Versicherungsschutz über Fastnacht

Was ist an Karneval erlaubt?

Zugegeben – Karneval ist nicht jedermanns Sache. Die einen lieben die 5. Jahreszeit, die anderen können gar nichts damit anfangen. Und schon prallen, gerade an Weiberfasching, zwei Welten aufeinander: Das "närrische Weib", bewaffnet mit der großen Schere und der eifrige "Schlipsträger" auf dem Weg zur Arbeit – und schnipp, schnapp, ist die Krawatte ab.


Nur ein traditionelles närrisches Kavaliersdelikt" oder doch schon eine Eigentumsverletzung?

Dieser und weiteren Fragen zur Narrenzeit gehen wir heute auf den Grund. Kommen wir zur Beantwortung der ersten Frage:Natürlich ist das Abschneiden von Krawatten eine alte und auch bekannte Tradition zur Weiberfastnacht. Dennoch stellt es, wenn der Träger damit nicht einverstanden ist, eine Eigentumsverletzung im Sinne geltenden Rechts dar – dies haben auch schon viele Gerichte so entschieden.

Es gibt aber auch Ausnahmen: Gerade in Karnevalshochburgen kann es vorkommen, dass die Gerichte einen solchen Fall anders entscheiden.

Zum Beispiel dann, wenn der Träger des Schlipses ausdrücklich oder auch konkludent, d. h. stillschweigend, mit dem Abschneiden der Krawatte einverstanden war.

Dies könnte dann vorliegen, wenn die Männer an Weiberfastnacht in Städten wie Mainz, Köln oder Düsseldorf eine Krawatte tragen. Schadensersatz könnte somit nicht geltend gemacht werden.

Ein weiterer Fall: Kamelle fliegen und treffen den Karnevalszug-Besucher.

Wer haftet bei einer Verletzung?

Wenn auf Umzügen Pralinen, Kamelle und sogar ganze Schokoladentafeln geworfen werden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, auch mal unangenehm getroffen und im schlimmsten Fall sogar verletzt zu werden. Und wer haftet in solchen Fällen?

Im Normalfall hat derjenige, der sich auf den Karnevalsumzug begibt keinen Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn er von fliegenden Süßigkeiten getroffen wird. Der Zuschauer eines Karnevalsumzuges muss damit rechnen, „bei mangelnder Aufmerksamkeit unerwartet von einem Gegenstand üblicher Größe und Beschaffenheit getroffen zu werden“.

Eine gute Absicherung vor eventuell anfallende Kosten aufgrund eines solchen Unfalles stellt eine private Unfallversicherung dar.

Wer kommt für das Brandloch im Kostüm eines anderen auf?

Es wird getanzt, geschunkelt und geraucht. Im Überschwang kann es dabei zu verschiedensten Vorfällen kommen: Das Kostüm eines anderen wird versehentlich beim Tanzen von einer Zigarette angesengt. Oder bei einer hochambitionierten Tanzeinlage kommt es zu Verletzungen – in solchen Fällen springt die Privathaftpflichtversicherung ein.

In diesem Sinne – Helau und Alaaf! Wir wünschen Ihnen eine schöne närrische Restzeit und passen Sie gut auf sich auf.

Alle Angaben sind ohne Gewähr.

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