Rote Augen gut abklären lassen
Mit dem DFV-AmbulantSchutz sichern Sie sich zusätzliche Erstattungen für Untersuchungen, Behandlungen und Medikamente beim Augenarzt – überall dort, wo die gesetzliche Kasse nur teilweise zahlt.
© Shutterstock Yuriy MaksymivHäufige Auslöser sind Viren, Bakterien, Allergien sowie Reizstoffe wie Staub, Rauch oder trockene Luft.
Typische Symptome sind gerötete Augen, Fremdkörpergefühl, geschwollene Lider und morgens verklebte, eitrige Krusten.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache – von Tränenersatzmitteln und Hausmitteln bis zu antibiotischen oder antiallergischen Augentropfen.
Strenge Hygiene ist wichtig, um Ansteckung zu vermeiden: Hände waschen, Augenreiben vermeiden, Handtücher nicht teilen – und bei unklaren oder schweren Verläufen zum Augenarzt.
Die Bindehaut (Tunica conjunktiva) ist eine dünne, gut durchblutete Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Sie überzieht die Lederhaut bis zum Rand der Hornhaut, trägt zum Tränenfilm bei und befeuchtet das Auge. Sie ist zudem an der Immunabwehr beteiligt, indem sie das Auge vor Krankheitserregern schützt.
Die Bindehautentzündung kann verschiedene Ursachen haben. Ein Reiz bewirkt Rötung (hervorgerufen durch vermehrte Blutfüllung) sowie mit Ausschüttung von Eiweißstoffen und weißen Blutkörperchen (Leukozyten) in der Bindehaut. Ebenso wie Erwachsene können auch Kinder und Babys betroffen sein.
Akute Bindehautentzündungen heilen innerhalb weniger Tage ab. Hält die Erkrankung länger als vier Wochen an, sprechen Mediziner von einer chronischen Bindehautentzündung.
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| Kategorie | Form | Ursachen / Erreger | Typische Merkmale | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Infektiös | Bakteriell | Staphylokokken, Pneumokokken, Haemophilus influenzae, Pseudomonas aeruginosa; Schwimmbad: Chlamydia trachomatis Typ D–K | Eitriges, verklebendes Sekret; geschwollene Lymphfollikel; schleimig-eitriger Ausfluss | Übertragung durch Kontakt (z. B. Wasser, Wäsche); oft beidseitig |
| Infektiös | Trachom | Chlamydia trachomatis Typ A–C | Follikuläre Entzündung, Vernarbung, Hornhautbeteiligung | Tropenkrankheit; Übertragung durch schlechte Hygiene/Fliegen; kann zur Erblindung führen |
| Infektiös | Viral | Häufig Adenoviren (Keratoconjunctivitis epidemica) | Tränende, juckende Augen; geschwollene Lider und Bindehaut | Sehr ansteckend; häufigste virale Form |
| Nicht infektiös | Allergisch | Pollen, Staub, Kosmetika, Salben | Starker Juckreiz, tränende Augen | Reaktion des Immunsystems; oft saisonal |
| Nicht infektiös | Conjunctivitis simplex | Reize wie Staub, Chlor, Rauch; auch Ektropium oder falsche Brille | Reizung der Augen, Tränenfluss | Nicht infektiös; Ursache oft mechanisch/chemisch |
| Nicht infektiös | Physiologisch | Erstkontakt mit Reizen oder Erregern (v. a. bei Kindern/Jugendlichen) | Bildung von Lymphfollikeln; ähnliche Symptome wie Entzündung | Keine Erkrankung; normale Immunreaktion |
| Kategorie | Form | Typische Symptome | Behandlung | Besonderheiten / Hinweise |
|---|---|---|---|---|
| Allgemein | Alle Formen | Rote, tränende Augen; verklebte Lider (v. a. morgens); geschwollene Bindehaut/Lider; Lichtempfindlichkeit; Fremdkörpergefühl; bei schweren Verläufen: krampfhafter Lidschluss | Ursacheabhängig; ärztliche Abklärung empfohlen | Ziel: Komplikationen und Augenschäden vermeiden |
| Infektiös | Bakteriell | Eitriges Sekret, stark verklebte Augen, Brennen; Schleimansammlungen; Wölbungen an Lidinnenseite; oft beide Augen betroffen | Antibiotische Tropfen/Salben; ggf. Tabletten bei systemischer Infektion | Therapie konsequent beenden; Partnerbehandlung bei Chlamydien |
| Infektiös | Viral | Wässrig-schleimiges Sekret; Juckreiz; Fremdkörpergefühl; geschwollene Lider; oft beide Augen betroffen; ggf. Begleitsymptome (z. B. Erkältung) | Symptomatisch (Hausmittel); ggf. kurzfristig Kortison; bei Herpes: Aciclovir | Keine spezifischen Medikamente gegen viele Viren; hoch ansteckend |
| Nicht infektiös | Allergisch | Starker Juckreiz; plötzlicher Tränenfluss; geschwollene, verdickte Lider; Fremdkörpergefühl; oft mit Niesen/Schnupfen | Allergenkarenz; antiallergische Tropfen; ggf. Kortison; Hyposensibilisierung | Häufig saisonal; Immunreaktion |
| Nicht infektiös | Unspezifisch | Reizgefühl (z. B. durch Staub, Kontaktlinsen); tränende Augen; ggf. Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Augenschmerzen | Auslöser entfernen/meiden; Fremdkörper ausspülen; Tränenersatzmittel | Heilt meist innerhalb weniger Tage von selbst |
| Nicht infektiös | Trockene Augen (Sonderfall) | Reizung, Trockenheitsgefühl | Tränenersatzmittel, Hyaluronsäure | Kortison vermeiden (verstärkt Trockenheit) |
Bei einer Bindehautentzündung muss eine detaillierte Diagnose erfolgen, um Auslöser und mögliche andere Ursachen hinter den Beschwerden auszuschließen oder festzustellen.
Zur Diagnose setzt der Arzt eine sogenannte Spaltlampe ein. Dabei handelt es sich um eine Vorrichtung mit Rahmen, auf den der Patient seinen Kopf stützt. Der Arzt sitzt dem Patienten gegenüber und betrachtet das Auge stark vergrößert durch ein Mikroskop. Für diese Untersuchungsmethode werden dem Patienten Tropfen verabreicht, um die Pupillen zu erweitern. Um reflexartiges Zwinkern zu verhindern, wird zudem ein lokales Betäubungsmittel ins Auge gegeben.
Sobald feststeht, dass es sich um eine Bindehautentzündung handelt, geht der Arzt der Ursache genauer auf den Grund. Die wichtigsten Hinweise zur Entstehung erhält er über ein Gespräch mit dem Patienten. Er klärt, ob die Erkrankung erst an einem Auge oder direkt an beiden aufgetreten ist. Zudem fragt er nach äußeren Einflüssen wie Zugluft oder Staub, die möglicherweise ins Auge geraten sind. Weiterhin sind Allergien sowie Symptome von Interesse.
Gegebenenfalls führt der Arzt weitere Untersuchungen durch und macht bspw. einen Abstrich, den er auf Erreger testet. Bei Verdacht auf einen allergischen Auslöser überweist er an einen Fachkollegen, der Allergietests durchführt.
Bindehautentzündungen, die durch Viren, Bakterien oder Pilze verursacht wurden, klingen in den meisten Fällen innerhalb von maximal drei Wochen ab. Bei Infektion mit Bakterien oder Pilzen, kann der Heilungsprozess durch medikamentöse Behandlung beschleunigt werden. Allergische Bindehautentzündungen können schlimmstenfalls monate- oder sogar jahrelang anhalten. Bei sehr seltenen, langwierigen, schweren Verläufen kann die Entzündung auf die Hornhaut und andere Teile des Auges übergreifen und diese nachhaltig schädigen. Bei unbehandelten Infektionen mit Chlamydien, Gonokokken oder Herpesviren besteht das Risiko für Komplikationen mit Sehstörungen bis hin zur Erblindung.
Unabhängig von der Ursache, lässt sich die Heilung bei Bindehautentzündungen gut mit Hausmitteln unterstützen. Dennoch sollte der Auslöser einer Bindehautentzündung ärztlich abgeklärt werden, da die Behandlung evtl. Medikamente erfordert, um Folgen für das Auge zu vermeiden und mögliche weitere Ursachen der Erkrankung auszuschließen.
Tragen Sie den Quark nicht direkt auf die Haut oder aufs Auge auf. Dringt die Masse ins Auge ein, kann das die Bindehautentzündung verschlimmern. Zudem trocknet der Quark, härtet auf Haut und Haaren aus und lässt sich dann nur noch schwer entfernen.
Augentrost gilt zudem als wirksames Mittel gegen Gerstenkorn, überanstrengte Augen und sogar gegen Heuschnupfen. Als Tee wirkt er zudem gegen Kopfschmerzen, Husten und Schnupfen sowie bei Verdauungsbeschwerden.
Die Ringelblume (Calendula) wirkt entzündungshemmend und regt die Wundheilung an. Bei Hautentzündungen und schlecht heilenden Narben wird sie als Salbe äußerlich verwendet. Im Gegensatz zur Kamille löst die Ringelblume nahezu keine allergischen Reaktionen aus. Auf Umschläge mit Kamille sollten Sie im empfindlichen Augenbereich verzichten, da es oft zu allergisch bedingten Hautausschlägen und Reizungen kommt.
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© jeffbergenAugentropfen sind bei Kindern nie ohne vorherige Empfehlung eines Arztes anzuwenden. Diese sollten in ihrer Zusammensetzung unbedingt für Babys und Kleinkinder unbedenklich sein.
Eltern haben oft Probleme, ihren Kleinkindern Augentropfen zu verabreichen, da die sich meistens wehren und weinen. Am besten träufeln Sie die Augentropfen dem liegenden Kind direkt in den inneren Augenwinkel. Ziehen Sie das untere Lid danach leicht ab, so verteilen sich die Tropfen von alleine.
Hebammen empfehlen bei einer Bindehautentzündung bei Babys von stillenden Müttern, dem Kind einige Tropfen Muttermilch direkt von der Brust in das entzündete Auge zu träufelt. Muttermilch wirkt entzündungshemmend und kann die Heilung unterstützen.
Eine Bindehautentzündung lässt sich auch in der Schwangerschaft gut behandeln. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) verweist darauf, dass Augentropfen und -salben gegen eine Bindehautentzündung in der Regel auch während der Schwangerschaft und der Stillzeit angewendet werden dürfen, ohne gesundheitliche Nachteile für das Kind befürchten zu müssen.
Bei einer Infektion mit Herpes-Viren sei die Therapie mit Aciclovir unbedenklich. Weiterhin kann eine allergische Bindehautentzündung während der Schwangerschaft auch mit lokal angewendeten Antihistaminika kuriert werden.
Bakterielle und virale Bindehautentzündungen sind hoch ansteckend. Durch Augenreiben gelangen Erreger über die Hände auf Gegenstände oder direkt zu anderen Personen.
So reduzieren Sie die Ansteckungsgefahr:
Die Inkubationszeit beträgt wenige Tage bis zu zwei Wochen. Betroffene sind meist 2–3 Wochen ansteckend und entwickeln danach eine Immunität. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr sollten sie in dieser Zeit zuhause bleiben und Kontakte vermeiden.
Die Augengrippe ist eine hochansteckende Adenovirus-Infektion und sollte sofort ärztlich abgeklärt werden. Sie ist meldepflichtig und nicht mit Antibiotika behandelbar. Typische Symptome sind rote, geschwollene und juckende Augen, Tränenfluss, Fremdkörpergefühl und Lichtempfindlichkeit. Hygienemaßnahmen sind entscheidend, um die Ausbreitung zu verhindern.
Eine Bindehautentzündung dauert meist einige Tage bis wenige Wochen. Die Beschwerden erreichen zunächst ihren Höhepunkt und klingen oft innerhalb von 10–14 Tagen ab. Akute Verläufe sind nach unter vier Wochen überstanden, chronische dauern länger. Hornhauttrübungen bilden sich in der Regel ohne bleibende Schäden zurück.
Bei einer Bindehautentzündung sollte ein Augenarzt aufgesucht werden. Ohne Behandlung kann sich die Entzündung auf die Hornhaut ausbreiten und Schäden verursachen. Der Arzt klärt die Ursache und leitet die passende Therapie ein.
Während einer Bindehautentzündung sollten keine Kontaktlinsen getragen werden – stattdessen eine Brille nutzen. Kontaktlinsen können die Reizung verstärken. Verwenden Sie sie erst wieder nach vollständiger Heilung. Getragene Linsen sollten entsorgt oder bei Bedarf professionell gereinigt werden. Im Zweifel den Augenarzt konsultieren.
Während einer Bindehautentzündung sollte auf Make-up verzichtet werden, da es das Auge zusätzlich reizt und Auslöser sein kann. Verwenden Sie erst nach vollständiger Heilung wieder Kosmetik. Bei ansteckender Konjunktivitis sollten zuvor genutzte Produkte entsorgt werden.
Frische Luft kann die Beschwerden bei Bindehautentzündung lindern, da regelmäßiges Lüften Staub, Rauch und trockene Luft reduziert. Zugluft und Pollen sollten bei Allergien vermieden werden. Spaziergänge sind möglich, solange Wind, Staub und Abgase gemieden werden. Gute Hygiene verhindert zusätzliche Infektionen. Ein ausgewogenes Raumklima fördert das Wohlbefinden.
Ob Sie bei einer Bindehautentzündung zu Hause bleiben sollten, hängt von der Ursache ab. Ist sie ansteckend (bakteriell oder viral), vermeiden Sie Kontakt zu anderen und achten Sie besonders auf Hygiene. Bei allergischer oder reizbedingter Entzündung unterstützen Ruhe und das Meiden belastender Umgebungen die Heilung. Ihr Augenarzt gibt im Einzelfall die beste Empfehlung zur Dauer der Auszeit.
Augentropfen lindern bei Bindehautentzündung meist schnell Beschwerden wie Juckreiz oder Brennen, oft innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag. Die Wirkung hängt von Ursache und Art der Tropfen ab: Antibiotika helfen meist nach 2–3 Tagen bei bakteriellen Infektionen, antiallergische Tropfen oft schon nach wenigen Anwendungen. Bei viralen Entzündungen mildern Augentropfen die Symptome, da die Heilung vom Immunsystem ausgeht. Tropfen immer wie verordnet anwenden. Bei ausbleibender Besserung oder Verschlechterung zeitnah ärztlichen Rat suchen.
Eine Bindehautentzündung ist meist harmlos, aber sehr ansteckend. Gute Hygiene und eine passende Behandlung helfen, die Beschwerden schnell zu lindern. Bei starken oder anhaltenden Symptomen sollte unbedingt ein Augenarzt aufgesucht werden.
Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Gesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Mediziner zu konsultieren.
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