Angehörige pflegen

Unterstützung für pflegende Angehörige

Seinen Partner oder Verwandten zu pflegen ist eine große Aufgabe. Die Anforderungen sind hoch, denn oftmals entwickelt die Pflege zu einer langjährigen Vollzeitaufgabe. Es gibt jedoch vielfältige Hilfsangebote, auf die Pflegende zurückgreifen können.


Wie pflegende Angehörige Pflegewissen erwerben können

Entwickelt sich krankheits- oder altersbedingt eine dauerhafte Pflegebedürftigkeit, so haben die Betroffenen in der Regel den Wunsch, in der eigenen Wohnung von einem nahen Angehörigen gepflegt zu werden. Meistens handelt es sich dabei um die Ehepartnerin bzw. den Ehepartner. Doch meistens ist der pflegende Angehörige auch schon in einem betagten Alter und hat schon die ersten körperlichen Gebrechen. Hinzu kommt, dass der pflegende Angehörige in der Regel über keinerlei Erfahrungen in der Pflege verfügt. 

Um die richtigen Handgriffe in der Pflege zu lernen und Anleitungen für den Pflegealltag zu erhalten, gibt es spezielle Pflegekurse für pflegende Angehörige. In den Pflegekursen lernen die pflegenden Angehörigen z. B. hilfreiche Handgriffe und erhalten rückenschonende Tipps zum richtigen Heben und Tragen. Diese Pflegekurse werden oftmals von den Pflegekassen – z. B. in Verbindung mit Volkshochschulen angeboten. Darüber hinaus findet in diesen Kursen natürlich auch ein wichtiger Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen statt.

Ambulante Pflegedienste helfen

Auch nach einem Pflegekurs können pflegende Angehörige in der Regel nicht alle anspruchsvollen Pflegeaufgaben selbst erledigen. Es gibt jedoch eine Vielzahl ambulanter Pflegedienste, die Hilfe anbieten. Die Unterstützung kann z. B. für körperhygienische Aufgaben oder als Hilfe bei der Nahrungsaufnahme gebraucht werden. Auch das Umlagern von bettlägerigen Pflegebedürftigen ist ohne die professionelle Hilfe von ambulanten Pflegediensten kaum möglich. In vielen Orten gibt es auch Nachbarschaftshilfen oder kirchliche Einrichtungen, die ihre Unterstützung für pflegende Angehörige anbieten. 

Kurzzeitpflege ermöglicht Erholungs- und Urlaubszeiten

Jeder pflegende Angehörige braucht auch Erholungsphasen und Urlaubszeiten. Um das zu ermöglichen gibt es die Kurzzeitpflege. D. h. der Pflegebedürftige wird für einen kurzen Zeitraum vollstationär betreut. Damit wird die Pflegeperson entlastet und kann sich von der anspruchsvollen Pflegeaufgabe erholen. 

Die meisten pflegenden Angehörigen gelangen irgendwann an ihre seelischen und emotionalen Grenzen. Es gibt viele örtliche Selbsthilfegruppen, in denen sich die Pflegenden austauschen und neue Kraft für die Pflege schöpfen können.

Wie hohe Pflegekosten am besten bewältigt werden können

Pflege ist auch immer eine Kostenfrage. Die staatliche Pflegeversicherung übernimmt, z. B. mit dem Pflegegeld, viele Leistungen. Doch unter dem Strich bieten die Leistungen der Pflegepflichtversicherung nur eine Teilkostenlösung. Im Laufe der Pflegezeit werden zumeist die Ersparnisse und das Vermögen des Pflegenden aufgebraucht. Vielfach muss das Sozialamt einspringen und diese nehmen dann auch die Kinder finanziell in die Pflicht. Um sich und seine Angehörigen vor hohen Pflegekosten zu schützen ist der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung zu empfehlen. Wichtig ist, dass diese alle drei Pflegestufen abdeckt und bestenfalls auch schon im Demenzfall – ohne Pflegestufe, zahlt.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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