von Entspannungstechniken hilft vielen Menschen dabei, besser zu schlafen. Die Einnahme stärkerer Schlafmittel sollte nur über einen kurzen Zeitraum erfolgen, da sonst die Gefahr einer Abhängigkeit droht.
Wer eine Zeit lang schlecht einschlafen kann oder nachts öfter aufwacht, muss deshalb nicht gleich zum Arzt. Oft gibt sich die Störung von alleine wieder. Dauern Schlafprobleme jedoch über einen längeren Zeitraum an, sollte der Hausarzt um Rat gefragt werden. Ist die Nachtruhe länger als einen Monat gestört und hat man mindestens drei Mal in der Woche Durchschlafstörungen oder kann nicht einschlafen, könnte eine Erkrankung Ursache dafür sein.
Bei Schlafproblemen kann die Einnahme eines homöopathischen Medikamentes hilfreich sein. Je nach spezifischer Symptomatik werden unterschiedliche Wirkstoffe empfohlen. Hier eine Auswahl homöopathischer Mittel: Aconitum: Wenn die Schlafprobleme nach einem traumatischen Erlebnis oder nach einer Operation entstanden sind. Arnica: Wenn Schlaflosigkeit nach ungewohnter körperlicher Anstrengung auftritt. Ignatia:Bei Schlaflosigkeit durch Kummer und Enttäuschung. Chamomilla: Für Kinder, die zahnen und sehr unruhig und gereizt sind.
Schlafstörungen können durch einen Mangel an Magnesium, Kalium, Eisen, Vitamin D oder B-Vitaminen verursacht werden, was zu Nervosität, Muskelkrämpfen oder unruhigen Beinen führt. Auch Hormonungleichgewichte wie ein geringes Melatonin- oder Serotoninniveau beeinträchtigen den Schlaf. Meist sind jedoch mehrere Faktoren beteiligt, darunter Ernährung, Stress, Krankheiten oder Lebensgewohnheiten. Bei anhaltenden Problemen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Die richtige Facharztwahl bei Schlafstörungen hängt von der Ursache ab: Hausärzte koordinieren erste Abklärung und Überweisungen. Bei psychischen Auslösern helfen Psychiater oder Psychotherapeuten, bei Schnarchen oder Atemaussetzern Schlafmediziner oder Pneumologen. Neurologen sind zuständig bei Verdacht auf Restless-Legs-Syndrom oder andere neurologische Ursachen, Endokrinologen bei hormonellen Störungen. Kindesbezogene Schlafprobleme sollten Kinderärzte oder spezialisierte Ambulanzen begutachten. Bei unklarer Ursache empfiehlt sich zunächst der Gang zum Hausarzt für weitere Einordnung.
Verschiedene Organe und Körpersysteme können Schlafstörungen verursachen. Herzkrankheiten wie Herzinsuffizienz oder Vorhofflimmern behindern oft das Durchschlafen. Chronische Lungenerkrankungen – zum Beispiel Asthma oder COPD – lösen nachts Atemnot oder Husten aus. Schilddrüsenerkrankungen führen je nach Funktion zu Einschlafproblemen oder starker Tagesmüdigkeit. Krankheiten des Gehirns und Nervensystems, wie Parkinson oder das Restless-Legs-Syndrom, beeinträchtigen ebenfalls die Schlafqualität. Hormonelle Störungen (z.B. Melatoninmangel) und Erkrankungen von Verdauungstrakt oder Nieren können den Schlaf weiter stören. Häufig sind Schlafprobleme Symptome zugrundeliegender Erkrankungen, deren gezielte Behandlung die Nachtruhe deutlich verbessert.
Schlafstörungen können die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen und haben vielfältige Ursachen wie Stress, Lebensstil oder Erkrankungen. Oft helfen bereits einfache Maßnahmen wie gute Schlafhygiene. Bei anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Die Behandlung reicht von Entspannungstechniken bis zu spezifischen Therapien und sollte stets individuell und ursachenorientiert erfolgen.
Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Gesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Mediziner zu konsultieren.
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