So sparen Sie Steuern bei Versicherungen

Versicherungen: So sparen Sie Steuern!

Die meisten Berufstätigen wissen, welche Positionen sie in der Steuererklärung angeben müssen. Doch dass man auch viele Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen kann, ist oftmals nicht geläufig. Neben dem vollständigen Abzug der Beiträge zur "Basis"-Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung gibt es noch eine Reihe weiterer Versicherungsbeiträge, die absetzbar sind.


Wie Sie die Beiträge zur Basisversorgung absetzen

Die Beiträge für den Aufbau der Altersversorgung gehören zur Basisversorgung und können dementsprechend als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Zur Basisversorgung gehören die gesetzliche Rentenversicherung und gleichgestellte Aufwendungen wie z. B. Beiträge für berufliche Versorgungswerke oder für die Rürup-Basisrente. Für das Jahr 2015 gilt ein Höchstbetrag von 22.172 Euro im Jahr. Ehepaare und Lebenspartner, die zusammen veranlagt sind, können den doppelten Betrag (44.344 Euro) geltend machen. In der Steuererklärung für 2015 werden vom Finanzamt höchstens 80 % der Höchstbeträge, also 17.738 Euro für Alleinstehende (35.476 Euro für Paare) berücksichtigt. Davon abzuziehen ist der steuerfreie Arbeitgeberanteil.

Beiträge für die Pflegeversicherung und Krankenkasse sind Sonderausgaben, die Sie in voller Höhe von der Steuer absetzen können. Zahlen Sie weitere Beiträge (z. B. Wahlleistungen der Krankenkassen) so fallen diese unter sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Als gesetzlich Krankenversicherter – mit Anspruch auf Krankengeld – wird der abzugsfähige Beitrag um vier Prozent gemindert.

Sonstige Vorsorgeaufwendungen angeben

Unter Vorsorgeaufwendungen fallen Beiträge zur Absicherung von Arbeitslosigkeit, Erwerbs- und Berufsunfähigkeit sowie Beiträge zur Unfallversicherung, Privathaftpflichtversicherung, sowie Renten- und Lebensversicherungen. Auch Beiträge zur Pflegezusatzversicherung können Sie hier angeben. Doch es gibt einen Höchstbetrag von 1.900 Euro für Arbeitnehmer und Beamte und 2.800 Euro für Selbstständige.

Ein Sonderfall bildet die Rechtsschutzversicherung, deren Beiträge nicht zu den Sonderausgaben zählen. Jedoch ist ein steuerlicher Abzug der Beiträge unter Werbungskosten möglich, wenn die Rechtsschutzversicherung als „Arbeitsrechtsschutz“ ausschließlich berufliche Risiken abgedeckt. Deckt die Rechtsschutzversicherung also auch private Risiken ab, so muss der Beitrag entsprechend aufgeteilt werden, um dann den beruflichen Anteil in der Einkommenssteuererklärung aufzuführen.

Alle Angaben sind ohne Gewähr.

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