Wohnungen seniorengerecht umbauen

Seniorengerechter Umbau: So klappt es!

Die meisten Menschen möchten ihren Lebensabend in den eigenen vier Wänden verbringen, doch nur rund ein Prozent aller Wohnungen in Deutschland sind seniorengerecht gestaltet. Je früher man den seniorengerechten Umbau der eigenen vier Wände angeht desto besser, denn nur mit körperlicher Fitness ist eine solche Mammutaufgabe zu meistern.


Unfallschwerpunkte entschärfen

Vor allem Bad und Küche sind ein besonderer Unfallschwerpunkt im Eigenheim. Wer altersgerecht saniert, sollte daher einen barrierefreien Zugang zum Bad schaffen und Haltegriffe installieren und natürlich auch die Waschtischarmaturen auf eine seniorengerechte Höhe bringen. Wichtig sind auch sturzgesicherte Treppen und der Einbau einer Vorrichtung, um später eventuell einen Lift einzubauen. Für den Fall der Fälle sollten zudem rollstuhlbreite Zugänge (mind. 90 Zentimeter) zu den Zimmern geschaffen werden.

Der Staat fördert die altersgerechte Sanierung

Seniorengerechte Umbauten sind sehr kostenintensiv – allerdings gibt es Förderprogramme der KfW, die Zuschüsse und günstige Darlehen geben. Abgewickelt werden die KfW-Förderdarlehen in der Regel über die eigene Hausbank. Die Bank bewertet auch die Bonität des Antragstellers und verlangt die üblichen Kreditsicherheiten. Auch wer zur Miete wohnt kann von den Förderungen profitieren und nach § 554a BGB darauf pochen, dass der Vermieter ihnen altersgerechte Umbauten gestattet. Das Sanierungsvorhaben sollte allerdings mit einer „Modernisierungsvereinbarung“ zwischen Vermieter und Mieter schriftlich fixiert werden, bevor die Aufträge an die Handwerker vergeben werden. So können später Streitigkeiten, z. B. über den Umfang des Umbaus, eindeutig geklärt werden.

Für den Pflege- und Demenzfall vorsorgen

Ist ein Umbau des Eigenheims bzw. der Mietwohnung nicht möglich, so sollte rechtzeitig geprüft werden, ob es in der Umgebung Immobilienobjekte gibt, die im Alter als seniorengerechter Ruhesitz in Frage kämen. Insbesondere im Demenzfall oder bei einer plötzlich eintretenden Pflegebedürftigkeit ist die persönliche Entscheidungsfreiheit oftmals eingeschränkt und es ist dann kaum noch möglich den bevorzugten Wohnraum eigenständig auszuwählen. Alle Angaben ohne Gewähr.

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