Ehrenamt

Welche Versicherung haftet, wenn bei ehrenamtlicher Tätigkeit Schäden auftreten? Diesbezüglich war die Rechtslage in der Vergangenheit nicht immer eindeutig. Ehrenamtlich tätige Vorstände in Vereinen mussten etwa bis zum Herbst des Jahres 2009 noch mit ihren Privatvermögen haften. Heute ist es aber so, dass im Idealfall private Haftpflichtversicherung aufkommt.


Wer reguliert Schäden im Ehrenamt?

Wer ein Ehrenamt ausübt, tut in der Regel Gutes. Dennoch kann es auch hier zu Schäden kommen. Das ist dann nicht mehr ganz so gut. Vor allem, wenn es um die Frage geht, wer denn jetzt für den entstandenen Schaden aufkommt.

Ist die ehrenamtliche Tätigkeit mit in die private Haftpflichtversicherung eingeschlossen, so werden Schadenfälle aus dem Ehrenamt auch reguliert. Außerdem versichern die meisten Vereine ihre Mitglieder ohnehin für Schäden, die bei Ausübung des Ehrenamts auftreten.

Sammelverträge im Ehrenamt

Allerdings gibt es auch Menschen, die nicht über eine gesetzliche Absicherung verfügen und trotzdem ein Ehrenamt ausüben. Für diese hat die Mehrheit der deutschen Bundesländer Sammelverträge abgeschlossen. Wichtig sind solche Sammelverträge insbesondere für ehrenamtliche Einsätze im Sportverein oder in der Wohlfahrtspflege sowie für Personen, die in Rettungsunternehmen oder im Gesundheitswesen eingesetzt werden, da hier die Wahrscheinlichkeit eines möglichen Schadens besonders hoch ist.

Guter Schutz – auch im Ehrenamt

Die private Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen, weil das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) für Verursacher von Schäden Geschädigten gegenüber eine unbegrenzte Haftungspflicht vorsieht. Deswegen ist die private Haftpflichtversicherung – auch oder gerade im Fall der Ausübung eines Ehrenamtes – ein guter Schutz, um im selbst verursachten Schadenfall gut geschützt zu sein.