Häusliche Pflege Tipps

Wichtige Tipps für die häusliche Pflege

Die meisten Bundesbürger wünschen sich, im Alter in den eigenen vier Wänden versorgt zu werden. Hier finden die Pflegebedürftigen eine vertraute Umgebung und oftmals eine Pflege durch die Angehörigen. Etwa 70 % der Pflegebedürftigen in Deutschland werden bereits zu Hause gepflegt.


Mehr Leistungen durch das Pflegestärkungsgesetz

Für die Angehörigen bedeutet die Pflege eines Angehörigen einen tiefen Einschnitt in die bisherige Lebensführung. Alleine ist eine „rund-um-die-Uhr“-Pflege kaum möglich. Deshalb sollte man unbedingt Hilfe von außen hinzuziehen. Neben den finanziellen Leistungen aus der staatlichen Pflegeversicherung gibt es auch ein  Unterstützungsangebot für den Pflegealltag zu Hause. Mit dem Pflegestärkungsgesetz erhalten Pflegende Angehörige  mehr Unterstützung, wenn sie selbst einmal krank sind oder Urlaub machen möchten. Sie können in solchen Fällen nun sechs Wochen – statt wie bisher vier Wochen lang – eine Vertretung in Anspruch nehmen. Für die sogenannte Verhinderungspflege steht im Jahr bis zu 1.612 Euro zur Verfügung. Zudem können künftig bis zu 50 Prozent des Kurzzeitpflegebetrags als häusliche Verhinderungspflege genutzt werden. Damit stehen nun bis zu 2.418 Euro im Jahr für die Verhinderungspflege zur Verfügung. Trotz der verbesserten Leistungen durch die staatliche Pflegeversicherung bleibt für den Pflegebedürftigen unter dem Strich eine große Versorgungslücke bestehen. Um im Pflegefall nicht in eine finanzielle Bedrängnis zu geraten, ist der frühzeitige Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung dringend anzuraten.

Mit Kurs auf die Pflege vorbereiten

Um sich gezielt auf die Pflege eines Angehörigen vorbereiten, haben Sie die Möglichkeit, an einem Pflegekurs teilzunehmen. Wohlfahrtsverbände, kirchliche Organisationen und Krankenkassen bieten z. B. solche Kurse an. Dabei werden Kenntnisse im Bereich der Krankenbeobachtung, die richtigen Handgriffe und der Einsatz von Pflegehilfsmitteln vermittelt. Besonders wichtig ist zudem das Erlernen von rückenschonenden Heben und Tragen. Im Pflegekurs treffen Sie auch auf Menschen, die sich auf die gleiche Situation vorbereiten. Hier können Sie Kontakte knüpfen, Erfahrungen austauschen und erhalten viele praktische Tipps.

Wohnung für den Pflegebedürftigen umgestalten

Bei einer Pflegebedürftigkeit muss auch die Wohnung entsprechend angepasst werden. Hierzu gehört neben der Beseitigung von Stolperfallen und dem altersgerechten Umbau oftmals auch ein Pflegebett. Mit einem verstellbaren Pflegebett kann der Patient beim Aufrichten unterstützt werden und der Schlafkomfort kann zudem verbessert werden.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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