Wurzelspitzenresektion© VanoVasaio

Wurzelspitzenresektion: Kosten, Ablauf, Risiken

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Text fachlich geprüft von Rumen StanchevZahnarzt mit Behandlungs­schwerpunkte Alters­zahnmedizin, Kiefer­orthopädie, Implantologie, Prothetik

Eine Wurzelspitzenresektion ist in vielen Fällen häufig die letzte Chance, einen durch Entzündung geschädigten Zahn zu erhalten. Wie genau die Behandlung der Wurzelspitze abläuft, ob eine Wurzelspitzenresektion in jedem Fall zum Erhalt eines Zahnes geeignet ist und welche Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber zur Wurzelbehandlung.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Entfernt entzündetes Gewebe an der Zahnwurzel, wenn eine Wurzelkanalbehandlung nicht genügt.

  • Zahnfleisch wird geöffnet, Wurzelspitze gekürzt und der Kanal anschließend gefüllt.

  • Heilung des Weichgewebes dauert etwa 7–10 Tage, der Knochen regeneriert sich in einigen Monaten.

  • Der Zahn bleibt erhalten, und das Risiko einer erneuten Entzündung sinkt deutlich.

  • Mögliche Komplikationen sind Schwellungen, Infektionen oder Nervenverletzungen.

  • Gesetzliche Krankenkassen zahlen meist im Front- und Seitenzahnbereich, je nach Erhaltungswürdigkeit.

Was ist eine Wurzelspitzenresektion?

Ent­zün­dun­gen an der Zahn­wur­zel ent­ste­hen häu­fig durch Schä­den im Zahn­schmelz durch Un­fall oder Ka­ri­es. Über die be­schä­dig­ten Stel­len kön­nen Bak­te­ri­en in das Zahn­mark im In­nern ge­lan­gen und von dort aus über den Zahn­nerv so­wie des­sen Blut­ge­fä­ße bis in die Zahn­wur­zel vor­drin­gen. Durch die Ent­zün­dung deh­nen sich die Ge­fä­ße aus und drü­cken auf den Nerv – hef­tige Schmer­zen kön­nen die Fol­ge sein. Bleibt die Ent­zün­dung un­be­han­delt, kann sich die Ent­zün­dung über den Kie­fer­kno­chen bis in das Weich­ge­we­be aus­deh­nen und ei­nen Ab­szeß („di­cke Ba­cke“) ver­ur­sa­chen. Bei wei­te­rer Aus­brei­tung kön­nen die Bak­te­ri­en über die Blut­bahn bis in Herz oder Hirn vor­drin­gen und schwe­re Er­kran­kun­gen aus­lösen. Die Wur­zel­spit­zen­re­sek­ti­on (WSR) gilt als Stan­dard­ope­ra­tions­ver­fah­ren für die Zahn­er­hal­tung, bei dem ent­zün­de­tes Ge­we­be an der Wur­zel­spit­ze chi­rur­gisch ent­fernt wird. 

Worin liegt der Unterschied zur Wurzelbehandlung?

Der Un­ter­schied zur Wur­zel­ka­nal­be­hand­lung ist, dass bei der Wur­zel­ka­nal­be­hand­lung die Ent­zün­dung durch die Wur­zel­ka­nä­le von in­nen her be­han­delt wird. Bei der Re­sek­ti­on der Wur­zel­spit­ze muss da­ge­gen von au­ßen das Zahn­fleisch bis zur Wur­zel­spit­ze ge­öff­net wer­den. Bei­de Ver­fah­ren sind Maß­nah­men aus dem Be­reich der Endodontrie und wer­den oft pa­ral­lel durch­ge­führt. An­schlie­ßend wird der Wur­zel­ka­nal mit ei­ner Wur­zel­fül­lung ver­schlos­sen, um ein wei­te­res Ein­drin­gen von Bak­te­ri­en zu ver­hin­dern. Bei­de Ver­fah­ren wer­den je­doch nur dann durch­ge­führt, wenn der be­trof­fe­ne Zahn er­hal­tungs­wür­dig ist. Er muss nach der Ope­ra­tion mit ei­ner Zahn­fül­lung oder Kro­ne ab­schlie­ßend be­han­del­bar sein, da­mit die Wund­flä­che und die be­han­del­te Wur­zel­spit­ze oh­ne Ein­drin­gen wei­te­rer Bak­te­ri­en aus­hei­len kann.

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Wann ist eine Wurzelspitzenresektion nötig?

Ist ei­ne Ent­zün­dung an der Wur­zel­spit­ze so weit fort­ge­schrit­ten, dass ei­ne Wur­zel­ka­nal­be­hand­lung nicht aus­reicht oder we­gen der Krüm­mung des Wur­zel­ka­nals nicht mög­lich ist, dann bleibt nur ei­ne Wur­zel­spit­zen­re­sek­ti­on oder das Ent­fer­nen des Zah­nes. Fer­ner ist die Wur­zel­spit­zen­re­sek­ti­on ei­ne Mög­lich­keit zum Zahn­er­halt un­ter an­de­rem bei ei­ner Wur­zel­frak­tur, bei Zys­ten oder Tu­mor­ver­dacht.

Wei­te­re Grün­de für ei­ne Wur­zel­spit­zen­re­sek­ti­on nach ei­ner Wur­zel­be­hand­lung sind un­ter an­de­rem: Die Ent­zün­dung bleibt trotz Wur­zel­ka­nal­be­hand­lung be­ste­hen, es steckt ein ab­ge­bro­che­nes Wur­zel­be­hand­lungs­in­stru­ment fest oder der Wur­zel­ka­nal ver­fügt ne­ben der Wur­zel­spit­ze über Sei­ten­ka­nä­le, die mit den In­stru­men­ten nicht er­reicht wer­den kön­nen.

Ge­gen ei­ne WSR spricht zum Bei­spiel, wenn ein ope­ra­ti­ver Ein­griff we­gen des all­ge­mei­nen Ge­sund­heits­zu­stan­des des Pa­tien­ten nicht zu­mut­bar ist. Glei­ches gilt, wenn der Zahn­hal­te­ap­pa­rat oder die Wur­zel be­reits zu sehr zer­stört sind. Dann hilft nur noch die Ent­fer­nung des Zah­nes. Da­mit es so weit erst gar nicht kommt, sind re­gel­mä­ßi­ge Kon­trol­len und ei­ne pro­fes­sio­nel­le Zahn­rei­ni­gung wich­tig. Denn je eher ein Pro­blem an den Zäh­nen er­kannt wird, des­to ein­fa­cher kann es be­ho­ben wer­den.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Wurzelspitzenresektion?

Eine Wurzelspitzenresektion kann helfen, einen entzündeten oder geschädigten Zahn doch noch zu erhalten – statt ihn zu ziehen. Wie jeder operative Eingriff hat sie jedoch sowohl Vorteile als auch Nachteile.

Vorteile

Entzündetes Gewebe wird gezielt entfernt:

  • Bei der Wurzelspitzenresektion kann das erkrankte Gewebe rund um die Wurzelspitze und ggf. Zysten oder Granulome in einem Eingriff entfernt werden. So lässt sich die Infektion häufig schnell unter Kontrolle bringen.

Zahnerhalt statt Zahnentfernung:

  • Der natürliche Zahn kann in vielen Fällen erhalten bleiben. Das erspart oft aufwändigeren Zahnersatz wie Brücken oder Implantate.

Geringes Risiko einer erneuten Entzündung:

  • Wenn der Eingriff erfolgreich verläuft und der Zahn anschließend gut versorgt wird, ist die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Entzündung des Wurzelkanals in der Regel gering.

Nachteile

Operativer Eingriff am Kieferknochen:

  • Bei der Behandlung wird nicht nur die Wurzelspitze, sondern auch ein kleiner Bereich des Kieferknochens eröffnet. Das ist belastender als eine reine Wurzelkanalbehandlung.

Längere Heilungszeit:

  • Schwellungen, leichte Schmerzen und ein Ziehen im Operationsbereich sind nach dem Eingriff möglich. Bis Knochen und Gewebe vollständig verheilt sind, kann es mehrere Wochen dauern.

Allgemeine Operationsrisiken:

  • Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können Komplikationen auftreten, etwa Nachblutungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen oder in seltenen Fällen Verletzungen von Nervenstrukturen – insbesondere im Unterkieferbereich.

Ob die Vorteile im individuellen Fall überwiegen, hängt vom Zustand des Zahns, der bisherigen Behandlung und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Dies sollte immer gemeinsam mit der Zahnärztin oder dem Zahnarzt bzw. einer Kieferchirurgie-Praxis besprochen werden.

Wie ist der Ablauf einer Wurzelspitzenresektion?

Wurzelspitzenresektion: Schritt 1

Lokalisierung der Entzündung

Am Be­ginn des Ein­griffs steht die Dia­gno­se der Ent­zün­dung im Be­reich der Wur­zel­spit­ze. Erst wenn fest­steht, dass die Ent­zün­dung nicht mit ei­ner re­gu­lä­ren Wur­zel­ka­nal­be­hand­lung the­ra­piert wer­den kann, wird ei­ne Wur­zel­re­sek­ti­on un­ter ört­li­cher Be­täu­bung vor­ge­nom­men. Die ge­sam­te Be­hand­lung dau­ert ca. ei­ne hal­be Stun­de, kann aber je nach Fall auch in kür­ze­rer Zeit er­fol­gen.

Wurzelspitzenresektion: Schritt 2

Entfernung des entzündeten Gewebes

Anders als bei einer Wurzelkanalbehandlung wird die Wurzelspitze des Zahns nicht durch die Zahnkrone zugänglich gemacht. Stattdessen wird die Zahnwurzel durch den Kieferknochen von außen erreicht. Zahnfleisch sowie die Knochenhaut des geschädigten Zahns werden durchtrennt. Auf diese Weise ist es dem Arzt möglich, das Gewebe zu erreichen und der Kieferknochen, unter welchem die Wurzelspitze liegt, abzutragen bis die Wurzelspitze im Inneren des Zahns zu sehen ist.

Wurzelspitzenresektion: Schritt 3

Entfernung der Wurzelspitze

Die Wurzelspitze wird um etwa drei Millimeter gekürzt. Liegt eine erhebliche Krümmung der Wurzel vor oder ist in einer früheren Wurzelkanalbehandlung ein hauchfeines Instrument abgebrochen und im Wurzelkanal verblieben, ist in manchen Fällen auch eine stärkere Kürzung notwendig.

Daraufhin wird der Bereich gründlich desinfizieren und der Wurzelkanal mit einer speziellen Füllung versehen, so dass der Zahn gründlich versiegelt ist.

Gewebe, das zuvor freigelegt wurde, wird zurückgeklappt und die Wunde vernäht. Am Schluss erfolgt anhand neuer Röntgenaufnahmen die Kontrolle der Wurzelspitzenresektion sowie die Füllung der Wurzelkanäle.

Wurzelspitzenresektion: Schritt 4

Wurzelspitzenresektion Heilungsdauer und Erfolgskontrolle

Etwa sieben bis zehn Tage nach der Wurzelresektion ist die Wunde im Weichgewebe des Zahninnern in den meisten Fällen ausgeheilt und die Nähte können entfernt werden. Um die Heilung im Bereich des Knochens zu kontrollieren, werden nach etwa drei bis sechs Monaten neue Röntgenbilder angefertigt. Nach Ablauf dieser Heilungsphase kann der Behandlungs-Erfolg zuverlässig überprüft werden.

Kurz erklärt

Risiken und Nebenwirkungen einer Wurzelspitzenresektion

Bei ei­ner Wur­zel­spit­zen­re­sek­ti­on han­delt es sich um ei­nen ope­ra­ti­ven Ein­griff. So­mit be­ste­hen auch hier Ri­si­ken wie bei je­der an­de­ren OP. Zu die­sen ge­hö­ren bei­spiels­wei­se Nach­blu­tun­gen, In­fek­tio­nen, Wund­hei­lungs­stö­run­gen, Schmer­zen so­wie Schwel­lun­gen und Ge­fühls­stö­run­gen an Zun­ge, Kinn und/oder Un­ter­lip­pe, die schlimms­ten­falls blei­bend sind.

Ver­let­zung der Kie­fer­höh­le: Wird die Kie­fer­höh­le im Rah­men ei­ner Wur­zel­spit­zen­re­sek­ti­on ge­reizt oder ver­letzt, kann es zu ei­ner Ent­zün­dung kom­men. Wird im Ober­kie­fer zu­sätz­lich ei­ne Kie­fer­höh­le er­öff­net, muss die Wun­de dicht ver­näht wer­den und der Be­trof­fe­ne darf et­wa 4 Wo­chen nicht durch die Na­se schnäu­zen.

Eben­so kön­nen an Mund­bo­den und Na­sen­höh­le Wun­den ent­ste­hen.

Ner­ven­ver­let­zun­gen: Vor al­lem im Be­reich des Un­ter­kie­fers be­steht die Ge­fahr, dass nach ei­ner Wur­zel­spit­zen­re­sek­ti­on Ge­fühls­stö­run­gen zu­rück­blei­ben. Wird der Ein­griff an den Vor­ba­cken­zäh­nen und Ba­cken­zäh­nen durch­ge­führt, kommt es un­ter Um­stän­den zur Taub­heit der Un­ter­lip­pe. Grund da­für ist der so­ge­nann­te 3. Tri­ge­mi­nus­ast. Die­ser Nerv ver­läuft an den un­te­ren Zahn­wur­zeln und ist für das Ge­fühl in Un­ter­lip­pe und der un­te­ren Zahn­par­tie zu­stän­dig. Wird die­ser Nerv wäh­rend der OP durch me­cha­ni­sche Re­i­zung oder durch ei­ne dar­auf­fol­gen­de Ent­zün­dung ge­schä­digt, kann es zu Be­schwer­den kom­men. Bei den meis­ten Pa­tien­ten klin­gen die­se wie­der ab, in sel­te­nen Fäl­len blei­ben sie je­doch dau­er­haft be­ste­hen.

Be­schä­di­gung um­lie­gen­der Zahn­wur­zeln: Wenn die Zahn­wur­zeln des Pa­tien­ten sehr eng bei­ein­an­der­lie­gen, be­steht die Ge­fahr, dass ge­sund­e, um­lie­gen­de Wur­zeln wäh­rend des Ein­griffs ver­letzt wer­den.

Wie lange dauert die Heilung?

Wie bei al­len chi­rur­gi­schen Ein­grif­fen soll­ten gro­ße kör­per­li­che An­stren­gun­gen ver­mie­den wer­den. Die schlech­te Nach­richt für Kof­fe­in- und Ni­ko­tin-Jun­kies ist, dass bis 24 Stun­den nach dem Ein­griff nicht ge­raucht oder Kaf­fee und Tee ge­trun­ken wer­den darf. Nah­rung darf man nach dem Ab­klin­gen der ört­li­chen Be­täu­bung wie­der zu sich neh­men.

Um sich Lin­de­rung di­rekt nach der Ope­ra­ti­on zu ver­schaf­fen, hilft Küh­lung. Gleich­zei­tig ist die Küh­lung ei­ne Prä­ven­ti­on ge­gen Hä­ma­to­me und Schwel­lun­gen. Für den wei­te­ren Hei­lungs­ver­lauf ist ei­ne gu­te Mund­hy­gie­ne wich­tig. Die Näh­te wer­den et­wa nach ein bis an­der­thalb Wo­chen ent­fernt und nach ein paar Mo­na­ten er­folgt ei­ne Kon­trol­le des be­han­del­ten Zah­nes mit­els Rönt­gen­auf­nah­me.

Nachsorge und Kontrolle

Die richtige Nachsorge ist wichtig, damit die Wunde nach einer Wurzelspitzenresektion gut abheilt und Komplikationen vermieden werden. Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt oder die Kieferchirurgie geben Ihnen individuelle Anweisungen – die folgenden Hinweise dienen als Orientierung.

Direkt nach dem Eingriff

Kühlen:

  • In den ersten Stunden nach der Operation von außen kühlen (z. B. Kühlpack in ein Tuch wickeln). Das kann Schwellung und Schmerzen verringern.

Schonung:

  • Am Behandlungstag körperliche Anstrengung, Sport, Sauna und schweres Heben vermeiden.

Nicht rauchen und keinen Alkohol:

  • Beides stört die Wundheilung und erhöht das Risiko für Entzündungen.

Essen und Trinken:

  • Solange die Betäubung wirkt, besser nichts essen, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Danach zunächst weiche, nicht zu heiße Speisen wählen.
  • Möglichst nicht auf der operierten Seite kauen.

Mundhygiene nach der Operation

  • Die übrigen Zähne können wie gewohnt geputzt werden.
  • Den Operationsbereich in den ersten Tagen nur vorsichtig reinigen und nicht direkt über der Wunde bürsten.
  • Falls eine antiseptische Mundspüllösung (z. B. mit Chlorhexidin) verordnet wurde: nach Anweisung anwenden und nicht eigenmächtig häufiger oder länger nutzen.

Medikamente

  • Schmerzmittel nur wie empfohlen einnehmen (z. B. von der Praxis genannte Präparate).
  • Falls Antibiotika verordnet wurden, diese wie vorgeschrieben und bis zum Ende der Packung einnehmen – auch wenn die Beschwerden bereits nachlassen.
  • Zusätzliche Medikamente nur nach Rücksprache mit der Praxis einnehmen, um Wechselwirkungen zu vermeiden.

Kontrolltermine

Erste Kontrolle:

  • Meist erfolgt wenige Tage nach dem Eingriff eine Kontrolle der Wunde. Dabei wird geprüft, ob alles gut verheilt und die Schwellung rückläufig ist.

Nahtentfernung:

  • Fäden werden in der Regel nach etwa 7–10 Tagen entfernt – je nach verwendetem Nahtmaterial.

Röntgenkontrolle:

  • Nach einigen Monaten kann eine Röntgenaufnahme sinnvoll sein, um zu prüfen, ob sich der Knochen im Bereich der Wurzelspitze gut regeneriert hat.

Wann Sie die Praxis sofort kontaktieren sollten

Melden Sie sich umgehend bei Ihrer Zahnärztin/Ihrem Zahnarzt oder in der Kieferchirurgie, wenn:

  • die Schmerzen trotz Schmerzmitteln sehr stark sind oder plötzlich deutlich zunehmen,
  • eine starke oder anhaltende Nachblutung auftritt,
  • die Schwellung nach einigen Tagen nicht abnimmt oder größer wird,
  • Fieber oder ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl dazukommen,
  • ungewöhnlicher Eitergeschmack oder -geruch im Mund auftritt.
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Wurzelspitzenresektion bei besonderen Patientengruppen

Nicht für alle Menschen verläuft eine Wurzelspitzenresektion gleich. Bestimmte Vorerkrankungen oder Lebenssituationen erfordern eine besonders sorgfältige Planung und Abstimmung zwischen Zahnärztin/Zahnarzt, Kieferchirurgie und Haus- oder Fachärztin/Facharzt.

1. Patienten mit Diabetes

Bei Diabetes ist vor allem die Wundheilung wichtig.

  • Ein gut eingestellter Blutzucker verbessert die Heilungschancen und senkt das Risiko für Infektionen.
  • Häufig sind engmaschigere Kontrollen nach dem Eingriff sinnvoll.
  • Eine gute Mundhygiene und konsequente Nachsorge sind besonders wichtig, um Entzündungen zu vermeiden.

Vor der Behandlung sollten Sie Ihren Zahnarzt über den Diabetes und die aktuelle Einstellung (z. B. HbA1c-Wert, Medikamente) informieren.

2. Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder Blutverdünnern

Wer Gerinnungsstörungen hat oder Blutverdünner einnimmt (z. B. Marcumar, neue orale Antikoagulanzien, ASS in höheren Dosierungen), hat ein erhöhtes Risiko für Nachblutungen.

  • Vor einer Wurzelspitzenresektion wird häufig der Hausarzt oder Kardiologe einbezogen.
  • Je nach Medikament wird entschieden, ob die Dosis angepasst werden kann oder besondere Maßnahmen nötig sind.
  • Nach dem Eingriff sind Druckverbände, länger andrückende Tupfer und eine besonders sorgfältige Nachsorge wichtig.

Wichtig: Blutverdünner niemals eigenmächtig absetzen – immer zuerst mit dem behandelnden Arzt sprechen.

3. Patienten mit Osteoporosemedikamenten (z. B. Bisphosphonate, Denosumab)

Bei bestimmten Osteoporose- oder Krebsmedikamenten besteht ein (seltenes) Risiko für eine medikamentenassoziierte Kiefernekrose.

  • Vor chirurgischen Eingriffen am Kiefer ist es wichtig zu wissen, welches Präparat, in welcher Dosis und seit wann es eingenommen oder gespritzt wird.
  • Der Eingriff wird meist sorgfältig geplant, oft in enger Abstimmung mit der Osteoporose- oder Onkologie-Behandlung.
  • Besonders wichtig sind eine entzündungsfreie Ausgangssituation im Mund, gute Mundhygiene und eine schonende Operationstechnik.

Auch hier gilt: Medikamente niemals ohne ärztliche Rücksprache verändern oder pausieren.

4. Schwangere

In der Schwangerschaft sollen operative Eingriffe möglichst gut abgewogen werden.

  • Wenn möglich, wird eine Wurzelspitzenresektion in das zweite Schwangerschaftsdrittel (2. Trimenon) gelegt – hier sind viele Eingriffe am sichersten planbar.
  • Akute Entzündungen oder starke Schmerzen müssen jedoch manchmal unabhängig vom Zeitpunkt behandelt werden, um Mutter und Kind zu schützen.
  • Es wird besonders auf eine schonende Betäubung, die Auswahl geeigneter Schmerzmittel und ggf. Antibiotika geachtet.

Schwangere sollten Zahnarzt und Kieferchirurg immer über die Schwangerschaft informieren – auch im frühen Stadium.

5. Patienten mit geschwächtem Immunsystem

Dazu zählen zum Beispiel Menschen

  • mit bestimmten chronischen Erkrankungen,
  • nach Organtransplantation,
  • unter Chemotherapie
  • oder mit immunsuppressiven Medikamenten.

Bei ihnen ist das Risiko für Infektionen und Wundheilungsstörungen erhöht.

  • Oft werden zusätzliche Schutzmaßnahmen getroffen, z. B. eine sorgfältig geplante Antibiotikagabe.
  • Die Nachsorge ist besonders wichtig; schon kleine Veränderungen wie zunehmende Schmerzen oder Schwellungen sollten frühzeitig kontrolliert werden.

6. Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bei Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Herzschwäche oder Herzklappenerkrankungen kann eine Wurzelspitzenresektion meist durchgeführt werden – aber mit angepasster Planung:

  • Vor dem Eingriff wird geprüft, ob der Blutdruck ausreichend eingestellt ist.
  • In manchen Fällen ist eine antibiotische Abschirmung sinnvoll (z. B. bei bestimmten Herzklappenerkrankungen, nach Empfehlung des Kardiologen).
  • Stressreduktion und eine schonende Betäubung tragen dazu bei, Herz-Kreislauf-Belastungen zu begrenzen.

7. Ältere Patienten

Mit zunehmendem Alter kommen oft mehrere Faktoren zusammen: Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Medikamente usw.

  • Eine sorgfältige Gesamtbeurteilung (Allgemeinzustand, Mobilität, Medikamentenplan) ist wichtig.
  • Manchmal wird entschieden, den Eingriff in einer Kieferchirurgie-Praxis oder Klinik durchzuführen, wo alle Voraussetzungen für eine engmaschige Überwachung gegeben sind.

Erfolgsaussichten einer Wurzelinspektion

Ziel einer Wurzelspitzenresektion ist es, einen bereits behandelten, aber weiterhin entzündeten Zahn doch noch zu erhalten. Die Erfolgsaussichten sind in vielen Fällen gut – eine Garantie gibt es jedoch nicht.

Grundsätzlich gilt:

  • Viele Zähne können durch eine Wurzelspitzenresektion noch über Jahre, teilweise Jahrzehnte erhalten werden.
  • Der Eingriff ist häufig die letzte Möglichkeit, einen Zahn zu retten, bevor er gezogen werden müsste.

Wie gut die Chancen im Einzelfall sind, hängt von mehreren Faktoren ab:

1. Ausgangszustand des Zahns

  • Wie stark sind Wurzel und umliegender Knochen bereits geschädigt?
  • Liegt eine dichte Wurzelkanalfüllung vor oder bestehen zusätzliche Probleme (z. B. Risse in der Wurzel)?

Je stabiler die verbleibende Zahnwurzel und der Knochen, desto besser sind in der Regel die Aussichten.

2. Ausmaß und Art der Entzündung

  • Kleine, klar begrenzte Entzündungsbereiche lassen sich meist besser beherrschen als sehr große oder schon lange bestehende Veränderungen.
  • Auch Zysten oder Granulome im Bereich der Wurzelspitze können die Planung beeinflussen.

3. Durchführung des Eingriffs

  • Sorgfältiges Arbeiten unter guten Sichtbedingungen, gründliche Entfernung des entzündeten Gewebes und eine dichte retrograde Füllung der Wurzelspitze verbessern die Prognose.

4. Heilungsverlauf und Mitarbeit des Patienten

  • Gute Mundhygiene, Einhalten der Nachsorgehinweise und das Wahrnehmen von Kontrollterminen unterstützen den Heilungsprozess.
  • Rauchen, schlechte Mundhygiene oder nicht behandelte Allgemeinerkrankungen können die Erfolgsaussichten verschlechtern.

5. Allgemeine Gesundheit und Medikamente

  • Faktoren wie Diabetes, Osteoporose oder die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Blutverdünner, Bisphosphonate, Denosumab) können die Wundheilung beeinflussen und müssen in die Planung einbezogen werden.

Trotz sorgfältiger Durchführung kann es vorkommen, dass die Entzündung nicht vollständig ausheilt oder nach einiger Zeit zurückkehrt. In solchen Fällen muss erneut beurteilt werden, ob ein weiterer Eingriff sinnvoll ist oder der Zahn doch entfernt werden sollte.

Der Zahnarzt oder Kieferchirurg kann anhand von Röntgenbildern, dem Zustand des Zahns und der Vorgeschichte am besten einschätzen, wie die Erfolgsaussichten im individuellen Fall sind – und dies vor dem Eingriff mit dem Patienten besprechen.

Alternative Behandlungen

Eine Wurzelspitzenresektion ist nicht die einzige Möglichkeit, einen entzündeten Zahn zu behandeln. Je nach Situation kommen verschiedene Alternativen infrage. Welche Behandlung am geeignetsten ist, hängt immer vom individuellen Befund ab und sollte mit dem Zahnarzt oder Kieferchirurgen besprochen werden.

1. Erneute Wurzelkanalbehandlung (Revision)

Wenn ein Zahn nach einer Wurzelbehandlung weiterhin Beschwerden macht oder sich an der Wurzelspitze eine Entzündung zeigt, kann zunächst eine Revision sinnvoll sein.

Dabei wird

  • die alte Wurzelkanalfüllung entfernt,
  • die Kanäle erneut gründlich gereinigt, desinfiziert und
  • anschließend wieder dicht gefüllt.

Vorteile:

  • Kein operativer Eingriff am Kieferknochen.
  • Ursache der Entzündung (z. B. undichte Füllung, verbliebenes Gewebe) kann direkt im Kanal behandelt werden.

Grenzen:

  • Nicht immer sind alle Kanäle zugänglich (z. B. bei sehr gekrümmten oder verengten Wurzeln).
  • Bei bestimmten anatomischen Besonderheiten oder bereits bestehenden Stiftaufbauten im Zahn ist eine Revision technisch schwierig oder gar nicht möglich.

In vielen Fällen wird zunächst geprüft, ob eine Revision Erfolg verspricht, bevor eine Wurzelspitzenresektion geplant wird.

2. Zahnextraktion (Ziehen des Zahns)

Wenn weder Wurzelbehandlung noch Wurzelspitzenresektion eine sinnvolle oder erfolgversprechende Option sind, bleibt als Alternative oft nur die Entfernung des Zahns.

Der verlorene Zahn kann anschließend ersetzt werden, zum Beispiel durch:

  • Zahnimplantat (künstliche Zahnwurzel mit Krone),
  • Brücke, die an den Nachbarzähnen befestigt wird,
  • Teilprothese

Vorteile:

  • Entzündetes Gewebe und der betroffene Zahn werden vollständig entfernt, die Entzündungsquelle ist damit beseitigt.
  • Kein Risiko eines späteren Misserfolgs des behandelten Zahns – weil der Zahn nicht mehr vorhanden ist.

Nachteile:

  • Der natürliche Zahn geht endgültig verloren.
  • Zahnersatz kann aufwendig und kostenintensiv sein.
  • Bei Implantaten ist häufig ein ausreichendes Knochenangebot Voraussetzung; ggf. ist ein Knochenaufbau nötig.

3. Abwarten und Beobachten

In manchen Fällen wird zunächst beobachtet, bevor ein Eingriff geplant wird – etwa wenn:

  • der Zahn keine Beschwerden macht,
  • die Entzündung auf dem Röntgenbild sehr klein ist,
  • unklar ist, ob es sich um eine ausheilende Veränderung oder eine chronische, stabile Situation handelt.

Dabei werden in bestimmten Abständen Kontrolluntersuchungen und Röntgenaufnahmen durchgeführt.

Wichtig: Treten Schmerzen, Schwellungen oder andere Beschwerden auf, sollte die Situation neu bewertet werden. Abwarten ersetzt keine Behandlung, wenn sich der Befund verschlechtert.

4. Palliative Maßnahmen

Wenn ein Zahn langfristig keine gute Prognose mehr hat oder ein größerer Eingriff aus gesundheitlichen Gründen nicht sinnvoll ist, können palliative Maßnahmen helfen, Beschwerden zu lindern, bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Dazu gehören zum Beispiel:

  • zeitweise Entlastung des Zahns beim Kauen,
  • vorübergehende medikamentöse Behandlung von Entzündungen und Schmerzen,
  • provisorische Füllungen oder Aufbauten.

Diese Maßnahmen sind keine Dauerlösung, können aber in bestimmten Situationen Zeit überbrücken – etwa bis andere Erkrankungen besser eingestellt sind oder eine größere Behandlung planbar ist.

Mit welchen Kosten muss ich bei einer Wurzel­spitzen­resektion rechnen?

Bei den Kos­ten und der Kos­ten­über­nah­me durch die ge­setz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung gibt es ein paar Din­ge zu be­ach­ten und zu un­ter­schei­den. Die Kos­ten für Wur­zel­ka­nal­be­hand­lun­gen über­nimmt die ge­setz­li­che Kran­ken­kasse nur, wenn der Zahn als er­hal­tens­wert ein­ge­stuft wird. Bei der Wur­zel­spit­zen­re­sek­ti­on über­nimmt die Kas­se meist die Kos­ten nur bei Zäh­nen des Front- und Sei­ten­be­reichs. Auch da­bei muss der be­treff­en­de Zahn vom be­han­deln­den Zahn­arzt als er­hal­tungs­wür­dig ein­ge­stuft sein.

Wei­te­re Fäl­le, in de­nen die Kran­ken­ver­si­che­rung die Kos­ten über­nimmt, sind:

  • wenn der be­treff­en­de Ba­cken­zahn sich in­ner­halb ei­ner voll­stän­di­gen Zahn­rei­he be­fin­det und noch kei­ne Lücke be­steht,
  • wenn das En­de der Zahn­rei­he nur ein­sei­tig ver­kürzt wird oder
  • wenn es schon ei­nen Zah­ner­satz gibt, der auf­grund des chi­rur­gi­schen Ein­griffs er­hal­ten bleibt.

Das be­deu­tet für Ver­si­cher­te, dass die Kos­ten­über­nah­me der Oral­chi­rur­gie schon in sehr vie­len Fäl­len ab­ge­deckt ist. Leh­nt die Kas­se die Kos­ten­über­nah­me je­doch ab, blei­ben ei­gent­lich nur zwei letz­te Mög­lich­kei­ten: Ent­we­der be­zahlt man die Be­hand­lung als pri­va­te Leis­tung selbst oder der Zahn muss ent­fernt wer­den. Ver­läss­li­che Zah­len für die Hö­he der Kos­ten bei ei­ner pri­va­ten Leis­tung zu nen­nen, ist sehr schwie­rig, da sich die Kos­ten nach dem Auf­wand rich­ten und der Auf­wand ist wie­der­um von Fall zu Fall un­ter­schied­lich.

FAQ zum Thema Wurzelspitzenresektion Häufige Fragen

  • Während der Behandlung in der Praxis sollte der Eingriff nicht wehtun, da der Bereich in der Regel mit einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) ruhiggestellt wird. Man spürt meist nur Druck oder Vibrationen, aber keinen starken Schmerz.

    Nach dem Nachlassen der Betäubung sind leichte bis mäßige Schmerzen, ein Spannungsgefühl oder Pulsieren im Bereich der Operation normal. Diese Beschwerden lassen sich in der Regel gut mit den empfohlenen Schmerzmitteln behandeln und werden nach ein bis zwei Tagen deutlich besser.

  • In den ersten Tagen nach der OP sind folgende Reaktionen ganz typisch:

    • Schwellung an Wange oder Lippenregion auf der behandelten Seite
    • Druckgefühl oder Ziehen im Kiefer
    • eventuell Hämatome (blauer Fleck) im Wangenbereich
    • leichte Einschränkung beim Kauen und Mundöffnen

    Mit Kühlen, Schonung, weicher Kost und den verordneten Schmerzmitteln bessern sich diese Beschwerden meist deutlich innerhalb weniger Tage. Nach etwa einer Woche fühlen sich die meisten Patienten wieder weitgehend normal, auch wenn der Knochen im Inneren noch länger zur vollständigen Heilung braucht.

  • Ja, das ist möglich – auch wenn die Chancen gut stehen, dass der Zahn nach einer gelungenen Wurzelspitzenresektion langfristig beschwerdefrei bleibt.

    Die Entzündung kann zum Beispiel zurückkommen, wenn

    • die Wurzel nicht vollständig dicht verschlossen ist,
    • Risse oder zusätzliche, nicht erreichbare Kanäle in der Wurzel vorhanden sind,
    • erneut Bakterien in den Bereich der Wurzelspitze gelangen.

    Deshalb sind Kontrollröntgenbilder und regelmäßige Zahnarztbesuche wichtig. Zeigen sich wieder Beschwerden wie Schmerzen, Schwellung oder eine erneute Aufhellung im Röntgenbild, muss neu beurteilt werden, ob weitere Maßnahmen nötig sind.

  • Grundsätzlich ist Fliegen nach einer Wurzelspitzenresektion meistens möglich, sollte aber idealerweise nicht direkt am gleichen oder am nächsten Tag stattfinden.

    • In den ersten Tagen nach dem Eingriff können Druckveränderungen beim Starten und Landen als unangenehm empfunden werden.
    • Außerdem ist es sinnvoll, bei möglichen Komplikationen (z. B. starke Nachblutung, starke Schmerzen) den behandelnden Zahnarzt/Kieferchirurgen gut erreichen zu können.

    Wer kurz nach der OP eine Flugreise geplant hat, sollte dies vorher mit der Praxis besprechen. Je nach Umfang des Eingriffs und individuellem Heilungsverlauf kann der Zahnarzt eine Empfehlung geben, ab wann ein Flug unbedenklich ist.

  • Kaffee:

    • In den ersten Stunden nach der OP sollte auf sehr heiße Getränke verzichtet werden, weil Wärme die Durchblutung steigert und Nachblutungen begünstigen kann. Lauwarmen oder leicht abgekühlten Kaffee kann man meist nach einigen Stunden wieder trinken – vorausgesetzt, es blutet nicht mehr und der Zahnarzt hat nichts anderes empfohlen.

    Rauchen:

    • Hier gilt: so lange wie möglich Pause einlegen. Rauchen verschlechtert die Durchblutung, erhöht das Risiko für Wundheilungsstörungen, Infektionen und Schmerzen. Idealerweise sollte man mindestens 2–3 Tage, besser länger nach der OP nicht rauchen.
    • Wer es schafft, das Rauchen im Zuge der Behandlung ganz oder längerfristig zu reduzieren, tut auch seiner allgemeinen Zahn- und Kiefergesundheit einen großen Gefallen.

    Im Zweifel gilt: Im Aufklärungsgespräch und bei der Nachkontrolle nachfragen – die Praxis kann je nach Operationsumfang und Heilungsverlauf eine konkrete Empfehlung geben.

  • Die Dicke der Zahnseide variiert. Je nach Gebiss sind die Zahnzwischenräume unterschiedlich groß sein. Dementsprechend gibt es Zahnseide in dünnerer und dickerer Stärke.

Zahn Darstellung Fazit

Fazit

Die Wurzelspitzenresektion ist eine bewährte Methode, um entzündete Zähne zu erhalten, wenn eine Wurzelkanalbehandlung nicht ausreicht. Trotz möglicher Risiken überwiegt oft der Nutzen, da der Zahn langfristig funktionsfähig bleibt. Regelmäßige Zahnarztkontrollen und frühzeitige Behandlung sind entscheidend, um schwerwiegende Eingriffe möglichst zu vermeiden.

  • Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Zahngesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Mediziner zu konsultieren.

    Unsere Inhalte werden auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Studien verfasst, von einem Team aus Fachärzten und Redakteuren erstellt, dauerhaft geprüft und optimiert.

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